mA äw bei âe Mrd men tut bett gesund empfinden oe^ Kreisen der Nation bedauern, daß bet- schurkische Frech- B der die Schwäche der unglücklichen und ihrer Sinne
. mächtigen Frau auszubeuten wußte, der eigentliche bei ihrer Verfehlung, als der einzige daraus hervorgehen soll, den keine Vergeltung und teme Bitternis betroffen. , - ' - § - -
Der SiegesLUg der Amerikanerin.
Als anläßlich der Venezuela-Angelegenheit das Kriegs- Örei der amerikanischen Chauvinisten und der gelben
[e am größten wurde, bat einer der klügsten Berater des Präsidenten Roosevelt, der wenig geneigt war, wegen Venezuela einen abenteuerlichen Krieg zu beginnen, zu «nem jener Hitzköpfe, die um jeden Preis zum Kriege treiben möchten, gesagt: „Lassen Sie nur die ausländischen Diplomaten machen, alles wird schon gut werden, ihre Frauen arbeiten für uns." Dieser kluge Freund des Präsidenten hat lachend die Wahrheit gesagt. Durch ihre mit europäischen Diplomaten verheirateten Töchter lernen die Amerikaner die Stärke und die Schwäche der europäischen Mächte kennen und selbst jene Geheimnisse, die Die Diplomaten sonst nur ihresgleichen anvertrauen. Die Zahl der europäischen Staatsmänner, die die Staats- aeschäfte ihres Landes leiten oder letien werden und Amerikanerinnen geheiratet haben, ist bedeutender, als man annimmt, und wird mit jedem Tage größer. Und wie groß auch immer ihr Patriotismus und ihre Klugheit sein möge, diese Manner werden sich doch immer mehr oder weniger von ihrer treuen Lebensgefährtin, die die Zeugin selbst ihrer geheimsten Gedanken ist, leiten lassen.
Die Amerikanerin vergißt niemals ihre Nationalität und ihre Heimat, wenn sie durch ihre Heirat auch Eng- tänderin, Französin, Deutsche oder Italienerin geworden ist. Mit Stolz tritt sie immer und überall für ihr erstes Vaterland ein. Man kann sogar sagen, daß erst die amerikanische Frau in den Vereinigten Staaten den Imperialismus w3 Leben gerufen hat: sie begnügte sich nicht mit Den von ihrem Gatten auf mehr oder minder geraden Wegen verdienten Millionen, sie wollte, daß ihr Land „eine Geschichte" habe, ben Ruhm der Waffen kennen leine und die alte Welt beherrsche, die sie gründlich verachtet, aber deren Vergangenheit und deren Traditionen sie so sehr beneidet. Sie will sich an den internationalen Kämpfen beteiligen, mögen sie nun friedlich sein oder nicht, und deshalb sucht sie durch die Heirat Zutritt zu Den diplomatischen Stellungen, bte bei ben anderen Nationen in so hoyem Ansehen stehen. Heutzutage ist in den Vereinigten Staaten der Botschaftertitel mindestens eben» oviel wert wie der Fürstentitel, und der geringste Gesandt- schafts-Attachs gilt auf dem Heiratsmarkte mebr, als ew deutscher Baron von uraltem Adel. Der Freund des Prä sidenten Roosevelt hatte also garnicht unrecht, als er mil seinen weiblichen Landsleuten rechnete.
Charakteristisch ist es schon, daß die drei angesehensten Dtvlomaten in Washington Amerikanerinnen zu flauer haven. Frau Michel Herbert, die Gattin des englischen Botschafters in den Vereinigten Staaten, ist Amerikanerin, Frau von Sternburg, die Battin des deutschen Geschäftsträgers ist Amerikanerin; Frau Jusserand, die Gattin des französischen Botschafters, ist von amerikanischer Herkunft!
