hi Betracht fommenber Beanrle ble aitftt11nTteben Recherchen oiincfleKL V( 11 f befragen des Pi'ästdrnlon fchHbci'l er hie- jciii(ii'ii B^hhoh br$ jetzigen Prozesses, hlc in einen; Vlb bäiiiilgtrll-'iH'rhälluk. nun heil Wmu'Umilt'ii f leben, als Wenin zuverlässig II iib nicht rliimmmAici. Bon den Zeugen, oje hier als (Mläiißlflrr nc. Lvüleckischsn Cheepnnr«' i in Be tracht koMNN'N, hrluiihel Oistrikl-akoinniissa r Veillus, helf», sie eher zugunsten her Angeklagjen anssagen, hielt sie sliechten, im Rolle eine i uugl'uiiiigen Perlonsg her Verhandln kW n ihr Geld an verlieren. Die nächste Zengin ist die
B-run Äilf()nthin Hindun ins und Krakau.
Sie ivar befreundet mit der Hebamine Crvell, die her (Gräfin Âhultei tu bei der anaellltchen Gel>urt Hälft' geleistet bulle Die Nennin Larbovmk mirh in polnischer - pmche mit Hlilf«' des Dalnielschei s Reniernnge.rnl Brandt hereiblnl, Sie nHU folgendes mi: Ole Hebanune Cwell habe M erzählt, bah sie eine * mmiiie nun 200 Rubel für Hülselelstunneu bei der Niederkunst einer polnischen Gräfin in Berlin er- baden habe, i l> latsäthlich eine Geburt Puttgesnndeu hul, bar Uber rönne sie sich nicht äußern. s?l 111 Befragen der Vee lelbifiuiig gibt die Benniii schliehlich an, buh die Hebamme (Ouell nach einem |ed)^ Monate hx'U)rennen KiMkenlagee am hrebu eines natürlichen ^übe« aestorben sei Hieraus wird die Sihunn aus morgen vertagt.
Huo dem Gcricbtolaal.
8 Das Urteil im smritislischen Kuppeleiprüfest Schett lei in ^lerliu lautete |iir die HanplWgeklggte auf 2 ^nhre o Mo imic Gefängnis, momm G Wnnlc durch die erlittene Hüter suchunnnhast aunerechilet unirden, inner aus ftins jährigen Etzrve einst und Pumeinussichl. Die VlMeklante Hain kam mit einer Gesimgutc-strase nun brei WOnmlen daMn, ha sic unter dem Einfliif; her erfahrenen, raffinierten Aran Schett« ler gestanden habe und von ihr vaUpändig umstrickt morbcii sei. Der Bertoidtgee der Hurn beathithtigl, die Gnade bei Kaisers niidurufen.
# Die bayerische RutiunalUmsse. Wor der Wlirzbnrger ^t easkanuner hat le sich dieser T ane ein lä üblicher Held an verantworten, her bei einem KrWei feste sein Bi erat ad an dem Schi'idel tänes '^estleilnehmern in Trümmer gefchlagen bulle. Sc'ili '.*1iimall, ein ab seines Wtheö bekanllter Ber« leibhier, suchte die Richler dadurch milder zu stimmen, daß i‘ r audslihrte, das Bierglas "der her BlUsikl'un sei die „bahe- rische Rattonallnasse". Das Argnmenl Nerstna seduch nicht, ulid der bayerische Ratiunalheld niuh sechs Wochen ybrninmfii".
