Einzelbild herunterladen
 

SEES

MA v^M ■

0 g H ;

Wi

ro fr .

se,? R :

!

^\

D <y 2 3 3 fr

lif 11!

fr* z ro <

s^sS^ ts

2 3 0

2 2.©oq?

_ d _ 3 ^:^ 9 ro d 2 2 3 ro S * ^H'.

^32<

c:

o?

So

3 ro D n

3 H'gd^ ro 2.2 fr "Z^sS s^'^S 0

ro ^SA

5 n R

rt ro ro

P ft^S

fl w

0

Oj ft! r

M. 270

12. Jahrgang

I Bl8**e»t*i6>tei* r in Gießen, abgehßlt mengtltch d0-Pf,^ i M HâuS gebracht 60 Pfg., dürch die Post berogen öiertel. jährlich Mk. 1.50.

||MMeila(|c*: Oberhesfische Familienzeitnna (täglich) V31MWW ZritschrM für Landwirtschaft, Äst- und I Dwenban, sowie die Gießener Seifenblasen (wöchentlich).

DaS Blatt erscheint « aSe« Werktagen oachmitag-.

* d

3

L (y 5

Deue^e Machnchtm

(<He|ewet Uagevkatt)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgehung. G»tdtlt rite amtliche« Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden m Oberheff«.

R?

C

Rie J^ord, hie Süd!

Eine der großen welthistorischen Entscheid­ungen, die man erst für eine spätere Zukunft erwartete, fit?Ilcn Aewnorker Blätter in nahe Aussicht: Den Unabhängig- hiElohinipf Südamerikas gegen Nordamerika. Die Panama- rcffcohrion soll dazu den Anstoß geben. Depeschen aus ^fugota melden, der Präsident von Kolumbien, Marro- qum, habe die Unterstützung der spanisch-amerikanischen Re­publiken für den Krieg zur Rückeroberung Panamas erbeten und dabei erflärt, daß die Aufrechterhaltung der Souve- r 'i nein! gemeinsame Sache aller dieser R e - pon(Ulfen sei oder doch sein sollte. Die Meldung besagt üitner, Banken hätten Kapitalien für bcn Feldzug an- goüiotcii. Privatpersonen ihr Vermögen und ihre Dienste zur Verfügung gestellt, auch seien viele (Sammlungen eingeleitet.

Mgrroguins Vorschlag ist schon der zweite, der auf eine gg'meinssame Aktion der südamerikanischen Republiken hinaus- lohift: Erst kürzlich wurden zwischen verschiedenen südameri- konischen Regierungen Verhandlungen wegen eines engeren st'Qckichen Zusanimenschlussetz der einzelnen Republiken ge- Mögen. Einstweilen wird diese Idee des Zusammenschlusses i.it nod) nicht verwirklicht werden. Indessen wird der Tag Hunnen, der die „Vereinigten Staaten von Südamerika" erleben sieht.

Zweifelsohne würde der Eintritt dieses Ereignisses be- stshleunigt werden, wenn die Nordamerikaner auch Kolum- btr.cn allein gegenüber täten, was sie gegenüber einem aus Mf Medereroberung Panamas gerichteten südamerikanischen Änbinë zweifelsohne tun würden: menn sie in dem jetzt blegimi enbeii kriegerischen Zusammenstoß zwischen Kolum- hfiicii unb der abtrünnigen Republik Panama mit letzterer

r ri ^A^c?^

3 y £ tfp

1 - *

» Us d

3 >

1

8'

er”

SS

rl

P Ö SK^ o typ

d

d;

2-

P

o C

tzWèmfame Sacke machten.

Dcch ein solcher Zusammenstoß bevorsteht, unterliegt t'Äm Zweifel. Kolumbien hat den General Reyes nach Wanama entsandt, um mit den dortigen Behörden wegen des Wickerauschlusses Panamas an Kolumbien 311 unterhandeln. Wr Herr Reyes kommt nicht allein: Bis zur Grenze be- mfoH ihn eine für südamerikanische Verhältnisse große ëtrciHnadit, die auf seinen Wink eingreifen soll, wenn sich büe (Midien Verhandlungen zerschlagen.

