Nr. L80. Zweites Blatt.
Samstag, den 28. November 1903
12. Jahrgang.
e8*witi»e*W«t8: t« Gießen, abaehelt menaUich 80 Pfg., !n'< ,ßiy< aebrt^t 80 Pf^., durch die Post bezogen ÜierteU jährlich Mk. 1.50.
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Otr>r litsüsche Zeitschrift f»r r«tdwirtschaf1, Obu- ««v »a^lixstbe«, sowie die GirtzeUsr Geifenblase« (wöchentlich).
IM Blatt erschein « elte Meritagen nachmitags
Gießener
S«ftrti»»->rei-, Die etnfoali<ie PeM-eUe für ^^ wu gang Oberhcssen, die Kreise WetzUtr und Marburg Psy. tot 15 Pfg.; «eklâe« die PrtttteUe 36 resp ^7 Mv-
Postzeituug-liste Ro. 3W».
Rttthion und Er-Vedttton: Gi.eßen Neue »weg 38
Ferns-,rech««schllG Nr. 80.
Neueste Aachrichlen
schietzemer Mägettatt)
Anavstäugige IageszeituUst
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fk Oberhrffm und bic Steife Mmburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für «letze« u^ itageto» G^htÜ eit amtliches Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden im Obew^cRee. «
'Ckberscbwemmung in Petersburg.
Qr furchtbare Sturm, der über die Ostsee dahinbrauste. Hat nicht nur an der dänischen und deutscheli Küste Unheil angMMct. Der Seehafen Petersburgs, Kronstadt, Hai miMrrmri Wüten des Orkans schwer zu leiden gehabt, und durch me rückstauendtzn Wasser der Nelva war die rniiTdj? Hn»lq>tstüi»t weithitt in einen förmlichen See verwandelt. Mill »Nb Habe der Bevölkerung der ärmeren Stadtteile ist Umm grossen Teil vernichtet, auch finö Verluste an MeNscheu IcboH za beklagen,
lieber die lUPebschtpemmung iverben folgende Einzel bcifliMi bekannt dkachdem infolge starken WesUviudes eine lnevMM Rückslauung der Netna und sämtlicher Kanäle be meist ivcTben war, traten gegen 4 Uhr nachts, als der West wii'lid orionartig geworden, die Newa und die Kanäle am Mit Ufern. Von der Festung wurden Alarnischüsse abge leu^rHunb um 6 Unr vormittags die Notflaggen gelüsp. ■'Ua.ilDiibcr'^enè das Wasser die Strafzeit. Der Ädiniralitäts
'^V in wdlchem 'das Winterpalais imb andere groszen veffifte sich befinden, glich einem See. Die Polizei uni) M FetWyeln' waren seit 5 Uhr morgens tätig, das untere Stock ttMlHfs Winterpalais, sowie.der anderen Paläste zu räumen. £cO(oii^ bereits 7 Uhr mokgeNs bis auf <i^ Fus ä.üÄ best Kwähnlichen Wassèrgtgnb übërfdjWcmint tic ^FÄ Röt gleichfalls über hVi Fuh iibek ibrci^ gewöhn sichelt S^MlnHß Ms. Die ljeberschweintniltzä ist die gröhle seit m^t Imo das Wasser 12 Fiis; hoch staNd.
