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Borèdos roegen linait §oo8. lVti- Mtvochl. Mär» chmidt au- Wctt- bcrfrlfi Aerichtè. tnalt Klarenaach igS 9 Uhr gegen neib, die Ma-e zer Rechtianwall ag 5. März. Vor

Opper III. ant lmt, bie Anllagi net Rechtsanwalt Urz, vormittags Seiß-Ridda wegen itt Staatsanwalt , Nidda.) gefaulten Meck, in pärferem M-è' ln9a(H ist d« soll später mit °n begonnen werten, rweg-i 'st â»' **" inläufa *^T Vopn^/jlrah i Ml- * » fiese d-r W' ffiilpmch Biirgersteig "" bar. Um d«i«" nU der W-ijuns: DaS $ttrtit«6r ^ewpfthl-" »J ie im etgenef 0 AnardEA len bei R1^ rbtm n Mergel °"?' L nd« 1 ^ äditwo inoo»^ ^ bab' , L-d-utooS w r^Ä

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Hui Reffen und üacbbargebieten.

*** Zu Alsfeld ist SanitätSrat Dr. Dornseiff im 65. Lebensjahre Freitag mittig verstorben.

** Dre Alsfelder Volksbank hält Sonntag den 15. März, nachmittags .3 Uhr imGrünen Baum" ihre ordentl. Generalversammlung ab. Die Jahresrechnung liegt vom 1.14. März in dem GeschästSlokale zur Einsicht der Mitglieder offen.

V Butzbach, 27. Febr. Gestern Nachmittag zog ein Gewitter über unsere Stadt, verbunden mit Hagelschlag und Regen.

V Frankfurt a. M., 27. Febr. Auf dem Wege nach dem Ostbahnhofe verlor heute hier der Privatier Emil Harken aus Karlsruhe eine Brieftasche, in der sich Wechsel im Betrage von 12000 Mk. und Papiergeld tm Betrage von 3000 Mk. befand.

V Frankfurt a M, 27. Febr. (Kein Pardon!) Im Jahre 1872 wurde der hier zum Tode verurteilte Mörder K. Pfau er hatte in decGoldenen Luft" einen Handelsmann aus Bergen um v Leben gebracht )U lebenslänglicher Freiheitsstrafe begnadigt Ta sich Pfau jetzt über 30 Jahre hinter Schloß und Riegel gut geführt hat, suchte der hiesige Gefängnisverein seine Freilassung zu erwirken, damit ec seine Tage in der Freiheit beschließen könne. Das Gesuch wurdehöheren OrtS" abgeschlagen. Run muß dec alte Knabe weiter brummen.

" Offenbach a M, 27. Febr. Die Stadtverord­neten beschlossen für die Anleihe von 1891/92 den Zinsfuß von 4 auf SLe Prozent herabzusetzen.

** Mainz, 27 Febr. In der Woche vor dem Karneval in jrbe an einem Tage auf der K^eiSsparkasse und der städtischen Sparkasse nicht weniger als 300 000 Mk. abgehoben.

V Aus dem blauen Ländchen, 27. Febr. In KlopptN- Heim töbtrte auS geringfügiger Ursache der l 9 jährige Wilhelm Dörr den verheiratettn Schuhmachermeister Heinrich Schmidt durch einen Messerstich in den Kopf. Der Mörder wurde verhastit.

%* Aus Franken, 27. Febr In Neubrunn setzte sich in einem Tanzsaal der auf Urlaub befindliche Musketier Kilian Dürrbeck aus ein sffenstehendeS Fenster, schlief ein und fiel rücklings aus einer Höh' von 89 Meter tn anen vorüberstießenden Bach, wo er bewußtlos aufgesunden wurde. Nach einer Stunde erlangte er das Bewußtsein wieder. Er hat sowohl nach feiner eignen wie nach der Ansicht der Aerzte keinen Schaden gelitten.

Reffikber Landtag.

Darmstadt, 26 Februar, nachmittags.

Präsident HaaS eröffnet die Sitzung um 4 Uhr SO Minuten.

