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Nr. 14.

Zweites Blatt

Samstag, den 17. Januar 1903.

12. Jahrgang.

Da- Blatt eridnnt an «Dee Werktagen nachmittags.

Jnsettionövrei S» Die einspaltige Petitzeile für Gießen ton gam Oderhessen, die Kreise Metzlar und Marburg 10 Psg. sonn 15 Pfg. - Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

irfttdtungèliftc No 3269.

Redaktion unb Expedition: Gießen Ateuenweg 26.

Fer»sprecho«fch',uß -tr. 362.

Za^ 1 • Abo««eme»tsprriS : in Gießen, abgebelt monatlich 00 Pfg , in's HauS gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel- ^^M Mrlich Mk. 1 50.

4 ^t «rattSbeilsqeu : Qberhesfische Familteazeitu»q (täglich) Oberhesflsche Zcitsâr^ft für Londwirtschaft, Obst- u»V Gartenbau, sowie die Gießener Eeifendlasvn (wöchentlich).

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(Hießen er Tageblatt)

Unalihäilgigt Tageszeitung

(Hiekener Zeitung)

für Dberh essen und die Kreise Mnrbnrg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen

72!s Millionen Defizit!

— Die preußischen Slaatsfinanzen. —

CH. Fiist dreiundsiebzig Millionen Mark Defizit, das ist bau rechnungsmäßige Ergebnis der Aufstellung bei t A M 1 ^taatscluvalimen und Ausgaben in Preußen für das Jahr fr W03! Die Tatsache ist gewiß unerfreulich, aber sie ist ” * * , n^cht etwa Die Folge schlechter Finanzwirtschaft des preu-

âaks ft p âischen St ite sondern bie Folge der ungünstigen wirb ^ 8-1 “mi<t fdiniilid^cii Konjunktur, an der feine Staatsverwaltung * de- etwas zu .. vermag. Tic Einnahmen sind zurück gegangen, Die Ausgaben sind, wie das bei einem in steter Larwärtsculwickelung begriffenen Staa^sorganismus um abweislich ist, in dauernder Zunahme begriffen. Kultur- aufgaben, hat Miquel, der sparsame Miquel, einmal ge­sagt, leideil keinen Aufschub, und jeder Tag vermehrt die ^ahl und Größe der Aufgaben, die der preußische Staat lösen muß, will er auf der Höhe der Kultur bleiben, die seine Machtstellung im Reiche und nach außen hin

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Auch sonst ist eine große Anzahl kultureller Aufwsn- billigen in den Etat eingestellt, besonders die gemischt­sprachigen Provinzen sind reich bedacht: Für Oberlehrer dienstwohnungen, neue Prüparandcnansialten, Förderung des deutschen Volksschulwesens, Errichtung einer könig­lichen Volkshochschule — Akademie — in Posen werden nicht unbeträchtliche Mittel gefordert. — Erwähnt sei noch eine erste Rate von 120 000 Mk. zur Veranstaltung einer deutschen Unterrichtsausstellung auf der Weltausstellung in St. Louis.

Alles in allem: Trotz des auf den ersten Blick erschreckenden Defizits hat man bei näherer Prüfung des Etats das beruhigende Gefühl, daß Preu- ßens finanzielle Kraft dank der Sorgfalt der Verwal­tung unserer Staatsfinanzen unerschüttert ist, und die Zuversicht, daß in unserem Lande nichts versäumt wird, um es auf der Höhe seiner Kultur zu erhalten.

