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eilte! K. ^ ' ** Sa»« man das Muffen verbieten? Die Hygieniker
? b^f) ^e^ und Weltverbesserer haben nun wieder einmal das Küssen ^tra^e '^teni aufs Korn genommen und wissen nicht genug von den Ge- kKadsük ^berr fahren zu erzählen, die dieser uralte Brauch mit sich ■iöiihn k ^9 auL bnngen soll. Anla^ hierzu gab der bekannte Gesetzes- fer.- 6 6et staben’ Vorschlag, ben Dr. Ware der Gesetzgebung von Virginien u ' eingereicht hat. Nach demselben soll das Küssen verboten
de- $[ jn und unter Strafe gestellt werden, wenn die Parteien nicht um E^s. 'inen ärztlichen Gesundheitsschein besitzen. Als Grund * ^ Unte U6ni° für dieses wahrhaft drakonische Gesetz wird angeführt, daß tinet y» -er Kuß eines der hervorragendsten Mittel zur Infektion - 8. P^Ells bei nit ansteckenden Krankheiten darstelle. Als Strafen sind StobkrhT' 1 den Keldstrafen bis zu fünf Dollars per Kuß ausgesetzt. Ueber . Vor - ^^llgr- ^ie Unmöglichkeit der Durchführbarkeit eines solchen Ge- Ma k ^og be* ietzes braucht wohl weiter kein Wort verloren zu werden.
,on Nobiliar- D^d hinter jedem Liebespaar ein Polizeimann stehen, /vMän^ . ' nird man sich der Gefahr aussetzen, verhaftet zu werden, okrEdnst^, l nenn mân am Bavnhose seine Verwandten beim Abschiede Heeren Mz küßt? Es ist zu lächerlich, überhaupt darüber zu sprechen.
yoyereuM^ küßt? Es i it u lächerlich, überhaupt Darüber zu sprechen. Heider A ^n- hingegen mol len wir in Kürze auf die eventuellen Ge- ' Bahnhof- jähren des Küssens Hinweisen, alle übertriebenen Ansichten , aber auf das richtige Maß zurückführen. Daß durch einen
n Athen. A Kuß infektiöse Krankheiten übertragen werden können, ist !?Ee Verein tau« zweifellos richtig. Man unterlasse es daher, Kranke zu ®nkberan^m- ^ki den akuten Krankheiterr versteht sich das von Programm ^! ftlbst, nicht aber bei den chronischen, deren Träger eben echeu v ' Des nicht als krank aufgefaßt iverben. Tuberkulöse dürfen nicht 'llcken ^^oend geküßt werden. Die Uebertragung eines Schnupfens und n‘ Den Be- dergleichen durch Küssen ist ebenfalls leicht möglich, aber
Jfrab und fern
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jedenfalls kein wesentliches Malheur. Das Küssen zwischen Der bkimDli Männern, bei den Wilden bekanntlich sehr gebräuchlich amMg. A !^beim frommen und Gehen, beim Rauchen der Friedens- Milben <? • ^™ steife etc., ist bei uns ja ziemlich abgekommen. Hingegen bei ^ Küssen junger Mädchen untereinander sehr ge
Mon- moh! bräuchlich. Hier täte demnach eine kleine Einschränkung Dirchori not. Kinder werden sehr gern von jedermann gefügt. Ein Vorstellung hiibsches Kind gilt förmlich als Gemeingut. Jeder Freund ir Aufführung des Hauses, jeder Bekannte gibt dem Kinde einen Kuß en und bürste * $'c$ ^^^ strenge verhütet werden, aber nicht durch ein töftitâ mit SM 111 !*ffb oder eine Aufschrift : „Nicht küssen!" wie es auch ^ • 1 desang thorr vorgeschlagen wurde, sondern durch die Energie der
altern und ein strenges Verbot an die Mndersrauen und J 9.® Die Roll« Ammen, die Kinder zu küssen oder küssen zu lassen. Im Ramsrye, allgemeinen muß man sagen, daß durch einen Kuß wohl em8-Toui über- Krankheiten übertragen werden können, daß die Gefahren litt Aufführung bii des Küssens aber vielfach übertrieben werden, wie dies Ntyt schon m '^n jetzt geschehen ist.
