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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nummer 48. Fernsprecher 951 und 95z Sonnabend, 28. Februar 1922. Fernsprecher 95! und 952 12. Jahrgangs
Nachwirkung der oberschlesischen Vorgänge.
(Eigener Drahtbericht.)
lingt. den für dtejo Arbeit unbedingt
buna" nennt den 20. April als frühesten Termin.
notwendigen gutgeschulten Nachwuchs
zuzuführrn.
wie vor dem Kriege. Dieser Zustand sei eine brennende Wunde, und es habe keinen Zweck, vor den Fehlern, die in dieser Beziehung die Arbeitnehmer begangen Hütten, die Augen zu verschließen. — Alle diese Aeußerungcn sind äußerst wichtig in einem Anaenblick, wo der Achtstundentag als Höchstarbeitstag im Gesetz über die Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter Verankert werden soll-
den soll."
Und im gleichen Sinne äußert sich die Wochenschrift des Hirsch-Dunkerschen Gewerkvereins der Deutschen Metallarbeiter m einem Artikel über den Achtstundentag, worin ausgeführt wird, daß die Feindschaft, die dem Achtstundentag, vor allem von Arbeitgeber- seite entgegengebracht wird, nicht unberechtigt sei. Seine gesicherte Durchführung Hüfte eine Neuorganisation der Betriebe bedingt, bei der vor allem die Arbeitnehmer und ihre Vertreter, die Betriebsräte, tatkräftig bäften Mitwirken müssen. Die Arbeiter aber Hüften vielfach nickt genügend getan, um in acht Stunden etwa dasselbe zu leisten. wie früher in zehn Stunden. Nirgends würde auck nur annAhernd, ftotz bedeutend vermehrtem Personal, hie Arbeitsleistung erreicht,
Lehrlingsmangel.
Bedrohlicher AssbttS in die Zukunft.
«lebet bett Lehrringsmangel verSsfentlitytt kürzlich da» Berliner Städtische BernfSamt statiitifcho Zahlen, ans denen hervorgeht, daß eine sehr große Anzahl offen gemeldeter Lehr, stellen znr Zeit nicht besetzt werden konnte.
Zwischen Preutzen »nd dem R e i ch ist ein Streit vor dem Staatsgerichtshof anhängig über die Auslegung der Paragraphen 90 und 94 der Reichsverfaffnno. Es handelt sich um die Frage, in wie weit durch die Üeberuabme der
E i s e nb a h n c n auf das Reich auch das E u s - eignungsrecht aus das Reich übergegangen ist. Preußen nimmt die Entscheidung über Beschwerden gegen die Festlegung des Enteignungs- Planes nach Maßgabe des preußischen Enteig
* Der Lehrlingsmangel in Großstädten ist geeignet, ernste Bedenken für die Zukunft der deutschen Volkswirtschaft hervorzurufen. Tas deutsche Voll ist durch den Krieg nieoergcworfen worden. Sein Vermögen, ist dilrch die KriegKvirtschaft und die dem Kriege folgende Geldentwertung entsetzlich zusammen- geschrumpft. . Rohstoffe und Lebensmittel muffen
Der Achtstundentag
Das neue Vrbeitszeitgefetz.
Deutschland und Rußland. IÄÄ
Deutsche wirtschaftliche Sachverständige -----------*" ----t~r'
Die «eichsrrgierung lehnt ad.
Berlin, 24. Februar. (Privattelegramm.) Gestern hat die deutsche Reichsregierung durch ihren Botschafter in Paris eine neue Note über die Vorgänge in Gleiwitz-PeterSdors überreichen lassen. Ucber den Inhalt ist nichts bekannt. Er dürste sich aber decken mit der Erklärung Rathenaus im Auswärtigen Ausschuß, wonach Deutschland jede attive oder passive Mitschuld an den Vorgängen a v l e h n t, die zu der Tötung von drei Franzosen geführt haben. Dementsprechend wird auch jede Schadenersatzpflicht seitens der deutschen Regierung abgelehnt.
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Zurückziehung aus Sderschlesien.
