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Nr. 137,

Montag, den 15. Juni 1903.

12 Jahrgang.

W»UUeMO«tSpreU r in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., 84 HauS gÄracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mk. 1.60.

MrättSbetl-ge«: Oberheffische Familieuzeit»^ (täglich) VSer-ekfische Zeitschrift für Lamdwirtschaft, Obst- und S«te«v«», sowie die Gietze«er Eeife«blase« (wöchentlich).

Da- Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitagS.

InsertionSprei 0, Die einspaltige Pâzeile für Gießen wie ganz Oberhofen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28.

Ferssprecha«fchl«ß Nr- 3«».

Weue^le

(Oteßener Tagevtatt)

Nnaöyävgige Tageszeitung (Gießener Ieitnng)

str Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhesfen.

Kaiser Mildelms Regierungsjubiläum.

CB. Anderthalb Jahrzehnte sind verflossen, seit der Enkel >es alten Heldenkaisers, der Sohn unseres Fritz, das Erbe einer Väter antrat. Seit dem 15. Juni 1888 trägt Wil­helm II. die Krone der preußischen Könige und der deut­schen Kaiser. Und die drei Lustren seiner Regierungszeit huben der Welt gezeigt, daß der Hohenzollern herrliches Erbe einem echten Sprossen des alten Schwabengeschlechts zufiel. Mit Dank gegen die Vorsehung dürfen wir Deutsche diesen Tag begehen, der unseres Kaisers sünfzehnjäh- ciges Herrscherjubiläum bedeutet.

Die Hohenzollern- auch die schwertgewaltigsten unter ihnen, sind von jeher Friedensfürsten gewesen. Nur wo das letzte Heil, das höchste im Schwerte lag, entrollten sie die Sturmfahne vor ihrem Volke. Keinen Zoller kennt die Geschichte, der mutwillig, aus Eroberungssucht über kriegerischer Ruhmgier, sich in kriegerische Abenteuer ge­stürzt. Nur wenn es Wie Verteidigung der Landeswohl- sahrt, der Zwang zur Abwehr unchristlicher Nachbarn ge­bot, zogen die Burg- und Markgrafen von Brandenburg, die Könige von Preußen aus Zollernstamme die Wehr, und sie gürteten das Schwert ab, wenn das Ziel erreicht war. Um des Friedens willen führten sie Krieg, nicht um des Krieges willen. Und wie sie damit sich als echte Frie­densfürsten offenbarten, so auch in ihrer ganzen übrigen Herrschertätigkeit. Keinen Hohenzoller kennt die Ge­schichte, der nicht seines Volkes Wohlfahrt zu fördern ge­sucht und verstanden hätte, durch Werke friedlicher Kul­tur. Im Frieden Volk und Land vorwärts zu bringen, die Volkskräfte zu entwickeln und den Volkswohlstand zu heben, war stets das erste Ziel aller Zollernherrscher. Mas der alte Kaiser als sein Ziel aussprach an dem denk­würdigen Tage, da Volk und Fürsten Deutschlands ihm die Kaiserkrone auf das ehrwürdige Silberhaupt setzten, das ist von jeher der unausgesprochene Wahlspruch aller Hobenzollern gewesen : Allezeit Mehrer des Reichs zu sein, aicht an Werken des Krieges, sondern an Werken des Friedens, der Kultur und der Gesittung.

Wilhelm II. ist nicht cnts der Art geschlagen. Als er den Thron seiner Väter bestieg, ging ein Raunen durch die Welt: Der junge Herrscher, dessen Begeisterung für das Heer bekannt war, geize nach dem kriegerischen Lor­ber, der seines Großvaters, seines Vaters Stirn kränzte. Unb die Lockung, gleich den beiden Helden, die vor ihm die Krone trugen, Schlachtenruhm an seinen Namen zu heften, mag für den jungen Herrscher, den Feldherrn des mächtigsten Heeres der Welt, nicht gering gewesen sein. Aber das Pflichtgefühl und das Verantwortlichkeitsbewußt- sein, das in allen Hohenzollern, nicht zuletzt in Wilhelm I. und unserem Fritz, lebendig war, diese Selbstdisziplin, Die das Zollerngeschlecht und das Volk, an dessen Spitze rs steht, groß gemacht hat, sie waren auch in Wilhelm II. nicht minder mächtig. Und wenn er als Prinz vielleicht oom Siegeslorber, auf der Wahlstatt errungen, geträumt haben mochte, als Herrscher verbannte er solche Wünsche ins feinem Herzen. Ein Friedeusfürst zu sein und zu bleiben, war ber Entschluß, mit dem er den Tbron bestiea.

