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Nr 1.

Freitag, den 2. Januar 1903.

12. Jahrgang.

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Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 2m. Ftrnsprechanschlnst Str, 364.

(Gießener Hageötatt) Hl»av6ängige Tageszeitung lÄießencr Zeiinng)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzerger für Gießen nnd Umgebmtg.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen,

Russische jVlmierarbeit?

Nachwort jur Reise des Grafen Lambsdorff.

RK. Die freundliche Aufnahme, die der russische Mi- nifter des Aeußeru Graf Lambsdorff Ikü seiner Anwesen- I)cit in Wien sowohl am Hofe, wie auch bei der Di­plomatie gefunden hat, gibt aller Welt Kenntnis von den guten Beziehungen zwischen beiden Regierungen. Das ist zunächst ein sehr erfreuliches Friedensmoment, das vor etwa 17 Jahren dem Fürsten Bismarck als Ideal vor schwebte. Denn damals bestand zwischen Oesterreich und Rußland ein sehr gespanntes Verhältnis, weil der ter Alexander III. herrschende Panslavismus eine .... mittelbare Bedrohung der habsburgischen Monarchie cut- hielt, sodann aber auch mit Rücksicht auf die Bal kan - politik, die stets je nach den Beziehungen zwischen Oester­reich und Rußland hin und her geworfen wurde. Heute haben sich das Tonalt uub das Newakabinett soweit genähert, daß sie friedliche Vereinbarungen über eine Beseitigung der maeedonischen Wirren treffen und mit vereinter Kraft bei der Pforte für die notwendigen Re formen eintreten. Wie verlautet, sollen 3 maccboiii)d)c Bezirke unter christliche Gouverneure gestellt und deren vätigteit soll durch Mlußlanb und Oesterreich überwacht tverden. Man könnte sonach auf den ersten Blick vielleicht glanbeâ, daß Rußland sein Erieutprogramiü, bekannt als ar gell lieh es Testament Peters des Großen, geändert habe. Wer indes die Zähigkeit und die geduldige stille Arbeit der russischen Diplomatie kennt, weiß, daß man dort so leicht keine Position und sein Ziel in den Wind schlägi. Die Zeit, um auf dem Balkan die Kreise weiter vorzuschieben, ist noch nicht gekommen und ein vorzeitiger Ausbruch der Trien »wirren würbe ein fern-

1111

IUP

verkennen, daß Rußland auch ein gegen uns gerichtetes Ziel im Auge hat. Rußland ist allmählich, nachdem es sich Italien und Täucmart näher verbunden und auch in den Baltanstaaten das volle Vertrauen der Be völlernng gewonnen hat, in eine europäische Vormachls stelliiiig eingerückt. Während unter dem Fürsten Bis innres das Völkerkonzeri von Berlin aus dirigiert würbe, blickt jetzt alle Welt auf den Petersburger Hof. Hub Rußland ist systematisch darauf bedacht, Deutschland 511 isolieren, um desto selbständiger seine eigenen Ji ele ver­folgen zu sonnen. Diese sind ja freilich ihrer ganzen Natur nach nicht aggressiv gegen uns, denn, wohin man auch blicken mag, nirgends gibt es einen Gegen satz zivischell Deutschland uub Unglaub. Indem es aber die Mächte des Dreibundes Italien mit einer Ver

richts noch ober vor diesem Gerichte als WiderNägerin bie Tdicibniigsllagc gegen den Kronprinzen anstrengen, irisn nicht zn, da die Kronprinzessin bei Erlaß dieser königlichen Ordre unter dem Wettiner Hansgei.m stand.

