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Nr. 156, B - - ■ ■• MUD Dienstag, den 7. Juli 1903.

UH»»MO«O«t-Prets r in Gießen, abgeholt monatlich KO Pf-., M H«u- gekracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel- jShrlich M. 1.50.

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_________________12. Jahrgang

3«ferH»we»tel ,. Die eiit*alttte PâM- fk «chm M« ganz Oberhessen, die Kreise Wchlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklame« die Petitzeile SS resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste Ro. MM.

Redaktion und Expedition: Gießen Ne«^»»e- 16. SerafotedfaMlH M E.

Neueste Wachrichten

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für Overhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalameiger für Metzm und Umgebung.

Enthält eÄe amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden »»« Oberhesien

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Hm Sterbelager des papstes.

Rom, 5. Juli abends.

Die ewige Stadt steht heute unter dem Banne einer tiefen Erregung und Ergriffenheit: Papst Leo XIII. ringt im Vatikan mit dem Tode. Die Vorboten des Todes stell­ten sich gestern ein; wiederholte Ohnmachtsanfälle infolge einer plötzlich eingetretenen Lungenentzündung zeigten, daß der Lebensfaden des greisen Oberhauptes der katholischen Christenheit seinem Ende nahe sei. Wer da weiß, wie auf­richtig Papst Leo auch von denen verehrt wird, die der Kirche fernstehen, der wird die Erregung und Ergriffenheit der römischen Bevölkerung begreifen.

Und wäre diese Verehrung einer Steigerung fähig, sie 1 würde mächtig gewachsen sein durch die Bekanntgabe ber 1 Tatsachen, w i e Papst Leo stirbt. Bei völlig klarer Jntelli- ■ genz sieht der Papst ruhig und gefaßt dem Tode entgegen. Er spricht von dem Tode als einer Gnade Gottes. Als ihm in Gegenwart von 20 Kardinälen, aller Prälaten seines Hofes unb der Angehörigen der Familie Pecci das heilige Abendmahl gereicht wurde, sprach er alle Gebete klar und ‘ deutlich mit. Nur eine Sorge scheint den Scheidenden zu drücken: die zukünftige Entwickelung des höchsten katholischen ; Kirchenamtes. Darum benutzt der Papst die wenigen ihm ! noch betriebenen Lebensstunden zu einer langen llntcrrebuiig . mit dem Kardinal-Kämmerer Oreglia, dem er seine letzten Wünsche hinsichtlich des Kirchenregiments sowie des nächsten ' Konklaves mitteilt. Diese Seelenstärke nötigt einem pro­testantischen Zeitungsvertreter folgende Zeilen der Bewunde­rung ab: Der Umstand, daß Papst Leo bei vollem Bewußt­sein und, bevor eine direkte Todesgefahr bestand, feierlich . und ostentativ die Sterbesakramente nehmen wollte, ist für seine Geistesgegenwart unb Willensstärke ebenso bezeichnend wie für die bei dem 94jährigen Greise unerhörte geistige Klar­heit. Der Papst wollte sich vor seinem Tode noch — ein­mal — wenigstens ganz und gar als Statthalter Christi und als Herr der Kirche fühlen, und auf seinen bestimmten Be­fehl hin fand darum die Ceremonie der Sterbesakramente mit dem höchsten Prunk der Röunschen Kirche statt. In vollkommener Seelenruhe und bei ganz ungetrübtem Bewußt­em sagte so dieser große Papst und seltene Mensch seiner Umgebung und der Welt, die èr seit einem Vierteljahrhun- dert beherrscht, Valet — eine Szene die auch der geradezu antiken, Lebensauffassung des Papstes und seinem Mangel an jeglicher Todesfurcht ein glänzendes Zeugnis ausstellt.

Diese Beobachtung ist zutreffend wie die folgende Wahr­nehmung, die aus der Umgebung des Sterbenden kommt. Den Papst, so heißt es, habe in letzter Zeit nur noch die Idee des Konsistoriums aufrecht erhalten. Nach Beendigung des Konsistoriums und Verleihung der Kardinalshüte fehlte für den impressionabeln greifen Kirchenfürsten vorerst der be­stimmte suggestive Daseinszweck. Derselbe Organismus, der sich bis vor einen Monat noch so bewunderungswürdig stark und energisch gehalten hatte, klappte mit einem Mal zu­sammen. Die Ernährung ließ in den letzten Tagen überaus viel zu wünschen übrig. Seit zwei Tagen wollte der Papst durchaus, nichts mehr zu sich nehmen, so daß ihm heute durch Injektion künstlich Nahrung zugeführt werden mußte.

So stirbt Leo XIII. wie er gelebt: als ein starkgeistiger Mann von bewunderungswürdiger Charakterstärke . . .

