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Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 5.

Fernsprecher 951 und 952

Freitag, 6. Januar 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang.

Geringe Hoffnung auf Lannes.

Gesunkene Hoffnung.

retts offen zugege Rkühenau «ach C>

------- , Jonnes reisen wird. Wenn man berücksichtigt, daß man mit dieser Reise Ratbe-

naus bestimmt rechnete, so könnte man aus der Mitteilung den Schluß ziehen, daß die Franzo­sen eine Reife Rathemms nach Cannes über­haupt nicht wünschen.

der Urlaubsa-ngelegerche iten schließen, daß die Interalliierte Kommission mit einer baldigen Räumuna Oberschlefiens noch nicht rechnet.

Beitiebs-Einfchrünkungen.

Köln, 5. Januar (Eigene Drahtmeldung) Im kölnischen Industriegebiet wurden große Betriebseinschränkungen vorgcnommrn. In Ar­beiterkreisen macht sich eine große Beunruhigung bemerkbar, da angenommen wird, daß der Koh­lenmangel seitens der Unternehmer nur vor­geschützt wird, (?) um einem großen Lohnkampf der Metallarbeiter ans dem Wege zu gehen.

gesichts des Briand'schen Tones alle Hoff­nung wieder zusaammen. Oder hat sich Briand verrechnet? Er, der auf bei einen Seite die nationalistische Opofltion in Frankreich zu fürchten hat, und der auf der anderen gegen Engbrnds weltwirtschaftliche Ideen kämpfen muß, besitzt vielleicht nicht mehr die Kraft, um anderes, als Phrasen von ck sizu geben. Das kann iedock keine Grundlage für Verhandlungen von weltpolitischer Bedeutung sein, »&.

Die Verhandlungen.

Berlin, 5. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Rach hier vorliegenden Meldungen gehen die deutsch-polnischen Wirtschasts - Verhand­lungen zwischen dem 15. und 20. Januar zu Ende. Im Anschluß daran ist mtt einer schnel­len Entscheidung der Botfchasterkonserenz zu rechnen. Neber die Autonomie des deutschen Teiles Oberschlesiens find die Verhand­lungen zwischen dem Reiche und Preußen seit Monatsfrist nicht weiter gediehen.

Aus 5tegieninga!reifen.

Parteiführer Seim Reichskanzler.

! (Pvrvat-Telegramm.)

Berlin. 5. Januar.

Der Reichskanzler empfing gestern einige füh­rende Persönlichkeiten der Regierungsparteien und beriet mit ihnen über die innerpoliti­schen Schwierigkeiten, die sich aus der ä'ußeren Lage ergeben. Vertreter der Bolks- partei find nicht hinzugezogen worden. Der Vorwärts" teilt mit, daß die Besprechungen der KoalitionsparteMhrer mtt dem Reichskanz­ler und dem ReichsfinanMinister bis jetzt noch nicht zu einer vollständigen Einigung über die neue» Steuervorlagen geführt habe».

Die Zahlungstermine bkeiben.

Rotterdam, 5. Januar. (Eigener Draht- bericht:) Reuter meldet ans Paris: Seit dem 1. Januar finden hier unter Loucheurs Vorsitz wirtschaftliche Vorbesprechungen zwischen französischen, britischen, belgischen und italienischen Delegierten statt. Die Besprechungen sind informatorisch, haben jedoch Erklärungen zustandegebracht für die Aufrechterhal­tung der deutchen Zahlungstermine im Jahre 1922. Loucheur reist als letzter französischer Vertreter erst heute nach Cannes.

Aus Oberfchlesim.

Rach längere französische Besetzung?

(Eigener Drahtbericht.)

Oppeln, 5. Januar.

In hiesigen Ententekreisen gewinnt in den letzten Tagen die schon vor einiger Zett aufge­tauchte Vermutung festere Gestalt, daß zu den S a n k t i o n e n, die Frankreich bezüglich Deutsch­land in Cannes beantragen wird, auch diejenige sich befindet, den Deutschland zugesprochenen Teil Oberschlefiens besetzt zu halten, bis Deutschland seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist bezw. genügend Bürgschaften in dieser Hinsicht für die Zufilnst gegeben hat. Jedenfalls läßt sich aus der Handhabung von Quartierfragen, aus Maßnahmen auf Polizei-

Kirchenpolttische Einteilung.