Hilf den K anal eit unS bet Newa wurden die Schiffe Nit, ÄsLjärkchl von deit Ankern gerissen und Vers uérrtei! die KchltiÄl', Die. ZärSkoje-Ssbloer Eiseitbahnbriicke. und die MÄMbr-Pruche standest tief, .uüter Wassei z Der Marien^ Plä W wblthlM md Ldtltsche Bbkschaft.getegeü ist, glich eben
Wm See. Die Stadtteile an der Fontanka und am Wmorinenkanal stauben gleichfalls unter Wasser. Last firMerffc hielten den nötigsten Verkehr aufrecht. Auf der ^HKiMrgcr Seite stand das Wasser in der SpaDaja, dec gruhfien Grebetzkaja und in Teilen des großen Prospekts so ho ch do s; die Wagen tticht mehr fuhren und der Verkehr auf KLMm notdürftig aufrechterhalten wurde. Männer aus M-fr&Uf trugen Passanten gegen Entgelt auf den Schultern bu0'3 Wasser.. Die Straßenbahnen mußten den Verkehr eiMlle«- Die Gegend am Hafen, ist vollständig überflutet. D'^^arinebehördeN liehen alle Schiffe im Hafen besetzen, ÜViii Heren Wegtreiben zu verhindern'. Die Petrowskiinsel fiel^iüoillftähbig unter Wasser. Dns Elend unter der armen MMe-küng, meld)e meist ihre Habe tücht zu retteu ver mMh ist nréÈ- Von der Bevölkerung am Hafen sollen w äre Personen ertrunfätt sein.. Die elektrischen Leitungen »nMNasleiülngeN uNd ftellemucifc statt beschädigt, so daß âbâk- die Beleuchtung der Straßen u'Nü Wohnungen griWnteils unmöglich mar. Im Hocken von Krott'ladt iu hi tièn zahlreiè kleinere Fahrzeuge beschädigt. Man be- fihNt, daß auch Üu Bottnischen Meerbusen Schiffsunfällc siWkrei'Anet ha bett.
Hus dem Gerichts Faat
I ?lutomvbilntiglück Den bekannten Radrennfahrer Fn^ IdMreid) DenirleUte bi6 Breslauer Strafkammer zi, üijÄ Woche Gefängnis, mei! er mit hinein Automobil zwei efili ningetrunfenc Männer überfahren hatten von denen ?iiier an den erlittenen Verletzuiigen gestorben ist, da er
W èkMmzehu Tuge nach dem Unfall einen Arzt zugezogett
?dic Miüionenunterschlaguttgen in der Prager St. ÄH'iCkmurfdjnfdnffc beschäftigen z. Zt. das dortige ^chwur- WM. Das Gesanitdesizit beziffert sich auf 8 Millionen Ulfas, 26 Jahre hindurch hat der Direktor der St. Wenzel^- ii Millis affe, der frühere Monsignore Drozd, zusammen mit VW Direktor Kohut, den Revisoren Biln und Grunwald lttiil ben Kassènbèrwültern geriet und Pokelander Unter fcÄii iigcii betrieben. Die Bilanzen wurden gefälscht und iwikii Revisotett nicht beanstandet. Alls ben Felbern der 36hlcß'er wurden Geschenke, Tantiemen, Remuneration?n und ^â' lllioilen bezahlt. Der plötzliche Tod des Oberbilch- Josef Ort war der Gruild zur
Die Aliklageschrift
Dili Ilers und Kassierer
».iiniiai der ungebeureu Betrügereien liÄjsl L12 Seilen, nicht weniger als
72 Zeugen sind uor-
Vermischtes.
0 [Sir Rekordsucht i treibt immer neue wunderliche LM« Ein Purster Sportsman findet jetzt das Ziel seines. <»««£ darin, den Weg von der Semeftabt nach London i, möglichst kurzer Zeit im Automobil zurnckznlcgen w -«Nu, durchfahrende Strecke Weges durch den Ä anal u - NGm unterbrochen wird so wird in Bouloginqur-..laren z^ Abfahrt fertiger Dampfer das dlutomonil erwarten. Ü Wit einem Krahn wird dieses in wenigen Vttnute.i an ^orr tzlèüsftt der Anker ac liebtet und mit Volldampf aevt s nach
Folkestone. Dort wird das Automobil ohne Verzug an Land gehoben und die Reise geht in schärfster Pace weiter nach London. Um mit der Zolldurchsuchung keine Zeit zu verlieren, hat der Sportsman erwirkt, baß sie während der Fahrt vorgenomlnen werden wird. Man sieht, alles ist vor bereitet Nin den Rekord zu einem glänzenden zu gepalten. Was er für einen Zweck hat, ist ja, wie bei vielen anderen,
nebensächlich-
* tTct tidiiet der Saharas scheint ein Bündnis mit der Republik Liberia geschlossen zu haben. Wenigstens hat er durch seinen Ordonnanzoffizier Hidour dem französischen^^ schafter in London mitteilen lassen, daß auf seinem ^än^ „Frasqnita" von setzt an die Hagge der Republik „Liberia" anstatt der französischen wehen wird. Es ist allerdings sehr zweifelhaft, ob auf offenem Meere. Denn die Mannschatt sott Lust haben, den kaiserlichen Dienst zu quittieren und da-:
Schiff zu verlassen.
