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Nr. 246

Dienstag, den 20, Oktober 1903.

12. Jahrgang.

WCbtxumtxWttW: to Gießen, abgeh-lt monatlich SO-Pfß^ t«'- HâuS gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen Viertel. " 8 jLhrlich M. L60.

VrattSbeilage«: Oberhelfische Famittentelt«^ (täglich) Oberhèffische Zeitschrift für L««dtvirtfchast, Obst- ««d GartätbaS, sowie die Gieße«er Seifenblase« (wöchentlich).

DaS Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmitags.

Gie ßener

3nfrcrton»»ref 8t Die nnsp-Mge Petitzette für Eichen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Rarvurg 10 Pfg. soffst 16 Pjg.; Reklame, die Petitzette 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3868.

Redaktion und Exvedition: ® Lt 6 e n Neuenweg st>

Ser,,pr«ch»,fchl>ch Nr. 3«».

Jeuefle Aachrichten

«Lietzener GageSratt) Unabhängige Tageszâng (Gießener Ieitm»M

für Overhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Metze« und Umgebung. LrÄLlt «He amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheff«.

Des Kaisers Glaubensbekenntnis.

Der Kaiser hat dem bedeutungsvollen Tag, an dem seine beiden Söhne August Wilhelm und Oskar ihr Glau­bensbekenntnis in die Hand ihres Seelsorgers ablegten, durch einen Patriarchalisch-religiösen Akt eine ergreifende Weihe gegeben. An festlicher Tafel im Familienkreise erweckte er die ehrwürdige Ueberlieferung des Priestertums, das sich in pater familias verkörpert, zu eindrucksvollem Leben. Mit markigen, von tiefinnerlicher Glaubenskraft zeugenden Wor­ten legte er vor seinem ganzen Hause selber ein unumwun­denes Bekenntnis ab und verwies die jungen Söhne, die eben in den Bund der Kirche ausgenommen sind, auf den ewigen, festen Baugrund, auf dem sich ihr Leben aufbauen so-lle: den Glauben an ihren Herrn und Heiland. Wir lassen dèe Rede, die im ganzen Lande ein lebhaftes Echo wach­rufen wird, nachstehend im vollen Wortlaut folgen:

