Einzelbild herunterladen
 

><3 5

Nr. 98

Dienstag den 28 April 1903.

12 Jahrgang.

0

r ^"

©

Kbf*«eme«t*$rHi : in Gießen, «&ge$»li «ZNLÜich SO Pfg., m'r HauS gebracht 60 Pig., burd» bie P»ü bezögen tierub " jährlich Mk. l.M.

Or«ttSbetl«ge» : Qberhesflsche ^«mtUmieit«ij (täglich) Dberhesfische Zeitschrift für ->«dwirtfch«ft, Obst- »d G«n1eAba«, sowie die Gießener GeEenblâse« (»bchenUich).

Das Blatt erscheint en ein 8erstatt* uiéaäu so­

Poft^wngSlistr Ä». MH.

J»1ertis«Sprei S, Du cinlvaltige Petttjelle für Gießen teil ganz Cbcrbefien, die Ereile Wetzlar und Mardnrg 1Ö Pfg iknfl 15 Pfg.; Reklk mra die Petitzelle 30 resp. 44 Wz.

«edâv und Expedittsn: Gießen «CMCiWtg K Senf>rt*e<f*lé* Ihr, •••♦

(Gießener W<nefr*ft)

Nn«ßS«NKigk Iageszntung

(Gießener AeitnnO

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzerger für Gießen und Umgebung.

Enthärt alle amtlichen Bekanntmachungen der Kroßh. Bnraermeisterei Siegen und anderer Behörden von Oberhessen.

■■1'MifliT—wr ■■iw>Mm(-»aMmHBMWMMMaBBMmMW^^«wiwwi«iii^ flfwii rqnw »rwn ■, nuy uw« »' ■ - ■«*" — "*" ^' ^im^wmj nA»nnmfn^ii MI f^ <—>?— ^g—

König Eduards Visitenfahrt

----- Ter Herrscher )i 0 m eingeirofsen, 1111 â inen Antrittsbesuch 3 leit des Trägers der b

ist oiii Montag in

«sc»

St?

D 6

2 2® 5

P o

2 2 VO

o22 d ? d

>-L?°L5

Mâ

£&-S?P

PP ppp

9 ^»P

9 ^^ P P-

2. (/ c/cö sP ft

Atte

en die Röme

:>. muem

ewigen

imig doch eines her

r italienischen Bcoöl- m des deutschen Stab Eduard Vl 1 in den verden, so darf der icher sein. Nicht nur,

l Großbritannien allerdings in seinem eigenen

Anter

? ’c die Wiedergeburt Italiens gefördert und dem jungen heuig reiche auch später mehrfach — wo es die Briten nichts tosiete — hilfreich Hand geleistet hat: auch die Haltung des p otestantischen Britenkönigs gegenüber dem Oberhirten der katholischen Milde, den die Hörner hoch verehren, hat ihm die Ltzmpathie der Bevölkerung gewonnen. Ter Papst selbst nHinjdü den Besuä; Eduards VII. so lebhaft, daß er erklärt b ;t: ^Mag König Ednard selbst vom Ouirinal (dein könig- 1 ul * n ^ddcffe in Rom) ans fommen, mir wollen ihn unter pn^u Üntftänben sehen." König Eduard mirb nun von seiner i; Midjaft aus Den Papst feinen Besuch abstatten, 1111b da weder üt Papst noch Kardinalstaatsselretär Rampolla den Besuch auf neutralem Bodeu erwidern können, unb der Papst Leo ir di Der Rückkehr des Königs nach England eine Sonderge- [iinbidinft nach London schicken, um den Besuch zu erwidern.

