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Erstes Blatt

Mittwoch, den 7. Januar 1903.

12. Jahrgang

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(Gießener Dngeötatt)

(Gietzener Zeitung)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

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Oer JVlarine- und der Mlitäretat.

CB. Aus den beiden Etats für unsere Reichswehr, die soeben veröffentlicht worden finb ergwbi sich auch im neuen Jahre mit Deutlichkeit das Bestreben unterer Reichsregw rang, in der Aneignung der technischen Kriegsmitlel unb in der zeitgemäßen Organisation unserer Reichswehr 511 Lande und zu Wasser mit den Fortschritten der Zeit gleichen Schritt 511 halten. Daneben soll auch die theoretische Aus­bildung unserer Offiziere vervollkommnet werden, denn cs ist die Errichtung einer kriegstechnischcn Hochschule ge­plant Der Kriegsdienst der Zukunft wird wesentlich ab- Hängen von den Leistungen unserer technischen Truppen. Es ist deshalb ein sehr gesunder Plan inifcrct Re ichs Heeres­verwaltung, daß sie neben der kriegstheoretischen Aus- bildung in Taktil und Strategie eine genaue theoretische Kenntnis der Waffentechuik anstrebt In der Hand der mit der Waffe genau vertrauten Offiziere wird eine Truppe ein viel wirlsanieres Kampfmittel sein, als menn nur äußerlich auf die Handhabnng der Waffe gedrillte Offiziere die Leitung haben Außerdem wird die Berührung der Praxis der Dienstersahrnngen mit der wissenschaftlichen Theorie eine viel innigere fein als seither Sollte es

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uns durch weitere Vcrvollkominuuug unseres Ossizier- korps, das nus, wie f\ürjt Bismarck sich einmal ausdrückte, niemand in Der Welt nach :lachen kann, auch scrucrhiu gelingen, unsercu Vorsprung vor Den Heeren auDcrei Na­tionen zu behaupten, jo wäre Damit eine weilcre Fi icdens- bürgschast gegeben, denn mehr als je gilt das Wort: Wer den Frieden null, muß zum Kriege rüsten

Die Ausführung dieser Friedenssichcrnngeu über muß Don dem Plaue ausgehen, ein Volk zu einer Kriegsführung ohne Bundesgenossen 51» befähigen Nur eine Walton, Die diese Bedintzuug ei füllen kann, hat nach heutigen Vcr- Hältliisseu eine Großmachtstelluug inne und kann su bi - Häupten Ist sie aber nur in einem Teile ihrer Wehr- bereitschaft auf fremde .Hilfe angewiesen, ober von Dem guten Willen und Der Friedensliebe anderer Völker ab- Hänglg. so muß sie stufenweise von dem Piedestal her- nuterstclgcu. Welcher Partei man auch angeboren mag, das eine sann man iiicljt bestreiten, daß jahrelang unsere Seeweh c nicht auf Der Hohe der Zeit [taub. Unsere wach sende Großmachtstclluug, so wie die iveltwirtschaftliche Cut- Wickelung, Die bunl) unsere raschen Verkehrsmittel hervei- geführl N'ocdcu ist, machten eine Vermehrung unserer Flotten macht ,sur unbedingten Notwendigkeit Tic Groß- machtstellnug eines Volkes hängt also nicht mehr von dem Stande Der Heeresmacht allein ab, sondern - und ztvar vielleicht noch in viel höherem Grade - von der Beschaffen­heit der Scewehr. Man sieht ja, wie die Verhältnisse ans dem europäischen Festlande einer inneren Beruhigung juftreben. Die Balta u frage, einst der Zankapfel zwischen Oesterreich unb Rußland, ist zu einem FriedeHnndament geworden, Die elsaß-lothringische Frage hat an Schärfe verloren, unb zwischen Italien unb Oesterreich liegt Venetien nicht mehr als Streitgegenstand Aus dem Fest­lande tritt die Beruhigung ein, meil die Völker Europas die Notwendigkeit ersannt haben, ihre Kraft und ihre Intelligenz auf Die FlottenbiWung zu verwenden Ins­besondere wir Teutsche dürfen mit der Tendenz unserer Reichstvehrvcrwaltung einverstanden sein, die folgende Pa­rallelen im neuen Marine- un) Heeceshausfalk au gestellt hat: Stillstand in der Massenentwickelung des Landhe.res, dafür aber eine vollkommenere Berufsausbildung des Offi' Jerstorps und Erweiterung unserer Flotteumâcht. Frei­lich die Aufwendungen für dieses letztgenannte Ziel sind nicht unerheblich, andererseits aber sind diese Aufwendun­gen dolch auch ein Hilfsmittel zur Befestigung und Stär- kuna unserer Jndustrietätigkeit. Die Flottenvermehrnng IvürDe eine ganz andere volkswirtschaftliche Bedcnctung haben, wenn sie etwa im Auslande in Arbeit gegeben luerbeii mü^te TaS ist aber keineswegs Der Fall. Teutsch - land ist vielmehr in der glücklichen Lage, die Mehrzahl Der Arbeiten auf eigenem Gebiete unb mit eigenen Rohstoffen herzustellen. Die Ausgaben sind durchaus nicht verloren, sondern im Innern des Landes als nahrungsspeudendcs Element im Umlauf. Insbesondere dürften diese Auf- iDcnbungen auch versöhnlich auf die wirtschaftlich schwä­cheren Schichten wirken, wenn auch im neuen Haushalts­jahre wieder, wie im alten, die Reichsaufträge für den Flottenbau die sozial dankbare und schöne Ausgabe er­füllen, die Schäden der vorhandenen Arbeitsnot in der Winterzett zu lindern. Auf alle Fälle fordert der neue Haushalt in seiner Form die Kritik heraus. Im Gegen­teil wird ein jeder besonnene Staatsbürger daraus mit ; Befriedigung und Beruhigung ersehen, daß auch m b^r

