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Kasseler Neueste Nachrichten ..... ..... ....

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 39

Fernsprecher 951 und 952

Mittwoch, 15. Febrrrar 1922,

Fernsprecher 951 und 952

12. Zahrgang

Beratung über das Vertrauensvotum

ein, wo er einige Tage zu bleiben gedenkt, um

Genua reisen. Wie derOstexpreß" erfährt, Nt

E?ne zweite Dertrauensst'age?

Berlin. 14. Februar. (Privattelegramm.) Die Z e n t r u m s f r a k t i o n tagte gestern nach­mittag 4 Uhr. Um 5 Uhr fanden Besprechungen der Demokraten statt. Die Dcutschnatio- n a l c n haben ihre Besprechungen auf heute vvr-

Kreffin soeben in London mit Lloyd George Verhandlungen geführt. Die Verhandlungen ha­ken stch auf die Bildung eines internatio- nationalen Syndikats zum Wieder­aufbau Sowjetrußlands bezogen. In So'w- setrustland steht man einem solchen Syndikat a b. lehnend gegenüber, aus Besorgnis, daß die Bildung eines übermächtigen Syndikats zu einer wirtschaftlichen n. finanziellen Fessel für Sow­jetrußland werden könnte. Kn London haben KraffinS Bemühungen, Sicherheiten nach dieser Richtung hin zu erlangen, wesentliches Entge­genkommen gesunden. Infolge dieser Verhand­lungen wird Krassin in Berlin weitere Bcspre-

Amerrkg uriö EmOpa.

Die europäischen Wirtschaf tsfragen. (Eigener DrHwericht.)

LnwaSttGeinNHe pariser Meldung.

Berlin, 14. Februar. (Eigener Drahtbericht-) Ans Paris verlautete dieser Tage, daß ein fräst, tostfch-russisches Abkommen getroffen worden sei. wonach Frankreich die Sowjetregierung an­erkenne, diese bnfiit die Kriegs- und BorkriegS- wmlden übernehme und Frankreich Auftrage in Warrn und Fndustricerzeugnissen im Werte non achthundert Millionen Franken erteile. Die Be­zahlung solle im Verrcchnungswege erfolgen uns -'.war derart, daß der in Rußland durch Deutsch- lanv angerichtete Schaden nach dem Versailler Vertrag an Frankreich gezahlt werde. Ditz Bea­mter Tageblatt bemerkt dazu, man müsse diese Meldung mtt Vo r f t ch t ausnehmcn.

chnugcn mit deutschen Politikern nn^ F i n a n z l c u t e n abh.tlten. an denen auch der Direktor der Sowfct-Staatsban? und der Ches des Sowjet-Handelsministeriums teilnrhmen. Gleichzeitig mit Krassin trifft auch der Vorsitzen­de des allrussischen ZentralgenoffenschnstS-Vcr- bandes wieder in Berlin ein.

WßedemusbQu

Plan zu einem internationalen Syndikat.

(Pnvattele-gramm)

Berlin. 14. Februar.

Entgegen anders lautenden Meldungen trifft der Russe Krassin erst am Mittwoch in B e r l i n

Kasseler Rathaus.

Die gestrige Stadtverordnetenversammlung.

(Eigener Bericht.)

Kassel, 14. Februar.

Die ^eoieninotfrife.

Die Parteien zum Kabinett Wirth.

(Vrivat-Telegrämm.i

Berlin, 14. Februar.

Die Beratungen der Fraktionen wurden ge­stern abend auf heute früh zehn Uhr vertagt. Es bestcqt kcm Zweifel mehr, so wird in parlamen­tarischen Kreisen versichert, daß für Dr. Wirth ein Vertrauens-Votum zustande- kommt. Die Unabhängigen zeigen sich geneigt, ohne ihre bisherigen Forderungen aufzugeben, | auf deren sofortige Erfüllung Verzicht zu leisten was ein Zusammengehen zwischen Demokra­ten, Zentrum, Mehrheitssozialisten | und Unabhängigen in der Vertrauensfrage i wahrscheinlich macht. Rach einer Meldung aus München findet Dr. Wirth auch die Unterstützung !der Bayrischen Volks Partei. Die Bay­rische Volkskorrespondcnz spricht sich gegen einen Kanzlerwcchsel im gegenwärtigen Augenblick aus, betont aber, daß damit der Regierung leihe Blanko-Vollmacht sirr alle Zukunst gegeben sei.

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Fraktionelle Besprechungen.

Washington, 14. Februar.