Meine lieben Söhne! In dem Augenblick, wo wir im Be- griff sind, die Gläser auf euer Wohl zu leeren und unsere Glück­wünsche euch auszusprechen, daß ihr unter uns eingetreten seid als tatenfrohe Menschen, in die Gemeinde des Herrn, um darin zu arbeiten, möchte ich als euer Vater auch ein Wort euch mit amf den Weg geben. Der heutige Tag ist für euch in geistiger Beziehung gleichzustellen dem Tage, an dem der Offizier, der Soldat seinen Fahneneid ableistet. Ihr habt als Prinzen des Königlichen Hauses schon im zehnten Jahre das Recht, Uni-; form zu tragen. Damit möchte ich euere Taufe vergleichen. Ihr stid vorgemerlt als Streiter Christi. Mit dem heutigen Tage seid ihr, sozusagen, im Glauben mündig geworden. Die Wehr r nd Waffe» und das Rüstzeug, deren ihr euch bedienen sollt, stnd euch von kundiger Hand gelehrt und bereit gelegt worden. Khre Anwendung in allen Lebenslagen wird nun cm euch liegen, ^uch darin werdet ihr noch zum Teil unterwiesen werden kön­nen. Aber schließlich muß ein jeder lernen, die Waffen, auch die geistigen, selbst zu führen, die ihm anvertraut sind. Ich spreche mit Absicht im militärischen Sinne, weil ich annehme, daß auch ihr das schöne Gleichnis kennt, worin der Christ mit d>em Krieger verglichen wird, und in welchem die Waffen auf- zeführt werden, die ihm der Herr zur Verfügung gestellt hat. Ihr werdet gewiß die Gelegenheit haben in späterer Zeit, diese oder jene bon den Waffen anzuwenden, und ihr werdet gewiß das, was ihr heute so schön in eurem Gelübde versprochen habt, auch betätigen. In sehr richtiger Weise hat in der herrlichen Ansprache, die euer geistlicher Lehrer heute an euch gerichtet hat, derselbe einen Begriff hervorgehoben für das, was von euch verlangt wird, nämlich daß ihrPersönlichkeiten" werden sollt. Es ist das derjenige Punkt, auf den nach meiner Ansicht es für den Christen im täglichen Leben am meisten ankommt. Denn darüber kann wohl kein Zweifel sein, daß wir von der Person des Herrn getrost sagen können: Er ist diepersönlichste Per­sönlichkeit" gewesen, die je auf der Erde unter den Menschen­kindern gewandelt ist. Ihr habt in euerem Unterricht und werdet es noch in Zukunft von vielen großen Menschen ge-- lesen und gehört, von Weisen, Staatsmännern, Königen und Fürsten, auch von Dichtern. Ihr habt von manchen Worte und Aussprüche gelesen, und sie haben euch erhoben, ja sogar be­geistert. Gewiß! Welcher deutsche Jüngling sollte sich nicht er­hoben fühlen und fortgerissen werden von begeisterten Liedern, z. V. von unserem Körner. Aber trotz allem, es sind Menschen­worte. Es kommen keine Menschenworte irgend einem einzigen Worte unseres Herrn gleich. Und das sei euch gesagt, damit ihr auch in der Lage seid, es zu vertreten, wenn ihr einst im Strudel des Lebens steht und Meinungsaustausch hört und selber Meinungen austauscht über Religion, vor allem über die Person unseres Heilandes. Es hat niemals eines Menschen Wort fertig gebracht, Leute aller Rassen und Leute aller Völker gleichmäßig zu denselben Zielen zu begeistern, darnach zu trachten, ihm gleich zu sein, ja sogar ihr Leben für ihn zu lassen. Und das Wunder ist nur dadurch zu erklären, daß die Worte, die er ge­sprochen hat, Worte des lebendigen Gottes sind, welche Leben erwecken und lebendig bleiben noch nach tausenden von Jahren, wenn der Weisen Worte längst vergessen sein werden.

Wenn ich nun auf meine persönlichen Erfahrungen zurück­blicke, so kann ich euch nur versichern, und ihr werdet dieselbe Erfahrung machen: Der Angel- und Drehpunkt unseres mensch­lichen Lebens, zumal aber eines verantwortungsvollen und arbeitsreichen Lebens das ist mir klarer geworden von Jahr zu Jahr liegt nur einzig und allein in der Stellung, die man zu seinem Herrn und Heilande einnimmt. Ich nannte ihn die persönlichste der Persönlichkeiten, und das mit Recht. Wie es nicht anders fein kann im menschlichen Leben, und wie es uns allen begegnet, so ist es auch mit ihm gewesen. Es ist der Streit der Meinungen um ihn entbrannt: manche waren für ihn, manche haben im Zweifel gestanden, viele waren gegen ihn. Aber darüber kann kein Zweifel sein, und der schärfste Feind und Leugner des Herrn ist nur der Beweis dafür, der Herr lebt noch heute als ganze Persönlichkeit, die nicht ignoriert werden kann! Noch heute schreitet seine Lichtgestalt, unserm geistigen Auge nur sichtbar und der Seele fühlbar, unter uns einher: tröstend, hel­fend, stärkend, auch Widerspruch und Verfolgung erweckend. Und weil er nicht ignoriert werden kann, so wird jeder Mensch ge­zwungen, bewußt oder unbewußt, das Leben, das er lebt, das Amt, das er führt, das Werk, das er treibt, immer darauf zu basieren, unter welchem Gesichtswinkel er unserm Heilande