Einstweilen tun die Amerikaner alles, um den Komm- büern vorzusviegeln, Panama werde in jebem Falle auf den Willst her Union rechnen können. So bat der Washingtoner ©MMefrctär Hay, „uku Mißhelligkeiten bei der Ankunft

Mnmbiscbcn Kommissars Reyes in Panama zu ver- Mer-n " dem Gesandten der Republik Panama Bunau- Wcirilla zugesagt, ihm bei seiner Ankunft am Isthmus ein Megsschiff zur Verfügung zu stellen. Das sieht so aus, als bombte sich die Union als Schutzpatronin der neuen Repu- M Ulster wenn auch die Union sich einstweilen als Schirm- âiu Panamas geberbet, bei einem Kampf zwischen Kolum- kW unb Panama wird sie dennoch kaum offen die Partei »Usmuias nehmen. Eben deshalb, weil sie weiß, daß die Mge davon ein über kurz oder lang abgeschlossenes süd- gMÜkanisches Bündnis Ware, das ihr unangenehmer ist, selbst eine Niederlage Panamas. Eine solche würde Union schließlich auf diplomatischen Wege zu Gunsten frei- neuen Freistaats ebenso auszugleichen wissen, wie sie eZ in dem venezolarnsch-deutsch-englischen Streitfall zu tun

9

taufte.

»d

R1

Die Politik.

2 P ^

- 2 $5'$

2 8

’ -1 s S S I I fr ^^>

2

O

ri >H

p:

P

dp?

5^

rt 4< r!

j« Von bett HandelSvcrtragSverhandlungen zwischen -cutfdilanb und den Nachbarmächten ist nQwrdlngs zu be= ^ieu: Die zweite Lesung der 2M)anblungen zur Vorbe ^ läng eines deutsch-russischen Handelsvertrages hat gestern nie Merlin begonnen. — Ueber die Zutunft der deustch-oster- Efchen Handelsbeziehungen hat sich der ungarische ^an- Wminister Hieronymi in einer Rede geäußert der nur âehmeii: Hieronymi erklärte, er habe vor einigen ^co- Wcit vom Grafen Bülow und anderen deutschen .. aniHern dße Zusicherung erhalten, daß Deiltschiaud die .ymidelsver- tröge nicht kündigen werde, so lange noch Ausucht aus eine Peinigung zwischen Oesterreich und Ungarn Ku „Zeutsch- hub kann aber," fuhr Redner fort, „wegen unserer inneren Sirren nicht unendlich lange warten."

(ß Erfreulichenvcise scheint es der Umsicht des ^ouver- lmrs Leutinein zu gelingen, der von uns neulich gejchil- berteit Gefahr eines allgemeinen Ovambv-Anfstandes vorzu itimen. Nach einer hier beim Kolouialamt eingegangeiieu telküLaphischon Meldung des Gouvenwurs sind Versuche nu Gange, den Aufstand in Warmbad auf die Familie des Kapl- tès der Boiidelzwarts zu beschränken. Mit Hilfe von Wit- ^oi 8 wird dies vom Gouverneur für durchführbar gehalten. U Der Malin" will missen, daß Italien und England eitlem dem französisch-englischen Schiedsgerichtsvertrag ahn- Vertrag abgeschlossen haben. Schön. Aber was nutzen ( Ustfe Verträge?

st Der Kampf über der Leiche Rosanos erinnert aslgemact in h ie Schinrpfreden honierischer Helden. Die Freunde Ro- nennen die Sozialisten „Huänen" und diese titulieren

? p

p

5 p

«Dienstag, den 17. November 1903

Gießener

Hlnaöhängig« Hagrszeitnng

Die Gegner „Schakale". Der Sohn des Eigentümers der „Tribuna,, griff sogar den Sozialistenführer Ferri aus der Straße mit Faustschlägen an. wurde von Ferri aber durch Stockhiebe so zugerichtet, daß er in ein Spital ge­bracht werden mußte. Wirklich, die italienischen Politiker sind um ihre Umgangsformen zu beneiden.

