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borgerufen. Das Spiel wird unter der Leitung des Prie- 'ters, aber ausschließlich von Indianern in Szene ge- etzt. Der erste Versuch wurde im Jahre 1891 auf )er britischen Reservation Scheldt gemacht, und der Er- olg war so groß, daß der Priester jetzt jeden Sommer eine Aufführung veranstaltet, deren Wirkung als Be­kehrungsmittel fast unberechenbar groß ist. Die India­ner, denen auf diese Weise die Leiden des Erlösers erklärt werden, geraten in wahre Begeisterung.

Wie in Oberammergau, so entwickelt sich auch hier ein ästhetischer Kultus unter denen, welche eine Rolle in dem Festspiel zuerteilt bekommen wollen. Tie Auf- führung selbst wird auf ganz andere Weise veranstal­tet, als in Oberammergau. Anstatt eine Bühne zu errichten, auf der sich die ganze Leidensgeschichte ab- spielt, wandern die Zuschauer von Station zu Station. Fünf Tage lang wird im Freien Messe gelesen, und mit jedem Tage schwillt die Menge der Gläubigen und Neugierigen an. Am sechsten Tage, etwa um 3 Uhr nachmittags, macht sich die Menge, die zuvor den Prie­stersegen empfangen hat, auf die Pilgerfahrt. Männer und Frauen, verschiedenen Stämmen angehörig, Wickel­kinder, herantvachsende Knaben und Mädchen, Kranke und Gesunde, Gläubige und Ungläubige, alle in feier­licher Stimmung, folgen dem Banner, das ein Prie­ster voranträgt. Sowie sich die Prozession in Bewe­gung gesetzt hat, stimmen die Rothäute einen Klagege- sang an, den manden Gesang der Pilgerfahrt zum Kreuz" nennt. Dem Träger des riesigen Kreuzes folgen barmherzige Schwestern, die unterwegs die Leidensge­schichte Christi rezitieren. So wird auf jede erdenk­liche Weise die feierliche, erwartungsvolle Stimmung gesteigert. Bei der ersten Station angekommen, knieen alle Zuschauer im Gebet, während die Aufführung be­ginnt. Wenn das Signal zum Marsch gegeben wird, gesellen sich die Schauspieler, die ihre heilige Pflicht getan haben, zu der Menge.

Die Begeisterung erreicht ihren Höhepunkt natürlich bei Erreichung der letzten Station. Die .Kreuzig ungs- szene ist trotz der Tatsache, daß kein Mensch, sondern eine aus Holz geschnitzte Figur an das K^reuz genagelt wird, hochdramatisch und ergreifend. Wahrscheinlich ist man noch nicht geschickt genug in dem Erzielen gewag­ter Bühneneffekte, um diese Szene, die in Oberammer­gau so wahrheitsgetreu wirkt, zu wagen. Um so bedeu­tungsvoller ist die ernstfeiertiche Stimmung, die bei dieser Szene alle Indianer beherrscht. Um den Ein- bnicf realistischer zu machen, hat man ein hohles Kreuz angefertigt, in das eine blutrote Flüssigkeit gegossen wird, die in dem geeigneten Augenblick auS den Wunden des gekreuzigten Heilandes fließt. Bei diesem Anblick sind die ältesten und ost die verrufensten Krieger über­wältigt von einer geheimnisvollen, selbst ganz uner- Närlichen Rührung, und wer bis zu biefem Augenblick noch nicht das Kme gebeugt hat, tut es nun sicher.

J^ab und fern.

DaS ÜVjährigc Jubiläum des preußischen Trains beging diese Spezialtrnppe am gestrigen Tage (Diens­tag). Das Gardetrainbataillon feierte den Gedenktag in Anwesenheit des Kaisers durch einen Festappell, worauf im Offizierkasino ein Frühstück serviert wurde, dem der Monarch beiwohnte. Der Train ist die jüngste der ver­schiedenen Waffengattungen des Heeres, und trotz der großen Wichtigkeit, die er von den ältesten Zeiten an für die Heeresoperationen besessen hat, entbehrte er doch bis ins 19. Jahrhundert einer Friedensorganisation. Napoleon war der erste Feldherr, der seinem Train eine solche gab.

t Die Antialkoholiker als Gäste des Norddeutschen Lloyd. Der Norddeutsche Lloyd gab in Bremerhaven zu Ehren einer großen Anzahl dorthin gekommener Mit- chieder des Internationalen Kongresses gegen den Alko- )olismus ein Festessen aus dem SchnelldampferKai­er Wilhelm der Große". Die hervorragendsten Vertreter aller beteiligten Nationen gaben in Ansprachen ihrer Freude über den vortrefflichen Erfolg des Kongresses Ausdruck und bansten dem Norddeutschen Lloyd für die erwiesene glänzende Gastfreundschaft.