gegenüber steht und ob seine Arbeit im Sinne des Herrn getan, ihm wohlgefällig ist, oder ob es das Gegenteil ist. Sein Ge­irissen, wenn es noch lebt, wird ihm stets darüber Auskunft geben. Gewiß, ich glaube gern, daß viele Menschen heute der Ansicht sind, im heutigenmodernen" Leben mit seinen vielfachen Auf­gaben und verantwortungsvollen Stellungen ist es undenkbar, daß man sich mit der Persönlichkeit des Heilandes so eingehend be­schäftigen und auf ihn Rücksicht nehmen kann, wie es früher geschah. Und die Menschheit hat sich neben dem Herrn den Him­mel ausgeschmückt mit vielen herrlichen Gestalten, frommen Christen, die Heilige genannt werden, und an die sie sich hilfe­suchend wenden. Aber das ist alles Nebensache und eitel. Der einzige Helfer und Netter ist und bleibt der Heiland. Ich kann euch nur Eines von ganzem Herzen raten für euer zukünftiges Leben: Schafft und arbeitet ohne Unterlaß, das ist der Kern des Christenlebeics, wie er es uns vorgelebt hat! Werfet einen Blick in die Schrift und leset die Gleichnisse unseres Heilandes: am schwersten wird der bestraft, der nichts tut, der sitzen bleibt, mit dem Strom mitgcht und die andern arbeiten läßt, wie im Gleichnis vom Pfunde. Was auch euere Passionen, was auch euere Gaben sein mögen, es möge jeder darnach trachten, auf seinem Gebiete das Beste zu leisten und eine Persönlichkeit zu werden, in seine Aufgaben hineinzuwachsen, in ihnen zu schaffen und sie zu fördern nach dem Beispiele des Heilandes. Trachtet vor allem darnach, daß, was ihr vornehmt, möglichst stets zu einer Freude für euere Mitmenschen werden kann denn daS ist das Schönste, mit anderen sich gemeinsam freuen zu können und wo das nicht möglich ist, daß euer Werk den Mitmenschen wenigstens zu Nutz und Frommen sein möge, wie unseres Herrn arbeitsreiches und tatenfrohes Leben es stets gewesen. Dann habt ihr das erfüllt, was von euch erwartet wird. Dann werdet ihr brave, deutsche Männer, tüchtige Prinzen meines Hauses werden und teilnehmen können an der großen Arbeit, die uns allen beschieden ist. Datz ihr solche Arbeit mit Segen zu ihrem Ziele führen möget, daß euch Gottes und des Hei­landes Hilfe dabei nicht fehlen möge, darauf leeren wir am heu­tigen Tage unsere Gläser."

*

Der Kaiser seinen Eltern.

Wer bei der Enthüllungsfeier der neu errichteten Denk­mäler für Kaiser und Kaiserin Friedrich im Berliner Tier­garten eine Rede des Kaisers erwartete, sah sich getäuscht. Kaiser Wilhelm hat aber, was er bei der Feier selbst, die im übrigen in programmmäßiger Weise verlief, nicht aus- sprach, bei anderer Gelegenheit nachgeholt. Bei der Mittagstafel im Königlichen Schloß hielt er eine Rede, in der er um das hehre Bild seines Elternpaares einen Lor- beerkranz treuer Liebe flocht. Die Worte dazu entlehnte er dem beredten Munde seines alten Lehrers Dr. Hinzpeter, der in kurzen aber inhaltsreichen Sätzen die Bedeutung der Ent­schlafenen würdigt. Wir lassen die markantesten Stellen im Auszug folgen:

Diese stolzen glänzenden Gestalten werden in den Beschauern auch der künftigen Geschlechter stets andere Empfindungen er­wecken, als die Bilder der nun abgeschlossenen Siegesallee. Ihre Sympathie und ihre Bewunderung werden immer mit Mitleid vermischt sein; ihre Ehrfurcht wird mehr den Leiden gelten als ben Taten. Diese Figuren werden mehr die Sage beschäftigen als die Geschichte, denn sie repräsentieren mehr Ideen als Er­eignisse. Ihr Schicksal war so tragisch, daß es die Seele des Volkes tief erschütterte, sie mit Mitleid für das furchtbare Leiden wie mit Trauer um die eigenen verlorenen Hoffnungen erfüllte.

