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Gießen, 24. September 1908.

% P r ivattelegramm. Bei der heute Vormittag ttsolgten Ziehung der 6. Klasse der Hessisch-Thüringischen StaatSlotterle wurden folgende Gewinne gezogen: 10000 Mk aus Ö7 857 (Altenburg), 10 000 Mk. auf 95 266 (Ruht) 5000 Mk. auf 24 316, 84 944, 87 586. 3 000 Mk. auf 6 000, 7 018, 10 694, 15 225, 26 416, 40 711, 44 718 47 720, 49 174, 57 360, 59 288, 63 673, 89 629, 9102L 97 523. ,

■aai. râ^ kurz« ■ w, dem ISM BlWl*tf(inim IMi U E®n. AnM Vberl^ Gericht UEM Prinzen IO ■ '^rleichterunW M unter Ausschl, MoerlandesgenG Mven, während d- Voruntersuchung r W wird. Weitn eladen werden, k *gt haben, lardenkötter oh 0 Mark betragen l der Fiskus ivo° ter verbüßt feil’ u eifrig bamit:h chahme des ^r er noch, zu unreif:

Witwe MM-erÜ! •et auf einer No^ derartig unter ki gehabt, daß sie sic izeibehörde wend^ igischen Damen ik

* Uebertragen wurde dem Pfarrverwalter Ernst Kehr zu Romrod e ne Pfarrstelle daselbst.

** Vom Manöver des 18. Armeekorps. Am SamStag und Sonntag lag eine ganze Division in und um Wetzlar, um von hier aus gegen die 21. Division zu rücken, welche in Rennerod, Hadamar, Westerburg eirquatiert war. Ueberall wurden die Truppen gut ausgenommen. Am Mon­tag früh rückte die 25. Division westwärts gegen Weilburg, Mengerskirchen und Mehrenberg. Aus den west­lichen Höhen entwickelten sich dabei lebhafte Vorposten-

Die Truppen bezogen auf dem eingenommenen Gelände Biwak. Den Hauptanziehungspunkt bildete'die alte Sitte des „Löfftlbegrabens" der jetzt abgehenden alten Mann­schaften. Gestern Dienstag früh wurde das Gefecht wieder ausgenommen und war um Mittag beendet, worauf die Truppen Quartier bezogen u. a. die 116 er in Hadamar und Nieder-Hadamar. Heute Mittwoch, am letzten Manövertag, findet unter L itung des kommandierenden Generals ein Manöver des gesamten Armeekorps gegen einen von einem Infanterie-Regiment markierten Feind statt.

Nachmittag beginnt das Einladen der Regimenter, die l16er besteigen in Runkel die Bahn und treffen um 5 Uhr in Gießen ei n.

Kaufmännischer Verein Gießen. Am nächsten Samstag und Sonntag w rd der Verein sein 30. Stiftungfest begeben und zwar wird am Samstag im ® reinsloka^ ein Kommers ftat'finden. Am Sonntag findet im neuen Saalbau (Steins Garten) Konzert statt, dem sich zwei Einakter, ausgeführt von der Theater-Gesellschaft, Direkt. Steingött-r, und ein Ball anschließt.

*♦ Eine Anzahl Vorträge wird wie in früheren Jahren der Kaufmännische Verein Gießen auch im Winter­halbjahr 1903/04 in Gemeinschaft mit dem Orts-Gewerbe- Berein veranstalten. Es sind bekannte, bewährte Redner, die mit hrn Vorträgen aufwarten werden. Die Eintritts­karten )u den Vorträgen werden in den nächsten Tagen ausgegeben.

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V Circus Lorch trifft Freitag früh 7 Uhr 3 Min. vermittelst Extrazug^s in Gießen ein und giebt abens 8 Uhr seine Gala-Eröffnungs-Vorstellung.

** Geheimrat v. Behring wird aus der Ver­sammlung der Naturforscher und Aerzte in Kassel am Freitag wichtige neue Mitteilungen über die Tuberkulose­bekämpfung beim Menschen machen.

** Die diesjährige Kre i sv o rturn e rschule des Mittelrheinkreis s fand am Sonntag in Kreuznach statt. Anwesend waren: Der Kreis- und Turnauè schuß, sowie fast sämtliche^Gouturnwarte des Kreises. Dem Ehrenkreisturn- wart Fritz H ydecker wurde in Anerkennung seiner lang- jährig-n ^rbpnfte im Kreis von den Gauturnwarten ein Diplom überre cht.

