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Vertagung der ergebnislosen Konferenz

rankreich lio

Flairs völlig zu-

die diplomatische

denen die englischen Delegierten unter Führung von Lloyd George an die R e v i e r a reisen wer­den. Dort wird Lloyd George seine Ferien ver­bringen. Seine Abreise ist auf Dienstag oder Mittwoch festgesetzt. Auf der Konferenz von Cannes wird auch Amerika durch den amerila- nischen Botschafter in London, Harvcv. vertreten sein. Die Japaner werden sich durch ihren Bot­schafter Jshy vertreten lassen.

Aus derRekchsregkerung

Eine Stellungnahme ist ««möglich.

(Sßititoi-rtUeicatm.)

DettLgrmg der Konferenz. Mißstimmung der anderen Alliierte«. lSiaener Drohkbertckt.)

London. 23. Dezember.

Frankreich fürchtet sich.'

Paris, 23. Dezember. (Eigene Drahtmel­dung.) Die interfraktionelle Gruppe des Senats »nd der Kammer haben eine Entschließung ac- faßt, in der sie ihrer Befürchtung über die Möglichkeit einer Hinzuziehung Deutsch­lands und Rußlands zu einer europäische» Wirtschasts-Konfcrcuz Ausdruck verleihen.

Berlin, 23. Dezember.

Das Reichskabinett dürste in den näch­sten Tage« z« dem Ergebnis der Lvidone. Be­sprechungen noch keine Stellung nehmen. Bekanntlich verhandelt Rathenau in halbaurt- tichrr Eigenschaft. Es ist selbstverständlich, daß man vorerst seine Rückkehr abwartet. Mann Nathenk!« wieder in Berlin cintrifst, steht noch nicht fest Man rechnet damit, daß er vor Weih nachten wieder in Berlin sein wird, doch kann das Reichskabinett während der Feiertage keine wichtigen Beschlüsse fassen. Ter Reichskanzler Dr. Wirth ,clbst wird in der Reichsh-mptftadt blecken. Auch der Zeitpunkt für die Absendung der Antwortnote an di- Rrparationßkommission ist noch nicht festaesetzt.

Äm das DünbaiS-kSerüchf.

Paris, 93. Dezember. (Eigene Drccktmsldnng.) DerTemps" zeigt sich einem englisch-fraiuösisch- V^Äschs« SarsurUsertras auf Geqeasestigteit nicht abgeneigt. England und Frankreich müß­ten ausdrücklich erklären, daß sie die Unvcrletz- liMeit jedes Reiches wahren und sich jeder Ein-' Mischung in di« inneren Angelegenheiten enthal­ten wollen. Wenn ein solches Abkommen von allen Seiten in gutem Glauben und Aufrichtig­keit angenommen werde, dann wäre mich bald die Zeit gekommen, wo man auf alle mili- tärischen Sanktionen verzichten könne.

Kommende Konferenzen.

Tagesordnuug für die Eutentesttzung.

(Eiaene Drabtmeldune-l

Paris, 23. Dezember.

Rach englisch-französischen Quellen stehen au der Sitzungsliste der Ententekonferenz folgende Punkte: 1. Reorganisation oder Reduktion der deutschen Reparationszahlungen, 2. Ratifizierung des Wiesbadener Abkom­mens, 3. Ratifizierung des Pariser Finanz­abkommens vom August 1921. 4. englisch-fran­zösische Allianz, 5. wirtschaftlicher Wieder­aufbau Europa 8 mit Einschluß Deutschlands und Rußlands (Frage einer großen europäischen Wirtschafts-Konferenz). Nach amerikanische» Quellen kommt dazu noch als sechster Punkt in Betracht: Rückzug der englische» und zahtrci- cher französischer Garnisonen aus dem Rheinland.

Finanzkontrolle.

Da» Stvl osr »e^uzösi.chen Wunsche.

Tie deuische Ertlärung der Zaihlungsun- Mtziigteit wiro noch für einige Zeit oer Streuge- genflans Kwiichen Londouü uiu> Paris vlcivc».