Deer und flotte«
üiiii eiskttbahttstratrnischrd Werf den preussischen Ministern Vhibbr wird demnächst erschhaeu ^er Minister behandelt in ilun leine Grsahrmlnen h'>er mc französischen Eisenbahnen Im beut leben jlilenÄbetrieb IH70 < l Da^ Bicch belmndelt in auch'tihrlicher Weise die Driumisation de^. ^eldöisenbahn- icieseilö lief R Umbruch den Kriegen, die bon dc'n Deutschen nuÄneslihrten Bahnarbeiten und Älinbesserunnen, die Arane der Betriebsmittel, ble iiiilllävlfcbe Sichernnn der Bahn^ lliiieii, öle Etsenbahuzerstörunnen und Unfälle. En enthalt ein mit sehr nruszem Kleitz zusammennetraaeneü Material, in dessen Sichtuna niemand besser in der Vaae mar, aln der rbcuiallae Chef der Eisenbahnabteiluna im Groben General- Habe. Ca belmräiiU sich keine zueau auf trockene Darslellnaa der Verbal liiille, sondern eu zeiat in eilldrinalicher Weise den enaen Zusanumrnhanä zwischen den eiamtlichen Atrien^- operationen und dem Eisenbahndienst in den befeUlen Vandeu teilen und stellt sich ins ufern aln eine Wichst dankenNluertc! Craönzuua den Generalstabnloei kn über den deutsch französischen Amen dar. (Seine ^h'denlnna Heul nicht nur in der Bsrganaenheit und her Schilderuna der damauaeu, beule in sehr bleien Punkten überholten Worte den '^eldeisenbahn ölens (eG, fonberu eN enthält aerade in seiner neschichlldhen Darstelluna ble interessantesten und bedeutfainslen. vi 11- reuiinum |lir den Eisenbahner bau heute und für diejeniaeu Offiziere, denen in einem 'iukunstnkriege die Veil nun den EisenlialuilnesenN ob!lenen würde.
DaN bcitlfdjc Schulschiff „Moltke" mirb am k». ^«ouemtcer in Konshultinopel erlnartei. Die Besahuna mirb am G 9‘lv bember der feierlichen Eröffnuna der li'iikischen Bi'edizin schule in Haidar Pascha behmhmeii, am 7 Nobember uHG die tNonstantlnuPeler deutsche Kolonie dem Ofsizierkorpn unk den Kadetten von der „Moltke" einen Ball in der Teutonia.
ptab und fern.
I Die lluttrnehmunaen den Pastorn Jakobsen. Der jeht bom Akut susvöndirrte Pastor ^alobseu in Selreerebek balle mit hem >Oc|iber Waffen eine Kreditbank aearündet, die in erster VInie daN Deutschlnm der Nor'dmark stühen und bciilhiieii Ansiedlc'ru hen Erwerb bau Grand und 'Haben
Wvk#4crlfhiij|( and dem Acldzngc 1870|71.
(ß. Fortsehllua.)
Vom 7. l l. Dezember war daN Neaimeut in Orleans einquartiert und am 11 besam es den Befehl nach dem linken Voirensc r abznrticken, um sich mit der Div sion, die nach Blois marschiert war, zu vereiniuen. Beim AllümcuPh ans Orleans deqeanete das Neaimeut Leutnant Nchliua vom -I. lpss. Infanterie Neaimeut, der sechs in Schloß Cham- bord eroberte Geschehe nach Darmstadt zu bringen hatte. Vhn Abend des II bezoa das Neaiment in Vailh), das non bni Bayern stark zerschossen und zum größten Teil abße* braulit war, Onartiere Am foluciibcn Taqe kam die 7. Kompaanie nach Nozleuz, mo Aeldu rüst Brnchtuiuser bei einem Kilsermeister eiiumartiert wurde. Die Bewohner hatten große Angst bot den Deutschen, der Küsermetster nmo imm» fehle Iran in eine nicht non unseren Truppen besetzte Geaeud verbracht. Da die Braunen aber sahen, daß ihre Besiirch- tungen grundlos waren, wurden hr bald zutraulich und zu« no.kommend UOKII die Truppen Ein heiteres Erlebnis hatte Feldwebel Brnchhc'ikkser in der Nacht, als er mit einem Kameraden in einem Bette Ian, kam auch der Kilsermeister nud, legte sich noch zwischen Beide, aus Bescheidenheit aber mit dem Kos's an daS Ritßmbe des Bettes. Man ließ ihn Uewähren, aber ein Zwischenfall, wie in Fritz Neutcr'S Neis' nach Beuigett kam liier nicht wor. Später, im Fcbcuar kam das Neaimeut wieder durch Nozienz und jetzt hatte auch der Kiisermrister seine Frau wieder zurückqeholt und begrüßt- mit ihr Feldwebel Bcnchhättser allss Freutldlichste. Bei BloiS marschierte das NePment über die von den Franzosen
