tag der 'Weg des Antvages Hirsch nicht gangbar sei- dagegen ließen sich die Verhältnisse durch ein einheitliches Gesetz regeln. Der Antrag Hirsch mürbe demzufolge in der Fassung Schwartze angenommen. Der Rest des Ordinariums wurde ohne Deb<> bewilligt und sodann das Extraordinarium unter unerheblichen Erörterungen erledigt.
34. Sitzrmg. Eigener Bericht
— Steuer- und Gehaltsfragen. —
Im preußischen Abgeordnetenhauie wurde eine bim kenswerte Neuerung in Anregung gebracht, indem rogeschlagen wurde, daß ein Verzeichnis der an die Regierung Mr Kenntnrsnahme überwiesenen, aber u erledigt geb[i denen Petitionen angelegt und dem Landtag in jeder Session vorgelegt werde, was die Regierung in Aussicht nimmt. Dann entspann sich eine sehr lebhafte Debatte über die Frage, oo die Miquelsche Steuerreform wohl- tätig gewirkt habe oder nicht. Bekanntlich bat der Senats- prüfibent bei dem Oberverivaltungsgericht Fürstin g g 'gen die Einschatzungskommission den Vorwurf ei^jben, daß sie rigoros vorgehe, was auch im Hause zugegeben wurde. D^r Finanzminister von Rheinbaben aber betonte, daß von 1200 Censiten nur einer die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts anrufe, Beweis genug, daß die Behörde sehr zuverlässig arbeite. Weiterhin wurden Beschwerden darüber laut, daß die Gemeinden die ihnen überwiesene Grundsteuer vielfach mit großer Härte und Rücksichtslosigkeit durchführten. Auch das wurde von Seiten der Regierung bestritten. Trotz aller Aussetzungen an den Einzelheiten wurde allseitig anerkannt, daß der verstorbene Finan ^minister Dr. von Miquel mit seiner Steuerreform ein großes Werk geschaffen habe. Tie Anregung, die Abzugsfählgleit der Gemeindesteuern von du Staatsstener zuzulassen, scheiterte an dem Wide stand der Regierung, die daran festhält, daß die Staatssteuer das Primäre sein müsse. Nach Erledigung der Steuerfrage kam die Interpellation des Grafen WartMsleben über die ungenügenden Zuschüsse zu den Pfarryehältern in der Provinz Sachsen zur Beratung; Kultusminister Studt stellte nur ein geringes Entgegenkommen zu dieser Frage in Aussicht. Um 4 Uhr war die Sitzung zu Ende.
stab und fern.
A Der Antomobilkorso vor dem Kaiser. Die für Sonnabend Abend geplante Huldigung des Deutschen Automobilverbandes wird sich zu einer großartigen Auffahrt gestalten. Dreihundert Fahrzeuge sind zur Teilnahme angenommen worden, weitere Anmeldungen haben ab- gelehnt werden müssen, weil der vor dem königlichen Schlosse zur Verfügung stehende Raum die Aufstellung einer noch größeren Zahl von Wagen nicht gestattet. Von Straßburg i. E., München, Würzburg, Nürnberg, Köln, Eisenach, %ad)eu, Hamburg, Stettin, Breslau, Dresden, Leipzig, Hannover, Braunschweig und bieten anderen Orten eilen die Teilnehmer herbei und haben, wie zum Beispiel die Frankfurter, ihre Fahrt nach Berlin schon angetreten.
□ Die Deutsche Gesellschaft zur Bekampfvug des Kurpfuschertums hat jetzt ihren ersten Aufruf ergehen lassen, in dem sie auf die 9htibenbigfeit hinweist, das Volk über sachgemäße Kranlheitsverhütung und Kranken- vevforgung zu belehren und es vor den ihm durch die Kurpfuscherei drohenden wirtschaftlichen und gefunbreit' lichen Gefahren zu warnen. Der Ausruf ist unterzeichnet von Professor Dr. Th. Sommerfeld als 1. und Dr. Siesart als 2. Vorsitzenden.