1 Enfchtn Herrn nationalen Xournél kigene Humor beeinträchtigt wird
infichtlich des Abbie hessische Hand Fusses, daß and ertrag abgeschlosse, ms welche alle In erden. Dat Geses Ertrags vor, mach RWd) Lehrmeister « bei Bürgerliche, n (Bestellung tinti e unangenehme Tw e Beitrag schließen daß der Vater au : zu Darmstadt z, ein Sohn bei thu 't in 2 Exemplare! n an die Innung
△ Ein Unfall Mommsens. Dem Altmeister deutsche) Geschichtsforschung, Professor Mommsen, passierte ein Un fall, der leicht sehr gefährlich hätte werden können. Der greise Gelehrte war mit einem Licht in der Hand auf eine Leiter gestiegen, um ein Buch aus einem Bücherschrani herunter zu holen. Dabei fing das lange weiße Haar Mommsens Feuer. Er hatte es, als seine Angehörigen herbeieilten, bereits mit dem Rocke gelöscht, doch nicht oyuc daß ein Teil des Haares verbrannt und das Gesicht ver letzt war. Mommsen bemerkte zu der erschrockenen Familit nur: mit seiner Schönheit sei es nun vorbei.
::: Hm Tode vereint. Als in Hamburg ein 80 jährige: Münn namens ft oct) von der Holstentor-Leichenhalle aus deerdigl werden sollte, warteten die ^eibtragenbeu ver geblid) aus das Erscheinen der fast gleichaltrigen Witwe, die darauf bestanden hatte, ihrem verstorbenen Manne das letzte Geleit zu geben. Als die Greisin in einer Droschke rasch herbeigeholt werden sollte, fand der .Kutscher sie beim Betreten der Wohnung in ihrem Sonntagsstaat tot in der Stube liegen. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht.
HandwukSkammeri ) zwar kommt de er gesetzlichen Vtl .ubigte Urkunde al! 1 gratis besonder-, trän» «Mich uni .
< ® nft wirk Wunden blutend, mit zersetztem Zaume und Sattelzeug "nt hat nicht u ^^ Reiter in ^cn Kasernenhof gesprengt. Man 6?. weis der ordmlgk ^llen wurde und ihnen zum Opfer gefallen sei.
i, wenn nicht dura ^achforschnngen sind bis jetzt erfolglos geblieben, wt wird. In dtir kerstandeS vor ollkir der Lehrlinge zu ev mutige ftnWQ lit Lthrmist« » irettträyn iW Miet uni) tnotali|i
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-l|3, Bon Wölfen zerrissen. Der Hauptmann des vierter swnvod-Regiments in Großwardein Geza Schwarz wird seit einigen Tagen vermißt. Hauptmann Schwarz hatte einen Ritt in die Umgebung der Stadt unternommen und nach zwei Stunden kam sein Pferd, aus vielen
fürchtet, daß Hmrptmann schwarz von Wölfen ange- satten wurde und ihnen zunr Opfer gefallen sei. All«
)( Der Versuch einer Ueberquerung der Sahara mittels eines unbemannten Ballons, den französische Luftschiffe) unternommen hatten, ist, mie gemeldet wird, mißlungen Der Ballon Leo Der ist nach sechsundzwanzigstündige, Fahrt auf der Grenze her algerischen Provinzen Alge, und Constantine, halbwegs zwischen Bislrea und Laghuat also 000 Kilometer westlich von Gabes, dem Orte bcé Aufstiegs, von Eingeborenen niedergeholt worden. Er kam von Suden her. Der Nordostwind, der ihn von Gabes in südwestlicher Richtung nach der Wüste mi trieb, und auf dessen Beständigkeit man rechnete, hat also nicht lange angehalten.
