Weil das Diebstahl gewesen wäre. Die sächsische Polizei gebe nicht die Hoffnung aus, sich der Kronprinzessin gewausan! zu bemächtigen, um sie ins Irrenhaus oder ins Kloster zu bringen. Im „Hotel d'Angteterre" seien ja, wie bekannt, deshalb sächsische Polizei-Agenten installiert. Die Kronprinzessin hat, wie sich aus obigem ergibt, diese Geschichte ins Reich der Fabel verwiesen. Der Tag ist vielleicht nicht mehr fern, an dem die Kronprinzessin einsieht, daß ihre beklagenswerte Verirrung sie einem Unwürdigen in die Arme getrieben hat. Höchst fraglich ist es noch, ob Giron die verführte Frau ehelichen wird. Solange beide der katholischen Kirche angehören, ist zwischen ihnen eine von der Kirche bestätigte Ehe nicht möglich. Und wie man Monsieur Giron zu taxieren Grund hat, wird er sich zu einem Glaubens- Wechsel nur verstehen, wenn der Kronprinzessin genügend Mittel bl ' >en, um ihm ein behagliches Leben zu ermöglichen.
Castros frevelmut.
Präsident Castro treibt es immer toller. Ein Zeitungstorr espondent, der den Präsidenten kürzlich bei dessen Besuch in einer Landvilla sah, entwirft von dem Aben teurer eine Schilderung, die ihn als einen in den Lag hinein lebenden Hansnarren erscheinen läßt. Der Journalist fand Signor Castro zur Mitlagsstund Lei Danz und Frühstück im Garten, seine Geliebte am Arm. Der Herr der Villa, General Alkantara, bei dem Castro zu Gaste war, erklärte, er fürchte, den Präsidenten in seinem Vergnügen zu stören, wenn er den Journalisten vorstelle. Dabei zeigte Älkantara diesem ein Bündel Staatsdepeschen und sagte, der Präsident werde sogar ungehalten, wenn er ihm diese Depeschen vor dem Ende des Festes zeige. Während der Tanzpause stellte sich der deutsche Zeitungsmann trotzdem dem Präsidenten vor und fragte ihn, ob er von dein Entschluß' der Mächte bezüglich des Haager Tribunals schon Kenntnis erhalten habe. Castro bejahte, lachte triumphierend und sagte dann: „Siemußten mirja kom - m e n." Auf die Frage, ob er willens sei, Abbitte zu leisten, antwortete Castro: „Ich bin der Beleidigte, ich brauche und werde also niemandem Satisfaktion geben." Bei diesen Worten umdrängten ihn die Anwesenden, Frauen und Männer, unter Toben, Klatschen und Hochrufen. Seine (geliebte klopfte ihm schallend auf die Schulter, dann wirbelten sie tanzend davon, um bald darauf zurückzukehren und in ihrer lauten Unterhaltung fortzufahren. Neben ihnen stand ein mit Flaschen beladener Tisch...
Daß die Revolution täglich und stündlich in Venezuela neue Fortschritte macht und Castros Lage von Stunde zu Stunde bedenklicher macht, ficht den völlig verblend deten Mann nicht an. Als er von dem Landaufenthalt nach Caracas zurückkehrte, ließ er sich großspurig mit Musik und Salut begrüßen! Hoffentlich zeigen die Mächte ihm, daß er, selbst wenn er sich der Revolution zu erwehren vermag, doch zivilisierten Nationen gegenüber einen an deren Ton anschlatzen muß, als er ihn anzuschlagen sich erdreistet. Daraus deutet die jüngste Meldung aus Washington hin, die besagt, daß der amerikanische Staatssekretär Hay am Sylvester Castros Antwort auf den Vorschlag, die Streitfrage dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten, erhalten hat. Castro nimmt im allgemeinen die Grundsätze des Anerbietens an. Die Antwort wurde sogleich nach London, Berlin und Rom übermittelt.
In Maracaibo ist es zu einem neuen Konflikt zwichens den venezolanischen Behörden und dem Komman- vanten des deutschen Kreuzers „Falke" gekommen: Der Postmeister von Macaraibo hatte gewiße deutschen Kaufleuten gehörige Postsachen zurückgehalten. Der „Falke" drohte deshalb, die Stadt zu bombardieren. Was aus der Sache werden wird, ist noch ungewiß. Wahrscheinlich werden die Venezolaner nachgeben. Die Beschlagnahme ist angeblich deshalb erfolgt, weil diese Briefschaften Beweise dafür seien, daß die Revolution gegen Castro durch deutsches Geld unterstützt werde. . . ,
Die Politik.
