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Surfet auf die englische Note eingegangen, die sich gegen die am Kongo begangenen Grausamkeiten richtet. Die Türkei stellt sich darin auf den englischen Standpunkt und verlangt ein „strenges Vorgehen zur Verhütung weiterer Grausam­keiten gegen die Schwarzen." Das ist dieselbe Türkei, die im eigenen Lande Hunderte und aberhunderte von friedlichen Bauern, von Weibern, Kindern und Greisen von ihren Baschibozuks foltern und abschlachten läßt!

F)of und Gesellschaft.

*% Der Zustand des Kaisers ist weiterhin befriedi­gend. Der Kaiser fahrt fort, die laufenden Vorträge zu hören, und wohnte ii. a. einem Künstlerkonzert bei. Daß die Stimmbanderkrankung keine Gefahr in sich birgt, führte in einem Vortrag an der Berliner Laryngologifchon Gesell­schaft Professor Dr. Schmidt aus, der den Polypen operiert hat. Auch Prinz Heinrich sprach sich in Bonn Mitgliedern des dortigen Männergesangvereins gegenüber in diesem Sinne aus. . Läge irgendwelche Gefahr vor, so hätte der Kaiser bei seiner Offenheit und Wahrheitsliebe den: Volke davon Mitteilung gemacht. Wie mit Bestimmtheit verlautet, gedenkt der Kaiser am 20. d. Mts. in Kiel der Rekruten­vereidigung beizuwohnen.

*** Die Feier des 40jährigen Regier ungsjubi« läums des Königs Christian von Dänemark wird im ganzen Lande mit großen Festlichkeiten begangen. Zahlreiche fremde Fürstlichkeiten sind in Fredensborg dazu eingetroffen.

fieer und flotte.

Drei neue Admirale der deutschen Marine. Der Kaiser hat drei Vizeadmirale zu Admiralen ernannt. Es sind die Herren: v. Tirpitz, Staatssekretär des Reichsmarineamts und preußischer Staatsminister; 2. Bendemann, unter gleichzeitiger Ernennung zum Chef der Marinestation der Nordsee, und 3. Freiherr v. Senden - Bib ran, General­adjutant des Kaisers und Chef des Marinekabinetts. — Der bisherige Chef der Marinestation der Nordsee, Admiral Thomsen, wurde mit Pension â la suite des Seeoffizier­korps der Marine zur Disposition gestellt.

Mirä Gräfin Kwilechi freigesprochen?

RK Diese Frage hört man jetzt oft im Zuschauerraum des Schwurgerichts zu Moabit, das zu befinden und zu beschlie­ßen hat, ob der sechsjährige pausbäckige Knabe fortan Kwi- lecki oder Praca heißen soll. Es ist bezeichnend, daß die Frage nicht lautet: „Wird die Gräfin verurteilt?" Denn die Stimmung im Gerichtssaale ist der Gräfin günstig. Nur wenige Gegner scheint sie zu haben: den Ankläger, den Zeugen Hechelski, die Hedwig Andruszewska und den Grafen Hektor. Ersterer ist Gegner von Amts wegen, Hechelski und die Andruszewska aus Geschäftsinteresse und Graf Hektor . . . ja, wer mag das wissen! — vielleicht nur aus Fami- lienrückfichten. Es ist für die Agnaten ein quälender Ge­danke, jemand als nahen Verwandten ansprechen zu müssen, der am Ende gar kein Kwilecki, sondern ein geborener Praca ist. Darf der Laie dem eigenen Augenschein trauen, so scheint diese Furcht der Agnaten unbegründet. Es wäre mer5 würdig, wenn dieses Bübchen, das dort ahnungslos einher- hüpft, nicht das Kind der Gräfin wäre. Und das andere Kind im weißen Mäntelchen, das man in einer anderen Gruppe sieht? Es wäre ein ebenso merkwürdiges Natur­spiel, wenn diese beiden wirklich Brüder wären. Das sagt sich der Laie, der die beiden Knaben sieht; das ist die Mein­ung, die man vielfach im Saale hört.