** Während die „Allg. Fleischerztg." eine beträchtliche Preissteigerung für Rmd-, Kalb- und Hammelfleisch an­zeigt, b.schloß dir Vorstand Der Mainz-r Bäckerinnung, ang sichts der günstigen Mehlp^eise einer einzuberusenden Generalversammlung die Herabsetzung des Brod­preises bis zu 5 Pfg. vorzuschlagen.

** V.o n d em Zeitungsleser wird, wie bekannt, nichts so unangenehmHempsunden, wie eine Störung in der Regelmäßigkeit der Zustellung seines Leibblattes. Wenn man die Z itung erwartet und sie bleibt aus, so verdirbt das oft^üudj dem friedsamsten Menschen die Laune für den ganzen Tag. Bei unserer Zeitung miift eine etwaige Unter­brechung in der regelmäßigen Zustellung doppelt ärgerlich, weil die Abonnent n wissen, daß jede Nummer reich ist an aktuellem Stoff, an bel. hrendem und anregendem Material, das d.r Leser lebhaft vermißt, wenn es nicht zu gewohnter Stunde in seinen Händen ist. Das beste Mittel, eine Unter­brechung der regelmäßigen Zustellung zu vermeiden, ist und bleibt Sie rechtzeitige Erneuerung des Abonnements vor dem Quartalswechs 1. Die Postbehörde hat es dem Publikum außerordentlich bequ m gemacht, daS Abonnent zu erneuern. Jeder Bril fträger^nimmt Bestellungen aus unsere Zeitung an.

+ Lumda, 22. Sept. Der Haltestellenaufsehec Sachweh sollte, mie mitgeteilt, an den neu errichteten Bahnhof Weitershain versetzt werden; nunmehr hat die Eisenbahndicektion Frankfurt auf Antrag des Herrn Sachweh die Versetzung zurückgenommen; Herrn Sach- lych, dec sich in" unserem Orte großer Beliebtheit erfreut, bleibt demnach zu allgemeiner Freunde in Lumda.

△ Weitershain, 22. Sept. Bei der am Freitag stattgehabten Beigeordentenwahl wurde Herr Gastwirt Heb. Theis 5. mit 59 Stimmen wiedergewählt. Es ist dies das dritte Mal das Herr Theiß als Beigeordneter w eder gewählt^wird; ein Beweis, daß er seines Amtes zu warten weiß

§ Groß-Fclda, 22. Sept. Mit Befriediguug blickt man Hurons auf die „Landwirtschaftliche Provinzial-Aus- ftiüung" zurück; war es uns doch möglich mit mehreren Auszeichnung n aus dem Wettbewerb hervorzugehen. Zwar wurde schon imm r schönes V^h hier und in der Umgegend, besonders in Windhausen gezüchtet, doch sehlte es noch immer an dem nötigen Interesse, um auf einer Ausstellung in Wett- hi merb^u treten. M t Stolz sehen wir die Prämiierung der Molkereibutter und mit Befriedigung blicken wir auf die groß-n Erfolge des H<rrn Sattlermeisprs Völzing, und zu unserer Freude nehmen wir Kenntnis von der Auszeich­nung, die Herr Gutsbesitzer Otto Völzing, Mitglied des

Alsfelder Zuchtviehverein-, errungen hat. Hat er damit doch gezeigt, daß man wohl tut, edle Rassen zu züchten, er hat ein Beispiel gegeben, daß mehr a^ empfehlenswert ist.

+ Ermenrod, 22. Sept. Am letzten Sonntag fand im Saale des Wirts Chr. Riegel ein zahlreich besuchter Feuerwebrtag statt, zu dem auch Herr Kreisrat Milior von Alsfeld, Herr Feuerinspektor Hoos, Feuerwehr-Haupt­mann Rößner und dessen Stellv rtreter Martin anwesend waren. Herr Pfarrer Georgi-Ermenrod hielt einen Vortrag über die Entstehung der Löschgeräte. Vor der Versammlung fand eine praktische Uebung der Feuerwehr Ermenrod statt, die den Beifall der beiwohnenden Herren und zahlreichen Wehrmänner, darunter auch solche der Freiwill. Feuerwehr Groß-Felda, fand.

l> Lauterbach, 22. Sept. Heute Mittag kurz nach 12 Uhr brach in der m:t Heu und Stroh gefüllten Scheuer des H. Guntrum, welche an das Anwesen des Friedrich Schäfer grenzt, Feuer aus. Beide Gebäude waren rasch ein Raub der Flammen. Von der angrenzenden Hofraite des H. Lippert wurde ebenfalls die Scheuer vollständig eingeäschert, während das Wohnhaus, wenn auch stark b.schädigt, doch gerettet werden konnte. Die emsige Tätigkeit der Feuerwehr konnte die angrenzenden Gebäude vor dem verheerenden Elemente schützen.

