^stplatz
^ 711
11. Preis C. Wenzel u. L. Schmalz T.-V. Gießen, und Hch. Bierau-Lottar mit je 30^2 P.
und Curt Kaufmann, mit je 30 P.
gästen nahmen an derselben teil u. a. Geheimerat Hofmann als V.rtieter des preußischen Landwirtschaftsministeriums, der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Nasse, die Regierungspräsidenten von Köln, Koblenz und Aachen, der Präsident der preußischen Zentralgenossenschaftskasse Heiligenstadt und der Präsident der Laudwirtschaftskammer der Rheinprovinz v. Schorlemer. Der Bund der Landwirte ist durch den früheren Reichstagsabgeordneten Lucke vertreten. Präsident v. Schorlemer begrüßte die Delegirten namens der rhein schen Landw'.rtschaftèkammec und Geheimerat Hofmann namens des preußischen Landwirtschaftsministers. Der Vorsitzende Geh. Regierungsrat Haas erstattete den Geschäftsbericht für 1902/03. Der Anwalt empfiehlt die Errichtung einer Genossenschafts- schule für die theoretische Ausbildung von technischen, kaufmännischen und zur Organisation^, Jnstruktions- und Re- Visionstätigkeit berufenen Genossenschaftsbeamten. Die Errichtung einer solchen sei bereits gesichert. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt. In der zweiten Sitzung, am 28. August, die von dem Vorsitzenden des Rheinischen Bauernbundes Frhr. v. ßcë geleitet wurde, dankte zunächst Graf v. Oppersdorf Oberglogau namens der schlesischen Bauern für die tatkräftige Hilfsaktion, die die Genossenschaften durch ihren Aufruf zur Gunsten der durch das Hochwasser gt schädigten schlesischen Landwirte eingeleilet haben. Ueber > die Milchverwertung und die Betriebsunkosten ba den Molkereigenossenschaften berichtete Verbandsdirektor Oekonomierat Plehn-Berlin. Dann wendet sich der Genossenschaststag der Frage zu, in welcher Weise Genossenschaften die Deckung etwaiger Verluste unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen bewirken können. Der Berichterstatter Feldmann- Bonn bezeichnet es als einen Mangel des Genossenscha-tsge- setz s, daß es nicht die Möglichkeit läßt, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Geschästsguthaben verbleibende Unterbllanz im Wege des Umlageverfahrens zu decken. Bei einer Aenderung des G nvssenschaftsgesttzes werde man hierin Abhilfe schaffen müss n. Nach längerer Aussprache nimmt der Genoffenschaftstag folgende Resolution an: „Da es nach dem z. Zt. geltenden Genossenschaftsgesetz nicht möglich ist, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Geschäftsguthaben verbleibende Untei Bilanz im Wege des Um« lagwerfahrens bei bestehender Genossenschaft zu decken, muß den Genossenschaften noch mehr als sonst empfohlen werden für die Stärkung ihres Vermögens durch Festsitzung angemessen hoher Geschäftsanteile und reichliche Dotierung der Reserven Sorge zu tragen."
bereits in Verwesung übergegangen. R. ist unverheiratet und 26 Jahre alt.
** Wetzlar, 29. August. Der langjährige frühere Bürgermeister Moritz ist gestern Abend gestorben. Beinahe ein Vierteljahrhundert lang — von 1876 bis Ende 1900 — hat der Verblichene an der Spitze unseres .Gemeinwesens gestanden, nad)bem er bereirs vorher eine Reihe von Jahren hindurch Bürgermeister der Bürgermeisterei Schöffengrund gewesen war. Der Verstorbene ist nur 64 Jahre alt geworden.
X Sprendlingen, 28. Aug. Der Bürgerverein Sprendlingen hat 100 Mk. Belohnung zur Ermittelung der Täter ausgesetzt, die, wie schon kurz berichtet, in der Nacht auf Mittwoch das Haus des Herrn Rckchstagsabg. Dr. Becker in gemeinster Art und Weise beschmiert haben.