A Herr Boris Sarafow, der so oft Todgesagte, hat auch die jüngste Nachricht von seinem Tode wohlgemut überlebt. Er hielt dieser Tage feierlichen Einzug in Sofia. Musik, eine ungezählte Volksmenge, Damen und Herren vom diplo­matischen Korps erwarteten ihn am Bahnhof. Er hielt eine Ansprache, in der er bien weiteren Kam^f predigte, da er von der gegenwärtigen Reformaktion wenig erwarte. So­fioter Depeschen wollen sogar wissen, Fürst Ferdinand, der eben noch eine von Friedensliebe triefende Thronrede zur Er­öffnung der Sobranje gehalten hat, habe Sarafow einen Ehrensäbel überreichen lassen.

^ Die Regierung des Kantons Genf hat 17 Italiener wegen Teilnahme an den jüngsten Streikunruhen ausgewie­sen und sofort an die italienische Grenze bringen lassen. Darunter befinden sich auch als Anarchisten bekannte Leute, welche zur Plünderung von Banken und zur Ver­wüstung der Arbeitsplätze aufgefordert hatten. Weitere Aus­weisungen stehen bevor. Recht so.

Rof und Gesellschaft.

Das Befinden des K a i s e r s hat sich soweit gebessert, daß er sich, wie das letzte Bulletin besagt, bereits wieder der „Flüstersprache" bedienen raun. Die wunde Stelle ist bei nahe zugeheilt. Das Kaiserpaar madjte Spaziergänge im Park von Sanssouci und der Kaiser hörte die laufenden Vorträge. Als Nachklang zur Operation wird noch mit geteilt, daß der Kaiser die Bedingung gestellt hatte: der Arzt müsse ihm ehrenwörtlich versichern, daß er ihm über die Natur des Leidens die volle Wahrheit mitteilen werde. Nack vollzogener Operation schrieb der Kaiser selbst die Adressen auf — darunter die des Kronprinzen — an welche telegra phische Nachricht abgehen sollte, und er hatte sogar Ruhe und Fassung genug, anzufügen: nur die Großherzogin von ©aber möge wegen ihrer Ängstlichkeit brieflich verständigt werden und zwar rechtzeitig, bevor die Zeitungsnachrichten sie er rückten.

Das italienische Königspaar ist heute (Dienstag) in Windsor am englischen Hofe zu Besuch. Zum Empfang König Viktor Emanuels und seiner Gemahlin auf englischem Boden hatte sich der Prürz von Wales nach Ports- mouth begeben. Bei seiner Ankunft in Nizza auf der Heim­reise durch Frankreich sandte König Emanuel ein herzliches Telegramm an den Präsidenten Loubet.

Der Kindesunter sebiebungs-proze ss.

(15. Verhandlungstag.) RK Berlin, 16. November.

Eine unangenehme Perspektive eröffnete eine Bemerkung der Verteidigung im Eingang der heutigen Verhandlung. Der Staatsanwalt beantragt die Vorladung eines neuen Zeugen aus Warschau; er soll bekunden, daß die vielgenannte Warschauer Hebamme Ewell berüchtigt war, sich zu schimpf­lichen Diensten herzugeben. Der Verteidiger erwiderte, die Verhandlung werde kaum im Laufe dieser Woche zu Ende geführt werden, turnn noch neue Zeugen vorgeladen werden sollten.

Alsdann treten Entlastungszeugen vor. Zuerst die Amme des kleinen Grafen. Sie meint, daß das gräfliche Kind, als sie es zuerst gesehen, kleiner als ihr eigenes, am 1. oder 3. Januar 1897 geborenes Kind war. Der Nabel des Stinbßè soll damals noch hervorgetreten und ganz rot gewesen sein. Sie hält es für ausgeschlossen, daß das Kind Mitte Februar schon 7 Wochen alt gewesen wäre. Sodann erscheint Frau v. Zoltowska,

