Einzelbild herunterladen
 

Males.

Gießen, 20. Juni 1903.

** Der Zweiten Kammer ist seitens Großh. Ministeriums der Finanzen eine Regierungsvorlage zu­gegangen betreffend Verkauf des Steuerkommissariats- gebäudeS zu Friedberg und Errichtung eines Steuer­verwaltungsgebäudes.

*** S ü r d i e Stichwahl kommen in Hessen und Hessen-Nassau folgende Kandidaten in Betracht:

Hess n.

Gießen: Heyligenstädt (nl.) Krumm (sd.)

Friedberg: Graf Ociola (nl.) Busold (sd.)

Alsfeld: Bindewald (Antis.) Wallau (nl.) Offenbach: Ulrich (sd.) Bensheim: Haas (nl.)

bisher Antis.

Worms : Bingen: Mainz:

v. Heyl (nl) Schmidt (Vp.) König (Ztr.)

Rinteln:

Kassel: Eschwege:

Marburg: Hersseld: Hanau:

Höchst: Wiesbaden:

Limburg Oberwesterwald:

Hessen-Nassau.

Becker (nl.) Rau (sd.) Blum (Ztr.) v. Brentano (Z.) David (sd.)

ff

„ // „ ff

ff

nl. Antis. sd. nl. nl. Vp. Ztr.

Reventlow (Antis.) Vetters (sd.) Lattmann (Ant.) Thiel (sd.) Hugo (sd.) Seyboth (Vp.) v. Gerlach (n.-soz.) v. Pappenheim(k) Werner (Ant.)

Hoch (sd.) Jtschert (Ztr.) Bartling (nl.)

Müller (Ztr.) Lucis (nl.) Brühne (sd.) Lebmann (sd.) Buchsieb (nl.)

b. Ant.

ff

ff ff ff

„

nl. Rp. Ant. Ant. sd. Ztr. Vp. Ztr. nl. sd.

Cahensky (Ztr.)

Hofmann (nl.) Burckhard (christl.-sz.)

Frankfurt a. M.: Schmidt (sd.) Bruck (Vp.)

F. Es wird uns von befreundeter Seite Folgendes ge­schrieben: „Was lehrt uns der bisherige Wahl-

kampf? Vor allen Dingen eins: daß mit Versammlungen, Reden, Flugblättern und Zeitungsartikeln allein es nicht getan ist. Wichtiger als alles dieses ist die Kleinarbeit, die Anregung, die Agitation von Mund zu Mund. Gewiß, die Versammlungen waren notwendig und wertvoll, weil nur dadurch der liberale Kandidat allen Wählern bekannt werden konnte. Wir zweifeln nicht, daß das sachliche und vornehme und doch von jeder Anmaßung freie Auftreten deS Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt überall den besten Eindruck gemacht hat. Aber auch seine Ausführungen haben nicht überall das beseitigen können, was durch jahrelange Agitation in die Köpfe gekommen ist. Und kaum war eine Versamm­lung für Herrn Heyligenstaedt abgehalten, so begann die Minierarbeit daS Vertrauen zu dem ehrlichen Volksfreund zu zerstören. Gegen diese Agitation hilft nur eine uner­müdliche Gegenarbeit, die immer von neuem die Irrtümer berichtigt, den Wähler über seine wahren Interessen aufklärt, ihn auf die Geheimhaltung seiner Abstimmung hinweist, da­mit er sich nicht einschüchtern läßt. Immer von neuem müssen die Lauen angeregt, die Zweifelhaften gestärkt werden. Von denen die am 16. Juni für den Liberalismus eingetreten sind, darf nicht einer am 25. fehlen. Dafür sind aber am Entscheidungstage noch viele andere heranzu­ziehen. Die Hauptsache, auf die es ankommt, ist eine all­gemeine Beteiligung der Wähler. Diese Kleinarbeit kann nicht von dem Kandidaten geleistet werden, auch nicht von den Mitgliedern des Wahlausschusses, sondern hier muß jeder an seinem Teile mithelfen. Lernt von den Sozialdemokraten die Rührigkeit, das Eintreten eines jeden einzelnen für seine Sache, der Erfolg wird nicht fehlen. Kein Tag darf ver­loren werden bis zum nächsten Donnerstag. In jeder Ge­meinde müssen sich Männer finden, die einen Weg, ein gutes Wort nicht scheuen, wenn sie dadurch der liberalen Sache neue Anhänger gewinnen können. Nur ein festes und tat­kräftiger Zusammenwirken kann zum Siege führen. Wenn jeder seine Pflicht tut, nicht nur mit dem Stimmzettel, sondern auch bei der Mitarbeit, dann muß die liberale Sache siegen! $elfe jeder an seinem Teile, daß am 25. Juni die Mehrheit Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt zu ihrem Vertrauensmann und Abgeordneten in den Reichs­tag wählt."

