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12. Zahraarrg

Fernsprecher 951 und 952

Freitag, 17. Februar 1922.

Nummer 41

Fernsprecher 951 und 952

Di« Kasseler N,uest«l Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal IMV zwar a v end». Der AbonnementSDreis deträgt monaMch 10.- Mark Mt freier Zustellung MS Haus. «u«. märtä durch die Post bezogen 10.- Mark monaMch einschlietzkch Zustellung. Best llungeu werben 'eberz-it von ber Geschäftsstelle ober den Äolen entgegengenommen. Truckern, «erlag und Redaktion. Schlachthosstraße 28/30. Für unverlangt emgesanbte Beiträge kann di« Redaltton eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Äiuckzahlung des BezugSgeldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Sieferlmg ausgeschlossen.

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Meter Neueste Mächten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Das Kabinett Wirch bleibt.

Bolschewistische Vropagonda.

Berlin, 16. Februar. (Privattclegramm.) DieDeutsche Zeitung" berichtet: Wir erfahren von zuverlässiger Seite, dass die in Berlin einge- tryffene Sowjet-Handeldkommission einen Eisen- bahnwaggon voll Rcklarnematerial mitge­bracht hat. Bei der Untersuchung des Wagens erwies es sich, daß die Reklame-Artikel aus p o litischem Propaganda-Material bestanden. Von diesem Charakter des angeblichen Propa­ganda-Materials wurde dem Reichskommiffar für öffentliche Ordnung, dem Polizeipräsidenten und dem Auswärtigen Amt Mitteilung gemacht. ES sind bereits Beamte mit der Prüfung der Angelegenheit beschäftigt.

der deutschen Delegierten für Genua noch unter, blieben. Der italienische Kabinettsrat billigte gestern die Regierungserklärung BonomieS. Die- scr setzte darin seine Zukunstspolitik auseinander, vorausgesetzt, daß die Kammer ihm ein Vertrau­ensvotums als Grundlage gibt.

Trostloser Ueberseeverkehr", in England Marconi i 'eleß Telegraph Co., in Frankreich eoatbaanie enetale de TÄsgraphie saus fil) haben ein Abkommen über die Anwendung der Funktelegraphie im internationalen Verkehr geschlossen. Tie Vereinbarung do sieht sich auf den Austausch technischer Erfahrun­gen und auf gemcinschaftlichcs Borg ihm in ge­wissem Umfinge, um eine Zeriplitterung der Kräfte und daraus folgende Unwirischafflichkett der grossen Funkverbindungen zu vermeiden. 5~ ? Vrteiltgten werden gemein schaftlich^zuerit in Argentinien und Brasilien, später auch in an­deren Ländern Südamerikas Gross stationen zum

Gämng in Serbien?

Eine revolutionäre Bewegung. (Eigene Drah.meldnng.)

schastlich den

Wiederaufbau von zwei Kabelverbindungen durchzufiihren. Während sich das, Kabelabtom- mm auf Teutschlariid und bte Vereinigten Staa­ten beschränkt, ist fast Mchzeittg eme Wester.

- - - - '----Vereinbarung zu­

internationalen Funk«

Dir Kommunisten.

München, 16. Februar. (Privat-Tele­gramm.) DieMünchen-Augsburger Abrndzei- tuitg" meldet, daß die Kommunisten beabsich tigen, in den nächsten Tagen bereits ein neues Mißtrauensvotum gegen den Reichskanzler Dr. Wirth im Reichstag zu beantragen.

Am Erzbergers Mörder.

Angebliche Spuren in Ungarn.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 16. Februar.

Die Nachrichten aus Ungarn, worüber wir gestern berichteten, sind widersprechend. Angeb­lich hielten sich zwei badische Kriminalbeamte im Auftrage der Staatsanwaltschaft Offenburg durch mehrere Wochen in Budapest auf, um die Mörder Erzbergers, Schultz und Tillessen, ausfindig zu machen. Die badischen Beamten haben, wie verlautet, im Einvernehmen mit den ungarischen Behörden gearbeitet und weit­gehende Unterstützung gesunden. Die Anwesen­heit der gesuchten Mörder in Budapester Hotels soll festgestellt worden fehl, ebenso die Tatsache, daß die Mörder denffchc Pässe befaßen. Anschei­nend haben die Mörder aber von den Rachfor- schungen gegen sie Wind bekommen und Buda­pest verlassen. Man nimmt an, das es ihnen inzwischen gelungen ist, sich ungarische Pässe zu verschaffen. Die Nachforschungen nach den Mördern werden auf die Provinz ausgedehnt.