Ueber den Abschied des Papstes von den Kardinälen und seinen VeNvandten wird aus 9tom gemeldet: Nach dein Abendmahl ließ der Papst alle Kardinäle an sein Bett kom­men, die ihm die Hand küßten. Er hatte für jeden ein freundliches Wort. Dem Kardinal Mathieu sagte er: „Emi­nenz trage ich einen letzten Gruß an Frankreich auf, das Vanb meiner Hoffnungen und Schmerzen; nun ist alles bor-- bei." Dem befreundeten Ferrata flüsterte er zu: „Lieber- Ferrata, wir nähern uns der Ewigkeit, alle Sorgen werden bald überwunden sein." Nachdem die Kardinäle das Gemach verlassen hatten, ließ der Papst seinen Neffen Camillo und dessen Frau hereinkommen und erteilte ihnen seinen Segen.

Die Geistesfrische des Sterbenden

schildert der römische Korrespondent des B. T. der gestern eine Unterredung mit Professor Mazzoni hatte. Der Ge­lehrte erklärte, der Organismus des Papstes besitze eine der­artige Zähigkeit und Energie, daß er sich hüte, das allgemeine Todesurteil zu unterschreiben. Bedenklich sei indessen die kolossale Schwäche dès Papstes, sowie die Hartnäckigkeit des Lungenödems, das sich durchaus nicht auflösen wolle. Der Papst sei dabei so nervös, daß er weder im Bett, noch im Stuhl aushalte und beständig wechsele. Als er in letzter Nacht Bouillon nehmen mußte, wollte er durchaus das Bett verlassen und setzte auch seinen Willen durch. Die Katastrophe ist ebensogut heute wie später möglich. Am Sonntag vor der Konsultation diktierte er noch feinem Privatsekretär Mon- fignor Angeli einige lateinische Disticha über den Tod.

Trotzdem der Körper des Papstes zusammengefallen ist, ; erregt seine Willenskraft geradezu Seftmnberung. Gestern (Montag) Nachmittag raffte sich der Todkranke plötzlich auf und erklärte, das Bett verlassen zu wollen, er wolle nicht im Bette sterben.. .

Wer wird pap st Leos JNacbf olger?

Auf Grund seiner Erkundigungen an geeigneter Stelle schreibt uns unser Berliner ^.-Mitarbeiter: Von den Kandi­daten für die päpstliche Würde hat allen gegenteiligen Mel­dungen zum Trotz der Staatssekretär Rampolla die meiste Aussicht, und zwar vorwiegend aus äußerlichen Gründen. Im Ganzen sind vier ernstlich in Betracht kommende Persön­lichkeiten vorhanden: Kardinal-Staatssekretär Rampolla, der Chef der Proganda, Kardinal Gotti, Kardinal Vanutelli und der verhältnismäßig junge Kardinal Agliardi. Rampolla, ein romanischer Rassepolitiker, ist der ausgesprochene Kandi­dat der Franzosen und der Spanier. Vanutelli dagegen ge­nießt das Vertrauen der Deutschen und Franzosen, und Gotti kommt als Kompromißkandidat in Betracht. Bekanntlich spie­len sich die Wahlakte anders ab als sonst im Leben. Die Versammlung der Kardinäle tritt zu dem Konklave zusam- men, das heißt jeder einzelne Kardilial bezieht ein Zimmer im Vatikarl, in dem er, um die Wahl gegen äußere Einflüsse zu sichern, völlig gegen den Verkehr mit der Außenwelt ab­geschlossen wird. Allmorgentlich versammeln sich dann die Kardinäle, ohne miteinander sprechen 311 dürfen, in einer bestimmten Kapelle des Vatikans zum Gottesdienste, nach dessen Beendigung die Stimmzettelwahl stattfindet. Ergibt diese keine absolute Mehrheit, dann müssen sich die Kardi­näle wieder in ihre strenge Abgeschlossenheit zurückbegeben, um am nächsten Tage die gleiche Prozedur zu wiederholen. Wenn die bestehenden Parteien hartnäckig sind^ kann das Konklave Wochen- und monatelang dauern. Die Stimmzettel, die keine Entscheidung gebracht haben, werden in einem be­stimmten Ofen, beiseit Kamin den eingeborenen Römern sehr genau bekannt ist, verbrannt. Täglich strörnt nun das römische Volk, eine malerische Mischung von ^tcmeiirâ und Lazzaroni um die bestimmte Stunde nach dem Vatikan und wartet auf den Augenblick, in welchem aus dem bewußten Kamin die Rauchwolken aufsteigen. Geschieht dies, so weiß man, daß die Wahl ergebnislos war, wenn aber einmal die Wolken ausbleiben, dann lauert ganz Rom und die Fremdeu mit ihnen auf den feierlichen Moment, in welchem der älteste Kardinal auf dem Balkon das neue Oberhaupt der katho­lischen Christenheit ausruft. Für die jetzigen Kardinäle ist bie Aussicht auf ein Konklave besonders unerfreulich, weil die glühende Hitze Roms den Aufenthalt in der strengen Klau­sur ihnen sehr peinvoll machen muß.