Neue Unruhen in China werden tatsächlich in den Briefen der dortigen Europäer befürchtet. Nach einer Meldung aus Shanghai hat der englische Generalkonsul in Hankau den Missionaren in der Gegend von Hsiansu mitegteilt, sie sollten sich bereit halten, die Gegend zu verlassen, falls dies notwendig werden sollte; desgleichen einpsahl er, Frauen und Kinder nach sicheren Hafenstädten, zu senden.
Die Ausrottung der marokkanischen Frage wird durch die Vorgänge in Marokko in greifbare Näh-e gerückt. Der Sultan, der kaum noch über 9000 Mann verfügt, wird in Fez von 30 000 immer näher anrücken- ben Rebellen bedroht. Die Stadt, deren Bevölkerung dem Sultan feilidlich gesinnt ist, samt jeden Augenblick von den Rebellen gestürmt werben. Nur eine Rettung scheint es für den Bedrängten zu geben: die schleunige Einmischung der Mächte. Gegen diese ihnen bereits am? der Umgebung des Sultans dringlich uahegelegtc Maßregel sperren sich die Mächte einstweilen noch; keine will die erste sein, die einspringt und damit den Anstoß zur Aufrollung der ganzen heiklen Marokkofrage gibt. Nichtsdestoweniger wird die europäische Einmischung nicht unterbleiben können, sobald der Thronprätendent den „heiligen Krieg" zur Vernichtung und Vertreibung aller Europäer predigt. Dann ist mit tätlicher Sicherheit zu erwarten, daß wegen Marokko internationale éermicfe tun gen entstehen. Dieser Auffassung gjeben and) die Londoner offiziösen Blätter durchweg Raum. Treffen diese Befürchtungen ein, so kann das Frühjahr 1903 für die Weltpolitik sehr bewegt, ja vielleicht verhängnisvoll werden.
Kurze Politische Nachrichten.
* Berlin, 1. Januar. (Hofbericht.) Der Eliser wird am 9. d. Mts. abends von der Hofjagd im Saupark bei Springe fommenb, in Hannover ein treffen und im dortigen Residenzschlosse Wohnung nehmen. Am tl'. vormittags 9 Uhr konzertiert der hannoversche Gesangverein vor dein Kaiser im Schlosse. Die Rückkehr des Monarck-en erfolgt voraussichtlich noch am selben Abend. - Das * Kaiserboot „Sleipner" erhielt Befehl, int Februar eine Fuhrt und) H elgoland anzutreten. Der Kaiser gedenkt, M alsdann dort einzutreffen und das .Hochseetorpedoboot zu benutzen. Die „Hohenzollern", die sich für die Jtalk'n reife rüstet, ist im Februar noch nicht verlvcndun-gs- lähig. Prinz H e i n r i ch ist am Sylvester Abend von Kiel im Neuen Palais bei Potsdam eingetroffen.
* Der Präsident des Reichstages Gra7 Balle strem überwies seinen Arbeitern eine weitere Geldlpendc von 50 000 Mark.
* Die äüerreicknsch-ungarische A u s g t ei chs tri s e ne hl noch auf dem alten Fleck, man ,.hofft" aber, bap bald eine entscheidende Wendung eintritt
* Die Lage bes portugiesischen Kabinele gilt Opposition Franco eine wjciüünbige Unterredung, die zu vielen Mutmaßungen Anlaß giebt.
- Die Beendigung des gror m Ausstandes der Arbeiter der Union Pacific Bahn in Chicago steht bevor. Inhabern von Pacific Werten wird die Belegung des Sreiks von großen: Werte sein.
Vermischtes.
△ s-lus der Schule. j Die dNutler eines erkrankten Kindes in einer schlesischen Stadt fanbte nachstehenden „ungeheuren" Entschuldigungszettel an die Lehrerin des Kindes. „Sehr geertes Fräulein Leererin! Sie entschuldigen gingst, daß meine Tochter Gretel nicht zur Schute kommen kann. Sie mußte letzte Nacht Ungeheuer speien. Hochachtungsvoll M. G."
