Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
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12. Jahrgang
Mittwoch, 18. Januar 1922
Fernsprecher 951 unb 952
Nummer 15
Fernsprecher 951 und 952
i
Die Wirtschaftskonserenz in Genua.
Kriegsbefchuldlgte
Französischer Wahnsinn.
Es ist deshalb doppelt unbegreiflich, wenn jetzt die Kommission einstimmig einen solchen Beschluß fassen konnte, und man möchte noch inrmer glauben, daß der Oberste Rat sich zu dieser Zumutung an Deutschland nicht hergeben wird, die selbstverständlich die aller chärsste Ablehnung erfahren muß und erfahren wird. Die einzig richtige AnÄvott hierauf wäre das Verlangen nach Gegenseitigkeit, wäre die ilebersendnng der vielerwähnten Gegenliste an die Alliierten mit der Anfrage, db sie bereit seien, die Gegenseitigkeit zu gewähren. Im übrigen scheint uns diese urplötzlich von alliierter Seite angeschnittene Frage der gegebene Fall für die Konferenz in Genna zu sein, und cs wäre, falls der Oberste Rat sich wirKich zu dem angeregten Angriff auf Deutschland entschließt, Sache der deutschen Regierung, den Antrag zu stellen, daß diese für die Befriedung Europas hochwichtige Frage in das Programm der europäischen Konferenz eingereiht werde. Wir sollten diesmal keine Rücksicht daraus neh-
too er in vertraulichen Ausführungen die gegenwärtige politische Lage schilderte.
Die Gmlahung nach Genua.
Die Wirtschafts-Konferenz im März.
(Eigene Drahimeldung.t
Berlin, 17. Januar.
Der italienische Vertreter, der in Cannes war, ist vom Obersten Rat beauftragt worden, die Einladung zur Witischastskonferenz nach Genua an die verschiedenen Regierungen zu senden. Die deutsche Regierung hat diese Einladung bereits gestern durch den italienischen Botschafter erhalten. In dem Einladungsschreiben wird gebeten, die Namen der Delegierten und deren Begleiter mitzuteilen. Die Konferenz findet am 8. März statt. Unter den in der Entschließung zur Teilnahme ausdrücklich aufgeforderten Mächten werden außer Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Bulgarien und Rußland genannt. — Wie verlautet, wird sich die Rctchsrcgierung in ihrer heutigen Kabinettsfitzung mit der Einladung nach Genua beschäftigen. Wie bereits gemeldet, dürste voraussichtlich eine schriftliche Antwort der deutschen Regierung erfolgen, lieber die Pkrsonen- frage steht im Augenblick noch nicht fest, wer an der Konferenz teilnehmen miet.
men, ob das den Alliierten angenehm wäre oder nicht. Ziemlich sicher ist es doch, daß wir bei den Engländern jetzt Verständnis fänden. Also endlich einmal heraus mit der Gegenliste, die lange genug in den verschlossenen Aktenschränken der Regierung geschlummert hat.
Aburteilung in Brüssel?
Paris, 17. Januar. (Eigener Drahtbericht) Der „Temps" meldete am Montag früh aus Brüssel, daß das belgische Justizministerium den Apellationsgerichtshof in Brüssel mit der Aburteilung der deutschen Kriegsbesch uldi gl en beauftragt hat. Das Justizministerium habe zunächst die Fälle i bis 10 der Auslieferungsliste als Anklage dem Staatsan- ioalt zur Verfolgung übertragen.
Die weiteren Besprechungen.
London, 17. Januar. (Eigener Drähtbeiicht.) Wie Llovd George nach seiner Rückkehr aus Paris rrstärte, ist es unbestimmt, ob die Besprechungen mit Poinraree noch in dieser Woche in London fortgesetzt werden. Lloyd George hofft, im Laufe der Woche ans Paris eine Mitteilung «t erhalten, in der erklärt wird, ob die Verhandlungen anschließend in Cannes oder auf einer neuen Konferenz weitergehen.