)( Zum Montier Kuochensund. Die bei den neu gefun­denen Leichenteilen des ermordeten Gymnasiasten Win­ker befindlichen Gamaschen haben nach Aussage von dessen Eltern ihrem Sohne nicht gehört. Ob sie durch einen Zufall in die Abortgrube zu den Knochen geraten sind, oder einem der am Morde Beteiligten gehören, wird die nähere Untersuchung erweisen müssen. Es steht fest, daß die Personen, welche die Knochen in die Grube geworfen haben, mit der Oertlichkeit sehr genau vertraut gewesen sein müssen.

(::) Opfer des Sturmes. Von den deutschen Seeküsten kommen traurige Meldungen über viele schwere Schiffs- Unfälle, die der letzte große Schneesturm herbeigeführt hat. Archer großen Verlusten an Fahrzeugen und La­dungen haben leider auch mehrere brave Seeleute ihr Grab in den Fluten gefunden. So strandete z. B. bei Wolgast der Barther SchonerSchwalbe", unb nur ein Mann der Besatzung konnte gerettet werden, während die drei übrigen ertranken. Im Binnenlande hat der Sturm nachgelassen, doch stockt der Verkehr auf weiten Strecken noch immer infolge der Verwüstungen an den Bahn­linien. In Schlesien sind durch das Unwetter neun Per fönen ums Leben gekommen. Inc Ausland ist am meisten Dänemark nnb Skandinavien von Sch nee stürmen heimge sucht. Die Bahnverbindung mit Kopenhagen ist gänzlich unterbrochen, die meisten telegraphischen Leitungen zer­stört. Ebenso sieht es in Mittel und Südschweden aus.

~ Ein blutiges Licbesdrama hat sich in einem Gast- Hofe zu Grimma in Sachsen abgespielt. Der Kaufmann Heider aus Guben, lvelcher seit vergangenem Herbst bei der 5. Schwadron des dort garnifonierenben Husarenregi­ments seiner Dienstpflicht genügt, bat seiner Geliebten, der 20jährigen Modistin Minna Scholz aus Guben, die zum Besuch bei ihm weilte, mittelst Rasiermessers ne Pulsadern geöffnet und dann sich selbst die Kehle durch- chnitten. Als das Paar am Morgen nicht zum Vor- chein kam, lourbc das von ihm bezogene Zimmer ge- waltsam geöffnet, wo man die Liebenden, förmlich im Blute schwimmend, aber noch lebend auffand. Der Husar wurde in das Garnisonlazarett, das Mädchen in das städtische Krankenhaus eingeliefert. An dem Aufkommen des Bräutigams wird gezweifelt, während die Braut mit

oem Leben davonkommen dürfte. Eine weitere Liebes­tragödie wird aus Kahla in Thüringen gemeldet. Dort erschoß im Walde der Volksschaltehrer Johannes Ruckebrod sich und seine 1 jährige Geliebte Klara Rudolph.

t Der angebliche deutsch französische Zwischenfall in Amanvillers hat schnell seine einfache Aufklärung ge­funden. Bekanntlich behauptete ein französischer Ordon- nan^soldat der Garnison Verdun, er sei in Amanvillers von einem deutschen Kommissar verhaftet und seine Frei- laffrng von der Auslieferung militärischer Dienstgeheim­nisse abhängig gemacht . orden. Diese Darstellung ist nach authentischen Mitteilungen aus Straßburg in alten fünften falsch, was schon daraus hervorgeht, daß der Soldar überhaupt nicht in Amanvillers, sondern in Metz sestgenommen worden ist, wohin er mehrere Male ohne die für ausländische aktive Militärpersonen er­forderliche polizeiliche Erlaubnis gekommen war, und wo er auffallende Beziehungen unterhalten hat. Als ein bestimmter Verdacht einer strafbaren Handlung sich nicht ergab, wurde der Soldat an die Grenze nach Aman­villers zurückgeleitet und zum Verlassen des Landes angewiesen.

