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T8ü dem Wiedererwuchev der „Schläferin tzvn Grambke", EchA Meyer, aus 17jährigem Schlaf, werden aus Bremen ncH folgende interessante Einzelheiten gemeldet: Gesine Meyer ist, seitdem sie bei Feuerlärm und Geläut der Glocken erlnÄe, bei völlig klarem Bewußtsein, als ob sie wie andere Menschen am Abend vorher zu Bett gegangen und nidjtâ ÄWrgewöhnliches passiert wäre. Ihre Erinnerungen brteim da ab, wo sie vor siebzehn Jahre eingeschlafen ist, fnhi ober so frisch, als wäre alles gestern gewesen. Die Auf- g^Mhle wunderte sich zunächst darüber, daß ihr Bruder fa®e Umsonst trage; — er stand 1886 beim Militär. Das MMtnis ist dainals also einfach stehen geblieben. Gesine Meyer hat sein Gefühl davon, daß sie so lange geschlafen. DUe Ereignisse der Zwischenzeit mußte sie sich alle erzählen laösen. Ihre Mutter und verschiedene Verwandte waren ge finden, wovon sie feine Ahnung hatte. Sie ist jetzt 43 Jahre alt wie macht den Eindruck einer gänzlich normalen Person. Wieder überraschende Vorgang zu erklären ist, das läßt sich vbirlaung auch nicht mit einiger Gewißheit sagen. Jedenfalls hing der Schlaf, den auch ärztliche Kunst nicht zu heben ver- nwdjtc, mit den Funktionen des Nervensystems zusammen, lunè-er ungewöhnliche Lärm mag es heftig erschüttert haben. 2Euf bcri Lärm allein wird aber das überraschende Erwachen aM nicht zurückzuführen sein; denn die. Glocken haben schon oft geläutet, und im Hause ist Hochzeit gefeiert worden, ohne d^ß bas auf die Schlafende Eindruck gemacht hätte.
_ = Ein Mord im Polizeigewahrsam. In dem ungarischen
Marosujvar gerieten zwei Polizeihäftlinge miteinander in Streit doch wurde dieser durch die Beamten geschlichtet, uni herbe Gefangenen legten sich zum Schlaf nieder. Balt acker erhob sich der eine, ein gewisser Siegmund Marton, uni erschlug den schlafenden Mitgefangenen Ludwig Nagn mit einem Holzscheit. In Marosujvar lverden den Beamten hastige Vorwürfe gemacht, daß sie die beiden Feinde zusammen in einer Zelle ließen.
* Eine Tragödie vom Brettl wird aus Paris gemeldet. Der Grotesk-Komikerin Paquerette, die in der Singhalle . Hanjinia" engagiert nxir, wurden von ihrem Kollegen Morillc, mit einem Dolchmesser beide Augen aus Eifersucht ^lM^geslochen. Die Paquerette, die auch in Berlin ausgetreten ijft, mar ein Liebling des Publikums. Sie zeigte sich als bre- t^K Milchhändlerin, die auf ihrem Esel Milch zur Stadt brachte. Da der Esel sehr klein, sie selbst aber sehr lang war, f'P daß sie mit ihren Beinen fast die Erde berührte, erregte der Anblick schon Lachen. Sie erodierte durch ihre gro 1 lassen Armbewegungen und ihre übertrieben bäuerischen Monieren. Mit ihren langen, hageren Armen konnte sie sich Letvissc rmaßeit selbst umarmen.
ch Ein schweres Brandunglück wird aus Zaberfeld bei Heilbronn gemeldet. Bei einem Schadenfeuer, das näckt- sWtwilc ausbrach und überraschend schnell um sich griff, HM brr Handelsmann Wolf Jordan und seine zwei acht- emd zehnjährigen Kinder verbrannt.
rößten Teilt ik i Stadt AL tinopel enr'; zerstört. ^ ansereien Wik i vierzig Z^ iranz-GeM sandten
n und dank b ir gerettet •nJ Der ^ kam dieser- nes anhergi' spatung w ig, mar voll! somotive vei eper E T Schienens § er sich
eben.
in KelveB
Cowes.
Gießen, 26. November 1903.