(t) Die Schwester des Khcdive Prinzessin Vernet Allah Hanum, hat bekanntlich ihren Gatten verlassen, um einen österreichischen Grafen zu heiraten. Nun sollte der Sultan seinen Botschafter am Wiener Hase beauftragt haben, die Intervention des Kaiser Franz Joseph anzurufen, damit der Uebertritt der ägyptischen Prinzessin zum Katholizismus und ihre Heirat mit dem Grafen verhindert werde. Diesem Gerücht tritt der türkische Botschafter am Wiener Hofe jetzt entgegen. Er' erklärt öffentlich, daß die Angelegenheit eine Privatsache der Prin- zefsin sei und der Sultan sich niemals damit befaßt habe, nod) befassen würde.
> Eine gefäh lichc Reisegefährtin. Auf der Fahrt von Belgrad nach Budapest wurde der Beamte der Oester- reichisch-'ungarischen Bank Friedrich Speichler von einer mitreisenden Dame mittels eines parfümierten Taschentuches eingeschläsert und ihm 30000 Francs, sowie mehrere Dankchecks gestohlen. Die Dame, eine auffallende Schönheit, soll eine berüchtigte, längst gesuchte Eisen bahndiebin sein.
)—( Thcaterdircttor und Kritiker. Im Londoner Garrick-Theater wurde dem Theaterkritiker der „Times" Walkley anläßlich der Premiere eines neuen Stückes des bekannten dramatischen Schriftstellers Henry Ar thur Jones der Eintritt verweigert. Der Theaterdirektor begründete sein Vorgehen damit, daß Walilcy ihn seit Jahren schon systematisch in seinen Kritiken angreife und selbst ganz unschuldige Theaterstücke einfach als frivol bezeichnete. Der Direktor hatte die „Times" ersucht, einen anderen Kritiker zu entsenden, die „Times" ignorierte jedoch die Bitte. In seiner Morgenausgabe erwähnte das Blatt die Premiere an hervorragender Stelle in folgender Weise: „Gestern Aö.md wurde bei einer Premiere im 0Kirrick-Theatcr unser Kritik?r ausgewiesen."
Bunte Chronik. Die Insel Sein bei Brest ist infolge der herrschenden Unwetter seit 14 Tagen ohne Verbindung mit dem Festlande. Von Brest sind vier Schiffe abgegangen, um zu versuchen, für die notleidenden Bewohner der Insel Lebensmittel zu landen; drei von diesen Schiffen sind mit Havarie Mrückgekehrt.
— Zu bem Raubmordversuch an der Witwe Joseph- sohn ui Weißensee ist mitzu teilen, daß nunmehr auch der Mann der Frau Radon verhaftet ist. Frau Radon fcCbst gilt als des Mordversuchs vollständig überführt.
□ fEin Sonderling. 1 Ein 82 jähriger Greis, der fast sein ganzes Leben lang Frauenkleider getragen hat, lebt bei Freienwalde. Der Mann, Klemens Jung ist sein Name, , hatte sich als junger Bursche bei einem unglücklichen ’ Sturz eine so schwere Verletzung am rechten Oberschenkel Mgezvgen, haft ihm das Bein abgenommen werben mußte. 7 Als er geheilt war, schämte er sich, mit dem hölzernen lv Stelzbein umbervuacben, und sag deshalb Frauenkleider
cm, vurch die sein Gebrechen mehr verhüllt wurde. Der Greis trägt nun die Frauenkleider beinahe 70 Jahre lang. Von den Ortsbewohnern wird er die „alte Klementine" genannt. Seinen Lebensunterhalt veroient er sich durch Spinnen und Aufspulen für die Weber. Ta die Arbeiten schlecht bezahlt werden, so kann er sich im Tage bei flei- ßiger Arbeit nur 16 Pfennige verdienen. In 'einer freien Zeit spielt er mit seiner Harmonika auf, und die kleinen Geschenke, die er dafür erhält, reichen hin, seine bescheidenen Bedürfnisse M decken.
) [Sie „Midinettes".) In Paris gibt es Genossenschastsrestaurants, die den Zweck haben, außer Haus behafteten Frauen und Mädchen einen billigen und guten Mii.ags- tisch zu bieten. Man hat eine Genossenschaft mit einem Minimalkapital von 10 000 Franken ins Leben gerufen und hat Anteilscheine zu 25 Franken ausgegeben. Bis jetzt sollen 7335 Franken eingezahlt worden sein. Tiefe Genossenschaften führen den Namen „Les Midinettes", er ist abgeleitet von dem Spitznamen, den man den vielen jungen Mädchen beigelegt hat, die man Mittags (midi) aus den Pariser Läden und Werkstätten in die entfernteren ärmeren Stadtteile eilen sieht, ihr bescheidenes Mittag- mahl (dinettej einzunehmen.