+ sCine Zeugin ver „Franzosenzeit"Z Bis in die Seither Freiheitskriege reichen die Jugenderinnerungen der Frau Avon de Vermond zurück, die vor einigen Tagen in Brooklyn gestorben ist. Bis wenige Stunden vor ihrem Verscheiden erinnerte sich die 105 Jahre alte Dame der großen Zeit — hatte sie damals doch ihre glücklichsten Tage verlebt. Sie war die Tochter eines Barons von Stübinger, der an einem kleinen Hofe lebte. Als Napoleons siegreiche Armee durch die deutschen Lande marschierte, da wurde auch ihre Heimat von den Franzosen occupiert. In ihrem Hause quartierten sich französische Offiziere ein, darunter ein blutjunger Leutnant de Vermond. Es war ein lustiges Leben in der kleinen Stadt. Der Leutnant führte die hübsche Tochter seines Hauswirts zu Festlichkeiten, welche die französischen Offiziere veranstalteten, und als bas Regiment weiterzog, da gab es zwischen den beiden jungen Leuten ein wehmütiges Scheiden. Ein Jahr später, a/ls das geschlagene Heer Napoleons sich auf dem Rückzüge aus Rußland befand, kehrte de Vermond wieder bei dem Baron von Stübinger ein. Er hielt um die Tochter an, und die Eltern gaben ihre Einwilligung zu der Verbindung. De Vermond reiste nad) seiner Heimat, um auch von seinen Eltern die Zustimmung zu erlangen. Aber diese widersetzten sich einer Ehe ihres Sohnes mit einer Deutschen. De Vermond hoffte, daß es ihm gelingen werde, das Vorurteil seiner Angehörigen zu überwinden. Fünfzehn Jahre blieb er zu Hause. Er wechselte regeln mäßig Briefe mit seiner Geliebten, und als seine Eltern im Jahre 1830 starben, holte er seine Braut heim. Das späte Liebesglück der beiden währte aber nicht lange. Im Jahre 1837 starb der Gatte, und Frau de Vermond reiste mit ihren Kindern, einem Sohn und zwei Tätern, nach Amerika. Der Sohn kämpfte im Bürgerkriege. Er, sowie die Töchter, sind der Mutter schon lange im Tode vorangegangen. Die Greisin lebte in den letzten Jahren im Hause einer Enkelin. Die Spuren ihrer einstigen Schönheit waren vom Alter nicht verwischt worben. Die Ereignisse aus den Jugendjahreu waren der alten Frau im Gedächtnis haften geblieben, und sehr oft erzählte sie ihren Enkeln und Urenkeln von den Tagen an dem Fürstenhofe, an welchem sie gelebt.
HP sVerfehlte Wirkung.! Ein junger Lebemann stellt einer süddeutschen Zeitung den folgenden von seinem Schneider erhaltenen Mahnbrief zur Verfügung: „Wer war es, der im Sommer mich dazu zu bewegen wußte, Ihnen einen Anzug auf Kredit zu liefern? Sie, Herr A. Wer versprach mir hoch und heilig, bis zum 1. Dezember zu bezahlen? Sie, Herr A. Wer war es aber, der nicht bezahlte? Das waren Sie, Herr A. Wer ist also ein elender Betrüger und großer Lump? Ihr ergebener Hansen, Schneidermeister."
$ |„£(b Moores" Prophezeiungen für I9O3.J Das englische Volk ist, obwohl es als sehr prakrisch gilt, sehr abergläubisch. Es glaubt an Wahrsagerinnen, Orakel, Gespenster, besonders aber an „Old Moore's" Kalender, der mit sibyllinischer Geheimtuerei die Ereignisse fonunenber Jahre voraussagt. Seitdem „Old Moore" die Krankheit König Eduards prophezeit hat, ist er in der Achtuug feiner Landsleute noch ganz bebau» ienb gestiegen. Man sah deshalb mit großer Spannung seinen Prophezeiungen für 1903 entgegen, und die Spannung war sehr gerechtfertigt, denn es wirb ein böses Jahr. Der Januar schon bringt neue Wirren im Orient, eine Panik in Spanien, einen Finanzkrach in Newyork und ein Attentat auf den König von Portugal. Tas Jahr fängt also gut an. Im Februar herrschen „Feuer und Schwert" in Oesterreich und in China, außerdem gibt es Unruhen in Indien. Ter März bringt einen ernsten diplomatischen Zwischenfall Hvischen England unb einem anderen Reiche, außerdem Wirren in Algerien. Sehr