Nummer 23.
Freitag, 27. Januar 1922,
Fernsprecher 951 und 952
12. Ja r ang
Fernsprecher 951 und 952
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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Einigung in den ©teuerfragen.
boten werden müsse, daß die Mittel, dte die Zwangsanleihe liefere, durch die Desiziiwirt- schaft des Reiches aufgezehrt werden.
Wird die Konferenz scheitern?
London, 26. Ja-mar. (Eigene Drahtmel- dumg.) Aus Mitteilungen der „Daily Mail" müßte man bereits aus ei» vorattsflchtliches Scheitern der Konferenz von Genua schließen. Diesen Mitteilungen zufolge ist Frankreich fest entschlossen, der Konferenz statt des wirt- schaftlichen vorwiegend politisches Gepräge zu geben. Ein Mitglied der italienischen Abordnung bei der Abrüstungskonferenz erklärte, daß der für den Beginn der Wirtschastskonsrrenz angeseüte Zeitpunkt des 8. März wegen der unerwartet langen Dauer der Washingtoner Konferenz und wegen der Schwierigkeiten für alle auswärtigen Delegationen, die Konferenz in Genua adzuhaUrn, nicht eingehakten werden könne.
tim öle Zwcmgsanleshe.
Keine Verwendung für die Fehlbeträge (Privat-Telcaramm.l
fcheidung heute zu erwarten steht. In parla mentarischcn Kreisen rechnet man, soweit fich die Lage zurzeit überblicken läßt, mit der allgemeinen Annahme des Kompromisses.
Aussichten für Genua.
Amerikas ablehnende Haltung.
(Eigene Drcchttneldung.)
Paris, 26 Januar.
Rach einer Havasmeldung aus Washington soll einstweilen noch keine endgültige Entscheidung der amerikanischen Regierung über die Teilnahme der Bereinigten Staaten an der Konferenz von Genua gefaßt worden fein. Es wurde infolgedessen im Weißen Hanse erklärt, daß aller Wahrscheinlichkeit nach noch vor Ende dieser Woche eine offizielle Erklärung hierüber abgegeben werde. Rach einer Sondermeldung des Rewyork-Heräld aus Wafhington habe die amerikanische Regierung erklärt, es wäre nicht an Eire Verminderung des amerikanischen Stetes unter 150000 Mann zu denken, so- nge Rußland allein noch über eine halbe Million Soldaten unter den Waffen habe und solange gewisse europäische Staaten, vor allem Frankreich, große stehende Heere unterhielten.
Berlin, 26. Januar.
Die »Zeit" teilt über die ZwangSanleihe mit; Bezüglich der Verzinsung ging die ursprünglich« Bestimmung dahin, daß die Anleihe für die ersten fünf Jahre unverzinslich sein soll. Es wurde indessen von seilen der Regierung darauf hingewiesen, daß für sie in erster Linie die Be- lehubarkeit der Anleihe von Wichtigkeit sei, weil nur auf diese Weise der Regierung Mittel in die Hand gegeben würden. Der Betrag der Anleihe soll nicht zum Ausgleich des HauShalts von 1922, sondern für die Abdek- ftiRn der Sachlieferungen verwendet werden. Es wurde von seilen der Deutschen Dolkspartei vor allen Dingen hervorgehoben, daß eine Verwendung der Anleihe für das Defizit der Reichsbetriebe ausgeschlos-
Zwangsanleihe. lieber diesen letzten Punkt hat man sich wohl am längsten und am erregtesten gestritten. Das Prinzip selber ist wohl von keiner Seite abgelehnt worden, da Man der lieber- zeugung ist, daß eines Tagrs eine Zwangs anleihe doch in Deutschland kommen muffe, und sei es auch nur, um das Budget ins Gleichgewicht zu bringen. Aber die Ausgestaltung dieser Zwangsanleihe, die Art ihrer Verankerung und Bürgschaft, ihre Verzinsung usw. bildeten Streitpunkte, die oft genug drohten, die ganzen Debatten ergebnislos verlausen zu lassen. Man Würde sich auch täuschen, wenn man glaubte, daß nun jetzt die größten Schwierigkeiten überwunden seien. Das ist ganz und gar nicht der Fall, denn jetzt handelt eS sich darum, das theoretisch Beschlossene in die Praxis umgusetzen, und hier werden die schwersten Sorgen erst beginnen! Ks-
Abschluß eines Kompromisses
Einigung der Parteien unter fünf Bedingungen.
