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Dienstag, den 8. Dezember 1903.

12. Jahrgang.

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•Öin*e»twttHteW: in Eichen, abgebolt monarlich dOPfg.^ «<'»l-iuH gebracht 60 Pfg., durch die Post beiogd« öierteU jLhrlich Mk. 1.60.

SlvßSteilage«: Oberhesstsche FamitteNzett««- (täglich) Wheffifche 3eitf*rift für Laudwirtschast, Sbft uud lvit, bau, soSie die •ieitter Teifrublaseu (»Meutttdb).

Dol Blatt erschein M elw •edieret* ne**«ta#t

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aeum»*Oret »t Die cinNilhee V erhelle fit Ei chen vu Ganz Oberheffâ, die Kreise «chl»r und Marburg 1«Mâ. soSn 16 Pfg.' ÄtfUwe* die PAit^lc 30 refp. 40 ^i-

Bostzeitungsliste «o. 3tW.

»ââv URb Erveditton : Sieben Neu.»»«, *• *ervfNre*»*f*hit lle. »«

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Kr Oßerheffm und die Kreise Marburg Mw Wetzlar; Lokatauzeiger für Metzeu und Umgedmiß, Gmtdtlt ele aoüliche» Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden m Oderhch«

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]Wb einmal der tragt lche Uod

der Prinzessin 6lisabetb von Ressen.

Das traurige Schicksal des jugendlichen Töchterchens des EWAeirzogs von Hessen ist trotz allen offiziellen Berichten ni od) immer nicht geruigend aufgeklärt. Die Mitteilung umâeres Berliner l7S.-Mitarbeiters, daß man in hockstehen- d^°ti Kmisen Petersburgs allen Ernstes dafür hielt, daß das fiWiliche Kind einem gegen das Zarenpaar gerichteten nihi- liWcheii Anschlag 311m Opfer gefallen sei, hat ein Dementi tnuHi feiten der geschiedenen Großherzogin Melitta von .$ ejfcn erfahren. Demgegenüber weist unser Mitarbeiter bitoroiif hin, daß die hohe Frau, die zur Zeit des traurigen LAorwmmnisses in Skierniewice nicht anwesend war, ihr AM'lcheu überhaupt im Tode gar nicht zu Gesicht bekoinmeu Utot. Wie Fernstehende, war auch sie lediglich auf die offi- r mellen Darstellungen des K rrurkheitsbefundes angewiesen. x.'ülic n cnig diese aber, mögen sie scheinbar noch so peinlich t .'iciiait sein, das kritische Urteil zu befriedigen vermögen, 2tiflt Hue Veröffentlichung von feiten des Profsifors Dr. ^ujeil im Wiesbaden, früher lli.iversitätslehrer in Heidelberg in iib 3 orpat, in der dieser bekannte Spezialist mit dem an ßwfen Sektionsbefund und den daraus gezogenen Schlüssen jfiM ins Gericht geht. Er schreibt u. a.:

' „Wenn wirklich, wie nach den Ergebnissen der Sektion eingenommen wurde, ein Unterleibstyphus vorlag, so wäre i i'Ct Stob am ersten und spätestens am zweiten Tage der Er l^ttftmg eingetreten. Dies ist meines Wissens in der Pathos 8 ogie ines Typhus ein bisher niemals beobachtetes Vorkomm

01k Wenn ein so gediegener Kenner des Typhus, mit 'Liebermeister, niemals den Tod schon in der ersten Woche i) er Elrk rankn ng ein treten sah mir selbst ist es bei vielen . DWibcrten von Typhen ähnlich ergangen ■ , so muß ich es ! 11§ eim absolutes Novum bezeichnen, daß jemanb nach nm ' !>'imnr dzwanzigsiüudiger Dauer der Krnnkbeitsersckjeinungen ^iner typhösen Jnsektiou erliegt.- Mau muß den lebhaften Willsch hegen, den unumstößlichen Beweis für Typhus bunt Le» Machweis von Typhusbazillen erbracht zu sehen. Wird biefer ddnchweis geliefert, so knüpft sich an den beklagens nvrtein Fall ein wesentlicher Fortschritt unserer Kenntnisse. Wird er nicht geführt, so bleibt dem Skeptiker immer nock Mm für die Meinung, daß es sich um irgend eine anderc f>C[T Infektion gehandelt habe."