> Marburg, 22. Sept. Vor dem Schwurgericht wurde heute verhandelt gegen den Amlsg 'rich^ssekretär Otto Florian aus Neustadt wegen Unterschlagung von amtlichen Mündel­und Kcankenk-ss'n Geldern. Er hatte als Vorsitzender der OUsk'-anken^asse N ustadt-Manbcrg eine Summe von 4600 Mk., außerdem eine Lebenèversicherungèsumme von 1000 Mk. für sich behalten. Weiter hatte er 1400 Mk. im Ausgabe- Register des Amtsgerichts als an die Hauptgerichtskasse in Kassel abgesührt eingetragen. Der Angeklaste gab in der heutigen Verhandlung an, er habe seine Mutter und Ge­schwister unterstütz', hohe ärztlich.» U kosten gehabt und so habe ihm sein Gehalt von 3600 Mk. nicht gereicht. Er wurde zu e nem Jahr Gefängnis verurteilt.

)( Kassel. 22. Slpt. D e Unterschlagungen des Ren­danten Riedes^l d r Spar- und Vorschußkasse in Berleburg belaufen sich auf 100 000 Mk.

Hus dem (krkbtsfaal Strafkammer.

Gießen, 22. Scptimber.

Der Haltestellenaufsehec Thoinas Mohr von Mittel-Gründau hat aus dec ihm anvertraut^n Kasse deu Betrag von 650 Mk. unterschlagen. Wegen Vergehens im Amte bekam er ein 1 Jahr OMängiité abzüglich eines Monats Untersuchungshaft. — Bergmann Friedrich Dahmec von Willofs hat den hier wohn­haften Spengler Otto Kretschmann nach vorherigem Wirtshausstreit mit einem Messer körperlich verletzt. Ec bekommt bafür 8 Monate Gefängnis, wovon ein Monat Untecsuchungshaft inAnrechnnng kommt.— Bern­hard Klobetanz aus Geißlitz erhält wegen Sittlich­keitsverbrechen begangen an einen 3 jährigen Mädchen, 2Jahre Zuchtshaus; auch werden ihnr die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. — Händler Ludwig Langohr2. von Nieder-Ohmen wird wegen Ver­anstaltung einer öffentlichen Auslosung ohne obcigkeit- licheErlaubnis, in eine Geldstrafe von 5Mk. genommen.— Taglöhner Heinrich Haas von Steinbach ist wegen Sittlichkeitsverbrechens angeklagt. Da Bedenken gegen seine Zuchrechungsfähigkeit bestehen, soll er vorerst durch einen Sachverständigen untersucht werden.— Den Shluß bildet die Sache gegen Josef Kohlberg, Lumpensammler von Alten-Buseck wegen Sittlichkeitsvechrechens. Der Angeklagte ist beschuldigt sich an einigen schulpfich- tigen Kindern vergangen zu haben. Bezüglich des einen Falles hält dis Gericht die Schuld für erwiesen, während bezüglich dec anderen Freisprechung eintritt. Kommt mit dec gelinden Strafe von 6 Monaten Ge­fängnis, worauf 2 Monate Untersuchungshaft in An­rechnung kommen, davon.

^Briefkasten.

T. K. Gießen. D e Lchre daraus können S'.e selbst zish?n. Ein Verein, her Feste feiern will, muß auch vor­her die Presse kennen; allem Anschein ist das bei dem von JH en genannten Verein nicht d^r F^ll.

Marktberichte.

Frankfurt a. M, 2>. Sevtember. Frachtmarkt. Es mfieiten nach Qualität: An Weisen, hiesiger und Wetterauer Mk. 16.20—16.50, kurhessischer Mk. 16.50—16.75, nmddeuts6. Mk. 16.40 b 16.50, Kansas Mk. 16.75—18.00, Roggen, hiesiger Mk. 13.25 bis 13.50, russischer Mk. 14.20—14.50. Ameiikaner Mk. 14.40 bis 14 60 Gerste. Hiesige Mk. 15.50 bis 15 7 5, Pfälzer, Mk. 16.10 bi^ 16 30, fränkische Mk 16 10, Riedgerste Mk. 16.00 bis 18 25, un­garische Mk. 17.50—18.50. Ha^er, hiesiger Mk. 13 25—13.75, kur- biffifcber Mk. 13.30—13.90, Württemberger Mk. —.— bis —.—, boneriicher Mk. 13.25—13 75, russischer Mk. 11.50—14.90, Mais Mixed Mk. 12.75—13.25 La Plata Mk. 12 50—12.75, Weiner MaisMk. 13 IC—13.30, russischer Mk. 12 50—12.75. Alles pro 100 Ki o ab hier.