* * Die Sitzung der Stadtverordneten findet in der nächsten Woche wegen der auf Donnerstag fallenden Stichwahl am Freitag statt.

** Urlaubseinteilung. Eine Anfrage ist bei den städt. Beamten im Umlauf, die sich darauf bezieht, wann und auf wie lange die Beamten Urlaub zu haben wünschen Bekanntlich ist für einen Urlaub bis zu 14 Tagen der Oberbürgermeister ohne Anhörung der Stadtverordneten- Versammlung zuständig. Im Interesse deS Dienstes ist diese Anordnung, die Beamten selbst zu fragen, wann und ob sie Ferien haben wollen, sehr zu billigen.

Keine Lehrernot für Gießen. Für die drei zu besetzenden Lehrerstellen an unserer Volksschule haben sich nicht weniger als 60 Bewerber gemeldet. Hiernach zu schließen scheinen doch die Annehmlichkeiten, Lehrer in Gießen zu sein, recht verlockend zu wirken und auch die GehaltS- verhältnisse unserer Lehrer recht auskömmlich zu sein, denn sonst könnte man die vielen Meldungen zu den offenen Lehrerstellen nicht begreifen.

7 ®ent Hauptkomitee der landw. Aus- st e l l u n g zu Gießen ist vom Großh. Ministerium deS Innern die Erlaubniß erteilt, mit der in der Zeit vom 10. bis 13. September d. Js. seitens des Landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhtssm und deS Verbandes für das Vogelsberger Rind zu Gießen zu veranstaltenden land­wirtschaftlichen Ausstellung eine Verlosung von Tieren, Maschinen und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden und zugleich den Vertrieb der Lose im Großherzogtum ge­stattet.

** Die Stecbekasse desDeutschen Werkmeister- Verba ndes, die etwa 41000 Mitglieder zählt,wurde seitens des Kaiserlichen Aufsichtamtes für Privat-Ver­sicherung im ganzen Deutschen Reiche zum Geschäftsbetriebe zugelassen. Während die alten jetzt vorhandenen Mit­glieder Durchschnittsbeiträge zahlen, zahlen neu zugehende Mitglieder Versicherungs technisch nach dem Lebensalter berechnete Beiträge.

V Der Gießener Fahrbeamtenverein hatte der Einladungdes Brudervereins in Kassel, an dessen 25 jährigem Stiftungsfeste mit Fahnenweihe Teil zu nehmen, entsprochen. Eine Deputation mit dem Vorsitzenden, Zug­führer Althaus, war nach Kassel gereist und hat dort die freundlichste Ausnahme gefunden, war an dieser Stelle be­sonders erwähnt sein soll. Der schöne Verlauf des Festes hatte zur Folge, daß die Gi ßener Kollegen erst ganz gegen ihre Absicht mit dem Zug um Mitternacht in Gießen wieder eintrafen.

** Schul-AuSflüge unternahmen heute die Klassen des Gymnasiums unter Führung ihrer Lehrer. Sämtliche Klassen machen eintägige Touren.

*,* Vortrag. In der am Mittwoch stattgehabten Versammlung des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Ver- bandeS h'elt Herr Step Hany einen Vortrag über die §§ 62—73 des Handelsgesetzbuches. Der Redner behandelte diese beiden §§ an Hand gerichtlicher Entscheidungen in sehr interessanter Weise und erntete damit reichen Beifall.