erleichtern follle. Um nach austen bin mit arohen (^rfoluen /m prahlen, fünfte Jakobsen Höfe au, bie fast feine Erträge brachten. Die Veiler her )Oauk nt-'Währleu Darlehttc an Veii le, hie fehlen Kredit berhieiileii. Tatsüchlich geschah idciiIu zur Fördernup dos Deutfchtuui')', für deutsche Ansiedler mar nur bxmlu Geld vorhanden, und sie muhten die Darlehen mH G bH H Prozent verzinsen. Die gröhlen Summen verschlangen bagcgeii die gemagleii Uiiterncbmungcn des Pastor'! Bdlutifen, die uns Fernwtrknng berechnet mnren. So gründete er eine Kunslwebeschnle, das Nordseebad Vib Holk, eine Karpseuzuchtgeseltschaft, alleL Unternehmungen, die von vornherein vechehU marim. Die Bank hat jeht eine neue Weitung erhalten, und man versucht nach Kräften, sie lulebet lebensfähig zu machen, um die Spareinlagen der kleinen Veit le zn retten. Gegen .Fulotisen bmrhe eine Unler- suclmng einucteilel, in bereu Berkans er am 21. cw. uerhaslet, jedoch am 2B, loieder entlassen hmröe, ohne das; er eine Kaution hätte fleilni niüssen. Mali wird ul|a init dem Urteil über seine Persönlichkeit zurückhalteii müfseli, biß das Ergebnis der Untersuchung bekannt mirb.
sJ Der (Üeuern Igo über II cur des Kaukasus bau Mördern Überfällen. Aiw lifli - kommt die ^Nachricht von einem ber- lnegeneu Anschlag auf da^ Weben des obersten russischen Beamten im Kaukasiw, des Gen"ralgoni)erneurs Fürsten Go- lizyn. Als dieser mit seiner Gemahlin nachmittags 4 Uhr von einer Ss>azierfahrt nach der llmgebnng zur Stadt zii- riiekkehrte, miirhe die Egni Page von drei Eingeborenen über- fallen. (Siner der Berbrecher brachte dem Fürsten mehrere Dolchstiche in den Kopf bei. Die Mühe fcbmädjle die Stöße ab, so daß die Mu üben nicht gefährlich sind.
AlS die hrci Verbrecher den Fürsten ans der Ecfniswge zn ziehen berfiichleii, marf sich der den Fürsten begtMende Kosak den Angreifern entgegen. Während des Handgemenges fuhr die EgniPgW davon. Die Verbrecher flüchteten in eine tiefe Schlucht, mnbin sie mm einem Schuhmann und Privatpersonen verfolgt wurden. Aus der Stadt eilte alsbald eine berittene Mnfal'enmache herbei. Die Verbrecher flüchteten von einem (Gebüsch zum andern. Durch die Schüsse der.Verfolger mürbe einer her Verbrecher gelötet, der ameile tödlich uerlehl und der dritte Muer bermunbel. Die beiden letzteren erlagen später ihren Verwundungen. Nach seiner Rückkehr erschien Fürst Golizyn nach Anlegung eines Verbandes im Saale des GonvernementSPalaficS wo die Vertreter her Gesellschaft versammelt waren. In der ^Bevölkerung gibt sich liefe Entrüslnng über den Anschlag funb. Die Theater- Vorstellungen sind abgesagt.
d1 Oberlrutuaut Rüdiger begnadigt. Durch kaiserlichen Gnadenerlaß ist die gegen den früheren Oberleutnant Rüdiger bum 17. Infanterieregiment in Mörchingen verhängte sechs- jährige BnchlhanSstrase in gleichlange Gefängnisstrafe nm- aemanbeit mürben. Oberleutnant Rüdiger mar, wie er- innerllch, s. Bl der tragische Held eines Offiziersdrainas. Im Kasino geriet sein 'Himber, der von ihm sclynärmerisch geliebte Oberstabsarzt Rüdiger, mit dem Hanptmann Adam anS geringfügiger Ursache in Streit und mürbe von jenem geohrfeigt, so daß ein Duell imbermeih(id) war. Der Ober leulnant geriet darüber in eine furchtbare seelische Aus- regung. Ilm seinen geliebten Bruder, der Familienvater ist, von hen Gefahren des schweren Duells zu reden, schoß er den Hauptmann Adam in dessen Wohnung nieder.