, Einen wertvollen Funv machten die Eheleute Rohlfs in Mallinghausen bei Aurich. Sie beabsichtigten, einen alten Schrank zu verkaufen, und beim Ausräumen des Schrankes sollte nun auch ein Bindfaden entfernt wer­den, der schon längere Zeit aus einer Fuge heraus- gehangen hatte. Man war aber nicht wenig erstaunt, als man mit diesem Bindfaden einen Beutel aus einem bisher nicht gekannten Verstecke hervorholte und in die­sem Beutel 43 Goldstücke, 42 alte Doppelkronen und eine einfache Krone, im Gesamtwerte von mehr als 1000 Mk. fand. Durch den unverhofften Fund, über dessen einstigen Besitzer man nichts näheres weiß, sind die glücklichen Finder auf einmal großer Sorgen ent­lastet, die sich gerade in letzter Zeit bei ihnen einzustel­len drohten.

O Bauernunruhen in Italien. Von arbeitslosen Land­leuten wurden in Galatina, als Lebensmittel unter sie verteilt wurden, Ausschreitungen begangen; es wurden Fensterscheiben einsteworfen und andere Gewalttaten ver­übt. Die Polizei trieb die Menge auseinander, diese aber warf mit Steinen auf sie und gab Revolverschüsse auf sie ab, so daß von der Waffe Gebrauch gemacht wurde. Mehrere Teilnehmer an ben Ausschreitungen wurden verwundet, einer der Verwundeten ist seinen Verletzun­gen erlegen. Auch ein Polizeikomrnissar und mehrere Gendarmen wurden verwundet.

222 Furchtbare Hungersnot in China. Nach Meldungen ans der chinesischen Provinz Kwangsi sterben dort Tau­sende als Opfer der Hungersnot; Frauen verkaufen sich als Sklaven, um dem Hungertode zu entgehen. Der ame­rikanische Konsul hat Sammlungen eingeleitet.

** Briefmarken als Zahlungsmittel. Die im Geschäfts­verkehr häufig übliche Gewohnheit, Zahlungen durch Postwertzeichen zu begleichen, ist für die Empfänger häufig sehr unbequem, nicht selten mit Verlust ver­knüpft, besonders wenn neben den geringwertigen Post­wertzeichen, die im allgemeinen leichter unterzubringen sind, auch Marken zu 1, 2, 3 und 5 Mark in Zahlung ge­geben werden, für die sich schwer Verwendung findet, und die dann beim Empfänger zwecklos lagern und ihm das bare Geld entziehen. Die Post ist weder zur baren Einlösung von Postwertzeichen noch zum Um» tausche gegen anderswertige Zeichen verpflichtet. Es em­pfiehlt sich daher, von der Verwendung von Postmarken als Zahlungsmittel nicht Gebrauch machen; wenn es dusuahmsweise bennoch geschieht, nicht hochwertige Marken zu verwenden. Auch ist niemand verpflichtet, Briefmarken als Zahlungsmittel zu nehmen, da gericht- licherseits wiederholt entschieden wurde, daß Postwert­zeichen keine Zahlungsmittel seien. Es ist also nur Gefälligkeit, sich durch Briefmarken bezahlen zu lassen.

(2) Verhaftete Falschmün er. Der Berliner Kriminal. Polizei gelang es, eine gefähcckche Falschmünzerbande zu verhaften, der man schon seit längerer Zeit auf der Spur war. Die Bande bestand aus zwei alten Zuchthäuslern, den Malern Otto Linier und Wilhelm Schulz, die beide wegen Falschmünzerei vorbestraft sind, einem wegen Dieb- stayls bestraften Klempner Adolf Rode, den Arbeitern Ri­chard Hoppe und Fritz Schischke und dem Handlungsgehil­fen Wilhelm Autel, die noch nicht bestraft sind. Schischke hatte besonders die Aufgabe, die Falschstücke, nur Einmark­stücke, in Läden unterz!cbringen. Er kaufte stets nur für fünf Pfennig ein paar Bogen Papier, einen Bleistift, eine Zigarre oder sonst eine Kleinigkeit. Mehr als eine Mark bekam er niemals mit. Gelang der Absatz, so wurden Hoppe, Antel oder Rode zu Schulz und Linier gesandt, um ein neues Stück für ihn zu holen. Fast zu gleicher Zeit wurde auch in Wiesdorf bei Düsseldorf eine Falsch­münzerwerkstatt entdeckt und fünf Personen verhaftet.