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Vermischtes

:. Kein Finanzmunster liebt die Anleihe zur B.'

treitung der Staatsbebürfniffe. Aber richtig ist es auch ur einen Staat, Schulden zu machen, um unaufschiebbare 0 . und ini besten Sinne produktive Ausgaben bestreiten zu

^Qpa^ sönnen; richtiger jedenfalls, als eine unzeitige Knauserei, die sich, wie jede Sparsanlkeit am unrechten Ort, über kurz Ratend. oder lang bitter rächt und einen Staat leicht ins Hinter- . — treffen führt. Ist ein Staat erst einmal in der Erfüllung tc‘ner Kulturaufgaben in Rückstand gekommen, so ist es llllUKi sehr schwer für ign, das verlorene Terrain wieder einzu- ââ P , 11 holen. Das sagt sich unsere Regierung, und so ist sie — M w 0 d II. hei aller wcuen Sparsamteit Miquelschen Vermächtnisses 15 za 5 Bft __ ruhig an die Bewältigung der ihr neuerdings erwach­senen kulturellen Aufgaben gegangen, ohne sich sonderlich von idem Popanz der 70 Millionenanleihe schrecken zu lassen. Den jetzigen mageren Jahren werden fettere fol­gen, und bei der durch Miquels Finanzreform geschaffenen Stabilität der preußischen Finanzen wird bic Tilgung der Anleihe kein Sisyphusmühen sein, nicht einmal eine

ite. Sertie»», dir», flomme- «« öniwatil, tl, Garderobe.

itlfabrihlign, I.

Hertulesarbeit.

Schon eine summarische Prüfung des pv ußischen Etats zeigt, baß nichts lle Verflüssiget in Angriff g. uv in men ist. Der Etat hält sich in dein a ten be.rä.r.en Gl ip st)' e- ma tisch er West^rentwickelung Der geistig, n und w^rtschaft- lichen Lanoeskultur, Ueberraschungen bringt er nicht. Was nu besonderen neuen Ausgaben gefordert wird, war schon vorher, trenn auch nicht der Höhe der Stimme, so doch Hin Gegenstände nach besannt und als Notwendig xw

lnannt nordcu: die Le Beamte und Lehrer in Kaiserpfalz in ^v)en, Hochschule in Breslau.

ährung von Ge.,altszula^n ,ü; den Opmarteu, der Bau einer die Errichtung einer technischen

Die ebenfalls gefordert

richtung von Dienstwohnungen für Beamte und

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heiter verschiedener Verwaltungen, deren Zlveckmäßigkeit allgemein zugestanden ist, stellt sich nur als eine Kon- seguenz der bisherigen Praxis auf diesem Gebiete dar.

Von den erwähnten drei neuen Forderungen hat wohl das meiste Interesse die Gewährung von Zulagen für deutsche Beamte und Lehrer. Sie soll allen unteren und mittleren Beamten, den VolkSschullehrern und -Leh­rerinnen zu teil werden, die in den Provinzen Posen und Westpreußen — mit Ausnahme brr renn deutschen Kreise Danzig Stadt und Niederung, Elbing Stadt und Land und Marienburg jahrelang tätig gewesen sind. Die Beamien, die mindestens â Jahre in dies. &mb?3tei(cn j amtiert haben, erhalten bei ginn Führung und na- : tionaler Zuverlässigkeit eine inbikdx Zula^ von 10 Pro­zent ihres Gehalts, and) m Pensionierung wird ih­nen eine entsprechende Zulage geiMbrt. Tic höheren Beam­ten erhalten feine Zulage, dafür soll ihnen bessere Wohn- gelegen heit beschafft iinb außerdeni ein Fonds von etwa 150000 Mk. errichtet werden, aus dem diejenigen, die ihre Kinder an anderen Orten unterrichten lassen müssen, ilrziehungsbei Hilfen erhalten.

Für die Volksschullehrer und Lehrerinnen greift ein . anderer Modus Platz: Sie erhalten nach fünfjähriger Tätigkeit eine Jahreszulage von 120, nach zehnjähriger Tätigkeit eine solche von 200 Mark. Diese Gehaltszulage rpirb bei der Pensionierung zum pensionsfähigen Gehalt ; ^rechnet. Insgesamt sind für diese Zulagen ausgeworfen : für die Beamten 1300 000 Mark Gehaltszulagefonds, 1 50 000 Mark Pensionszulagefonds; der Zulagefonds für die Lehrer beläuft sich auf 1 Million Mark.

