Dir. 20, Zweites Blatt.Samstag, den 24. Januar 1903.
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Av.^«eme«t"pre1S: in Gießen, abgeboltmonaMch bU^tß-, inö HauS gebracht 60 Wa-, durch d'e Post bezogen viertel- jährlich Mk. 1.50.
KtratlSbeilrrgen Qbebesfische ^amilievreituvg ttägtich) Oberhessisch^ Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst v«d Vartenbaa, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). DaS Blov erscheint an -sie« Werktagen nachmittags.
Gießener
^«w^tio»SnreiS: Die einspaltige Petit,eile für Gießen wie »anz Obertnsien, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf^z. wnst Id Pfg.: Reklame« die Petitzeile 30 resp 40 Psg
Postzeitungsliste No 3269.
Nedakston und Expedition: Gießen. »Neuenweg 28.
Fervs^, rechanschluß Nr. 363.
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(chietzener Gageötatt)
Unabhängige 'Tageszeitung
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für Oberßeffeu und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gitten nd UM Mg.
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Enthält?alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und a derer Behörden von Oberhessen.
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Die poesie der Landstrasse.
CB. Der Abgeordnete Lenzmann hat in einer Sitzung der Petitionskommission jüngst die Aeußerung getan, wenn er nicht Rechtsanwalt wäre, möchte er Zigeuner sein, und er teilt diese Anschauung mit dem Mitgliede eines regierenden Fürstenhauses, das durch seine absonderlichen Neigungen seinerzeit viel Aufsehen erregte. Es ist der unter dem Namen Johann Orth verschollene romantisch veranlagte Erzherzog von Oesterreich. Seinen unbezähmbaren Wandertrieb befriedigte er zunächst, indem er sich mehrere Transportwagen nach Art der Zigeunerwagen bauen ließ und mit diesem fahrenden Hotel durch die Welt zog. Tas ist ganz poetisch, ganz ohne Zweifel, denn wo irgendwo in der Welt „die Sonne durch das £aub durchlugt, der Vogel in den ZweigM singt, wo mattengrün die Au sich dehnt und frisch der Quell dem Fels entspringt", da kann solch ein fahrender gigenner sein Zelt aufschlagen und so lange rasten, wie es ihm gefällt. Die Frage ist nur, ob ein Mann, der alle Bequemlichkeiten des modernen Lebens, sein gutes Bett, sein Sopha, seine Bücher und, wenn er will, seine Violine und sein Klavier, seine Küche und seine Delikatessen mit sich führt, wirklich ein Zigeuner ist. Wir glauben es nicht und doch mag Lenzmann, als er die glühende Sehnsucht nach der Poesie des Zigeunerlebens äußerte, gewiß nicht daran gedacht haben, daß Zigeuner sein so viel heißt, wie auf alle Bequemlichkeiten des Lebens zu verzichten. Es malt sich in einem Hirne der Gedanke so schön, daß man frei von allen einschränkenden Rücksichten des Kulturlebens durch die Welt ziehen kann und keine andere Sitte und kein anderes Gesetz kennt, als diejenigen, die man sich selbst gibt. Und doch ist das alles nur Traumwerk und die Spiegelung einer der Wirklichkeit widersprechenden Phantasie, jener Phantasie, die auch ben vom Gesetz ver- sehmten Räuber mit einem romantischen Glorienschein umgibt und zum König der Wälder macht. Es gibt im modernen Wirtschaftsleben keine Möglichkeit mehr, ohne Berührung mit der Kulturwelt seine Existenz zu fristen. Selbst wer das nach Lenzmann poetische Handwerk des Bettelns betreibt, muß bie Brosamen von dem Tische der arbeitenden und Güter erzeugenden Mitwelt auf- (efen und wehe ihm, wenn das Auge des Gesetzes, dem sich diese abgerissenen Gestalten nicht in einem rosigen Schein verklären, den Bettler erblickt. Unser Wirtschaftsleben kann die abseits von Gesetz und Sitte lebenden Existenzen, die mit den Bequemlichkeiten auch auf die sittlichen Anschauungen der Kulturwelt verzichten, nicht mehr gebrauchen. Selbst der Handwerksbursche ist seines poetischen Glanzes cuikleidet worden, — nicht, wie man immer sagt, durch die Eisenbahnen, sondern durch die Neuorganisa ion unseres Wr.tscla Lsleben^. da? pa rar chalische Verhältnis von ehedem, wo der fahrende Ges? I bei den Zunftmeistern sein „®o;t grüß' die Kunst ' sprab und entweder Arbeit oder einen Reisepfennig erhielt, sind vorbei. Die intensive Form der Gütercrzeuguug bedingt rasche Vermehrung und Verminderung der Arbeitskräfte; die Arbeitsvermittetungsstellen verteilen und konz- ntrieren die Gesellen und Gehilfen, und was sich da auf der Land strafte findet, das sind wirklich keine poetischen Erscheinungen, daS sind lichtscheue Persönlichkeiten, die zum iveit aus größten Teile betteln, weil sie nicht arbeiten wollen, und Denen das Betteln keine Schaniröte mehr in die Wan gen treibt, weil sie längst keine Ehre mehr haben. Das geordnete Wesen unseres modernen StaatslebenS macht es notwendig, daß sich das Leben eines je"e i in der vollen Öffentlichkeit abspielt. Es giebt keine Poesie her Landstraße mehr.