Rußlands neue Richtung?

Vereinbarungen mit Frankreich.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 16. Februar.

Gestern wurden an dieser Stelle Einzelheiten über ein Abkommen zwischen Frankreich und Rußland mitgetcilt, daS sich g e g e n Deutsch­land richtet. Bestätigung lag allerdings noch nicht vor. DieDeutsche Allgemeine Zeitung" be­spricht nun eine Meldung aus Moskau, wo­nach in sowjet-amtlichen Presseorganen eine Aeußerung veröffentlicht wird, die sich gegen den grundsätzlichen Verzicht Rußlands auf die Reparativ »sfordcrung an Deutschland wendet. Die Deutsch« Allgemeine Zeitung meint, die russische Darlegung in amtlichen Organen der russischen Räteregierung mache es immer wahr­scheinlicher, daß die Nachricht von dem Inhalt eines soeben abgeschlossenen franzSstsch-russtschen Vertrages den Tatsachen entspricht.

Sn Budapest ist nichts bekannt.

Stuttgart, 16. Februar. (Privattelegranrm.i Einer Meldung aus Freiburg im Breisgau zu­folge richtete die dortige Kriminalpolizei teir- qraphisch eine A n f r a g e an die zuständige Stelle in Budapest ob die Mörder Erzbergers, Schultz und Tillessen in Budapest gewesen seien und erhielten daraufhin am DienStag Abend die Antwort, daß der Polizcidirrftion in Buda, pest nichts davon bekannt ist, daß die Mörder Erzbergers sich in Budapest oder im üb­rigen Ungarn aufhalten sokstn.

Genna-Konferenz Vertagt

Verschiebung auf Mitte April.

(Eigener Drcchtbericht.)

Berlin, 16. Februar.

Am amtlicher Stelle lagen gestern abend halb­amtliche Meldungen aus R o m vor, wonach das neue italienische Kabinett sofort nach seiner Vor- stclluna vor der Kammer die Einladungen zur Genua-Konferenz am 8. März zurürk- n a h m «nd durch eine neue Einladung für Mitte April ersetzte. In amtlichen Berliner Kreise» rechnet man schon seft acht Tagen nicht mehr mit dem 8. März als dem Tage drS Zufammcntritts dcr Konferenz. Deshalb ist auch die Ernennuna

Das Kabinett Wirth.

Mehrheit für das Vertrauensvotum.

Die Würfel sind gefallen. In der gestrigen NeickMagssitzung gestaltete sich die Aus Sprache, ob das Vertrauen zum Kabinett Wirth oder das Misstrauen (tarier sei, zu einem kritischen Tag. Die Redner führten noch einmal aus, was ihren Parteien an der Reichsregierung gefiel und was ihnen mißfiel. So kam es schließlich unter größ­ter Spannung zur Abstimmung die eine Mehrheit (siehe Telegramm und Reichsiags- bericht) für das Kabinett Wirth »ergab. Aus den Kreisen der Regierungsparteien wird erklärt, daß die OpPosittonsParteien. d-e die Mißtrauensanträge in der Reichsiags- sitzung vom 11. Februar gestellt hatten, gar n i ch t beabsichtigt hätten das Kabinett Wirth zu stürzen. Von den d-unaligen vier Mitztrau- ensanträgen bekundeten drei ihre Unzufrie­denheit mit der Regierung als solcher, und zwar waren cs die Anträge der DeutschnatioNa- len einerseits, der Kommunisten und der Unab­hängigen andererseits. Zwar hatten auch die Unabhängigen ein schrankenloses Mißtrauen tn ihrem Antrag gegen die Reichsrogierung nicht zum Ausdruck gebracht, sondern vielmehr ihre Kritik und Verurteilung gegenüber bestimmten Maßnahmen der Regierung im Verlause dieses Streiks ausgesprochen. Das Mißtrauensvotum der Deuffchrn Volkspartei indessen richtete sich ganz allein gegen den Reichskanzler Dr. Wirth persönlich. Infolge dieser Sachlage rechnete man am Sonnabend im Reichstag damit daß jeder Btthtraucnsantrag im Großen und Gan­zen nur die Sttmmen der antragstelbenden Partei ersten werde, daß vielleicht gewisse KovrbiNa­tionen derart entfielen könnten, daß etwa die Deutschnationalen für den Antrag der Vottspar- tei und die Kommunisten für den Antrag der Unabhängigen stimmen würden. Wer es war in Betrachtung der StärisverhAtniss« nicht nur, sondern auch der Motive, denen die Mißtrau- eusanträge entsprangen und die den Anschauun­gen zwischen rechts und links direkt zuwiderlie- fen, ohne weiteres gegeben, daß keiner dieser Mißtrauensanträge eine Mehrheit erhalten werde. Man hätte also, wahrscheinlich ein in- direktes Vertrauensvotum für die Reichsregierung konstatieren können.

yläne ber Reichspost.