Freiltch, das Belastungsmaterial ist nicht gering. Zu- mindest hat sich die Gräfin, wie es im Juristenstil heißt, „hinreichend verdächtig" gemacht. Die entlastenden Aus­sagen werden von den belastenden geradezu erdrückt. Wenig­stens quantitativ. Auf vier Belastungszeugen kommt kaum ein Entlastungszeuge. Allein was will das bedeuten? Kri­minal-Psychologen haben längst wahrgenommen, wie ver­schieden und objektiv unrichtig die Wahrnehmungen einer Anzahl Personen von ein und demselben tatsächlichen Vor­gänge sind, trotz subjektiv rnahrheitsgetrmester Wiedergabe des Beobachteten. Den ersten Versuch auf diesem Gebiete machte seinerzeit der bekannte Strafrechtslehrer List im kriminalistischen Seminar in Berlin. Er fingierte einen Mordanfall, über dessen Verlauf bei dem aufgenommenen Protokoll jeder einzelne Anwesende eine wesentlich verschie­dene Darstellung gab. Und die Zeugen waren doch juristisch geschulte und gebildete Menschen. Einen neuen praktischen Beitrag zu dieser Frage lieferte letzthin ein Londoner Frauen­klub. Ein Mann mußte in dem Sitzungssaal des Klubs einen Scheindiebstahl ausführen, und zwar in Gegenwart von sieben, durch das Los gewählten Damen, die dann so­fort eine Beschreibung von ihm liefern sollten. Die Beobach­terinnen führten sogar Papier und Bleistift zur Aufzeicll nung ihrer Wahrnehmungen bei sich. Und wie fielen diese aus? Drei der Damen bezeichneten die Augen des Diebes als braun, eine als schwarz, zwei als grau unb eine, die allein das Richtige getroffen hatte, als blau. Eine Zeugin erwähnte als Merkmal einen schwachen, eine zweite einen kräftigen Schnurrbart; eine sprach nur von einem Schnurr­bart, drei weitere hatten diese Zierde des Mannes gänz­lich übersehen, und eine einzige wollte, wie es wieder allein richtig war, ein „frisch rasiertes Gesicht" bemerkt haben. Für zwei Ammen waren die Haare des Scheinverbrechers blond, für eine braun und für eine, was auch zutraf, kastanien­braun; d:e übrigen wußten von den Haren überhaupt nichts. Das Gesicht vermochte keine zu beschreiben, nur eine sprach, was aber falsch war, von angenehmen Zügen. Während der Täter emen kurzen grauen Rock getragen hatte, war er der einen Dame in einem Frack, den anderen in einem ««brock, in einem duâln oder hellen Anzug erschienen. E-nen Hut hatten alle beobachtet, doch gaben sie ihm die verschiedensten Gestalten.

Wenn nun die Damen vor Gericht ihre Aussagen hätten machen müssen, hätten sie zwar keinen Meineid, wde jedoch einen Falscheid geleistet. Genau so wie die polnischen Bäuerinnen, von denen die einen beeiden, daß die alte Andruszewska in der kritischen Zeit in Wroblewo, die anderen beschwören, daß sie verreist gewesen sei. Angesichts der ein ander widersprechenden Aussagen ist die Frage nicht unberech­tigt: „Wird Gräfin Kwilecka freigejprochen?"

Hus dem GeriebtssaaL

§ Das ungarische Hohenzollernmärchen vor Gericht. Vor den Budapester Geschworenen hatte sich der Schriftsteller Jekey wegen eines Angriffs auf die gesetzliche Thronfolge und wegen Beleidigung eines Mitgliedes des königlichen Hauses zu verantworten. Im Sufammenljang mit dem Ge­rücht, daß ein Sohn des deutschen Kaisers ungarisch lerne, um einst den Thron der Ungarn zu besteigen, veröffentlichte Jekey unter dem Titel: „Die ungarische Politik der Hohen- zollern" eine Broschüre, in welcher er die Habsburger den Hohenzollern gegenüberstellt und letztere als die wünschens- werte ungarische Dynastie bezeichnet. Besonders scharf ver­fährt der Verfasser mit dem Thronfolger Franz Ferdinand, den er mit Nero vergleicht. Die Geschworenen sprachen Jekey frei.

§ Das Ende des Beleidigungsprozesses Böcklin-Muther. Der bekannte Beleidigungsprozeß, den der Sohn Carlo des berühmten Malers Arnold Böcklin gegen den Breslauer Professor Muther angestrengt hatte, weil dieser ihn der Fälschung von Bildern seines Vaters geziehen hatte, wird die Berufungsinstanz nicht mehr beschäftigen. In einem Schreiben an das Berufungsgericht teilt Professor Muther mit, daß er die Berufung gegen seine schöffengerichtliche Verurteilung zu 50 Mark Geldstrafe zurückziehe, weil seine Absicht, in wirksamer Weise zur Vorsicht gegen die auS dem Nachlaß verkauften Werke Arnold Böcklins zu malmen, er­füllt sei. Er wolle den Namen und die letzte traurige Lebens­zeit des großen Künstlers in einem weiteren Prozesse nicht zwecklos diskreditiert wissen.