" Mit seiner Schlußfolgerung spricht Professor Weil beut U g enug aus, daß er trotz aller Ableugnungen weiter an iM Vergiftung glauben wird. Und mit ihm die öffentliche WüÄng. So schmerzlich es für die Eltern auch sein mag, âiB an der frischen Wunde von neuem mit der Sonde ge= Sri wird - das deutsche Volk hat ein Recht darauf, die Mo Wahrheit über das tragische Geschick des lieblichen Krst 'ukindes zu erfahren. Rücksichten auf die nervösc Äin.mung des Zaren können hierbei nicht maßgebend sein.

Verhältnisse auf dem Lande mit übertriebenem Lobe heraus­zuheben, märe es mehr denn je am Platze, davor zu. warnen, daß man sich da braunen in allzu großer Sorglosigkeit wiegt. Wer die Hygiene dieser Bauernhöfe, wo die Kinderstube über dem Schweinekoben liegt und der Brunnen neben der Senk grübe, mit offenen Augen betrachtet, wird sich des Gefühles nicht erwehren können, daß eigentlich eine grenzenlose Raive- tät dazu gehört, da noch von „geiimbheitlidxm Vorteilen" zu sprechen. Die Luft der Umgebung allein tut es nicht. Wenn die gewöhnlichsten hygienischen Bedingungen nicht erfüllt werden, kann man sich am klimatisch gesündesten Orte der Erde aufhalten und doch elend zu Gruude gehen.

Aus solchen Erwägungen heraus mag vielleicht jene Idee entstanden sein, „deutsche Gartenstädte" zu gründen, zu berer llebersetzung in die Praxis bereits eine Gesellschaft in der Bildung begriffen ist. Es soll da ein Mittelding zwischen Stadt und Laird tünnlid) geschaffen werden. Als Grundsatz soll gelten: kein Verkauf von Baugrund, kein Privateigen­tum an Boden imb an dem Gebäude, saubern Erbverpachtung des Gemeindeeigentums. Man wird dadurch unwillkürlick an die Utopien schwärmerischer Menschenfreunde erinnert und kommt keinen Augenblick dazu, diese Sache ernst zu nehmen. Der Grundgedanke ist ja zweifellos ein guter und menschlich-sympathischer. Aber die llebersetzung der Theorie in die Praxis stößt auf dieselben Hindernisse, wie etwa die Errichtung des sozialistischen- Zukunstsstaates. Schon bei Kardinalsatz, daß diese „Städte" nur eine bestimmte Ein wohnerzahl erreichen dürften, weist nachdrücklich darauf hin Ido die Realitäten aufhören und die Illusionen beginnen.

Mit Pläneschmieden und Phantastereien ist in hygienischer Beziehung eben nichts getan. In einer so regsamen Zeit wie es die unsere ist, darf man verlangen, daß auch die Hygiene nicht stehen bleibt, daß sie neue Gebiete gewinnt und sich das ganze Land erobert. Wo es am höchsten nottal begann seinerzeit die Bewegung. Schon die ersten Resul late, die in den Städten erzielt wurden, sprechen Bände ^od nun den pariern desbalb, w G sie heute noch vermöge obrer klimatischen Verhältnisse und ihrer Arbeitsbedingungen ’m weniges im Vorteil sind, nicht auch zuteil tverden, Was

Texiilarbeiterstreik herrscht, hat die Polizei jebt wegen Belast!- ipinq der arbeitswilligen und fremden Arbeiter durch die Streikenden alle Uiu- und Aufzüge, sowie Versammlungen

und Vergnügungen verboten.