Fräulein Minna Körner, die Vorsteherin des rühmlich bekannten, ihren Namen tragenden Musikinstituts, bat seit Jahren neben den Uebuvgsstunden regelmäßige Musikaufführungen eingesübrt. Am kommenden Sonntag wird Frl. Körner eine Aufführung mit vollständigen Trios zu Gehör bringen lassen, wobei zwei junge Musiker, Mit­glieder unserer Regimentskapelle, Herr Zack (Violine) und Herr Herrmann (Cello), mitwirken werden. Da auch der Klavierpart nur von Schülern der ersten Klasse auSgeführt wird, und Namen, wie Bach, Schumann, Gering, Chopin, Richard Strauß, Beethoven, das Programm zieren werden, so nehmen die Darbietungen einen vollständigen konzert­mäßigen Charakter an.

Radfahrsport. In der Nackt zum Sonntag unternehmen die Vereine des Nordbezirks des Gaues IX des D. R. B. eine Bezirks Vereins-Dauerfahrt, dessen Ziel Kirchhain sein wird. Von den hiesigen Radlern wird der „Gießener Radfahrer-Verein" und die „Germania" sich an der sportlichen Veranstaltung beteiligen.

** Brand. Gestern um Mitternacht stürmten die Feuerglocken mib durchdrang der schrille Ton der Feuer- Signalhörner durch die Nacht, um die Feuerwehrleute der Feuerwehren zur Löschung eine- Brandes zusammenzurufen. Hochauf schlugen die Flammen au- der^Scheune des Oekonsm Philipp Schwan in^der 'Rodheimerstraße, sodaß der Feuer­schein sich weit hin sichtbar am Himmel abhob. Ein große Anzahl Neugieriger hatte sich trotz der späten Stunde ein­gefunden um den Feuerherd in Augenschein zu nehmen. Dem tatkräftigen Eingreifen der Feuerwehren gelang eS den Brand auf seinen Herd zu beschränken und die Nachbar- bäuser erfolgreich zu schützen. Gegen 1/23 Uhr war daS Fener gelöscht. Die Scheune enthielt Sä- und Mähmaschinen sowie Stroh und Heu was natürlich samt der Scheune dem Feuer zum Opfer fiel. Der Besitzer der Scheune war nur in der Brandkasse, so daß ihm, da er einer anderen Ver­sicherung nicht angehört, ein großer Schaden aus dem Brande erwächst. Schon im Jahre 1895 ist die Scheune ein­mal abgebrannt, worauf die' nunmehr niedergebrannte Scheune neu aufgebaut wurde. Wie wir hören, soll Brandstiftung vorliegen, und auch bereits eine diesbezügliche Verhaftung vorgenommen sein.

** Bettler und Landstreicher. Im verflossenen Jahre wurden nicht weniger als 2231 Bettler und Land­streicher im Großherzogtum Hessen bestraft. Es fallen davon auf Rheinhessen 1131, auf Starkenburg 805 und auf Ober­hessen 295. Im Jahre 1901 kamen nur 2002 und im Jahre 1900 1441 Landstreicher zur Bestrafung. In zwei Jahren hat demnach diese „edle" Zunft beinahe um 1000 zugenommen.

^ In vorverflossener Nacht wurde im hiesigen Güterbahn- Hofe der Civilsupernumerar Andreas von hier, welcher da­selbst dienstlich tätig war vom Bahnhofspersonal neben dem Gleise bewußtlos aufgefunden. Mehrere Verletzungen lassen auf einen Unfall schließen.

Feriensonderzüge ab Frankfurt. Die diesjährigen Feriensonderzüge mit ermäßigten Fahrpreisen sind wie folgt festgelegt:

ab Frankfurt: 3. Juli 7.50 Vm. nach Basel über Straß­burg (Bahnhof Sachsen­hausen),

ff 4. „ 7.10 Vm. nach Basel über KarlS-

Wenn kein Abgang-bahnhof angegeben ist, gehen die Züge dom Hauptbahnhof ab, sonst von Sachsenhausen. Die Züge kommen vom Norden, die nach Norden fahrenden von

** Nieder-Gemünden, 19. Juni. In dem Gehöfte der Konrad Friedrich ist die Rotlaufseuche ausgebrochen und ist über dieses Gehöft die Sperre verhängt worden.