** Der G ro ßherz o g hat den Regierungsbaumeister ®ürl Hechler auS Darmstadt zum KreiSbaumspektor beS 1 ÄreifeB Lauterbach mit Wirkung vom 1. Dezember 1903 «onnt.
V Für den Kreis Alsfeld sollen 9000 Mk. 'kapÜLl ^u 31/a°/o verzinslich ausgenommen werden. Offerten Unb bei (Aroßh KreiSamt Alsfeld einzureichen
\/ Nach einer Bekanntmachung deS Mainrer Domkapi- Nelr findet nächsten Montag Vormittag die Wahl des ' 8iscL o s s im Dom statt.
A Das Verordnungsblatt für die evangelische !Lon8e-kirche des Grokherzogtums Hessen Nr 14 ' âlt ein Ausschreiben deS GroßherzoglichenOberkonsistoriums f in bie evangelischen Pfarrämter, worin dem deutschen tkvaugeliscken Kirchenausschuß, welcher die Ver- 1 \* der Kirchenregierunaen deuts-ber Landeskirchen umfaßt, ^«Geburtstag LutberS (10. November) in Dresden zusam- oim Getreten ist und Hinfart die gemeinsamen Interessen der ' hlfdbcn evangelischen Kirche vertreten wird, das Wort qe- reM wird. ES heisst darin : Wir haben nun endlich in diesem Wschuß den Anfang einer geordneten Vertretung der evan- g«lischen Sache im deutschen Reich. Daß dieser Anfang zu einem onikn. von Gott gesegneten Fortgang führe, dazu bedarf der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß der vertrauensvollen Q'ln«ihme und herzlichen Fürbitte der evangelischen GlaubenS- ■ zoffen. "
, •* Zwischen dem Präsidenten der hessischen landwirt« schstlichen Gen offen sck asten Geh. R-'aierungSrat HaaS-Darm- fhibt und dem Vorsitzenden des Verbandes rb-inhessischer Akin Händler. Beigeordneter Kommerzienrat Haffner-Mainz
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to dieser Tage eine Beratung statt, welche die zwischen Neinhandel u nd Winzerg enossen schaften behenden Diff renzen zum Gegenstand hatte. Herr Geh. MqierungSra^ HaaS teilte mit, daß die Winzergenoffenschaf- . iffn sich bereit erklärten, für die Folge w-der an Privat« ■ !md schaff noch an Schankwirtschaften ihre Produkte zu ver- rl èir, vorauSgrstzt, daß der Weinhandel alsdann seinerseits Itoii B rpfl'chtung übernähme, seinen Bedarf bei den Winzer- Wojserschäften zu decken.
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I * Stadtthegter Gießen. Nach der Theater- ^vmmSvorftellung am Freitag, die Anzengrubers „Kreuzel- ksèiber" mit Herrn Arthur Bauer vom Frankfurter Schau- spelhause alS Gast bringt, kommt am Sonntag Blumenthal- Mfflburg's lustiges „WeißeS Röß'l" zur Aufführung. Am Dmstag gelangt als Abonnement-aufführung Felix Philippis NlknngSvolleS Schauspiel „Wohltäter der Men sch - tti :t" zur einmaligen Aufführung. Die Darstellung 6te Stücke- jüngst in Marburg bedeutete einen großen tauig für unser Ensemble.
J o Der Männergesangverein „Liederkranz" b 51II Akieder-Saulheim hat von seinem Ehrenmitgliede Friedrich Kyikrhäuser in Nordamerika kürzlich 6000 Mk. überwiesen BfLimmen, j tzt hat der Spender den Betrag dieser Tage «m 1000 Mk. erhöht, so daß der Verein nunmehr mit tinem Grundkapital von 10000 Mk. zum Bau einer Sängerollte und eines Vereinshauses schreiten kann. Auch eine mr kknnenswerte Förderung des deutschen Männergesanges.
** Einen Menschenauflauf verursachten gestern rbmd zwei anscheinend hetruvkene Studenten auf dem
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Kirchenplatz zu Gießen; sie rempelten die Leute an, hielten g^oße Reden und dem hinzugekommenen Schutzmann gelang es nur mit Mühe die Personalien der Beiden festzustellen.