Die beiden Ministerpräsidenten sind gestern anseinandcrgrgangen. weil sich die Gegensätze verschärft hatten. Am 3. Januar soll die Tagung in Cannes an der Riviera fortgesetzt werden. (Glaubt Briand, daß die dortige Früh- lingsluft Lloyd George gefügiger machen wird? D. Schriftl.) Die Haltung Frankreichs in der Flotteusrage und in der Orientfrage haben eine solche kühle Atmosphäre geschaffen, daß es ratsam schien, die Besprechungen zunächst wieder zu unterbrechen. Es mag auch sein, daß sich das Programm der Londoner Besprechun­gen als theoretisch zu weit gespannt und als Ver­fahren erwiese« HM. SchlttMih handelt cs sich nm Beschlüsse, die der Zustimmung der anderen Alliierten bedürfen, find bei denen war schon verschiedentlich genug von Verstimmung zu mer­ken. daß man in London über ihren Kopf hin­weg verhandeln wollte. Der italienische Botschafter Martino soll in diesem Sinne einen Schritt bei Lloyd George unternommen haben. Italien habe auch eis großes Interesse an den zur Beratung stehenden Reparationsfrage».

Die GrgensStze.

Gestern abend ist mit Briand auch Loucheur in Paris wieder eingetroffen. In London ist also kein einziger Franzose mehr und die Be­ratungen können als vollständig abgeschlossen geltem Bei der Abreise der Franzose» aus London wurde ein amtliches, im übrigen aber nichtssagendes Eommuniqus herausgege- beu. Briand hat bei seiner Ankunft in Paris jede Auskunft verweigert mit der Be- giünduug, es fr! gegenseitiges Stillschweigen über das Ergebnis der Besprechungen verein­bart worden. Abgesehen also von btm, was diS jetzt trotzdem über die Besprechungen bekam« geworden ist, tappt man also ziemlich int Dun­keln. In den nächsten Tagen wird zweifellos einiges Licht in dieses Dunkel gebracht werden, sowohl in Paris wie arrch in London.

«

Rtchtijnien für Lonnes.

London, 23. Dezsmber. (Eigene Drahtmel- dung.) Neber die Konferenz (leben Mitteilun­gen in London bevor. Lloyd George hat auf heute eine Kabinett ssitzunq einberuseu, auf die am Montag eilte zweite Sitzung folgen soll. In diesen bc.oen Kabinettssitzungen dürf­ten die $ i & 11 * i e a besprochen werde«, mit

nun dort die Behauptung anfstellt, daß die deutsche Regierung, indem sie selbst den Beweis für ihre finanzielle Unfähigkeit geliefert Härte, den Verbündeten dasRecht" gegeben ha-be, «uz eine Finanzkontrolle aufzuerlegen und sichGa­rantien" zu verschaffe« Unter diesem Gesichts- vunfte muß man. denn auch jenes System betrach­ten, von dem augenblicklich an der Seine vielfach die Rede ist, und das die Reparationskommission bereit halte, um dadurch angeblich die Sanierung der deutschen Finanzen und damit die Zahlung bet Schulden zu ermöglichen. Wer angesichts solcher fimssände in Deutschland auch nur noch den geringsten OptimiSun's über di« kommenden Dinge für angebracht hält, dem ist wahrlich weder zu raten noch zu helfen. N'.'P. L.

G6 ist nichts erreicht.

Reitte Entscheidung vor Ende Januar?

(Eigen. Drahrmeldung.)

Paris, 23. Dezember.

Das PariserJournal des Debats" meldet, daß in London alles ohne Entscheidung geblieben sei. Vorläufig bleibe alles «och im Zustand der Besprechungen zwischen den Alliier­ten und vor Ende Januar sei mit entschei­denden Maßnahmen der Alliierten nicht zu rechnen. Die Sachverständigen hätten erst im Fanuar die deutschen Finanzen in Berlin zu überprüfen. Z» dem Ergebnis der Londoner Besprechungen schreibe« dieBaseler Nachrich­ten": Europas Not wird durch das Ergebnis natürlich nicht im allergeringsten abgcholfen. Für die Sanierung der wirtschaftlichen Lage ha­ben die beiden Staatsmänner in den Londoner Verhandlungen überhaupt nichts erreicht, »i-Leicht sogar weniger als nichts, vielleicht ha­be« sie die Lage nur verschlimmert. (!)