- Weniger sympathisch wird König Eduards (Empfang in i aris sein, der Stadt, in der er als Thronfolger von seinen läufigen Besuchen her so populär war. Tie nationalistische greife Frankreichs giebt an die Bevölkerung die Losnng aus, Dem Mönig zu zeigen, daß man in Frankreich ihn und seine Engländer nicht liebt, und auch aus bem Publikum werden Stimmen laut, die einen sehr unfreundlichen Empfang des ^ritenherrschers ahnen lassen. Allen Ernstes wird verlangt, bitfl die „patriotischen Blätter" am Tage des Besuchs (£bu- jrbv VII. mit schwarzen! Trauerrand erscheinen sollen; die Bevölkerung solle dem König in Tranerkleidnng entgegen- gehen,- die Häuser sollen mit umflorten französischen unb Transvaalbannern geschmückt werden. Viele andere schlagen oor, bei der Durchfahrt des Königs Hochrufe auf die Buren, auf Rußland unb Schmährufe gegen England auszu stoßen; einer meint, man solle ans den Fenstern in den königlichen Vogen Papierstreifen mit der Aufschrift: „Hoch bic Buren" unb bcrgl. werfen. Noch andere empfehlen, die Pariser soll­ten sich beim Nahen des Königs nmdrehen unb ihm wortlos

ihren

Rücken zeigen, ihn mit Spottversen, Pfeifen

und Fohlen begrüben. Und schließlich giebt es Leute, dein all diese Kundgebungen nicht lärmend genug sind, sie ver­langen eine offene, gewaltsame Entrüstnngsknndgebnng liegen über dem König und der französischen Regierung. Tas kann ja niedlich werden!

Das blartyrium einer Ortsarmen.

Ein entsetzliches Bild menschlichen Elends entrollte ein Prozeß, der vor dem Bamberger Landgericht verhan­delt miirbc. Angeklagt waren der Bürgermeister des fränkischen Dorfes Niedermirsberg und die Frau des dortigen Gemeindedieners Margarete Bernrenther. Sie sollen durch Fahrlässigkeit verschuldet haben, daß im vo­rigen Sommer die im dortigen Armenhause uuterge- brachte 71 Jahre alte Tagelöhnerin Margarete Geck im folge Verwahrlosung bei lebendigem Leibe bald verfault n Grunde ging. Auf Gruud der damals von dem Be. ürksarzte Dr. Riedel in Forchheim vorgenommeneu S-ek- uon wurde festgestellt, daß die Leiche der Geck, Hoch- gradig abgemagert, von schmutz imb Unreinlichkeit starrte; der Kopf war mit Ungeziefer total übersät. Hemd und Leintuch waren stark verunreinigt und das Stroh des Strohsackes war vollständig zu Mist geworden. Die ganze Hintere rechte Körperhetfte vom Kande des Schulterblattes herab bis zur Kreuzgegend bildete eine schwarz gefärbte Geschwürfläche, die brandig Ivar, einen Pestilenzischen Geruch verbreitete und einen entsetzlichen Anbli bot. Dieser Geschwürbildung, der kolossalen Unreinlichkeit und dem Mangel an jeglicher Pflege ist der Tod der alten Geck zuzuschreiben. Dieselbe starb an Blutvergiftung. Die in der Wohnung der Geck von der Gerichtsrommifsion vorgenommene Untersuchung ergab, däß auch dort die größte Unreiulichkeit und Um vrdnmig herrschte. Ein Teil der Bettfedern war ver­fault unb unter dem Bett befand sich ein Fußschemel, ver ebenfalls halb verfault war. Auch der Stubeuboden unter dem Bett zeigte feuchte Stellen. Sämtlich? Zeugenaussagen verstärkten rioch den furchtbaren Ein­druck dieses bimmelschreienden Falles dörflicher ,,Ar- incnpflege". Beide Angeklagten, Bürgermeister und Wär­terin, haben die ihrer Obhut anvertraute alte hilflose ^rau in der schändlichsten Weise gemartert und gemiß­handelt. Ter Bauerssohn "Legenfelder bat die Geck, als lie einmal aus dem Fenster gesprungen war und über Lchmerzen in den Beinen klagte, mit ins Zimmer ge­tragen. Tabei rief ihm der Bürgermeister zu, er soll sie mit der Peitsche hauon.