Berlin, 26. Januar. (Privat-TelegroMM.) Die für gestern nachmittag fünf Uhr an- bcranmten gemeinsamen Verhandlungen zwi- schen dem Reichskanzler, dem Zentrum, den De- mofraten, den Sozialdemokraten, der Deutschen Bolkspartei und der Bayrischen Volkspartei haben zu einer V e r st ä n d i g u n g über den ganzen Komplex der Steurefragen geführt und zwar auf folgender Grundlage:
i Die Frage der Wertermittlung beim Grundbesitz wird auf Wunsch der Sozialisten aus dem Komplex a u s g e s ch i e - den imd durch Abstimmung im Reichstage erledigt.
2. Nachtragssteuer und die Erhebung der beiden letzten Drittel des R e i ch s n o t- opsers fallen weg.
3. Die Zuschläge zur BermSgensfteuer werden anstelle der ursprünSich vorgesehenen dreihundert Prozent mit nur zweihundert Prozent erhoben und die Feststellung der Vermögenssteuer auf der mittleren Linie zwischen der ursprünglichen Vermögenslage und den Kommissions- beschlüffen festgelegt.
4. Ter Reichskanzler verpflichtet sich zu einer unverzüglichen zeitgemäßen Neuregelung aller Steuergesetztarife, insbesondere
der Gefahr stehen, daß auch das jetzige Zahlungsprovisorium aufgGvben und die ursprüngliche Schuldsumme, gegebenenfalls zwangsweise, eingetrieben würde.
lieber die sehr kritischen innen- und außenpolitischen Folgen bei einem Scheitern einer Verständigung war man sich in allen Kreisen klar. Es ist sehr bomerkenSivert, daß nickt nur die Unabhängigen, sondern auch die Sozialdemokraten. ganz ernsthaft mit Neuwahlen rechneten; beide Parteien hatten auch schon die Dor- bereitungen dazu getroffen. Von ihrer Berliner Zentralleitung waren die Instruktionen an die Landesorganisationen zur Einleitung der Vorarbeiten ergangen. Als Termin rechnete man mit Ende Februar oder Anfang Marz. Lediglich die Verwicklung, welche die Loge durch die Einberufung der Wirtschaftskonferenz von Genua erfahren hat und die ernsten Rückwirkungen, die aus einer Nichtbeschickung dieser Konferenz durch Deutschland sich ergeben würden, ließen es für die Sozialdemokraten geboten erscheinen, dock) noch im letzten Augenblick von ihrer bis dahin an den Tag gelegten Haltung abzugehen. Die Mehrhritssozialdemokraten wären in diese schiefe Sage, in die sie schließlich kamen, nicht geraten, wenn sie nicht von vornherein allzu sehr auf die Unabhängigen gerechnet hätten. Die Unabhängigen aber haben sich in ihren inzwischen in parlamentarischen Kreisen bekannt gewordenen Instruktionen schon so stark ans einen Konflikt eingestellt, daß sie nur schwer aus dieser Fessel loskamen. Die Sozialdemokraten waren nicht geneigt, den Unabhängigen ein Ultimatum zu stellen. So waren die bürgerlichen Parteien fortgesetzt in einer Ungewißheit, die jeder positiven Entscheidung und Entschlußfassung ahträkk- lich war.