T Bilbao im Aufruhr. Ueber die spanische Stadt Bilbao hat der Belagerungszustand verhängt iverden mi'issen. Die Ausständigen, deren Johl sich jetzt auf 40 ooo beläuft sämtliche Innungen sind dem Ausstand beigetreten begingen eine ganze Reihe schwerer (Melua Uta len unb es kam zu heftigen Straßenlampsen.
Sie versuchten bie Eiseubahnbrl'icke bei Porto- galate zn sprengen und brachten Füge zum Entgleisen, so daß der ganze Eisenbahn-, sonne der Straßen- blüpidienst unterbrochen Nwrden mußte. Weiter versuchten sie die Gasanstalt zn stürmen, um her Stadt die Beleuchtung zu sperren. Die GaScnislalt miirbe aber bau Kavallerieabteilungen gerettet. An anderen Stellen bewarsen die Ausständigen die Wagen, luelche noch verkehrten, mit Steinen unter Rufen: Tob dem 'Hiirgerf taube, nieder mit den Turan- neu. Die Polizei ging vor; es mürben Schüsse gewechselt und sechs Personen bermunbet. Auf den Klub her Mineu- befiHer lunrbe ein Auslurm gemacht. Fabriken, die AnS- ländern gehören, zogen ihre Natioualsahueu ans. Die Ans- ständigen verhindern auch das Landen der Schiffe; die Ge schäfte an der Börse sind eingestellt; die Teilungen erscheinen nicht. die Läden sind geschlossen, bie T lraßen ungefüllt von Arbeitern. Infolge des ^Belagcernugszustaudes sind amei Regilnenter 'Infanterie und Verstärkungen der Gendarmerie eingelrossen. Die spanische Regierung gibt nicht die geringste O clmid an dem gefährlichen Umsichgreifen der AnS-
zcrstbrte, von den Pionieren aber wieder hergesEllte Brücke der Loire in der Richtung auf Le MauS.
Am IG. inufite daS 1 Armeekorps aber wieder in Eilmärschen nach Orleans zurück, weil die Stadt von Osten her von sctndlichen Streitkräften bedroht mürbe. Am 17. gelangte das Regiment nach La Chupelle, einer Vorstadt von Orleans, wo c« mehrere Tage verblieb. Hier wurde die große Panke erobert, die sich noch j tzt beim Regiment im Gebrauch befindet. In diesen Tagen sollten die bei Le Mans gefangenen Franzosen vorüber ans dem Blarsche nach Deutschland. Ihre Kleidung, bcsondeis das Schuhwerk, befand sich in einem trostlosen Zustande. Viele Ocsaugene gingen trotz der winterlichen Kälte barsnß.
Bur Erkundung der östlich von Orleans stehenden Streilkläste wurde am 20. Dezember das Delogements des Generals v Bautzau, bestehend ums dem 2. Infanterie-Regiment, 2. Neiter-Negiment unb der reitenden Batterie der hcss. Division nach Moutargis beordert. Am 22. wurde MontargiS erreicht unb dort ^mutiere bezogen. Feldwebel Biilchhäuser hatte einen Onartcerwict, dessen Großvater aus Darmstadt stammte. In Vloutargis hofften die Soldaten die Weihnachtsfeier tage in Nllhe verleben zu können, aber schon am ersten Feiertage mußten sie bei grimmiger Kälte nach Briarcs marschieren, da die Nteldnng eintraf, daß diese ^ labt vom Feinde besetzt sei. Die Kälte war so stark, daß heu Soldaten unterwegs das Brod gefroren war. Am Abend wurde La Busswre erreicht, wo Ouarticre bezogen unb Feldwachen ausgestellt wurd.u. Aul zweiten Feiertage kam daS Reguneut nach Briare unb wurde dort einguarlieU In Briare, einem Städtchen von einigen Tausend Einwohnern, befand sich eine große Knopssabrik, deren Direktor ein Hesse,
slandsvewegung, bie bekanntlich auch in Barcelona gleick zeitig auflodort, den hetzenden Reden französischer Debütier, ter, die hort gehalten mürben. Ministerpräsident Billaverde erklärt, er merbe die unbequemen Gesellen über die Grenr- schaffen lassen. Der französische Minister Delcassü hat seine Landsleute bereits anfgefordert, schleunigst unter die BHline ' des gallischen Hahns znrtickznkehren, Offizielle Bericht ans Bilbao geben an, daß bei den Unruhen eine Fran getötet ' und 15 Personen verletzt mürben, darunter G schlver. Milt- tär unb Polizei gaben im ganzen 800 Schlisse ab.