D Hcrchenhain, 29. Aug. Die hiesige Lehrerstelle soll jetzt, da sie eine lange Reihe von Jahren verwaltet wurde, definitiv besitzt werden; es hat sich ein Lehrer aus dem Kreise Lauterbach gemeldet. Seit 1893 wirkten an hiesiger Stelle 8 Schulverwalter, außerdem sand noch während dieser ßdt eine dreimalige Vertretung burr auswärtige Lehrer statt.
/, Hch. Geitz T.-V. Gießen
M.-T.-V. Gießen „ Ph. Hörr-Launsbach
„ Aug. Eger, T. V. Gießen
„ Jean Hof,
„ Aug. A olf, Heuchelheim
Launèbach .....
L.Dechert u. H.Unverzagt T.-V. Gießen mrt je"28 Ludw. Noll, Ant. Berghoff, Gg. Zörle und R. Schubecker vom T.-V. Gießen, O. Schlenbecker, Heuchelheim, und Hch. Wagner I, Großenlinden, mit je 271/2 P.
Hch. Pieper, T.-V. Gießen, und Fr. Schwmz, Lollar mit je 27 P.
Hugo Hellwig, M.-T.-V. Gießen mit 26^2 P. , Carl Waanec, Krofdorf, W. Weiß, Großenlinden, und W. Frank, Lollar mit je 26V2 P.
21. ,, Carl Euler T.-V. Gießen, Hch. Pfeiffer, Launs- b ch, Fr. Wenzel, M.-T.-V. Gießen mit je 25^ ^. Chr. Schmidt T.-V. u. W. Weiß, M.-T.-V. Gießen, Carl Germer, Heuchelheim, R. Zimmer, Lick, C Amend, Großenlinden, L. Faber, Großenlinden, C. Baucr, M.-T.-V. Gießen, und Hch. Schuld, Großen-Buseck md je 25 P.
23. „ Carl Ge^tz, T.-V. Gießen, Alb. Bätz, M.-T-V.
Gießen, Hch. Schnepp, Krofdorf, C. Bender, Krofdorf, Frdr. Sock, Heuchelheim, und Hch. Hamel, T.-V. Gießen mit je 24^2 P.
Hck. Weber, Kleinlinden und Gg. Althaus, Leihgestern mit je 24 P
, Otto W ttkopp Kleinlinden, Fr. Steeger-Klein- linden, Ludo. Kohlermann M.-T.-V. Gießen und Wilh. Pfoff-Launsbach mit je 23^2 P.
26. ,, Ludw. Mohr-Daubringen „ 23 ,,
27. ,, Wilh. Weller- Kleinlrnden, Ludw. Nürnberger-Lang-
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29 und Wilh. Schmidt, mit je 28^2 P.
Import von WeimatSgkbi.le Bemeinben und j Minder, bezw. Beinqetroffenen M statt und 1
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&ön§ und L Gerlach T.-V. Rodheim mit je
22^ P.
,/ Hch- Monges, Großenlinden und E. Bender T.-V. Rodheim mit je 22 P.
^9. „ A. Schmidt T.-V. Gieß n, L. Grötz-Daubringen, A. Debus-Launsbach, Hch. Wckß- Großenlinden, C^rl Pfeffir-Leihgestern, Carl Reeh, M.-T.V. Rodheim und L. Schimmel mit je 2P/2 P.
ifrtitëiuMen Mm lo°/o n übernimmt, htvikh zu Der» Htmaterial.
wurde einem ta in der fest Unbe= mt auf den jjrnde Wunde W ergriff.
30. ,. Ernst Jung T.-V. Gießen, I. Hcckeroth-Klein- linden, Hch. Wagner II., Großenlinden und Aug. Artus-Langgöns mit je 21 P.
31.
32.
,, Gg. Heller-Leihgestern und H. Steinnmller-Klein- linden mit je 20^2 P.
,, Ludw. H^llberger-Daubringen, H. Wagner T.-V. Gießen, Hch. Mootz-Großenbuseck, L Valentin- M.-T.-V. Rodh-im und Fr. Reeh M.-T.-V. Rodheim mit je 20 P.
