' lesungen so lange nicht au besuchen, als die seit Kurzem ent« zogcnen akadem sch.n Freiheiten nicht zurückgegeben sind. Gest rn waren von den 300 Studierenden nur 20 in den Borltsungen zu finden.
** Hannu, 23. Jan. Die hiesige Gummifabrik Dunlop u. Co. steht f it 5 Uhr in Flammen. Das Fabrikgebäude , ist rettungslos verloren.
** Darmstadt, 22. Jan. Gestern abend konstituierte sich ein freisinniger Vere n. Dem Vorstand gehören an die Herren Justiz at Gallus, LandtagSabgeordnelec Säng, die R chtèanwä te Dr. Reis, Lindt, Justizrat Langenbach, Pros. H rnef, die Herren Vogt, Miser u. A.
Diez u d L., 23. Jan. Der au -Epilepsie leidende, 22jährige Steinbrecher Friedrich Lotz aus Cramberg erlitt aus dem Heimwege von ber Arbeit einen Anfall, blieb liegen und erfror.
ck. Marburg, 23. Jan. (Der Bock als Gärtner.) Der Lt-aßen- und Baumwärtec Schnabel aus Roth wurde vom hiesigen Schöffengericht zu 6 Monaten Gefängniß verurteilt , weil er 86 seiner Pflege anheimgegebene junge Straßenobstbäume so beschädigt hat, daß sie eingehen mußten. Er wollte damit feine Vorgesetzten ärgern.
b. Marburg, 23. Jan. E n „fetter" Konkurs wurde dieser Tage hier beendet. Es kamen 11/s Prozent zur Ausschüttung. Auf lOO Mark gab es also 1 Mark 33l/s Pfg. Mehrere Gläubiger bekamen einen ganzen Pfennig. Unter ihnen befindet sich auch d-.e Stadt.
__ ** Aus Frauke», 23. Jan. In Röttingen starben in wenigen Tagen 10 Kinder an den Mas rn._______________ StanveSamt-Rachrichten der Stadr Gießen
Aufgebote.
Am 17. Januar: Louis Peter, Bahnmeister dahier mit Emma Josephina Brehler in Salzschlirf. Am 19.: I Heinrich Hammer, Geschäftsführer dahier mit Julie I Anna Eichler in Plauen Am 21.: Konrad Margolf, Bahnarbeiter dahier mit Elisabeth Klein hiecselbst. Am 22.: Christian Maurer, Lokomotiv-Hilfsheizer dahier ' mit Lina Emilie Hofmann in Dillenburg.
Eheschließungen.
Am 17. Jan.: August Jöckel, Spediteur in Grünberg mit Marie Karoline Sohn, geb. Ranfts dahier.
Geborene.
1 Am 15. Jan.: Dem Kutscher Karl Heinz ein Sohn, Rudolf Karl; dem Bäckermeister Ludwig Reuß ein Sohn, Karl. Am 16.: Dem stabt. Straßenkehrer Ludwig Rosenbaum ein Sohn, Johannes Jakob. Ant 18.: Dem Schlosser Christian Emil Büttner ein Sohn, Karl Mar Jakob Philipp. Am 19.: Dem Hilfsbcemser Wil- helin Schäfer 4. ein Sohn; dem Schneider Ludwig
1 Becker 6 ein Sohn; dem Postboten Heinrich Löchel ' eine Tochter, Marie Katharine.
^estordenc.
Am 18. Jan.: Elisabethe Margarethe Römer, geb. Hartmann, 74 Jahre alt, ohne Beruf dahier; Dorothea Köhne, geb. Kirgeleis, 72 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Arn 19.: Margarethe Allgeier, geb. Bepling, 35 Jahre alt, Ehefrau des Schneiders Karl Allgeier dahier. Am 20.: Theodor Hermann Löber, 1 Jahr 7 Monate alt, Sohn des Taglöhners Johann Theodor Löber dahier. Am 21.: Georg Roll, 62 Jahre alt, Friedhofsgärtner dabier; Philipp Größer, 84 Jahre alt, Rentner dahier.