Die Entscheidung wird nur dann schnell fallen, wenn alle Kardinäle sich im stillen vorher einigen sollten; in diesem Falle würde Rampolla mehr Aussicht haben als etwa Vanutelli. Vielleicht verbessern sich auch die Chancen seiner Kandidatur dadurch, daß man feinem Einfluß eine Nieder­werfung des Konfliktes mit Frankreich zutraut. Wenn aber vor der Wahl keine stillschweigende Vereinbarung zustande kommt, dann hat allerdings der versöhnliche Kardinal Gotti die meisten Chancen. Das „heilige Kollegium", wie es offi­ziell heißt, wird dann eine Zeitlang seine Kräfte messen, um sich schließlich auf einen tendsnzlosen Kompromißkandidaten zu einigen und als solcher gilt Gotti allgemein, während Ramvolla als die schärfte Tonart und als Mr.'NyPus be sannt ist - * -

F)of und Gesell l'cbaft.

4< Auf der diesjährigen Nordland reise werden den Kaiser begleiten: Generaladjutant b. Kessel, der Chef des Marinekabinets, Vizeadmiral Freiherr v. Senden-Bibrau, die Generaladjutanten Generalleutnant V. Scholl und V. Moltke, Generalmajor Graf Moltke, Oberstleutnant b. Plüskow, Flügeladjutant. Fregattenkapitän v. Grumme, Generalarzt Dr. Leuthold, Hausmarschall Freiherr b, Loncker, ferner Prinz Albert von Schleswig-Holstein, Prinz Sayn-Wittgenstein, Fürst zu Eulenburg-HertefÄd, Ober- jäermeister Freiherr v. Heintze, Gesandter b. Tschirschky und Bögendorff und die Professoren Güßfeld und Saltzmann.

^ Prinzessin Heinrichvon Preußen wird im Laufe dieser Woche Kiel verlassen und mit ihren Söhnen nach dem prinzlichen Gute Heminelmark bei Eckernförde übersiedeln, um dort während der Abwesenheit ihres Gemahls Sommer­aufenthalt zu nehmen.

4< Der Staatssekretär des Reichsmarineamts Vizeadmiral von T i r p i tz hat bis zum 15. September er. Urlaub er­halten, den er zum größten Teil in Süddeutschland zu der- bringen gedenkt. _ ______ .

)Nab und fern.

4« Der lebte aktive Bombardier der preußischen Armee. Feldwebel Karl Wahl bom westfälischen Fuvartâ ment Nr. 7, ist in Köln im Alter von 70 wahren S»r großen Armee abbernsen worden. Es war ihm vergönnt vor noch nicht langer Zeit das goldene Milltardrenstinbrlann »n feiern, bei welcher Gelegenheit ihm vom Kchler die go dm Krone zuin Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verlieheii nmrde. „Baler Wahl" war ein geborener Kölner.

& Eine MasscanulicferiNig in die Tollwut-Schußstationev in Berlin hat dieser Tage stattgefiindeii. Sie H^ekMmden sind die f n nsKinder des Bahnwärter Kloß ans.Rasten.

bürg (Ostpreußen), sowie zwei weitere Angehörige voriger Familien in jugendlichem Alter. Die .^tloßschen Kinder wur­den von einem tollwutverdächtigen Hunde gebissen, der plötz­lich in die Wohnung der Eltern eingedrungen war. Von diesem Tiere wurden später auch die beiden anderen Kinder diirch Bisse verletzt. Der Hund wurde am nächsten Tage berenbet aufgefunden; sein Kadaver wurde zur Untersuchung ebenfalls nack) Berlin gebracht. ,

— Ein Diebstahl von 181 Wechseln wird uns aus Stadt­hagen (Schaumburg-Lippe) gemeldet. In das Qontor des ; dort wohnenden Fabrikanten Otto Bosse Würbe während der Nachtzeit ein Einbruch verübt, bei welchem den Dieben u. a. - 181 gezogene Wechsel im Gesamtwerte von 33 000 Mark in die Hände fielen.

(:) Zwei deutsche Deserteure stellten sich, wie Pariser Blätter berichten, dieser Tage den französischen Behörden in Nancy und baten um Einreihung in die Fremdenlegion. Der eine der beiden Ausreißer tam aus Chllteau-Salins, der andere aus Metz.