*** Unfug. Am Dienstag Abend wurde auf der Baustelle der Gießener Kanal'sation in der Löwengosse ein der Firma Jäger & Rumpf gehöriger gußeiserner Siedekessel mittels Steinwürfe demolirt. Der Täter ist in der Person einer SchlofferlehrlingS ermittelt und angezeigt.
* . Zeckprellerei. Vorgestern Abend erschien ein fremder Mensch in einer Wirtschaft der Bahnhofstraße zu Gießen, zechte und bestellte verschiedene Runden Bier für andere Gäste um sich dann ohne die Zechschuld zu bezahlen, auS dem Staube zu machen. Anzeige wurde erhoben.
* * E i n Baumfrevler kam dieser Tage in Gießen zur Anzeige. Er hatte ein Lindenbäumchen in der Westan- lage mittelst Spaten stark beschädigt.
* * Ein lustige- Schneegestöber hat heute gegen Mittag die Fluren in das schönste Weiß gehüllt. Nur in der Stadt und auf den Straßen hat der Wintergesell sein Dasein so schnell wie er kam auch lassen müssen: ein Schneematsch macht das Passieren recht unangenehm. WaS ist dagegen einzuwenden, die Z-it ist da, in der man auch die rauhe und nasse Jahreszeit durchkosten mn6.
V Es wird uns Folgendes berichtet: Seit Be- ginn der Evangelischen Bewegung in Oesterreich sind bis Anfang dieses Jahres 37 Kirchen, 15 Bet- Häuser und 8 Pfarrhäuser erbaut, etwa 100 Predigtstationen errichtet U"d 12 selbständige Pfarrgemeinden gebildet worden. Auch evangelische Schulgebäude wurden in diesem Jahre errichtet, im ganzen 3. Zu den bisherigen 12 selbständigen Pfarrgemeinden kommen in diesem Jahre weitere 7. Sieben nene Vikariate, sowie 11 Predigtstationen, darunter 6 böhmische und 3 steirische, wurden errichtet. An 22 Orten ward erstmaliger Gottesdienst abgehalten. Die Uebertritte im 1. Halbjahr 1903 haben g egen üb-r dem 2. Halbjahr 1902 eine Steigerung erfahren: sie betrugen 23 34 gegenüber 1885 im letztgenannten Zeitraum, also 449 mehr! — Mit dem äußeren Ausbau geht die innere Festigung der Gemeinde gleichen Schritt. Fast jede Gemeinde, auch die kleinste, hat ihren Gustav Adolf- Zweigverein, Frauenverein, Kirchenchor, Kirchenbau- Verein, Männer- und Jünglingsverein oder Verein evangelischer Glaubensgenossen. Neben den der Volksbildung dienenden Bestrebungen wird das christliche Liebeswerk in keiner der jungen Gemeinden vernachlässigt. Armen, und Krankenpflege finden überall verständnisvolle Förderung. So wirken in Prag gegenwärtig 7 und in Olmütz 2 Schwestern. Von besonderer Bedeutung sind sodann noch die im letzten Sommer ins Leben gerufene „Witwen- und Waisenhilfe deS evangelisch-kirchlichen Hilfsvereins in Kärnten" und der „Evangelische Pfarrverein für Oesterreich". — Soll die Evangelisation im verbündeten Nachbarlande weiter blühen und Gedeihen, so ist es die Pflicht aller evangelischen Kreise in Deutschland, sie auch weiterhin mit den nötigen Geldmitteln zu stützen. 80 Vikare, die zur Zeit tapfer und treu auf österreichischem Boden Reichsgottesarbeit treiben, müssen regelmäßig besoldet werden, von anberen großen Aufgaben ganz zu schweigen. Freundliche Gaben sind zu richten an Herrn Pfarrer Lie. Waitz in Darmstadt, Herrn Kapitänleutnant a. D. Grill in Bensheim, sowie Pfarrer Euler in Gießen.