Das Aschrott-Vlertel-
Magistrat, Stadtverordnete unb Bür. gerschaft über das Kasseler Sorgenkind.
(Eigener Bericht.)
Kassel, 17. Januar.
Das also war der große Tag! Im Saale dek Stadtverordneten im Rathause fanden sich die Mitglieder beider städtischer Körperschaften ein, der früheren wie der jetzigen, Oberpräsideut Dr. Schwander, Vertreter des Regierungspräsidenten, Polizeipräsident Haack, Polizei oberst- wachtmeister v. Brich mit einem ganzen Schupo- Stab, Stäbler des Gruppenkommandos 2 und der Garnison, ferner Vertreter der Staffelet Ban- toclt sowie sonstige interessierte Bürger aller Schichten und Parteirichtungen. Oberbürgermeister Scheidemann hieß sie alle willkommen und betonte, daß es sich um eine Versammlung handelt, die den gleichen Charakter trägt, wie die letzte, die im Zeichen der Wohnungsnot gestanden hat. Dann verbreitete sich Professor Dr. Jansen aus Berlin über das Klfchrottvierrel, es sprachen Stadtvaurat Labes, Stadtverordneter Boepel und Stadtrat Sautter und schließlich fand Oberbürgermeister Scheidemann versöh- nende Worte für die Vergangenheit, die geeignet waren, der nicht so einfachen Angelegenheit die Schärfe zu nehmen, die von ihr erwartet worden war. Jedenfalls hat der gestrige Abend den Finger auf eine offene Wunde der Stadt Staffel gelegt und nach dem Arzt gerufen, dec Heilung bringt. Hoffentlich findet er sich!
Reu» Voien-llebergriffe?
Gewaltpläne tu Sberschlefien.
(Eigene Drahtmeldung.)
Breslau, 17. Januar.
Das Breslauer Acht-Uhr-Abendblatt teilt mit, es habe aus unterrichteten Warschauer Kreisen erfahren, daß die Ernennnng Poinkarees zum französischen Ministerpräsidemen neuerlich belebend auf die polnischen Absichten auf Obcrschlefien gewirkt habe. Schon nach den ersten Nachrichten über eine Ministerkrise in Frankreich seien die Führer und Generalstabs, affigiere der volnischea Truppen in Oberschlesten nach Warsckmu geeilt, um von dort nette Instruktionen zu holen. Die Polen fuchen nur einen Anlaß, um „zur Wahrung polnifcher Interessen" mit der W a s s e in der Hand einschreiten zu können. Die kommunistischen Grttbenarbeiter OÜer- schlesiens beabsichtigen, in den nächsten Tagen in einen Streik einzutreten. Die konnnunisti- sckfen Arbeiter der Rylmiker Steinkohlengruben sind bereits nicht eingefahren. Die weitere Ausdehnung des Streiks wäre natürlich für die Polen ein Anlaß, um die Gruben zu besetzen.
Frankreichs neue Voiiiik.
Poinear« über sein Regierungsprogramm.
(Eigene Drahttneldung.)
Paris, 17. Januar.
Rach dem „Journal" wird in den Erklärungen, die Poincars über sein Regierungsprogramm abgeben will, der Haupttcil der auswärtigen Politik gewidmet fein, namentlich der Regelung der Fragen, die auf der Konferenz von Cannes anaeschnitten wurden. In inner- politischer Beziehung sollen namentlich das Fi- nanzprobleut und die militärischen Fragen in den Regierungserklärungen erörtert werden. Die bisher von dem früheren KriegSminister Bar 11)011 vorgelegten neuen Militärgefetze finden nicht die volle Zustimmung PoincarSS. — Dte sozialistische Kammerfraktion hat am Montag beschlossen, gegenüber dem neuen Kabinett Poincarö eine abwartende Stellung einzunehmen und sich der Abstimmung über ein Vertrauensvotum zu enthalten, eine Opposition aber vor Kenntnisnahme des Programms des Kabinetts aus taltififjen Gründen abzulehnen.