Briefkasten der Redaktion.
W. hier. Ihre Anfrage dankend erhalten. Wir sind zufällig in der Lage, Ihre Anfrage Zu beantworten. ’ Die regelmäßigen „DarmstädterBrief e" im „G. A." ' stammen von einem sogen. „Redaktions-Bureau", daher die Chiffre R. B. Dieses Redaktionsbureau leitet derselbe Herr H., der eine Zeit lang während der Beurlaubung des Chefredakteurs des „G. A." als politischer Redakteur für den „G. A" verantwortlich Zeichnete. Herr H. war einige Jahre politischer Redakteur des freikonservativen „Greizer Tageblatts" (Reuß ä. L.), dessen Besitzer der frühere konservative Reichs- tagsabgeordnete Otto Henning in Greiz war. Als
Giessener Cagesneuigkeiten.
* * Ernannt wurde der Gefangen^usseher an dem Provinzial-Arresthaus in Mainz Philipp Lang zum AmtS- gerichtsdiener bei dem Amtsgericht Nieder-Olm
* * Zum strittigen Datum des Geburtstags Justus v. LiedigS geht dem „Darmst. Tägl Anz." von befreundeter Seite folgende Mitteilung au : Das Kirchenbuch der Stadtgemeinde Darmstadt enthält wörtlich folgende E ntragung : „Joh Justus Liebig ist geboren den 12. Mai 1803, als Sohn des Bürgers und Handelsmanns Georg Liebich und dessen Ehefrau Marie Caroline, geborne Möserin, und am 14. Mai getauft. Sein Pathe war der Bürger und Wagnermeister Joh. Justus Benlur."
* * Kliniks-Umbauteu Wie wir ganz bestimmt erfahren, werdens die Bauten für die Gcoßh. Chirurgische und Augenklinik nebst den Nebeubauten an der ursprünglich dafür vorgesehenen Stelle zwischen Klinik- und Wilhelmstrahe erbaut. Seit 8 Tagen hat man auf dem brtctffenden Gelände die hierzu nötigen Vermessungen vorgenommen. Man hört, daß die Baupläne bereits soweit firtig stien, daß alsbald das Auèschreiben der Arbeiten erwarte! werden darf. Den Winter über ist 'N dem Bau-Bureau für di.se Kliwks-Neu- bauten intensiv geschafft wrrdtn, woraus wohl geschlossen werden kann, daß mit d?m Bau der Gebäude nicht nur bald begonnen werden, sondern daß, ist erst einmal ein Anfang gemacht, deren Fertigstellung schnell betrieben werden soll.
* * Vorgestern kam in der Alicstraße ein älterer Herr- auf dem glatten^ Trottoir zu Fall und zog sich dabei eine scheinbar^nicht unerhebliche Verletzung am Oberschenkel zu, sodaß er von herbeieilenden Leuten in die nahegelegene Wohnung gebracht werden mußte. Den Hausbesitzern sei daher anempfohsin, möglichst frühzeitig mit Asche streuen und dergleichen Schutzmitteln zu b ginnen
K. Studententräume. In voriger Woche träumte es einem Jünger der hiesigen Akademie, der im frohen Kreise seiner Kollegen am Abend jedenfalls etwas zu viel dem edlen Gersten- und Rebensäfte zug, sprochen hatte, plötzlich, es brenne bei ihm in seiner in der Ludwigstraße gelegenen Wohnung. Im Traume begab er sich sofort ans Rettungswerk und begann sämtliche in seinem Zimmer befindliche Möbelstücke, soweit sie zum Fenster hinausgingen, auf bte Straße zu werfen, zum^Schlusse die brennende Lampe. Durch 2 Schutzleute schließlich wach gemacht, ergriff er die Flucht und.Hatte die Absicht, als ihm seine That b wußt wurde, in die Wiese ck zu springen, vermutlich um sich sein junges Leben zu nehmen.^ Da bhselbe jedoch bei der Kälte zugefroren war, gelang ihm sein Vorhaben nicht und unter Begleitung der ihn verfolgenden Schutzleute wu^de er wieder in sein warmes Bettchen verbracht.