verheißungsvoll beginnt der April: es werden Gold- und Tiamambcrgtuerfe entdeckt. Tann aber wird es fürchterlich: Revolution in Konstantinopel, Krach in London, Unruhen in Belgien, ein. große Eisenbahnkata- strophe, bei der ein berühmter Prälat den Tod findet das sind so die schönsten Ereignisse im April! Ter Mai beginnt mit einer wichtigen medizinischen Ent bedung, worauf etwas schreckliches in Windsor passiert__ man weiß nur nicht was! Juni ist der Monat der Schiffbrüche. Im Juli ereignet sich ein ernster Vorfall in Holland. Im September macht ein Vertrag von sich reden, der ganz besonders England interessiert, und dem wichtige Ereignisse in Gibraltar vorangehen. Inc Eftober gibt es ein neues Eisenbahnluiglück; unter den Opfern befindet sich ein englischer Minister. Wirren im Orient werden für November prophezeit, und im Tezember passiert irgend etwas Furchtbares in den Vereinigten Staaten. Es haben also fast alle Völker Grund, beut Jahre 1903 mit Mißtrauen entgegenzu- bliesen
:l|: leinen Spaziergang zum Nordpoli will ein Herr Pelletier aus Buffalo unternehmen. Es ist jedenfalls die eigenartigste Nordpolexpedition, die jemals bagc' wesen ist. Man hat den Pol schon zu Schiff im Schlitten, im Luftballon zu erreichen gesucht, aber auf den Gedanken, ohne jedes Fahrzeug hinzupendeln, war bis jetzt noch niemand gekommen. Är einem Amerikaner konnte diese großartige Idee einfallen' Herr Pelletier
tosn mit einem ^rermoc von ^an ^raiytw ^^JBJl unb auf einem von fünf Hunden g Anginen 'Schutts nur etwas Handgepäck und einige Lebensmittel «»' nehmen. Pelletier war früher Tepeschenträger in Älast» unb hat in dieser amtlichen Eigenschaft herausgefunw'' daß gegen die Temperatur der Eiszone die vegctarW Lebensweise tms beste Schutzmittel ist. Also wird ar am Nordpol die Fahne des Vegetarismus aufpftanzen. Herr Pelletier ist rrotz der Schlappen seiner Vorgänger voll Mut und Hoffnung, und blickt so optimistisch in die Wnft, daß er auch einen photographischen Apparat >è limmt, um den Nordpool, sobald er ihn gefunden, für ünen Fabrikanten von Ansichtskarten ui photojla- gieren. ji
□ Ein Millionärssohtt als röcchselfätscher. Aus $O' lin ist nach Verübung einer Reihe von schweren W<'chst^ fälschungen ein junger, sehr bekannter Sports- und Lebe« - mann, Martin Manasse, flüchtig geworden. Er hat u. o. auf den Besitzer des bekannten Hotels und Cafss Bauer unter den Linden mehrere falfdje Wechsel in bebexrenbtui Betrage ausgestellt. Tie Mutter Manasses, die Willve eines Würzburger Millionärs, hatte bereits mehrere falsche Wechsel eingelöst, wurde aber schließlich der vielen schleck? ten Streiche ihres Sohnes überdrüssig und weigerte fids weiter für ihn cinzutreten. Daraufhin erstattete einer der Geprellten Strafanzeige, Manasse hatte sich aber bereits durch die Flucht der Verhaftung entzogen
:[|: Wie die Humberts im Gefängnis leben. Wie fcpM gemeldet, ist Eva Humbert bereits auf freien Fuß g» fetzt. Nunmehr sollen auch Emile und Maria Tacirign« aus der Haft entlassen werden, vielleicht auch Frédéric Humbert, dessen Gesundheit stark erschüttert ist, so baß dann nur noch Therese Humbert im CMängnis zurückblieb* Indessen brauche sie dies nicht allzu tragisch ja nehmen, denn besser als iin Gefängnis kann sie es' anbcrwärtl auch kaum haben. Ter Figaro ist in der „glücklichen" Lage eins ihrer Tagesmenus veröffentlichen zu können: Zum Frühstück erhielten die Gc-angenen Lachsforellen mit holländischer Sauce, gekochte Eier, Hasenrücken. Dazu trän* fen sie Bier. Am Nachmittag ließen )ic sich aus einem Restaurant Bouillon bringen, und um 7 Uhr abends nahmen sie folgendes Diner ein: Omelette, Filet, grüne Bohnen, Orangen, zwei Flaschen Wein. Ein fideles Gefängnis!