Breslau, 5. Januar. (Eigene Drahtmel­dung.) Wie aus Kreisen des Domkapitels ver­lautet, beabsichtigt man die polnische Forderung auf Abtrennung der polnisch werdenden Teile Oberschlestens von der Diözese Breslau und die Errichtung eines Bistums Kattowitz durchaus nicht zu unterstützen. Man betrachtet dies vom kirchenpolitischen Standpunkt aus als unheilvoll. Die Gegensätze der Nationen wür­den durch die Errichtung eines polnischen Bis­tums nur verschärft, wohingegen die Bestrebun­gen der Kirche dahin gehen, völkerverbindend und völkerversöhnend zu wirken. Die inter­nationale Einteilung der Diözesen hat sich na­mentlich im Osten bisher durchaus bewäftot.

Verhandlungen dürften sich mehree Tage hinzie­hen. Wie bereits gemeldet, hat inzwischen auch der Reichsbund höherer Beamten neue Besol- dungSdorMäge Hein .ReichsfinanMinister ein­gereicht. In den nächsten Tagen wird fick, eine öffentliche Versammlung des Deutschen Eisen­bahnerverbandes mit dem Kompromiß zwischen der Zentralleitung des Deutschen Ei­senbahnerverbandes und der Regierung befas­sen. Die Funktionäre haben sich in den einzel­nen Eisenbahnbetrieben bereits gegen die Abmachungen der Zentralleitung ihrer Organisation ausgesprochen.

der Uebermittlung auf dem Funkwege dürste mindest ebenso groß sein wie auf dem Kabelwe-. ge, zumal bei dem erwähnten Unttelegraphieren der Kabeltelegramme leicht Irrtümer Vorkom­men können, abgesehen von der erhöhten Atög- lichkeit der Handelsfpionage auf Kabellinien in Auslandsbesitz. Zwei Kuriosa mögen nicht un­erwähnt bleiben: Während ein dringendes Te­legramm zum Beispiel von Hamburg nach Ber­lin häufig fünf Stunden braucht, und die Wei­tergabe nach Nauen mitunter noch eine weitere Stunde erfordert, wickelt sich der Verkehr zwi­schen Rauen und Nckwyork meist innerhalb von

Berkin, 5. Januar. (Prrvattelegramm.) Wie derTag" aus informatorischen Kreise« erfährt, ist die Hoffnung auf einen günstigen Aus­gang der Verhandlungen in Cannes stark herabgesetzt. Bon amtlicher Seite wird be­ieben. daß noch nicht feststeht, ob

Schwierigkeiten im Westen.

Kavtoffeluot im Kölner Gebiet.

(Drivat-Telegramm.)

Köln, 5. Jaimar.

Zuverlässigen Informationen zufolge steht das Kölner Industriegebiet vor einer neuen schweren Kartoffelkrise. Durch den Ver­kauf der Kartoffeln der Ofchrovinzen nach Polen ist die Kartoffelzufuhr nach de« westlichen Pro­vinzen, vor allem nach dem besetzten Gebiet, vollkommen unterbunden. Die Stadt Köln er- flärt sich außerstande, der Krise wirksam entge- gentreten zu können. I« Köln bezahlt man heute bereits für einen Zentner Kartoffeln zweihundert Mark und mehr. (!)

Die BesolSurrgsfragen

Reue Verhandlungen in Berlin.

(PÄvat-Telesramm.)

Arbeitsniederlegung.

Hörde i. W., 5. Januar. (Privattekegramm.) Auf dem Werk der Phönix-Aktiengesellschaft streift wegen Lohnforderungen die Bedie­nung der elettrischcn Zentrale. Dadurch ist ein großer Teil der elektrischen Werke stillgelegt.

Belgiens Ansprüche.