Markt
* Marburg, 29. August. Auf dem letzten Wochenmarkt kosteten: Butter, Pfd. 120—130, Hühnereier, 2 St. 14, Käse, per St. 11, Kaschen, pr. St. 4, Kochkäse, pr. Pfd. 40, Käsematten per St. 5, Kartoffeln, neue Pfd. 4 Pfg. 100 Pfund 3 U0 Mk., Blumenkohl, 1 St. 30-60, Sellerie St. 8—10,Oberkohlrabi 20-25, Porre Salat pr. Kopf 5 Pfg., Möhren, pr. Pfd. 10, Gurken 100 St. 180-200 Hahnen, pr. St. 60—70, Hühner pr. Stef. 1.50-1.80, @änfe 5—6.00, Enten St 2—2.50, Tauben, pr. St. 40, Neh pr, Pfd. 70 Pfg, Radiese, pr. Pack. 6—8, Merrettich, pr.Pack 10—25, Zwiebeln, Pfd. 10 Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. K. 10—12, Rotkraut pr. Kopf 10—12 Pfg., Wirshina, pr. K. 25—30 Pfg.
* Markt in Marburg. Donnerstag, den 3. September findet hier auf dem Juxplatz ein Rindvieh-, Schweine- und Schaf-Markt statt.
Frankfurter Heu- und Strohmarkt vom 28. Aug. Amtliche Notierungen.) Heu pec Zentner Mk. 3.00 bis 3.50, Stroh per Zentner Mk. 1.80—2 40.
Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil • Albin »lein für da- Lokale, den „Gerichts«" und „Oeffentlichen Sprechsaa>": Rr. C p p -1 m a n n ®wi und Verlag der Gießener BerlagSdruckerei (Dom Wild. HeUrr). ifi.rt»™.
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* Der 19. Deutsche landwirtschaftliche G e- nosseuschaftstag fand am 27. und 28. August in Bonn ftütr. Die erste Hauptversamm ung wurde unter bem Vorsitz des Genosstnschaftsanwalts, Geh. R gierungsrat Haas- Darmstadt, abgehalten und war stark besucht. An Ehren-
+ Wieseck, 28. August. Weichensteller Reinhard Hofmann, der am 19. d. Mts. auf dem Rangier- bahnhof zu Gießen überfahren wurde und beide Beine verlor, ist heute gestorben. H. ist 63 Jahre alt.
*** Klein Linden, 31. Aug. Gestern Mittag 12 Uhr wurde das jährige Töchterchen des Fabrikarbeiters Peppler, hier von einen Bierfuhrwerk überfahren; es mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden.
— Rodheim a. d. Bieber, 27. August. Vor etwa sechs Wochen verschwand von dem Hof Haina der Knecht Rickert Nachdem man lange vergeblich nach ihm geforscht hatte, fand ihn heute morgen ein Arbeitec in einem verlassenen Bergwerksschacht. Die Leiche ist
Kennt Ihr mich nicht?
Ich bin das Zeichen der echten
Pfeiffer & Dillers
in Dostn. In allen Gesckäflen zu haben.
Daß eine Spekulation auf den möglichen Höchstgewinn der Gothaer Aclslotterie im Betrage von 125 OOO Mk. keine zu kühne ist, ergiebt sich aus der Tatsache, daß sogleich bei dec ersten Ausspielung der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie dec mögliche Höchstgewinn von 250 000 Mk. von einem Spielec wirklich erzielt worben ist. Die Ziehung findet unwieder- ruflich vom 2. September ab statt. Lose schon für 3 Mark bei allen Loseveckaufsstellen.
tSEKS
Billige Produktion.