Für das Posener königliche Residen^schloß sind vor­läufig 50 000 Mark zu Vorarbeiten, zur Wahl des Platzes ‘ iL s. w bcrcitgeftellt. In der Begründung dieser Ausgabe heißt es: „Im politischen Interesse ist es dringend er­wünscht, ein regelmäs iges Verweilen Ihrer Majestäten in Posen 51t ermöglichen. Denn es kann keinem Zweifel unterliegen, daß hierdurch die Bevölkerung in ihrem peu triotisÄen Empfinden wesentlich gestärkt und eine innigere Verbindung dieses Landesteils mit der Gesamtmonarchie und dem gemeinsamen deutschen Vaterlande hergestellt werden würde."

Die Errichtung einer Technischen Hochschule in Bres­lau endlich trägt einem oft vorgebrachten und wirklich dringenden Bedürfnis Rechnung. Die ausgeworscne erste Kate beläuft sich auf 1 Viertelmillion Mark.

^[ s„Auf Brunsch."j In Danzig kursiert folgende nette Aneloote, die, wenn nicht wahr, jedenfalls gut erfunden ist. In einem Schaufenster eines Herrenartikclgeschäfts sah neulich jemanb ein Plakat mit den Worten: „Auf Wunsch wird jeder Artikel aus dem Fenster genommen." Daneben lag, lieblich uno präch ig anzuschauen, eine KravaUe, grell rosa Grundfaroe mit grünen Punkten und psanblauen Streifen. Der Mann sah die Cravatte lange an, endlich betrat er den Lrden und ersuchte den Ver­käufer, sie aus dem Fenster zu langen. Nach vielen Umständen und teilweiser Zerstörung der Dekoration wurde endlich die Kravatte zutage gefördert. „Eigentlich ein bischen auffallend," sagte der Mann. „Ja, aber fehr- apart," erwiderte der Verkäufer. „Danke, Sie brauchen sie nicht zurückzulegen." „Sehr wohl, sonst noch etwas gefällig?" und schon begann der Kommis die Kravatte in Seidenpopier einzuwickeln. „O, kaufen will ich die doch nicht!" rief der Mann aus. „Sie haben doch im Schau­fenster ein Ptakats^das verkündet, daß auf Wunsch jeder Gegenstand aus dem Fenster genommen wird, und da dieses scheußliche Machwerk meinen ästhetischen Ge­schmack beleidigte, bat ich Sie, es herauszunehmen. Gu­ten Morgen."

)—( sJn der „Jugendblüte" gestorben.] In Mittich in Niederbayern befindet sich ein altes Mütterchen in dem respektablen Alter von 103 Jahren. Es ist die Bäckers- Witwe El. Kallhamer, welche sich bei aufmerksamer und liebevoller Pflege von Seite ihrer Angehörigen unge­achtet der Last der Jahre noch wohl und munter be- findet. Als im verflossenen Jahre in Neuhaus am Inn eine verheiratete, in den 70er Jahren stehende Tochter mit Tod abging, meinte das Mütterchen naiv: „Habe eS gleich gedacht, daß das Mädel nicht alt wird."

:: [2er „schönere Name".^ Welche sonderbaren Blasen die liebe Eitelkeit manchmal in Menschenhirnen treibt, zeigt ein Vorfall in Gmunden. In dem fast) io nabten österreichischen Badeort wurde ein junger Mann ver< hastet, der sich Paul v. Söllheim aus Wien nannte und durch große Geldausgaben die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen hatte. Als diese auf Nach­forschungen hin erfahren hatte, daß in Wien ein Paul v. Söllheim nicht existierte, nahm sie den jungen Men­schen in Gewahrsam. Beim Verhör stellte sich heraus, daß dieser ein gewisser Karl Arend aus Linz, ein Sohn begüterter Eltern ist, den nur die liebe Eitelkeit verführt