's ! Der Zopf der Chinesen im Staatsrccht.I In der Mandschurei" ist es in letzter Zeit wiederholt vorgekommen. daß Chinesen sich an die russischen Behörden mit dem Gesuch wandten, sie in die russische Untertancnfcbaft aufzunehmen Dabei sprachen sie die Bitte aus, ihnen den Zopf abzuschneiden. Als die russischen Beamten es ablehnten, diese Operation boGimebmcn, weil die Chinesen sie selbst ausnihreu könnten erklärten diele, das ginge nicht an, weil die chinesischen Gc setze jeden mit harter Strafe bedrohen, der mit eigener Hann schien Zopf abschneidet. Als sie noch gar erfuhren, Mn russische Gesetze die Aufnahme von Heiden in den Unter tanenvekband verbieten und allem voran ihr Uebergang zum Christentum erforderlich sei, gaben sie ihre Absicht sowi. ans und entfernten sich kopfschüttelnd.
£ lEinc Komödie in „fünf Toiletten".! Ein abgekürzte: Verfahren manbte, wie ein iMnzösiiches Blatt erzählt, an schlauer Impresario an, der sehr gut mußte, das; bei den Gastspielreisen dèr französischen „Ltars" üs Anunna in Toiletten seht viel mehr als das Talent den ^wg beuinunten Von dem Talent iMeh wir uns nicht Rechenschaft ab, das verschlossenes Buch," sagte einmal eine Bra " ' ' ' s Sprache, die Mlle. £ ...
ist für uns ein verschlossenes ^mb, silianerin ganz offen, „weil wir die spricht, nicht verstehen. Aber wir sehen ihre Kleider, me um- von der Pariser Mode erzählen, das interessiert uns am meinen, weil wir Augen zum Sehen haben." ^o lien denn der Impresario, als Mlle. A . . . eines ^rages in^ (Guatemala oder Bolivia in „Frou-Frou" auftrat, einen ^.beaterzetrel folgenden Inhalts drucken: „Heute Abend „^rou Fron", Komödie in fünf Toiletten, von Henri Mellhac und Liwoinc Hatckvy" — und die Damen in der interessanten ^ladt konnten'wohl glauben, Meilhac und HalSvy wären zwei
große Pariser Schneider . . .
^ f^tc Armada des Propheten Elias. j Bisher Limite man als Reisemittel für den Propheten Elms nur den be rühmten feurigen Wagen. Zur Abwechselung mi'l cr^rem in feiner neuen Inkarnation, die er in dein Propheten Holm Alexander Dowie, des Gründers der amcrrfamfdH-n ^tadl
gefunden hat, es einmal mit den Schinsplanken ver suchen Modernisiert, wie er ist, scheint jedenfalls auch ihm die Zukunft auf dem Wasser zu liegen. Ettas redivmis Domie hat gleich eine ganze Armada ~ 10 üattliche Pana aicrMmpfer, auf denen ic 1000 Personen untergebracht mcr^ ben können — amerikanischen in -luftrag gegeben und will 1905 alle Einwohner seines neuen Zion an deren morb verladen und nach Newyork bringen. Die verlassene Stadt will er dem'Hammer des Auktionators anheimstellen lassen Sie ist verschuldet bis über die Zinnen des Tem pels Er selbst und seine getreuen Mannen aber werden voi' Bord ihrer Schiffe aus, die ein schwimmendes Haupt- duartier bilden sollen, zuerst das verruchte Newyork und dann der Reibe nach London und sonstige große See- und Sündenbabel, die Bibel in der Hand, stürmen. Daß bi, eroberten und gereinigten Städte einen gehörigen Tribut an den Propheten zahlen müssen, um dessen erschöpfte Kriegskasie wieder aufzufüllen, versteht sich von^'elbu und in der Angelpunkt, um den sich der ganze Seekreuzzug drebt.