^ Cin Ciscubahnzug von einer Lawine erfaßt Ski der Station Gossensaß am Brenner mürbe der Expreß- zng von Verona nach Berlin von einer Schneelawine der« schiftet unb mußte ausgeschaufelt werden. Der Zu^ hatte fast 24 Stunden Verspätung und naturgemäß nintzte der gan-c Eisenbahnverkehr über den Brenner unterbrochen werden. — Mehrere andere ünglücksfälte durch Lawinen werden aus bem Alpengebiet gemeldet. Ein Lawinensturz am Schwarzenstein im ZiNertal kostetete dem Studenten der Medizii: Walter Goetzr,' aus München, der eine Hochtonr unternommen hatte, das Leben. Seine Leichk ist unauffindbar. Auf dem Cafanapaß find zwei junge Männer, die aus dem italienischen Livignotal ins Engadin wollten, ebenfalls von einer Lawine verschüttet und getötet. — Die Passagiere des verschneiten Expreßzugss können sich übrigens damit trösten, daß and) im FKuhlande sich solche Fälle ereignen können. Nach Meldungei, aus Sombor in Galizien ist ein bort nach Stry abge-c lassener Personenzug emgeschneit lind konnte erst nach achtzehnstündiger Arbeit freigemacht werben. Bei einem anderen Personenzuge rissen infolge Vereisung die Kuppelungen, wobei mehrere Personen und Bahnbedie,lstete er hebliche Verletzungen erlitten.
»^ Heroische Pflichttreue eines russischeu Soldaten. Während des furchtbaren Erdbebens in Andifchan > Turkestan) stand, wie aus Petersburg gemeldet wirb, ein russischer Füsilier, namens Safdpif, bei der Fahne und dem Geldkosfer seines Bataillons auf Wache. Durch herab- stürzende Trümmer wurde ihm das H>ewehr aus den Händen gerissen und zerschlagen. Ebenso wurde der Fahnenstock zerschlagen, und Saschuk selbst von den Trümmern eingeschlossen. Er blieb aber ruhig unter den Trümmern stehen, bis er von beut ablösenden Unteroffizier herans'- geholt wurde.
□ Kannibalismus in Neu-Guinea. Zu ben Gerüchten über neuerliche Tienfdjenfrelfereien in Neu-Guinea wird jetzt offiziell von dort gemeldet, daß zlvei europäische Goldsucher von Eingeborenen grausam ermordet worben feien und man fürchte, daß noch mehr Mordtaten begangen worden sind. Unter den Eingeborenen herrsche infolge furchtbarer Trockenheit Hungersnot, Tailsendc nährten sich nur von Wurzeln. Menschenfresserei sei die Folge dieser Verhältnisse. In einem Kampfe zwischen Stämmen seien 25 Eingeborene -getötet worden.
Bunte Chronik. Wie in Karlsruhe, so herrscht auch in Stuttgart die Influenza in unheimlicher Weise. Die Aerzte schützen den Krankenstand auf über 20 000 Personen. Doch verläuft die Krankheit im allgemeinen gutartig; die Sterbeziffer weist seine erhebliche Steigerung auf.
Die Stadtverordnetenversammlung in Frankfurta. M. beschloß den Ausbau des Kaisersaales im Römer nach bem Entwurf des Baurats Meckel und bewilligte hierfür 120 000 Mark. Außerdem wurden 45 000 Mark für Erneuerung?- arbeiten am Römer bewilligt.
Ein S^änbler aus Kletzko verheiratete dieser Tage eine Tochter. Die Trauung sollte in Berlin ftaftfinben; da aber der Bräutigam bic erforderlichen Papiere nicht berbringen konnte, ließ man die Trauung in London vollziehen, ^et der Hochzeit wurde dem Scpwiegerfo^r die versprochene Mitgift ausgehändigt. Bald darauf entfloh der junge Ehemann mit dem Gelde, denn es stellte sich heraus, doß er bereits in London verheiratet war und Vater meb«»» Kinder ist , r ^ f, , > v *^
kleine Gerichts-Chronik. Die Strafkammer in •IbM* selb verurteilte den Fabrikanten Karl Heinrich Ctto aus Barmen zu fünfzehn Monaten Gefängnis und ordnete sofortige Verhaftung an. Etto hat vier Personen durch Vorspiegelungen junt Ankauf von Anteilscheinen der Kali- bohrgefeUfd)afi „Hannashall ' in Thüringen veranlaßt und um 61000 Mark geschädigt
” Aus Bautzen wirb gemeldet. Der frühere Gemeinde- Vorsteher Weichelt aus Groß->^chönau, der vor einigen Monaten nach Unterschlagungen in Höhe von 150000 Mart flüchtig geworden und in der Hohen-Tcrtra verhaktet wurde, ist zu sechs Jahren Gekänanis und Jahren Ehrverlust verurteilt worden.
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