Der „Landwirtschaftliche Zeitgeist" (Siraßbu'g i. Els ) schreibt:
Jeder Landwirt, dec dacauf bedacht ist, rationell zu arb iten, wird die E fahrung gemacht haben, daß sich nicht immer mit der höchsten Milchleistung der höchste Nlcheffekt verbinden läßt; vielmehr wird sehr oft der Gewinil ein relativ höherer sein, wenn die Leistungsfähigkeit nur in mäßige, em Umfange ausgenutzt wird. Der Ertrag hmigt also nicht bon den Leistungen allein, sondern hauptsächlich and) davon ab, ob diese auf teure oder billige Weise erlangt werden Beansprucht demnach eine Kuh, um 15 Liter Milch produzieren zu können, einen Futterausmand von 1.50 Mk., eine andere dagegen, um 12 Liter zu geben, einen solchen von 1 Mk., so verdient letztere den Vorzug, weil sie die Milch billiger (zu 8V3 statt zu 10 Pfg.) liefert. Die Möglichkeit billiger Leistungen ist nun aber in gewissem Umfange an die Individual tät des Tieres gebunden; doch kann sie auch in beträchtlichem Maße durch die Auswahl der Futtermittel bedingt werben. Unter allen Umständen Wirb nur da auf Gewinn zu rechnen sein, wo eine bis an die
Grenze des Erreichbaren gesteigerte Ausnutzung der Nährstoffe des Futters stattfindet. Dies kann naturgemäß nur dann zutreffen, wenn d r Verdauungsorganismus vollständig auf der Höhe steht. Sind die Funktionen des Verdauungsapparates mangelhaft, so wird die Milchleistung verteuert -und nebenher noch unter das sonst erreichbare Maß gedrückt; von Rentabilität kann dann nid)t, oder kaum mehr die Rede sein. Wie anders stellt sich dagegen die Sache da, wo eine rege Verdauungskraft tätig ist! Da braucht nicht eine minutiöse Auswahl dec einzelnen Futtermittel getroffen zu werden, die Zubereitung läßt sich oft vereinfachen, die Nährstoffe werden befriedigend extrahict, und die Produktion läßt sich billig auf das höchste Maß bringen. — Ziehen wir hieraus die Schlüsse, so ergiebt sich, daß eine billige Fütterung nur dann stattfindet, wenn die Werkzeuge dec Verdauung tadellos funktioniren, daß eine gewinnbringende Produktion von der billigen Fütterung abhängig ist, und die höchste Entfaltung dec Leistungsfähigkeit nur dann wirklichen Wert besitzt, wenn sie mit geringem Aufwande sich erlangen läßt. Das Mittel zum Zweck ist hier wie dort eine energische Tätigkeit der Vecdauungsocgane, wie sie allein
durch die Verabreichung des rühwlichst bekannten Milch- und Mastpulvecs „Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg erreicht wird. Dieses Präparat, welches seit mehr als 10 Jahren in Tausenden von Betrieben Verwendung findet, ist von lvohltätigstem Einfluß auf die Funktionen des Verdauungsapparates ; es steigert die Ausnutzung dec Futterstoffe, beschleunigt die Verarbeitung derselben, regelt die Entleerungen und regt die Fceßlust an. Es ist demnach wohl zu verstehen, daß die Verbreitung des Mittels immer mehr Zunimmt, und daß, wer einmal einen praktischen Versuch mit „Bauernfreude" unternommen hat, das wertvolle Pulver im Viehstalle nicht mehr entbehren mag. Theoretische Kritteleien müssen gegenüber der selbst gewonnenen Ueberzeugung des Praktikers verblassen, sie verschwinden gegenüber den mehr als 6000 glänzenden Anerkennungen, welche von intelligenten und hervorragenden Praktikern über die „Bauernfreude" abgegeben worden sind; diese mehr als 6000 Zeugnisse beweisen, daß eine rationelle, reichlichen Ertrag liefernde Viehzucht nur mit Hilfe von „Bauern-
freute" möglich ist.
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Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jetzt auch
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beliebt lvegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die
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Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer Äktieu-Brauerci für Gießen und Umgegend übertragen
Dtb n Gotthilf Röhrle
Bier-Grotzhandlung.
Morburgeküratze 7. Telephon 344 Gießen.
Zwei tüchtige
Bäckergesellen ^^ ®,9,erfle,eUe"
Für einen
suchen wir möglichst, umgehend
I Aâna «uf dem Lande. ^ Wer Stelle sucht, verl. di- !
! Stadt. Armenamè, Gießen. Deutsche Vakanzenpost« (plinsen. I
H. Keßler, Lollar.
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