Prag, 24. Februar. (Eigene Drahtmelduug.) Wie von der Grenze berichtet wird, sind dort Vorbereitungen im Gange, um im Laufe des Monats die interalliierten Truppen aus Ober- schlesicn in 32 Eisenbahnzügen in ihre Heimat abzutransportieren. Oberschlesicn soll biS zum 1. April den beiden Regierungen übergeben und dann sofort von den interalliierten Truppen geräumt werden.
herauaebildete Facharbeiterschaft. Eine der größten volkswirtschaftlichen Aufgaben der Zukunft besteht also darin, diese überaus wrch- Die Reue Züricher Zeitung meldet aus Rvm: bcÄ-^2M^Ä>^m"ih?Ä Handel sind Die Konferenz von Genua wird auch am 23. einjig U!lö allein durch die vorzügliche Arbeit März noch nicht stattfinden können. Die römische der von erster erzeugen Baren Moß und m all^c rrÄ sgf r»™ Termin an. Die halbamtlich informierte „Tri-I>. w . llNbedinat
Steuer-Beratungen.
Regierungsparteien und Regierung.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 24. Februar.
Gestern nachmittag fand im Reichstag eine Sitzung von Vertretern des Zentrums, der Demokraten und der Sozialdemokraten statt, in der über das Steuerkompro- mitz beraten wurde. Auck Reichskanzler Dr. Wirth und Finanzminister Hermes nahmen daran teil. Der Reichskanzler wies in seinen Ausführungen auf die Notwendigkeit hin, aus der Vergangenheit Nutzen zu ziehen und sobald als möglich die Besprechungen zu beenden. In der gestrigen Sitzung verlas ein Parteivertreter auch den Entwurf eines Mantelgesetzes, der sich an die allgemeinen Richtlinien hält, wie sic in den Besprechungen über das Steuerkompromitz cufneftent worden sind. Das Mmttelgesetz umfaßt auch das Gesetz über die Zwangs- a n l e i h e. Es ist zu erwarten, daß schon in der zweiten Hälft? der nächsten Woche über las Mantelgesetz beraten werden wird. Der Reichsfinanzminister wird in der Frage des Mantelgesetzes sich erneut mit der Deutschen Volkspartei in Verbindung setzen.
Nach dem Wunsche unserer früheren Feinde 1 (die auch heute noch nicht unsere Freunde sind) । soll das deutsche Volk keine geringere Steuer- 1 last tragen dürfen, als irgend eines derjenigen i Länder, mit denen Deutschland Krieg geführt । hat. Damit nicht genug sollen die deutschen Arbeitnehmer auch hinsichtlich ihrer sozialen Rechte keinerlei Vorteile gegenüber ihren Genossen m den auf sozialem Gebiete weniger vorgeschrittenen Ländern genießen, besonders, wenn die Unfähigkeit Deutschland zur Erfüllung seiner Reparationsverpflichtungen durch zu weitgehende Bestimmungen seiner Sozialgesetzgebung bedingt sein sollte. Eine Prüfung dieser Verhältnisse gehörte mit zu den Ausgaben der Re- parationskommission, die vor kurzem in Berlin eingetroffen ist. Es ist also sehr wohl möglich und sogar wahrscheinlich, daß von selten der Entente auf die Notwendigkeit hingewiesen werden wird, in demjenigen Punfte, der anerkanntermaßen für das Ergebnis der deutschen Arbeitsleistung gegenwärtig von ausschlaggebender Be- dentuna ist, eine baldige Aenderung eintreten zu lassen, nämlich hinsichtlich des Achtstundentages. In Frankreich ist der in Deutschland bestehende Achtstundentag nur mit Argwohn betrachtet worden Man legt es so aus, als wolle Deutschland die Gesamtleistung der Arbeit und die Produktionsmenge herabmindern, um die Verpflichtungen an die Alliierten nicht durchzuführen. Das ist der Anlaß zu der Stellungnahme der französischen Regierung, die sich gegen die Arbeitszeit in Teutfchilano richtet.