Brüssel, 5. Januar. (Eigene Dvcchtmel- dung.) Die Minister Theunis und Jaspar find gestern, begleitet von ihren Sekretären, zur Kon­ferenz nach Cannes abgereift. Sie haben den Auftrag, die belgischen Vorrechte zu vertei­digen. Eines der Abendblätter bemerft, daß sie mtt wichtigen Dokumenten ausMrüstet seien.

Berlin, 5. Januar.

Heute werden im Reichsfinanzmini, sterinm die Verhandlungen mit den Vertre­tern der Beamtenorganisationen Über die Erhöhung der Gehälter beginnen. Die

Einkreifungs-Wäne.

Frankreich gegen Deutschland.

Me politische Taftik deS französischen Mini­sterpräsidenten nimmt allmählich merkwürdige Formen an. Noch bevor die offiziellen Bespre­chungen in Cannes begonnen Haven, firhlte sich Briand veranlaßt, in einer Unterredung mit ei­nem Pressevertreter die Grundzüge seines Programms, soweit es außerhalb der Re- parationsftage liegt, darzustellen. Was er zuerst sagte, klingt nicht neu. Wenn er von Frankreichs Sicherheit' spricht, die von Deutschland und Rußland bedroht wäre, so mag man achsel­zuckend darüber hinwegsehen. und nur den Ein­druck gewinnen, daß der Ton in Cannes derselbe sein wird, wie der auf allen bisherigenZusam- menkünsten der Staatsmänner der Alliierten, eigenartig muß es jedoch berühren, wenn Briand plötzlich von einem angeblichen großen Bau von deutschen Ubooten faselt. Daß er die deutsch eGefahr' in möglichst grellen Farben ausmalt, ist selbstverständlich, Wenn man daran dentt, daß die errHen PoincarS und Tardieu nur darauf warten, durch laute Schreie in der Boulevardpresse ihre Entrüstung darüber kund­zutun, daß Briand vielleicht in dieser oder jener Weife einen Versuch einer sachlichen Darstellung machte. Briand mutz also lügen, aus Angst vor der nationalistischen Opposition und aus Furcht vor dem Verlust des Ministersessels.

Es ist doch recht merkwürdig, daß der franzö­sische Ministerpräsident gerade von der so heiklen Ubootfrage sprichst, von einem Problem also, bei dem Frankreich eine so ungeheure diploma- JrarES'r^Äe^GeMr imWa'Iett Bfll, man nicht von Ubooten sprechen, ohne in Eng­land äußerst unangenehme Erinnerungen wach­zurufen. Und an einer Verärgerung Großbri­tanniens kann ja Briand nichts gelegen sein, denn in einem Atemzuge mit dieser Wendung sprach er auch von der Notwendigkeit eines en- fieren Bündnisses mit England. In dem er­wähnten Interview hielt der erste Minister Frankreichs mtt seinen Klagen nicht zurück. Er erklärte, daß Lloid George ihn in Lon­don vor den Kopf gestoßen habe, als er dem englischen Ministerpräsidenten den Plan einer neuen Entente eordiale unterbreitet batte. Dabei weichst er allerdings etwas von der Wahr­heit ab. Bei den letzten Verhandlungen in Lon­don ist allerdings von einem Bündnis zwischen Frankreich und England die Rode gewesen. Lloyd George ist auch soweit gegangen, dem Plane seine Zustimmung zu geben. Er tat dies jedoch nur unter der Bedingung, daß damit zu­gleich eine Zurückfichrung der f;ran.zöfi - scheu Rüstungen zur See auf ein Mini­mum herbeigeführt werde. DaMr wollte dann England den Schutz Franfteichs zur See über­nehmen. Briand hat auf dieses Angebot nicht geantwortet. wohl aber fühlte sich fast zu Weicher Zeit Herr Viviani in Washington veranlaßt, derAbrüstungskonferenz' die ungeheuren sran- zöstschen Flottenforderungen vorzulegen.