die älteste Tochter des gräflichen Ehepaares Wesierski-Kwilecki. Sie sagt aus: In der Nacht vom 26. zum 27. Januar, etwa gegen ein Uhr, traf bei ihr ein Tele­gramm ein, das sie sofort nach Berlin berief. Sie ist dann gegen Mittag in Berlin angelangt und in der Wohnung der Mutter, wie sie glaubt, von der Knoska empfangen wor­den, dke ihr mitteilte, daß ein Sohn angekommen sei. Sie ging dann ins Zimmer und fand dort mehrere Hamen und ihren Onkel Graf Buinski vor. Die Damen erzählten ihr bunt durcheinander, wie es zugegangen sei, alles war aber in Rührung und Aufregung, so daß sie nicht viel von der Unterredung behalten haben will. Sie erinnert sich nur noch, daß ihr Onkel sagte, die Mutter schläft, und binzu- lugic: Nun merkt euch Die Sache, es könnte von Wichtib^ feil werden. — Präs.: Gemeint war da wohl, daß die L. uniuität des Knaben angezweifelt werden könnte? - Zèugin: Ja, weil die Grafen Kwilecki schon vorher solche Zuciiel äußerten. — Staatsanw.: Warum hat Ihre Frau Mutter, anstatt nach Berlin zu fahren, nicht in Ihrer Behausung entbunden? — Zeugin: Ich hatte selbst Kinder im Hause und hielt das auch nickt für angemessen. — Staatsanw.: Warum hat man nicht eine Hebamme aus Posen genommen? —- Zeugin: Wir glaubten, eine

I«sertts»--rei li Di- nnspalttse PttitzeUe für Gießen wi- -anz Oberhessen, die Kreise Weßl«r und »arSurg 10 Pfg. fö-st 15 Pftz.; Reklame, die Petit^eUe 30 r^sp. 40 Ps«.

Postzeitungsliste Ro. 310».

Nedaktton und Ervedition: Gtzeßen Ne ne «weg SS. ^etwfKre*e*f*tit# Nr. 80.

«Gießener Petti—W

Posener Hebamme könnte dem Kleinen ein Lejd antun. — Staatsanw.: Glaubt etwa die Zeugin, daß die Grafen Kivi leckt eine Anstiftung zum Morde begehen könnten? — Zeugin: Der Brief, den die Agnaten an uns geschrieben, hat uns in die größte Bestürzung versetzt. — E i n Ge­schworener will von der Zeugin wissen, ob sie fid) nicht widersetzt hätte, wenn ein ganz fremdes Kind in die Fa­milie käme. — Zeugin: Ich hätte niemals zugegeben, daß in dieser Weise unser Name entehrt würde, auch dann nicht, wenn die ©rbalhing des Majorats davon abhangt.

Die Schützlinge des Grafen Hektor.

Eine überraschende Entdeckung hat die Verteidigung ge­macht, die sie jetzt zur Sprache bringt: Zeuge Hechelski und Zeugin Valentine Audruszewski wohnen in demselben Hotel Sach in der Dorotheenstraße, wo auch Graf Hektor Kwilecki logiert. Diese Mitteilung erregt lebhafte Bewegung im Publikum, was den Vorsitzenden veranlaßt, sich auf das ent­schiedenste jede Beifalls- oder Mißfallens-Aeußerung zu ver­bitten. Er weist die anwesenden Sd)u bleute und die Gerichts­diener an, für Aufrechterhaltung voller Ruhe zu sorgen. — Der Staatsanwalt erklärt, er wisse nicht, was diese Feststellungen der Verteidigung eigentlich bedeuten, und be­halte sich vor, Ermittelungen darüber anstellen zu lassen, welche Zeugen denn nun im Hotel de Russie und im Magde­burger Hof wohnen. — Justizrat Wronker: Bitte sehr! Wir halten jetzt aus! — Nach weiteren Zeugenvernehmun­gen — von denen eine unter Ausschluß der Öffentlichkeit — wird das