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= Brandkatastrophc in einem Londoner Irrenhause. In dem im Norden Londons telegenen Irrenhause Col- ney Hatch brach in einem provisorischen Anbau, in dem eine große Anzahl Frauen untergebracht ist, Feuer aus, das bei dem starken Winde, der herrschte, schnell um sich griff. Eine Anzahl Personen — nach Angabe der Zeitung „Star" 19 — sind verbrannt. Mehreren Irren gelang es, bei der furchtbaren Panik, die in allen Räumen des Hauses herrschte, zu entfommen.
Wie weitere Telegramme melden, soll die Zahl bei Opfer weit über 50 betragen.
* Z»r Bologneser Murriaffaire. Einer der Haupt- belastungszcugen in dem Sensationsprozeß Bonmârtini- Mn rri, der Universiiatsprofessor Dr. Dante Cervesato, ist in Bologna gestorben. Professor Cervesaro war mit dem von' seinem Sck)wager, dem Advokaten Dr. Tullio Murri, ermordeten Grafen Francesco Bonnrartini eng befreundet und wurde im Verlauf der gegen den Mörder und feine Schlvester, die Gräfin B-onmartini, geführten Untersuchung wiederholt vom Untersuchungsrichter vernommen. Er soll über die Beziehungen, die zwischen dem Grafen und seinen Verwandten herrschten, wichtige Aussagen gemacht haben, und man sah mit großer Spannung seinem Zeugnis vor Gericht entgegen. — Mit diesem Todesfall hängt die Blättermeldung von einem bevor, stehenden günstigen Umschwung für die Avgârgten pp. lammen.
61* schlecht belohntes -amariterwerk. Ein merk' würdiger Prozeß schwebt gegenwärtig zwischen einem Berliner Kaufmann B. und einem Ingenieur F. F. ist erst seil einigen Jahren verheiratet und auf seine Glutin außerordentlich eifersüchtig. Vor einiger Zeit ging Frau F. nachmittags aus, um einige Besorgungen zu ma* epen. Gegen Abend, als sie aus einem Geschäft tretend, den Heimweg antrat, wurde sie von einem Uebelsein befallen, in dessen Verlauf sie ohlimächtig ward. Der zufällig vorübergehende Kaufmann B. führte die Dame in einen Hausflur, wo sie sich bald wieder erholte. Alsdann begleitete er Frau F. in einer Droschke nach Haus?. Ihr Gatte, der vom Fenster aus seine Frau in Ge'ctt« schaft eines fremden ^erni anlangen sah, stürmte hin- aus und versetzte dem verblüfften Samariter ohne w?i tere* eine Anzahl Ohrfeigen. Es entspann sich nun ein? Schlägerei, die erst von Passanten geschlichtet wurde Obgleich der hitzige F. sich am anderen Tage ein- schuldigte, hat B. doch Strafantrag gestellt.
I Arbcitoloscn-Bata ll^ne in Loudon. Die Mälte und Der herrschende Arbeitsmangel haben im Londoner Straßenleben eine neue Erscheinung gezeitigt. Täglich passieren ganze Bataillone Arbeitsloser die Hauptstraßen von einem Ende Londons zum andern, während dela chierte Posten vorn und an der Seite mit Sammel* buchsen von den Passanten Gaben erbitten. Die Polizei kann diese Sammlungen und Auszüge nicht verhin- dern^und sorgt^ nur durch berittene Abteilungen auf aO leit Seiten, daß es zu keinen Gewalttätigkeit ?n komm?.