Das amerikanische Finanzamt hat einen Be­richt über die Wirtfchastsfragen Europas und über die Konferenz von Genua veröffentlicht. Darin wird dir Bedeutung hervorgehoben, daß die Kaufkraft Zentraleurapas und Rußlands wiederhergestellt werde. Weiter wird bemerkt. daß eine weitere Goldauf- speichernng für die Vereinigten Staaten gefähr­liche Folgen zeitigen könnte. Der Bericht weist darauf hin, daß die Konferenz von Genua sich mit der R e g u l i e r u n g des G o l d u m l a uf s beschäftigen müsse. Weiterhin wird Frankreich angeraten, die Wiedergutmachungen auf Grund des Wiesbadener Abkommens zu beziehen ob­wohl die Verwendung deutscher Arbeitskräfte in den verwüsteten Gebieten Nordfranrrcirhs nicht als tunlich erachtet werde.

Der TcmZ tim Genua.

Wird die Konferenz vertagt oder nicht?

Dus Gtmkfleber.

Gefährliche Agitation der Dkadikalen. tDrivat-Telegrarmn.)

Berlin, 14. Februar.

Am das Vertmum

Die Kabinettskrise.

Gestern war wieder einmal Sitzung der Stadtverordneten. Eine gewisse K r i s e n st i m- mung lag in der Lust. Der Kambs um die Hinterlassenschaft des Stadtrats, jetzigen Bür­germeisters Dr. Loedcr sollte zum Austrag kom­men. Kein Mensch, der außerhalb der Kulissen steht, hat bisher ein Sterbenswörtchen vernom- <nen über das, ivas man vorhat. Gegensätze zwischen Mehrheit und Minderheit, Kuhhandel, was sonst ... alles hing in der Luft. Will man

Die ausgefperricn Berliner Straßenbahner verbreiteten gestern Aufrufe, die zum' Gene­ralstreik auffordcrn. In den Aufrufen.! die von den Betriebsräten der großen Werk! züm Aushang gebracht worden sind, heißt cs un- ter anderem:Wir sind nicht am Ende, sondern am Anfang einer neuen Streikbewe- 8ung in Deutschland, die, koste cs was es jUE. das Endc der kapitalistischen Regierung in Deutschland bringen muß." (!) Der Berliner Er­werbslosenrat rief zum 18. Februar zu Mas- fen-Demonstrationen des Proletariats gegen die jetzt bestehende Teuerung aus. Tie radikalen Berliner Betriebsräte leihen dieser Ak­tion des Erwerbslosenrates ihre Unterstützung.

8 Aufträge: Die einspaltige Anzeigenteil- M. 2.60, di»

einspaltig, Rr.iam-zetls M. 6.25. b) «uSwärttgs Aufträge: Dis einsvaüige Anzeigen,Sils etn1PcItia« Reklam'teils M. 6 25, alles stnfchlisblich TsusrungSxuschlag und Anzelgenstsuer. zur Anzeigen nut besonders schwierigem Sah hundert Prozent Aufschlag. Für die Rtchtig.ell aller durch gernsprecher aufgsgebenen Anzeigen, ,'owis für Aufnahme- datsn und Platze kann etue Gewähr nicht übernommen werden, Druckerei: Schlacht- hofftraße 2-i/zo. Ge.chäftsst-lls: Kölnische Straße ö. Telephon Nummer 851 und 952.

in einem Menschen ausyuhilden im Auge hat. Auch auf Stein und Fichte stützte sich der Red­ner, die einen Wiederaufbau nur dann für mög­lich Halten, wenn nicht zwei Nationen innerhalb unserer Grenzen wohnen, die der Reichen und der Armen! Schon vor mehr als hundert Jah­ren strebten diese Großen eine Allgemein­bildung für alle Kinder des Volkes an ... heute haben wir sie noch nicht! Die ganze Lage, so ist weiter die Traudtsche Auffassung, soll verdunkelt werden durch das Herborheben ein« (eiliger Interessen. Notwendig, so sagte er, ist allein, im Innern des Menschen aniusangen und nicht durch äußere Mätzchen, durch hier sei wörtlich wicdcrgegebcnAushängen eines bunten Lappens etwas zu verkleistern nud zu sagen, es ist etwas nicht in Ordnung!" Nach Be- cndigmi,g dieser Rode, die lautes Bravo erntete, faßten sich die Sprecher der übrigen Fraktionen desto kürzer. Sie traten sämtlich dafür ein, daß V'e Angelegenheit in der vorgefchlagenen Kom­mission weiter behandelt wird. So für die De­mokraten Dr. Schulte-Tiggcs. Bon der yrete« bürgerlichen Vereinigung sprach Stadtv. Aaldschmidt. Daß die Frage der Knaben- nrittelfchuir immer wieder kommt, so sagte er, zeigt dir Notwendigkeit einer Kii!chemintte»schulc

daß auf der Konferenz in Genua über eine Ab­änderung der bestehenden Friedensver- trägc nicht diskutiert würde. Bekanntlich war dies eine Forderung, von deren Erfüllung die französische Regierung ihre Teilnahme an der Konferenz abhängig gemacht hatte.