Zeuge Johann Hoffmann hörte die Geck meistens ünmmerr^ und die Bernreuther börte er schimvren. Dabei

war es ihm, als ob jemand Schläge bekäme. Kurz dar­auf trat die Angeklagte mit einem fingerdicken Stock aus der Türe und antwortete auf Befragen: „So, der habe ich ein paar gegeben, aber sagen darf ich es nicht." Was aber fast noch betrübender ist als der schreckliche Fall selbst, ist, daß derartige Vorkommnisse sich sehr leicht auch anders­wo wiederholen könnten. Nicht nur in Niedermirsberg fassen die Bauern die Armenpflege noch immer nicht als eine eble Pflicht der Humanität, sondern als eine schwere

unbequeme Last auf. Hub wer weiß, ob e

nicht noch in

anderen Dorfarmenhäusern Insassinnen gibt, die ein ähnli­ches Martyrium durchzumachen haben wie die unglückliche Qkcf. Nur ans Tageslicht fommt es nicht immer.

Die Politik.

Robert V. Kcudcll ch.

(—) Robert von Keudell, einer der bekanntesten Mitar­beiter des Fürsten Bismarck, ist in Königsberg in der Neu. mors im Alter von 80 Jahren gestorben. Er war einer der treuesten Anhänger des Fürsten Bismarck, zu dessen verlässigsten Stützen er schon gehörte, als er in der preu­ßischen Konfliktszeit als Hilfsarbeiter ins Auswärtige Amt berufen wurde. Erst später, nach 1870, trat eine Entfremdung zwischen Bismarck und Keudell ein, unb der Kanzler sandte seinen bewährten Mitarbeiter als Ge­sandten nach Konstantinopel, von wo aus er nach weni­gen Jahren als Vertreter Preußens und deutscher Bot­schafter nach Rom ging. 1887 trat Keudell in den Ruhe­stand. Vor seiner damaligen Versetzung nach Konstanti­nopel gehörte Keudell dem Abgeordnetenhaus und dem Reichstage als Mitglied der freilouservativeu bezw. der Reichspartei an. Auch nach seinem Uebcrtritt in den Ruhestand ließ er sich in beide Parlamente wählen. Mit ihm ist einer der selbstlosesten, arbeitsamsten und fähigsten Diplomaten Preußens und Deutschlands dahin­gegangen.

Die Austreibung der Mönchsorden

aus Frankreich führt täglich zu neuen erbitterten Zusam menstößen zwischen den mit der Vollziehung der Negie­rungsbefehle betrauten Beamten unb der Bevölkerung. In Laroche für Doron sollten die Gcrichtsbeamten das Ka-

puäinerUofter schließen. Sie fanden vor dem Kloster große Menschenmenge, die drohende Mienen zeigte, es ihnen nach vieler Mühe gelang. durch die Menge Kloster 311 kommen, warfen sich ihnen 300 Frauen gegen. Tie Richter wurden dann von der Menge einem Steinhagel bombardiert und nicht unbedenllich

eine Als

zum ent- mit ver-

letzt. Den ganzen Tag über war der Ort in größter Auf­regung. Nacheinander rückten meljreie B igaoen Geuda - merie, Linientruppen und Kavallerie ein.. Eine grobe Menge Verhaftungen wurden vorgenommen. Schließlich wurden die Kapuziner aus dem Kloster getrieben, sechs von ihnen wurden wegen Beteiligung an den Feindselig­keiten gegen die Gerichtsbeamten verhaftet. — In C a - r a b a (Korsika) wurde das von den meisten Mönchen ver­lassene Dominikanerkloster von etwa hundert Personen vollständig geplündert. Acht Mönche, welche in dem Kloster zurückgeblieben waren, wurden unter dem Schutze von Gendarmen nach Bastia gebracht. — In Nizza dro­hen die dort ansässigen polnischen Aristokraten mit ihrem Wegzug, wenn man die Klosterkapellen schließe. Unter bem Protestschreiben, das sie an die Präfektur gerichtet haben, findet man u. a. die Namen Hohenlohe und Rad­ziwill.