Man darf aus einen solchen Einspruch, besonders von feiten Frankreichs, umsomehr gl- fikht sein, als gerade dieses letztere Land fcie Vereinbarungen, die seiner Zeit in Washington hinsichtlich des Atchstundentages getroffen wurden, mehrfach zu durchbrechen beginnt. In der französischen Deputiertenkammer liegt zur Zett ein Gesetzentwurf vor, durch den der Achtstundentag in seiner Allgemeingültigkeit aufgehoben und eine Anpassung der vorhandenen Arbeitskräfte an die Wirtschaftlichkeit der Betriebe durchgeführt wird, sodaß der Achtstundentag lediglich nur noch als norm für die Bewertung der durchschnittlichen Arbeitszeit erhalten bleibt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen in gemeinschaftlichen Verhandlungen über die Industriezweige befinden, bei denen der Achtstundentag weiter aufrechterhalten werden kann oder abgeändert werden muß. Diese in die Rechte der Arbeitnehmerschaft so außerordentlich stark eingreifenden Pläne hat die sozialistische Presse in Frankreich ohne jede Erregung hingenomme t, sodaß an der prakttschen Durchführung des Gesetzentwurfes nicht mehr gezweifelt werden kann.
Auch in Deutschland haben sich in der letzten Zeit, auch innerhalb der Arbeitnehmerschaft, Stimmen vernehmen laffen, die den Achtstundentag als die Ursache unserer verringerten Produktion und der daraus folgenden Teuerung nicht mehr als unerschütterlich gelten laffen wollen. So schreibt der bekannte sozialistische Schriftsteller Kalinski in den Sozialistischen Monatshelsen: .Die Arbeiterschaft muß sich zu einer Steigrung der Leistungen entschließen, weil sonst die durchschnittliche Lebensdauer der kommenden Generation um ein Mehrfaches reduziert würde. Ein Verzicht auf die Arbeitsfiei- gerung bedeutet den Verfall eines ganzen Volkes, iurmenftich des Nachwuchses des Proletariats. Eine Arbeitssteigerung muß unter allen Umständen bewirkt werden, auch unter Zurückstellung sozialistischer Errungenschaften, namentlich des allzu schematisch aufgefaßten Achtstundentages, einer Einrichtung, die als zielweisende Forder- emg ihre große historisch« Bedeutung im Klaffenkampf der Arbeiter hafte, die ober bei ihrer Durchführung größter Differenzierung der Ar- beitsdaten, was Konftnuierlichkeit, Intensität und der Frische-Kräste-Verbrauch anlangt, streng- ster Scheidung von wirklicher Arbeit und bloßer Arbeitsbereitschaft bedarf, wenn sie nicht schon in guten Zeiten zu schlimmer Ungerechtigkeit und Ungleickhett zwischen den einzelnen Arbeiterkate- aorien, in Zeiten wir der jetzigen, zu einer schive- ren Schädigung sich der Wirtschaft selbst wer-
muß den Ursachen dieser Erscheinung uachMgan- gen werden, itm eine Aenderung zu erzielen. Ein Grund der Scheu der Jugendlichen vor der Lehre ist immer die Mmeigurrg vor der mit dem Lehrvertrage verbundenen Be-
— Dagegen wird ans London gemeldet: In Re- , __
gkrungskreisen verlautet, daß Lloyd George zu erziehen. <^n vor dem Kriege wuche Kla^» nickst bereit sei, (?) einer über zehn Tage hinaus- geMU über die ^nehmende Scheu der groß- gehenden Verschiebung der Konferenz von WÄfeg eine weitereGcMr- znznftimmen, so daß deren Erössnung am w. bei regelrechten Lehrlingsausbildung und oder 20. März siattsinden werde. (?) des Lehrlingsersatzes mit sich. In ftchftger Er-
* kenntnis der heraufziehenden Gefahr siwderte
daher ein Erlaß der zuständigen Ministerien Besprechung im Kabinett. 18 März 1949 die Errichtung von Be°
Berlin, 24. Februar. (Privattelegramm.) I r u f 8 ä tu t e i rt. Wenn aber trotzdem die be- Die „Deutsche Zeitung" erfährt, daß gestern eine klagenswerte Tatsache vorliegt, baß in Berlin Kabinettssttznng stattgefunden hat, in der nutzt Hunderte offener Lehrstellen nicht be. nur die Konferenz von Genna und tote M-Isetzt wurden, daß Tausende von SckMlentlasfe- plantc Zusammenkunft Lloyd Georges nnd Po- ^en keine Lehrstellen angenommen hakten, so incareS besprochen wurde, sondern in der auch' - * ------- '=-r-<-s
die Frage der Erweiterung der Regierungs- Koalition einen breiten Raum einnahm.