Er ist es in des Wortes vollster Bedeutung geblie­ben. Mehr als einmal trat die Versuchung an ihn heran, das Schwert zu ziehen; er blieb standhaft und besonnen. Und niemandem ist es ein Zweifel, daß es "ber Friedens­liebe des dritten deutschen Kaisers zu danken ist, wenn die in den anderthalb Jahrzehnten seiner Regierungs- jeit mehr als einmal drohende Gefahr eines Weltkrieges geschworen wurde. Gerade weil Wilhelm II. den Frie­den will, sorgt er unablässig für die Schlagfertigkeit des deutschen Volksheeres, für den Ausbau unserer See­macht. Um des Friedens, nicht um des Krieges willen, hält er das Schwert des Reiches scharf und blank. Er weiß, wir haben Feinde ringsum, und wehe uns Deutschen, wollten wir, wie vor Jena, auf den kriegerischen Lor- bNn ausruhen, die das Geschlecht von 1866 und 1870 uns errungen haben. Nur weil wir stark sind, unserem Worte Geltung zu verschaffen, hört man auf uns im Rate der Völker, nur dann kann der Kaiser den Frieden wahren.

So erscheinen auch die Rüstungen, die wir zu Lande wie zu Wasser treiben, als Werke des Friedens. Aber wenn Wilhelm II. in dem Ausbau der deutschen Wehrmacht in Den Bahnen seiner Vorfahren wandelt, so tut er es nicht minder auch auf dem ebenso wichtigen Gebiete des inneren Friedens. Der Mann, den man bei seiner Thronbesteigung einen Soldatenkaiser nennen wollte, hat bald den Ehren­namen eines Arbeiterkaisers sich erworben. Das große Werk der Sozialgesetzgebung, zu der der nimmermüde Held von Sedan den Grundstein gelegt hat, ist in seinem weiteren, für die ganze Welt mustergiltigen Ausbau Wil­helms II. eigenstes Werk. Noch ist der soziale Friede bei uns nicht völlig eingekehrt. Aber die Klassengegensätze haben, dank unserer Sozialgesetzgebung, an Schärfe er­heblich verloren, und der Tag ist vielleicht nicht mehr allzufern, wo in deutschen Ländern das auf fremdem Bo­den erstandene Gewächs der Klassenverhetzung nicht mehr gedeiht.

Vielleicht kommt, ehe man sich's versieht, doch der Tag, an dem der Kaiser das Friedensszepter aus der Hand legen und Alim Schwerte greifen muß. Er selbst wird

diesen Tag am wenigsten herbeiwünschen. Aber wenn er kommt, wird Wilhelm II., wie seines Vaters Vater in den Julitagen des Jahres Siebzig, mit gutem Gewissen die Waffe zücken dürfen, und mit dem gleichen Vertrauen, mit derselben Begeisterung wird das deutsche Volk bem Enkel zum Kriege, und, Wills Gott, auch zum Siege folgen, wie es einst dem Ahn folgte gen Sedan und auf die Höhen vor Paris. Dein, das deutsche Volk weiß, daß sein Kaiser im vollen Bewußtsein seiner Verantwortlichkeit als ein Friedenskaiser die Reichssturm sahne nur entfalten wird, wenn die Ehre und das Heil Deutschlands es ihm unabweislich gebietet. Wir hoffen, daß der Tag noch recht fern sein möge, wir wünschen, daß bem Kaiser, dem von der Vorsehung noch eine lange Regierung beschieden sein möge, der schwere Entschluß zum Kampf für Deucschlauds Recht unter den Völkern völlig erspart bleibe. Aber wenn dieser Wunsch nicht Erfüllung findet, wenn der Kaiser doch einmal das Volk zum Kampf aufrufen muß, so wird er inne werden, welch ein Segen auch für einen zum Kriege ausziehcuden Herrscher es ist, von sich sagen zu dürfen, daß er, solange es anging, ein Friedensfürst gewesen sei. In Frieden und Krieg: Heil dem Kaiser!

Die Politik.

Ehrung des Erbprinzen Bernhard v. Meiningen.

)— ( Der bisherige Kommandeur bes 6. Armeekorps, jetzige Inspekteur der 2. Armeeinspektion, Erbprinz Bern­hard von Sachsen-Meiningen wird den diesjährigen Kar- sermanövern beiwohnen. Ihm wird voraussichtlich b<u Schiedsrichteramt an einem ober zwei der Manövertage zufallen. Am letzten Manövertage soll ein großes Manöver aller vier an den Uebungen beteiligten Armeekorps unter Befehl des- Kaisers gegen einen markierten Feind )tatt- fiudeu. Wie unser OL.-Mitarbeiter hört, ivirb der Erb­prinz wahrscheinlich an diesem Tage das Schiedsrichter- amt ausüben.