Schank unb Gastwirt

schäften müssen von 12 Uhr nachts bis 0 Uhr früh geschloßen gehalten tverden. Gegen dieses Verbot hat die Streikleitung beim sächsischen Ministerium Einspruch erhoben, auch soU die Sache unverzüglich im Reichstage zur Sprache gebracht werden.

Spanien,

0 Ein Vorfall, der in Spanien allgemein als ein Mord anschlag auf König Alfons gedeutet wird, hat sich in der Rahe von Madrid zugetragen. Während einer Jagd, an her der König teilnahm, gab ein Waldheger einen Karabinerschuß ab, der einen Hirten tötete. Entgegen der offiziösen Lesart, die von einem unglücklichen Zufall redet, glaubt man allgemein, daß der Getötete Grund zur Beschwerde gegen eine Persönlichkeit aus der näheren Umgebung des Königs hatte und auf diese mit einem Gewehr zielte, worauf er von bem Waldheger erschossen wurde. Dem König ging das Ereignis sehr zu Herzen, er kehrte sofort in das Schloß zurück, tun bald daraus der Ministerprästdent Matira eintraf. Die amtliche Darstellung besagt, der Hirte sei durch eigene Unvorsillnigkeit ums hebert gekommen: Als er sein Gewehr geladen habe, sei der Schuß losgegangen und habe ihn ge tötet. Dabei in doch sehr merkwürdig, was der Hirte über Haupt mit einem Gewehr zu tun hat.

Asien.

T Zu dem n 11 gern einen Konflikt zwischen Rußland und Japan kommt iebt noch eine besondere Streitigkeit. Kürzlich batte der russische Dampfer „Progreß" den japanischen Dampfer ..Tokaiuwru" in den Grund gebohrt

nische Need?, ei verlangte von der Reederei de

^ie japa , Progreß"

die Städte empfingen? Es

ist angesichts der Statistik der

Heeresverwaltung nur auf das dringendste zu wünschen, daß mit b.T Uebenvachung des platten Landes in Hygie nischem Betracht so schnell als möglich begonnen wird. Del Traum von der Gesundheit der Dörfer ist durch die Praxis leider längst ad absurdum geführt.

Die Politik.

F" Eine soeben zur Ausgabe gelangte offizielle Statist»! •rbringt den Nachweis, daß im Jahre 1902 das deutsche Polk ein Wachstum zu verzeichne:! hatte, wie es in dieser Hobe bisher in Deutschland noch nie erreicht wurde. Nach­stehende Tabelle veranschaulicht diese Tatsache:

Schadenersatz: 300 000 Mark. Die Russen weigerten sich dessen und brachten die Sache vor ein russisches Gericht, das den „Progreß" als an dem Vmammenstof; nicht schuldig er kannte, baraufbin belegten die japanischen Behörden den .Progreß" mit Arrest. Der russische Konsul und der Ge sandte haben jetzt Einspruch gegen den Arrest erhoben und betten sofortige Aufhebung verlangt. Sie drohen mit einer Klage gegen die japanische Reederei in Wladiwostok und mit einer Beschlagnahme ihrer Postdampser. Sonst ist aus Ostasien noch zu melden: Rußland hat bat seine Streitkräfte am Lianflusse noch weiter verstärkt. Die chinesische Artillerie in dem Gebiet von Mukden wurde

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Rygicnc in Stadt und Land.

Aus ärztlichen Kreisen wird uns geschrieben: Die Denk iâriftt über das Heerergänzungsgeschätt im Jahre 1902, die pent dem Reichstage zügegängen ist, erbringt, wie die Miller melden, den Nachweis, daß heute noch zwei Drittel aller Rekruten vom Lande stammen und daß die relative Mgjichkeit der Laudbeiuobuer die der städtischeu Einwohner ''Mt um ä Prozent übersteigt. Daraus werden von der Mie wieder allerlei Folgerungen gezogen, die mit einer MMe an die städtische Hygiene und einem Lobgesange auf >M (Sesmldheitsverhältuifse des platten Landes enden.