Ms dann die Glocke des Präsidenten ihre überstimme erhob und der stellvertretende 'Stafttverordneten-Dorsteher, Studienrat Mül- ' l c r, scharf und schneidig seinDie Sitzung ist «öffnet!1' in das Gewirr und Geschwirr schleu­derte und ... nach einigen Mtteilungcn kam der Wasserstrahl: Die Vorlage unter Punkt 2 ist vorläufig abgcsctzt!" Und da war allen gewiß: Noch wissen's seihst die Götter nicht, ob dieser Absatz'1 auf Fricdensbcchnen lenkt, aber ... aller Reiz hatte Reißaus genommen. Eine Pesta- lozzi-Rcde Valentin Traudts über MenschenÄl. düng und das Problem der Mittelschule konnte keinerlei Ersatz mehr bieten...!

Ichreibung erfolgen ... gedenkt man das Dezer­nat aufzuteilen oder es zu dem längst erforder­lichen Posten eines Finanzdirektors um­

zuwandeln ... Dunkel ringsum!

Und nun in öffentlicher Stadtverordneten- verfammlung an oberster Stelle der Tagcsord- uug eine entsprechende Vorlage des Lsiagistrats ...in den Erörterungen der letzten Tage bim­melten Sturm- und Frisdensglockcn durcheinan­der. So wars nicht zu verwundern, daß die bei­den Tribünen eine Besucherzahl mit Tuchfiih- lung hatten, und im Saale selbst standen Grup­pen und Grüppchen beieinander. Auch das eine Stunde vorher ergangene Straskammernrteil in der Affäre Brill-Wittrock schrmMelte sich in das Arsenal, aus dem besagte Gruvpen und Grüpp- chen schöpften.

Die iraficter Ncueflen Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar a d end s De- «d-Msm-ntspr-tS derr.:«t m-nalltch 10.- Mark bei sreftr Zustellun""; Sau-- AuS^ roärtS durch di- Post bezogen Ich- Mark monatlich einschliedlich Zustellung. ^Beft-llurac« werden >»«qru von der Geschäftsst-ll- oder den Loten entgegcnPnommen Drucke? i Verlag und Redaltton . Schlachthofstraße 28/30. Für unverlangt eh«tfaröte »eiM?. fron' bte Siebartton eine Sltrantroortung ober Cewähr In keinem Falle übernehm en. »tuckzahluna be? Bez^g-ge.beS ober Anbruche wegen etwaiger nicht orbnungSmaßiger Lieferung auSg-tchlosten.

sich dann nach Moskau zu bcaeSen Von Cßä Loevcr-Dczernat wieder besetzen und zwar

totr {e^t, so kurze Zeit vor Genua, eine Pollttk der Experimente nicht ohne schwere Schä­digung unserer Revistonsaussichten treiben könn- ten. ^chon aus diesen Erwägungen heraus darf mau wohl darauf rechnen, daß mindestens ein Teil der hinter den buntgemischten Mißtrauens- en.ragen Stehenden geneigt fein wird, die Fol­gen eines Kabinettssturzes nochmals zu über­denken und zu erwägen, ob wir dabei nicht die Reparattonsrechnung ohne den Wirch machen wuroen. In den parlamentarischen Kreisen rech- ^,w.an ssdensaW auf eine wenn auch knappe Mcyrheit für das Kabinett Wirth. Dr. K.

Die Knaben-Mittelschule.

Als Ersatz für die ausgefallene Stadirat- Llffärs kam auf dem DringlichkeitSwese die Dor- läge des Magistrats, wonach wie dieKasse­ler Neuesten Nachrichten11 schon berichteten für die Lösung des Problems der Kn ab en-Mit­telschule eine Kommission eingesetzt werden soll. Nach der Vorlage besteht diese Kommission astS fünf Magiistratsmitgliedern und sieben Stadtverordneten. Den Vorsitz führt der Ober- bürgermeister öder fein Stellvertreter. Begründet wurde die Vorlage durch Stadtverordneten Va­lentin Traudt (Sog.). Sein AnlaufMeine Damen und Herren!" deutete auf eine seiner be­rühmten aeistsprühenden Reden hin, und so kam es auch. Er griff zurück auf die Pressepolemiken und Forderungen von Elternbeirüten, in denen darauf hingcwicfen wurde, daß im Schulwesen eine Lück? vorhanden fei. Sie auszufüllen, sind von den verschiedensten Seiten verschiedene Vor­schläge gemacht worden. Von der einen Seite wird eine selbständige Knaben-Mit- telschule befürwortet, von anderer wird der Ausbau des bestehenden Schulwesens von un­ten auf gefordert. An die ausgebaute Volks­schule soll die geböbene Klasse angeqliedert wer- den. Nach den Darlegungen des Redners kann nur eine solche Schulbildung befürwortet wer­den, die und hier zitierre er Pestalozzi