cP lEin interessanter Fundj wurde beim Fischfang im Mgeler See bei Geestemünde gemacht. Dort wurde mit dem Netz ein noch gut erhaltenes Elchgeweih zu Tage gebracht. Noch im Mittelalter mar der nordwestdeutsche Küstenstrich reich an Hochwild; die Erzbischöfe von Bremen, welche im Sommer vielfach im Schlosse des Nachbarortes Bederkesa residierten, waren eifrige Jäger, momm noch fetzt reiche Sammlungen von Hirschgeweihen zeugen. Doch wißen die Chroniken jener Tage von dem Vorbandensel'.i des Elchwildes, das heute in Deutschland bis auf wenige, in den Wäldern Ostpreußens sorgsam gehegte Exemplare ausgestorben ip, nichts zu berichten. Um so interessanter ist der ^und, welcher die Existenz dieses Riesen unter dem Hrrschgeichlecht tm Nord- westen Deutschlands für eine allerdings schon weit zurück liegende Zeit nachzuweisen scheint.
(5» sEine Juristenfamilie.! Am Luxenrburger Appell rmd Kassationshof üben zur Zeit Großvater, Vater und Sohn der Familie Beyden die Rechtsanwaltspraris aus Drei Generationen einer und derselben Familie sind zu gleicher Zeit an ein und demselben Gericht tätig Der Großvater von 86 Sohren vlaidiert noch mit iuaeudltcheni Feuer,
' ebenso sein Sohn mit 58 Jahren, zu welchein si-h neuerdings'
der 26jährige Enkel gesellt bot. Dieser Fall steht gewiß
einzig da. t t f
= ^Die Schulden der Humberts! sind nach den Auf- [teHimgen des Pariser Handelsgerichts, das sich z. 8t mit dem Konkurs des „Geschäjtsagcnlen" Frèdènc Humbert br. schäftiat. Verhältnismäßig ziemlich uubedentend ES nno nur 1600 000 Francs Passiva augemeldet Der stärkste Gläubiger ist der Marquis de Cazeaur mit 90V000 Fram- Diese überraschende Niedrigkeit der ?â>iildziner erklärt sich daraus, daß die richtigen Wucherer sich wohlweislich hüten, ihre Forderungeu gerichtlich anzuuielden. .
y lLondoner Volksgnsthänscr.j Ter Loudoncr Graf, schastsrat eröffnete in Deptford eiii Hotel für Unbemittelte Das große Gebäude hat tu lechs -tockwerten Sch'afzellen für 802 Gäste und zwölf Portiers, »ur die Gäste stehen ein großer Speisesaal, ein Lesezimmer, ein I°uchsaal und eine Wäscherei zur Verfügung. Der Preis "ir da» Nacht auartier und die Benutzung des gemeinsamem Raumes beträgt 50 Pf. für die Nacht. Wenn der Gast außerdem noch weitere 2 Pence (16 Pf.) bezahlt, steht ihm für die ganze Dauer seines Aufenthaltes ein verschliegbarer Schrant zur Verfügung. Für einen Penny kann er ein Bad bekommen, unb die Aufbewa hrullg großer Gepäckstücke, wie Rersende mit sich führen, verursacht beni Gäste feine größere Uu^gabe âls 16 Pf. für einen Monat. Man ersieht daraus, daß bm Hotel auch für ben dauernden Aufenthalt von Gasten bestimmt ist.
© [gilt Pauama-WitzN Die zweideutige Haltung, Die die Vereinigte Staaten-Regierung in der Panama-Frage eingenommen hat, erregte selbst in den politi]d)en Kreisen Washingtons ein bedenkliches Schütteln des Kopfes. Tie Fixigkeit bei der Streierung der neuen Jsthchus-Repudtt! setzte alle Welt in Erstaunen, noch mehr aber die ^umieii. mit der die neue Republik von dem mächttgsten pollUicheu Faktor Amerikas in aller Form Rechtens anerfannt mürbe. Em hervorragender Senator meinte belusligt, das Weitze Saus in Washington sollte jetzt die Inschrift bekommen: „Hier werden neue Republiken auf Bestellung gemacht; es kann darauf gewartet werden. Muster liegen zur Ansicht vor!"