Aus dem Programm ves Ministeriums.

Für daS Jahr 1922 ist im RcichLPostmtniftrrMm ein -proxramm aüsgest-llt rootben, ba«cin« Besserung der D-rhSltntsir v-rspr-cyt. Ob bte Delermrg wirklich erfolgt, bleibt avtz«war-t». Set Bericht über die Pläne lautet wie folgtr

Sn einer kürzlich stattgefundenen Sitzung des Veriebrsbeirats des ReimSvostministeriums ent­warf der Reichspostminister ein Programm zur Vereinfachung und Verbilligung von Verwal­tung und Betrieb des Reichspost- und Telegra- phendienstes. Rach Einehen auf ine Haut» gründe der großen Fehlbeträge im Haushalt der Reichspost- unld Telegraphenverwaltung gab er einige Zahlen Über den Personalbestand besannt und begründete die wiederholten Gebuhren- erhöhungen. Er kam zu dem Schluß, daß sur 1922 mit Hilfe der am 1. Januar vollzogenen GebühienerhöHungen ein Haushaltsplan wich durchgeführt werden können, in dem die Aus­gaben und Einnahmen ausgeglichen sind, unter der Voraussetzung, daß es uns gelingt, weiteren Ausaabenssteigerungen wirksam zu begegnen. Die Vereinfachung und Verbilligung von Verwaltung und Betrieb hat das Reichspost- Ministerium sofort nach Beendigung des Krieges in Verbindung mit den Arbeiten de» Wieder- aufbaus in Angriff genommen. Eine Reche von Maßnahmen ist in den letzten drei Jahren der- wirklicht worden; ein Teil der Arbeiten ist noch tnt Gange, da so wichtige Dinge der sorgfältig­sten Ueberlegung bedürfen; «in Teil der Ab­nahmen ist zur Ausführung für bte Zukunft ij®ra»rNm. Aus dun umfangreichen Pro- a r rr-r<Ftn führte der Minister folgendes kurz an: ; Die Zuständigkeit der Oberpostdirektionen und der Verkehrsämter wird noch weiter ausgedehnt Für später kommt die Verminderung der Zahl ' der Oberpostdirektionen in Betracht. Iw Ge- schäistsbettieb Mer Dienststellen sollen Einfachheit ' und Wirtschaftlichkeit die Richtschnur bilden. Aut dem Gebiete des Personalwesens ist das vor-

Durch die plötzliche Erklärung Dr. Wirths, i der ein positiver Vertrauensvotum verlangte, erhielt die Lage ein anderes Gesicht. Diese Ver­änderung konnte nur dadurch zustande kommen, daß der Kanzler und die Führer der Regierungs. Parteien ein verstecktes Spiel getrieben hätten. Dr. Wirch hatte den Führern der Regierungs­parteien erklärt, daß er und fein ganzes Kabi­nett, das sich mit ihm solidarisch erklärt habe, diesmal auf einem positiven Vertrauensvotum bestehen müsse. Die Tatsache dieser Rücksprache und Erklärung war im Parlament nicht bekannt und war auch selbst den Fraktionen nicht mitge- teilt worden. Daraus entstand die allgemeine Ueberraschung. Mit einem solchen Verlauf der Dinge hatte man nicht gerechnet. Wäre das der Fall gewesen, dann hätten die Oppositionspar­teien zuvor Fühlung miteinander genommen, welche Parteien die Regierung nach dem Fall der bisherigen hätten übernehmen sollen, und rod' ches Programm für ihre Arbeit zu gelten hätti Run wäre aber eine Verbindung der Rechtspar­teien mit den gänzlich verschiedenartigen. Mott den der äußersten Linken unmöglich gewesen.