cinllaruug über das

Balkauübereinkommeu

Mittelmeer, Teste rreich

es die unter

entscheidende

von tellung,

uns absondert,

mit einem , schtvächt

bie der Dreibund einst

dem Fürsten Bismarck im europäischen Völker­

a reo van eingenommen hat. Hub das ist trotz aller fried­lichen Wirlnng der russischen Politik immerhin ein Zej eben dafür, daß unsere Tipiomatic doch auf der Hut sein muß, wenn sie nach den verschieden!lichrn Extra tänzchen der beiden Dreibnndstaaten nicht eines schönen Tages Ueberraschnngen erleben will.

gelegenes Aktionsprograntm empfindlich berühren. Seit dem chinesisch-japanischen Kriege uub dem Vertrag von ^hitncnoseli in Rußland entschieden barauf bedacht, in O|fafiin neben dem englischen einen russischen Einfluß aufzul ich teil, uub wer nicht die Augen geflissentlich gegen die V orgänge auf jenem Gebiete schließt wirb erkennen, bag I.ch daraus allmählich auch ein schärferer Gegen- fotz j-vifeben England uub Japan einerseits und limV lond und Frankreich andererseits herausbildet. Für Ellgland könnte nichts erivünfdfter fein, als wcnti irgend­wo in einem Winkel Europas die russischen Heere blutige Arbeit fänden. Darnm vertagt Rnßland einstweilen bie Balkanpolitit^sür eine spätere Zeit uub läßt zunächst die ostasiatische Saat zn Körnern reifen. Der Panslavismus war ein territoriales, engnmgrenztes Programm, die Re- giernngstätigkeil des Friedenszaren aber nm faßt weitere Fiele, die Rußland im Einvernehmen mit Frankreich betreibt

Freilich, wenn wir von der augenblicklichen Wirkung der Annäherung ab sehen, dann können wir an eh nicht

! H

Dr. Nttmstys Patient.

Roman von Dr. Halifax 1111b T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.

51] (Scachdruck xrbeten.)

Sie kann nicht, lieber Georg, sie hat die NUlchtammer rein- zumachen."

So werde ich Friedrich schicken, der sann das besorgen und

Suse die Hauswirtschaft, rnhst Dich ______.......... ............ ...

da nicht frischer aussiehst, so hole ich sofort den Doktor Martin." Um Gottes Willen, nein", mehrte Helm erschreckt.Mir fehlt

ja nichts. Gut also, ich bleibe hier sitzen, Georg, bis Du wieder­

aus.

Du bleibst still im Stuhl sitzen und

Üm jwölf komme ich 511111 b'nen, imb wenn Du

komupt."

Der Vormittag verging ziemlich schnell. Sicht war, blieb Hetty am Fenster sitzen.

in Sicht war,

So lauge ihr Mann Dann stand sie auf,

holte einen groben Karton vom Schrank herunter und entnahm diesem einen breitrandigen Stroblnit. Sic zupfte an den meinen Spitzen herum, mit welchen er garniert war, und nähte einige Stiche daran, um die Schleifen gefälliger 511 machen. Zwei- oder dreimal probierte sie den Hut auf, um zu sehen, ob er sie kleide. Dann holte sie noch ein Stück roneidcn.es Band imb einen Blumeunip hervor und garnierte beides zwischen die Spitzen. Es . war ein hübscher Hut, der der Unlieben, anmutigen Frau ungemein gut stand, und unter dem ihr seines Gesicht hervorschaute, wie das einer Elfe aus einem grollen Blumenkelch.

ist mir schließlich einerlei, was ich trage", murmelte sie 0 zu sich selbst.Aber ich möchte doch hübsch wie möglich ans- lehen, wenn ich zu ihm gebe. Frü . raub er mich sehr hübsch an jenem schrecklichen Abend unten am Deich, wo ich die Lergillmeinnicht gepflückt baue, da sah ich es in seinen Augen baß er mich bewunderte. Vielleicht denkt er heute noch ebenso!

Der Hut siebt jetzt wirklich ganz neu aus."

Gegen Mittag nahm Hetty miebrr ihren Platz im Lehnstuhl am Fenster ein, imb Vincent war sehr erfreut, baß sie seinen Wunsch befolgt hatte.