Dieses zum Herrschen berufene Paar bewegte die neue Zeit, die für Deutschland anbrach, stärker als alle anderen; kein zweites war so voll von Träumen, Gedanken und Plänen; keines so mutig im Verlaßen des Alten und Ergreifen des Neuen; keines so erfüllt mit Hoffnung und Vertrauen auf die Zukunft. Unter den strebenden, ringenden Zeitgenossen zeichneten sie beide in innigster geistiger Gemeinschaft sich aus durch ihren Eifer und Enthusiasmus für die neuen höheren Ziele, für die freiere Entwickelung aller Kräfte, für die reichere Entfaltung des Volks­lebens. Sie stehen hier am Eingang als glänzende Repräsen­tanten der schwärmerischen illusionsreichen Jugend des Deutschen Reichs und als leuchtende Personifikationen der Kulturbegeiste­rung, welche sie charakterisierte, und welche die deutschen Kaiser als Führer des vornehmsten Kulturvolks der Erde beseelen soll."

panromaniscber Imperialismus.

Politische Luftschlösser zu bauen ist von jeher eine Eigen­heit der Romanen gewesen: keine Natton lateinischen Ge­blüts hat es je verstanden, auf die Dauer Realpolitik zu treiben. Selbst die glänzenden politischen Taten des vier­zehnten Ludwig und der beiden Napoleon, was waren sie anderes als Ausflüsse einer Luftschloßpolitik, die das Blei­bende im Wechsel der politischen Erscheinungen nicht achtete: die politischen Notwendigkeiten, die in Rasse, Sprache, Re­ligionsbekenntnis und tausend anderen kleineren und grö­ßeren Tatsachen sich ausdrücken. Wer die Geschrchte der romanischen Völker kennt, der weiß: Je phantastischer, je nebelhafter, je unmöglicher die Grundlagen für solche Cha­teaux d'Espagne, um so eifriger sind die Phantasiepolittker in Madrid, Rom, Paris in ihrer lustigen Bautätigkeit.

Die letzten Tage haben uns wieder ein groteskes Produkt dieser, politischen Luftschloßarchitektur gebracht: das ita­lienisch-französische Kaiserreich! Franzosen haben dieses neueste politische Nebelgebilde aufgetürmt, und ihre Stammverwandten jenseits der Alpen halfen ihnen mit südlich schnell auflodernder Begeisterung bei dem politischen Kinderspiel.

Also ein italienisch-französisches Kaiserreich! Wer der Kaiser sein soll? Selbstverständlich, so erklären die angeb­lich republikanischen Franzosen kurz und bündig, Viktor Emanuel, der Jtalienerkönig, für den im Moment nicht nur tont Paris, sondern auch ganz Frankreich Helle Begeiste­rung hegt! Von Messinas Enge bis zu den Küsten der Nor­mandie und Bretagne: Ein Volk, ein Reich, ein Kaiser! Welch stolzer Gedanke, wert, eines Römers, eines Parisers patriotisches Herz höher schlagen zu lassen.

Und wie sehr diese Idee auch in der Luft schweben mag, wie undurchführbar sie ist, bei Italiens Politikern findet sie rauschenden Widerhall. In der italienischen Presse wer­den Stimmen laut, die sich ernsthaft und begeistert mit diesen Phantastereien beschäftigen; selbst ein so ernst zu nehmendes Blatt wie derMailänder Corriere" versteigt sich zu folgenden Tiraden:

Der Z w e i b u n d und der Dreibund gehören nunmehr der Vergangenheit an. Gegenwärtig besteht ein Bund der drei Kaiser, von dem Italien und Frankreich ausgeschlossen sind. Italien ist auch bei den russisch-österreichischen Abmachungen, die den Bal­kan betreffen, völlig ignoriert worden natürlich, denn welche Rücksicht verdient eine Nation, in der eine Hand voll Lärmmacher jede Politik durchkreuzen können."