I Das alte Ammemnärchen von den verseuchten Städten

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„ I mb -en gesundheitlichen Paradiesen draußen vor ihren Toren ?^ liiert noch immer. £er alte Ebstein in Göttin gen, wahr

flhfti'Ä ein Gelehrter von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

-NN sonst darauf hingewiesen, daß ein großer Teil aller

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MdI !schen Krankheiten vom Lande hereingetragen wird, daß ^Sauberkeit der ländlichen Bewohner noch vielfach sehr im iülgail liegt, und daß die Tuberkulose, vor der so viele Städter Made-aufs Land flüchten, dort kaum weniger günstigen Wn hat, als in unseren Industriezentren. Vergebens hat kr Geheime Medizinal rat Dr. E. Roth bewiesen, daß die Merchlichkeit auf den Dörfern nach neuesten Feststellungen 1 Mv/ntuell größer ist, als in den Städten, daß der Städter H llesser nährt, als der Dörfler, und daß die hygienische Fort- mmickelung in den Städten wesentlich besser ist, als auf dem Mide. Vergebens hat er seine Warnung an die Dörfer Mngen lassen, daß sie in der hygienischen Vorsorge nicht Mi'.ickbleiben möchten, daß sie, besonders was Reinlichkeit riib Sauberkeit anlangt, dringend der Besserung bedürften. MtuMens mehren sich allmählich die Stimmen, die von der

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Äemtriebenen hygienischen Eiuschäsung der Dörfer warnen und« die Gesundheitsverhältnisse unserer Städte verteidigen: - ^er alte Kinderglaube ist nicht auszurotten, er gewinnt

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D^ Utznehr täglich an Ausdehnung! ^^ So und nicht anders sind die v

o und nicht anders sind die Hymnen zu erklären, dre von

^rufener Seite deru Ergebnis jener militärischen Denk

M Wifi gezollt werden. Nachdenklichere würden Vergleiche ^ Äugen und dabei erfahren, daß der Prozentsatz zu glinsten . ..... â ! "è -Landes von Jahr zu Jahr abnimmt, so zlvar, daß bald II Min einem Unterschiede "iiglidj nicht mehr wird die Rede sein

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Statt die augenblicklich noch besseren gesundheitlichen j

auf das Jahr

im Durch­schnitt von 1898/190-

1902

1901

Eheschließungen......

457 208

468 329

443 582

Geburten ( einschließlich Tot

2 089 513

2 09 7 838

2 006 827

SterbefäUe J geburlen

1 187 201

1 240 014

1 226 580

Geburtenüberschuß.....

902 312

857 824

780 247

auf 1090 der

Bevölkerung

Eheschließungen.....

7,92

8,24

8,20

Geburten | einschließlich Tot-

36,19

36,89

37,11

Sterden ll^ j gebürten

20; 56

21,81

22,68

Geburten berfchuß......

15,63

15,09

14,43

Um 900 000 oder 15,6

VOM Tausend hat

sich also

1902 vermehrt, einem weiteren

Xie gegen Rückgang der hielt sich auf

das deutsche Volk im Jahre 1901 gesteigerte Zunahme ist

Sterbeziffer zu danken. Die Geburtenzahl

der stattlichen Höhe von rund zwei Millionen ziemlich un- oeränbert.

= Die im Sommer vom preußischen Staatsministerium beschlossene Einführung des bekannten „Scherlschen Prämien Sparsystems" auf zehn Jahre ist setzt vom König genehmigt worden. Die Konzession zur Veranstaltung der mit dem System verbundenen alljährlichen PrämiemVertosung wird ?inem Komitee erteilt werden, dessen Mitglieder der Vorstand des deutschen Sparkassenverbands in Vorschlag bringen soll. Mit der Einführung dieses Systems soll demnächst begonnen werden. Das von dem Vorstand des deutschen Sparkassen Verbandes nominierte Komitee hat vor kurzem in Berlin eine Sitzung abgehalten, in der die Einzelheiten der Einführung des Systems besprochen worden und.