Hier habe ich ein paar junge Dauben mügcbracbt, Schätzchen", sagte er fröhlich.Du saunst sie heute zum Abendbrot braten. Du mußt ordentlich essen, Hetty, bannt Du wieder zu Kräften kommst. Ab, da kommt das Essèn' Beefsteak und Schoten, mein Leibgericht! Ich habe aber auch einen wahren Wolfshunger mit- gebrächt."

Suse hatte das Haus wieder verlassen, um ihren anderen Pflichten nachzngehen. Mann und Frau waren allein. Hetty

Der Abschluss der

Dresdener Affaire.

Um das Bergomis so schnell als möglich zu beseitigen, ^?è das augenblickliche Stadium des Ehekonfliktes des sächsischen MronviinjenpaareS heben 1p 1. hat aönig Geptg trog seines beben fliehe 11 Zustandes doch bereits den Erlast vollzogen, der bas E h e f ch e i b u n g s Vers a h r e 11 regelt. Die wesentlichsten Bestimmungen sind neben der schon mitgcteUteu Einsetzung eines Siebeumännergerichts fol genbe: Das E!)escheidnngsverfahreu wirb wie jedes andere Scheidnngsverfahren nach den Vorschriften der allgemei­nen GeA ^^nug geführt. Nur ist die O e s f e n 11 i ch seit au s g c plno j) c n, eine Milivirkmig des Slaatsanwatts iindet nicht statt, die Parteien find znm p e r f önli ehe 11 G r f ch eine n vor dem Gericht oder vor einem ersuchten ober bean tragten Richler nicht verpflichtet. Sie lassen sich durch einen Rechtsamuall vertreten. Der im regel­mäßigen Verfahren vorgeschriebene 3 n h u euer s u ch, der Erlaß der einstweiligen Verfügung uub die Mittet lstug des Urteils an bas Borniunbscpaftsgi richt finden vichr statt. Alle Rechtsmittel (Berufung, Revision, Beschwerde) sind a n s g e s ch I 0 s s e 11. Etwaige weitere Aenderungen des regelmäßigen Versallrens behalt sich der König vor. - Die Auffassung einiger Blätter, die Kronprinzessin könne nach dem 3 nm ehe büncs (K->

erklärte, sie fühle sich weit besser, vielmehr ganz wohl und munter. Sie zog ihren Stuhl dicht neben den ihres Mannes und plauderte lebhaft, während er dein Essen tüchtig zuspraK.

Wie sieb und gut Dn bist, Hetty. Ziehst Du, so ist es reizend. Wenn Dn w weiter versuchen willst, dann glaube ich, wirst Du mich auch lieben lernen."

Es war rührend, wie dieser starke, robuste Mann um die Liebe seiner Fran warb.

Es wirb schon werden", erwiderte diese freundlich.Sag' mal, Georg, Du hast doch nichts dagegen, wenn ich heute nach- mirtW SH Tante Fanny gehem

^ic brachte diese Worte kühl, ruhig heraus, dennoch weckten sie in Vincents Brnst sofort einen heimlichen Verdacht.

Sieh mir mal offen in die Augen", versetzte er kurz.

Sie sah ihn ruhig an, ohne mit der Wimper zu zucken.

Nein, Du bleibst zu Hause", entschied er in bestimmtem Tone.Gieb Dir keine Mühe, es bleibt bei dem, was ich sagte. Wenn Dn eine gute Fran bist und thust, was ich will, so werbe ich den Wagen heraltsholen lassen und Dich heute abend ein

Stündchen spazieren fahren."