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ifoW^aMtii ^^^'^â!» --"^ ^“‘)'?»»8 rillen, uap ailQ) m Der / r^W^* nabten Zett die Reichsregierung unablässig aus eine zweck- !«■*«*>-' entsprechende Ausbildung unserer Friedensbürgschaften be-

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^"ME Venezolanische Verworrenheiten.

f^L , Wü.Toa Castro sträubt sich neuerdings wieder wit

i ti/ ■ Dorf?11 und Füßen gegen eine Abda-tzung. Dieser Gliicks- U-rttnlß fr I eitté^e^ seinen Stern noch ilicht erbleichen, und man llil IIIR ■ shm die Anerkennung nicht versagen, daß er trotz

Abo«eMe«tspreis : in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­jährlich Mk. 1.50.

Gratisbeilage« : Oberhesfische Familie«zeitu«g (täglich) Oberhesfische Zeitschrift für Laudwirtschaft, Obst- nab Gartenbau, sowie die Gießener Teifenblase« (wöchentlich).

DaS Blatt ersännt an allen Werktagen nachmittags.

ie ßener

Unabhängige Tageszeitung

seiner fast verzweifelten Lage sich immerhin eine gute Dosis Mut und Energie bewahrt hat. Er denkt nicht daran, vor der Revolution die Waffen zu strecken, und das, obwohl die Aufständischen in drei Kolonnen gegen ihn und die Regierungstruppen im Anmarsche sind, und obwohl schon am 3. Januar ungefähr 8 Meilen von Cara cas ein heftiger Kampf stattfand, welcher zu g misten der Rebellen ausfiel. General Matos, der Hauptrivale Castros, lvilt jetzt selbst das Kommando über die gesamten revolutionären Streitkräfte übernehmen. Er hat einen Aufruf an die Bevölkerung gerichtet, die Waffen zu er­greifen. Matos rechnet auf die Unterstützung Rolandos, dessen Streitkräfte gegen Caracas marschieren. Tort herrscht große Panik, und eine Anzahl angesehener Bürger begab sich zu Castro und hielt ihm die Hoffnungslosigkeit und Unhaltbarkeit seiner Lage vor. Castro indes bestand daraus, seine Stellung so lange zu behaupten, als seine Truppen in einer entscheidenden Schlacht nicht geschlagen worden wären.

Auch in der Dreistigkeit gegenüber den Mächten er­lahmt Castro noch nicht. In einer nach Washington ge sandten Darstellung des venezolanischen Konflikts erklärt er schlankweg, Deutschland sei der eigentliche Anstifter der Feindseligkeiten gegen Venezuela gewesen; England — das doch mindestens gleichzeitig mit uns vorgegangen ist - habe nur mit großer Zurückhaltung und anscheinend widerwillig (!) an den Operationen teilgenommen.