In der Tat war diesmal die gegenwärtige Reichsregierung in der allergrößten Gefahr. ES stand zeitweise so, daß an die Parteien die Frage gerichtet werden mußte, ob sie für den Fall eines Sturzes des Kabinetts Wirth die Regierung übernehmen wollten. Aber auch diese Frage sand keine einwandfreie Beantwortung. Hatte schon der Reichstagspräsideni Loebe in einer sozialdomorkatischen Versammlung von der Möglichkeit einer Rechtsregierung mit Stresemonn oder Helsferich gebrochen, so folgte nun auch das Organ der Deutschen Volks- Partei, „Sie Zeit, dieser Auffassung, indem sie zum Ausdruck brachte, daß im Falle eines Steu- erkonflikts nur dte Wahl bleibe zwischen einer rechtsgerichteten Regierung chne Wirth und ohne die Sozialdemokraten, oder einer Reichstagsauf- lösung unter einem sozialdemokratischen Kabinett. In jedem Falle würde dieser Sturz des jetzigen Reichskanzlers und seines Kabinetts unvermeidlich sein.
So gespannt waren m der Tat die Dinge. Die Macht der Tatfachen hat sich dann schließlich als so kmrk erwiesen, daß die Scylaldemolraten von ihrem Standpunkt ergingen. Die Grundlage des Steuertompromiffes bewegt sich nach der Richtung, die wir schon mehrfach, an dieser Stelle gezeichnet haben. Es handelt sich um Aushebung bestimmter, für die neuen Steuertarife bereits vorgesehenen Erleichterungen, anderweitige Gestaltung der Tarifsätze für einzelne Verbrauchssteuern auch für die Umsatzsteuer.
der ErwerbSsteuer.
5. Die Parteien stimmen der Erhebung einer ZwangSanleihe bis zur Höhe von einer Milliarde Goldmark (das find vierzig Milliarden Papiermark) zu. Diese Anleihe soll von vornherein mit einem niedrigen Prozentsatz verzinst sein und ebenso wie alle anderen Staatspapiere gehalten werden. Dir vorläufige Erhebung dieser Zwangsanleihe soll bis zum Jnkrast- treten der neuen Vermögensveranlagung auf Grund der Veranlagung zum Reichs- uotopfer erfolgen. Außerdem sollen volle Garantien gegeben werden, daß der Ertrag der Anleihe nur zmn Zwecke des wirtschaftlichen Wiederaufbaus verwendet wird. Diese Vorschläge sollen von den Vertretern ihren FraMonen vorgelegt werden, deren Ent-
We endgMtige Entscheidung.
Berlin, 26. Januar. (Privattelegramm) Nach Schluß der interfrattionellen Besprechungen traten gestern abend die Frattione» der Deutschen VoWpartei und der Mehrheitssozia- iisten zusammen. Die volksparteiliche Fraktion nahm nur den Bericht ihrer Vertreter bei den sttterfrakttoneLen Besprechungen entgegen. Sie wird erst heute vormittag zum Steuerkom- p r v m i tz endgültig Stellung nehmen. Die Mehrheitssozialisten befaßten sich ebenfalls mit dem Kompromiß und gaben ihm ihre Zustimmung, jedoch wünscht die Fraktion einige kleinere Aenderungen. Auch der Gedanke der Erweiterung der Koalition wurde besprochen, sand jedoch bei den Mehrheitssozialisten zum mindesten im gegenwärtigen Augenblick noch sehr erhettichen Widerstand.
Gold- ober Saplermarf.
Berlin, 26. Januar. (Privattelegramm.) Die „Zeit" berichtet: In der heuttgen Besprechung wird als wichttgste Frage zu entscheiden fein, wie der Anleihebetrag formuliert werden soll, ob in Gold-oder Papiermark. Man darf wohl annehmen, daß eine Einigung aus den Betta« von vierzig Milliarden Papiermark zu- standekommt. — Der „Tag" schreibt: Er- wägt man die politischen Möglichkeiten, die dieses Komp romiß dem Reichskanzler für dir nächsten Monate in die Hand gibt, so wird man unumwunden eingestehen müssen, vaß der Reichskanzler mit dieser Berhandlungsme- thode einen starken Erfolg errungen hat, nnp zwar hat er diesen Erfolg wesenttich auf Kosten der Klarheit unserer finanzpolitischen Entwicklung und damit auf Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung der nächsten Monate vorläufig davongetragen. ____________
fiter den Bewertungsmaßstab für Grundstücke
bei her Vermögenssteuer und vor allem um eine sen sein müsse und unter allen Umständen ver-
tlkberwunbme Krise.