Der Zusammenschluß der evangelischen Landeskirchen Der schon so lange geplant war, scheint zur Tatsache werben zu wollen: Die in Eisenach tagende de uts ch-evangeli sch c Kirchenkonferenz hat fast einstimmig die Einigung der beutsch-evaugelischen Landeskirchen beschlossen, vorbehalt­lich der Zustimmung der oberbischösticheu Behörden. An Der Zustimmung der einzelnen landeskirchlichen Behörden ist nicht zu zweifeln, auch diejenigen, die sich etwa zunächß ausschließen sollten, werden über kurz über lang sich eben- fals angliedern.

Ein Uebersall auf Kaiser Franz Josef.

(-) Kaum hatte sich die erste Bestürzung über die furcht­bare Mordtat von Belgrad gelegt, da brachte uns der Telegraph schon wieder eine neue Attentatskunde: Au) einer Ausfahrt nach Schöilbrunn sollte der greije Kaiser Franz Joses von einem Mordbuben mit einem Dolche be­droht worden sein. Erfreulicherweise bestätigte sich diese empörende Nachricht nicht: Wahr ist, daß ein irrsinniger und zur Zeit beschäftigungsloser Handelsmann, Jakol Reich, auf die Equipage des Kaisers mit erhobenem Stocke losstürzte und „Halt ihn auf!" rief. Der Kaiser blickte u)n unverwandt an, der Flügeladjutant faßte seinen ^âbel unb der Kutscher trieb die Pferde an. Der Irre führte einen wuchtigen Hieb mit dem Stock auf das Schutzleder des hinteren'Rades. Die Menge faßte Reich und prügelte ihn mit Stöcken und Fäusten. Einer aus der Menge riest „Haut ihn nieder, wir sind hier nicht in Serbiens Reich hat vor turpem erst das Irrenhaus verlas)eu. Er war bereits in der Hofburg gewesen und hatte dort nach bem Kaiser, „seinem Bruder", gefragt. Im Abgeordneten­haus wollte er eine Bittschrift, gezeichnet Jakob, Lohn Gottes, überreichen. Er ist jetzt ans Grund eines polizei- ärztlichen Gittachtens der Niederösterreichjscheu L<mdes- irrenanstalt übergeben Worben.

Zur Kabiucttskrife in Italien.

(?) Es gewinnt den Anschein, als wolle Zanardelli dem Wunsche des Königs, er möge das neue Kabinett bilden, nicht nadjfommen; angeblich sühlt er sich zu angegriffen. Das ist wohl nicht der Grund: offenbar fühlt Zanardelli, daß die Uhr seiner Ministerpräsidcntschasr ein für allemal abgelansen ist, und daß er einem konservativ beeinflußten Kabinett weichen nruß. Dc^s Wahrscheinliche ist ein Kabi­nett Sonniwo-Rudini.

Der französische Kulturkampf

wird immer hitziger: Jetzt hat die dieser Tage von der Kammer gewählte Commission, die die Anträge auf Kün­digung des Konkordats und die Trennung von Kirche und Swat zu prüfen hat, mit 17 gegen 16 Stimmen eine Re­solution des Sozialisten Vaillant angenommen, die sich im Prinzip für die Kündigung deS Konkordats und für die Trennung von Kirche und Staat ausspricht. Ob das Plenum diesem Beschlusse beitreten wird, bleibt dahin­gestellt. Geschieht^es, so wäre das eine Maßregel, die un­absehbare Wirkungen zeitigen könnte. Daß die Regierung nicht zögern wird, einen solchen Beschluß der Cammer auszusühren, ergibt sich aus ihrem ganzen Verhalten. So hat sie neuerdings den Pfarrern der Pariser Kirchen untersagt, die alliäbrlich am Sonntag nach Fvonleichnam

Mttfindèlideu Prozessionen außerhalb der Kirche äbzu-- halten. Und der Ministerpräsident Conibes ist in dem zur Prüfung der Genehniigulugsgesuche der geistlichen Or­den eingesetzten Ausschuß der Deputiertenkammer lebhaft für eine Bestimmung eingetreten, nach der jeder ohne Ge­nehmigung gebildete Orden und auch jede Uuterrichtsan- statt als ungesetzlich erklärt werdeu soll, an der ein Mit­glied eines aufgelösten Ordens Unterricht erteilt, selbst wenn es aus dem geistlichen Stande ausgetreten ist. Der Ausschuß hat diese Bestimmuug auch genehmigt.

Kurze politische Wadm^tat.