Unfall. Zwei mit Baumstämmen beladene Fuhrwerke des Herrn Bauunternehmers Zutt von hier passierten gestern Reiskirchen. An einer abschüssigen Stelle rutschte infolge des Schnees unb Glatteises trotz Anwendung der Hemmvorrichtung der eine Wagen, sodaß der begleitende Fuhrmann stürzte und durch Ueberfahcen doppelten Beinbruch erlitt. Abends 11 Uhr kamen die Fuhrwerke mit erheblicher Verspätung in Gießen an,3 wo man den Verunglückten alsbald in die Klinik verbrachte. Irgend welches Verschulden ist völlig ausgeschlossen.___________________
Aus Reden nnF llacbbargebieien.
X Wie uns von im Allgemeinen gut verbürgter Seite mitgeteilt wird, trägt man sich in maßgebenden Kreisen mit dem Gedanken, im Wahlkreise Lauterbach-Alsseld-Schotten den Bürgermeister Zmßer von Schlitz als Reichstagskandidaten aufzustellen. Herr Bürgermeister Zinßer erzielte bei der letzten^LandtagSwah! Stimmengleichheit mit Henn Bürgermeister Stöpler in Lauterbach, welch letzterer durch das Los das Abgevrdnet«nmandat erlangte Der gegen- wältige Inhaber des Reichstag-mandats für den Wahlbezirk Alsfeld-Lauterbach-Scholten ist der Antisemit Bindewald, seines Berufs Maler.
* * Friedberg, 23. Jan Die Besucher ber hiesigen Gewerbeakadem e beschlossen in einer Versammlung, die Vor-
di ses Blatt cinging, siedelte Herr H. nach Worms über und war von Herbst 1901 bis Herbst 1902 Redakteur dec „W o r m s e r Zeitung", des bekannten Organs des Abgeordneten Freiherrn v. Heyl zu Herns- heim. Herr H. zeichnete in der „Wormser Zeitung" als verantwortlicher Redakteur für den politischen und allgemeinen Teil. Als ec diese Stellung aufgab, kündigte die „Wormser Zeitung" an, daß sie zu ihrer besseren Information in der Hauptstadt Darmstadt ein eigenes Redaktionsbureau errichten würde, dessen Leitung sic Herrn H. übertragen habe. In dec That korrespondiert Herr H. noch jetzt regelmäßig für die „W o r mser Zeitung". Im gleichen Sinne thut dar dec gen. Hecr für eine Reihe rechtsstehender nationalliberaler Blätter, unter denen sich, wie wir hören, die „Kölnische Zeitung" befindet. Doch soll sich unter den Blättern, die Herr H. von Darmstadt aus bedient, auch die strikt links stehende „Nationalzeitung" in Berlin, die im schärfsten Gegensatz zur „Wormser Zeitung" steht, befinden. Außerdem druckt die Darmstädter Korrespondenzen des Redaktionsbureaus des Herrn H. dec „G. A." ab. Ihre Frage nach dec politischen Stellung des Herrn H. können mir mit Sicherheit nicht beantworten. Immerhin darf man annehmen, daß Herr H. sich zur f r e i k o n s e r v a t i v e n Partei rechnet. Dieser Partei steht wenigstens Herr von Heyl viel näher als dec Rationallibecalen Pactei, und daö „Greizec Tageblatt", das er früher leitete, war strikt freikonservativ. — ___
Marktbericht
Gieße« 24. Jan. Aus dem heutigen WocdenmarU lo teten Butter per Pfd. 0.80—0.90 Nk Hühnereier t 3t. 8—10 Pfq., Enteneier St. —00 Pfq., Käse ver St. 5—8 Pfg.. Käsematte 2 5t. 5—6 Pfg.. Erbsen ver Öner 21 Pfg, Linsen per L»ter 32 Bfg., Tauben per Paar Ml. 0.70—1.00, Hübner per dlü.1 Mk LOO—1 40, Hahnen, V r Stück Mk. 80,0-2.50, Enten per Stück 2.00-2.50, Game v Md. 54- 60 Pfg., Ochsenslrisch per Pfd. 66—76 Big, Rindfleisch per Pfd. 60—66 Pfg. Schm-inestrisch per Pf'» 70—80 Pla. Schweinefleisch gesalzen d :r Plund 0.84 Pia. Ealbstetsch per Pfd. 66—72 Psg., Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Pfa.. Kartoffeln per 100(Kilo 6.00— 6 50 Mk., Zwiebeln per Zt. Mk 5 00—6 l 0, Milch per Piter H Psa
Druck und Verlag her Giepener BerlagSdruckerei, für bi- Redaktion verantwortlich : Albin .tf I e i n . (Mienen.
