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MlduNg und Welt; den Kreisen entsprechend, in denen tr, wie es scheint, sein persönliches Erscheinen für ge- boten hält. Nachdem dieser Tod für die elegante Welt sein Werk so schonend wie nur möglich verrichtet hat, sängt er dann gar noch an in sehr fragwürdigen Versen zu sprechen. Auf diesen düsteren Eingang folgte — durch eine längere Pause vermittelt — etwas sehr Lustiges: „Die Lokalbahn" von L. Thoma Mit der Wahl dieses Stückes konnte man schon eher zufrieden sein. Dec Vecfasfer hat es nicht ganz mit Unrecht als eine Komödie bezeichnet. Denn das Komische liegt hier nicht wie sonst bei deutschen Lustspielen in einzelnen Späßen und Situationen, sondern es geht von einem mittleren Punkt auS und durchdringt von da das ganze Werk; und, was dec Verfasser verspottet, das begegnet uns in dec That auch jetzt noch mehr oder
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anzler '^nnen weniger im Leben unseres Volkes und verdient der . iNtutn ^' Blosstellung : es ist die Unfreiheit und Abhängigkeit, ls ober Un^ u"d in ihrem Gefolge die Aengstlichkeit und Nachgiebig- ' Ketvich?^^ ^it, jenes Erbe einer langen Verkümmerung des Volkes Galtung s?^ in der Enge dec Kleinstaaterei, unter dem Druck des ^1 Polizeistaates und in der Aermlichkeit seiner Lebens- verhältnisse. Thoma hat, was durchaus zu rühmen ist, die spießbürgerliche Gesinnungslosigkeit und die ebenso streber- wie dünkelhafte Gesinnungstüchtigkeit des Beamten ohne Feindseligkeit, mit einem gewissen Behagen an den drolligen Gesellen dargestellt, ohne sich bei der Zeichnullg seiner Gestalten allzuviel Mühe zu geben Leider war das Zusammenspiel nicht so, daß der Scherz recht zur Geltung gekommen wäke. Dazu hörte man, was die Einheitlichkeit ebenfalls störte, eine ganze Musteckarte von Mundarten.
Den Bürgermeister spielte Herr Krause Dom Stuttgarter Hoftheatec, der sich als ein tüchtiger unb verständiger: Schauspielec von gutem Mittelschlage erwies ; jedenfalls traf er es mit seiner Rolle hier besser lvie mit der des Grafen in dem vorhergehenden Stück. Ganz am Platze war Herr Ramsey er als Bierbrauer Schweiße! ; auch Frau Schmidt (als Bürgermeisterin), Frl. Jenny (deren Schwester) und Herr Gerlach verdienen genannt zu werden. Dagegen hätten die Ge- meinberäte Don Dornstein durchaus nicht solche Zerrbilder sein müssen.
Für bas nächste Mal ist uns das Werk eines wahrhaft großen Dichters versprochen: Grillparzers: „Jüdin von Toledo". Prof. Dr. I. Collin.
)( Thcatcrvcreiv. Wie der Th at>rzettel dec 5. Vorstellung m.(teilte, wird in der voraussichtlich am Mittwoch, dea 4. Februâr fta tfinbenben 6. Vorst, llung Rudolf Christians vom Kgl. Schauspielhaus in Berlir, e ner d^r ersten, wenn nicht der erste, im Fach der jugendlichen Liebhaber, die Rolle des Königs in Grillparzer'- Droma „D i e Jüdin von Toledo" spielen. — Für Montag, hm 9. Februar ist sodann die erste Vorstellung d>s Zugabe- Abonnements vorgesrh n, in welcher Mättriuckä überall Aulseh n eiregrnd's Schauspiel „M o nna Vanna" zur Aufführung gelangt. D e D'tefroQ^ wird von Luise Willy vom Hostheat r in Wiesraden gegeben, die im vorigen Winter hier m t so groß m Beifall „Die Zw ll ngSschwcster" spielte Dar Gastsp el v9n Frl Triesch bildet die 8. Vo stellung
Parlamentarisches aus Hessëis
Von der W a h l p c ü f u n g s k o m m i s s i o n mürben nach den soeben erschienenen Berichten vorgeschlagen, folgende Wahlen für gütig zu erklären: Sä)malbach, Hauck, Joutz, Seeling, Dr. David, Haas-Mainz, Braun, 9ang, Dr. Gutfleisch, Stopfer, Weidner, Pennrich, Schönberger, Möllinger, Reh und Reinhart. — Bei der Kammer sind ferner eingelaufen: Bestellung des Allg. deutschen Vereins für Gesundheitspflege betr. die Anstellung von Schulärzten im Deutschen Reich; Vorstellung der Hochbauaufschec und Kreisstraßenmeister betr. anbermeite Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse;
Dr. Rumseys Patient.
Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade.
Autorisierte Bearbeitung von 6. Weßner.
(Nachdruck verboten.)
„Ich - na, ich weiß in diesem Augenblick wahrhaftig nicht, was ich bin und ob ich überhaupt wache oder träume! knurrte der alte Herr wütend, indem er sich die feuchte Stirn trocknete.
„Suchen Sie sich zn beherrschen — bedenken Sie, was Dier auf dem Spiele siebt!" mahnte der Arzt eindringlich. „Diese junge Frau biet ist sehr krank — es ist von höchster Wichtigkeit, daß ihre Aussage zu Papier gebracht wird, bevor —" Dr. Rumsey stockte. Hettys Augen hingen wie fesigebannt an feinen Lippen und ihr Mund zuckte leise unb schmerzlich.
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„Sie können den Baron vielleicht doch noch retten, wenn Sie die lautere Wahrheit sagen", sagte der Arzt leise in gütigem Tone zu ihr, sich über ne beugend. „Sagen Sie uns die lautere Wahrheit! Ich weiß, tote fühlen sich schlecht, es wird Ihnen aber nachher besser werden. Wollen Sie mir also genau erzählen, was Sie damals sahen und hörten? Ich werde es niederschreibeu — Sie unterzeichnen das Schriftstück alsdann mit Ihrem Namen."
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„Kann ich den Baron wirklich retten, indem ich die Wahrheit bekenne?" fragte Hetty mit glänzenden kugelt
„Es ist die einzige Möglichkeit für feine Rettung."
Die anderen traten nach und nach ebenfalls an den Tsscb . heran, nur Frau Everett blieb fern, sie verharrte in ihrem Smht am Fenster, das Antlitz in ihr Taschenttrch vergraben und heftig weinend.
Hetty begann mit zitternder Stimme langsam zu er-äylen. Sie hielt oftmals inne, doch Rrunsey half ihr stets schnell wreder weiter. Ettdlich war die ganze Geschicht zu Protokoll genommen, nach Erledimmg aller Formalitäten unterzeichnet und beschworen worden. Dr. Rumsey faltete das Schriftstück zusammen und übergab es Herrn von Wildenstein zur Äufbewahrmrg.
„Ich gebe mich der festen Zuversicht hin", sagte er bubet, „daß wir den Baron retten können. Der Fall liegt ganz einfach: Es handelt sich hier um einen M höchster Notwehr. Frau Vincents Erklärutm ist von großem Werte: denn sie beweist nicht nur, daß Audrey die That infolge stärkster Provokation
Antrag der Abg. Köhl ec (L.) und Genossen betr. Sammelausgabe dec sämtlichen z. Zt. im Gcoßheczog. tum Hessen giftigen Gesetze, Verordnungen 7c., Vor- fieUung des ObecbücgecmeifterS Mecum- Gießen, betr. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe :c.
Giessener Cagesneuigkelien.