E teuer- und Regiernrngsfragen.
Die letzten Tage im Reichsparlament trugen wieder einmal alle Anzeichen nervöser Unruhe und fieberischer Spannung an sich. Es scheint nachgerade zu einer Uebnng der deutschen Dolks- Virtretung werden zu sollen, die größten politischen und parlamentattschen Entscheidungen sechs Minuten vor zwölf Uhr zu treffen. Das war bislang noch jedesmal so: In Weimar, vor Spaa. bei dem Londoner Ultimatum, vor der Obeschlesien-Entscheidnug, und nun, bei dem Steuer ko mpromiß. Nüchtern wägende' Polittker haben schon längst ein Steuerkompro- 1 miß kommen sehen. Die ganze Entwicklung finanziell und materiell bewegte sich ja nach dieser Richtung. Die Forderung der Entente, zu erfiären, wie wir uns die Gesundung deS inneren Budgets vorstellen und welche Mittel wir zu diesem Zwecke ergreifen wollen, hat uns wieder einmal unter einen Druck gestellt, den wir ohne Preisgabe mühsam errungener, wenn auch bescheidener Vorteile nicht wieder abloälzen können; denn das wird ja vielfach bei Betrachtung und Beurteilung dieser Dinge und ihrer Zusammenhihänge vergessen, daß die Vortage eines Garantieplanes die Voraussetzung dafür ist, daß der provisorische Zahlungsplan einstweilen weitere @eltumg behält. Dieser Zahlungsplan von Cannes bringt doch eine finanzielle Entlastung. Statt 720 bis 750 Goldmillionen zum 15. Februar müssen wir bis dahin etwa 120 Gvldmillionen bezahlen. Würde ein Garantieplan nach Ablauf der uns gestellten vierzehntägigen Frist, am 27. Januar, nicht in VortMe gebracht werden, bann würden wir vor1
Kasseler Bürgerbund.
Rückblick auf da« Jahr 1921.
®*m schon gestern erwähnten Bericht von Sberst- lentnant a. D. W. Senser, geschäftSsiihrsnde« Vorstandsmitglied des Biirgrrdnndcs iidrr baS 3a0e 1921 entnehme» wir heute die nach, folgenden «asset inte-esfie-endeu Mitteilungen;
Der Bürgerbund in Kassel bat im abgetanste uen Jahre seine Mitgliederzahl erheblich ver. größert, und zwar auf rund siebentausend Einzelmitglieder neben zahlreichen Korporationen, Firmen und verschiedenen anderen Organisationen. Dazu bemerkt der Bericht: „Trotzdem stehen noch virile der Bürgerbundsbewegung bedauerlicherweise fremd und ablehnend gegenüber. Die. le Lauheit der bürgerlichen Kreise war bereits einmal die betrübende Ursache unsanfter lieber« caschungen. Möchte das Bürgertum nicht wieder in den alten Dornröschenschlaf zurückfallen!" Als Hauptaufgabe betrachtete der Kasseler Bür- gevbund auch 1921 die Verbreitung und ftetige Vertiefung der staatsbürgerlichen Kenntnisse fett «er Mitglieder durch mehrere groß« Vortragsoeranstaltungen. so die besuchten Abende über Spenglers „Untergang des Abendlandes", die Oberstudienrat Dr. Becker mit starkem Erfolg abhielt und die auf vielseitigen Wunsch meprfoch wiederholt werden mußten. Daneben liefen mehrere Kurse des .Staatsbürgerlichen Semi- nar3", das durch die allseits anerkannte geistige Höhe der letzten Vorlesungen wiederum sich seine starke Zuhörerschaft erhärten konnte. Hinzu trat die aufklärende Ausstellung „Der Friedens., vertrag-. Mehr als siebentausend Besucher haben in den drei Wochen an sinnfälligen Tafeln den Friedensvertrag in seiner ganzen Furchtbar- kett überhaupt erst einmal kennen gelernt. In vielen tausenden von Abdrücken wurde di, Broschüre „Der Friedensvertrag in 101 Forderungen'' verbreitet undzahlreiches anderes Aufklärungsmaterial. Der Erfolg der Boykott- bewegnng gegen die Feindbundwa, ren bezeichnet der Bericht als durchaus gut In der