zessin Luise mit Giron entfliehen würde, denn „so etwa« sei noch nie dayewesen." Die Novellette der Prinzessin von Sachsen-Meiningen sei in einer Leipziger Zeitschrift im Dezember veröffentlicht, von der sächsischen Regierung aber sofort konfisziert worden. Der „Newyork American" geht aber noch weiter. Er veröffentlicht die „englische Übersetzung" der Novellette, ein ganz schauderhaftes, teil­weise direkt blödsinniges Machwerk, mit der fettgedruckten Autorangabe. „Von Charlotte, Prinzessin von Sachsen- Meiningen." Das heißt Die sprichwörtliche amerikanische Revorterfrechheit denn doch ein wenig zu weit treiben.

9 s^ureHrefrutcn in Deutsch-Südwestafrika) sind, wie aus Windhoek berichtet wird, von dem ftelloeutrctenben Gouverneur, Major v. Estorfs, jüngst in Gideon besichtigt worden. Diese von Leutnant Jobst ausgebildeten Buren­rekruten sind Söhne jener eingewanderten ehemaligen Transvaal- und Oranje-Freistaatsbllrger, welche während des südafrikanischen Krieges in Deutsch-Südwestafrika eine neue Heimat suchten und sich im Gibaoner Gebiete ansie­delten. Sowohl der dortige Bezirksamtmann wie auch Leutnant Jobst bezeichnen die Leute als eine wertvolle Erwerbung für die Besiedelung und Wehrkraft der Kolo­nie. J7)uen werden auch in erster Linie die von dem Zentral-Burenkomitec in München gespendeten 10 000 Mark zur Unterstützung verarmter Burenkämpser zuge­wendet,' Bedingung hierfür ist: fester Ankauf und Wehr­pflicht. Auch in Teutsch-Ostafrika scheinen Bnrennieder- lassungen zu stunde zu kommen, so daß auch für die dortige Schutztruppe ein wertvoller Zuwachs durch Buren- rekruten in Aussicht steht.

— In Berlin^wurden drei balbiuiicfynge Rowdies ver­haftet, die einen Portier, der ihnen den Eintritt in eine Restauration verweigerte, mit unzähligen Messerstichen schwer verletzten.

- Bei einem Gerüsteinsturz in Köln erlitten drei Arbeiter lebensgefährliche Verletzungen.

— In Krefeld wurden fünf mit Kanalbauten beschäf­tigte Arbeiter durch herabstürzende Erdmassen verschüt­tet. Vier von ihnen konnten befreit werden, der fünfte erstickte. — Sämtliche zwölf Armen Pfleger Krefelds ha­ben ihr Arnt nieder gelegt luegen des Beschlusses der Stadtverordneten, den einzelnen Artneupf^gerbezirken für ihre Ausgaben eine Maximalgrenze zu setzen.

— In Andischan fand am 7. d. Mts. vormittags 11 Uhr ein neues Erbeben statt, das sich besonders in einem

heftigen vertikalen Stoße äußert verunglückt.

Mensen sind nicht

Dem

Jäten eine Au - einen wohlzub-^ . Das Tier, von

Kurzes Allerlei Der Kaiser Ha merksamkeit erwiesen, indem ec reiteten Wilbschweinskops übersenden ließ dem diese stamnn-, war vom Kaiser bei einer der letzten Hosjagder erlegt worden. Die Tcliiätesfe wurde von den taiferlKbm Küchen hergestellt und in einer verlöteten Blechw e nach B^tprsburo schickt.

— Tie furchtbare Kä - - . en Vereinigten Staaten ist in die *t. Tagen in bestänorgtm Zunelanpn begriffen. Vo 1 allen Seiten kommen Meldungen über Todesfälle durck Erfrieret. '' Sumte Missi,s ppi allein sind in einer Nacht 20 Personen erfrvcen Dazu diè große Kohlentet^ rung, um das Elend vollständig zu machen.