Ö Ein Nachkomme Enaks. 3in Knabe im ^chulpflich tigen Alter, der dem Gesetze zuni Trotz vom Schulbesuch fernbleibt und schließlich geradezu von diesem Besuch ent bimben wird, ist selbst in England, wo man es mit der Durchführung des Schulzwanges nicht ganz fo ernst nehmen kann, wie beispielsweise in Deutschland, eine seltene Erscheinung, aber dieser sechsjährige Knabe ist ein solches Monstnun an Körperentwickelung, daß er wohl in keinem Lande der Welt zum Schulbesuch gezwungen werden würde. Der Junge ist das ^inb eines Arbeiters in dem Londoner - Vororte Peckham. Bei einer Größe von 4. Fuß hat er einen Brustumfang von 14 Zoll und ein Gewicht von 240 Pfund. Für ein solches Riesenrind ist natürlich in den Schulbänken der Sechsjährigen sein Raum. Der Arzt der Schulverwaltung teilt über das Kind in bei* „Times" mit, daß das Gewicht keineswegs einer krankhaften Fett entwickelung zuzuschreiben sei. Auch die Mttskulatur iß so entwickelt, daß der Kleine ermachfene Personen mit Leichtigkeit aufhebt. Geistig soll der Knabe eine gewisse Frühreife zeigen. Jack, fo heißt das Riesenkind, legt selbst nicht das geringste Verlängert an den Tag, Schulunterricht zu genießen. Wenn er nicht schläft, was seine Haupt- befchäftigrmg ist, so bewegt er sich in wiegender Gangart auf der Straße umher ober er verdient sich sein Mittagbrot dadurch, daß er in einer Wirtschaft in der Nachbar schaff seines elterlichen Hauses Vorstellungen gibt, wobei er mit Leichtigkeit mit G.e übten neu 50 Pttmd hantiert.
cf An ben Folgen einer Säbelmensur gestorben ist bei Forstkandidat Königsdorfer vorn Korps „Hubertia" ir Aschaffenburg. Zwischen diesem und beni dem Korps „Hercynia" angehörigen Forstkandidaten Lorenz aus Würz bürg fand vor einigen Tagen eine Säbelmensur statt, bei welcher Königsdorfer eine schwere Verwundung am Unser Arm davontrug. Es trat Blutvergiftung hinzu, der Königsdorfer nach kurzem Krankenlager zum Opfer fiel. Sein Gegner stellte sich freiwillig der Behörde.
Straus ent offen und Forüarbcitcr. Der Vaitbmirni'wiv minister hat mit Vorbehalt der Genehmigung durch den Landtag benimmt, daß denjenigen forstsist'alifchen Arbeitern, mefdie einer v rmtLnLiiie freiwillig beitreten wollen, ein Drittel der ! au;kassenbeiträge für die Arbeitsdauer in u rstfiskalickl. !i A' ;dem aus fiskalischen Mitteln erstattet wird. Diese Cil i.;...miq soll jedoch nur baun erfolgen, wenn die in Betracht ! immmbcn Krankenkassen zu Bedenken in politischer Beziehung keinen Anlaß geben.
Suvpcnküchcu in ben Schulen. Tie preußische Unter- rickftsverwaltung meist darauf hin, daß ihr nicht nur zur Anschaffung von Geräten, wndern auch zum Ankauf der notwendigen Materialien -Erbsen, Bohnen, Milch u. s. w.) staatliche Mittel, allerdings nur in bescheiden emGMaße, zur Verfügung stehen. Die Neueinrichtung von ^uppenküchen soll gefördert und das Eingehen schon bestehender Srtppenkiichen mit allen Mitteln gehindert werden.