** Der Großherwg hat dem Kreisarzt i. P. Dr. med. Ludwig Leopold Wehsarg zu Egelsbach das R tterkreuz 1. Klasse de- Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Das Eisfest, daS heute nachmittag aus Anlaß des 20jähugen Bestehens deS hefigen Lièvereins stattfinden sollte, ist, wie (in Ansblag an der EiSbahn anzeigte, vorläufig verschoben, wahrscheinlich infolge deS plötzlich einge- tretenen Schneefalls. Die zahlreich erschienenen Besucher
mußten unbefriedigt heimziehen. Karten behalten ihre Giltigkeit.
V Von geschätzter Seite richt zu:
Nationalsozialer Verein.
Die im Voraus gelösten
geht uns folgender Be-
Am Mittwoch Abend
sprach im „6aré Ebel" Herr Dr. Vogt über „Die politische Lage". Er würdigte in maßvoll ab- wägender Weise die vorauszusehende Wirkung des neuen Zolltarifs. — Das Gesetz wird nur einem geringen Bruchteil der Landwirte nützen, auch da nur dein gegenwärtigen Besitzer des Grund und Bodens, nicht aber die Landwirtschaft selbst nachhaltig heben. Die kleinen Bauern wird es überwiegend schädigen, fast ■ nur schaden wird es der Masse der Jndustriearbeiten. , Die Notlage eines großen Teiles der Landwirtschaft ist ! nicht wegzuleugnen, der Zoll aber kein dauernd wirk- i sames Heilmittel. Der nationalen Gefahr eines agrarischklerikalen Klassenherrschaft kann nur eine geeinte Linke entgegenwirken. Zwar trennt die Nationalsozialen Don den freisinnigen Parteien, besonders aber von der Sozialdcmokcatie beren mangelndes Vecständnis für die auch gerade im Arbeiterinteresse liegende Notwendigkeit einer nationalen Machtpolitik, doch sind diese unb andere trennende Punkte dem gemeinsamen Feinde gegenüber gegenwärtig zurückzustellen. Die seitherige Entwickelung der sozialdemokratischen Doktrin, die ein Zurücktreten ber revolutionären Lehre sinter sozial- ! reformerischen Gedanken nicht verkennen läßt, berechtigt überdies zu der Hoffnung, daß die Kluft zwischen Sozialismus und Liberalismus sich verringern mirb. Füc die nächste Zukunft hat uns jedenfalls Mommsen den Weg gewiesen mit seinem Aufruf zum Bündnisse zwischen Bürger und Arbeiter. — Dem gründlichen unb klaren Vorträge folgte eine lebhafte Diskusion, in ber ber Sozialdemokrat Herr Redakteur Vetters sich für ein praktisches Zusammenarbeiten feiner Partei mit bürgerlichen Zollgegnecn aussprach. Im übrigen blieb man sich auf beiden Seiten der grundsätzlichen politischen Unterschiede klar bewußt. Die durchaus sachliche Besprechung brachte mannigfache Klärung unb Anregung.
** Glücklich vereitelter Uebersall Am Dienstag Abend gegen 7 Uhr wurde ein Mädchen, welches Einkäufe in ber Stadt besorgen wollte, in bet Nähe ber „schönen Aussicht" von einigen Einjährig-Freiwilligen in bedenklicher W^ise belästigt. Das Mädchen hielt sich standhaft unb wurde schließlich Don zwei hinzukommenden Herren in Schutz genommen, in beten Begleitung es unbehelligt die Stadt erreichte. Vermutlich waren die Marsjünger etwas angeheitert unb wollten das Mädchen i nur necken. Immerhin hätte ihnen diese komische Tapferkeit teuer zu stehen kommen können.
** In Hanau fanden letzthin im Stadlschloß die vom Lkhr^rveiein inS Leben gerufenen wissenschaftlichen Bor lesungen statt. Professor Groh-Gießen las über Kind^r- psyhologie und Professor Collin-Gießen über Roman- bttnrahtr.
Bus dessen und nachbargebieten.
** Wiescck. Nachdem unsere Volksschule im Frühjahr
beging, sondern auch, weshalb Franzius so erbittert gegen ihn war. Sie haben Herrn von Audrey einen großen Dienst erwiesen, Frau Vincent."