* Die Leiche im Koffer. Im Bahnhöfe zu Eharlow mürbe vor einigen Tagen ein großer, mit einem gräflichen Wappen gezierter Koffer aufgegeben. Bald danach be merkte das im Gepäcksraumc beschäftigte Dienstpersonal, daß aus dem floss er Blut heranssickerte. Man öffnete den floss er im Beisein von Polizeiorganen und fand darin die noch nicht ganz erstarrte Leiche einer jungen Dame von auffallender Schönheit. Die junge Dame war durch einen Dolchstich in das Herz ermordet morden und aus der offenen Wunde quoll langsam das Blut. Die Aerzte konstatierten, daß die gräßliche Tat nur einige Stunden vor Der Aufgabe des Koffers auf dem Bahnhöfe verübt morden ein mußte. Nähere Details fehlen noch.
i |„Dcr Prophet"s heißt eine neue Zeitung, die seit einigen Tagen in London erscheint. Sie erklärt sich selbst für ein Blatt, da^ en „nationalen, politischen und internationalen Prophezeiungen des Herrn William Heald" gemibmer ist, Prophezeiungen, die „mit Hilfe der neuen Wissenschaft Ehromoskopie ausqearbcitet sind." Für Fe bruar sagt Herr William Heald voraus, daß „Rußland in den Dardanellen und der Wutanfall eines ausländischen Monarchen die orientalische Frage von neuem auf rollen werden!" Man wir^ ja sehen! Auf den „Wutanfall" werden •'• London schon jetzt Wetten abgeschlossen. Den 22. <> den 23. Februar erklärt Herr Heald als besonders • *. lige Lage für die Gründung von AktiengesellschafC,.. Man sehe sich also vor! Am 27. und 28. Februar soll man an der Börse spekulieren, denn an diesen Tagen muß jederw'nn gewinnen.
'«untc Chronik. In der Franckestraße zu Kielstürzte ein Neubau ein. Vier Bauarbeiter wurden verschüttet, zwei sind bereits von der Samariterabteilung bei städtischen Feuerwehr als Leichen hervorgezogen. Di? Hoffnung, die beiden andern zu retten, ist aufgegeben worden.
Der Bankier Hermann Wulff, Begründer der in Konkurs geratenen Dortmunder Handelsbank, ist in Berlin verhaftet worden.
— Der Sergeant Stiefel, der bekanntlich im Verdacht stand, in Gemeinschaft mit seinem Schwager, dem Unteroffizier Merten, den Rittmeister v. Krosigk erschossen zu haben, ist von der Shamburger Zollbehörde als Zoll- anfseher angestellt morden.
— Die beiden Schooner „John" und „Smaragd" sind mit je fünf Mann Besatzung während eines Sturmes in der Nordsee untergegangen. — Der Bremer Dampfer „Vesta" ist bei der Insel Hwen gestrandet.
— Die Altonaer Polizei verhaftete einen in Homburg wohnhaften Barbier als dringend verdächtig, die in letzter Zeit sich häufenden Messerattentate nach Art Jack des Aufschlihers an Frauen und Mädchen verübt zu haben.
— Wegen unglücklicher Liebe erschossen sich in Magdeburg der Sohn eines dortigen höheren Bahnbeamten und ein junges Mädchen.
— Wegen großer Kautionsschwindeleien wurden in At- tenessen bei Essen die Inhaber einer Bergschul?, Ge- l rüder Hunger verhaftet. In einem der Verhafteten glaubt man einen von der Zwickauer Staatsanwaltschaft gesuchten schweren Einbrecher erwischt zu haben.
— Etwa 2000 Arbeitslose hielten in Prag eine Versammlung ab und zogen nach Schluß derselben unter den Rufen: „Gebet uns Arbeit und Brot!" durch die Straßen. Die Sicherheitswache nahm mehrere Verhaftungen vor.
— Der Srromboli-Vulkan wirft wieder Steine und Asche aus. Die Bewohner der Insel flüchten.
— In Molwino, Gouvernement Kostroma, brannte das Polizeiarrestlokal nieder. Zwei Arrestanten, die weg-en Trunkenheit eingeliefert worden waren, fanden den Tod in den Flammen.
— Infolge ungenügender Ernte herrscht in ben schwedischen Norddistrikten große Hungersnot. 75 Proz. der Einwohner haben keine Lebensmittel mehr, da auch schon alle Haustiere anfgezehrt sind. Die Kindersterblichkeit ist enorm: Die Schulen sind geschlossen.