S3 Eine schauerliche Entdeckung machten einige Arbeiter der städtischen Gasanstalt in Königsberg i. Pr., die in der Simon Dachstraße mit dem Legen der Gasrohre be­schäftigt waren. In der Tiefe von ca. 1 Meter stießen sic auf ein Hindernis, welches sich nach Freilegung als ein Kindersarg erwies, dessen Deckel nur leicht auf den unteren Teil aufgelegt war. Als die Arbeiter den Sarg öffneten, fanden sie darin das Gerippe eines ausgewachseireir Mannes liegen. Die Kriminalpolizei stellte Nachforschungen zum Zwecke der Aufklärung des rätselhaften Fundes an. Es mirb vermutet, daß man es hier vielleicht mit der Leiche des seit ca. acht Jahren vermißten Restaurateur Göhring zu tun habe, der damals plötzlich verschwmwen war.

::: Ein Falschmünzer wurde in der Person des 29 ^Jahrc alten Kaufmanns Eugen Neisse in Berlin auf der Straße eingefangen, als er sich mit einem soeben erworbenen stempel entfernen wollte. Er hatte bei einem Graveur einen Stempel zur Herstellung von 20-Markstücken bestellt. Auf der einen Seite sollte der Adler, auf der anderen das Bildnis Kaiser Wilhebns 1. enthalten sein.

+ Ein angenehmer Passagier. Aus der Schweiz wird berichtet: Zwischen den Eisenbahnstationen Au und Heer­brugg sollte gestern ein Italiener, der ohne Fahrkarte ein- gestiegen war, dem Schaffner des nach St. Gallen gehender Zuges das Fahrgeld bezahlen. Er zog das Portemonnaie aus der Tasche, ließ es aber fallen, unb es erfolgte eine starke Explosion, die unzweifelhaft von einer Dynamit- patrone herrührte. Der Boden des Wagens wurde durchschlagen und dein Italiener die ganze rechte Hand weg­gerissen; außerdem hatte er schwere Verletzungen am Kopfe. Die Passagiere kamen mit dem Schreck davon. Mait zog so­fort die Notleine, und der Zug hielt auf freiem Felde. Dei Italiener wurde durchsucht, und man fand in seinen Taschen noch mehrere Dyitamitpatronen; er wollte nicht angeben, Wie er sie erlangt hatte und zu welchen! Zwecke er sie benutzen wollte. In St. Galler: wurde der gefährliche Passagier als Polizeigefangener in das Krankenhaus gebracht.

X Des Kindes Engel. Die Passagiere eines Schitellzuges der Moskau-Kasalter Bahlt waren vor einigen Tagen in bei Nähe der Station Monachowka Zeugen eines aufregendeil Vorfalles. Mit voller Geschwiltdigkeit sauste der Zug dahin, als das Publikunt bon den Wagenfenstern aus ein kleines Kind erblickte, das zwischen bon Schienen mit Sand spielte. Ein Augenblick'— und es verschwand unter den Wagen. Die Phantasie des Publikums malte sich ein erschütterndes Bilk aus. Man hörte unter den Passagieren Schreie, Weinen, Stöhnen... Wie groß war aber die Freude und die Ver- wunderung aller, als unter dem letzten Wagen sich plötzlick das Kind zeigte, das sich sorglos die Hände bom Sande reinigte. Es war völlig unverletzt, da es gerade zwischen die Räder des Zuges geraten war und ruhig sitzen blieb, als der Zug über seinem Kopfe hinwegdonnerte. Der Jubel der Passagiere, die soeben noch angstvolle Minuten durchlebl hatten, wollte kein Ende nehmen.

£ Fünfzig Personen ertrunken. Aus Pittsburg (Ver. St.) melbet der Draht: Der See in Oakford, einem Ver- gnügungsort in der Näbe von hier, trat infolge eines Regen- sturmes über seine User, durchbrach den Danun und strömte das Tal hinunter. Etwa 50 Personen sollen ertrunken sein. Großer Schaden an Grundeigentum ist angerichteh die nächstgelegenen Städte sind überschwemmt, und die Pennsylvania-Eisenbahn ist unterwaschen.

§ Fahnenflüchtiger Offizier. Der Lieutenant Friedrich b. Derschau bom Infanterieregiment Nr. 27, welcher vor einiger Zeit seine Garnison Halberstadt heimlich verlassen hat, ist von dem Gericht der 7. Division in Magdeburg für fahnenflüchtig erklärt worden.

§ Ein achtfacher Brandstifter wurde vor dem Schwur gerichte zu Leoben (Obersteiermark) zu 18 Jahren Kerker verurteilt. Täter ist der 22jährige Rauchfangkehrer und Feuerwehrmann Eduard Pitsch. Er hatte acht verheerende Brände in Trofaiach angelegt aus Freude am Alarniblasen als Hornist und am Löschen, wie er^ aussagte, und verfehle die Bewohnerschaft in beständigen Schrecken, bis seine Cr treifung gelang.