„Bevor Hetty dies Zimmer verläßt, muß noch etwas anderes zur Sprache kommen", warf Audrey rasch ein.
Nun erzählte er in finden Worten, was im Binceutscheic Hanse vor gegangen war. Während er sprach, erhob sich Hetty taumelnd und bliche ihn mit strahlenden Augen an.
„Kann das, was ich vorhin sagte, Sie wirklich retten? Herr Baron?" stammelte sie.
„Es scheint mir fast unglaublich, Hetty, aber Dr. Rumsey meint so", erwiderte Audrey.
Die Totenblässe in ihrem schmalen Gesicht wich plötzlich einer leisen Röte. Wie im Gebet faltete sie andächtig die Hande und hauchte:
„Dann ist alles gut. Wenn Sie nur — gerettet werden — dann hat die - arme Hetty wenigstens nicht — umsonst gelitten —"
Kaum war das letzte Wort über ihre Lippen gekommen, da stöhnte sie leise, schwankte und siel im nächsten Augenblick schwer zu Boden.
Dr. Ruutsey, Vtaraarete und bei Baron stürzten zu ihrem Beistand herbei. Doch als sie Hetty auftichteten, wai' sie bereits tot.
„Herzschlag!" verkündete der Arzt in ernstem Tone.--
i g Frank Everetts zu ib ernste Unterredung
Auf des Barons dringende Bitte Leitete der Freiherr von Wildenstein die nötigen Schritte zu seiner Verhaftung ein. Dr. Rumsen fuhr mit dem nächsten Zuge nach London, um die maß- gebende Behörde zur sofortigen Freilassung Frank EveretK zu veranlassen. Der Arzt hatte eine lange mit „/L /!----- mfr einem höheren Beamten der zusrändrgen Behörde und erzählte all' die erstaunlicheu Umstände. welche den so merkwürdigen Fall begleiteten. Everett erhielt in kürzester Zeit seine Freiheit und wurde seiner Shiffer und seinen Freunden wiedergegeben.
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gegen Verha
lrze Zeit darauf fand in Salisbury die Gerichtsverhandlung Baron Robert von Audrey statt. Bis MM Tage der Verhandlung sprach man weit und breit von nichts anderem, m fast ganz England. Noch nie hatte man vor eurem so rätselhaften
1902 fiebenklasiig wurde, ist die Beschaffung weiterer Schulräume dringende- Bedürfnis geworden. $8 sollen zwei Schulsale eingerichtet werden.
X Holzheim Am letzten Freitag hielt die hiesige Pferdeversicherungskasse ihre Generalversammlung ab. Die Vorstand-wahl ergab die Wiederwahl deS Joh. Georg Ohly 5 und die Neuwahl der beiden Mitglieder Heinrich Ernst Schmand und Balser Jung 1. Nach den Beratungen war gemütlich'- Beisammensein bei 2But Reitz.
Kirchliche Nachrichten Evangelische Hemrinde. Gottesdienst. In der Stadikirche.
3. Sonntag nach Epiphanias, den 2d. Januar Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Vormittags 11 Uhr: KinderklrLr sür die MatthLu-- gemeinde. Pfarrasststent Vogt.
Nachmittags b Uhr: Siehe JohanueSkirche.
Donnerstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr im oberen Kovfirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibelstunde. Psalm 84. Pfarrer Schlosser.
Dienstag den 27. Januar.
Vormittag- 9.30 Uhr: Vereinigter Civil- und Militär- goNetdienst zur Frier von Kaisers Geburt-Lag.
In der JohcmrreSkirch^.
Vormittag- 9 30 Uhr: Pfarrer Dr. N au m an n.
Vormittags 11 U^r: Klndergotte-dienst sür die Johanne--
gemeinde.
Pfarrer Dr. Raumann.
Nachmittag- 5 Uln : Pfarrer Euler
Montag, den 26. Jan, abend- 8 Uhr Bibelstunde im Konfirmandensaal der JohanveSkirche 1. Johanne-brief Kap. 4,1 — 11 Warnung vor Irrlehren,; Ursprung der Liebe auS Gott Pfarrer Dr. N a u m - n n.