Preußen und das Reich.
Streit nm das Enteignungsrecht.
(Eigene Drahnnelduntt.)
Berlin, 24. Februar.
Weisung des Lehrherrn und der Gesellen zu sol- lDrivat-Telcaramm.) |®n. Der fteie Arbeitsbursche tut das nur, so-
1 I lange es ihm paßt. Der Lehrling bekommt we-
Berlin, 24. nig»t bet Arbeitsbursche. Es ist unter
Im Einberständnis mit dem Reich.wirt- Ibiesen Umständen für manchen Familienvater schastSministcrium ist von den Spitzcnverbandeu cin ,-^e^ex Entschluß, seinen Jungen auf drei eine Reihe von Herren benannt worden, die als unb vier Jahre in die Lehre zn geben. Dazu wirtschaftliche Sachverständige "er ?OTmnt bet winzige Unterschied, den die neuzeit- deutschen Vertretung in Moskau die Berhalmi _ Hdjen Tarife für die Entlohnung der ungeleru- in Rußland an Ott und Stelle erforschen und tcn Arbeiter und der Handwerker festgesetzt ha- darüber dem Wirtschastsministermm und ihren c*n diesem Punkte finden wir einen der Verbänden Bericht erstatten soll. Es sind zu-1 v,iriffamsten Gründe für die Zurückhaltung von nächst etwa zwölf Herren für die Reise ,n Aus-kfr «ehre — Den Eltern der vor der Ent- sich genommen. Als erste haben gestern Reichs- laffung stehenden jungen Menschen kann nicht tagsabgcordneter Dr. Hugo für den Reichsver- bangend genug davon abgeraten Werder^ band des deutschen Ein- und AusfuhrhandelsIirt das freie Verhältnis der ungelernt nnd Direktor Dr. Beuster- Stettin als Vertre- tcn Arheitsburfchen übergehen zu laffen. Es ter des Speditionshandels die Ausreife angrtre- Mietet große Gefahren. Es verleitet zu immer ten unv sich über Riga und Reval begeben. Am I hefiger vorkommendem Wechfel der Arbetts- Samstag wird Staatssekretär a. D. August .u imtner längeren Pausen zwischen den Müller folgen, dem außerdem dicZusammen-1 einzelnen Arbeitsperioden. Dem jungen fassung der Berichte samüicher Sachverständigen der Zwang
übertragen ist. Es ist vorgefehen, daß ,ederder ......