* Nach etnetff Erlaß des preußischen Kultusminister- dürfen junge Leute, die im Besitz eines Reisezeugnisses für die Prima einer Oberrealschule sind, zur zahnärzt­lichen Prüfung nur dann zugelassen werden, wenn sie die Reife im Lateinischen für die Prima eines Gymnasiums ober Realgymnasiums durch eine besondere Prüfung nach­erwerben.

);( In Hannover sind sämtliche Arbeiter im Bauge­werbe, etwa 3000 an der Zahl, ausgesperrt worden, nach­dem die ausständigen Zimmerer die Arbeit nicht wieder ausgenommen haben.

* Die russischen Forderungen bezüglich der Mandschu- eei, die der Gesandte Lasar dem Präsidenten des chinesischen Auswärtigen Amtes Prinzen Tsching vorlegte, sind von Diesem formell abgelehnt worden.

* Präsident Castro von Venezuela ist von seinem bis­herigen Gegner Matos nunmehr offiziell anerkannt wor­den. Matos erbat die Erlaubnis, nach Caracas zurückzu­kehren.

Rot und Gerätschaft.

*** Der Kaiser besichtigte auf dem Truppenübungs­platz Däberitz die beiden Garde-Dragoner-Regimenter. An die Besichtigung schloß sich ein großes Kavallcriemanöver, zu bem die übrigen sechs Garde-Kavallerie-Reginrenter nebst zwei reitenden Batterien und der Maschinengeivehr- abteiluug des Gardekorps heran gezogen worden waren. Cie operierten unter bem Befehl des Kaisers gegen einen vou Osten her anrückenden Feind, den das Regiment Ale- xander, die Fürstenwalder Ulanen und einige Batterien Artillerie markierten. Es kam im Verlauf des Gefechts zu einer grandiosen Reiterattake. Nach der Kritik fand ein Frühstück im Zeltlager statt.

Hus dem Gericbtsfaal

8 Eine Gerichtssitzung im Varietee - Theater. Eine außergewöhnliche Gerichtssitzung fand dieser Tage in Wöllners Varietee-Theater zu Harburg statt. Eine dort auslreieude Dnlstlcriu war vou bem Besitzer des Etablisse- nwnlS vor Ab laus des Engagements entlassen worden, weil ihm die Leistungen (Serpeutintanz) der Künstlerin nicht genügten. Hierüber kam eS zur Klage. ,Das Kgl. Aints- gericht beschloß nun, sich an Ort unb Stelle über die Leistungen per jungen Dame persönlich zu überzeugen. AuS diesem Gruude mmbe ber Scrpeutiutanz in Gegen­wart der Mitglieder des Gerichtshofes auf der Bühne deS genannten Etablissements vorgeführt. Das Urteil selbst wird später an Gerichtsstelle verkündigt werden.

§ Eine gepfefferte Wäsche-Rechnung. Fräulein Saw vaget, eine junge Sängerin, die jüngst in der Komischen Oper als ,,Phryue" durch ihren Gesang und durch ihre üppige Schönheit einen sensationellen Erfolg erzielte, stand dieser Tage als Beklagte vor dem Pariser Civilgericht. Sie fand eine Rechnung, die ihr von ihrem Wäscheliefe- rauten überreicht worden war, „unverschämt hoch" und ließ sich auf Bezahlung verklagen. Der Mann forderte alles in altem 7876 Franc, und einige seiner Preise seien zum Nutzen unserer Leserinnen — und auch der Leser — hierhergesetzt, denn man muß immer etwas für seine Fort­bildung tun. Es kostete: ein rosafarbener Tasfet-Unter- rock. . 175 Fr., ein Paar Strümpfe (farbige Seide) . . 75 Fr., eim Paar Strümpfe, weiß, durchbrochen ... 60 Fr., ein Morgenrock, weiß, „Viole", bogenförmig gestickt . . . 225 Fr., ein Taghemd, Linon, mit Spitzeneinsatz . . 45 Fr., drei Nachtheinden, Stück 100 Fr., u. s. W. Das Ge­richt fand an dieser Rechnung nichts auszusetzen und er­klärte die Preise für angemessen" Fräulein Sauvaget wird also bezahlen müssen.

Kleine Gerichts-Chronik. Zu 67^000 Mark Strafe wurde der Kaufmann Hochapfel in Saarbrücken verur­teilt, weil er mehrere Jahre hindurch Steuern im Ge- famtbetragc von 8540 Mark hinterzogen hatte.

— Der Schornsteinfegermeister Lutz aus 'Hermannstadt, der, wie erinnerlich, als angeblicher Sohn der von Gönczy ermordeten reichen „Gipsschultzen" zu Berlin, Anspruch auf deren Erbschaft erhob, hat jetzt endailtig vor dem Kammergericht auf alle Ansprüche verzichtet.