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MA SâUS aârscht 60 Pfg., durch die Post bèzogrn viertel- jährlich Mk. 1.50.

LaS Blatt erscheint « eilt« Werktagen nachmitags.

Mittwoch, den 4 November 1903.

(Gieße«er Gagevral!)

12. Jahrgang.

Z«irrti»«-»rei S, Die einspaltige Petitzeile für Siche« vi, ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Rackurg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.: Reklame« die PetiLzeile 30 rèsp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3WV.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg >> Fer«s«rechâ«schl«st Nr. 3<S.

AnaShängige Tageszeitung

(Gießener KettomO

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Metze« und Umgebung, Etzthttt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden »on Oberheff«.

Vor der Kaiserzusammenkunft.

cf Wiesbaden, 3. November.

Seit heute Mittag weilt Kaiser Wilhelm in den Mauern •nuferer Stadt, die zu seiner und des weißen Zaren Em­pfang ein schimmernd Festgewand angelegt hat. Die breite Wilhel mstraße prangt im Schmuck grüner Guirlanden und wehender- Wimpel, eine iniirbige via trinmphalis, die am IKmJidjen Theater ihren lebhaften Abschluß in einer mäch- ligen Ehrenpforte und einem langgestreckten Laubengang tWet- Das Bild ist fast so wie bei den letzten Festspielen iiiA Frühling, nur daß sich in die deutschen und städtischen Carben das kräftige Weiß-Blau-Rot der russischen flagge -tischt Der Kaiser hatte, ehe er nach Wiesbaden kam, zu- tlÄeri mit dem Reichskanzler Grafen Bülow die Saalburg Hci Hamburg besucht. Bei seinem Eii zuge in unsere Stadt Wiirbc er von einer imposanten Menschenmenge mit brausen- ^» Hurras begrüßt, die ihn bis zum Schloß begleiteten.

Ivi Gegensatz zu bem, was man von der morgigen Pein l^en Absperrung hört, fiel es ungemein wohltuend auf, ‘de beim Kommen des Kaisers nicht bi? geringsten Vorsichts- Mergeln getroffen waren. Frei flutete die Bevölkerung durch die Einzugsstraßen, und umso frischer und spontaner Min) die Huldigung. Der Kaiser weiß, daß er in deutschen Lilien überall unbesorgt sich unter sein Volk mischen darf. Hnberâ liegt aber die Sache morgen, wo er die Verant- öortung für das Leben seines russischen Gastfreundes über- «khinen muß, dem anarchistische Mörderhand schon so oft freimlid) und offen nach dem Leben getrachtet. Da sind die strengen Absperrungsmaßregeln nur zu sehr angebracht, )u deren Durchführung unsere friedliche Bäderstadt in ein Wasieuklirrendes Heerlager verwandelt Worben ist. Außer her Ehrenkompagnie des Kaiser Alerander-Garde.-Regi- rimts aus Berlin und dem hier garnifonierenben Jnfanterie- rieghnent Nr. 80 sind noch weitere fünf Regimenter aus Minz und Gießen hierher zur Spalierbildung beordert. Entgegen dem üblichen Brauch sollen die Truppen das Seitengewehr aufpflanzen. Den Ehrendienst versehen außer Stu Alexandern noch je eine Schwadron des Husaren-Regi- ments Kaiser Nikolaus II. von Rußland aus Paderborn und d-ès Kürassier-Regiments.Kaiser Nikolaus I. aus Branden­burg deren Chef der Zar ist. Zu ihnen gesellt sich das Mainzer Husaren-Negiment Nr. 13 und für den Elxensalut die dort liegenden Abteilungen der Feldartillerie-Regimenter ^r. 27 und 63. Eine buntscheckige Musterkarte von Uni- samien, die den Straßen ein äußerst lebhaftes militärisches Aussehen verleihen.

Soeben hat sich der Kaiser zur Galavorstellung im Hof- fEicotcr begeben. Mir diese ist auf seinen Wunsch ein Einakter- Weild vorgesehen, bestehend aus dem zum 18. Januar 1901 Marten Festspiel „Adlerflug", dem vaterländischen Spiel .Vorwärts", sowie dem Künstlersviel „Die Meisterschüssel" Ibn Wilhelm Hentzen. Morgen wird der Kaiser mit seinem russischen Gaste sich an den Melodien des „Oberon" er- Mien. ____________

Bunte Chronik. Der Dampfer „Duisburg" der Bremer Lrnpfschiffahrts-Gesellschaft Argo ist im Nebel in der Nähe bG Lissabon gescheitert. Viele Passagiere und ein Teil der Lâmg sind bereits geborgen, doch scheint es fast unmöglich, bie „Duisburg" selbst abzubringen.