Vermischtes.
|: sEin Muster von Zerstreutheit.) Von dem Professor Harleß in Sonn, dessen Zerstreutheit unter den S u cm eit sprichwörtlich war, weiß die „K. Vztg." folgende Aueidole zu berichten: Eines Tages fuhr er in einer Kutsche von Bonn nach Köln. Die Eisenbahn existierte damals noch nicht. Um sich die Zeit zu vertreiben, nahm er Korrekturbogen eines von ihm‘ im Truck befindlichen Werkes vor und korrigierte während der Fahrt nach Herzenslust. Alsbald vergaß er natürlich, daß er im Wagen saß; er meinte, an seinem Schreibtisch zu sein, und so legte er auch gewissenhaft jeden burdjgesehenen Bo- aen zur Seite, um einen neuen vorzunehmen. Als er in Köln ankam, wunderte er sich sehr, daß er nur noch einen Bogen hatte, den letzten nämlich. Die anderen waren verschwunden. Er hatte sie nämlich einen nach dem anderen nach dem Korrigieren durchs Wagenfenster auf die Straße geworfen, während er die Anschauung hatte, sie neben seinen Schreibtisch zu legen.
/ fBlinder Enthusiasmus.) Eine charakteristische Szene spielte sich — so erzählt der „Petersburger Herold" -- dieser Tage in Moskau ab. Ein junger Mann, der einige Aehnlichkeit mit Maxim Gorki, dem bekannten russischen Novellisten und Dramatiker (dessen Drama „Das Nachtasyl" in Berlin zur Aufführung gelangt), hat, aina mit
einer Dame am Arni spazieren. Plötzlich lies aus der Schar der anderen Spaziergänger ein junges Mädchen zu ihm hin und jagte: „Großer Maxim Gorki, nimm von mir diesen Kuß für dein herrliches Drama „Das Nachtasyl"!" Mit diesen Worten umschlang sie den vermeintlichen Gorki und gab ihm vor versammeltem Volke einen schallenden Kuß. Die am Arme des Herrn gehende Dame, die hierin offenbar eine Verletzung ihrer Rechte erblickte, ergriff sofort ihren Sonnenschirm und hieb mit demselben auf die kußlustige Dame ein. Diese reagierte auf den Angriff in derselben Weise, so daß ein regelrechter Kampf mit Sonnenschirmen entstand, wobei auch der falscye Maxim Gorki einige Hiebe abbekam, als er den Versuch machte, die kämpfenden Damen zu beruhigen.
() s Rindfleisch vom Pferd.) Es ist erreicht! Was kein noch so vorzügliches Pferdesleisch-Probeeessen ^u stande bringen dürfte, nämlich das Roßsleisch auch einem verwöhnten Gaumen mundgerecht zu machen, das hat ein Pariser Winkel-Restaurateur spielend fertig gebracht. Ani Schaufenster eines kleinen Restaurants im B?ll?ville-Vi?r tcl prangt nämlich, wie der „Figaro" schreibt, seit einigen Tagen ein Plakat mit folgender Inschrift: „Bürgerliche Küche im Haus! Täglich: Bouillon und Rind- fleisch vom Pferd!" Mehr sann man nicht verlangen' Wenn das Schlachrroß erst Rindfleisch hergibt, ist ja die ganze Pferdelonsumfrage gelöst.
) sTer «Kampf ums Dasein im Bärenzwinger.) Ein glückliches Familienereignis wird im Berner Bärenzwin ger erwartet: zwei Bärenfrauen sollen demnächst Mütter werden Aber da im Leben das Glück des einen oft das Unglück des andern ist, wurden im Hinblick auf den Fa milienzuwachs zwei alte Bären zum Tode verurteilt. Ohne erst die Verwirklichung der Hoffnung der Berner abzu warten, ließ der Bundesrat, um für die kommenden jungen Bärlein mehr Raum zu schaffen, die beiden ältesten Bewohner des Zwingers erbarmungslos erschießen. Warum diese Barbarei? Genügt den Büren des Berner Zwingers die ihnen unlängst zugefallene Erbschaft nicht zum Unterhalt einer ^ablre^hcii Familie? Können die Berner Bären - bamen trotz dieses Glücksfalls, den sie doch garnicht vor hersehen konnten, ihre Kinder nur unter Preisgebung der Väter erziehen? Um Antwort wird gebeten!