Hat, sich, wie er sagte, einen „schöneren" Namen fliegen.

^ sEine tragikomische Ktatschgeschichtef wird

bei-

LUS zwei

Wien berichtet. Standen da an einem kalten Tage „ Klatschbasen am Brunnen und hechelten ihre guten Freunde, getreuen Nachbarn und dergleichen durch. T<r- bei verging die Zeit, denn es war nicht wenig, was die beiden Lästerzungen über den lieben Nächsten wußten. Jedem Loch im Strumpf der Frau Nachbarin wurde ein besonderes Kapitel gewidmet. Endlich erlahmten die spitzen Zungen und man wollte sich aus den Heimweg machen. Aber o weh! Die Filzschuhe waren festgeßro--

cen, und zum Vergnügen der Verlästerten sahen sich die beiden Basen genötigt, die Schuhe im Stich zu lassen und in Strümpfen heimzutraben.

>X i^Was amerikanische« Zeitungslesern aufgetisâst »irb.J Die sensationsbedürftigen Zeitungen im Lande des rollenden Dollars haben natürlich aus der „Affäre Giron" alles mögliche Kapital geschlagen. Das Unglaub­lichste aber leistete sich der „Newyork American". In firm Artikel, der ein* ganze Seite füllt uno ,rcalisti ch" illustriert ist, erzählt das Blatt von einer Novellette, „Die Prinzessin und der Hauslehrer", die von der Schwester des Kaisers, Prinzessin Charlotte von Suchsen-Meininaen, versaßt seü Prinzessin Charlotte habe Diese Novellette vor der Flucht der Kronprinzessin geschrieben. Die prin^ liche Schriftstellerin habe angenommen, daß die Kron­prinzessin gezwungen würde, Giron zu entlassen. Dann erschießt fio) Giron. Diese Lösung sei auch in der Wirk­lichkeit von Eingeweihten erwartet worden. Prinzessin ChsLlâ Mte nicht vergMÄLK können, bö> fe^Ji&riju

Hug dem (öericbtsfaaL

8 Ein Raudmorvversuch am hellen Tage, der am 23. November in bei Friedrichstraße zu Berlin verübt wurde, beschäftigt zur Zeit das Dortige Schwurgericht. Der Angeklagte, Klemynergeselle Karl Moser, erschien am Sonntag den 23. '-Rooember, morgens 81/2 Uhr, in der Filiale des Bankgeschäfts Schwerdtfeger u. Eo und ver­langte von dem dort angestelueu Bankbeamten Otto Salz­wedel einige im Schaufenster des Ladens liegenbe Münzen. In dem Augenblicke, als Salzwedel-den Rahmen mit der nuitren Scheibe, bei oas Schaufenster nach Dem Laden abschließl, öffnen wollte, stieß ihm Moser einen Dolch mehr in als in Den Nacken und stieß weiterhin blindlings aus ihn ein. Durch Scüzwedcls Hilferufe wurden Leute herbeigelockt, der Raubmörder entfloß und sprang in die Spree, wo er zwischen den Eisschollen wieder heraus- gefifcht wurde

Meine Gerichts-Ehronik. Das Schwurgericht zu Karlsruhe vecurteilte den Studenten Rufi, der am 7. Ok­tober v. I den Studenten Dteiß im Duell erschossen hat, o- 31/2 Jahren Festung, wbvbn zwei Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Di^ Kartellträger wurden ireigespvochen.

DaS Landgericht zu Hamburg verurteilte den Di­rektor des Hamburger Werk- und Armenhauses, Ludwig Moraht, wegen Amtsgelderunterschlagung und Be^ug zu :äer Jahren Gefängnis.

— In Leoben wurde die äüjährigc ,\a. cüarbeiterin ginebner, die ihr drei Monate alle-, âd durch mit r hosphor veraltete Milch tötete, vom Schwurgericht /um <oDd verurteil»