Und dann sehe man einmal, wie die Amerikaner burd ihre Töchter, Schwestern, Nichten u. s. w. ihren Einfluß in Europa auszudehnen suchen. In Frankreich ist Frar d'Estournelles be Constant, der heute noch Diplomat uni Abgeordneter ist, morgen aber schon Minister des Aeußerr jein kann, Amerikanerin. Aus Amerika stammt auch Frai Ribot, die Gattin des ehemaligen Ministers des Meutern Frau Jousselin, die Gattin des Pariser Stadtrates, ip gleichfalls Amerikanerin; Amerikanerin ist auch Frau Pate rütre, die Gattin des französischen Botschafters; garnicht tu zählen sind die jungen französischen Diplomaten „bei Ankunft", die von Mmeritaneiinnen geheiratet worden ind, ohne Zweifel um ihrer selbst willen, aber sicher tuet) jener „Zukunft" wegen, die diskontiert worden ist: Was England betrifft, so ist Frau Chamberlain, die Gattin )es berühmten Ministers der Kolonien, die Tochter des Amerikaners Edincott, der unter Cleveland Minister war; )ie Vizekönigin von Indien, die jüngst bei dem Durbar n Delhi wie eine wirkliche Königin behandelt worden ist, st eine Tochter des Getreidespekulanten Leiter von Chicago inb bars sich jetzt stolz Lady Curzon von Keddleston new neu; Lady Churchill ist Amerikanerin; Frau Arthur Poget, One intime Freundin der königlichen Familie, ist eine Tochter der Vereinigten Staaten. Graf von Moltke, von >er dänischen Gesandtschaft in Washington, hat eine Bona ?arte Wyse geheiratet, die zwar französischen Ursprungs, iber doch Amerikanerin ist. Fürst Cantacuzene, von bet russischen Botschaft, ist mit einer Enkelin des Generals Hrant verheiratet. Der dänische Minister von Hegermann öindencron ist der glückliche Gatte einer reizenden Amerika teiln. Demnächst wird sich in Washington Fräulein Mario âithgow mit dem zweiten Sekretär der russischen Botschaft, Herrn Peter Roaeschtwensky, verheiraten. Die Liste bet imerikanischen Millionärstöchter, die — wie die Gräfin ton Castellano — in Frankreich oder in anderen Ländern )ervorragende Stellungen in der Gesellschaft erlangt Ha jen, wäre zu lang. Alle diese Dumen haben ein doppeltes stel im Auge: sie »vollen ihren Gatten vorwärts bringen, un ihre eigene soziale Stellung zu erhöhen, vergessen iber dabei niemals, ihren ganzen Einfluß zum Ruhme Amerikas arbeiten zu lassen.
preussischer Landtag.
FHus der Abgeordneten.
16. Gitzv»g. Eigener Bericht.
— Die zensierte Zensur. —
Der Minister des Innern muß um seinen Etat hart singen. Tags vorher Beschwerden und Beschwichtigungen über polizeiliche Mißgriffe, tags darauf Auseinander- l'etzungen über die Theater-Zensur. Hat jene Frage aus rin allgemeines Interesse rechnen köunm, so interessiert bte Zensur-Frage nur einen beschränkten Kreis von Theaterfreunden und Theaterleitern. Abg. Barth (fr. ^gg) bringt die Klagen der Theaterfreunde vor, bi? iich beschwert fühlen durch das Verbot eines Stückes von Paul Heyne und eines von Max Dreyer. Ferner werde der „Vorwärts" von der Polizei zu oft chikaniert. Redner plädiert für eine Radikalkur, mit der Theaterzenfur auf- yuräumen und die Theaterdirektoren mehr als bisher »lnter die Verpflichtung ihrer eigenen Verantwortlichdeit m stellen. —
Minister Frhr. v. v a m m e r st e i n lehnt diese Forderung strikte ab und zeigt an der Hand von Beispielen, daß für jeden christlich denkenden Menschen das Bewußtsein etwas Beruhigendes haben müsse, daß in ernsten Theatern nur solche Stücke aufgeführt werden, in bi? wir unsere Frauen und Töchter hineinführen können, ohne selbst zu erröten.
Tie Debatte vor- und nachher war von wenig Belang, lieber Mißstände hatten noch etliche Abgg. zu klagen; illein sie erhielten keine Antwort. Nur dem Abg. Hanssen (Däne) wurde auf seine erneute Beschwerde über die Ausweisung preußischer Staatsbürger aus Schleswig der Bescheid, daß die Regierung sich nach der Entscheidung des Lberverwaltungsgerichts liebten müsse. Hierauf wird dem Minister sein Gehalt bewilligt. Nachdem Dann noch der freisinnige Antrag aus Aenderung des Wahlmodus und Abänderung der Wahlkreise abgelehnt Durde, vertagt sich das Haus.
JNab und fern.