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Von Prof. Dr. W. Sievers (Gießen).
(Fortsetzung.)
Die Gesumtaussuhr von Venezuela nach Deutschland ha^ im Jahre 1901 eine Verm nberung gegen dar Vorjahr erfahren. An Kaffee wurden 1901 für nur 4 Mstl onen Mark gegen 9^8 in 1900, 172Ai in 1895 nach Hamburg »»-geführt, an Kakao für 951 000 Mark, gegen 2 000 000 und 794 000, an Balatü für 1 337 000 gegen 2 165 000 Mark; außerdem empfing Hamburg von Venezuela 1901 für 600 000 Mk Divtdivt, für 392 000 Mk ^ummi dafilcuni für 133 000 Mk. Schn uck'edeut. für 79 000 Mk. Copaioa^ Balsam, für 67 000 Mk. N tzhölzer un) für 60,000^1. Hüllte. Dafür sandte Hamburg nach Venezuela 1901 Waren im W.lte von 8 800 000 Mk gegen 8 320 000 Mk. in 1900 und 10 800 000 Mk in 1897’ davon für 3 000 000 Rtt. Manufakturwaren, für 2 800 000 Mk. Kunst- und Industrie Erzeugnisse, für 2 000 000 Mai k Leben-mittel und für 880 000 Ma k Rohstoffi und Halbfabrikat'. Unter den Manufakturwaren war für 1344 000 Mk Baumwoüwrreit, für 480 000 Mk. Leinenwaren, für 414 000 Mk. Herren- und Damenhüte, für 250 000 Mk. Woll- und Halbwollwaren, für 287 000 Mk. Strumpfwaren, für 138 000. Mk. Beiden- und Halbs. idrnwaren. Die Rohstoffe und Halbfabrikate bestanden vorwieg-nd aus Cement, Baumwollengarn, Wollen- und Halbwollengarn, Fardwacen, Drogen und Chemikalien, Etscndlech, Leder, Stearin. Leinöl, hölzernen Eisenbahnschwellen u. s. w., die Lebensmittel aus 790 000 Mk. Reis, 416 000 Mk. Butter, 286 000 Mk. Biec, ferner aus Sardinen, Käse, Malz, Wein, Choeolade und Zuckerwaren, Tons.-rven, Hopsen, Cognac und getrockneten Fischen.
Die britische Einfuhr nach Venezuela soll jährlich etwa 12 000 000 M. betragen,erreichte aber 19 01 nur 10 272 000M., während die Ausfuhr Venezuelas nach England 20 000 000 Mk. wert war. Da aber der größte Teil auch diese- Handelsumsatzes durch deutsche Häuser vermittelt wird, so ist es gänzlich falsch wenn englische Zeitungen die deutschen Jnter- effen in Venezuela für geringer erklären, als die britischen.