ans Ausland zu wenden, das nur ein Steigen der deutschen Mark o6* wartet, was nicht in allzu weiter Ferne liegen dürfte, um sich mit seinen Neuerungen auf den vom deutschen Wettbewerb befreiten Weltmarkt zu stürzen und ihn mit Hilfe deutscher Gehirn- arbeit entstandene« vollwertigen Erzeugnisse zu erobern. -So arbeitet, ohne sich vielleicht dessen bewußt zu sein, der deutsche Erfinder in zahl­reichen Fällen mehr für bas Ausland als für eine Heimat. Damit soll nicht gesagt sein, daß diese Ausfuhr deutschen Geistes, deutschen Den- kens aus der Arbeitspraxis heraus für ihre Fort- und Höherentwicklung, nicht auch jetzt chim, nicht auch in der Zett des kommenden Konjunkturrückganges für unser Vaterland uu»- und segenbringend sei. Es soll nur aus den uns reilich unzugänglichen besseren Teil hingewie- en werden: uuf die Ausfuhr deutscher, mit Hilfe unserer Erfinder verbesserter, hochqualifi­zierter Erzeugnisse. Wir haben nur noch unsere Arbeitskraft auf der Habenseite unseres VolksBermögens: wir müssen also mit der Ver­edelung der Rohprodukte, die wir von Länder« mit reicheren Bodenschätzen erwerben, unseren Unterhalt erringen, unsere Lebensbedürfnisse zu befriediget suchen. Wir könnten dies besser, wenn wir nicht unsere Verbesserungen in der Form von Gedanken, sondern als veredelte A r- beitserzeugnisse ausführen könnten.

' So wird, wenn leine baldige Hebung unserer

haben also in Deutschland, noch mehr als die anglikanischen Länder, eine Ueberproduktion an Erfindungen, an technisch oder organisatorisch verwertbaren neuen Gedanken. Ein Sieben, eine Sichtung dieser Neuerungen findet zwangs­läufig durch die Derwertunqsversuche des Er­finders ober des Schutzinbal-ers (bi5 Käufers oder Einführers des geschützten Produktes) statt, wobei nicht ausgeschlossen ist, daß üierdurch auch wertvolle, ja hervorragende technische Neuheiten unterdrückt werden, der Mitwelt verloren gehen. Die Geschichte der Erfindungen, die Lebensb> schreibungen großer Erfinder sind voll von Bei- spielen für diese Behauptung. Leider ist unsere Gegenwart, unser jetziges deutsches Wirtschaftsleben, die heutige deutsche Industrie, selbst für wertvollere Neuerungen,

sehr wenig aufnahmefähig.

Mn Erfinder, der vielleicht selbst Vermittler zwischen Fabrikant und Groß- oder Kleinver­läufer sein will, um so wenigstens einen Teil des Handelsgewinns flrr seine Gedanken zu er­langen, erhält heute in überaus zahlreichen Fäl- kn aus Anfrage von den Fabrikanten zur Ant­wortWir hatten Ihre Erfindung für sehr wertvoll; leider sind wir gegenwärtig nicht in der Lage, uns auf Neufabrikationen einzulassen, da wir zur Bewältigung unserer laufenden Aufträge soivieso schon mit Ueberstunden arbei­ten und unser Betrieb an der Grenze seiner Lei- stungsfähigkeit angelangt ist." Daß hier ein« große Gefahr für das mit Riefenschritten heran- nahenbe Abflauen der gegenwärtigen Hochkon- junktur liegt, wird selten in weiteren Kreisen er­kannt. Wenn diese kommt, sind wir, weil Neu­einrichtungen, neue Maschinen usw. bei unserer Geldentwertung zu teuer sind, nicht fähio, uns rasch neu cinzuftellen, um mit Hilfe deutschen Erfindergeistes aus unserer gegenwärtigen Mas­senfabrikation für die valutastarken Länder zu einer weltwirtschaftlich wettbewerbsfähigen Qualitätscrzeugung übcrzuqehen Der deutsche Erfinder wird durch die heutige Ueberlastung der deutschen Fabriken, zumal er meist zu den wirtschaftlich schwachen gehört, gezwungen, sich mit seinen neuen Gedanken

Deutsche Erfinder.

Ihre weltwirtschaftliche Bedeutung.

Leber bie Lage der Erfinder »utee den «ege», toättigen Berbaitaisse» schreib« Dr. Albert Sxat). erster s.tzrtjljühre» des Stet«h«berbsadeS ftt» das Etfidderwe^en e. V., Mannhe.m, Folgend«»» Daß Deutschland dasLand der Denker" ist, ekrennt man, wenn man dir zahlreichen Denk- schrtsten, Abhandlungen usw. als Erzeugnisse sachwissenschaftlicher Schulung außer acht läßt, an der ungeheuren Zahl der deutschen Erfindun­gen. Die Tausende von Anmeldungen, die beim veutfchen Patentamt in Berlin fast täHlich ein­laufen, stellen dazu nur eine Auslese aus zahl­reichen Erfindergedanken dar. Viele weniger bemittelte oder zaghafte, in Geschäftssachen un­bewanderte Erfinder, betreten diesen Weg gar nicht, um sich Enttäuschungen, Scherereien usw. zu ersparen. Andere, wie technische Angestellte, Werkmeister und dergleichen halten mit ihren ausgedachte» Reuerunge» zurück, um nicht in Zwistigkeiten mit ihrer Firma zu gelangen. Eine dritte große Gruppe hat dieErfmderent- täuschung", dieser fast unausbleibliche Rückschlag nach dem ersten Gedanken- und Erfolgsrausch, vor weiteren Bemühungen abgeschreckt; sie legen mutlos ihr erstes, erfolgloses Gebrauchsmuster oder Patent zu anderen Papieren, zu sckmerzer- weckende» Angedenken an trübe Zeiten. Wir