Eine schwere Beschuldigung. Die sozialdemokratische „Mainzer Volksz-itung" veröffentlicht in ihrer Beilage zu Nr. 258 vom 5. Novemb'r eine Reihe von Auszügen aus den Kriegsbriefen des verstorbenen Generals der Infanterie z. D. HanS von Kretschmann an seine Gattin, die von bt ff?n Tochter, der bekannten Genossin Lilly Braun, G-mäh'in der in Dresden von Bebel so schmählich behandelten Heinrich Braun herausgegeben werden. In diesen Auszügen heißt es an einer Stelle: „Aber am 15. November schreibt er auS Th st: Ob wir morgen hier bleiben, ist noch unbestimmt. SenS, ein Ort von 11 000 Einwohnern, ist schon von Hessen den total auSqpplündert worden. Da wollen wir nicht hingehen. Und Tags darauf doch auS Sens: Diesen Olt haben die hessischen Bundesb' üder in einer unglaublichen Wcise mitgenommen. Ein Zivilist reitet auf der Straße, zwei Offiziere nötigen ihn vom Pferde, der eine nimmt dies, der andere den Sattel. Ein Stabsoffizier will einen Schrank öffnen, der Wirt giebt vor, keinen Schlüssel zu besitzen, und als sein Gast den Schrank erbrechen und er es verhindern will, da schießt der Stabsoifizier den Wirt nieder. Solche Dcnge können ein'm den Krieg wirklich verleiden. Am 12. Dezbr. schreibt er aus Meung: Von den Bayern kannst du dir schwer einen Begriff machen. In Trupps zu Dreien und Sechsen bedccken sie die Landstraße, haben die Truppen verlassen, die Gewehre zum Teil weggeworfen — plündernd j ziehen sie nach Hause. — Die Offiziere sind als solche nicht । wieder zu erkennen. Jetzt wird die ganze Bande nach Orleans genommen, um sie ein wenig zu retablieren." Wir ' greifen düst beiden Proben heraus, so wie sie gegeben sind. E'ne schmählichere Beschuldigung unserer braven, tapferen Diu sion kann man nicht in die Welt schleudern. Wir halt n es für unsere Pflicht solche Beschuldigungen von unseren wackeren Kameraden, die den Zug von Metz über Trry s an die Loire mitgemacht haben, abzuwehren, [ifjr* Ehre reinzuhalten, bis man Tatsachen berichtet, die 'uns anders belehren, aber nicht unerwiesene Skandale. Wir hab^n Offiziere und Mannschaften gesprochen, die damals in Sens lagen, Niemand weiß etwas von Plünderung und Gewalttat, sollte aber einer unserer Kameraden sich erinnern, ; daß ähnliche Gewaltszenen in SenS vergekommen sind, so ■ bittet nun um Mitteilung darüber.
* • Fü r die d opp elte S um m e, als bisher gezahlt wurde, nämlich für 10500Mk. jährlich, wurde die Fuldaer Bahnhofsrestauration an den Hoflieferanten Wilhelm Fritz, Inhaber deS „Case Paris" in Mainz, ab 1. Januar 1904 verpachtet.
* * Viehmarkt Gießen. Auf dem dieSwöchentlichen Markt standen 700 Stück Milch- und Fettvieh, 25 Stück
Gangvieh, 100 Kälber und 400 Schweine zum Verkauf. Der Austrieb war klein, weil zu gleicher Z»it in Butzbach und besonders in Fulda großer Viehmarkt fiattfanh, zu dem die Interessenten deS VoeelSbergeS ficb mehr hingezogen fühlten. Trotzdem und obschon der Markt etwas spät fiel, war der Handel in Milchware nicht schlecht, so daß die Ware gegen den letzten Markt wieder etwas höher bezahlt wurde. Für fette Rinder besonder- in guter Qualität war nack Frankfurt und Wiesbaden genügender Abgang, so daß auck dafür annehmbare Preise erzielt wurden. Das Kalber- aeschäft war flau, wegen des ie^t zum Verkauf kommenden Wilde- deckte der kleine Vorrat deS Marktes den geringen Bedarf. Das wenige Gonovieh wurde für die Provinz schnell verkauft. Der Handel in Schweinen war überaus flau, es fehlte an Käufern und suchten die Händler ihren Vorrat bei recht billigen Preisen loS ru werden. Ein lebhafter Handel kam nicht in Gang, doch wurde der Vorrat bis auf einen kleinen Ueberstand gegen Schluß der Marktes an den Mann gebracht. ES wurd-n gehandelt der Stück Kübe frischmelkend und tragend 1. Qualität Mk 460— 500, 2. Qualität Mk. 370—420, 3. Qualität Mk. 270-340, ältere Schlachtkübe Mk. 175—220. Verkauft wurde per Ctr Scklachtgewickt fette Rind-r 1. Qualität Mk 67—69, 2. Qualität Mk 63—65, Kälber 1. Sorte lüber 50 Psd. Gewicht) Mk 65—70, 2 Sorte (zwischm 40—50 Pld. wiegend) Mk. 59—63, 3. Sorte (leichtere Tiere) Mk. 53 — 57. DaS Fahrvieh in schwerer Ware fehlte am Markt. Mittel-Gnngochsen wurd-n hat Paar iu Mk 725—800, leichtere Tiere zu Mk. 630—700 verlaust. Die Preise für Schw-ine beweoten sich pro Paar: junge Ferkel Mk. 26— 36 kräftigere Tiere Mk. 40—56, Springer Mk. 60—80, schwerere Ware Mk. 90—110. Nächster Markttag (W e i h- nachtSmarkt) am 8 und 9. Dezember b. I., am zweiten Tage findet gleichzeit'g Krämermarkt statt.