— Der Assistent am Gymnasium St. Stephan in Augs- hirg, Ruppert Schreiner, ist vom Kronprinzen von Sachsen niiit der Erziehung seiner Söhne betraut worden. Die Be- |i[uiig erfolgte auf Vorschlag des bayerischen Kultus- lMilisteriums.

Wie es übrigens scheint, beginnt sich jetzt schon in China jene Stimmung bedeutend fühlbarer zu machen, deren Werden und Wachsen wir mehrmals prophezeit haben. Man begreift allmählich, daß das chinesische Reich nur durch ein Bündnis mit Japan vor bem völligen Uebergeschlucktwerden bewahrt bleiben kann. Tschangtschitung und g)uanfchifai sind in Pe­king eingetroffen und haben in einer Audienz beim Throne energisch für einen Anschluß an Japan Propaganda gemacht. Daraufhin hat man eine Konferenz im Sommerpalast zu­sammengerufen und über die Lage an sich und jene in Mnk- ben insbesondere des Langen und Breiten geredet. Was am Ende dabei herauskommen wird, ist natürlich noch nicht er­sichtlich. Immerhin aber bedeutet es schon einen Fortschritt, wenn ein allmongolisches Bündnis im chinesischen Kaiser­palast überhaupt in Diskussion gezogen wird.

Ueber die diplomatischen Verhandlungen zwischen Ruß­land und Ja 'an kommen inzwischen neue Nachrichten aus offenbar guten Duellen. Danach habe der japanische Gesandte in Petersburg, Kurino, der russischen Regierung ein Akten­stück überreicht, das Japans Wünsche in vier Punkten ent­hält, als da sind nämlich erstens, Rußland solle sein Militär und die Grenzwache aus der ^Mandschurei entfernen und nur zur Bewachung der mandschurischen Bahn 10 000 Mann dort belassen; es solle zweitens Mulden, Dalnijgoy und Charbin dem ausländischen Handel eröffnen; drittens dürften neue Bahnlinien in der Mandschurei nur von China erbaut werden; viertens müsse Japan in Korea den Vorzug behalten gegen­über den russischen Ansprüchen. Die Antwort Lambsdorffs aus diesen Wunschzettel erfährt man nur sehr oberflächlich. Sie ist gedrechselt und sagt nichts; am wenigsten erklärt sie sich mit Japan einverstanden. Oder sollte vielleicht gar jene Anweisung die Antwort sein, welche die russischen Behörden erhielten, nämlich: sämtliche Japaner aus dem Bereiche der mandschurischen Bahn auszuweisen.

T i 11, Auswärtiges Tittoni, Justiz Romhetti, Schatz Luzzatti, Finanzen Rosano, Krieg General Pedotti, Marine Admiral Mirabelle, Unterricht Orlando, öffentliche Arbeiten Tedesco, Ackerbau Nava, Post und Telegraphen Stelluti- Scala.

A Zwei von den vier in Konstantinopel beglaubigten europäischen Botschaftern haben von ihren Regierungen be­reits Instruktionen zur Unterstützung der Reformvorschläge der Ententemächte erhalten; die beiden anderen erwarten solche noch. Die Pforte ist sich über ihre Antwort noch immer nicht einig. Indessen deklariert die türkische Bevölkerung in Mazedonien dadurch ihre der Reformnote „geneigte" Stim­mung, daß sie in den Moscheen aufrührerische Plakate auf­hängt, die gegen die Absicht der Mächte gerichtet sind, eine europäische Kontrolle in Mazedonien einzuführen.

0 Um ihrer Mißbilligung über das Vorgeheri Columbias in der Kanalvertrags-Angelegenheit greifbaren Ausdruck zu verleihen, haben die Vereinigten Staaten ihren Gesandten abberufen. Ob das nur der erste Schritt ist, oder ob damit die Sache erledigt ist, wird die Zukunft lehren müssen.

>$< Die Leute in Kanada sind noch immer außerordentlich über den englischen Schiedsspruch in der Alaska-Frage erbost. Das äußert sich in geradezu denionstrativer Weise. Bei Fest­lichkeiten dekoriert man ausschließlich mit kanadischen Farben und singt nicht mehr die englische, sondern die kanadische Volkshymne. Die Stimmung ist eben so völlig verändert, daß separatistische Bestrebungen jeder Art üppig ins Kraut schießen. Das hat nun England davon, daß es einmal koulant und generös sein wollte. _______________

Russische Vorbereitungen in Korea.