O Bad-Nauhein, 19. Juni. Die Zahl der Badegäste ist fortwährend im steigen begriffen, so daß die Badenden oft stundenlang warten müssen, bevor sie in den Badehäusern zu ihrem Ziel gelangen können. Es sind gegenwätig fast 2000 Badegäste mehr da als um dieselbe Zeit deS vorigen Jahres. Auf die Baulust ist die starke Frequenz unserer BadeS nicht ohne Einfluß geblieben.

= Lich, 19. Juni. Auf der sehr abschüssigen Straße bei dem benachbarten Dorfe Ettingshausen scheute ba8 Pferd eines Metzqermeisters, warf den Wagen um und schleifte die beiden Jnsassm ein Stück W?g nach, wobei sie schwcr: Verletzun gen davontrugen. Der Metzger wie auch seine Frau befinden sich in ärztlicher Behandlung. — Mit der Hand in das Kammrad einer Häckselmaschine geriet ein Mann au? Hattenrod, ein Finger wurde ihm abgequetscht.

m Ettingshausen, 20. Juni. Gestern war die Staats­anwaltschaft von Gießen hier zur weiteren Untersuchung in der im Monat Mai erfolgten Ueberfallungsaffaire. Zwei Burschen von 23 und 28 Jahren sind jetzt in starkem Ver­dachte, das Brautpaar zum Zwecke der Beraubung im Walde überfallen zu haben, sodaß deren Verhaftung so gut wie sicher ist.

** Grünberg, 20. Ium. Morgen Sonntag Nachmittag ^24 Uhr werden im Saale der Wirtschaft zur „Pinn" an die diesjährigen Prüflinge im Handwerkerstande die Ge­sellenbriefe ausgehändigt. Zu der Feier erscheint auch der Vorsitzende der Prüfungskommission für Oberhessen, Herr Traber von Gießen.

** Nieder-Ohmen, 19. Juni. Montag, den 29. Juni von nachmittags 2^4 Uhr an wird bei Wirt Langohr ein Zahltag der Kreiskasse abgehalten.

** Sterbfritz (Kreis Schlüchtern), 19. Juni. Der Hessen-Naussauische Gemeinschafts-Verein hat beschlossen, hier ein Vereinshaus zu bauen.

. ** Wolfenbüttel. Der Rektor der Königsberger Uni­versität, Professor Jeep errichtete eine Stiftung von 60 000 Mark zu Gunsten der Wittwen und Töchter ehemaliger Lehrer des Wolfenbütteler Gymnasium-.

** Hersfeld, 19 Juni. Die Erschießung des Kauf­manns Rudolf Peter in Friedewald durch den Förster Fischer stellt sich als ein Akt der Notwehr heraus. Fischer wurde von Peter tätlich angegriffen und schoß erst, nachdem er seinen Angreifer vergeblich aufgefordert hatte, loszulassen.

△ Herzfeld, 17. Juni. In Friedewald erschoß im Streit auf der Straße der Förster Fischer den Kaufmann Rudolf Peter. Die Beiden waren erbitterte Feinde. Die Kugel drang dem Erschossenen in der Magengegend in den Leib. Fischer wurde verhaftet.

** Frankfurt a. M., 19. Juni. Der Kutscher Ernst Schuster, der das Dienstmädchen Margarethe Dotterweich ermordete, hat am Morgen nach der Tat seinem Leben ein Ende gemacht, indem er sich in den Main stürzte.

Hus dem Gericbtslaal.