Frankfurter Vichmarkt. Zum Verkauf standen 471 Ochsen, 58 Hullen, 714 Kühe und Färsen (stiere und Rinder), 265 Kälber, 211 Schafe und Hämmel, 1626 Schweine. Aus Oesterreich 183 Ochsen. Bemült wurde für 50 Kilo Ochsen : a) vollfleischige, aus- aemäste e höchsten Schlachtwertes tis zu 6 Jahren Mk. 72—74, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mk. 68 bis 70, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 64—66, di gering genährte jeden Alte-'s Mk. —. Bullen : a) vollfleischige ^ochsten Schlachtwert S Mk. 64—66, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mk. 60—63, c) gering genährte Mk. —, Nühe undFärsen, (Stiere und Rinder): a) vollfleischige ausgemästete Färsen (S.iere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mk 67—69, b) voll­ste schige ausg mästete Kühe Hörsten Schlachtwertes (bis zu 7 Jahren) Ml 05—66, c' ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Fürs n (Stiere iinb Rinder) Mk. 54—56, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 51—53, e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. —, Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast- (Vollm.-Mast) und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 85—86 Pfg. (Lebendgewicht) 52—55 Pfg., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtge­

wicht) 80—84 Pfg, (Lebendgewicht) 49—50 Pfg., c) geringe Saug, kälber 70—73 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber (Fresser) — Pfg-, Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 72—73 Pfg., b) ältere Masthämmel 66—68 Pfg., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe) — Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu Vi* Jahren (Schlachtgewicht) 60 Pfg., (Lebendgewicht) 49 Pfg., b, fleischige (Schlachtgewicht) 59 Pfg., (Lebendgewicht) 46 Pfg. c) gering ent­wickelte. sowie Sauen und Eber (Schlachtgewicht) 50—55 Pfg, Lebendgewicht —, d) ausländ Schweine unter Angabe der Her­kunft — Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt.

>>«r«»t»9rtlich: für den p»li1tschen und Inseratenteil ■ Albin R 1111> für kl $»tde, den „Verichtd." und „Oeffentlichen Lprechfaai-: fir Cr» • r » a r n

•nkl ww> Verlag der Gietzener Derlag-druckerei (Borm wild. n,u,r» «>rt n

Landwirte, lernt den Schaden verhüten!

