Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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»ummer 270.
11. Jahrgcnm
Fernsprecher 951 und 952 Donnerstag, 24. November 1921 Fernsprecher 951 und 952
Frankreichs Rüstung an der Grenze.
MiMasWMeg.
Die französlfche Zer örungswut.
We uns gestern ein Telegramm aus Berlin Mitteilte, soll der französische General Rollet in der Mili'ärkontroll-Komisfion geäußert haben, es sei unmöglich, den deutlchcn Geist zu töten, aber man könne ihm die Grundlagen, auf denen er wieder aufbauen könne, zerstören, und das sei die d e u ts ch e Industrie! Fast
deutschen Industrie zu ziehen und in gemeinsamer Arbeit das zu erreichen, was Frantretch allein nie möglich sein wird, scheint man jetzt in Paris dem Grundsätze verfallen zu sein, durch Vernichtung deutscher industrieller Anlagen in großem Stil sich für das eigene Mißgeschick zu entschädigen. Es märe besser, die Staatsmänner und Wirtschaftler Frankreichs würden einsöhen, daß Frankreich mit Deutschland leben, ohne Deutschland aber nur sterben kann.
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*
Merze Garantie?
land wünsche zu arbeiten ohne gestört zu wertrr
Deutschland selbst Denn das Ergebnis dieses ;mb ol)ne' einc Besetzung de« RuhrgebirteS Se-
Verfabrens war Loch schließlich nut, daß Fran- „ rni
reich die deutschen Waren, die es auf direktem >-rchtcn y« mi-a.u. ^euftm.and sei icrrter ß? Wege nicht ins Land bringen wollte, über die Willi, Garantieen tn einer solchen Form zu fic- Schwet». Holland und Belg en b»zog und dabei daß die Welt seine Gerechtigkeit anerkenne.
Gtmnes in Gngland.
Plan zur Wiederaufoichtnnz Rußlands?
(Privat-Telogramm.t
Frünks°§iO6 MMMMQcht.
Kann Frankreich frei verfügen?
(Eigene Drahtmeldung.l
London, 23. November.
In hiesigen Regierungskreisen hat die gestern veröffentlichte Rede Briands in Washington vielfach Befremden erregt, insbesondere die Angriffe gegen Deutschlands drSzip. linierte Truppenmacht, worunter man offenbar die Schutzpolizei versteht, werden aks überraschend unpden Tatsachen nicht entspre. ch e n d beurteilt. Man erwartet, dass von deutscher maßgebender Seite alsbald geantwortet werden wird. Auch in den Kreisen der hiesigen amerikanischen Botschaft wird auf die Notwendigkeit einer amtlichen deutschen Erklä- rnng hingewiesen. ES wird auch besprochen, daß Balfour auf Briands Rede mit einer an ihm ungewohnten Erregung geantwortet hat.
Da8 Resultat der Sitzung in Washington von gestern morgen ist nun endgültig festgesetzt «nd zwar verschwinden die Garantiever- träge Frankreichs mtt England «nd Amerika. Das bedeutet ohne Zweifel, daß Frankreich in seinen Handlungen frei von den Dispositionen der alliierte« und assoziierten Länder ist. (?)
mit genau derselben Zähigkeit und Erbitterung, wie den politischen Kampf, hat Frankreich seit der Beendigung des Krieges auch dm wirt- skchaftlichen Kampf fle en Deutschland fortgesetzt, wenn sich auch tn seinen Formen im Laufe drei letzten Jahren manches geändert hat. Es ist beinahe schon in Vergessenheit geraten, daß die Enente hn Frühjahre 1916 in Paris eine Konferenz abhielt, in der von den Vertreiern Englands, wie vor allem aber auch Frankreichs der ,K r i e g noch d e m K ri e g e* gepredigt wurde, und für feine Durchführung verschiedene wichtige Beschlüsse gefaßt worden sind. Wmn auch die Vläne. die damals entworfen wurden, durch die Ereignisse der letzte» Kri «Mahre We holt worden sind, so ist die Idee der wirt, schaftlichen Vekämpsung Deutsch, land« nach dem Kriege doch geblieben. Wie tief fie in den Ländern der Entente trotz der Erkenntnis weiter Wirtschaftskreise von der wirtschaftlichen Schädlichkeit eines derartigen Unternehmens noch immer wurzelt, dafür ist Frankreich der beste Beweis. Die französische Regierung hat zu jeder Zeit mit einer seltenen Schnelligkeit und Bereitwilligkeit aller Fordern ".gen ihrer Industrie, nachaegetev, wo immer sich deren Spitze gegen Deutschland rch- tete, und sie dabei in einem politisch vielleicht verständlichen, wirtschaftlich aber kaum zu rechtfertigendem Ue&ereifer über die Grenzen hin- 'ausgegangen. die ihr durch die Interessen Les Landes und seines baldigen Wiederaufbaues ge-
Berlin, 23. November.
Der Berliner Berichterstatter des »Petit Pa- rifien" glaubt über die Absichten Stinnes' in London folgendes Mitteilen $n können: Der deutsche Großindustrielle will in London die Schaffung eines großen internationalen Konsortium« Vorschlägen, daS die Wieder- ausrichtnng Rußlands bearbeiten soll und in dem außer Deutschland auch Frankreich, England und die Bereinigte» Staaten vertreten sein sollen. Das Reparationsproblem würde in die. fern Angebot einem internationale« Trust angc- sHlossc«. Frankreich würde in diesem Unternehmen eine bevorzugte Stellung angebote« werden. Stinncs sei der Ansicht, daß die russischen Pläne ihm erlauben würden, Frankreich ein neues Angebot für die Lieferungen in Bar und
mag.
Frankreich hat sich im Lause der letztm Jahre bei verschiedenen Gelegenheiten davon überzeugen mLssen, daß der gegen Deutschland in Szene gesetzte Wirtschaftskrieg trotz aller möglichen und unmöglichen Erlasse und Verordnungen der Re-
die Zwischengewinne feiner ehemaligen Verbündeten wie der Reutralm mitbezahlen mußte. To entfchloß sich die französisch» Regierung schon nach wenigen Monaten zu brr Erklärung, daß der Einfuhr deutscher Waren nach Frankreich nichts im Wege stünde, so weif sie von der einheimischen Industrie nicht selbst hergestellt werden könnten. In kurzer Zeit entwickelte sich dann begünstigt durch die Valutaverhältmssc, ein reger Handel zwischen Len beiden Staaten. Ms aber die Wsatzkris« im vergangenen Jabre immer schärfer wurde, und die französisch« In- duftrie zu Betriebseins:-klungen und Ärbeirer- enüassimgen in großem Umfange sich aezwungen sah, setzte der Kampf gegen die deutsche I n d u st r i e aufs neue ein, und die Forderrm- gen auf Schutzmaßnahmen gegen die deutsche Konkurrenz wurde immer dringender.
Die französische Presse, in erster Linie die schwerindustrielle, bat bis auf de« heutigen Tag den Kampf gegen die deutsch« E nstibr mit allen Mitteln ftnttgeführt. Ihr Werk ist es. daß die cefernte französische Zoll- und Vertra^Svolitik Frankreichs gegen Deutschland gerichtet, und daß Deutschland beute faß das einzige Sann ist, auf das der Generaltarif noch Anwendung findet, dessen Sätze bekanntlich beinahe doppelt so hoch sind, wie die de» Minimaltarises. Die drei wichtigsten französischen Industrien, die Hüttenindustrie, die Msschinenbau. und die chemische Industrie beherrschen kraft ihres LLerra- oenden Einflusses die Regierung vollkommen, die ihren Wünschen nach Schutzmaßnahmen gegen die deutsche Industrie ums» lieber entgezu- komml, als sie die Notschreie der heimischm fron« zösifchen Industrie für ihre politischen Ziele ge- ceniiber Deutschland kräftig auszuwerten ver-
»GefLhrbrte Grenze.«'
Genf, 23. November. (Eigene Drahtmel- Lung.) »Echo ve PariS" berichtet aus Washington: Sri and Hot seine Abreise ans Amerika um drei Tage verschoben, um zunächst die erst: Abstimmung abztuverrten. Er hat sich gemeinsam mit dem Admiral Kato für Len 6et- gischeu Vermittlungsvorschlag erklärt, die Rüst n n g e n auf diejenigen Grenzgebiete zu beschränken, die von der Konferenz als g e» sährdet erklärt würden. Frankreich und Belgien verlangen nun diese Gefahrerklärung für ihre Grenzgebiete gegenüber Deutschland.
zogen waren.
Unmittelbar nach der Einstellung der Feind- seligketten hat Frankreich seiner Rach« «R Deutschland auch wirtschaftlich so weit die Zügel schießen lassen, daß es ntlt allen Mitteln den Boykott der deutschen Waren propagierte, und es als eine unpe-triotische Handlung bezeichnete, mit deutschen Kaufienten in Verbindung zu treten und von ihnen Waren zu beziehen. Freilich hat man in Frankreich bald er- tourt, daß diese Methode der Bekämpfung Deutschlands auf die Dauer undurchführbar sei und der franOsischen Volkswirtichaft schwereren Schaden zuftige a!S Lern boykottierten
Washington, 23. November. (Siaene Drahi- melLung.) Der deutsKe GeschAftSträacr Thor mann hat la:tt Chicago Tribüne erklärt, er glaube, daß Deutschland gewillt sei, einem internationalen Gericht neue Garantien z« geben, um Frankreich die Furcht vor einem neuen Kriege zu nehme« Er fügte Hinz«, Deutsch
heilsame Lehre einer Verständigung mit dek feiner Meinung bald nicht mehr durchzufuhren
Zusannnenhang mit de« polLUchen Zustände«.
in der Lage sei. SttnneS hatte imgeblich, bevor er Berliri verließ, lange Unterredungen mit dem Sowjetvertreter SrepeinSIi.
Japans die Betriebe Spandau und Hafelhorst der deutschen Werke A.-G. Die Herren konnten sich mi Ort und Stelle davon überzeugen, daß dir Werke mit der Fabrikation von KriegSwasfen nicht mehr das geringste zu tun haben, daß die angcordnete« Zerstörungsmatznahmen jeder Grundlage entbehre« «nd daß die Zurück n a h m e der betreffenden Ententenote unbedingt erforderlich ist, wenn nicht schwer« wirtschaftliche Schädigungen, insbesondere die Entlassung von Taufenden von Angestellte« und Arbeiter« die Folge fein sollten.
Am ößeZMlMgm.
Roch keine auSveichend« Sicherheit.
Die Lerstömngs-Gesühr.
Fremd« Preffevertreter in deutsche« Werken (Prip at-T el egramm.Z
Berlin, 23. November.
Unabhängig von dem gestrigen Besuch des Generals Rollet besuchten in Begleitung einiger Herren des Auswärtigen Amtes, Bertreter der ausländischen Presse und zwar Amerikas, Hollands, Schwedens, Rußlands, Englands,
Deutschland und Bolen.
Berhandkungrn um Oberschlesten in Genf.
«Statue TrahtmelLung.1
Genf. 23. November.
Die deutsch-polnischen Verhandlungen über Oberschlesien unter dem Vorsitz LeS ehemalige« Schweizer Bundespräsidenten Colauder werden morgen vormittag 1» Genf, dem Sitz des Dölkerbundrates, eröffnet werden. Die deutschen Bevollmä^igten werde» morgen Eintreffen. ES wird berichtet: Die deutschen und polnische» delegierten haben flK geeinigt, keine Anträge über den Ort der Verhandlungen zu stellen, sondern die Entscheidung dem Vorsitzenden Colandcr zu überlassen. Die Entscheidung deS BorfiUenden soll am Montag verkündigt werden. Die allgemeine Auffassung im Genfer Völkerbund geht dahin, daß die deutschen rmd polnischen Delegierten auf dem Wege gegenseitige« Vertrauens und Verstehens sich befinden.
die Auswüchse des Kampfes der Parteien scharfer Kritik unterzog. Staatsanwalt Dr. Rebelst«« trat besonders dafür ein, daß Persön- (Weiten, die ton öffentlichen Laben stehen, ganz besonders aber der oberste Beamte eines gr^ven Gemeinwesens, vor VerungliuÄMnaen gehbätzr werden müssen. Der Vertreter des NebenKägers Oberbürgermeister Scheiderrsann, Justizrat Hanke- Homberg, sah die Schuld des zwan» ziajädrigen Wachsmuth vor allem in dem großen Interesse, daß er sich an Ort und Stelle begibt, um den Erfolg der Tat abzuwarten und an dem Vorbringen des „gwotzen Unbekannten", einem Schäler, deß »Art und Raup' ihm nicht bekannt. Und dann betonte er: Mit dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel sich einen „Spatz" machen zu wollen, ist eine grobe Seiet« bigung. Zwar handelt es sich in erster Linie um einen Dunrenjnngenstreich, aber um einen überaus Lösartigen, und da? in der
Äugend und Politik.
Rorhurals: Die verstopfte Tür.
Die gestrige StraffaMmer-Verh anblung über die Geschichten von dem besudeLen Hause des Oberbürgermeisters Scheidemann und über das verstopfte Schlüsselloch der Tür des gleichen Hauses ist gestern schon flüchlta sktzziert worden. Heute sei die politische Seite des Prozesses beleuchtet. An die umsiurgireiche Zeugenvernehmung im Prozeß gegen zwei Schuh- macherlehvlinge, die be-f-chuMgt waren, im Juni vorigen Jahres das Haus des LDerbirrgermei- sters der Stadt Kassel besudelt und im Fe-
Vrvtest der Arbeiter und VngesteMen.
Hamburg, 23. November. (Privattelegramm.) Ja einer hier abgehaltenen Konferenz der Vertreter der Organisationen der deutschen See- schiffahrtkwersten trug ein Bertreter der Deutschen Werke A.-G. die Beschwerde der in ihrer Existrnz durch die Maßnahmen der En- teufe bedrohten Angestellte« und Arbeiter der Deutschen Merke vor. Nach einer eingehenden Aussprache wurde hierauf eine Entschließung einstimmig angenommen, in der eS unter anderem heißt: Die Konferenz hat mit Entrüstung von den mrf die Zerstörung der Deutschen Werke A.-G. gerichteten Maßnahmen der JnieraRter- ten Militärkommission Kenntnis genommen. Das Vorgehen per I. M. K. wird nur das Gc- genieil erreiche», was angeblich angrstrebt wird.
bruar dieses Jahres das Sckcküssei o _, „ - . • Haustür verstopft zu haben, schtzoß
Italiens, Rumamens, Dänemarks, Chinas itnb!riftifd>e Ausetnandersetzung, die duri
(Eigener DrahtbertSt.)
Grus, 23. Robember.
„Echo de Paris" meldet aus Berlin: Di» --lliterte Garanttekvmmission hat vor ihrer Abreise der deutschen Negierung mitgeteilt, daß das Gewerkschaftsprogramm zur Beschns- sung der Reparationszahlungen nicht als Sicherheit von der Kommission «mgoffhen werden könne. Tie Kommission müsse ein Eingehen mtf den Plan aWrtynen, für den Reichskanzler Wirth sich einsetzte. Tie Kommission erklärte, nur solckre DorsMäge Deutschlands in Berückfich- tissung ztehen zu können, die finanzielle imd wirtschaftliche Pfänder de« Bllirerte« in dit HfMd gebe» würden. Die Garantiekommif- sion hat die deutsche Regierung zu neuen Bor Mägen für die am 15. Januar und 15. Februar fälligen Zahlungen aufgcsordert, über die in neuen Konferenzen verhani^lt werden soll.
Hier bietet sich ein Bild der enÄetzlichen Ser« hältiiifle ton politischen Leben. Zu einer Zeit, öa Deutschland am Stoben liegt, wo alle Parteien bestrebt fein müßten, lLsutschland wieder auszubmren, da rüstet eine Partei halbwüchsige Jungens mit Kleistertopf uv.b Pinfel aus und läßt sie amerikanische RelLrme machen. Hier hakte der Verteidiger der jungen Angeklagte» ein, Rechtsanwalt Dr. Schwei der. Der beredte Anwalt nahm die Ziat selbst nicht i» Schutz, gab aber zu bedenkfm, daß sie geschehen ist zu einer Zeit, wo die Atogen der poüttsche« Erregung besonders hochqiktsen, als die Jugend auf die Straße gehetzt wmrde. Wenn das bc- fonbers einer Partei in die Schuhe geschoben werden soll, dann muß, sagte der Verteidiger^ eines festgenagelt werden: Es war vor Jahrzehnten feine Diode, daß sich die Jugend an» Wahlkampf beteiligte — jrfrf ist es üblich geworden. Jetzt heißt eS: Astdeiterjugend erfchernt in Massen, wahrt eure RÄ'fte! Das wirkt wie Zunder. Man ist's bereit^ gewohnt, daß sich rin Vierzehnjähriger in Wersammlungen begibt «nd gegen den Arbeitgeber das Maul aufreißt So wird nufere Jugend Vergiftet Es würde besser fein, wenn der politische Kampf rein fachlich geführt und vor aller.r, wenn die Jugend ausaeschaltet würde. Für inat fetzten Wahlkamps ist bezeichnend: Die Hau ihesitzer hatten sich an die Parteien gewandt mit bei Sitte, von einem Bekleben der Häufer Ab'si-and zu nehmen, und die Partei, die ablehnte, war die deS Rüben« klügers. Dann haben es Lste anderen Parteien auch getan, und die JugxySe machte sich aus der Mithilfe ein Fest Wan spltcht hier immer vom Oberbürgermeister Scheidemann, ge-vr den es ging, aber fiter keiamt der
Parteiführer Listpeidemann
in Betracht. An dem csterbüraermeister hätte die Jugend gar kein Interesse. Früher, als sich die Oberbürgermeister »nm polttifchen Lebe« fernhtelten, ist fo estvaL nicht pafsiert. Der Streich wurde dem Part-eisübrer Msviett. Anderen Parteiführern ging es auch fo. Als Rechtsanwalt Brill einmal redete, hat man Zettel gedruckt und auf der Plosatfaulen-Ankündtgung „SriiS* daraus gemacht Solche Ereignisse lösen eben andere aus. und das ist nur tu anbern, wenn sich alle Parteien aus den Boden stellen, nicht mit derartigen Mitfesin arbeiten zu tmEen. Im vorlieaenden Falle spielt Großtuerei eine Rolle. Jeder der juges blichen Helfer wollte möglichst viel Verdienst — er betrachtete es <äS solches — für sich beanspruchen. Kinder und Parteiführer neljmen den Mund voll? Mancher Parteistährer wird froh fei», zvenn er fpäter nicht berrn erinnert wird, toa« er alles während der Mahlzeit gefvrochen hat. Rechnet mrm die Hälfte 9 b, dann fiimmts. Und bann: Der Name Philipp Scheidemann prangt« an allen Wänden. Daß die Jugend die inter-, f ff ante Neuiakeit von bet verstopften Tür rasch ivekcrgaB, ist begreiflich. Schließktck: Seitdem Bekleben ber Häuser wuchs« selbst das GertcktS- gebäude nickst geschont, U*intra sollte es da» Haus des OLerbürgermei fiers sein? Der Ser« tefbiger beantragte Freisl>rechung, weil eS sich hier irt«stich um Indizien handelt und Ine Beweiskette vollständig geschliffen fein muß, wenn eine Verurteilung erfolg-N solle. Der Vor-