Briand kam dann im Verlaufe der Unterre­dung mit dem englischen Vreflevertreter auf den weiteren Ausbau seiner Bündnispläne zu spre­chen. In Cannes will er jedenfalls das Pro- bkem noch einmal zur Sprache bringen, toi llaber ftlles versuchen, um zu diesem heiß ersehnten Ziel zu gelangen, und er rechnet darauf, daß schließlich die große Enttäuschung , die er an der Themse erlebte, an der Azurküste wieder gutge­macht werde. Wer das englisch-französische Bürttmis soll keineswegs der Abschluß des Alls' anz-Gedankens sein. Briand rechnet damit, daß die übrigen Alliierten vielleicht auch Amerika sich diesem Bündnis anschließen werden, dem man unter Umstanden die Form jenes Vertra­ges geben Ginnte, der in Washington unter dem Namen Pazafik-Entente zustande kam. K'trz ge­sagt, handelt es sich um die Bildung der Ber­einigten Staaten von Europa, mit Ausnahme der Nationen natürlich, die Frank­reich nicht genehm sind, ein neuer Bund zum Schutze der Pariser Mauern vor den nicht vor­handenen Waffen, vor der nicht vorhandenen riesenhaften Armee D eutscklandS, und zum Schutze der französischen Küsten vor der in der Phantasie der Pariser Revanckewffteriker im Bau befindlichen riesigen deutschen Ubootflestte.

Mit diesen traurigen Plänen tritt also Herr Briand in Cannes an den Verhandlungstisch, mit diesen Hirngespinsten eines Fieberkranken vergleichbaren, lügnerischen Gebilden soll aber­mals Zeit und Geld vergeudet werden. Die En­tente steht gegenwärtig am Scheidewege. Es bleibt ihr die Wahl, entweder am Gängelbande Frankreichs zu tanzen, oder sich in Zukunft mehr von wirtschaftlichen Richtfinien feiten zu lassen, um wenigstens eine Grundlage für die kommen­de europäische oder internationale Konferenz zu schaffen, auf der anackblick daran gedacht werden soll, an den allgemeinen Wiederaufbau zu schrei­ten. Nach den bisherigen Erfahrungen, die man in dieser Hinsicht gemacht hat. schrumpft an- '

Funken-Telegraphie.

Drahtlose Telegraphie im Gsschäftsledenv

Wir verfttzlet«« vor einigen Sagen, vag da« Srrichbpostn-.rniftoriun,D»ichft»nk--Se- legrauetr.c versaHSweiie einfUijeen w-Ä. Ans diesem An!atz bcfd)äftigt siih ein Auf- satz von S. R. Marschall in derZndnsteie- snt> Handelsrritnng-» mit der guntentele. graphie im Dienste des KantznonnS r Am 19. Januar dieses Jahres will man zwi­schen Berlin und Hamburg mit Blitzsunk- Telegrammeu beginnen. Als Empfänger sollen vorläufig nur Besitzer von FernsprechansckMssen in Frage kommen, durch die ihnen die auf dem Fuukwege beförderten Telegramme unverzüglich zugesprochen werden können; als Ausgabestellen bei- Telegramme find zunächst lediglich das Haupttelegraphenamt in Berlin und das Tele- grapchemmft in Hamburg vorgesehen. Beschränkt sich somit auch die praktische Bedeutung dieses Versuches vorerst auf einen verhältnismäßig kleinen Kreis, so weist er doch erneut darauf hin, Welche Bedeutung der Funkentelegravhie im Wirtschaftsleben beizumeflen ist. Weit größer als vielfach bekannt ist schon jetzt die Bedeutung und die Möglichkeit ihrer Auswertung zu ge­schäftlichen und ähnlichen Zwecken. Das Reichssunknetz', von der deutschen Post- vehörde zur Entlastung der Reichstelegraphen- Leitungen eingerichtet, umfaßt zurzeit bereits neben der Hauptftinkstelle Königswusierbausen eine Reihe weiterer Wer das ganze Reich ver­streuter Funkstellen (u. a.: Leipzig. Breslau, München, Stuttgart, Darmstadt, Frankfurt, Düsseldorf, Dortmund), durch die schon jetzt ein nicht unerheblicher Teil des gewöhnlichen Tele- gra^»mver?ehrs drahtlos bewälti- '.wird Et« Verteuerung oder Verbilligung der Tetegramn- gebühren tritt dadurch nicht ein, der Äosender hat jedoch das Recht, die Beförderung auf dem Drahtwege zu verlangen. Den innerdeutschen Verkehr ergänzt