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Reue Äwangsplüne!
Paris, 17. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Der frühere Sekretär Clemenctaus, Mantel, schreibt: Wenn Deutschland nicht in der Lage, bezw. nicht gewillt sei, seine Verpflichtungen zu erfüllen, so müsse es g ezw un gen w er den, den Franzosen seine Eisenbahnen und Staats- einkünfte im Rheinland und im Saargebiet a bzutreten, außerdem seine Handelsflotte (etwa zwof auseud Tonnen) und seine Wälder. Frankreich brauche zu seiner Sicherheit nicht nur das linke Rheinufer, sondern noch fünfzig Kilometer auf dem reckten Rheinufer. Es brauche deshalb keine militärische Besetzung stattzufinden, sondern der Rhein und das Ruhrgebiet können neutralisiert bezw. in ein Protektorat umgewandelt werden. (?) Die Zukunft Frankreichs hänge von seiner augenblicklichen kontinentalen Politik ab. Frankreich habe die Maschinerie zu dieser Politik.
Beantten-Besowung.
Ein neuer Gesetz-Entwurf.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 17. Januar.
Die Beamtenverbände und die Organisationen der Reicks- und Staatsbediensteten sind für Donnerstag in das Reichssinanz- Ministerium geladen worden zwecks Kenntnisnahme des neuen ReichsgesetzentwnrfeS über die Abänderung der Teuerungs-Zuschläge. Der Gesetzentwurf wird spätestens am Sonnabend dem Reichsrat zugehen. Die Abänderung des Grundaehalts bezw. Grundlohns, die seit Dezember von den Verbänden gefordert wird, ist vom Reichsfinanzminister erneut und endgültig abgelehnt worden, wie sich aus der Faffung des neuen Gesetzentwurfes ergibt.
Es scheint, daß die Alliierten an der durch Si Rücktritt Briands hervorgerufenen Ver- ärsüng der Europakrists noch nicht genug haben. Jedenfalls gibt es keine vernünftige Erklärung dafür, daß in dem Augenblick, wo die Konferenz von Cannes au dem unversöhnlichen Chauvinismus Frankreichs gescheitert ist und im Zeichen Poinoarss auch die geplante europäische Konferenz ernstlich gefährdet erscheint, die Kriegsbeschuldigtenkommission ihren Vorstoß unternimmt, indem sie beim Obersten Rat den Antrag stellt, die deutsclfe Regierung zur Ausliefernng der sogenannten Kriegsverbrecher aufzufordern. Es darf nicht übersehen werden, daß es sich hierbei um einen allerdings erstaunlicherweise einstimmig angenommenen Antrag handelt, über den erst der Oberste Rat zu entscheiden hat. Aber schon, daß ein solcher Antrag möglich ist, daß er einstimmig beschlossen werden konnte, stellt eine Ungeheuerlichkeit dar, die in einem Zeitpunkt, da die europäischen Mochte unter Einschluß Deutschlands sich zu einer neuen Konferenz als Meichberech- ftgte zusammenfinden feilen, doppelt unbegreiflich ist.