* [Sie Prophezeiung des Milliardärs.) Der gegen- wäriig in Washington weilende Stahl-Großindustrrellc Andrew Carnegie erzählte dieser Tage eine recht inter- effame Geschichte aus seinem Leben. Vor vielen Jahren bor er einmal in Pennsylvanien einem jungen Burschen 25 Cents, falls derselbe ihm über einen hohen Berg helfe. Der Bursche wollte aber 60 Cents haben und war trotz allen Handelns des Stahlmillionärs nicht zu einem Preis-Nachlaß zu bewegen. „Ich sagte dem Burschen eine große Zukunft voraus," schloß Herr Carnegie seine Erzählung, „und ich habe mich nicht getäuscht. Der junge Bursche war — Charles M. Schwab (der sogen. ,/Stahlkönig"). In Washington wohnte Carnegie der Ein- 11 eihung der von ihm gestifteten Bibliothekgebäudes (er hat dafür 350 000 'Dollars hergegeben) bei. Bei der Einweihung hielt Präsident Roosevelt eine kurze Rede, die mit einem Ausdruck des Lobes der edlen Freige- f igkeit des Herrn Carnegie schloß. Auch Herr Carnegie sprach und sagte u. a.: „Volksbibliotheken seien geeignet, die Gleichheit aller Bürger zu fördern und di? Würde des Menschen zu stärken und zu verbreiten."
□ Aufruhr im Odessaer Gefängnis. Unter den 600 im Odessaer Gefangenenhause Eingekerkerten brach ein offenbar von langer Hand vorbereiteter Aufruhr aus. Die Aufrührer zertrümmerten die Zellentüren, zerschlugen die Fenster, zerbrachen die Möbel und befreiten die übrigen, in den Zellen eingeschossenen Gefangenen. Sodann verbarrikadierten sie die Korridore durch Bettsäcke und zerbrochene Möbel. Da die Versuche, die Unruhen aus gütlichem Wege zu beenden, sich als fruchtlos erwiesen, machte die Gefängniswache von der Waffe Gebrauch, wobei einer der Aufrührer getötet und ein zweiter verwundet wurde. Der Aufruhr griff auch in das in einem gesonderten Gebäude belegene Frauengefängnis über, wobei das im Hauptgebäude befindliche Militär einschreiten mußte, welches mehrere Salven abgab. Hierbei wurde eine der Gefangenen getötet. Jetzt ist der Aufruhr beendet.
>£ sEitt freigebiger König.) Anekdoten über Lud- wig XVIIL von Frankreich veröffentlich Baron Andree de Mericourt in der Pariser „Revue". Es sind unbekannte Erinnerungen, die zum größten Teile von der Familie Hüe beigesteuert wurden. Baron Francois Hüe, Kammrrherr des Königs Ludwig XVL im Jahre 1787, dann erster Kammerherr des Dauphins, war erster Kammerherr Ludwigs XVIIL und erfreute sich immer seines vollen Vertrauens. Bis zu seinem im Jahre 1819 erfolgten Tode blieb Hüe Schatzmeister der Privatschatulle des Königs und nrachte in dieser Eigenschaft bedeutende Ersparnisse. Als der König nach der „Episode Napoleon" nach Frankreich zurückt'ehrte, patte Hüe für ihn 6 Millionen gespart. Der König wa- aber garnicht froh, als ihm Hüe die immerhin überraschende Mitteilung von diesen Ersparnissen
machte. „Wie!" rief er. „So reich bin ich . .! Sie setzen mich in Erstaunen, Herr Hüe. Geben Sie das Geld Lerru von ... Er braucht es nötiger als ich." Es handelte sich um einen Edelmann, der der königlichen Fa milie sehr zugetan war und den die erste Revolution vollständig ruiniert hatte. In der Famile Hüe erzählt man sich noch eine ähnliche Anekdote. Am Ende eines Jahres überreichte Bacon Hüe dem Könige wieder eine ersparte Summe von ii ehr als WOOK) Francs. Der immer freigebige König war so gerührt von der Sparsamkeit und dem Ordnungssinn seines Schatzmeisters, daß er ihn bat. die ersparte Summe für sich zu behalten. Bald darauf setzte er sich au den Spieltisch, wo er sehr gern verweilte. Das Glück war ihm nicht günstig an diesem Tage, und am Abend hatte der König eine große Summe verloren. „Hüe," sagte er da, « wollen Sie die Güte haben, mir die Summe, die ich Ihnen wider Ihren Willen gegeben ha^e, für einen Augenblick zu leihen! Ich gebe sie Ihnen später wieder." Das „später" kam aber nie!
|: Spat entdeckter Mord. Am 28. September 1897 verschwand der Sohn des Landwirts Risch in Angstedt bei Gräfinau. Alle Nachforschungen nach seinem Verbleib blieben damals erfolglos und eine eingelötete Untersuchung gegen verschiedene Leute mußte aus Mangel an Beweisen niedergeschlagen werden. Jetzt erst ist es an den Tag gekommen, daß Risch von einem Nebenbuhler erschlagen und in einem Ziegeleiofen verbrannt worden ist. An den, Morde sollen nach der Aussage einer Frau aus Peunewitz vier Persoueu Don dort beteiligt gewesen sein. Die Unter suchung ist von neuem ausgenommen worden.