Während von einer Seite gemeibet wird, daß die Russen dülei seien, sich von Jongainpho zurückzuziehen, die Festung $li schleifen und nur eine kleine Wachmannschaft zuruckzu- losseu, wird von anderer Seite berichtet, daß der russische Vertreter in Söul der koreanischen Regierung gedroht habe, ttenn das Abkommen über' Jongainpho nicht unverzüglich in Kraft trete, werde Rußland am Jalu handeln, wie üjm be- lirbej, indem es sich auf die Abmachungen aus bem Jahre 1896 Me. Daraus zieht man in Japan den sorgenvollen Schluß, 2nß sich Rußland auch bei Jetschu festsetzen wolle, weil ja nach len Abmachungen von 1896 das ganze Jalntal in die Sphäre 1er russischen Konzession falle. Nach dem bisherigen Ver- lütten Rußlands wäre das in der Tat gar nicht so sonderbar, -gellt es doch jetzt auch schon in der koreanischen Provinz Jt- ichnon kräftig vorwärts. In Tschemulpo trafen 56 Maschinen «in, die unter Aufsicht von vier Russen zur Mündung des HAngkang geschafft wurden. Es handelt sich dabei um die Ausbeutung von Steinkohlenlagern. Die bezügliche Kon- Mion erteilte die koreanische Regierung einem französischen Ingenieur unter der Bedingung, daß sie 5000 Mn für je 30000 Tonnen gewonnener Kohle erhalte; angeblich haben §op an, England und Amerika, um der weiteren Entwickelung irr russischen Unternehmungen in Jtschuan einen Riegel vor- Mdl]icben, verlangt, daß diese Provinz für den ausländischen grobes geschlossen werde. Das wäre allerdings eine etwas eriiUimlich „zivilisatorische" Art, Rußland ein Paroli zu i!ct«n.

Die Politik.

^ Der Sekretär des Grafen Lambsdorff hat sich inter­viewen lassen und allerhand über die längere Unterredung erzählt, die Graf Bülow mit dem russischen Minister des Aus­wärtigen in Darmstadt haben werde. Lambsdorff soll danach überzeugt sein, daß deutscherseits nichts verabsäumt werde, die Bemühungen Rußlands und Oesterreich-Ungarns in Kon­stantinopel zu unterstützen. Das glauben wir allerdings auch.

W In Darmstadt hat sich dieser Tage die Gründung einer hessischen Haudwerker-Zentralgenvssenschaft in Form einer Aktiengesellschaft vollzogen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Geschäften, die zur Hebung der wirtschaft­lichen Lage des Handwerks dienen, insbesondere die Be­schaffung von Handwerksbetriebsmitteln, wie Rohstoffen, Kleinmotoren, Arbeitsmaschinen 2c. Die Regierung hat einen Kredit zunächst von 50 000 Mark vorgesehen. Außerdem ist sie gewillt, bei den Ständen die doppelte Summe nachzu- suchen.

'X' Die erste Lesung des deutsch-schweizerischen Handelsver­trages unter den Unterhändlern, die sehr schnell von statten ging, ist beendet. Guter Wille ist auf beiden Seiten vor­handen, auch will man sich offenbar tunlichst beeilen. Noch sind aber die Gegensätze recht beträchtliche. Ob daher die etwas optimistische Annahme, daß man noch im Laufe des Dezember auch die zweite Lesung endgültig wird beschließen können, zutrifft, ist noch sehr die Frage.

□ Der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza und die anderen russischen Minister leisteten bem Kaiser den Eid. Graf Tisza scheint den einzelnen Parteien mancherlei ver­sprochen zu haben, was er faum wird halten können. Jeden­falls muß der friedliche Ton auffallen, mit dem plötzlich sowohl die Unabhängigkeitspartei, wie die Kossuthpartei das Kabinett und seine Zukunftsbestrebungen betrachten.

o° Der gute Joe Chamberlain hatte neulich in einer Ian geren Rede, in welcher er Deutschlands Handels fortschritte über den grünen Klee lobte, behauptet, das läge in der Hauptsache mit an den gewaltigen Subven­tionen, die Deutschland seinen Dampferlinien zahle. Es ist schon bei früherer Gelegenheit einmal festgestellt wor­den, daß solche Behauptungen lächerliche Fabeln sind. Daß aber ein so gewiegter Staatsmann, wie Chamberlain,, der artige Sachen nachplappern kann, läßt denn doch tief blicken, wenn anders man nicht einen Dolus annehmen will. Der verflossene englische Kolonialsekretär hätte sich nur den im Dezember vorigen Jahres veröffentlichten Bericht des parla- nientarischenAusschusses über Dampferunterstützung anzusehen brauchen, der zu den amtlichen Akten des englischen Parla­ments gehört, so hätte er entdecken müssen, daß Deutschland unendlich viel geringere Unterstützungen zahlt als Eng­land, das nicht weniger als 17 190 000 Mark für direkte Unterstützungen aufwendet, während Deutschland insgesamt nur 6 840 000 Mark an Unterstützungen ausgibt. Wenn man hierzu noch die Unterstützungen hinzurechnet, die für Postbeförderung und dergleichen auf beiden Seiten gezahlt werden, so erhält man für Deutschland 8 459 500 Mark und für England 21 309 424 Mark. Wie man auch die Rechnung aufstellt, immer sind die Behauptungen Chamber­lains als das gerade Gegenteil von Wahrheit nachzuweisen.