5 |6tn eigenartiger geitttng^ba^Mt.] Die römische „Tribuna" ist von den Zeitungsverkäufern in Rom boykottiert worden. Die Zeitungshändler und die Herren Jungen, die die Zeitungen auf der Straße ausschreien (feste Zeitungsabonnements sind in Italien bekanntlich eine seltene Erscheinung), verlangten von dem Verlag des Blattes, daß ihnen die,, Tribuna" für drei Eentesimi pro Exemplar ^um Weiterkauf überlassen werden; außerdem wollten sie das Recht haben, alle nicht verkauften Drummern zurückzugeben, und schließlich lehnten sie es sogar ab, in ihrer Gesamtbeit für die ^ahlunasfähigkeil des einzelnen Verkäufers Bürgschaft zu übernehmen. Als der Verlag der „Tribunal sich weigerte, sich solche Bedingungen aufzwingen zu lassen, beschlossen die Zeitungs- Händler, den Verkauf des Blattes auf den Straßen Roms einzustellen. _______ _______ _
Bus Reffen und naebbargebieten.
** Klein-Linden. Kaiser- Geburt-tag-seier. Wie alljährlich , feierte vergangenen SamStag abend der hiesige Kriegervecein den Geburtstag unseres erhabenen Reichsfürsten unter lebhafter Beteiligung feiner Mitglieder im Saale zur deutschen Eiche. Theatralische Aufführungen, sowie Vor- führen lebender Bilder brachten angenehme Abwechslung in den stimmungsvollen Verlauf de- Festabends.
A. Niederbreidenbach. Der diesige Kriegei verein hielt Sonntag abend io der Wirtschaft Hafermehl seine diesjährige Generalversammlung, verbunden mit der Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelm II. Nach Erledigung des JahreSberichtS färitt man zu den nötigen Wahlen, welche die einstimmige Wiederwahl deS seitherigen GesamtvorstandeS ergaben, nur die Wahl eines Schriftführers war erforderlich, auch wurde ein Preis-Scheibenschießen auf den 14. Juni d. I. anberaumt. Sodann brachte Herr Präsident Weiß ein Hoch auf Kaiser und Großherzog auS, welches begeistert ausgenommen w^rde. Gesang und guter Gerstensaft hielt die Mliglieder in guter Harmonie noch einige fröhliche Stunden zusammen.
" Kleill'Rohrtzeim. „Auf ned) Venezuela" lautete die Parole, als vorige Woche in unserem sonst so ruhigen Oertchen die Schelle der gestrengen Obrigkeit ertönte. Dec Herr Beigeordnete ließ den Kriegszustand unseres großen deutschen Reiches verkünden. An dem Spritzenhaus wurde die kaiserliche Ordre angeklebt und mit betrübten Mienen lasen unsere biederen Bürger den Armeebefehl. Die hier in Dienst stehenden Leute waren schon inarfd)- und kampfbereit und manche Thräne floß. Noch zur rechten Zeit wurde das Verhängnisvolle zur allgemeinen Heiterkeit wieder gut gemacht, denn Die übereilte Bekanntmachung sollte nur im Ernstfälle geschehen und nicht schon jetzt, mie der Herr Beigeordnete glaubte.
e . EbSdörser Grond. Man ist an zuständiger Stelle eifrig bemüht, dahin zu wirken, daß mit dem Bau der Bahnlinie Marburg-Süd—Dreihausen noch im Frühlinge dieses Jahres begonnen werden kann. Die gesamte Bevölkerung des südlichen Teiles unseres Grundes sicht mit größter Spannung dem Tage entgegen, an dem der erste Spatenstich hierzu gethan wird. Es lväre denn aber auch eine baldige Wetterführung dieser Strecke über Roßberg nach Londorf wünschenswert. Es könnten alsdann nicht nur die hier gelegenen ergiebigen Steinbrüche, sondern auch die benachbarten Farbsteinlagec vorteilhaft ausgebeutet werden. Es haben sich bereits mehrere hierfür Interessierte verständigt und eine Versammlung auf den 8. Februar zu Nord eck anberaumt, in der eine Besprechung über die Fortsetzung der Bahnlinie Marburg—Dreihausen nach Roßberg und Londorf statt finden soll.