Eingriff iu unsere Verhältnisse bedeutet hätte, und die man nickt hätte annehmen können, ohne auf den letzten kümmerlichen Rest von Freiheit, der uns getrieben ist, auch noch Verzicht zu lei­sten. So lagen die Dinge, -r!S die diplomatische Aktion Frankreichs einsetzte, die folgendermaßen kalkulierte; der englisch« Plan ist gut, soweit er sich auf eine Kontrolle bezieht. Was die deutsche Arbeit im Auslande anbetrisst, so mag. bis man diesbezügliche Schlüsse zieht und Enffcheidungen trifft, noch recht viel Wasser ins Meer fließen. Alft, Finanzkontrolle! Es ist dies für Frank­reich die bequemste Handhabe, um di« deutsche Selbständigkeit ins Herz zu treffen, und unter solcken Bedingungen kann es fick Frankreich auch erlauben, in einen kleinen Zahlungsaufschub zu toi lügen, da sich ja obendreir auch England e= reit erklärt haben soll, aus einen Teil der fran­zösischen Kriegsschulden Verzicht zu leisten. Die Erklärung der deutschen Zahlungsunfähigkeit hat «m die Lage für Paris insoweit aeSärt als man

London, 23. Dezember (Eigene Drahtmel. düng.) Der Lonooner Korrespondent des Rew- york Herold faßt de« Eindruck über die Konfe­renz in folgenden Worten zusammen: Trotz des Zweifels der offiziellen Perfünlichleite» läßt sich sagen, daß die Verschiedenheiten der Auffassungen stärker erscheinen als je. Die Franzosen wünschen eine energische Haltung und bestehen darauf, daß die Deutsche» die B-din anngen erfüllen müßte« Sie erklärten, die deutsche BankerotterklSrung sei nur ein Mittel, um überhaupt nichts zu zahlen. Die Engländer dagegen blieben fest auf ihrem Standpunkt; sie wünschen, daß Deutschland ein gewisses Maß von Bewegungsfreiheit gelassen werde, damit die europäische Wirtschaft zur Ruhe komme.

»

Gin bewegter Januar.

Paris. 23. Dezember. (Eigene Drcchlmek- dung.) Der Monat Januar wird politisch ziem­lich bewegt verlaufen. Unmittelbar «ach der Kon- ferrnz von Cannes wird nicht nur in Paris die sranzösisch-englische Konferenz ab- gehalten, sondern in Genf auch der Völker- bunvrat wieder eröffnet werden.

Die Geheimhaltung.

DorlSufig ist noch alles im Dunkel«.

(Eigener TrahtberiLt.)

Paris, 23. Dezember.

Auch der Oberste Rat.

Paris. 23. Dezember. (Eigene Drabtmel- duny.) Wie verlautet, wird der Oberste Rat für den 4. Januar noch Cannes eittbe rufen Die Orientkonferenz der drei Minister de? Aiußern soll »ack dem Temvs am 9. oder 10. Januar in Paris zufammentretrn.

Wie gesagt, man hätte übet diese« Punkt mit sich reden lassen, wäre zu wertvMe» Schlüffen gekommen, und Europa hätte den Vottcil ge­habt, daß unter anderem die große Rohstoffkam­mer nn Osten, Rußland, wieder seiner ehemali­gen Bedeutsamkeit für unseren Erdteil in wirt­schaftlicher Hinsicht näher gebracht worden wäre. Der Westen wiederum hätte keinen Grund mehr gehabt, gegen ein deutsches Unterbieten zu pro­testieren, Gesetze zu erlassen, die schon während ihres Entstehens durch die Ereignisse überholt sind, und Deutschland hätte auf indirektem Weg- Gold geschaffen und wäre nicht darauf angewie­sen gewesen in nutzloser Weise Wer die Beschaf­fung von Geld zu sinnen, die im ganzen unmög­lich und im einzelnen nur dazu dient, unseren Kredit im Ausland« vollends zu untergraben.