)—( Ein Dynamitatteutat wird aus Braunschweig ge meldet. Vor der Wohnung des Direktors Starke vom Kaliwerk Beieurode wurde abends gegen 8 Uhr eine Dy na mitpatrone zur Explosion gebracht. Die Explosion er folgte unter dem Vorbau des Hauses vor einem Fenstor der im Souterrain liegenden Küche. Die Küchensenster wurden zertrümmert und eine große Verheerung in der Küche angerichtet. Eine Spur der Täterschaft fehlt noch; man vermutet einen Racheakt.
^ Großer Schncidcrstrcik in Wien. Ungefähr 2900 Wiener Schneidergehilfen haben bi? Arbeit niei ergelegt. Vor einem Konfektionsgeschäft, in welchem g arbeitet mir?, kam es zu lärmenben Kundgebungen; die Teilnehmer wurden von der Polizei auseinandergetrieben. Vier Mi g Ueber des Ausstandsausfchusses, die in einer Wertstätte tu dort Arbeitenden zur Nicderleguug her Arbeit aufforderten, wurden verhaftet und werden wegen Hausfriedensbruches vor Gericht gestellt werden.
$ sEin Laud der Schwindsüchtigeu.) Ein Arzt in San Salvador, Dr. Raphoel V. Castro, veröffentlicht einen Bericht, aus welchem ersichtlich ist, daß die klein? Republik San Salvador daS Land der Schwiudsüchiigen ist. Die Hauptstadt des Landes zählt, im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl, unter allen Städten der Welt die meisten Sterbefälle infolge tuberkulöser Kraukheiken. Von 1890 bis 1901 waren unter 1000 Sterbefällen durchschnittlich 137, die die Folge tuberkulöser Erkrankungen bildeten. In demselben Zeitraume waren in Rio de Janeiro und Lima von 1000 Sterbefällen nur 38, in Newyork nur 25, in Montevideo nur 16, in Buenos Aires und in Mexiko nur 14 die Folge tuberkulöser Krankheiten.
△ sFraucnwagen auf den Straßenbahnen) ist die jüngste Forderung der Frauenrechtlerinnen Amerikas. In Newyork tagte jüngst eine Frauenversammlung, die Straßenbahnwagen „nur" für Frauen beanspruchte, damit die fahreuden Damen nicht mehr von den Männern belästigt werden, die nach Bier und Tabak riechen und nicht aufstehen, wenn eine Dame einen Platz sucht. Die Wageu sollen schon von weitem kenntlich sein, damit der wartende Mann an der Straßenecke sich auch recht ärgern kann, weil er nicht mitgenommen werden wird.
Zrurzcs Allerlei. Die berühmte Adelina Patti m rß trotz ihrer sechzig Jahre noch immer eine „metall"reidje Stimme besitzen. Ihr sind jetztfür eine sechsmonatige Tournee in den Vereinigten Staaten, während deren sie 60 Konzerte zu geben hat, kontraktlich nicht weniger als 11/2 Millionen Francs zugesichert worden.
— In München hat sich kürzlich ein neu zugezogenes Dienstmädchen einen Separatbriefkasten, der in die Tür eingelassen ist, für ihre Priv-atkorrespondenz machen lassen. Verlangt es nun der Hauswirt, so muß die Dienstherrschaft bie Tür durch eine neue ersetzen lassen.
— Wieviel Selbstmörder gibt es jedes Jahr in Italien? Ties ist der Titel einer Broschüre des deputierten Colajanni, von ihm in der „Rivista Povulare" veröffentlicht. Die Anzahl der Selbstmörder beläuft sich als Mittelzahl jährlich auf 1500, also fünf auf Tausend.
— Mehr Studentinnen als Studenten ^ählt zur Stunde die medizinische Fakultät der Universität Bern. Unter 451 immatrikulierten Studierenden befinden sich 252 weibliche und 199 männliche. Die Universität hat im ganzen 1179 Studierende, von den nur 637 einheimische sind, 542 sind Ausländer. Die Gesamtzahl der Studentinnen beträgt 338, von denen 291 Russinnen sind.