Gutachten über die Aehulichkeitsfrage erstattet. Die beiden Komtessen und die beiden Knaben werden in den Saal gerufen unb die angebliche Mutter des kleinen Grafen tritt an den Zeugentisch. Neben ihr stehen die beiden Kinder. — Präs.: Nun, Frau Meyer, was sagen Sie zu den Verhandlungen, die Sie hier mit ange­hört haben? — Frau Meyer bricht in Schluchzen aus. Man hört sie nur sagen, daß beide Kinder doch sehr ähnlich aus­sehen. Gerichtsarzt Dr. Störmer gibt hierauf sein Gut­achten über die Ermittelungen ab, die er am Donnerstag in Gemeinschaft mit mehreren anderen Sachverständigen.bei der Vergleichung der beiden Knaben vorgenommen hat. Der Sachverständige sammt zu dem Schluß, daß eine Aehn ° li ch k ei t in der Form der Ohrbildung zwischen dem jungen Grafen und der angeklagten Gräfin Kwilecka als vorhanden festgestellt werden muß. Diese Aehnlichkeit habe ferner ergeben, daß keine Aehnlichkeit zwischen dein Ohre des kleinen Grafen unb dem des Hauptmanns Ziegler besteht. Zwischen den beiden Knaben stellt der Sachverstän­dige eine Reihe von Aehnlichkeiten, namentlich in bezug auf die Geschlechtsorgane, aber auch eine Reihe von wesentlichen Abweichungen fest, die ein definitives Ergebnis für die Untersuchung nicht liefern können. Im wei­teren Verlaufe seines Gutachtens stellt der Sachverständige eine Uebereinstimmung der Gesichtszüge zwischen den beiden Komtessen einerseits und dem jungen Grafen andererseits fest, wenngleich er betont, daß auf diese Uebereinstimmung ein besonderes Gewicht nicht gelegt werden darf, weil namentlich die Bildung und Haltung der Kinne außerordent­lich abhängig von der Ernährungsweise ist.

Hus d em 6cnr.bt6f^L

§ Der sogenannte Trakehner Schulprozeß, der sich im Sommer dieses Jahres vor der Berliner .Straffammer ab­spielte und mit der Verurteilung des der Beleidigung des Trakehner Landstallmeisters v. Dettingen angeUagten Lchrers Nickel zu einer größeren Geldstrase endigte, wird am ^. De­zember b. I. abermals die Berliner Gerichte beschäftigen. Nickel hatte bekanntlich gegen das Urteil die Revision beim Reichsgericht in Leipzig eingelegt und zwar mit dem Erfolge, daß der höchste Gerichtshof das erste Urteil aufhob und die Sache zur erneuten Verhandliing in die Vorinstanz zurück­verwies.

§ Nachklänge zum Prozeß Bilse. Zum Prozeß Bilse wird aus Forbach noch folgendes gemeldet. Die französischen Bettungen haben über die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen Leutnant Bilse ausführlich berichtet; sie brachten auch die Bilder des Angeklagten und der Hauptpersonen des Pro­zesses. Wie ferner benimmt verlautet, ist ein französischer Journalist bereits mit der Ueberjetzung des inkriminierten Romans „Aus einer kleinen Garnison" beschäftigt ^d)IicB= sich sei noch erwähnt, daß Bilse nach Schluß der Gerichtsver­handlung wieder dem Garnisonlazaret in Metz zugefuhrt wurde, wo er wegen seines leidendem Zustandes in Behand­lung steht. Beim Verlasseir des Saales druckten ihm viele Offiziere und Zivilpersonen die Hand.

§ Die Hanptverhandluttg gegen den Frauenarzt ^r Mncr in Dresben, welcher, wie gemeldet, unter dern Verdacht des wissentlichen^ Meineides verhaftet wurde, ist auf uen 21. d M. vor dem Schwurgericht in Dresden onberaupll worden. Wäh­rend der Verhandlung wird voraussichtlich die Oefientlich- keit ausgeschlossen werden.

§ Ein sonderbarer Fall fahrlässiger Tötung beschäftigte die Hamburger Strafkammer. An Bord des Dampiers „Bala- tin" blickte ein Passagier er|ter Klasse tmnend vom -ckni ins Meer, als er plötzlich von einem Fasse getroffen und in'