)—( Ein gefährlicher „Armeelieferant . In Berlin wurde ein Hochstapler namens Max Schiemangk verhaftet, Der die unglaublichsten Schwindeleien verübt hat. Zuletzt wollte er einen Berliner Hausbesitzer mit der Kleinigkeit von 180 000 Mark hineinlegen, um eine Geschäftsreise nach Amerika zu unternehmen zwecks Abschließung großer Waffenkontrakte. S. ist der Sohn eines Wirtschaftsbesitzers in Staupitz und sein eigener Vater zählt zu den Betrogenen. Er hat nie etwas rechtes gelernt, hat aber viel Talent für die Zeichenkunst bekundet, die er später nur zu schwindelhaften Zwecken verwertete. Sc hat er viele sehr geschickt ausgeführte Zeichnungen von Heeres-Ausrüstungsgegenständen angefertigt, zu denen et angeblich die Patente besaß und über deren Verwertung er mit verschiedenen Staaten fortdauernd in Unterh-and- lung gestanden haben will. Außer diesen Plänen und Zeichnungen hatte er stets — zweifellos auch von ihm selbst angefertigt — Dokumente zur Hand, die seinen Verkehr mit Staatsmännern und Militärbehörden nachweisen soll- len. Schiemangk, der als Gemeiner bei den Pionieren gedient hat, brachte es s. Zt. zuwege, als amerifanifch?! Offizier hoch zu Roß einer Parade auf dem Tempelhof?! Felde beiwohnen zu dürfen.
:: Ein Soldat ermordet. In Brandenburg a, H. wird seit Kaisers Geburtstag der Kanonier Emil Franz vom Feldartillerieregiment Nr. 3 vermißt. Er hatte an einer militärischen Feier teilgenommen und nach dieser ein junges Mädchen nach Hause begleitet. Seither hat ihn niemand gesehen. Am Morgen des nächsten Tages fand man in einer Blutlache das Seitengewehr des Verschwundenen mit zerrissenem Koppel. Man nimmt an, daß der Kanonier in eine Schlägerei verwickelt und getötet worden ist. Seinen Leichnam hätten dann die Täter über Seit« geschafft.
) Eine geheimnisvolle Kindesmörderin. Bei eine» Frau Berta Vodicka in dem ungarischen Orte Napagedl nahm vor längerer Zeit ein auffallend hübsches blasses Mädchen mit vlondem Haar Dienst. Die Fremde nannts sich Anna Homola und Novak und gab Reketnic be: Prerau und Lundenburg als ihre Heimat an. Ganz Plötzlich verschwand sie aus Napagedl und kurz darauf fand man dort unter der Marchbrücke ein neugeborenes erdrosseltes Kind auf. Zweifellos ist die angebliche Magd die Mutter und Mörderin des Kindes. Auffällig ist, daß die Verschwundene, weiche, zarte, weiße Hände und kleine Füße hatte, wie sie sonst Mägde nicht zu haben Pflegen.
Bunte Chronik. Auf dem Kohlenwerke „Viktoria' in Lobstädt bei Leipzig wurden durch hereinbrechende Koh. lenmassen 3 Bergleute verschüttet; einer der Verunglückter fand den Dod, die beiden anderen wurden lebensgefähr- sich verletzt.
— Daß eine Stadt von fast 150 000 Einwohnern seine einzige Droschke aufzuweisen hat, dürfte doch wohl zu den Seltenheiten gehören. Eine solche Stadt ist Bar- nien. Die einzige Droschke, die dort existierte und schon oiel Stoff zu allerhand Bemerkungen gegeben hat, ist nun auch verschwunden. Der Besitzer hat sich genötigl gesehen, den Droschkenbetrieb mangels „genügender Be- schästigung" einzustellen.
— In Berlin stürzte sich eine junge Frau Alma K., die wegen Betruges festgenommen werden sollte, vor einen gerade daherkommenden Straßenbahnwagen und wurde schwerverletzt nach der Charite geschafft, wo sie ihren Verletzungen erlegen ist.
— Unter dem Verdachte des Kindesmordes wurde in Berlin die Näherin Pauline Kummerow festgenommen. Das Delikt liegt fast zehn Jahre zurück.
— Ein 73 Jahre alter Mann hat in einer Wiener Vorstadt seine Ehefrau durch Messerstiche getötet und sich selbst schwer verletzt. Der Bluttat ging eine heftige Eifersuchtsszene voraus, indem die 72 Jahre alte Frau dem Manne Untreue mit einem jungen Mädchen dorwarf.