C ja, das ist netl", cutaeguete Hetty, die sich wohlweislich nicht merk

O ia, das ist nett", entgegnete Hetty, die sich wohüveislich ........erteil ließ, wie sehr seine abschlägige Antwort sie ver­stumme. Sie beugte sich nieder uub hob ein Stückchen Brot auf, welches zu Boden gefallen war. Sie wußte recht gut, ihr Mann würde cs nicht zngeben, daß sie die Verabredung mit dem Baron innehielt. Aber dies mußte sie ermöglichen, koste es, wolle, uub wenn sie die unerlaubtesten Mittel onwenden sollte.

Hetty dachte und dachte. Sie war - »erlich w erregt, baü sie kaum einen Bissen 311 essen vermochte. Incent umgab sie mit als seiner großen Zärtlichkeit uub flüsterte ihr die innigstem Liebestvorte zu. Sie ließ es sich ruhig gefallen.

Endlich staub er aus.

Ach, das war eine reizeirde Mahlzeit!" rief er glücklich

, was es

aus.Wenn es doch immer so sein könnte! Ich bin um fünf Uhr wieber da, Schatz. Du kannst etwas Thee bereit halten."

Nein, Du befommft feinen Zbec", versetzte Hettu.Tu inft ießt immer so früh aus bem Bett und brauchst viel Schlaf. Du mußt heute nach dem Vesperbrot ein bibchen schlafen. Thee regt die Nerven nur auf, ick werbe Dir eine Flasche Porter geben."

Porter?" rief der Pächter freudig überrascht porter war nämlich sein Lieblingsgetränkich wußte garnicht, daß Du meldien im Hauie hast.

Ja", versetzte sie lachend,ich habe kürzlich em paar ^laschen für Dick mitgebracht. Doch nun «le, Georg, es wird Zeit, daß Du fortkomrusl."

Kronprinzessin Luise hai inzwischen in einer Unter rcdung mit einem sächsischen Journalisten eine neue Dar fiel Imig bei Entstehung ihres Ehekouslitles gegeben, die die vom sächsischen Hofe gegebenen Milteiluugeu durchatls bestätigt. U a' best ritt bie K ronprin zesjin, daß zwischen dein K l onyrin en und ihrem Bruder Leopold Ferdinand in Salzburg auch nur bie geringste Vleinnngsvetschieden hcit zu Tuge getreten sei, jo daß es gar nicht zu den au geblichen Tätlichkeiten habe loniwen können. Sie gab ihrer Empörung Ausdruck über bie Meldung eines Vlninchener Blattes, wonach sie dnrch die Schuld ihres Galten er krankt und deswegen ge lohen sein sollte. Das sei eine Verlenwdnng ihres Okiiuiblv weldie energische Jir iidwei- hing verdiene Eine Unterbringung im Irren Hanse im Falle ihrer Rückkehr traue sie den Ihrigen nicht zn, wohl aber hätte sie ständige strenge Ueberwacbung gefürchtet und darum den Vorschlag ihres Reclusanivalls, ohne A> f scheu zn!nckznkeluen, ein für allemal abgelehnt. Ihre L i e b e z n Giron sei nicht eine vorübergehende Leisen schalt, sondern innige Zuneigung, uub von den gleichen Gefühlen für sie sei auch Dhron selbst beseelt. Die M'el bang eines Müuclleneh Blattes, Giron fei ein g wohnlicher D r press er sei eine dreiste Erfiudtlng. An> i 11 e ihre Würben habe sie bereits freiwillig »errichtet, aber ihre Mutter rechte wolle sie sich nicht nehmen lassen. Vor ihrer Flucht aus Salzburg habe sie in einem Briefe an ihre Eltern vier Wünsche geäußert, nämlich: Man möge ihre Angelegenheit in Ruhe und ohne Aufsehen erledign, ihr Nachricht von ihren Kindern zukommen lassen, ihre Garderobe naclnenden und den Ho-marichall v. Tümpling zu einer ' nierred ung zu ihr lummen lassen. Keiner dieser Wünsche sei ihr erfüllt worben Auf einen Brief an die Gouverilaltte ihrer Kinder habe sie nur den kurzen Bescheid erhallen, daß sie im Falle einer schweren j Erkrankung eines der Kinder benachrichtigt werben würde.