cf Das italienische Kabinett ist nun endgültig gebildet. Es setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitz und Inneres: Gio-

Reer und flotte.

Bei den Unruhen in Dentsch-Südwestafrita ist nach einer Meldung des (Gouverneurs außer dem Leutnant Jobll noch der Sergeant Snay aus Steinau a. O. gefallen und der Reiter August Schmidt verwundet worden. Das Gouverne­ment hat energische Maßnahmen zur Unterdrückung der Un­ruhen ergriffen, die sehr ernster Natur gewesen sein müssen.

Unser neues Flußkanonenboot, das von den deutschen Flottenvereinen des Auslandes der kaiserlichen Marine ge­schenkt wurde, hat den Namen „Vaterland" erhalten. Das Flußkanonenboot ist bei Schichau in Danzig erbaut worden. Diese China-Ftußkanonenboote sollen auf den großen chine­sische:! Strömen verwendet werden. Sie sind nur 48 Meter lang, 8 Meter breit und haben nur 0,61 Hoefer Tiefgang, so daß sie selbst noch Flußstrecken mit Sandvänken befahren können. Ihre Bewaffnung besteht in einer 8,8-Zentimeter- und einer 5-Zentimeter - Schnellladekanone nebst zwei Maschinengewehren. Die Decksaufbauten und der Kom­mandoturm sind gepanzert. Diese Boote erhalten als Be­satzung 2 Offiziere und 53 Mann. Für die Ueberführung nach Ostasien werden sie auseinandergenommen und in mächtigen Kisten im Schiffe verpackt.

Der Kindesunter sebiebungs-proze ss.

(7. Verhandlungstag.)

RK. Berlin, 3. November.

Nachdem gestern die Verteidigung ihre Kerntruppen ins Feuer geführt hat, wird heut das Gefecht wieder energisch von der Anklage ausgenommen. Nach Eröffnungsplänke- lcien, in denen es sich um die Feststellung handelt, ob das angeblich in Berlin um 7 Uhr abends von der Gräfin auf- gegebene Telegramm an den Dr. Rosinski wirklich erst am nächsten Morgen in Wronke bestellt sein könne, was von den Postbeamten verneint wird, macht die Verteidigung noch eine Attacke, indem sie auf

Zeugenbeeinflussung

abzielende Machenschaften niedriger hängen will. Justizrat Wronker teilt mit, daß die Verteidigung die Ladung einer Frau Lischewska in Warschau für dringend erforderlich halte. Sie solle bekunden, daß sie die Hebamme Cwell, die s. Z. bei der Entbindung der Gräfin tätig war, als eine zuverlässige Person gekannt und selbst zur Mitnahme nach Berlin em­pfohlen habe. Sie werd'? weiterhin bekunden, daß in letzter Zeit ein eleganter Herr zu ihr gefommen sei und versucht habe, sie zu überreden, daß sie zum Nachteil der angeklagten Gräfin aussügen solle. Als sie dies abgelehnt, habe er sich gewundert, daß sie es nicht tun wolle; „sie könnte doch viel Geld verdienen". Später sei noch ein Mann zu ihr ge­kommen, nämlich Herr Michelski, sie habe ihm aber die Tür gewiesen. — Staatsanw. Dr. Müller: Der größte Teil dessen, was die Zeugin aussagen soll, ist bererto akten­kundig. - Erster Staatsanw. Steinbre ch t: Es ist auch schon die Ladung nach Warschau ergangen, es ist aber noch kein Bescheid zurück. - Justizrat Wronker: Um spater eine falsche Auslegung zu vermeiden, teilt die Verteidigung schon jetzt mit, daß sie beabsichtigt, dieser Zeugin den not­wendigen Vorschuß zu schicken, den die Pariser Hebamme von der Anklagebehörde nicht erreicht zu haben scheint. Allerdings: soviel, wie Frankreich bekommen sollte, be­willigen wir Rußland nicht. (Heiterkeit.)

Nach diesem Angrist läßt aber die Staatsanwaltschaft ihr schweres Geschütz auffahren.