Jb.ilyittts Br^ttnolgung.

□ Der atbanesische Soldat Ibrahim, der Mörder des Konsuls Schtscherbina, wird nicht hingerichtet werden. Man fürchtet offenbar, daß seine Hinrichtung das Signal zu einem blutigen Ausstande der Albanesen sein würde, der sich namentlich gegen die Russen richten würde. Auch in Petersburg scheint man diese Befürchtung zu teilen, und so hat denn Zar Nikolai den Sultan wissen lassen, daß er auf Ibrahims Hinrichtung nicht bestehe. Für die Russen, die in Albanien leben, mag diese Wendung der An­gelegenheit recht angenehm sein, weil sie sie nicht der Gefahr aussetzt, von den Albanesen aus Blutrache massa­kriert zu werden. Cb aber dem Ansehen Rußlands bei den Albanesen damit gedient ist, ist eine andere Frage. — Ibrahims Hinrichtung hätte viellcicht doch nicht sowohl aufreizend als abschreckend gewirkt; die milde Bestrafung des Mörders läßt den Albanesen nur den Kamm schwellen. Wird doch schon wieder die Ermordung eines russischen Konsuls durch Albanesen gemeldet: der Konsul in ?esküb, Maschkow, soll das neueste Cpfer des albanesischen H äsen basses sein. Bestätigt sich die Nachricht, so wird Zar Nikolai wohl andere Saiten aufziehen.

Ein Massenaufstand in China?

"—( Aus den Kreisen der deutschen katholischen Missio­nare in Schantung, die sich schon beim Ausbruch der frü­heren Chinawirren besser unterrichtet zeigten als Vie Diplomaten, kommt die Nachricht, daß in der chinesischen Provinz Kiangnaen eine neue den Hoiern ähnliche Sekte ungeheure Ausbreitung gewinnt. Bereits 80 Prozent der Bevölkerung gehört dieser Sekte an, darunter zahlreiche chi-

nefifcve Soldaten und Offiziere fomic

VCüCf)

Ansicht ber Patres ist ein umfangreicher Massen aufstand zu erwarten. Unter Zauberformeln werden junge, lampst luftige Leute augeworben, die an geheimen Zeichen zu er­kennen sind. Jedenfalls habe man es mit einer sehr ge­fährlichen Revolutionsbaude zu tun, die deu gesamten Südwesten Chiuas bedroht. Die Mandariueu unterneh­men nichts gegen die Betvegung, sondern versuchen eher noch, sie gegen die Freniden zu leiten. Es wäre brin­gen b zu wünschen, daß die Diplomaten diesmal den Wor­ten ber Missionare Glauben schenkten und nicht uneder in unbegreiflicher Sorglosigkeit und Verblendung sich ge­gen deren Mitteilungen verschlössen, das hat sich bei den letzten Boxeraufständen doch bitter genug gerächt. Auch in der M a n d s ch n r e i gärt es bedenklich: anscheinend wol­len die chinesischen Machthaber in Peking sich der seßhasten Russen dadurch erwehren, daß sie einen Ausstand der mand­schurischen Bevölkerung herbeisühren. Es ziehen nämlich gegenwärtig starke chinesische Reiterscharen von Süden gegen den Amur herauf die Legitimationen der chinesischen Regierung bei sich führen unb angeblich zur Vernichtung der schon im Aufstande begriffenen mandschurischen Ehiin- dmfen bestimmt sind. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß diese Reiter größtenteils zu den Boxern in Beziehun­gen stehen. Dieser Banden wird Rußland mit seiner star­ken und grausamen Kosakenbesatznng in der Mandschurei schon Herr werden. Wie aber, wenn Japan, England und Amerika auch noch gegen Rußland wegen d-ll-u Behand- luna der Mand^chnreifraae Vorgehen?