— In einem Bergwerk bei Castuera (Spanien) erfolgte »in großer Wassereinbruch. Es steht fest, daß zahlreich; Menschen ums Leben gekommen sind, doch ist die Zahl oer Verunglückten noch nicht besannt. f j -
£ sDaS Heiratsalter der Pariserinj wird in einer jetzt veröffentlichten statistischen Studie genau bestimmt. Aus Der statistischen Arbeit, die die Periode von 1890 bis 1900 berücksichtigt, ergibt sich, daß die meisten Pariserinnen sich im 21. Lebensjahre verheiraten. Von 121525 Frauen, Die sich während des angegebenen Zeitraumes in Paris verheiratet haben, waren 27 981 noch nicht 20 Jahre alt; zwischen 20 und 30 (tauben 61370; zwischen 30 und 40 22 881; zwischen 40 und 50 7 316; zwischen 50 und 60 2 299.
Lokales.
Gedenktafel für den 9. und 10. Februar.
9. Februar. 1789. Babelsberger * — 1801. Friede zu Luneville zwischen Frankreich und Franz II. — Deutschland verliert das linke Rheinufer. — 1834. Felix Dahn in Hamburg * — 1901. Der Hygieniker Pettenkofer in München f.
10. Februar. 1519. Cortez' Abfahrt von Cubo nach Mexiko. — 1755. Der französische Philosoph Montes- quieu in Paris f. — 1763. Friede zu Versailles (Canada wird englisch.) — 1847. Der Physiker Edison tu Milan fP&W . -11 w ^ * ' ' *
(Gt«dttheater). Morgen Dienstag gelangt zu« letztm ' Malei als „volkstümliche" Vorstellung „Das große Licht" ! von Felix Philippi zur Aufführung. Der hohen Kosten; wegen sind auch für diese Vorstellung die Preise der Plätze um 10 Pfg. erhöht worden. Als Benefiz für Herrn Steinert »irbjam Freitag den 13. d. Mts. „Wilhelm Tell" gegeben. — Am Samstag, den 21. d. Mts. wird in der hiesigen Tu'rnhalle eine große „The ater-Redoute" (rheinische- Karnevalsfest) unter Mitwirkung von Mitgliedern des hiesigen Stadttheater-, welche u. A. ein Karneval--Festfpiel zur Aufführung bringen, veranstaltet.
Der gestrige Sonntag brachte^uns mancherlei Vergnügen. Am Abend vorher konnte man sich auf dem Maskenball de- TurnvereinS ^bestens amüftren. DaS Gebotene war wirklich Novität und dabei daS Ungezwungene an dem ganzen Abend — Wer feine Karnevalstimmung prolongirm wollte,$ hatte gestern Sonntag Abend im Cafe Leib beim Fecht verband Gießen-Lahr reiche Gelegenheit. Auch hier war Humor und Witz Trumpf. Das Arrangement kann nur gut geheißen werden; kein Wunder wenn ba6 Ende deS^FesteS sich bis zum heutigen Morgen auèdehnte. — In Stein'S Saalbau hatte sich der Eängerkra»z niedergelaffen. Testen Darbietungen sind ja so bekannt, daß el erübrigt darüber zu berichten. Hier gilt immer das Wort:
„Wo man singt, da laß dich ruhig nieder.
Böse Menschen haben keine Lieder."
— Wer aber mehr Sinn für'S Freie hatte, zog bei dem schönen Wetter hinaus. Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar und Wiefeck erfreuten sich eines starken Zuzugs. Wünschen wir, daß alle gutes PluS erzielt haben.
** Freitag morgen beehrte anläßlich seines HierseinS deS Trompeterkorps des 2. Rheinischen Husaren-RegimentS Nr. 9 auS Straßburg, Herrn Lermmö, Direktor der Aktien- bierbrauerei, welcher seine Dienstzeit in obigem Regiment absolvierte, mit einem Ständchen. Fragliche- Korps war bei der hiesigen Studentenschaft so beliebt, daß es am andern Tage nach dem Konzert in Steins Garten, in zwei hiesigen Wiitèlokalen, wo Studenten verkehren, Frühschoppen-Konzerl geben mußten. Am Abend spielte das Trompeterkorps in Wetzlar, woselbst ihnen eine Anzahl Studenten folgten Das Korps reiste von hier.'ab und konzertierte Samstag am Abend in Heidelberg. Hoffentlich findet el bei her dortigen Studentenschaft denselben Anhang wie hier.