Wenn man sich die Geistesverstlffung, aus der dieser Antrag erwachsen ist, klar mack-en will, so muß man sich daran erinnern, daß die Alliierten in dem Diktatvertrag von Der- sailles, um die Fiktton der ausschließlichen Schuld Deutschlands besonders kräftig zu betonen, die Bestimmung des Artikels 228 aufnahmen, wonach in den Füllen, in denen vor den feindlichen Militärgerichten Anklage erhoben mird eire Auslieferung der Beschuldigten von deutscher Seite erfolgen soll, einerlei ob es sich um Inländer handelt oder nicht, und ob in Deutschland ein Verfahren wegen der Anschuldigung eingeleitet worden ist oder nicht. Dies entwürdigende Auslieferungsverfahren richtete sich ganz einseitig gegen Deutschland unb beruht nicht etwa auf Gegenseitigkeit. Dagegen ent- hielt das Versailler Instrument nichts von einer Verpflichtung der deutschen Regierung zu derartigen „Kriegsverbrecher" - Prozessen. Diese glaubte aber auf dem letzteren Wege am besten der selbstverständlich ganz unmöglichen schmachvollen Auslieferun gssorderung zu begegnen, und so wurde durch Gesetz vom 18. Dezember 1919 das Verfahren gegen die Knegsbefchuldigten vor dem Reichsgericht angeordnet. Die Alliierten sttumtten diesem Angebot der deutschen Regierung zu, doch erMärte der Oberste Rat in einer Rote, daß auf die Auslieferung praktisch, rächt theoretisch verzichtet werden solle: denn m der Theorie behielten die Alliierten l'ch das Recht vor, „die Beschuldigten vor ihren eigenen Gerichtshof zu laden, wenn Has von Deutschland vorgeschlagene Gerichtsverfahren die Erfolge haben sollte, die Beschuldigten ihrer gereckten Strafe zu entziehen".
Dieser Fall soll nun nach der Meinung der Kriegsbeschuldigten-Kommifsion gegeben sem, wie das ja in ihrer ebenso anmaßenden als gehässigen Krittk an dem Verfahren und den Urteilen des Reichsgerichts behauptet wird. , Bekanntlich wurde in Deutschland, ganz abgesehen von der Erbitterung über diese uns aufgezwungene einseitige Justiz, an den Urteilen des Reichsgerichts vielfach ihrer Schärfe wogen Kritik geübt, während urngÄehtt in Frankreich ei» Enirüstungsnimmel inszeniert wurde und der jetzige Ministerpräsident Poincars über die .Komödie von Leipzig" zeterte. Im Gegensatz dazu wurde in England ganz überwiegend die Unparteilichkeit des Leipziger Gerichts anerkannt, dem sogar ein Hetzblatt wie die ^Times" 6esengte, daß es nach bestem Wissen geurteilt habe, und dessen Verfahren von den höchsten staatsanwartschaftlichen Beamten, dem brittscken Reicksantvalt Sir Ernest Pollock und Sir Grodoa Hewatr, im britischen Unterhausr ausdrücklich als gerecht anerkannt wurde.
Keine Denkschrift der Industrie. ,
Berlin, 17. Januar. (Privattelegramm.) 1 Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, i entsprechen die in der Presse erschienenen Nachrichten über die Ausarbeitung einer Denk- 1 schrist zu der bevorstehenden Konferenz von Genua von feiten des deutschen Reichsverbandes der Industrie nicht den Tatsachen.
Amerika Oält sich zurück.
Rotterdam, 17. Januar. (Eigene Draht- Meldung.) Wie die „Momingpost" aus Newyork meldet, sendet Amerika einen Vertreter nach Genna, aber nur mit beratender Stimme. Auch der Aussckmß des amerikanischen Repräsentantenhauses habe am Freitag eine Entschließung angenommen für die Zurückhaltung Amerikas in europäischen Angelegenheiten.
Der Zahlungs-Aufschub.
Keine günstigen Aussichten.
(Eigen. Drahkmeldung.)
Paris, 17. Januar.
Die halbamtliche H«was-Agentur gibt zu der Zahlungsstundung der Reparationskommisfion au Deutschland einen Kommentar, der keine günstige« Aussichten fftr Deutschland nach Ablauf der zwei Monate anflommen läßt. Havas zufolge wird das neue Ministerium Poin- ettree als erste Regierungshandlung die französischen Mitglieder der Reparationskommisfion dahin beauftragen, daß Abänderungen und Stundungen der deutschen Zahlungen für 1922 hinfort den Beschlüssen des Gesamtkabinetts utu (erliegen. Der Havaslommentar schließt mit de» Watten, daß die vorläufige Zahlungsstundung an Deutschland von der neuen französischen Regierung nicht gebilligt werden könne.