Der Anttaa des Zentrumsabgeordneten Marx: mit Rücksicht auf die noch durch den Ver- kchrsstteik verursachte geringe Besetzung der Parteien, vor allem der Regierungsparteien, die wichtige und folgenschwere Entschewung bis Mittwoch zu vertagen, wurde daher allgemein als ein guter Ausweg empfunden. Daß der Sturz der Reichsregierung, dessen Möglichkeit hier mit einem Male vor Augen stand, nicht le- absichtigt war, ergab sich aus der Taffache, daß auch sämtliche Oppositionsparteien mit Aus­nahme der Kommunisten für den Vertagungsan­trag stimmten. Hätten sie das nicht, getan, und wäre in jenem Augenblick eine Abstimmung er­zwungen worden, so hätte zweifellos daz Ver­trauensvotum bei der Besetzung des Hauses nicht die erforderliche Unterstützung gesunden und für diesen Fall wäre die Erklärung des Ge- samtrücktritts des Kabinetts ju erwarten ge­wesen. Darüber hinaus hätten sich nach Lage der Dinge noch bestimmte weitengehende Fol­gerungen ergeben müssen.

Eine schwierige Lage wäre wahrsckemlick außenpolitisch entstanden, weil Frankreich sich gar zu gerne eingemischt hätte. Auch wäre kein Vorteil ersichtlich, wenn die Regierung auf der Konferenz in Genua vertreten wäre, ohne daß sie sich auf ein starkes Vertrauen zu suchen in der Lage wäre. Gerade diese letztere Erwägung hat mit dazu beigetragen, daß in den letzten Ta­gen die Beratungen der Parteien sich nach der Mchttma hin vollzogen, die Vertoauensformn durck einen die Außenpolitik des Stöbineris Wirth billigenden Zusatz zu erweitern. Man ging von der Erwägung aus, dass gerade die

Flügelparteien der gegentoärtigen Koalittons- . gruppe, die deutsche Volkspartei einerseits und - die Unabhängigen andererseits bet aller Miss- i stimmung Wer die Behandlung der Streitfrage , doch im Großen und Ganzen zur Verständigung neigten. Das Ergebnis der Abstimmung hat ge- < zeigt, daß man die Verwicklungen eines ungewss- sen Kabinettswechsels vermeiden wollte. Das Kabinett Wirth bleibt also.

Ende der Regierungskrise.

Ergebnis der Abstimmung. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 16. Februar.

Die 220 Stimmen der Regierungsparteien für das Vertrauensvotum verteilen sich wie folgt: 107 Sozialdemokraten, 64 Zentrum, 39 De­mokraten, 4 Deutsch-Hannoveraner, je vier Bay­rischer Bauernbund und Bayrische Volkspartei. - Von den 185 Gegenstimmen gaben ab: Deutschnationale 68, Deutsche Volkspartei 60, Unabhängige 32, Kommunisten 24, Fraktionslos einer. 16 Abgeordnete der Bayrischen Bolkspar- tci enthielten sich der Stimmenabgabe. Dr. Meyer war durch seinen Pariser Aufenthalt entschuldigt. Von der Bayrischen Volkspartei stimmten die Abgeordneten Schirmer. Ponschab und Dcer- mann mit Ja. Die deutsch-hannoversche Stimme war die des Abgeordneten Albert. Vorn Zen- trurn fehlten die Abgeordneten Bram, Bell, Frl. Teusch und Pfeiffer, letzterer infolge seines Wie­ner Aufenthaltes. Von der Deutschen Volkspar- iel waren wegen Krankheit abwesend die Abge­ordneten von Bäumer, Ouaatz. Keutler-Bohm, Spetzlcr und Heinze. Von den Demokraten ehl- ten Dr. Schiffer, der in Genf anwesend sein muß, und Dr. Lieber infolge seines Stuttgarter Aufenthaltes. Von den Deutschnationalen fehl­ten Graf Arnsfeld und Graf Kanitz. Von den Sozialdemokraten einer. Von den Unabhängigen waren 48 in Berlin anwefend, aber nur 14 ga­ben ihre Stimmen ab. Zwölf Mitglieder die- , fer Fraktion hatten sich überhaupt nicht zu der , Abstimmung im Reichstag eingefunden.