** Der Kanarienklub Gießen beabsichtigt eine Zucht- station edler Kanarienvögel zu gründen, wozu nächsten Mittwoch eine Versammlung bei Wirt Gräf, Leigesternweg, stattfinden wird.
= Einigung der deutschen Radler. Von Seiten der Allgemeinen Radfahrer-Union, D. T.-K., wird mit allen Mitteln eine Einigung dec gesamten deutschen Nadler anzubahnen gesucht und diesbezügliche Zusammenkünfte der Delegierten der einzelnen Verbände haben schon stattgefunden. Vom 11.—14. Juli d. I. wird in der süddeutschen Handelsmetropole Mannheim, am Zu- sammenfluß des Rheines und Neckar, der 18. Kongreß dec Allgemeinen Radfahrer-Union, D. T.-K., tagender sich besonders mit dec Einigungsfcage befassen wird.
** (Langfinger). EinZ Wirt in der Steinstraße mietete dieser Tage, durch eine Vermietfrau, ein mit angeblich besten Zeugnissen versehenes Dienstmädchen, unter Vorlegung Mk. 3 Mietsgebühren und Mk. 2 Mietsgeld für das betreffende Mädchen. Nach P/2 tägiger lätigtrit unterzog das neue Mädchen die Taschen der Kleider ihrer Herrin einer Revision und entwendete daraus 5 Mk., worauf sie verschwand. Anzeige gegen daS „getreue" Dienstmädchen ist erstattet.
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— r Heuchelheim Der letzte Freitag brachte etwas rege Abwechselung in bal sonst so einförmige Alltagsleben. Galt es doch die angekündigte Holzauktion im Gemeinde- wald zu besuchen. Das leichte Frostwetter machte el möglich trockenen FußeS den Wald zu erreichen. 51 hatten einige auch per Wagen, ja einer sogar zu Pferd sich nach dem Walde aufgemacht. Allein zu große Kauflust kann man bei unserer einmaligen Holzversteigtrung n'cht an den Tag legen, denn wenn jeder Besucher später eine Holzfahck unternehmen will, so darf niemand mehr all ein Gebot wagen, da bekanntlich alljährlich nicht viel Holz im hiesigen Wald gefällt werden kann.
*** Für den Kreis Alsfeld. Für die Angehörigen derjenigen Gemeinden bei Kreises, welche zu den Amtsgerichts bezirken Grünberg und U lr i ch st ei n gehören, sowie fit Ermenrod findet ein Amtstag in Nieder-Ohm er Mittwoch, den 11. Februar von vormittags 11 bis mittags 1 Uhr und für die Gemeinden des AmlsgerichtSbezirtt Homberg ein Amtstag in Homberg Freitag der 13. Februar, vormittags von 8—12 Uhr statt. Dir Amtstage werden in Nieder-Ohmen auf dem Bureau de: Bürgermeisterei daselbst und in Homberg im Rathause ab gehalten.
V Lauterbach, 6. Februar. Die Webschule beginnt am 20 April ihren zweijährigen Kursus für auS bc: Volksschule entlassene junge Leute. Auch ist ein Kucsul für Fabrikantensöhne und Interessenten eingerichtet Die Leitung hat Hauptlehrcr Pfündel.'
** Lauterbach, 6 Febr. Im WahlkreiS^Lauterbach Al-feld-Schotten soll Herr Wilhelm Finger dahier all nationolliberaler Kandidat zum Reichstag ausgestellt werden
** Aus bem Ohmthale. Ein^ sehr gesuchter AUik' sind in diesem Winter die Pelztiere. Man zahlt dasü: ganz ungewöhnlich hohe Preise. Galt^sonst ein Fuchè balg 3 bis 4 Mark., so zahlt man jetzt 6 Mk. dafür. Ein Iltisfell gilt das Doppelte bei früheren Preises, für ein Marderfell ^werden sogar bis zu 15 Mark bezahst Einem Einwohner zu Ruppertenrod, der bal Fanges dec Pelztiere versteht, gelang es vorige Woche zwei Iltis zu fangen.
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