Die auf Dienstag den 27. Januar verabredete Vereinigung der konfirmierten Mädchen d r LukaSgemeinde fällt auS. Pfarrer Euler.
Nächstfolgenden Sonntag, den 1. Februar Be'.chtt und Heilige-Abendmahl für die Luka- und die Johanne-- ge mein de im Avcndgotte-ditust. Anmeldungen vorher bei Dtm Pfarrer jeder Gemunde erbeten.
Katholische Hemna-e.
SamStag, 24. Januar
Nachmittag- um 5 Uhr und abend- um 8 Uhr GZege«- h-it zur Hell. Beicht.
Sonntag, den 25 Januar.
». Sonntag nach Epiphanie.
Vormittag- von 6.30 Uhr an : Gelegenheit zur hl. Beicht
„ um 7 Ur: Die erste heil. Messe, vor und in de,selben Ausheilung der Heil. Kommunion.
„ um 8 llh : Die zweite hl. M sse.
„ um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt.
N.chmfttags um 2 30 U^r : Christenlehre : daraus Andacht.
Dienstag, den 27. Janua, am G.burlSta^e Seiner Vtajtstät de- Kaiser- ist Vormittag- um 9 80 Uhr MilitSr- gotti^oimft.
Gestorbene
Am 21 Januar : Georg Noll, 62 Jahre alt, Friedhos-gärtnec dahier. Beerdigung: Samstag, den 24 d. Mts., 1 achmittagS halb 4 Uhr, vom Sterbehause Licherstraße 13, auS.
Druck unb Verlag der Gießener VerlagSdruckerO, für bte Redatt^n verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Die Ziehung 4. Klasse ber l. Hessisch- Thüringischen (Mitteldeutschen) Staatslotterie findet bereits am 2 8. Januar statt. Wer seine Spielrechte wahren will, versäume eS daher nicht, sein LoS umgehend zu dieser Klasse zu erneuern.
Falle gestanden und die Geschworenen waren anfangs ganz ratlos, wie sie sich demselben gegenüber verhalten sollten.
Hettys bocbbebcutfame Erklärn« g^ief ein begreifliche- Staunen hervor. Ihre Aussage wurde tu jedem Punkte von Fran Armitage bestätigt, und als Dr. Rumsey als Zeuge erschien, bewies er nachdrücklich und überzeugend, daß Audrey die von ihm begangene That vollständig aus seiner Erinnerung ansgelöscht hatte. Man war von seiner Erklärung geradezu erschüttert: der sonderbare oiiftanb seines Patienten erregte atemloses Staunen. Die Ver-, Handlung nahm zwei volle Tage in Anspruch, während welcher? Zeit Andreys Angehörige und Freunde unbeschreibliche Seelenguall nnb Angst antzstanden. Endlich wurde das Urteil verkündet. GS lautete: „Nichtschuldig!"
Am Abend seiner Rückkehr nach Großhofen staub der Barem mit Margarete auf der großen Terrasse vor dem Schlosse. Es war eine prachwolle Mondnacht, nnb die Schönheit der stillen, in tiefstem Frieden daliegenden Natur machte einen tiefen Eindruck auf die beiden schwergeprüften Menschen.
„Robert", sagte Margarete innig. ^Du hast schweres bittet gemacht - Du wirst jetzt ein nenes Leben beginnen."
Er schüttelte den Kopf.
„Es ist wahr, ich bin durchs Feuer gegangen und - gerettet worden", versetzte er leise, „aber ein düsterer Schatten schwebt über mir, ich kann nie der Mann werden, der ich unter anderen Um- stäuben geworden wäre."
„Du kannst tausendmal besser werden!" entaeanete Margarete mit leuchtenden Augen. „Denn Du hast die bittere unb firrchtz- bare Erfahrung gemacht, wie em Mann fallen, wrederavfsteh« imb sich selber besiegen kann!"
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