Wahlkampagne
für die 1921 stattgehabten Wahren setzte fick der Bürgerbund wiederum stark für die Schlepptä- iigkeit auf völlig neutraler Grundlage für alle vier bürgerlichen Parteien ein. Die Wahlbeteiligung war allgemein nicht so stark, wie bei der Wahl vorher. In Zukunft müssen noch weit grö- ßere Anstrengungen gemacht werden, um die fraglos eingetretene Wahlmüdigkeit zu bc* kämpfen und restlos jeden Wahlberechtigten zur Urne zu bringen. In Erinnerung ist noch die im gechslossenen Zusammengehen mit den vier bürgerlichen Parteien abgehaltene stark besuchte Protest Versammlung in der Stadthalle, in der einmütiger Einspruch erhoben wurde gegen die Art, in der Oberbürgermeister Scheidemann als Parteiredner gegen weil« Streife der Bürgerschaft in einer Weise Stellung genommen hatte, die mit seiner Eigenschaft als Oberhaupt der Stadt nicht in Einklang zu briiu gen war. Wiederholt mutzte der Bürgerbund im abqelaufenen Geschäftsjahr im Zufammenge. hen mit zahlreichen Jnteressentengruppen beson. berg den Vorortgemeinden. Siedlung sgemein- sckaften und anderen sich mit den Straßenbahntarifen und Tarifgrenzen befassen, die zuerst vött Kg überaschend und ohne genügende Rücksicht- nahme auf die oft berechtigten Wünsche des Publikums und einzelner Stadtteile vorgenommen wurden, Dabei gelang es, manchen Wünschen der Bürgerschaft, besonders durch die Wiederherstellung verschiedener früherer Tarifgren- zen gereckt zu werden. Der Straßenbahnerstreik im Frühjahr zwang den Bürger- Hund dazu, einen «Straßenbahnersatz" in (Gestalt mehrerer Autobuslinien vorzubereiten, der vor allem die Vororte mit dem Zentrum Kassels verbinden sollte, da deren Bewohner bei den Entkernungen stark zu leiden hatten. Es gelang, in zwei Tagen Mittel und Fahrzeuge sowie sonal bereitzustellen. Das Streikende enthoh davon, die Vorbereitungen zum Einsatz zu bringen. Mit Freude stellte die Zentrale des Bürgerbundes ihr Büro und ihre Kräfte in den Dienst der
Liebestätigkeit für Oberschlesien.
Welche Arbeit geleistet werden mutzte, um für die oberschlesisch« Not Mittel zu beschaffen, kann aus der hierfür von der Landessammclstelle aufgebrachten Summe von mehr als anderthalb Millionen Mark ermessen werden! Auch für die Kleinrentner und sür die in Not Geratenen konnte der Bürgerbund seine Arbeitskräfte mit zur Verfügung stellen. Er hat besonders die Verwaltung des als Rentnerheim auszuvauen- den und einzurichtenden Bosemuseums übernommen. Welfach konnte in der Steuer- und Beratungsstelle, die vom Bürgerbund eingerichtet war, unentgeltlich Auskunft erteilt werden. Jetzt ist diese Stelle ganz von der Tretchaggesellschast am Königstor übernommen worden, die Bürger^ bundsmitglieder zu Vorzugspreisen sachgemäß' berät. Der Bürgerbund übernahm ferner die Patenschaft «der die pvtzÄck geworden?