§ Der Fall Ries. Die Hauptverhandlung gegen die beiden Angeklagten Dr. Nies und Biermann, welche bekanntlich der Beleidigung des oldenburgischen Justizministers Dr. Nuh- strat in Oldenburg beschuldigt werden, wird nunmehr be­stimmt am 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr, vor der dor­tigen Strafkammer beginnen. — Inzwischen hat der Redak­teur Biermann Privatklage gegen den Minister Nuhstrat erhoben, weil dieser die Frau des Biermann dadurch belei­digte, daß er zu ihr gesagt haben soll: „Ihr Mann ist ein Lurup!" Das Schöffengericht wird sich jedoch erst dann mit dieser Klagesache zu befassen haben, wenn das Straf­verfahren gegen Biermann wegen Beleidigung des Ministers beendigt sein wird.

stab und fern«

c§3 Ein ungetreuer Rechtsanwalt wurde in Leipzig ver­haftet. Der dortige bekannte Anwalt Rößner steht im drin­genden Verdacht, bedeutende Depots, die eine Dame ihm anvertraut hatte, unterschlagen zu haben. Bei dem Ver­hafteten soll man übrigens schon seit einiger Zeit infolge von Nervenüberreizung Spuren geistiger Störung wahr­genommen haben, so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß er die

Zur Last gelegte Straftat in einem unzurechnungs- fahlgeir Zustande verübt hat. Rößner hat erst vor kurzem eine größere Erbschaft gemacht.

* Zwet Mütter. Irr juttig bei Düsseldorf hat die un­verehelichte Gertrud Feste ihr neugeborenes lebendes Kind rn den Kamin gesteckt und elend verbrennen lassen. Die Mutter der Kindesmörderin war über das Verbrechen so entsetzt und empört, daß sie selbst die Verhaftung ihrer Tochter herbeiführte.

D Familientragödie. Ueber eine furchtbare Tat, die ein Gegenstück zu der furchtbaren Tragödie in der Berliner Familie Winterstein bildet, wird aus Falkenau folgendes gemeldet: Der Bahnarbeiter Richard Eichler fand, als er nachts gegen 1 Uhr heimkehrte, sein jüngstes, erst einige Wochen altes Kind mit geöffneten Pulsadern tot vor, eben­so wies das sechsjährige Kind eine große Wunde am Halse auf. Die Mutter, die die Tat begangen, wurde morgens tot auS dem Mühlgraben gezogen.

t Sie Rache des Eifersüchtigen. Im Stettiner Stadt­teil Unter-Bredow wurde die 30jährige Witwe Schubert auf offener Straße von ihrem früheren Geliebten, dem Schneider Bobbermin, erstochen. Bobbermin, der die Tat aus eifer­süchtiger Rache begangen hatte, stellte sich selbst der Polizei.

A Eine Hinrichtung wurde in Verden an dem 27jährigen Maurergesellen Friedrich Klindworth durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg Vermittelst der Guillotine völl­igen. Klindtworth war am 19. Juni bom Verdener Schwur­gericht zum Tode verurteilt worden, weil er in der Nacht zum 26. April der 34jährigen Ehefrau seines Arbeitskollegen Samte Gewalt angetan und sie ermordet hatte.

Hl Einen Mädchenhändler erreichte in Paris sein ver­dientes Schicksal. Es ist ein bereits aus Belgien aus­gewiesener früherer Kaufmann namens Aubert, der mit seiner Geliebten verhaftet wurde. Eine Haussuchung führte eine genaue Buchführung zu Tage, die enthüllte, daß Aubert jährlich 20- bis 30 000 Franken verdiente.

^r^ Rebvlverattentat auf einen russischen Polizeimeister. Die mörderischen Anfälle auf russische Beamte scheinen eine stehende Tagesrub-rik werden zu sollen. In Bialystock (Gou­vernement Grodno) feuerte in einer der belebtesten Straßen und am Hellen Tage ein Unbekannter drei Schüsse auf den Polizeimeister -Mi eilen so ab, durch die dieser an der Hüfte verwundet wurde. Dem Attentäter gelang es, unbehelligt zu entkommen.

(®) Mord in der Kirä^e. Ein entsetzlicher Vorfall spielte sich während des Gottesdienstes in der Kirche zu Abo (Fin- land) ab. Ein unbekannter Mann überfiel während der Predigt ein junges Mädchen und tötete es durch Messer­stiche. Es gelang dem Mörder, bei der lähmenden Panik, die die Versammelten ergriff, zu entkommen.