Die Spezialberatung des StaatèvoranschlagS wird bei Kapitel 23, Ministerium des Innern, fortgesetzt. Abg. Wolf kommt auf die verschiedenartige Einteilung der Schornstein- fngerbezirke zu sprechen nnd legt nochmals seinen sozial­politischen Standpunkt dar. Ministerialrat Dr. Eisenhuth bespricht die Einrichtung des mehrfach berührten Dispositions- sonds, Ministerialrat Best geht namentlich auf die Feier­obendstunde näher ein. Abg. Schlenger möchte vor einer gänzlichen Uebernahme der Volksschullasten durch den Staat warnen. Abg Erk verlangt namentlich Regelung brr Entschädigungsansprüche von Triebwerksbesitzern beim Verkauf von Quellen und bittet, den früher für Bürger­schulen ! vorg scheuen Betrag in gleicher Höhe zu belassen. Abg. Dr. David wendet sich gegen die sozialpolitischen Ausführungen des Abg. Wolf. Abg. Reh fragt an, ob dte^freihändige Vergebung der Gemeindejagden auf gesetzlicher Grundlage beruhe, waS Ministerialrat B.aun bejaht. Nach weiteren Ausführungen der Abgg Leun und Bähr über dsi Gemeindkjagden spricht Abg Dr. Frenay seine Ge­nugtuung über die sozialpolitischen Ausführungen des Mini­sterialrats Braun aus. Hierauf vertagt sich das Haus auf Freitag vormittag 9 Uhr.

Darmstadt, 27. Februar.

Erster Präsident Haar eröffnet die Sitzung 9 Uhr I 20 Min

Auf dec Tagesordnung steht die Fortsetzung der Generaldebatte über Kapitel 23 des StaatsvoranschlagS, ! Ministerium des Innern. Abg. von B r e n t a n o bringt die Verhältnisse der Offenbacher Polizei zur Sprache. Ministerialrat Best sagt Abhilfe zu. Abg. Orb hält die Verhältnisse für nicht ganz so schlimm, wie sie Abg. v. Brentano geschildert habe.

Abg. Leun kommt auf die Vergebung ; vonGemeindejagden, wie lange dieselben zu ver­pachten seien und wie hoch der Wildschadenersatz even­tuell gehe. Abg. Horn will eine generelle Anweisung für die Iagdversteigerungen, die den Gemeinden große Bewegungsfreiheiten zugesteht.

RUnisterialrat Braun: Wenn man strenge Vor- ; fünften über die Iagdversteigerungen im Sinne des ! Vorredners treffen würde, so würde dies doch zu Miß- lichkcitcn besonders für die Gemeinden selber führen. I Es kann leicht vorkommen, daß der Höchststcigcrec gar nicht in dec Lage ist, die Garantien dafür zu bieten, i daß er den Vertrag einhalten werde. Bezüglich der ! Pachtdauer gehe die allgemeine Tendenz dahin, mög- ! lichft Pachtverträge auf lange Zeit abzuschlicßen, und das liege ja meist auch im Interesse der Gemeinden selber

Abg. ft ö b k t will keinen Wildschadenersatz, aber auch keinen Wildschaden. Abg. Weidner wendet sich gegen die Ausführung, daß der Bauer ein Gegner dec Jagd und der Wildpflcge sei. Es gebe viele Gemeinden in Oberhessen, die den größten Wert auf die Pflege des Wildstandes legen.

Abg. Molthan kommt auf die Auslegung des Begriffs Handwerk zurück und ruft eine nochmalige Darlcgun z des Regicrungsstandpunkct durch Ministerial­rat Braun hervor. Abg. Köhler bringt die Ver­hältnisse des Staatsverlagcs zur Sprache.

Hierauf wird Artikel 23 angenommen, ebenso die Kapitel 2429. Kapitel 30, Kreisgcometec, wi d aus­gesetzt. Die weiteren Kapitel bis 35 werden angenommen. Bc i Kapitel 36, Landesuniversität, beant­wortet Staatsminister Rothe die Anfrage des Abg. Köhler betreffend Besetzung des Lehrstuhles für Nationalökonomie dahin, daß dieRegierung sich gegen jeden Ein­griff in die a ka d e misch e Leh rfcei h eit ve r - wahre. Der Staatsminister führt an, daß die Re­gierung von dem Standpunkt ausgehe, daß für die Auswahl der Dozenten an dec Landesuniversität kein anderer Gesichtspunkt maßgebend sein darf, als der der anerkannten wissenschaftlichen Tüchtigkeit. Die Be­rufung eines Hochschullehrers auf der Grundlage einer zuvor festgelegten Lehcrichtung und unter Rücksicht­nahme auf die in dieser Beziehung geäußerten Wünsche politischer Parteien würde nichts anderes als eine Ver­leugnung des Grundsatzes dec akademischen Freiheit bedeuten.

Die Regierung ist aber gewillt, die akademische L hr- freiheit unter allen Umständen hochzuhalten, da sie es in erster Linie ist, der die deutschen Hochschulen ihre führende Stellung in der wissenschaftlichen Welt zu verdanken haben. In der Besprechung hierüber erklären sich die Abgg. Köhler und v. Brentano für nicht ganz von der Antwort be­friedigt, während die Abgg. Dr. David und Dr. Gut- fleisch ihre Zustimmung aus-prechen.