# Eine furchtbare Explosion, deren Ursachen bisher nicht anfgeklärt finb, erfolgte auf der Station Schnierinka der ruf. i fischen Südlvestbahn in einem Magen vierter Klasse. Durch die Explosion mürben zwei Schaffner, zwei TelegropiM^ unb 58 Passagiere verletzt.
(•) Der Mord an der Halbweltleriu Fvugüre in Aix-les. TlainS ist nach den tlntersnchnngöergebnissen unzweifelhaft ! von der Wirtschafterin Giriat allein begangen worden. Coen, ' so hat diese auch daS Stnbeninädchen Lucie Maire erbroffeü, Ladermann, her dnrch Selbstmord endete, war nur ihr A^ Helfer und Hehler.
= 1,311 viel des Guten.» Mit seltenen Hafers renben würd? ein Handelsmann in Dresden überschüttet. Seine Ehefrau beschenkte ihn auf einmal mit dem 26, unb 27. Kindr, zwei Knaben. Von seiner ersten Fran hatte der Mann 12 Kinder, von der jetzigen 15. Von diesen Sprößlingen be^ finden sich 20 am Leben.
d” IDie Moslitowolke.l Durch ein sonderbares Natur schanspiel ist dieser Tage Madrid überrascht worden. Nach> mittags gegen 2 Uhr verfinsterte sich auf einmal bie hell scheinende Sonne, unb ein Geräusch, ähnlich dem fernen Meeresbrausen, wurde vernommen. Man sah bald, das; eine Wolke von Moskitos niedergegangen war. Viele Pferde wurden scheu, unb die Menschenmenge floh entsetzt nach allen Seilen hin, denn die winzigen Twre drangen in Augen, Mund unb Nase. Millionen der lästigen Tiere drangen in die Eafäü und GeWästsrämne. Ans einmal aber erhob sich die Wolke wieder, wie ans ein Zauberwort, und verschwand in südöstlicher Richtnng-
= IDcm Verdienste seine Krone.! In Kwrea begannen vor kurzem Insekten den Fichtenhain bei oem Grabe her letzten Königin zn zerstören. Darauf beauftragte man Soldaten mit der Vernichlnng der respektlosen Tiere nud versprach ihnen eine Belohnung, wenn sie. sich darin recht eifrig zeigten. Einer von ihnen suchte auf eine recht absonderlich Art zn beweisen, wie ergeben er der herrschenden Dynastie wäre. Er verschlnckte nämlich eine Schale voll von den Insekten, ans Zorn darüber, daß sie es gemagt hatten, dem königlichen Grabe zn nahen. Zur Belohnung für die verdrehte Tat wurde er alsbald zum Hauptmann gemacht. Nun bekamen mit einemmal noch mehr Soldaten Appetit an dem seltsamen Gericht. Für die bloße Nachahmung des ber- dienstvollen Beispiels ihres .Kameraden erhielten sie jedoch keine Belohnung, ma# sie nicht wenig verstimmte. Die kleine Geschichte erinnert an einen ergötzlichen Burson, der sich zur Zeit des Berliner Kongresses im Jahre 1H78 zu trug. Lord Beaconsfield wohnte damals int .Kaiserhof. Vr legte die kurze Strecke von da bis znm Neichstpnzlerhaloiö immer zn Fuß zurück. Eines Tages sah er einen Manw der Zigarrenstummel vom Pflaster anslaS. Er gab ihm ein Goldstück und sagte: „Dafür können Sie sich ordentlich Zigarren kaufen." Sobald dies in die Heilungen gekommen mar, gab es zwischen dein Kaiserhof unb der Milhelrnftiw Dutzende von Leuten, die alle eifrig nach Zigarrenstmnmeln suchten. Der edle Lord ging aber ironisch lächelnd an ihnen vorüber.