zmn Weltverkehr dieDrahtlose Uebersee-Verkehrs-Mtien-Gesella schäft' (T r a n s r a d i o'), die eine Tochterge­sellschaft der Telesunken G. m. b. H. ist, und die Großfunkenstellen Nauen und Eilvese be. treibt. Sie steht austzrurrd internationaler Ab- machuugen mit sämtlichen Funkenstationen der WM. die bekanntlich im Verkaufe der letzten Jahre eine beträchtliche Vermehrung erfahren haben, in Verbindung. Durch entsprechende Ver­einbarungen mit dem Reichspostministerium ist zwischen der staatlichen Telegraphie und diesem Privatunternehmer! ein Gemeinschafts, betrieb geschaffen und bereits recht gut aus­gebaut worden, sodaß damit das Weltfunk, netz jebeim Einzelnen zur Verfügung steht. Der Kaufmann hat daher in vielen Fäl­len die Wahl, ob er feine Telegramme nach überseeischen Ländern auf dem Kabelwege oder aus dem Funkwege befördern lassen will. Er wird seine Entscheidung abhängig machen von drei Faktoren: Her größeren Schnell gleit, der größeren Billigkeit und der größere» Zuverlässigkeit.

Die größte Schnelligkeit

des Funkweges erhellt leicht, wenn man bedenkt, daß sich fast sämtliche Kabel in englischem Besitz befinden und daß sie zu einem beträchtlichen Teile in London zusammenlaufen, wodurch sie wiederum die Notwendigkeit des Umtelegraphie, rens ergibt, das in Anbetracht der meist eintre« tenden Anhäufting verhältnismäßig viel Zeit beamprucht. Es kommt hinzu, daß die technisch jetzt erreichbare Höchstgeschwindigkeit beim Telegraphieren auf dem Kabelwege fünfunddrei, ßig Worte in der Minute beträgt, gegenüber bis zu hundert Wörtern auf dem Funkwege. Auch der V r e i s faftor entscheidet fast stets zugunsten des F u n k w e g e s. In der bei den Postanstal, tern käuflichen Telegramm-Gebührentafel find die Kosten für Kabel- uny Funttelegramme ne­beneinander aufgeführt, sodaß der billigere Weg sofort ersichtlich ist Beispielsweise beträgt ge­genwärtig die Wortgebühor für Telegramme na* Newport City mittelsTransradio' 45 Mark gegenüber 54 Mark auf dem Kabelwege, nach Boston 52 Mark gegen 54 Mark, nach Chicago 58 Mark gegenüber 64 Mark, nach Meriko (Stadt» 86 Ltark gegenüber 99 Mark. Rack Asien ist allerdings zurzeit der Kabelweg noch billiger alz das Funttelegramm.

Die Zuverlässigkeit

Die Konferenz Sn Sannes.

Frankreichs scharfe Anträge.

r (Eigener Drahtbericht.)

Paris, 5. Januar.

Die französischen Anträge für Can­nes sehen nicht die Anhörung deutscher Vertreter vor. Rathenaus Reise nach Cannes er- scheint unbegründet, da man ihn in Paris nicht angehört hat. Frankreichs Anträge find un­verändert dieselben: Entweder Erzwingung der deutschen Zahlungen durch militärische Machtmittel mit Ueberführung des Goldschatzes in das besetzte Gebiet oder Stundung unter schärfsten Kontrollmaßnahmen und et­waiger Besetzung weiterer deuffcher Gebiete. Briand ist gestern vormittag in Cannes ein­getroffen und hatte nachmittags seine erste Be­sprechung mit Lloyd George. Dieser Konfe­renz wohnte außerdem auch noch Sir Robett fcot C1 A p V.

Rates wird für den 6. Januar festgesetzt.