cT 'n Mülhausen i. Elf. hat die sozialdemokratischl Mehrheit des Gemeinderates den katholischen und evanqc lifänn Pfarrern und dem Rabbiner die städtische Gehalts zutage und den Vtkaren das ganze Gehalt, zusammen 34 900 Mark, gestrichen. Selbstverständlich handelt es sich nm eine leere Demonstration - die Aufsichtsbehörde wird diesen Beschluß ohne weiteres beanstanden. Es ist völlig unerfind lick, was mit solchen leeren .Kundgebungen erreicht werden soll, die am letzten Ende nur eine kalte Touche für den Gr meinderat zur Folge haben kann.

^ In 'a r i m m i t j $ a u , wo seit Monaten ein großer

von den Russen ineggenommen. Man schließt daraus, daß die Russen sich durch die feindselige Haltung Ehinas beim ruhigt führen und eine chinesisch japanische Koalition be­fürchten. Indessen liegen anderweite Rachrichten vor, die die Lage weniger gespannt erscheinen lassen. So erklärte der japanische Gesandte in Washington, er halte die Meldung für wahr, daß der russisch-japanische Streit einer friedlichen Beilegung nahe sei, wenn er auch von einer endgültigen Regelung der Frage noch keine amtliche Mitteilung erhalten habe. Angesichts solcher widersprechenden Meldungen ist das einzige, was den Mitteleuropäern bleibt: Abwarten. — Rack einer Meldung aus P es in g beschloß China, im Falle eines russisch-japanischen Krieges 100 000 Mann zu mobilisieren, um die Provinz Tschili zu schützen.

cL In chinesischen und russischen Regierungskreisen herrscht große Erregung über die britische Tibeterpedition. Rcan nimmt an, daß sie zu einer dauernden Besetzung Tibets durch die Briten ähnlich wie Rußland es mit der Mandschurei gemacht hat - führen werde. In Petersburg ist man der Meinung, daß England mit einer dauernden Besitz­ergreifung Tibets die Herrschaft über g a n z O st - a s i e n an sich reißen würde. Das mag schon stimmen, einst­weilen aber haben die Engländer Tibet noch nicht.

Balkan-Staaten*

A Allerhand aufregende Dinge werden wieder eiunwl rus Belgrad gemeldet. Zunächst wird in der Hauptstadt Serbiens von einem Attentat auf König Peter gemunkelt, und das Gerücht findet trotz aller offiziellen Ableugnungen immer mehr Glauben. Ueber die Einzelheiten des Atten­tats, das im Konak begangen sein soll, ist indessen nichts be­kannt. Inwieweit mit dieser Angelegenheit die weiter aus Belgrad gemeldete serbische Ministcrkrise zusammen b ürgt, läßt sich schwer beurteilen. Offiziell wird natürlich and

dieses Krisengerücht als unzutreffend erklärt. Nichtsdesto­weniger nimmt man in Belgrad allgemein an, die Demission des Kabinetts Gruitsch stehe nahe bevor. Damit wird auck ein Ministerrat, der bis Mitternacht währte, in ^^i'^'— gebracht. Uns kann? am Ende gleichgültig sein, bien Minister in.

Verbinduna

wer m Ler

Amerika.

südamerika-

=1= Die neueste Republik Panama, hat nach nischen Tradition nun auch die selbstverständliche Begleit­erscheinung spanisch -amerifaniicben Staatslebens zu Vec zeichnen: Panama hat seine erste revolutionäre Verschwörung' Ein Oberst, zwei Majore und der Adjutant des Generals Huertas, des Oberbefehlshabers ^der Truppen von Pananw. wurden in Panama verhaftet. Sie werden beschuldigt, eine Verschwörung gegen das Leben des Generals Huertas ge plqnt und die Garnison Lon ^artama. ^u einem Aufstande