nehmste Ziel

volle Jmmspruchmchme der Arbeitskräfte und ihre wirtschaftliche Verwendung. Dem gro­ßen Mehrbedarf an Peksoruch den die Einfich- runa des Achtstundentages erforderte, ist schon durch eine Verfügung vom September ISA ent- gegen gewirkt, wonach Dienstbereitschaft nur zur Hälfte als Arbeitszeit zu betoerten ist. Die Veriretungskosten in Krankheit^- uns Urlaubsfällen werden auf das unumgängliche Maß beschränkt werden. Endlich sind auf tech­nischem Gebiete noch mannigfache Verbss- sirunaen der Bettiebsemrichtungen in AuSsicht genommen, um in möglichst weitem Umfange die Menschenkraft durch Maschinen uW mechamiche Einrichtungen zu ersetzen. - An. Anschluß hieran führte Staatssekretär Dr. Bredow unter anderem folgendes aus: Der F « n kv er kehr mit den Vereinigten Staaten ist durch Abkommen mit der Radio Corporation of Ame- rica für dreißig Jahre sichergestellt. Beschleuni­gung des Verkehrs ist dadurch erreicht, daß die Vereinigten Staaten eine eigene GroßMwn einschliesslich für den Venehr mit der Funkstelle Nauen fü/vierundzwanzigistündigen Betrieb zur Verfügung gestellt haben. Auf deutscher Sette sindzur Hebung des Verkehrs funktelegraphische Zubrinaerlinien für den Funkweg dadurch ge­schaffen worden, daß die Funkverbindungen ArM- lchen der Zentralfimkstelle Berlin und dm,groß- teil Handelsstädten Deutschlands und einigen anliegenden Ländern direkt an die Ueberseefunk- linien angeschlosseii sind. Ein großer Teck des deutschen Ueberseeverkehrs benutzt nach rote vor den Kab e lw e g.und zwar seit dem Verlust der diutschen Kabel den über England. D<^ Bedürfnis, neben den Funkverbindungen auch direkte Kabelverbindungen zu besitzen ist immer dringender geworden. Nack langen Ber- handlunaen haben nunmehr bte betben graten amerikanischen Kabelgesellschaften sich be- rett erklärt, mit deutschen Gesellschaften gemein»

Verkehrsstreik in Änöien.

Gegen die britische Herrschaft.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 16. Februar.

Der Eisenbahnerstreik auf der Indischen Ost- Linie nimmt bedrohliche Formen an. Zwischen Allahabad und Cawnpore wurden mehrere Sta­tionen zerstört. Andere, treugebliebene Stationsvorsteher wurden von den Streikenden gezwungen, chre Stationen zu verlassen. Pan­zer z ü g e mit Militär versuchen die Eisen­bahnlinie zu schützen, können aber nur wenig ausrichten. Der Personenverkehr auf ein­zelnen Sttecken der Bahn ist ganz gering, der Güterverkehr von Moghalserai über Kalya nordwärts und nach Jubbulpore westwärts ist völlig lahmgelegt. Ein Teil der indischen Industrie leidet bereits schwer unter dem Man­gel an Kohlen, die sonst auf dem Eisenbahn- wege heiangeschafst worden find.

EngkisGe Truppen greifen ei«.

London, 16. Februar. (Eigene Drahttnel- dung.) Aus Bombay wird berichtet: Die Ausdehnung des Streiks der Eisenbah­ner der Indischen Ost-Linie hat die Heran­ziehung von britischen Truppen notwen­dig gemacht. Die Truppen sind zum Schutze der Arbeitswilligen bestimmt, die von 5cn Streiken­den angegriffen worden sind. Der Streik geht über die gesamte Bahnlinie. Weibliche T e l e. graphistinnen haben den Platz ihrer männ­lichen Kollegen eingenommen, damit der Verkehr notdürftig austrcht erhalten werden kann.

Wien, 16. Februar. ltll ______ ...

Die BelgraderPo'Uika" berichtet, daß der' gehende funkentelegrapb'.sche Verembaru!

Ministerrai in seiner letzten Sitzung sich ein- stanbe sekmnmen. Diebie 0Pf. mH Berichten befaßt habe denen zufolge verkehr führenden Gesellfchaften (in Amerim me Sen ben iugoflaroischen Staat in Radio Corporation,-f Amer-ca,m D-uffchlaW Ocsterreicki-Ungarn und Bulgarien eme revo - A.-G. lutionäre Bewegung vorbereitet werde, om-"- für die der Kommunismus als Deckmantel die­nen solle. Der Zusammenhang des Komplottes mit den iredentiftischrn Plänen in Jugoflnwien sei vollkommen aufgedeckt. AuS der aufgesange- nen Korrefpondenz zwischen Agenten im In lande und außerhalb des Landes gehe hervor, dast die terroristische Aktion nach Been­digung des Belgrader Komnnistenprozeffes zu erwarten fei und daß von dem AuSaanq des Pro-esseS der Beainn der allgemeinen Aktion abhängt Die Regierung habe alle Maßnahmen zur Abwehr einer solchen AMvn getroffen.