Akurzc politische Nachrichten.

* Der R e i ch s t a g wird voraussichtlich schon am Ton* nerètag schließen, während ber Schluß der preußischen üandtagssession erst $mei Tage später zu erwarten ftept.

* Im Reichstage haben die Konservativen folgende Interpellation eingebracht: „Ist der Reichskanzler bereit, Auskunft zu geben, wann die bestehenden Handelsverträge gekündigt werden?" Wie unser Berliner 6'L.-Mitarbeiter hört, mirb die Regierung diese Interpellation, an die sich noch eine große handelspolitische Debatte anschließen wird, beantworten.

* Bei den Wahlen in Spanien, die allem An­schein nach mit einem Siege der Repilblikaner enden wer- )en, kam es in Barcelona, Bilbao, Mal.rga und Valencia zu Wahltlimulteu, wobei zahlreiche Personen verwundet wurden .In der Provinz Almeria wurde ein Dorfschulze erstochen.

* Im S 0 malilande hat ein neues Gefecht ztvifcheu Den Mullahleuteu und einer britischen Kolonne stattgefun­den. Ter Verlust auf Seiten der E^igländer betrug 13 Tote, darunter 2 Offiziere; außerdem mürben 4 Offiziere verwundet. Die Mullahleute hatten 200 Tote.

Ftof und Gesellschaft.

*** Der Kaiser ist von [einer Wartburgfahrt wieder in Berlin eiugetroffeu.

Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich fahren

fort, die Sehenswürdigkeiten von Florenz zu besichtigen. Tic Bevölkerung begrüßt die deutschen Kaisersöhne üver- oll mit großer Sympathie.

*** Der K önig von Sachsen ist zum Besuch am österreichischen Hofe eingetroffen. Kaiser Franz Jo­sef erwartete seinen Gast auf dem Bahnhof und umarmte und küßte ihn herzlich. In der Burg fand ein Galadiner zu 38 Gedecken statt.

*** Zum H 0 chzeitsfest des Groß Herzogs von Sachsen-Weimar mit der Prinzessin Karoline von Reuß ä. L. treffen am Bückeburger Hofe bereits von allen Seiten die geladenen Fürstlichkeiten ein. Zu den ersten, Die autognen, gehörten Königin Wilhelmina von Holland und ihr Gemahl, Prinz Heinrich der Niederlande. Wei­ter befinden sich schon in Bückeburg die Braut mit ihren vier Schwestern Emma, Marie, Spermine und Ida unb der Bräutigam mit seiner Mutter, ferner Prinz Wilhelin zu Schaumburg-Lippe mit seiner Tochter, Prinzessin Alexan­dra, sowie Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg- Lippe und ber Erbgroßherzog und die Erbaroßherzogin von Baden. Der Kaiser trifft am Mittivoch abends 6 Uhr dort ein und kehrt Donnerstag abend 11 Uhr wieder nach Ber­lin zurück.

Deutscher Reichstag.

297. Siblliiq. Eigener Bericht.

— Krankenkassennovelle. —

Ohne Sang und Klang wurde die Nachtragsforde- rung des Reichsmarineamts zu Grabe getragen; es stimmten nur drei Mann dafür: Graf Oriola, Dr. Sem­ler und Büsing. Ter Gesetzentwurf betr. die Phosphor- zündwaren wird in dritter Lesung angenommen. Eine längere Beratung entspann sich dann über eine innere Frage des Reichstags. Bisher wurden nämlich alle Mo­nita des Reichstags an das Reichsschatzamt gerichtet, das aber zur Beantwortung und Erledigung nicht zustän­dig ist, da jedes Ressort für feine Etats die Verantwor-