das rein Menschliche

Bis gestern war noch keine Einigung zwischen den Parteien erreicht darüber, wie sie sich zur Regierung oder zum Reichskanzler stellen wer- dm. Vorläufig bestehen zwei Lager; das eine bekundet sein Vertrauen zum Kanzler, das an­dere spricht ihm sein Mißtranen ans. Wie verlautet, will Dr. Wirth aus seinem Verlan­gen, daß ihm der Reichstag ein positives Ver­trauensvotum ausspreche, bestehen bleiben. Ob nun die Patteien der Rechten und die äußerste Linke, die ihr Mißtrauen bekundet haben, geneigt und, ihre Ansicht zu ändern? So besteht eine sehr bedauerliche Regierungskrise. Auch eine F»lge des Streiks. Hoffentlich wird noch ein MNlelweg gefunden. Die allgemeine Ansfassunq war dahin gegangen, daß dieVertrauen s- -b.'b atte" über die Haltung der Regierung ftn Eisenbahnerstreik negativ ausgehen und das Ka­binett Wirth sich mit einem indirekten Erfolg begnügen werde. Die Mißtrauensanträge, tic getrennt von den Deutschuationalen, der' Deut­schen Volkspartei, den Unaühängiaen und den beiden kommunistischen Gruppen eingebracht worden waren, konnten in keiner Weise auf eine! Mehrheit rechnen, da sie in Tendenz und Fas­sung erheblich voneinander abwrchen. Auf der anderen Seite blieb aber die Tatsache bestehen daß hinter der Gesamtheit der Mißtrauens-An­trage nahezu die Hälfte des Reichstages stand. Denn dieser zählt bei voWesctztem Hause 469 Mandate, wovon auf die Deutschnationalen 71, auf die Deutsche VoWpartei 65, aus die Unab­hängigen 51, auf die Kommunisten 25, zusammen j also 222 Mandate kommen, während die ab so-! lute Mehrheit 2S5 beträgt. : .

Da cSer der Reichstag sehr ungleich beseht war und beispielsweise vom Zentrum ein ero-l ßer Teil fehlte, hätte immerhin, wenigstens theo­retisch, die Möglichkeit einer Niederkimmung des Kabinetts Vorgelegen. Praftifch freilich kaum, da d,e Parteien der Rechten aar nicht für die1 Mißtrauensvoten der Unabhängigen und Kom-- i ^n'-ficn, die sich doch gegen die angeblich?!

rJmacherei der Regierung im Eisen- IIUUII t,uycn l!)ie aeioreamnaen aut n,-> talineistreik toenbeten, stimmen konnten, und baimittag Uhr vertagt ebenso die Bayrische ^dfernerdas Votum der Deutfchnationalen Volks Partei. Unerwartet daß sick auch Bolkspartei gegen die R e g i e r u n g überhaupt, Tr. Heim, der Führer dieser Partei in Berlin Wir^viu.v.1 e-nfinden wird, um an den fraktionellen Bcsprc- -wlrry p e r f o n l i ch richtet. Auch war bekannt I chungeu tei^'uneftmen Die D e it t r rh « 91 n r r» geworden, daß eine Minderheit der DeutschenIPartei taat um t Ubr Di-' n»um!'