Roihenau berichtet dem Kabinett.
Berlin, 17. Januar. (Privat - Telegramm.) Beim Reichskanzler fand gestern nachmittag eine Chef-Besprechung statt, in der Dr. Rathenau über den Verlauf der Konferenz von Cannes und die Tätigkeit der deutschen Delegation berichtete Ter Reichskanzler begab fick, dann in die Sitzung des Auswärtigen AnskcknSes.
Der Staffder Westen.
Oberbürgermeister Scheid ernannt, be« grüßte neben den ersMenenen Behörden den Redner des Abends, Professor Dr. ing. Jansen - Cha-rlottenburg und bezeichnete das Asch- rott-Viettel als Schmerzenskind der Stadt Kassel. Dann spricht
Professor Dr. ing. Jansen selbst. In Wott und Vichtbild führt er Grundsätze städtebaulicher Siedelungen vor unb gibt rechnerische Grundlagen an, dabei von großen Gesichtspunkten ausgehend, streng geschieden nach verkehrstechntschen, wirtschaftlichen, hh- gienischen und zuletzt vom schönheitlichen Standpunkt ans. Er stellt fest, daß verfehlte Fluchtlinienpläne kurzerhand ansgevaut worden sind und daß in grausamer Weise eine große Menge von Familien in engen Baublocks zusammengefchlossen wohnen sollen. Seine praktischen Vorschläge gehen dahin:
1. Sammlung des Verkehrs in einfachen Stratzenzügen,
2. Sammlung der Wohnfluchten in lange Tratte, schwimmend in Grün.
3. Grünflächen für die Jugend und Ausschau von Taufenden von Wohnungen aus durch geschickte Anordnung.
Was Kassel anbelangt, so steht allerdings die Austeilung des Aschrott-Gelandes auf der tiefsten Stufe. Reißbrettfehler und Reißbrettgedanken, die in flachgelegenem Gelände zu verstehen sind, wirken in stark bewegtem Gelände wie im Kasseler Aschrott-Viertel sinnlos. Richt weniger als 6000 Wohnungen liegen nach Norden, und, so fach der Redner, eine Wohnung ohne Sonne ist ein Gesicht ohne Augen! Die verfehlte Lage der Stadthalle, die im Zentrum der Stadt liegen mußte, wurde in diesem Zusammenhänge nur gestreift. Die praktischen Vorschläge des Vottragenden gipfeln darin, die Stratzenslächen von 29 auf 6 v. H. des Gesamtgeländes herabzusetzen, was bei einem hier üblichen Einheitspreis von 200 Mark für den Geviertmeter eine Ersparnis von 240 Millionen bedeuten würde. Die so gewonnene Fläche würde als Grünfläche der Allgemeinheit in schönstem Sinne dienstbar gemacht werden. Diese Darlegung scheint der Kernpunkt des gesamten ProbVems zn fein, namentlich dann, wenn man dte zukünftig aufzuwendenden Unterhaltnngjs- und ReinigungS- kosten in Rechnung zieht. Die Gesamtfläche, die bei einem vernünftigen und hygienisch einwandfreien Bebauungsplan für Straßen plus Grünflächen aufgewemdet werden müßte, beträgt nach der Ueberzeugung von Fachleuten und des Gesetzgebers 30—35 v. H. des Vorhandenen und es ist Sache des PlanerfinderS, diese Freiflächen zwischen Straßen und Grünflächen so aufzuteilen, daß ein Ausgleich entsteht. Professor ; Jansen erreicht dieses Ziel dadurch, daß er bte eigentlichen Verkehrsstraßen in der nötigen : Breite und in der von der Statut gewiesenen । Richtung auf kürzestem Wege durchführt und ■ daran verkebrslose Wohnstraßen zum Sen M kurze Sackgassen anschließt. Angewendet