^c? Das Ende des Chauffeurs. Der Chauffeur Julien Signet aus Montignier bei Lüttich hatte kürzlich einen ihm entgegen kommender: Radler mit seinem Automobil über­fahren und getötet. Seit diesen: Tage wurde Signet schwer­mütig, immer glaubte er die verstümmelte Leiche des Ver­unglückten vor sich zu sehen. Jetzt ist er an seinen Ge­wissensqualen gestorben.

G Eine Bluthochzeit fand in dem ungarischen Orte Aranyag statt. Der Schuhmacher Stevo Trifunics heiratete das schönste Mädchen des Dorfes. Während des Tanzes um= armte ein Bursche die Braut, es entstand darob eine blutige Schlägerei, und als die Braut versöhnend einwirken und den betrunkenen Bräutigam beschwichtigen wollte, wurde sie von diesem selbst erstochen. Das bedauernswerte Geschöpf war sofort eine Leiche.

* Der verzweifelte Defraudant. In Land-Gastein ? es bei der Verhaftung eines Postdefraudanten, des beamten Johann Kern, zu einer aufregenden Szene q zog einen Revolver hervor und schoß auf den Beamten M mann, der erst vier Tage im Amte ist. Die ^uge[ glücklicherweise fehl und Gutmann flüchtete dann ins ö Nun feuerte Kern einen zweiten Schuß auf den AdmiM^ tor Mitterhammer ab und verletzte ihn am Kopfe. Hammer flüchtete sich nun in das anstoßende Zimmer, v>â ihn: Kern nacheilte. Hier fam es zwischen beiden zü verzweifelten Ringen, bis es endlich Mitterhan:mer sich loszumachen, aus dem Simmet zu flüchten und Tür hinter sich abzusperren. Als Gendarmerie auf Platze erschien, um den Attentäter zu verhaften, schgtz sich eine Kugel in den Kopf und verletzte sich lebenSgefa^^

W Der tätowierte Nihilist. In Trient wurde der russig Anarchist Friedrich Baldauf verhaftet. Sein politisches gramm trug er auf seinem Körper unauslöschlich tätomie den Kopf des Zaren, auf den die Mündung eines Nevolv^ gerichtet ist.

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cf Das Räuberunwesen im Kaukasus. Von den kaukch schen Räubern werden täglich neue Heldenstückchen erzählt Der Gouverneur von Stawropol benachrichtigte den b des Perckgebiets, daß eine gefährliche Räuberbande, L stehend aus vierzehn flüchtig gewordenen Verschickten unl allerlei zugelaufenem Gesindel, die Grenzdistrikte unfti st W ua mache. Die mit Feuerwaffen und Dolchen bewaffneten U nu-ö^i Yüuc, ber versetzen die Bevölkerung durch Erpressungen in-Panish W'(M Schrecken; sie fordern Geld und Vieh oder nehmen es, M erwiesen, daß es nicht freiwillig gegeben wird, mit rücksichtsloser Gewt (ci und auch Dabei wird systematisch vorgegangen: Freiwillig GebmU ^ 3 Verbot üt läßt man in Ruhe, und N:chtgebende werden schonungvst and) wen geplündert. Durch diese Mittel beherrscht die Bande ä ^ < anf weites Gebiet. ” £ M

Bunte Chronik. In der Landesstrafanstalt Steinabck n

bei Odenburg erstach der zu dreijähriger ZuchthausstW! ^hv- verurteilte Georg Böhm de:: Mithäftling Franz Mihale:- Vion einer . als sie nach dem Mittagessen in die Arbeitssäle gingen.

— Das Ende des Streiks in Armentières ist jetzt Proki Gesuch oev miert worden. Sie kleinen Spinner und Weber der IM Erlaubnis M gebung verharren vorläufig noch weiter im Ausstand, bd manst ls MM glaubt man, daß auch sie die Arbeit bald aufnehmen werde d^s Verfahrens

— In einer Steingrube zu Hochstall im Elsaß wurde legt und zur der Wegemeister Boetsch und dessen Gehilfe durch Herat in 3M an bi stürzende Erdmassen erdrückt. (^ud) des 5

liaubnis zum

Vermischtes. Mwg des r

4> IImmer mäßig.I Die Bewegung gegen den MM ^st^nstl^ findet in den studentischen Blättern natürlich meist laniMk -

Widerhall. In den „Akademischen Monatsheften", dein M vmrfmpev zu der Korpsstudenten, findet sich z. B. ein „TenrPerenM ^. runben. Au vom Rhein", das mit der Strophe ausklingt: „Der Nheinl I-es Kreises bleibt immer unser Hort, — Sein Wein der allerbeste. -I welches das Wer Wahrheit liebt, trinkt fort und fort, — Zwar mätzi^ ^m Erlaubn: — aber feste."