Damir singt die Kronprinzessin sich selbst an. Ihr Verfahren erscheint, wie wir schon andenleten, nur bv* j

preislich, wenn man derzeitigen Physischei ja))'miß befunden habe

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Hier mehr als ein eitler Geck nud indiskreter Prahlhans. Er ist einer von menen die Nachrichten in die Welt

setzen

Über die die .Kronprinzessin nachher

U. a. änderte er 311 einem Korrespondenten de

lupöri ist. ' ,,Secolv".

die Kronprinzessin hätte, wenn sie gewollt, leicht für IS Millionen Mark KronjulvolW mitnehmen können. (T<rs halte die Kronprinzessiu schon deshalb nicht tun"nen,

Du scheinst wirtlich den besten Willen zu haben, lieb zu mir zu fein", sagte Vincent freudestrahlend.Wie beforat Du auf einmal um mich bist! Wie mich das beglückt! Also im '.^t mich um fünf Uhr zum Porter ein. Gieb mir einen Stuß aus eit Weg."

Er ging fort. Hetty beobachtete ihn, während er über d« .vor schritt. Ihre Wangen glühten, ihr Herz klopfte zmn Zer­springen. Sie haue einen kühnen Entschluß gefaßt sie wollte ihn mittelst Porter betäuben.

Vincent war weder ein schläfriger, noch ein beauemer Mensch. Er arbeitete hart vom frühen Morgen bis zum Abend, ohne sich irgend welche Extravaganzen an gönnen. Er zog im allgemeinen Thee oder Kapee iebcni anderen Getränk vor: aber Porter ja, das war ein Labsal, eine Delikatesse für ihn.

Er soll biliaren", sagte Heuy zu sich,das wird ihm auch gut thun. Als ich Tau les Zalluschmerzeutropfeu uim enteil Mal himmterschluckte, schlief ich volle acht Stunden binterciuauoer wie ein Murlueilier. Wie cleud war mir zu Mute, als ich mich hinlegre, und wie frisch und leicht fühlte ich miet) beim Erwachen! Georg muh schlafen, während ich fort bim Ich werde ihm ein paar von den dunklen Tropfen ius^Bier gießen, danach wird er wir; * schön schlafen, ich kann ruhig forlgebeu und längst wieder zu Hause sein, bevor er aufwacht. Am diese Weise erfährt er nichts." \

Sie traf alle ihre Vorbereitungen mit größter Vorsicht und List. (Regelt dreiviertel fünf Uhr begab sie sich in die Küche und zog die Flasche auf, welche sofort ubccschänuue. nun füllte sie einen Teil des Porters sorgfältig in ein großes Glas - plötzlich vernahm sie die Schriue ihres Mannes. Hastig verbarg sie das Fläschchen mit den Opinmtropfen in ihrer ftlcwcrtaKbe und lauschte. Vincent blieb im Hofe stellen, dann trat er in den Pferdestall. Ebe er von dort zurncklu.n, vergingen gewiß zwei Minnien also schnell sonst war die Gelegenheit vorüber mit größter Haft nahm sic das Fläschchen wieder aus der Tasche, goß einen Teil des Inhalts, den sie für gering, aber doch für genügend hielt, in das Glas, korkte die kleine Flasche wieder zu und versteckte sie abermals in der Tasche. Dann rührte sie den - Inhalt in oem Glâse um, nahm die Porterflasche wieder zur Vano, behielt sie eine Weile in derselben, ohne sich zu rühren <i und fing erst mieber an, das übrige Bier langsam in dm Gm^ zu füllen, als sie ihren Mann schnell auf ba* \ * zukommen

pch. Ihr Gesicht brannte, ihr Herz flotte r. b . .m, als wolle es ihr die Brust zeifpreitgen, und chre Augeit glänzten wie im Fieber.