wirftchattlichen Sachverständigen etwa sechs Wo I erner festen Lehrstelle sehr dienlich, chen in Rußland bleiben wird. L f5ri>crt bie Charakterbildung. Zudem gestab
------ tcn die heutigen Verhältnisse weder die strenge
_ , Zucht, noch die übermäßige Ausnutzung der
Zuverlässigkeit des Heeres. ILehrlinge wie in alten Zeiten. ^D^n verMe »i«.Neid>Äi»shHnin:#crä Iaußerdem nicht, daß überall die bestbezahl- Cine Erklärung »es Dretchswehrmrrr.fters. L n SteIIen der Werkmeister, Monteure und (Eigener Drahtbericht.) anderer an besonderem Platze beschäftigten
Berlin, 24. Februar. Handwerker nur mit gelernten Leuten be- Bei Beratung des Haushaltsplanes dcs seyt werden können Ein tüchtiger Handwerks- sB.-AiaH-nfcMMiMifirriMnta titr io->> 6nf, Reickw I tnann hat ferner viel mehr Gelegenyett, sich zn ReichswehtminlstermMs für 1922 Mw §ctbftäiWeit nnd Wohlstand emporzuarbeiten,
nnhrmlNlsicr Dr. Gctzler die CrNarung ab, d ß i ungelernte Gelegenheitsarbeiter. Man
die Führer des Heeres em absolut sicheres Ver l allgemein klar machen, daß mit dem
faffungstreues Instrument in den Händen der JiL^gang der gelernten Arbeitet nnd Hand- Regiktunq seien. Niemals während der Zeit sei-1werket seht bald der schnelle Niedergang »er Einführung sei das Heer den politischen bet deuftchen Industrie eintreten würde. Di- Matz!,al,men der Regierung entgegcngetrrtrn.iSchulentlassenen der ProvinHstädte sind viel 'LL'LW XÄ« MLWL
iö-tolc* - S'KrtlOT S‘,Tn Stu«n
bei untergeordneten Organen des Heeres Borge- ber Provinz besetzt wird. Sorgsamen El- kommen seien, werde nicht bestritten, käme aber s.j aufrichtigen Herzens der dringliche Rat anch in den bestdiszipliniertrn Heeren vor. gegeben, keinem der aus der Schule ins Leben Worauf es ankomme, fei, folche Fälle nicht zu der-1 tretenden Kinder die Wohltat einer regel- tufchcn, fondernsic einer entfprechenden Ahndung rechten Lehre vorzuenthalten Vermögen sie 'fekbst nicht das passende Ledtverdaltnis tzrr ihr
nungsgefetzes auch dann in Anspruch, wenn cs sich »m eine Enteignung für Zwecke der Reichsbahn handelt, während das Neichsverkehrsmini- sicrium auf jeden Fall das Reich für zuständig hält. Nach dem Gcfetz sind für diesen Fall vier außerordentliche Beisitzer nnd vier Staatsvertce- ter zur Hälfte vom Reichstag und zur anderen Hälfte vom Reick»srat zu wählen. Der Reichsrat wählte gestern als Beisitzer den jetzigen Landeshauptmann der Provinz Sachsen, den früheren U1UV ...............
(Zifenbal)nministet Oescr, den stüheren bayeri-1 ?r'^™^Pr2;iefftanbe§ unserer Valuta gekauft scheu Verkchrsministet von Seidler, Ministerml- ^rden Das einzige Mittel, auf die Tauer diese rat Schcllen-Dresdcn und den Regierung?rat >ml Aussaugung durch das verlausende Ausland zu thüringischen Wirtschaftsminiftetium Wehm-mn ertragen, ist die Herstellung und die Ausfuhr ____ hoch- und höchstwertiger Erzeugnisse durch die deutsche Fndusftle und das
Immer noch Genua-Streck.
Dio Komödie der Verschleppung. 1 ■- ~ JK'r"'
Der Franzosen-Llnfug.
Eine gemeine Verdächtigung.
(Eigener Drohtbeticht.)
Paris, 24. Februar.
„Journal des Debats" gibt bekannt, daß seit 1. Dezember in Deutschland siebzehn französische Soldaten der Besatzungstruppen verschwunden seien. (?) Die Vorgänge in Glei- witz ließen den Verdacht systematischer Morde ans nationalistischen Gründen annehmen. Dem Blatt zufolge beurteilt das französische Kabinett die durch die oberschlesischen Vorgänge geschaffene Lage als äußerst ernst. An der gestrigen Sitzung des Ministerrais nahmen der Präsident der Republik und Marschall Fach bei. — Die Verdächtigung entspringt dem bekannten fran- zösischne Wahnsinn. Es gehört außerdem auch eine riesige Dummheit dazu, zu gfaubcit, daß innerhalb eines Vierteljahres siebMn stanzö- sische Soldaten ermordet werden könnten, ohne daß die Toten entdeckt würden. Wahrscheinlich beruht schon die Angabe vom Verschwinden auf Schwindel, denn die Besatzungsbehörde hätte sicherlich nicht darüber geschwiegen.