t sCiner, Der auf dem Kopfe geht.) In dem französischen Sportblatte „Velo" liest man: „Gestern Abend erhielten wir den Besuch eines Herrn, her, anstatt — wie Sie und ich — die Füße als Gehwerk^eug zu benutzen, sich ein Vergnügen daraus macht, auf dem Kopfe zu gehen. Er geht nicht etwa, den Kopf nach unten, auf den Händen, wie irgend ein Jahrmorkts- gaukler, sondern im buchstäblichen Sinne des Wortes auf dem Kopfe. Als wir einige Zweifel laut werden ließen, erNärte sich unser ungewöhnlicher Gast sofort bereit, eine Probe seiner Kunst zu geben. In einem Nu hatte er seinen Rock abgeworfen, worauf er sich eine Art Krone, die ein Kissen bildete und am Kinne durch ein Kinnband festgehalten wurde, aut des Haup tes Scheitel setzte und die Beine in die Luft streckte, so daß der Kopf allein den Boden berührte, der in diesem Falle durch unseren Redaktionstisch bargcftellt wurde. Dann wohnten wir einem höchst merkwürdigen Schauspiel bei: der Mann „durchlief" den Tisch der ganzen Länge nach, indem ér sprungweise „vorwärtsschritt". Wobei einzig und allein der Kopf mit dem Tisck>e in Berührung kam.
:: sEin echt amerikanisches Thcatererlcbnis) erzählt der berühmte Wiener Orthopäde Dr. Lorenz, der bekanntlich kürzlich nach Amerika berufen war, um an der Tochter des Chicagoer Milliardärs Armour eine Gelenkoperation vorzunehmen. Im Broadwaytheater zu Newyork hörte er den Komiker Sam Bernhard, der in ber Regel einen das Englische radebrechenden Deutschen spielt. Im amerikanischen Theater ist der Deutsche nämlich die ständige komische Person. Sam Bernhard hatte u. a. in seiner Rolle ein Kauplet zu singen, dessen Refrain deutsch lautete: „Dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein." Er wußte immer neue Strophen; unter anberem sagte er: Wenn ich bei Tische sitzen würde und wenn Mr. Rockefeller mir den Sessel zurechtrücken und Mr. Carnegie mir einschenken und Mr. Armour mir das Fleisch servieren würde, dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein. Darauf wieder eine Kunstpause; dann aber sang Bernhard, zu der Loge des Professor Lorenz gewandt: „Wenn ich den armen Kindern soviel gutes tun könnte, wie Dr. Lorenz — dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein." Das Publikum brach in einen Beifallssturm aus und Dr. Lorenz hatte seinen Dank durch Beifall zu quittieren. Darauf trat Sam Bernhard vor und bat Dr. Lorenz, von der Höhe seiner Loge aus einige Bemerkungen über feine Eindrücke in Amerika zum besten zu geben. Dr. Lorenz war über diese Zumutung sehr verblüfft; und lehnte unter Zeichen der Enttäuschung des Publikums entschieden ab, worauf das Stück seinen Fortgang nahm. Dr. Lorenz hat sich nie wieder in ein amerikanisches Theater gewagt.
£ sCin blinder Mathematiker.) Aus Newyork wird berichtet: Ungemeines Interesse gibt sich ân der Kolum- bia Universität für Dr. Newell Perry kund, der kürzlich an der Universität in München seinen philosophischen Dokbor machte, nun nach Amerika zurückgekommen ist und nun zur Zeit etlichen 50 Studenten von Kolumbia Privatunterri$1 in Mathematik gibt. Dr. Perry ist stockblind, löst alle Aufgaben im Kopf, da er ja mit Bleistift und Papier nichts ansangen kann. Logarithmen rechnet er nur so an den Fingern ab, daß es Sehenden bei dieser Manipulation beinahe schwindelig wird. Der Geruch-, Gehör- und Tastsinn sind bei Perry in geradezu wunderbarer Weise entwickelt. Jeden Tag macht er seinen Spaziergang, und wer den jungen Mann auf der Straße sieht, würde kaum glauben, daß er blind ist, so fest und sicher tritt er auf. „Als ich die Universität California besuchte," sagte er zu einem Berichterstatter, „pflegte ich mit einem .Kameraden Zweirad zu fahren und wurde durch weiter nichts geleitet, als dadurch, daß mein Freund, wenn wir zuweilen etwas ins Gedränge kamen, seine Glocke anicklua."