[> Windhausen Der hiesige Konsum- und Kreditververein hält am Samstag den 5. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung ab. Als einziger Punkt der Tagesordnung wird verhandelt: Beratung und Beschlußfassung über Verwilligung eines Teile- des diesjährigen Reingewinnes ru Gunsten des Bahnprojektes Alsfeld—Ulrichstein—Schotten.
** Vom Vogelsberg. In Christbäumchen geht zur Zeit ein äußerst flotte« Geschäft. Händler auS Frankfurt a. M. kaufen die Bäumchen in großen Massen auf und zahlen 20—25 Psg. pro Stück.
** Mainz, 25. Nov. 57 Z-ugen waren gestern und vorgestern vor die hiesige Strostammer geladen, um den Gebrüdern Richard und Jakob Pennrich in Bingen nachzuweisen, daß sie Betrüger seien. Ihr früherer Buchhalter Gustav Reißer, der j.tzt in Frankfurt ein Konkurrenzgelckäft hat, hatte sie denunziert, in den Jahren 1899 und 1900 in einer Reihe von Fällen Landwirte und Konsumaenossen- schaflen durch Verkauf von Dünger (Thomasschlacke), der einen niedrigeren Prozentsatz von PhoSphorgehalt hatte, als zug-sichert wurde, betrogen zu haben. Die Verhandlung endete mit der Freisprechung der Angeklagten.
Marktberichte.
(Sle^ew 26 Novbr Aus dem beutiaen Wockenmartt kosteten Butter per TO, 1.2'3—0.00 Mk, Hühnereier 2 Stück 16—20 Pfg., Enteneier St. 8 Psg . Käie per St. 6—8 Pfg.. Käsematte 2 Sr. 5—6 Pfg., Erbten ver Vher 21 Pfg., Linsen Der Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.70— 0.90, Hühner per Stück Mk 1.30—180, Hahnen, per Stück Mk. 0.70 -1.50, Enten per Stück 1.70—2.20. Gänse p. Pfh. 50-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 ^fg., Rindfleisch per TO. 62—66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66—76 Pia. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 TO., Kalbfleisch per Pfd. 70—76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56—74 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—5.50 Mk., Zwiebeln per 3t Mk 4.50—5.00, Aepfel per Gentner 16—20 Mk. Milck per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen fettgeboten werden.
A Wetzlar, 25. Nov. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfd. Butter 1,30 Mk., Eier 2 Stück 19 und 1 Stück 10 Pfg.
Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein: für daS Lokale, den „Gericht-;" und „Oeffentlichen Sprechsia'": ,V. Oppermann
w. Wer keine Zeit hat, krank zu sein, achte auf seinen Magen. Auf den der heutigen Ausgabe beigefügten Prospekt fei darum besonders hingewresen.
Solider, zuverlässiger und nüchterner
Sicvttttf^e«
-er sofort gesucht. Unverheiratete bevorzugt. Wo- sagt die Expedition ds. Blattes.