Abg. Brauer will bei aller Achtung vor der Lehr­freiheit auch der agrarischen Richtung einen Lehrstuhl ein- geräumt wissen. Staatsminister Rothe erklärt, daß diese Forderung eine ganz andere sei, als die in der Anfrage niedergelegte. An der weiteren Debatte beteiligen sich die Abgg. von Brentano, Köhler, Dr. David, Dr. Gutfleisch und Ulrich. Von 21 Abgeordneten wird ein Antrag aus Errichtung eines zweiten nationalökonomischen Lehrstuhls (für agrarische Richtung) eingebracht, zu dem die sozialdemokratischen I Abgeordneten den Zusatzantrag stellen, noch eine dritte

Professur für die sozialistische Richtung zu errichten. Diese Anträge werden geschäftSordnungSmäßig behandelt werden. Kapitel 36 wird bewilligt.

Ltandesamt-Rachrichten der Stadt,Gietzen.

Aufgebote.

Am 19. Febc. Peter Kaspar Stieler, Zimmermann ' in Likderbach mit Josephine Katharine Charlotte Mer. schrob dahier. 24. Mac Gustav August Emil Anger, Bohrmeister in Bettenhausen mit Eva Maria Laufer I dahier.

Geborene.

Am 18 Febr. Dem Wirt Friedrich Bürger eine 1 Tochter, Marie Elisabethe. Dem Bäckermeister August ' Deibel eine Tochter, Martha. 19. Dem Schneider Johann Bohl eine Tochter. 20. Dem ordentlichen Professor Dr. Karl Elbs ein Sohn, Gerhard Walter Ludwig Paul. Dem Finanz-Aspirant Wilhelm Erle I eine Tochter, Karola Elisabeth Marie. 21. Dem Fahr- : kartenauSgcber Ludwig Pabst ein Sohn. 22. Dem I Metzger Nathan Günther ein Sohn, Hermann Dem I Kaufmann Eugen Dürr eine Tochter. 24. Dem Dach' decher Iohannes Lapp ein Sohn. Dem Fuhrunter- 1 nchmcc August Marr ein Sohn. 85. Dem Schneider ' Karl Roth ein Sohn, Georg Christian.

Gestorbene.

Am 20. Febr. Wilh. Reitz, 7 Monte alt, Sohn des Wagenputzers Heinrich Reitz dahier. 21. Lina Weber, 60 Jahre alt, Rentnerin dahier. 22. Christoph Becker, 87 Jahre alt, Hilföweichenstellec i. P. dahier. 23. Wilhelm Kehrcs, 1 Jahr 8 Monate alt, Sohn des Stationsassistentcn Hermann Kehces dahier. ^24. Lapp (noch ohne Vornamen), 5 Stunden alt, Sohn des Dachdeckers Johannes Lapp dahier 25. Wilhelm Lo­renz Kreßmann, 2 Monate alt, Sohn des Bäckers Jo­hann Michael Kreßmann dahier. Gertrude Borchardt, geb Odendahl, 82 Jahre 11 Monate alt, Rentnerin dahier. Else Petrh, 2 Jahre 10 Monate alt, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Petry dahier. 26 Wilhelm Göbel, 8 Monate alt, Sohn des Fuhrkneckts Jakob Göbel dahier. Friedrich May, 66 Jahre alt, Gasmeister i. P dahier.

Marktbericht.

Wieste, 28. Febr Auf dem heutigen Wocdenmarti kosteten Buttei per Pid. 0.901.00 Mk Hlihucreier t 5t. 67 Pfg.. Enteneier St. 00 Pfg., Käse ter St. 58 Pfg.. Kâsematte 2 5t. 56 Pfg., Erbten ver Liter 21 Pfg, Linsen pri L^ter 32 Psg Tauben per Paar Mk. 1 001.20, Hähner ver stück Mk 1 001 7-). Hahnen, per Stück Mk. 0,852.00, Enten per Stück 2.00-2.40, Gäme p Psd. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 6676 Pkq, Rindfleisch per Pfd. 6066 Mg. Schwan», lejfch per Pf) 66 -76 BH Schweine­fleisch gefallen per Pfund 0 80 BU-, Kalbfleisch uri Pfd 6672 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 5272 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6 50 Mk., Zwiebeln per Zl. Mk. 6.00-7.(10, Milch per Liter 18 Pfg.

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