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gelehnt hat.

l Deutsche Weihnachtsbättme in Amerikas Daß unstri! M tragen un deutschen Landsleute in Amerika an dm Gebräuchen bei $rnh;ni;f deutschen Heimat treu festhalten, erweist die Tatsache. M auch auf ihrem Weihnachtstisch die grüne Tanne, das Sim ^(, * * bol des heiligen Christfestes, nicht fehlen darf. Da in »I rika selbst die schön gewachsene Saums nicht allzu reicM ^

vorhanden ist, lassen sich die Amerikaner die Tannen viä! M fach aus Deutschlaird kommen. So tourben zwei Waggonladungen schlesischer Tannen in Jamburg auf einen Amerikadampfer verladen. Die Weihnachtsfreude ist allan dingungs eine ziemlich teure, bÄ bei der Landung in New York kommt der Bauin im Durchschnitt auf 15 bis 20 Mock zu stehen.

0 t Ein gefährliches DuellZ In Fiume fand zwischr dem türkischen Konsul Nikolaki Efendi und dem Offizier italienische:: Kriegsmarine Carlo Cipelli ein Pistolendick! statt. Von den Gegnern wurde niemand verletzt, bagcgn erlitt ein Sekundant, Dr. Dall'Asta, von einer ihn streifen™

NGie to Geßllschas Wenden des toar, bis auf ^öffnete das Hvn Bach, nn irischer Reise Müs Anh'üren seinem hohen I üh der Arie

Kugel eine leichte Verletzung. Sem Duell folgte ein Ve:- söhnungsbankett. . L ______W|H1

c? kEin echt amerikanisches Geschichtchen^ tischt m Wank eines Chikagoer Zeitung in allem Ernst ihren Lesern auf. „Miif-I zig Schweine," so erzählt sie, „die dem William Mc. Farla^k von Harrisburg, Illinois, gehörten, sind einem meM würdigen Irrtum zum Opfer gefallen. Mc. Farland pflege! um die Futtersiunde die Schweine dadurch herbeiznrnfen, bin er an ein Brett klopfte. Vor einiger Zeit trieb er sie an eine große Wiese, auf der auch eine Anzahl abgestorben' | Bäume stand. Diese Bäume wurden von Spechten besuct die ein ganz ähnliches Geräusch hervorbringen, wie dc- Klopfen an das Brett. Die Schweine hörten dieses Germif

^oloratursäng.

von einem Bann: an einem Ende des Feldes und stürmst dorthin, in der Erwartung, ihr Fressen zu finden.

anderer Specht, an der anderen Seite des Feldes, fing nu an zu klopfen, und die Lchioeine rannten dorthin. Hin ut her stürmten die Tiere während eines langen heißen Tage­bis erst das eine und dann ein anderes vor Erschöpfung st hinstürzte und Mc. Farland schließlich seine ganze Herde bei loren hatte." Wer beilst da nicht an die deutsche moralisck Dolkserzählung von dem Hündlem, das zwischen zwei Bürge hin- und herlief, wenn es gum Essen läutete, und bnbun nichts bekam

kAtelnökonvmie ioer von der tat™ L,,dk Wangen aus

muebtgen Sun MiWe Sieb ^ ftiinÄ

Want.

^ kEine Hochzeit mit Hindernissen.^ Die Sensation- sucht der Amerikanerinnen hat bei der Hochzeit des Herzogs von Roxburghe mit Miß May Goelet' wahre Orgien gl feiert. Die Newyorker Blätter drücken bei der Besprechung der Hochzeit ihren Abscheu vor dem Betragen der gut gl kleideten Menge aus, die am Hochzeitstage die Kirche um­lagerte. Die Polizei war machtlos, die Qrdnmrg aufre^ zu erhalten. Elegant gekleidete Damen belagerten de Wagen, in bem die Braut erschreckt an der Seite ihre^ Bruders saß, drängten ihr Hände durch die Fenster un­sachten daS Kleid zu berühren, da der Aberglaube besteh daß dies Glück bringt. Frauen suchten die Küster uu* Polizeibeamten zu bestechen, um in die Kirche eingelassen 5 werden, lieber hundert erlangten auch auf diese Weise tritt, mürben aber unter großem Aufruhr von der Galerj! vertrieben, bevor die Gäste kamen. Andere Frauen, die fe" entschlossen waren, der Zeremonie beizuwohnen, krocht durch einen Kohleisteller unter der Kirche und suchten di! Treppe zu finden, die nach oben führte; sie wurden alle­samt von der Polizei hinausgewiesen. Nach der Hachzh ergoß sich ein Strom von Frauen in die Kirche, zerriß dii

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