Von amerikanischen Busineßmen werden Castros Quer­treibereien unterstützt. Die Newyorker Red Star-Dampfer linie versucht eine Intervention der Vereinigten Staaten gegen die Praxis der Blockademächte vor Venezuela her­beizuführen. Sie sandte an den Staatssekretär Hay einen Protest, weil dem Red Star-Dampfer „Caracas" von den Blockadebefehlshabern nicht gestattet worden tour, seine Ladung in La Guaira zu löschen. Der Protest enthält zugleich die Forderung, die Unionsregierung solle die Rhe- derei für den Schaben, der ihr durch die Blockade z»ge­fügt ist, entschädigen. Das wird sie ja nun nicht tun, sie wird aber Den willkommenen Anlaß benutzen, bei den Blockademächten k^ütze Vorstellungen zu erheben. In Port of Spa in ist ein Prisengericht gebildet worden, welches die Giltigkeit der Beschlagnahme sämtlicher vene­zolanischer Schiffe prüfen sowie den Wert der Prisen fest- setzen soll. Unabhängig hiervon sind Schritte unternommen worden zu einer etwaigen Freilassung der Schiffe im Falle des Zusammentretens des Schiedsgerichtes.

Oie Politik

Prinz Heinrich Regent von Braunschweig?

^= Ein Londoner Sensationsblatt, die „Daily Mail", will aus deutschen Marinekreisen erfahren haben, Prinz Heinrich von Preußen n>erb-e demnächst aus der Ma­rine ausscheiden , um die braunschweigische Regentschaft zu übernehmen. Die Nachricht entbehrt nicht durchaus Der Wahrscheinlichkeit, immerhin ist sie zur Zeit mindestens verfrüht. Bisher ist von einer Ersetzung des Prinzre­aenten Albrecht durch den Prinzen Heinrich nicht die Rede getvesen; der Prinzregent bat auch, soweit bisher besannt, nicht die Absicht, die Regentschaft niederzulegen, was doch die Vorbedingung für die Uebertragung der Regentschaft an den Prinzen Heinrich wäre. Eine andere Frage ist, ob, wenn Prinz Albrecht von Preusten ein­mal die Augen schließt, seine Nachfolge in der braun­schweigischen Verwaltung nicht dem Prinzen Heinrich übertragen wird.

Der marokkanische Aufstand

scheint tatsächlich so gut wie beendet zu sein. Die aufrüh­rerischen Stämme unterlverfen sich dem Sultan und die Beunruhigung läßt nach. Die Verbindungen zwischen Tan­ger und Fez sind angeblich wieder hergestellt. Nach neueren Nachrichten kehrte in die Hauptstadt die Ruhe zurück. Auch die entschiedene Haltung des Sultans, der sich mit seinem Bruder Mohamed persönlich an die Spitze der Truppen setzen will, flößt Vertrauen ein. Trotzdem ist ein über­triebener Optimismus in der Beurteilung der Lage in Marokko keineswegs am Platze. Der Aufstand kann, wenn er z. Zt. auch beendet scheint, bei dem leisesten Anlaß wieder aufleben.

Sagasta f.

? ) Irr Madrid ist am Montag Abend der frühere spa­nische Mirüsterpräsident Saga Ha gestorben. Er war wohl an die zwölf Mal leitender Minister in Spanien; zwi­schen ihm, dem Liberalen und dem Konservativen Canovas bei Castillo pflegte die Leitung der Politik Spaniens abzu­wechseln. Erst vor wenigen Wochen legte er das Premier­ministerporteseuille ab. Unter Sagafia wurde in Spanien das allgemeine Stüumrecht, die Zivilehe, die Geschwocc- nen-Gerichte und die allgemeine Wehrpflicht eingesührt. Kurz vor Sagastas Tode hatte ber junge König Alfons den Wunsch geäußert, den Todkranken zu besuchen. Man bedeutete ihm jedoch, daß das — gegen die Etikette ver-

J«sertio«Sprei S, Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.,- Reklame« die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktton unb Expedition: Gießen Neuenweg 28.

Fervsprechauschluß Nr. 362.

stoße. Der König äußerte darüber sein tiefes Bebauern, fmid aber nicht die nötige Entschlußkraft, sich über die alberne Etikettevorschrist hinwegzusetzen. Sagastas Leiche wird in dem Leichenwagen der Militärveteranen zu Gabe gefahren werden. Tie Regierung beschloß, der Leiche gleiche Ehren zu erweisen, ivic der Canovas, nämlich die, welche einem aktiven Feldmarschall erwiesen werden. Später soll die Leiche im Pantheon, dem BeisetzungSort hervorragender Persönlichkeiten, beigesetzt werden.

Kurze politische Nachrichten.

* Berlin, 6. Januar. (H o f b er i ch t). Der Kai­ser hatte heute am Brandenburger Tor eine Besprechung mit dem Finanzminister, dem Polizeipräsidenten, dem Ge- Reimen toofbaurat Ihne und dem Tiergartendirektor Geit­ner über die Aufstellung von Denkmälern. Hierauf besuchte der Kaiser den Reichskanzler und hörte im Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinets und des Chefs des Admiralstabes der Marine. — Der Kronprinz und Prinz Eitel-Friedrich begaben sich tycute mittag nach Bonn zurück.