Strafkammer-

2. nach

MlN^

Gleich ®*

gjotmittag®

E He Mb- 20. Juni ^'

SSormittag« Zugleich ®H' SiiWi«1*

Bormitti1^

ruhe, Freiburg,

If

4

ff

7.35 Vm. nach Basel über Karls­ruhe, Appenweier, Straß­burg (Sachsenhausen),

ff

5.

ff

8.05 Vm. nach Basel über Lud­wigshafen, Straßburg,

ff

5.

ft

4.44 Vm. nach Basel über Worms, Straßburg,

ff

5.

ff

7.50 Vm. nach Basel über WormS Straßburg, (Sachfin- hausen),

//

5.

ff

8.40 Vm. nach Basel über Worms, Straßburg,

If

6.

ff

9.06 AbdS. nach Berlin üb. Bebra (Sachsenhausen),

ff

7.

ff

9.18 AbdS. nach Hamburg über Cassel, Hannover,

ff

15.

ff

8.10 Vm. nach Basel über Karls» ruhe,

ff

16.

if

8.35 Vm. nach Basel über Karls­ruhe (Sachsenhausen)

ff

18.

ff

8.10 Vm. «ach Basel über Karls­ruhe,

ff

4. Aug. 6.36 Abds, nach Berlin üb. Bebra (Sachsenhausen),

ff

15.

ff

8.40 Vm. nach Basel über Worms Straßburg (Sachsenh.)

ff

16.

ff

8.05 Vm. nach Basel über Worms, Straßburg,

If

16.

ft

8.40 Vm. nach Basel über Worms,

Straßburg. ,

Gießen, den 19. Juni 1903.

Student Adam St etter dahier wurde vom hiesigen Schöffengericht unter der Anklage den Studenten Peter Fischer mittels eines zugeklappten Taschenmessers eine Wunde an der Stirn beigebracht zu haben, in eine Geldstrafe von 40 Mk. verurteilt, wogegen er Berufung verfolgte. Ange­klagter b. streitet die ihm zur Last gelegte Tat; auch können die heute vernommenen Zeugen die Anklage nicht bestätigen, weshalb das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und Frei­sprechung eintritt. — Eine Anzahl junger Burschen von Nieder-Stoll bei Schlitz haben eines Abends die 20jährige Dienstmagd Elisabeth Ludolf von Uetzenhausen gemeinschaftlich durch unsittliches Vorgehen gegen dieselbe be­lästigt. Die heutige Hauptverhandlung ergiebt, daß die Sache an Notzucht grenzt. Mit Rücksicht auf die Jugend der Angeklagten läßt daS Gericht Milde walten und verur­teilt den Haupttäter zu 9 Monaten Gefängnis, ein anderer erhält 4 Monate; zwei weitere werden wegen tätlicher Be­leidigung zu 2 Monaten bezw. 4 Wochen verurteilt. — Zum Schluffe hat sich der Dienstknecht Jakob Engel von Eulers­dorf wegen Diebstahl im wiederholten Rückfalle ru ver­antworten. Er hat seinem Mitknecht Heinrich Schnicker 40 Pfennige entwendet und wird dieserhalb zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Nächste Sitzung Samstaa.

^s^ ■=*^ 1 MBB " 1 ......- -W mm ■ ■■

Litterarisches.

In dem angesehenen Klassikerverlage von Max Hesse in Leipzig wird in kurzem ein neues literarisches Unternehmen von ungewöhnlicher Bedeutung zu erscheinen beginnen. Einen fruchtbaren Gedanken Schillers verwirklichend, sollen unter dem Titel „Die Meister­werke der deutschen Bühne" alle wertvollen deutschen und ausländischen Dramen zu einer Samm­lung vereinigt, durch mustergültige Texte, knappe Einleitungen und Anmerkungen dem Verständnis der Gebildeten, der Schule und dem Hause die drama- tischen Schätze der Weltliteratur erschlossen werden.

^WWAtAKAMM Königl. Preuss. Staats Medaille M-GtWMMWNNMM

A jeder Art, in jeder Farbe,

öelGenStOtw

------- Muster portofrei. -------

Fertige seidene Kostüm ■Röcke, Jupons, Blusen, halbsert. Roben.

Deutschlands grösstes Spezial-Seiden-Geschäft

Seidenhaus Michels & vL, Berlin SW, 19

cUX^tU&S 43 Leipziger St asse. 43 Erke Markgrafen-Strasse.

Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld WWWNWM

Ws

Dik an den 185 g halb bet bürt Freisinn, ob i

Wühlt darum

her ein Herz f der klnne Bau

^ti/^,

Q