(•) »Die kleinste Republik der Welt.! Die ftmKentliiuer Monaco unb Liechtenstein unb die Republiken Andorra und San Marino sind als minam kleine Staatswesen sprichwöiv lieh geworden. Unb doch gibt es einen noch weit winzigerm Staat, den nur bie Geographen kennen, obwohl er nicht im dunkelsten Afrika oder Australien liegt, sondern im zivilisierten Europa. Dieser Staat ist die Republik Tavolar», die auf der an der Nordostküste (Sardiniens gelegenen Felsen- insel Tavolara aber Isola Terranova blüht unb gedeih!. Die Republik zählt ganze 170 Einwohner, aber sie hat eine Geschichte. Iw Fahre IHH2 mar Tavolara noch eine absolute Monarchie: Paolo I. regierte als eine Art Zar. vr gehörte zur Dtinastie der Bartholoai, bie im Jahre Gä» von Karl Albert von Italien feierlich als „thronderechtiP anerkannt morben mar. AIS Paolo I. aber im Jahre 18^ gestorben luar, brach eine Revolntion aus, unb die Sebold* riiiig pronomierte die Republik. Tavolara hielt eS für unnötig, den R<ächten diesen plötzlich eingetretenen Wechsel dw RegierllngssysleinS zn notifizieren und suchte nur die Z^ stlninlnng Italiens zn erlangen. Sie erhielt sie, unb Nr Frenndschastsbnnd znnschen den beiden Staaten wurde erneuert. Der Präsident der Repnblik Tavolara mirb fnr zehn Jahre gewählt. Die Frauen haben Mahl und Stinuv recht; ein stellendes Heer gibt es nicht.
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IMH»M»»W»W0«»»M»M«»0M»»Mr»«>«M»M»»M««W»W^»«»E»»W»WW^«««»MMl mit Namen Maurer, an8 Darmstadt war. Die 7. Kompaß- nie wurde am 28. von Briare nach Gien, weiter unterhalb ber Loire abkommandiert, um bie dortige Telegrapheustati^ vor feindlichen Angrisseu zu sichern unb die gesprengte Lom- brücke zu überwachen. Die Bewohner in Gien v rhielteü sich gegen die deutschen Truppen ziemlich feindselig; In.dc» Straßen waren überall Barrikaden errichtet. Da ber Unter-' prüfest sich weigerte, die Barrikaden beseitigen zu UM wurde sein Schloß am Abend von der 7 Kompagnie, 2. Hess« NegtS. umstellt und von Oberlt. Metzler, gerade als er mit seiner Familie bei Thee saß, verhaltet. Mit etwa 30 iM<* saugeueu wurde er am folgenden Tage nach Drlöan^ an Prinz Ludwig von Hessen abgeliefert. Die Tätigkeit dec u Kompagnie bestaub iu Gien hauptsächlich im Patrouillen bienst an der Loire unb in der Umgegend, daS jenseitig linse Ufer der Loire war stark mit FranktiereurS besetzt, bie häufig nach beit teutschen Truppen schossen. Bei einem solchen Patrouilleugange erhielt Sergeant Melior einen Schvp in den Unterleib, während gleichzeitig noch ein MuSketitt leichter verwundet wurde. Ju der Uutgegenb von ®ien be- befanben sich viele Windmühlen, mit denen die Bewohner b'n Franzosen von den Bewegungen der deutschen Trupps Kenntnis gaben. War ein größerer Trupp deutscher Sob baten in bet Nähe, baun gingen die Windmühlen immer sehr rasch. S>e wurden daher später nicbergebranut Vludi die Kli cheuglecleu wurdiU bäusi i da gl benutzt, den sranzösisH'» Strcltkcästeu Kenntnis von unseren Truppenbewegungen .V1 geben, indem beim An nähern der Dentscheu Sturm geläutet wurde. Hauptmau Bass von Nr Leibkompagnie überrascht' einmal einige Zivilisten beim Sturmläuten unb trieb sie mit dem Glockeuseil aus dem Kirchturme. (Forts, folgt.)
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