Dieser englische Plan, so gut er auch auf den elften Anblick sich darstellen mag, hat jedoch auch eine Kehrseite. Als Bedingung für ein soll ches Unternehmen dachten nämlich die Engländer an eine Finanz, und Wirtschaftskon- trolle über Deutschland, die einen brutalen

Es Hat sogar den Ansqeiu, als ob sich hier ganz programmaßig eine tintroialung vollzöge, die von den Regierungen der geüiauutibiieaten von vornherein erwartet, ja sogar hsrüeigowüns-,t wurde, um unter se» Deamantsl einerpteoi - fron der ZachlnugooejEmnngen" Deutschland noch härtere Bedingungen aufzuerlcgen, als sie in dcm Vertrag von Versailles und dem Lonooner Ultimatum enthalte» sind. Frankreich hat ia fretaiuiiiicb in Wajhiirgton, Loudon unb Brüstet äiißerft geschickt operiert und de» Podeir für eine Saat vorbereitet, die merlwüMg schnell außzugehe» jcheim. Es muß immer wieder be­tont werden, daß man es in g der sehen würde, daß Deutsch. ... ____ ...

gründe geht, als daß es die sowieso unmöglill^.t Reparationssordsrungen auch erfülle. Das Ideal wäre natürlich für die Herren des Quai d'Orsay, aus DeutschiaW noch soviel als möglich herauszuHolen und ihm dann erst, aber auch dies soll möglichst früh geschechen, endgültig den To­desstoß zu versetzen. Darum hat man den Plan einer Finanzkontrolle ansgeheckt, die uns in völlige Alchängigreil zu den westeuropäischen Staate» bringt, unb sogar zu völlig rechtlosen Sklaven der Sieger mächi und schließlich für Derttschland de» sicheren Untergang bedeutet.

Man erinnert sich noch der Vorschläge der englischen Industrie, die darin gip­felten, daß Deutschland weder Waren, «och aus direttom Weg« Geltz abllefer» solle, sondern daß cs durch Arbeit, die in Rußland oder außerhtld Europas stattstnden soll, Werte schaffe, deren Entgelt in die Kasse» Englands unb Frankreichs fließen solle Heber diesen Plan hätte sich sicher­lich reden lassen. Bei einer Konsolidierung un­serer wirtschaftlichen Sage hätte mau ja ohne weiteres mit einer riesigen Arbeitslosigkeit zu rechnen, da ja bei steigender deutscher Valuta dem deutschen Ausverkauf von selbst ein Ende gesetzt würde und damit die krankhafte Anspan­nung aller Industriellen Kräfte zur Erzielung hoher Valutagewinne auf dem Wege eines höchst ungesuilden Exports aufhörte. Arbeit hingegen wäre ja dann das Gegebene, und in Er­mangelung der deutschen Kolonien hätten wir die Beschäftigung auch jenseits unserer Grenzen begrüßen können, besonders deshalb schon, da ja dadurch mich Ingenieure, Jndtrstriesachver- ftändige, ja sogar Gelehrte, wie auch iDerhaupl ein Teil der geistigen Arbeiter, deren Elend heute bei uns fast jchon sprichwörtlich geworden ist, neue Betätigungsfelder fände. Schließlich wäre auch nicht zu vergessen, daß damit das Ausland wieder einmal Deutsche zu sehen be­käme, die sich von de» Gebilden französischer Re- vanchebysierie auf der Leinwand von Millionen internationaler Kinematographentheater etwas unterscheiden.

rc» Rodelet tfieuenen Sicd>rt»ten «rfebemen roodfentlid) f«6*mal und iroat oben»«. Der Ebonuementtorei» betragt monatlich 10. Morl bet freier gsfieüung inj Haus «u«- wrtrrS Bartfi die Poft bezogen 10 Marl monatlich einichltetlich Zustellung. Best Lunge» werdM Jtt vov der Geschäftsstelle oder den M5oten entgegengenLmmen. Druckerei. Settaa und Redaktion LchlachthoMrabe «M. Kür unverlangt etngesandte Beitrag« kann die Redattton eine < eiantroortuna ober (Sematr in keinem ffalle fivernedme». Rud^hlung de» Bazugs-etder oder «niprücht wegen etwaiger nicht ordn ngSma6lQtt Bieterwg »urgeschtolken.

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Nummer 296

Sonnabend, 24. Dezember 1921

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