Richtig ist zwar, daß der größere Teil der Eisenbahnen in Venezuela mit britischem Gelde gebaut worden ist, wie die Bahn La Guaira—Caracas, die Bahn Puerto Cabello Valencia, die Kupferbahn von Tucacas nach Acoa und weiter nach Barquisimeto, und die Kohlenbahn von Guanta über Barcelonu nach Naricual, aber diese find nicht besonder- lang. Dagegen ist die Hauptbahn de- Landes, die große Venezuela Eisenbahn mit deutschem Gelde erbaut worden. Die Gran ferro carril de Venezuela entstand seit 1887 infolge eines Vertrages zwischen der Regierung von Venezuela einerseits und der Discontogesellschaft in Berlin, sowie der Norddeutschen Bank in Hamburg andrerseits. Diese sogenannte Konzession ^riipp-Müller wurde durch den Civil-Jngenieur
L. A. Müller, nach Zurück.irängung einer englischen Konzes- 1 sion ähnlicher A-. t von 1^88—1891 ausgefüh-t und von ; 1891 — 1894 durch dess n Nachfolger CaJ Plock beendet. ' Sie durchzieht auf 180 Kilometer Länge das GebirgSland | zwischen Caracas und Valencia, mit nicht weniger als 86 | Tunneln und 182 Brücken lund Viadukten. Heute braucht i ein Zug 73/< Stunden zur Zurücklegung dieser Strecke, sodaß 1 man an einem Tage von Caracas nach Valencia und unter Benutzung bei englischen Baha Valencia-Puerto Cabello auch i'vch diJin letzteren Ort erreichen kann. Leider ist versäumt worden diese lehtere Bahn oder die von La Guaira nach Caracas anzukaufen, sodaß d-.e deutsche Bahn keinen Hafen zur Verfügung hat. Ihr Bau hat mindestens 60 000 000 Mk. gekostet, wodurch eine ungeheure Erhöhung der deutschen
Interessen im Lande erfolgt ist. Ihre GJ untbetritbS-Ein- nahmen betrugen 1900 1 400 000 M , 18992 144 000 M., ihre Betriebsausgaben 1900 1277 000 Mk., 1899 1 350 000 Mk, woraus sich ein Überschuß von 163 000 Mk. für 1900 und ein solcher von 794 000 Mk für 1899 ergibt, doch war darin Anfang 1901 eine unbeglichene Forderung an die Regierung von 600 O00 Mk. enthalten und überdies hat diese die Garantiesumme von 7°/o nicht immer bezahlt. Ein Teil der Forderung des deutschen Reiches an die Regieru g von Venezuela wird durch d e Entschädigungs-Ansprüche der großen Benezulü'E senbahn begründet. Und am 31. Dezember 1901 betrug die Venezuela präsentierte Rechnung bereite 1 375 052 Mk. 52 Pfg. Unterdessen ist aber im Jahre 1902, infolge der schweren Revolution dies S JahrcS und der dadurch hervorgerufenen totoffafen Aussummung der, der deutschen Bahn und den deutschen HandlungShäuf rn und Unterthanen zugefügten Schäden in allen Teilen des Lande-, z. B. durch die Kontribution in San Cristobal und die Beschießung von Ciudad Bolivar im Mai und August 1902 die Forderung deS deutschen Reiches an Venezuela noch mächtig anzeschwollen.
Uederblickt man daS Gesagte, so erwirbt sich, daß sich in den Beziehungen der deutschen StaatSanglhör'gen zu Venezuela im lctz'en Jahrzehnt eine Veränderung vollzogen hat Während früher nur deutsche HandcksUnternehmungen im Lande bestauben, sind seit 1894 durch die Eröffnung der deutschen Bahn und seit 1900 durch die Gründung der Schwefel- grubengüeüschast bd Carüpano auch Verk- hrs, Bergwerks« und industrielle Unternehmungen hinzugekommen und über- die- wurden nach dem Sturz d-.r Kaffe pre se 1898 auch Pflanzungen in größerem Maße von Deutschen erworben oder mußten erworben werden, welche diese auch zu Großgrundbesitzern auf dem Lande gemacht haben.