X Ein Neifeabcntcncr dcS Königs von England tuirb aus Syrakus gemeldet. Das ganze Gepäck des Kö­nigs ist ihm untertvegS abhanden gekommen. In Reg­gio blieb infolge eines Unfalles der Gepäckivagm mit den Koffern des Königs zurück und diese hoben sich seither trotz aller Nachforschungen nicht auffinden las­sen. Es wäre nicht das erste Gepäck, das aus italie­nischen Bahnlinien abhanden kam.

Amerikanische Eisenbahnkataftrophe. Ein Schnell­zug der Eriebahn fuhr bei Redhouse im Staate Newyork mit voller Geschwindigkeit in einen Güterzug. Drei Schlaf­wagen und zwei andere Waggons des Schnellzuges ge­rieten in Brand. Zwei männliche Reisende, zwei Frauen und ein Kind kamen in den Flammen um. 10 Personen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Ein Bremser des Güterzuges wurde buchstäblich zerquetscht.

Bunte Chronik. Der Stapellauf des neuen großen KreuzersErsatz Kaiser" wird auf kaiserlichen Besehl wäh­rend der Kieler Seglerwoche in diesem Sommer statt­finden.

Aus Nahrungssorgen erschossen sich in Steglitz der Kaufmann Abraham und seine Ehefrau. Vorher halten sie diesen Entschluß ihrem Kommis brieflich mitgeteilt.

Die Vergleichsverhandlungen zwischen Arbeitge­bern und Arbeitnehmern der Schuhindustrie in Pir­masens sind gescheitert und die Schuhfabriken ge­schlossen worden. 6000 Arbeiter sind ausgesperrt.

6it$$tntr Cagesneuidkeiten

** Der Großherzog hat am 18. April den auU« ordentlichen Professor bei der juristischen Fakultät der Landct. Universität Dr. Joh. Baptist Braun mit Wirkung vor 1. Mai 1903 an in den Ruhestand versetzt.

** In Anwesenheit des Vorsitzenden der Zentralstes für die Gewerbe, Herrn Regierungsrat Noack, tagten 03 Samstag in Darmstadt die Delegiertender hessischen O r ts, gewerbvereine, um über die von der Regierung bb züglich der Sterbekasse geforderten Statutcn-Aenderungsi zu beraten.

4- W r erhalten folgende Zuschrift: Die Er. richtung des noch fehlenden I äg erb atail l ovj im 18. Armeekorps steht nahe bevor. Wahrscheinlich werdg die Mittel hierfür schon im nächsten Militäretat e ng-ste^. werden. Bezüglich der Wahl des G ar n is0 n s 0 rt es i- eine definitive Entscheidung an kompetenter Stelle noch nitz erfolgt. Ausschlaggebend wird für die Garnison bi (eS neue Jägerbataillons sein, daß sie in unmittelbarer N He bunt schnittenes, bewaldetes und ebenes Gelände zugl ich besitzt das es ermöglicht, alle Arten Felddienstübungen au'zusührc^ Bon den in Betracht gezogenen Städten wird uft Borju^ (? D. Red.) Bensheim a. d. Bergstraße genannt. Mn verkenne ja nicht die Vorzüge dieses Ortes, auch das A. lände ist günstig aber ein Blick in die Standliste bu deutschen Armee besagt, daß im Großherzogtum H ssen ki! Provinz Starkenburg im Vergleich zu den beiden andem hessischen Provinzen die meisten Regimenter in Garnison Hu und Oberhessen dagegen ein nur sehr minimales mili­tärisches Kontigent aufzählen kann. Kommt dem weitblickendr- Manne da nicht auch der Gedanke, wenn eine pasiende Gr, legenheit sich bietet, daß ausgleichend man hier handeln könnte, zumal wenn dieselben Chancen, dieselben Vorteile sich bietn resp, geboten werden. Und ist das nicht der Fall, hat Oaw Hessen nicht ebenso günstiges Terrain, in welchem Jäger- truppen ausgebildet werden können. Hat Oberhessen neben seinen wunderschönen Waldungen, seinen durchbrochenen Fel^ und Wiesenflächen nicht noch seinen herrlichen Vogelsberg, in dessen charakteristischen Schluchten und Tälern der Sotdüt seinen Scharfblick und sein Orientierungstalent, seine Selb'? ständigkeit in bester Weise ausbilden kann. Ist denn durch den neuen große Truppenübungsplatz, welche über kurz oder lang an der Hessen-Darmstadt und Hessen, nassauischen Grenze zwischen Nordeck-Londors-Roß.