— Friedberg Im ReichStagSwahlkreife Friedberg- Büdingen kandidiert für die bevorstehende Wahl wieder der bisherige Abgeordnete D r i o l o. Die Sozialdemokraten haben den Sradlv?rvrdnelen Bujold basier ausgestellt, für bin sie bereits heftig agitieren.
* * Frankfurt a M., 27. Jan. Dir kürzlich hier gegründete Verein ehemaliger Chinkämpfer zählt bereits über 60 aktive Mitglieder Der Verein umfaßt den Stadt- und Landkreis Frankfurt a. M sowie eine Anzahl umliegender Städte, wie Offenbach a. M., Hanan, Darmstadt u. a.
* * Frankfurt a. M , 26. Jan. An btm un Ium h er in Gegenwart des Kaisers stattfindmben Gesangèwettstreit deutscher Männergesangvereine werden, wie bereits gemeldet, 34 Vereine mit insgesamt 6200 Sängern teilnehmen. An dem in Kassel abgehaltenen Gefangèwettstreit haben 18 Vereine mit 2680 Sängern teilgenommen. 9 auf dem hiesigen Sängerfeste erscheinende Vereine zählen je über 200 aktive Mitglieder.
* * Frankfurt a. M., 27. Jan. Heute morgen erschoß sich hier aus bisher unbekannt, n Gründen der 37jährige Agent Georg David Reinle.
* * Frankfurt a. M, 27. Jan. Auf den Antrag einer Zweidrittelmehrheit der hiesigen Geschäftsinhaber in der Schuhwarenbranche ordnete der Regierungspräsident an, daß von jetzt ab alle offenen Verkaufsstellen der Schuhwarenbranche dahier um 8 Uhr abends zu schließen sind. Ausnahmen gelten nach § 139 e der Gewerbeordnung
* * Darmstadt, 26. Jan. Das „Evang. Sonntag-blatt" macht in seiner letzten Nummer in einem Artikel, der offenbar von einem Mainzer Geistlichen herrührt, die Mitteilung, daß die Rabbiner im Großherzogtum Hessen denselben Talar wie die protestantischen Geistlichen tragen und fordert die Regierung dringend auf, dagegen einzuschrciten.
* * Bensheim D^r bisherige Vertreter des ReichStagS- wahrkreiscs BknsheiM'Eibach, Geheimrat Haas in Darmstadt, beabsichtiat nicht wieder zu kandidieren.
* * Vom Westerwald, 27. Jan. Die Krupp'schen Jagden kommen jetzt infolge Kündigung durch die Kruppsche Verwaltung zur Neuvecpachtung. Dabei müssen die Gemeinden durchgängig mit viel geringeren Pachtpre sen vorlieb nehmen, als sie ihnen Krupp zahlte. __ ____
neueste Nachrichten.
* * (Pri v attele ff ra m m.) Bei dec heutigen Ziehung der 3. Kl. 8. GroßhecAvgl. Hessischen Landeslotterie wurden nachstehende Haupt-Gewinne gezogen:
Prämie 50 OOO Mk auf Nr. 99 508, welche zuletzt muh mit 300 Mk. gezogen wurde. (Köstnitz u. Dessau) 40 0(10 Mk auf Nr. 44 640 (Ortenberg.)
20 000 Mk. auf Nr. 56 439 (Mainz),
10 000 Mk auf Nr. 34 966 (Offenbach),
5000 Mk auf Nr. 80 365 (Mainz),
3000 Mk auf Nr. 39 560, 69 566, 31 187,
2000 Mk auf Nr. 32 720, 60 277, 62 252, 66 423, 90 013, 79 978, 80 211, 97 449,
lOOO Mk auf Nr. 26 540, 2113, 39 712, 1712, 51246, 88 908.
Druck unD Verlag der Gießener Vertagsdructeret, für die Redaktwn verantwortlich: Albi n Klein, Gießen.