Und deshalb tritt das Blatt für das italienisch-franzö­sische ^aiferreid) ein! Den sonst besonnenen Männern, die dieses Blatt leiten, hat offenbar dieHinausschiebung", will sagen die definitve Absage des Zarenbesuches, die natio­nale Empfindlichkeit verletzt: Statt die italienischen Sozia­listen, die den Zarenbesuch vereitelt haben, beim Ohr zu nehmen, suchen diese Politiker exzentrisch genug einen Trost in dem Hirngespinst eines italienisch-französischen Kaiser­reichs !

Und wie die oberitalienische und römische die mittel- und süditalienische Presse und Bevölkerung. Bei jenen spricht die stete Berührung mit den französischen Nachbarn, bei diesen das materielle Interesse mit, wenn sie dem Ein­heitstraum Naum geben: Die Süditaliener keltern einen Wein, für den sie nur in Frankreich Abnahme finden^ wo er zuechtem Bordeaux" verarbeitet wird!

Es kann nicht geleugnet werden, daß die offiziellen Poli- ttschen Kreise Italiens und Frankreichs Oel in das Feuer dieser privaten Einheitsphatasien gießen. So hat König Viktor Emanuel selbst, kurz vor seiner Abreise aus Paris, bei einem nach der Parade ihm vom Präsidenten Loubet gegebenen Mahl einen Trinkspruch ausgebracht, in dem er an die gemeinsamen Waffentaten der Heere Italiens und Frankreichs erinnerte. Und das in einem Tone, daß Präsi­dent Loubet in seiner Antwort von derVereinigung", der union", der beiden Nationen reden konnte! Welch ein Feld für auslegungslustige politische Zeichendeuter! Und weiter: Viktor Emanuel soll die Absicht ausgesprochen haben, das italienische Heer von 12 auf 10 Armeekorps zu ver­ringern, weil zwischen Italien und Frankreich fortan Miß­helligkeiten ausgeschlossen seien!

Aber all dieses Wasser auf die Mühle der Herolde eines großen romanischen Imperiums wird ohne Wirkung bleiben; denn die Mühle geht leer. Der Dreibund braucht eine Er­schütterung durch diese Zukunftsphantasien leicht erregbarer Gemüter nicht zu befürchten, und ebensowenig der Zwei­bund. Denn beide sind nicht in Phantasiespielereien, sondern in politischen Interessen begründet, in Notwendigkeiten, die nur durch andere politische Notwendigkeiten, nicht durch ideologische Planmachereien aufgehoben werden können. Also auch diesen neuesten Gebilden romanischer Einbildungs­kraft gegenüber gilt das Wort:Kalt Blut und warm an- gezogen!"

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Vor seiner Preise aus Paris hat König Viktor Emanuel für die Armen der Stadt 50 000 Franks und für die in Paris lebenden bedürftigen Italiener 30 000 Franks ge­spendet. Loubet sagte bei der Abfahrt dem Könige einen Gegenbesuch in Rom zu.

Die Politik.

d" Augenblicklich werden schon für das nächste Jahr eine Reihe von Monarchenreisen angekündigt. So soll der Lord­mayor von London eine amtliche Verständigung davon erhalten haben, daß Kaiser Franz Josef im Früh­jahr England besuchen werde. Für den Aufenthalt seien drei Tage in Aussicht genommen. Umgekehrt soll König Eduard die Absicht haben, im Januar König Karol bon Rumänien einen Besuch abzustatten. Die Meldun­gen von Besuchen, die König Peter von Serbien in diesem Jahre an fremden Höfen zu machen gedenke, wer--