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ber g errichtet wird, nicht auch das militärische praktische und notwendige gegenseitige Manöverieren mit anderen Truppen ohne großen Quartierkosten leicht auszusühren. Aber nickt allein das, ist nicht auch bei uns in Oberhessen der Geländcwert ein bedeutend niedriger als an der Berg« straße, als in Bensheim; ja ist die Verpflegung nicht eint weit billigere als in jenem Bezirk. Daraus müßte unsere Militärbehörde doch auch Rücksicht nehmen, dam t die Aus­gaben, die Unterhaltungskosten für das neue Sajerbataidon nicht zu abschreckend hohe sind. ES liegt mir nun fern, die neuen Jäger vielleicht in Gießen in Garnison zu schkn (trotzdem, daß unsere Provinz'alhauptstadt im Verhältnis zu Darmstadt und Mainz daS Anrecht auf eil e Vergrößerung ihrer Garnison hat,) nein, wir haben außer Gießen und Butz bach in Oberhessen so manches freundliches und bequem ge­legenes Städtchen, von denen ein jedes alles aufbicttn würde, wenn es Garnisonstadt würde. Neben Büdingen, Als« feld, Lauterbach oder Schotten muß vor aller Dingen hierbei Grünberg genannt werden, und zwar aus folgenden Gründen. Grünberg, ein reges arbeitSjamtfi Städtchen, das früher Kreisstadt war, ist nicht weit ven Gießen entfernt, hat gute Bahnverbindung mit der Provinzial- Hauptstadt, liegt am Ausgang der Rabenau, nicht weit von dem späteren großen Truppenübungsplatz und am Fuße dcS Vogelsberges. Sind das nicht der Punkte genug, die ehe Garnisonierung des neuen Jägerbataillon- nach Oberhessen und ganz besonders nach Grünberg befürworten. Grür- berg dürfte also neben Bensheim schon mit in Frage kommm und, was historisch zu beachten wäre, Grünberg würde wieder, was eS in alter Zeit auch einmal hatt«', Mili­tär bekommen. Möge man sich darum in den map gebenden Kreisen rühren und bemühen. -e-Grünbern

(Anmerkung der Redaktion: Unserem -6-Mit arbeiter dürfte man nicht Unrecht geben , daS Herz unsere Provinz bekäme neues Leben, die umliegenden Städte uni Ortschaften, wie Alsfeld, Laubach, Ulrichstein, Gießen r würden auch einen kleinen Nutzen davon ziehen.)

* (M il i t ä r d i e n st n a ch r i ch te n.) v. AmAuoxer Hauptmann und Komp.-Chef im Füs.-Regt. Königin (Schles' wig'Holstein.) Nr. 86, zum Adjudanten der Großh. $d (25.) Division ernannt, v. Schmidt, Oberst r.:'b Rom1 mandeur der 25. Kav.-Brigade (Großh. Hess ), zu n General­major befördert. Koettjchau, Hauptmann im Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum jk .npagnic chef ernannt. Rudeloff im Inf.-Regt. Kaiser W..helm (2 Großh. Hcss) Nr. 116, unter Versitzung in daS Jns.'Re^ Prinz Moritz von Anhalt-Dessau (5. Pomm) Nr. Ziegler im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. G ?ßh. Hill Nr. 116, Oberleutnants, zu überzähligen £ mptleuter befördert.

Der Verein R e i ch S - W 0 h n u /> g S g e se; versendet soeben seinen 5. Jahresbericht, der mit einer intN'

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*/ Wer eilige Operette selbe wegen ihr Berliner Opern! dieselbe auch hie zahlreich tmgtfi in öfterem Apl gab. Die & hinein" gab linde, Fcânlein lA'saa^dircklar Durch ihren Ä Popularität 91 Abend die einz föq.'nW hat stellender Weis wieder eine vo

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