ES ifT'eine häufig wahrnehmbare Tatsache, daß das Ergebnis der Viehzucht nicht mit den gehegten Erwartungen in Einklana zu bringen ist. Den Grund für die wenig rentablen Resultate sucht man aber mindestens ebenso oft an ganz verkehrter Stelle und macht Faktoren für daS Mißlingen verantwortlich, die in Wirklichkeit gar nichts damit zu schaffen haben. So sehen wir in manchen Fällen, daß es einem Landwirte oft bei aller möglichen Arbeit und Mühe nicht gelingen will, ein Schwein ordentlich zu mästen, b. h nicht allein fest zu machen, sondern auch an der Mästung zu profi­tieren. ES ist ja keine besondere leichte Sache, ein Schwein heil und ohne Schaden durch die Z-it der Mästung zu bringen, und namentlich in der dritten Mastp-riode stehenden Tiere erfordern unausgesetzte Beobachtung und Fürsorge. Hier kann schon ein anscheinend belangloser Fehler das ganze Zucht- resp. Mastergebnis in Frage stellen. E« kommt nun naturgemäß in erster Linie darauf an, die Fütterung zweck­mäßig durchzulühren, und gerade in diesem Punkte wird am schwersten gesündigt. Man mache sich nur einmal klar, daß der gesamte Organismus einer fast ausgemästeten Tieres kaum noch leistungsfähig sein kann, und sofort wird es be­greiflich erscheinen, daß voluminöse Futtermoss-'n unmöglich ausgenommen und verwertet werden können Kartoffeln und ähnliche Futtermittel kommen in der dritten Mastp'riode nicht mehr in Frage, die Nahrung muß konzentrierter sein, ohne aber die Nachteile schwerer Verdaulichkeit, stopfender Wirkung 2C. aufzuweisen. Diese Eigenschaften sind eS näm­lich, welche die schwerwiegendsten Gesundheitsstörungen bei den in dieser Mastperiode stehenden Schweinen hervor- gerufen, und die, selbst wenn es sich nur um vorübergehend verminderte ober aufgehobene Freßlust bandelt, stets eine Verzögerung des Abschlusses der Mast, b. h. einen'pekuniären Verlust im Gefolge haben. — Es kommt vor allen Dingen darauf an, bei den Tieren während der ganzen' Mastzeit die Freßlust ganz und ungeschmälert aufrecht zu erhalten, ja die­selbe womöglich noch zu steigern. Daneben muß dann^noch gefordert werden, daß die aufgenommene Nahrung^nach Möglichkeit ausgenutzt werde. Nur wenn diese beide Fak­toren unentwegt zur Geltung kommen, darf man auf schnelle und billige Mast rechnen; es liegt somit im*Interesse eines jeden Landwirtes, dafür Sorge zu tragen, daß^die'Schweine stets mit regem Appetit an das Futter gehen und ein kräftiger Verdauungsapparat die intensivste Ausnutzung der Nährstoffe sichert. — Bei besonders sorgfältiger Auswahl, Zusammenstellung und Zubereitung der Futterstoffe wäre dies wohl ohne besondere Hülse erreichbar, doch würde da­durch ohne Frage die ganze Mast so verteuert, daß selbst bei günstiger Marktlage kein Nutz-n vwbliebe. Viel einfacher und billiger stellt sich unzweifelhaft die Heranziehung eines zuverlässigen d'ät-tisch-n Mittels, welches den Appetit anregt, die Verdauungswerkzeuge kräftigt und die Entleerungen'regu- liert. Als hervorragendstes und unübertrefflichstes Präparat dieser Art hat sich die „Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg erwiesen. Selbst heruntergekommene Tiere, von welchen man keinerlei Nutzen mehr erwartete, erholten sich nach Verabreichung von „Bauern- freude" überraschend bald und lieferten ein hocherfreuliches Mastresultat. Der geringe Aufwand, den die Beschaffung der „Bauernfr^ude" verursacht, (9 Pfund kosten nur 5,40 Mk.; größere Quantitäten sind nodf bebeutenb billiger), wird f^r bald wieder hereingebracht; jedenfalls'ist er für Tausende denkender und rechnender Landwirte — trotz aller gehässigen Agitationen gewisser Seiten — kein Hindernis, sich des Präparates ständig zu bedienen, denn sie haben in der Praxis mit „Bauernsreude" gelernt den Schaden zu verhüten. [2044

IMutreinigungs-Wee von Apotheker Franz Wilhelm, k. und k. Hoflieferant in Neunkirchen, Nied.-Oest.

Daß ein unzweifttbaftes Bedürfnis nach einem guten und wirksamen Blu'rkiniau'igs-Thce besteht, beweisen die -ahlreicben Versuche ein solches Mittel herzustell n. Herr Apotheker Fron; Wilhelm ist eS vermöge seiner Fachkru-t Nisse gelungen, einen Blntreinigungs-Thee auS den wirk fanisten Bestandteilen zusammenws tzen; nicht weniger alS 21 einzel "e Droguen enthält sein Thee, der nach einem be­sonderen Verfahren zubereitet ist.

Für die Wnksainkeit dieses Thees bei Gicht und Hfjemn itidniud sprechen ra hl reiche Danlsaa u nge n Ge'> el l ter Wir verweisen nur auf die Danksagung der Grafii> Butsch u- Ltreitfeld. OberfllicutnnntS Gattin.

Bestandteile: Innere Nußrinde 56 Walnnm»«^

franz. Orangenblätter 50. Eryngiiblälter '!

blätter 7\ Binnnsl in 1'50, nre- 2anMlwU '^ -d "rdann"wurzel 4 , ar mir I li'.S'’ il '.li ' C moohvil. 350, Chinar nde 8 jO ^tUngu.i'Ui^et n7, ^ihbdiviirjel Samen) 73, GrT>murzel ^W'pâthewurzel 67, Sützhol^ W /5 SaüapariUioui jel 35, Fenchel, röm. 3 50, weiß <sen, 3 oO, Itachlschattea st.ngel 75. . ~ £ ,

W Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren W g,schrotten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht W ist. Richt zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware.