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Kaffckr Neueste Nachrichten
Kaffeler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nrrmmer 282.
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Donnerstag, 8. Dezember 1921
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11. Jahrgang»
11«
Das Finanzproblem in öer Schwebe.
läge ersucht worden ist.
ist ein offenes Geheimnis, daß wir zu unseren
Reparationszah langen am 15. Januar ruai »Md 15 Februar so gut Wik nichts zur
Schwere Deblngungea.
Bei dem P r e s s e f e st, das dieser Tage im Reichstage stattgefunden hat, hielt der Reichskanzler Dr. Wirth eine Rede, in der er davon
til bedingt ist tntb dafi eine endgültige Stellungnahme zur Januar-Krise von den Aussigen der Reform in Deutschland abhängig sei.
Rüstung trotz „Abrüstung"
Verstand der amerikanischen Armee. (Eigener Drohtbericht.)
Tore nnd Vermißte.
KarlSrnh«, 7. Dezember. (Privat-Tele- trrffittton.) Aus Saarwellingen wird berichtet: Bis nenn Nhr abends sind einunddreißig Leichen aus der Dynnmittabrik Alfred Rodel nnd Co. geborgen. Fünsundseckziy Arbeiter werden »wch als vermißt gemeldet.
Die Äerstvrunge«.
SaarweMngen. 7. Dezember. (Eigene Draht. Meldung.) Im Augenblick der Explosion befanden sich"etwa 120 Arbeiter in den Fabrikgebäuden von denen eine Anzahl flüchten konnten. Da8 Jener konnte nachmittags gelöscht werden. Bisher sind dreizehn Tote geborgen. Es musi mit einer größeren Anzahl Toter, etwa sechzig, gerechnet werden. Der Materlalscha- den ist ungebeuer. Das Fabrikgebäud e ist ganz zerstört und die umliegenden Gebäude wurden stark beschädigt. Auf die Nachricht von der Explosion begab sich der französische Präsident der Regierungskommission und verschiedene Mitglieder der Regierung zur Unsallstclle und übergab dem Bürgermeister 40000 Mark.
Amerikas Stellungnahme.
Begreuzte Unterstützung »er „Verbündeten" (Eigene, Drahtbericht.)
Washington, 7. Dezember.
Verfügung haben. In hiesigen maßgebenden Kreisen rechnet man damit, daß eine Rote aus London nicht vor Ende dieser oder Anfang nächster Woche in Berlir» cintreffen wird. — Die Meldung daß die Kredilaktion der Industrie als grsckreitcrt anzuschen sei, wird von unterrichteten streiken als völlig falsch bezeichnet.
ein Ergebnis der Beratungen über die Veschaf-' fugn einer Anleihe noch nicht erzielt. Die Nachrichten über die Aussichten einer solchen Anleihe sind auch eher ernst.r, als hoffnungsvoller geworden. Dazu stimmt auch die Aeutzerung des Kanzlers in seiner Presserede in Berlin, daß man heute noch nicht wissen könne, wer in oen Topf der Reparationen Geld zu schütten bereit ist. — Besonders verdient es bemerkt zu werden, daß die französisch« Regierung ihren Botschafter tn Berlin ganz plötzlich zu den Pariser Besprechungen abberufen hat. Man darf wohl annchmen, daß der Berliner französische Botschafter um mündliche Berichterstattung über seine Auffassung über trte deutsche Wirtschafts-
üns gegeben ist, Wer den Januar und Februar Hinwegzukommen. Das Kernproblem unserer Tag« formulierte der Reichskanzler vielmehr dahin: „daß überall, wo man die Wirtschaft zum Gegenstand des Nachdenkens macht, das Ausscheiden Osteuropas mit seinen unzähligen Men- schenmassen, das Niederbrechen des wirtschaftlichen Lebens in den österreichisch-ungarischen Nachfolgestaaten, der Zerfall des wirtschaftlichen Lebens und insbesondere die verminderte Kaufkraft der sechzig Millionen Deutschen als eine Weltgefahr erkannt toirb/ Hier liegt das Problem unserer Tage. Es wurzelt fast ausschließlich in dem Boden der Wirtschaft. Daraus ergeben sich nun aber auch zwei Folgerungen für uns: Wir müssen unsere nationale Einheit, also die Einheit des Reichs, erhalten und wir müssen zum zweiten auch die Einheit urrserer Wirtschaft sichern.
£lm die Zahlungsunfähigkeit.
Berlin, 7. Dezember. (Privattelegramm.) Das Reichskabinett hat gestern mehrere Stunden über die neue Note der Reparationskom- mission beraten. Die Beantwortung der Note wird erst in einigen Tagen erfolgen, du ein Teil der Reichsminister für eine Erklärung der deutschen Zahlungsunfähigkeit an die Entente eintritt, um eine klare Situation zu schaffen Gegen diese Stellungnahme vor Abschluß der Kreditverhandlungen lvendet sich der Reichskanzler mit aller Entschiedenheit.
In der Saarwellinger Dynamitfabrik (vormals Alfred Nobel und Co) explodierte gestern kurz vor zwölf Uhr ein Oelbehälter. Die Rettungsarbeiten für die unter den Trüm- mern liegenden Arbeiter konnten noch nicht in Angriff genommen werden, da mit neuen Explosionen zu rechnen ist. Infolge der Erfchüt- terunge sind die Fensterscheiben in der ganzen Gegend zettrümmert. Eine große Zahl Leichtverletzter konnte sich ans den brennenden Werken rrtten, während unter den Trümmern noch viele Tote liegen sollen. Uebrr die Ursache wird mitgeteilt, daß in der Ritrokörperschnrelze ein Brand entstand, den dir Arbeiter vergeblich zn löschen versuchten. Durch die Ausdehnung des Feuers tmf Explosionsstosfe trat dann das Unglück ein, das furchtbare Zerstörungen anricktete
London, 7. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Während ein sogenanntes reines Mo. ratorium niemals in Frage kam, haben sich die Aussichten für wichtige Konzessiv, uen der Alliierten in der Uebernahme schwer- wiegende Bedingungen durch Deutschland, besonders bezüglich seiner Finanzen «nd bezüglich seiner politischen Rot durch den Gedankenaustausch zwischen London und Paris eher verbessert. Dabei ist zn betonen, daß die englische Haltung durch eine entsprechende Berliner Poli-
Ms Ziel oer Regierungspolitik be- zeichnete der Reichskanzler in der erwähnten Rede, es dahtn zu bringen, die Einheit des Vaterlandes und die Einheit seiner Wirtschafts- füchrung in ein« Atmosphäre hinüberzuretten, in der nicht mehr der Gedanke reiner politischer Auswirkung des Sieges, des Hasses und der Zerstörung maßgebend ist, sondern in der man sich zur Beratung der großen wirtschaMchen und kulturellen Probleme der WÄt, endlich wieder an dem Konferenztisch versammelt. Man muß gestehen, daß die Entwickelung der letzten Zett viel mehr, als es nach außen erkennbar ist, de« Beweis dafür erbracht hat, daß man auch im Auslande erkennt, daß die Beftiedigung der Welt, so lange ein Versailler Vertrag Richtschnur der Weltpolitik ist, zur Unmöglichkeit wird. Und nichts hat schneller und intensiver diese Erkenntnis gefördert, als gerade der Blick auf den Gang der wirtschaftlichen Dinge in Deutschland, das geradezu entscheidcrw auch den wirtschaftlichen Zustand ganz Europas, ja der ganzen Wett beeinflußt. Wie in Washington und London, so soll diese Angelegenheit jetzt auch bei den Pariser Reparationsverhandlungen erörtert werden. Die Außenminister Frankreichs. Englands und Italiens, die zu einer Aussprache über b£c weltpolitischen Probleme in Paris eing-ttoffen sind, werden sich, in Verbindung mit anderen politischen und wirtschaftlichen Persönlichkeiten, voran anch, mit der deutschen „Zahlungsfähigkeit" beschäfttgen. Eine formelle Reparationskonserenz dürfte sich an diese Besprechung anschließen.
In französischen Kreisen nimmt man an, daß es der deutschen Reichsreaiernng nicht möglich sein wird, bis zum 15- Januar die erforderlichen Summen für die dann fällige Reparationsrate zu befchaffen. Allerdings dürste bei dieser Annahme der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Man rechnet damtt, daß Deutschland schon zum Januar einen Moratoriumsantrag stellen wird, und eine bestimmte französisch« Presse macht heute schon gel, tend, daß dir französische Regierung einen solchen Antraa nicht bewilligen dürfe, sondern politische Folgerungen ziehen müsse. Das ist jene Strömung, die in der Besetzung oes Ruhrgebiets das politische Ziel Frankreichs firfiT — Inzwischen werden in London die Verhandlungen zwischen deutschen und englischen Derttetern fortgesetzt. Bis zur Stunde ist
Washington, 7. Dezemver.
Der Jahresbericht, den der Staatssekretär für den Krieg dem Kongreß unterbreitet hat, empfiehlt die Einstellung der Überzähligen Offiziere der allen Armee in die Reserven, ferner die Verdoppelung der militärischen Aktionen der Regierung. Die fehlenden Kriegsmittel der neuen Ausrüstung von der Handgranate bis zum schwersten Artilleriese- fchoß sollen hergestcllt und bei der Armee eingc- führt werden. Die Versuch«, die z«m Ausbau der chemischen Kriegsführang vvrge- schlagen wurden, sollen fortgesetzt werden. Es heißt dann wörtlich weiter: Wir find zwar im Prinzip gegen die Anwendung von Giftgasen, andererseits sind wir doch nicht vollkommen da von überzeugt, ob dies auch bei unseren kommenden Feinde« der Fall ist- Hinsichtlich der Entwicklung der modernen Kriegführung sagt der Bericht: Wir sind in dieser Entwicklung weit hinter pen führende« Staate«. Das ist ein Uebcl, das wir abstrllen müssen. Der Bericht empfiehlt schließlich den Aasbau des Handels- flngdienstes (?) durch staatliche Unterstütz«».
Kaliabsatz.
In der Groß > Eisenindustrie trw hinsichtlich der Beschaffung der erforderlichen Kohlenmenge keine Besserung ein. Jnländifche Erze und Minette standen cmsreichend zur Der» fügung. Der Bezug von Schwedenerzen wurde weiterhin dadurch erschwert, daß die Frachten nur in ausländischer Währung abgeschlossen werden konnten. Für Roheisen wurden die Preise zum 1. November erhöht; da die Herstellungskosten weiter anstiegen, mußten die Preise 5um 1. Dezember erneut heraufgesrtzt werden. Die Schrottpreise stiegen zunächst weiter, lMi dann im letzien Monatsdrittel etwas nachzng«" ben Die Nachfrage nach Walzfabrikaten war t« ollen Kreisen des Handel» und Verbrauchs außerordentlich lebhaft. Die Erzeugung wurde von Monat zu Monat gesteigert während der Versand nach dem AuSlande nicht gestiegen ist.
Die BeschSfttgunq der Maschinenindn- strie war lebhaft, sodaß viele Firmen n«AA- le Ansträg« annehmen konnten, da sie die W hoffe und Materialien nicht zu erträglichen Preisen beschaffen konnten. Die Belegschaftszn- ttr war stellenweise wesentlich größer, da zwette Schichten eingelegt wurden. Im Lokomo- t i p b a u liegt noch für einige Monate Beschs ftgung vor. Die StaatZbahnvcrwaltung ist mit der Sommervergebnng noch nicht kerausgekom- men, ttotz der Vorstellungen der Lokomottwabr^ katton Eine Belebung de§ Ausmhrgeschäfts a.s Folge des Markstnrzes war biIhernichtzuV«k- fpüren. Die Beschäftigung der Eisenbahn, wagen - Industrie ist infolge älterer Auftrage noch gut, dageaen hat di- neuere Nachträge nach- aelosstn Die Werften waren mit Aufträgen gut versehen litten jedoch teilweise unter feem Man. gel an Rohmaterialien. In der Elektrizität s i n d u st r i e hüben die Eindeck'.mgs.aus« auf dem Inland angehalten, zum Terl sich sogar nock verf^rkt. Das Ausland nbte wetterZu- rückhattung. Die Eis-nserttgwaren • Industrie war gut beschäftigt.
Das Zahlungsproblem.
NEtnbarnng zwischen der Entente.
(Eigene Drahttneldung.)
London, 7. Dezember.
Der englische Finanzminister Sir Robert H o r n e lM gestern in Manchester eine Rede gehalten, in der erklärte, daß »wischen England und Deutschland über die Reparation nichts vereinbart werden könne, bevor man nicht mit der Entente darüber einig geworden sei. Sir Hörne ist weiter der Ansicht, daß die deutsche Pa. piergeldvermehrung nnbedingt aus- hören müsse. Er erklärte, Deutschland müsse seine Finanzen dadurch bessern, daß die Ausgaben durch entsprechende Steuervermehrung (!) ausgeglichen werde. — Der britische Botschafter Lord Hardinge hatte voraestrr« «nd gestern zwei Unterredungen mtt Briand. Die Besprechungen haben nicht n«r der Zusammenkunft »wischen den drei A«ßen«nnistern Englands, Frankreichs «nd Italiens gegissten, deren Ort und Zeitplmkt noch nicht festgesetzt ist, sondern auch der Frage der Reparationen im allgemei- ne« «nd der Bezahlung der demnächst Migen Jahrcszahlungen im besonderen. Ferner wird mitgetcill, daß die französische Antwort auf die letzt- englische Note wegen des AngoraMbkom- mens nach London abgegaugeu ist.
Handel und Gewerbe.
Die Wirtschaftslage im November.
Heber die Geschäftslage im Monat Modernder liegen bereite bis Berichte der Sandel» tommern PrentzenS vor, deren Ergebnis im »a-dstehevde» Aufsatz »ufammcnseraftt ist.
Berlin, 6. Dezember.
Die Berichte, Pie die Preußische« Handelskammern Wer den Geschäftsgang von Handel und Industrie im Monat November dem Handelsministerium erstattet haben, zeigen mehr wie le die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Stande der Valuta. Der Mittelkurs der amt- lichen Notierung des Dollars stteg am 8. November auf 310 Mark. Am folgenden Tage ging er auf 287,5 zurück und blieb mit manchen Schwankungen in dieser Höhe, bis er am Mo- natsschluß und Dezemberansang etwa 100 Punk, te Lerabging. Die AufwärtsLewegung der Valuta riß alles mit. Die Effektenkurse folgten bei Riesenumsätzeu am schnellsten, die Großhandelspreise der Einfuhrwaren, wie Baumwolle, Metalle und ausländische Fetten, kamen langsa. mer. während die der weniger vom Weltmarkt abhängigen Waren dem neuen Preisniveau langsamer oder rascher nachsttebten, das bei der neuerlichen Umkehr in den meisten Warenzweigen noch nicht voll erreicht war. Im Einzelhandel setzten sich die Angstkäufe des Publikums solange fort, bis der Bedarf für die nächste Zukunft gedeckt schien oder die Kaufkraft erschöpft war. oder bis die de« Großhandelspreisen sol- genden gesteigerten Preise der neuen Ware« dem wilden Hamstern ein Ende setzten. Im letzte« Drittel des Monats Men dieser Zeitpunkt erreicht oder nah«. : ■
Die Beschäftigung der Industrie war unverändert lebhaft, doch hatte auch hier die starke Markentwertung schwierige Verhältnisse geschaf- kcn. In der Berg'werksindustrie machte sich die Koblennot im November, besonders in hochwertigen Sorten, erheblich stärker fühlbar. Auch an Koks, der im Sommer stark angeboten war. herrschte Mangel. Die Kohlennot war so groß, daß trotz des Valutastandes englische Kohle, z. B. auch in Hannover, gekauft wurde. Wenn gleichzeitig im Cardiffer Kohlenrevier und im Saargebiet Feierschichten eingelegt werden mußten, und die nordftanzöstschen Kohlengruben Absatzschwierigkeiten hatte«, so beweist das die Berechtigung der Forderung aus Herabsetzung der Reparationskohlenleistung. Die mitteldeutsche Braunkohlenförderung schien sich . auf der Höbe des Vormonats zu halten. Durch den starken Abruf der Zucker -und Malzfabriken : sowie die bevorstehende Preiserhöhung war di« . Nachfrage nach Rohkohle und Briketts sehr rege. . Die Aufträge der inländische« Landwirtschaft i für den Kalibergbau waren sehr erheblich, l einerseits wegen der bevorstehenden Frachtpreis« - Erhöhung, andererseits weil mit weiterer Erhö- t hung der Verkaufspreise gerechnet wurde. De, : starke Güterwagennmngel behindert« aber de»
Die deutsche Frage.
Ein Weltprodlem.
Das Deutschland von heute spielt ttotz seiner Wehrlosigkeit, trotz seiner weltpolitische.-! Ohnmacht und trotz seines wirtschaftlichen Zustandes in der Weltpolitik eine viel größere Rolle, als wir wohl schlechthin anzunehmen geneigt sind. Leider ist diese Rolle passiv; aber wenn erst einmal di« Akten von Washington geöffnet werden, wird man erkennen, welchen großen, ja bestimmenden und entscheidenoen Faktor bei den dortigen Aussprachen hinter den Kulis- sen die deutsche Frage gespielt hat. Wer in seiner politischen Bettachtung nicht an der Oberfläche hängen bleibt, wer die Dinge in all ihren Zusammenhängen zu beurteilen gewillt ist, wer sich insbesondere klar darüber wird, wie alle Ereignisse der d e u t s ch e n inneren Politik eine, wenn auch nicht laut hörbare, so doch deutliche Rückwirkung auf das gesamte Ausland haben, der erkennt immer mehr, daß eine deutsche Frage für das Ausland säst in höherem Matz« vorhanden ist, als für uns Deutsche selbst. Jeder Vorgang in unseren politischen und parlamentarischen Maßnahmen, jedes wirtschaftlich« Ereignis, jede GntwicklungSphas« in unserer Finanzpolitik, findet außerhalb der deutsch:« Grenzen ein Echo, das dazu angetan ist, uns die Bedeutung der deutschen Frage als Welt- problem vor Augen zu führen.
In einer der SchuldentUgunys-Debatten er- klärte Präsident Harding, Amerika sei gezwungen, seinen ehemaligen Verbündeten die Möglichkeit zu bieten, die für sie lebensnotwendigen Industrien zu erhalten. Eine Unterstützung dürste jedoch nur so geschehen, daß die Industrie der Vereinigten Staaten nicht untergraben würde. (!) Ueber die Beziehungen Amerikas zu Sowjet-Rußland sagte Harding: Wir erkennen die gegenwärtige Regierung Rußlands nicht an und dulden keine Pro paganda von Moskau. Aber wir vergessen nicht die freundschaftlichen Gefühle, die das russische Volk immer Amerika entgegenbrachte. Ich emp- fehle ohne Vorbehalt die Ueberweifung der überzähligen Verpflegungsbestände der Armee an die amerikanische Administration des Hilfs- Werkes für Rußland, sowie weiterhin die Zusendung von zehn Millionen Bushels Som.
Expwsions-AnglüS.
Schwere Dhnamit-Txp'oston im Saargebtet.
(eigene Drahtmelduna.>
Saarlouis, 7. Dezember.
Sn der Finanzkrise.
Anfrage der Neichsregierung in London.
(Privattelearamm )
Berlin, 7. Dezember.
Die Anfrage der Nefchsregirrung, die fcststck. len soll, ob Aussicht aus einen englischen Kredit besteht, ist an das Präsidfiium der Bank von England gerichtet. Die Anfrage ist bereits vor einigen Tagen hcrauSgegangen. Es besteht in nnterrichtete« Kreisen volle Klarheit, daß, wenn der Schritt der Regierung ein Mißerfolg ein sollte, die Aussichten für die Gestaltung der inauziellen Frage außerordentlich ttübe sind. ES