— Von Strolchen nachts überfallen und tätlich verletzt wurde der 25jährige Bccchhalter Adolf K. aus Rummels- burg. K. ist im Sttanfenlyau.se am Friedrichshaiu feinen Verletzungen erlegen.
Ein wahnsinnig gewordener Barbier Franz Müller tötete in Meran zuerst seine hvchfchnxlngere Frau, indem er ihr nach kurzem Streit mit dem Rasiermesser Tinen Schnitt in den Hals berbrachte, dann ermordete er den sechzehnjährigen Lehrling gleichfalls durch einen tiefen Halsschnitt, zuletzt tötete er sich selbst durch drei Nesserschnitte und einen Revolverschuß.
— Auf einem in den Kriegs Hafen von Portsmouth yurüdfebrenben Unterseeboote fand eine Gasolinexplo- u)n statt, durch die das Innere des Schiffes zerstört mb vier Mann schwer verletzt wurden.
Lokales.
Gedenktafel für den 7. März.
1715 Der Dichter Ewald v. Kleist * — 1808. Der Rechtslehrer Bluntschli in Zürich *. — 1810 Annahme des Friedens von Luneville. — 1829. Ter Afrikarecsende Tduard Vogel in Krefeld *. - 1871. Die Forts ans bem linken Seineufer von den Deutschen geräumt ___^
** Das Hess. Regierungsblatt Nr. 11, auS- gegeben am 3. März, enthält: Verordnung, die AuSsüh'.ung d s G-'sttzes über die WohnungSfürsorge für Minderbemittelte betreffend.
** Privattelegramm. Bei der heute Vormittag erfolgten 3. Ziehung der letzten (Haupt)-Klasse der H e s s i s ch - Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne qezogen:
10 000 Mk. auf: 7788 Alfeld, je 5 000 Mk. M: 6 188, 24 930, 48 987, 68 662, 70 809, 88 541 je 3000 Mk. auf: 19 696, 15 883, 24 390, 26 024, 26 299, 29 825, 31206, 31528, 35107, 37 092, 39 213, 72 760, 78 133, 80 986, 85 427. (Ohne Gewähr.)
(Gewerbebank) In der am Mittwoch stattge- fundenen Generalversammlung der Gewerbebank wurden die satzungsgkmäß auèsche'denden Vorstandsmitglieder Karl Berg, Hermann E genauer, Daniel Heil und Heinrich Leib wieder- gewählt; an Stile des verstorben'n Herrn L. Flett wurde Herr Weinhändler Helm und für den zum Direktor ernannten Herrn Carl LooS, Herr Ernst Baiser gewählt Die Dividende pro 1902 wurde mit 6 Vt Prozent genehmigt.
** Der Gesamtvorstand des Hessischen Haupwer.inS d'S Evangelischen Bundes, der dieser Tage in Frankfurt a. M. zusammentrat, hat an Grohh. Ministerium des Innern eine längere Eingabe gerichtet, worin die hessische Staatsregierung unter Darlegung zwingender Gründe auf! dringendste gebeten wird,, auf ihrem früher stets eingehaltenen Standpunkte zu beharren und im Bundesrate die hessischen Stimmen gegen die geplante Aufhebung der § 2 des sog. Jesultengesktzes obgeben zu wollen.
V Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte gestern den ganzen Tag gegen den am 9. Mai 1845 geborenen Schneidermeister Heinrich H. von Calbach Kreis Büdingen wegen Meineid. Der Angeklagte war beschuldigt vor dem Schöffengericht Altenstadt am 8. Januar d. Js. nur um 3 Offenbacher Jäger, die daselbst des Jagdvergehens angeklagt waren heraus zu schwören wissentlich unter seinem Eid deponiert zu haben. H. bestritt gestern ganz entschieden, unter Eid etwas Un- wares gesagt zu haben. Die Beweisaufnahnie in der Sache bewegte sich in der Richtung nachzuweisen haben die 3 Offenbacher Jäger, welche berechtigt waren, die Gemeindejagd bei Didelsheim auszuüben, haben diese am 1. September 1902 die Lindheimer Jagd betreten und mußte der Angeklagte, ber die Jäger als Träger für das zu erbeutende Wild begleitete dies den Umständen nach gesehen haben oder nicht. Während die Offenbacher Jäger, als Zeugen gestern vernommen, be* schworen die Lindheimer Jagdlnicht in dec Weise betreten zu haben wie die Anklage behauptet, nämlich 50—60 Schritt von der Grenze entfernt, beschworen 3 andere Zeugen, aus mehr oder weniger großer Nähe gesehen zu haben, wie die Jäger auf dec Lindheimer Jagd gejagt haben. Die Jäger gaben zwar zu, daß es möglich sei, sie wüßten es aber nicht, daß sie das fremde Jagdgebiet an der Grenze gestreift hätten, auch wohl einige, 5—6 Schritte über die Grenze gekommen sein mögen. So standen 3 beschworene Aussagen der gestrigen Verhandlung die sich mit dec Aussage des Angeklagten deckten, nämlich die der Jäger, 3 andere Zeugen Aussagen biamentral entgegen. Die Geschworenen bejahten jedoch die Frage die aus Meineid lautete gewährten aber auch dem Angeklagten ein Milder- ungsgrund aus § 157, Abs. I des R. Str. G., worauf ber Gerichtshof gegen H. auf die sehr milde Strafe von 10 Monate Zuchthaus, die in 1 Jahr 3 Monate Gefäng- nis umgewandelt wurden, erkannte. Der Staatsanwalt hatte beantragt 2*/, Jahr Zuchtbaus zu erkennen.
* * Eine Zählung der Veteranen findet z. Z. im ganzen Deutschen Reiche statt. Düse Zähluna ist naturgemäß mit gar mancherlei Schwierigkeiten und Umständlichkeiten verbunden, zumal ein großer Teil der Veteranen nicht Kriegervereincn angehört und baf)c sehr leicht der Fall »in* treten kann, daß eine Anzahl Veteranen ungezählt bleibt. Um aber eine ganz genaue Feststellung unserer noch lebenden K-ieger aus ber großen Zeit von 1870 bis 1871 zu ermöglichen, seien alle Veteranen auf diese Zäh ung anfmerk' sam gemacht.
* * Für unsere Aboncnutcn im Preußischen Die Loose-Erneue,ung der (Königli^ preußischen Klasjen-Lotterie), sowie die E'nrvrdeiung der gnUoofe für die 3 Klasse ber 208 Staats-Lotterie muß bei Verlust ber Anrechte bis lpäustenS Montag den 9. dS. MtS. qesch hen sein
* * Sie Prosefforendebalte im hessischen Landtag hat die „Post" zu folgend n Auslassung n getrübin:
Im Gcoßherzogtum Hessen scheint die Sozialdemokratie tatsächlich schon mit den bürgerlichen Parteien völlig aus eine Siufe gestellt zu werden...
^Wie wir schon telegraphisch meldeten, ist ein Antrag von sozialdemokratischer Seite, einen sozialistischen Professor nach Gießen zu berufen, einem Ausschüsse überwiesen. Die Kammer hätte gewiß besser gethan, über diesen Antrag einfach zur Tag Sordnung überzugehen, denn ein sozialdemokratischen Wünschen genügender Professor muß i n jedem geordneten Staate unmöglich sein, zumal ein Professor ber Nationalökonomie, dec etwa im Stile ber bekannten Kautsky'schen Vorträge über die soziale Rwolultwn dozieren würde. Man hätte diesen Antrag über Haupt n'cht ernstlich behandeln sollen. Jeder falls beweist der Umstand, daß ein solcher Antrag von einem Sozialdemokraten eingebracht wurde, genügsam, bis zu welchem Grade der Größenwahn der Umstürzler scbon gediehen ist, daß sie ein Verlangen zu stellen wagen, dessen^Erfüllung nichts anderes wäre als ein Hinarbeiten der Staates auf seinen eigenen Ruin. Mit Nachgiebigkeit und Versöhnlichkeit einem unersättlichen Feinde gegen» üb r wird nichts erreicht. Man hält ihm nur den Steigbügel, damit er, sobald er Jm Sattel sitzt, den sreund- willigen Helfer über den Haufen reitet. Wenn man in Hessen auf dem Wege freundschaftlichen Verkehrs mit ber Sozialdemokratie beharrt, wird die Folge nur die sein
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