Segen dieses Votum ansge- gigcn haben ihre Konferenz erst nnA btr^hcu-

luyr FttT das Kabinett nicht vorzuliegen schien, zog es der Reichskanzler doch vor, der un­klaren volltischen Situation ein Ende zu berei-, M , ten und die Parteien zum Farbebekewaen m I w Berlin, 14. Februar. (Privattelegramm.) zwingen. Er teilte deshalb den Führern beri Nach derVossischen Zeitung11 glaubt man, daß reiben Regierungsparteien mit, daß er auf ber Abstimmung über die Vertrauensfrage, einem klaren Vertrauensvotum bestebe, to96ei das Kabinett eine geringe Mehrheit erhal' das auch alSbakd in der Fassung cinaebracht werde, von den Regierungsparteien eine wer- wurdc:Der Reichstag billigt die ErklSrungenft^re Interpellation eingebracht werden wird über der Reichsregierung.'1 Die alsbald veranstaltete dec auswärtige Politik. Das Kabinett Generalprobe, nämlich die Mstimmuna ^^d bann eine zweite Vertrauens- üver den Antrag das Vertrauensvotum erst auf 'r°0c stellen, ob der Reichstag die auswärtige die Tagesordnung der M ittw ochs sitzung «Eik billigt E'n solcher Antrag könnte auch 5U setzen, ergab einen üderrafchenden Erfolg für! Zustiminung des ganzen Reichstags bringen das Kabinett, da das gesamte Haus mit AuS- "ußer den Deutschnationalen und Kommunisten, nahm? der Unabhängigen und Kommunisten für ---

we Vertagung stimmte, woraus hervorgeht, daß die Parteien der Rechten es mit dem Sturz Wirths zumindest nicht eilia haben.

stehen nun die Aussichten für Mitt-i «Eiaener DraLtberiwt>

woch? Die drer Regierungsparteien, die binter («agener s.rayrverilm.)

dem Vertrauensvotum stehen (die Behauptung Loudon, 14. Februar,

daß die Mehrheitssoziakisten auf dem Rücktritt Blättermeldungen zufolge glaubt man hier, Groners beständen, erwies sich als unzutreffLndf, die i t alien i sch e Regierung dem franzä- weisen bei voller Besetzung folgende Stärke auf- i^chen Vorschlag aus Vertagung der Ge- Mohrheitssozialiiten 108, Zentrum 72, Demolra-Inuacr-Konferen'. zu stimm en werde. In un­ten 40, macht zusammen 220 Stimmen, also zwei ^Achteten Kreisen rechnet man damit, daß die stimmen weniger als die der Mißtrauenspar- Konferenz ans unbestimmte Zeit, vertagt werden teien. So einfach liegt das Eremvel aber frei« dlns Paris wird dagegen gemeldet: !'ch nicht. Ungewiß ist zunächst die Haltung der Während die italienische Regierung am 8. März Bayrischen Volkspartei (20 Mandate) des $afldß,d Datum der Konferenz von Genna sesthält, rttchen Bauernbundes (41 und der Welfen 121 glaubtJntrausige-mt11 berichten zu können, daß Bon der Bayrischen Volkspartei weiß man dass die Konferenz bis zum 15. April vertagt werden zumindest ein Teil für das Verchanensvoturn istz könnte. Alsdann werde die Konferenz nicht in We aber verlautet, hat sich toeiter ein Teil der Genua, sondern in Rom oder in einer anderen Deutschen Volkspartei gegen das Mißtrauens- 'iEnrschen Stadt abg-halten.

Votum ausgesprochen, und was die Unadhängi- * *

RÄr&Ä."Ä'S LLL * !hzhen. " Rotterdam, 14. Februar. (Eigene Traht-

Man dürste stch ernstlich überlegen, welches berichtet aus Loudon- Das

dir inner- und außenvoliftschen Folgen einesI^bmeÜAt als Sjenreter Englands für Sturzes des Kabinetts Wirrh sein dnirden, schon ^'^d lseorge. Lord Curzon,

in Anbetracht dessen, daß die Kreise, die bin#er S-irf r\0$;rt§s-r*£ und Chamber.aju. Die fr an­der Volkspartei stehen, bei dem S teuer?om- ?"ffbi-^ ^^ttung der Kon- promiß wesentliche Zugeständnisse durchacfetzt ?? 81 ®ier3 »st "ft am «onnabend m hÄen. die damit miss Spiel qesetz. würden eink^^»?l6c? LoCrn^ 111 'onbon cingegangeu, so- neues Koalitionskabi1 ett wäre kaum zustande zu blSl)et ,n London noch keine Stellung bringen, eine rc-n-sogiakistischc Regierung doch genommen werden konnte, aber ebenso undenkbar wie ein« der Neckten, w ,

daß «nan bei einem Sturze Wirtbs kaum um die -LllSsGastUttg öer FriedenüVerikSge? Ailsschreiwmg von RcuwMm flerumtämc, also Paris, 14. Februar. (Eigener Drahtberichti wäre für dre Gegenparteien Dr. Birch dock daSMatin" meldet ans Loudon: Tie englische Re- kleinere Itebel*. Es liegt aber «if der Hand,! «ieninfl hat dir formelle Versicherung «-gegeben.