* Das Befinden des Königs Georg von Sachsen bessert sich ständig. Der König fühlt sich etwas kräftiger, Fieber ist nicht vorhanden.

* Wie verlautet, wird Deutschland zunächst mit Ruß­land und den Vereinigten Starten in neue Handels Vertragsverhandlungen eintreten. Später sol­len dann die Verhandlungen mit Oesterreich und Ita­lien folgen.

Uermifcbtes

)..( ^te werden nicht alte. Bei einer Gerichtsverl>aul> nlng in Berlin über den bekannten ,Giftmord am Teuselssee" kam auch zur Sprache, daß eine Frau Marie Cwrdns durch ihre „Wahrsagelunst" mit dazu beigetragen dem Töpfer Jaenicke unb seinem Opser, der Näherin Bergner, den Kops zu verdrehen. Diese Frau C. setzte auch später ihr Geschäft nach fort. Sie gibt sich bine Zigeunerkönigin aus und sagt aus der Hand wahr. Aber sie bannt auch Krankheiten, allerdings nicht allein, sondern mit Hilse eines Schäfers in Mecklenburg, der das goldene Lebensrad, und wenn das nicht hilft, das fchWarze Todesrad dreht. Von dieser Hcilkunst erfuhr auch eine Gastwirtsfrau, die vom Rheumatismus arg ge­plagt wurde. Hinter dem Rücken ihres Mannes ging sie zu

,/Zigeunerkönigin". Diese schnitt ihr unter allerhand Hokuspokus einige Haare und die Spitzen der finger* nagel ab und steckte dieses zu gleichen Teilen in drei ausgehöhlte Aepfel, die dann die Kranke eine Weile in ihre Achselhöhle legen mußte. Die so vorbereiteten Acprl, so behauptete die Zigeunerkönigin, bringe sie dem Schwer ^m-?^bâ^nburg, der sie einem alten Manne zu essen gebe. Wahrend er dann das goldene Lebensrad drehe, werde der Alte krank und sieche dahin, die Kranke aber werde gesund. Als diese Kur noch nichts half, mußte der Schäfer das Lebensrad noch einmal drehen und später auch noefj As Todesrad. Der einzige Erfolg war jedoch, daß die Gajtwrrtsfrau und ihr Mann, den sie später ins Vertrauen gezogen hatte, im ganzen um rund 400 Mark erleichtert wurden. Jetzt bemächtigte sich die Staatsanwattscha t der Sache und verschaffte der Zigennerlönigin freie Wohnung in einem staatlichen Gebäube. Frau CorduS bleibt auch bet Kriminalpolizei gegenüber dabei, daß ber Schäfer mit den beiden heilkräftigen Rädern in Mecklenburg existiere.

:| Ein entsetzlicher Doppelraubmord wird ans Rosen­berg i. Weftpr. gemeldet. Die Ermordeten sind der 37 Jahre alte Besitzer Josef Ayermann und dessen 4t jährige Ehefrau, die allein auf ihrer etwa einen Kilometer von der Stadt entfernten Besitzung wohnten und wirtschafteten. Die Leiche des Mannes fand man im Schweinestalle, den Kopf vom Rumpfe getrennt. Die Leiche bot einen um so entestzlicheren Anblick, als die fünfzehn Schweine, die sich in dem Stalle befanden, während der Nacht über die Leiche hergefallen waren, die Kleider vom Leibe gerissen und einzelne Teile der Leiche angefreffeit hatten. Die Frau lag in dem auf der anderen Seite des Hofes liegenden Viehstalle; an[d)einenb ist sie von den Mördern beim füttern des Viehes überfallen morben. Auch ihre Leiche war furchtbar verstümmelt. Der Verdacht, die Tat be^ gangen zu haben lenkt sich auf zwei plötzlich verschwundene russische Arbeiter, die bis vor kurzem bei einigen Besitzern gearbeitet haben.

)( Eine furchtbare Katastrophe wird aus Lissabon gemeldet. Tort barsten aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache die Reservoire der Wasserleitungen. Mit furcht­barer Gewalt ergossen sich mächtige Wasserfluten in die Straßen, alles auf ihrem Wege vernichtend. Dicke Läufer wurden unter dem Druck der Wogen wie Spreu hinweg­gefegt. Eine große Menge von Menschen soll umgekom­men sein. Die öffentlichen Gebäude unb Theater wurden stark beschädigt.