Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nrrrnrner 261.

Sonnabend, 12. November 1921

Fernsprecher 951 und 952

Fernsprecher 951 und 952

11. Jahrgang.

Am die Ändufirle-KredttWe

Termine tote tatefcteriSSeWmfa ÄÄu3*? aeMben werden muß. Rein muß. Die NOtto endigkeil' de-*4et>t ?E2?& diese Aktion dahin führen, daß Hon des Londoner Ultimativ Mrt> die Re' k »,"^2 fen* I,c9enbc,t Seitinmtt af*|

varationskommissimr nunmehr »uneben müTen die Eisenbahn an die juristische Person

wlverspruch der freien Gewerkschaften.

Erholungs-Fürforgel

des erröten.

ni<A beffen, Sonne, Wandern, Maschen im Walde i' Fe»

Beratung im Kadlnett.

stne, bte den Reichskanzler aufsuchte, bestand nur aus einem kleinen Kreise, darunter StinneS, ftrife Thyssen, Hugenberg, sowie Karl v. Siemens.

Weitere KoaWrmsfmgm- Reise Bedingungen der Industrie. lBridÄ-Telearamm.)

Berlin, 11. November.

Dke ZwungskommWorr.

Die erste« Finanz-Konroo-llmstznahme«. (Pridat-Telegramm.)

Berlin. 11. November.

Die ÄnSukrie-KrebichHfr.

Privatwirtschaft der Eisenbahn?

(Privat-TelegrammS

Berlin, 1L November.

gen kleinen Hande, und tun dar, daß im Men» scheu der Arbeitswille liegt. Gar trmrrta ist dass Kapitell Das kranke, gebrechliche und gefähr-

mit Besorgnis kommen sehen, werde auch die Sklaverei Italiens unter sranchsischem Joch bebeutert. Was hier vom italienischen Standpunkt au? oeaennber der Ee-ahr eine- wirtschaftlichen Dersflaviiriq Deutschlands regen r5tfrc3c6«. ?effl(rt 'lt. trifft im ähnlichen Matze auch ottf die übrigen euroväischcn Länder zu Eine Finanr-KontroLe in Deutschland wird

Berlin, 11. November, ldrivattelegramm. Die Borikände des Allgemeinen deutschen <3e werkschaftSbnndes «nd deS Allgemeinen freien AngestelltenSondeS haben eine Entschließung gefaßt, ta der es heißt: Die Bor- stände sehen in dem Beschluß des Reicksverban- deS der deutschen Industrie Mr Gewährung

3nlettton4preile> litngetmtfd)« Auftrag«: St« «intoaltig« «lUttgen-Setie iBL im. tut etafoalttge atefiamejetu M. &5U 6) LuswLrNg« Auftrag«. $t« etn'cattlg« <njeigeiü«u« 31. L60, dl« «tnfoalttge sRetlamejetle M. , an«8 emfdi!teSUd> $euerung#iu1d>lag uns «nutgengtuft. Für Kl» eigen mit ttlor.BerS fdjrctertgem Sa) hund«r! Stojent aurtdjtac Sür du RtchtigkrU aller durch Fernsprecher aufgegebenen Unietgen. tourt« für Aufnahme. bat«n uns Plage kann «tot Sernähi nicht übernommen werben. X rüder et. Schlacht, tzofftratze M/30. ®efdjäftäftea«, nsiutsche Straft« 5. ielepgon Siitntmer 951 ans 962

Sw Itaflelei weuefien 9todirtd)ten erscheinen wochentttch sechsmal uns ,war a btn o i. Der Hbonnenienttorew betragt mouatlto 6.5« Mart bet rreter RufteUuna m« (aut «US- »arte »urch Bte Soft Bezogen a.50 Start monattid) «tnlchlteftltch Zustellung. Bestellungen werben :eoer»nt oor Bei chetchLNSNell« ober oen Boten entgegengenommen. $ ruderet, «erlag aut 8i«buttton üchtachttzo.Nrab« 29/30. Kur unverlangt etr.gefanbte Setträge tarn bw Resaktton ein« Verantwortung obet tieroäbr in keinem Kalle übernehmen. Rüdzahlung beS Setugageibe* ebn Ansprüche wegen etwaiger Nicht orsnur.gSmäftiger Lie'eruuz auSgefchtoffen.

Kredite zu beschaffen, die notwendig sind, imt die finanziellen Ber- t-fltchtungen des Reiches, soweit die Entwlck- lnngsmöglichkeiten der angestrebten neuen Cr= 5»nr der ReichsbetrirSe zeitlich und sachlich sicherznstrllen. Die Durchfiißrung dieser Kredit- aktion einschließlich per Verhandlungen mit den auswärtigen Kreditgebern kann nur unter Führung der deutschen Industrie und im Einvernehmen mit den deutschen Banken er- folge«. Selbstverständlich muß man auch die deutsche Volkswirtschaft und damit den deutschen Staat ans der fetzigen Lage herauSarSeiten.

Gin BetnebsrSte-Kongreß.

Forderung kürzerer Arbeitszeit l tEigene DttchrmelduuLl

Magdeburg, 1L November.

Flnanz-Kontrolle.

Die RLpari.rronö-Aourmisfio«.

Ein ÄahlungS-Auffchub?

DerdSchtiss Vorschläge aus Ententekreisen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 11. November.

Poincarrc, der Vertreter der schärfsten Ton­art in DeMg aus die Forderungen an Deutsch, land, zieht die Möglichkeit eines Morato­riums in Betracht. Er will dies aber nur

und Schwachsinnigen, Blinden und TauMunx uw« schuf barmherzige RSchstenüeb«, behütet vor der granssmen LieVWsigkett der Seß, eigen» Heime ftrr ein glückliches KiicherdÄein. Und die KinderberDergen. die Heime «fr bte Verwahr» losten, dir Gefährdete«, die nicht von liebem»« Elternforge bewacht, allzu früh dem Säst«, der BerMhrMK, preiSgegebenf fie werden ihn« Halt, führen sie auf die rechte LebenSbecha zurück.

Die Finanzkontrolle, die nunmehr von der Pariser Rsparattonskommission in Berlin vor. SEEN wirb, führt uns die benMigetwe ^'nverwtr uns heute beftnden, deutlich vor Asitgen. Wenn man noch die Hoffnung ha- ^könnte' daß wenigstens jetzt die Vernunft über volttlschcn Hatz siegte, dann würden wir dieses Schwere auf uns nehmen kön- mtfrS leider auch jetzt wieder

« u f (t tt n g en gefaßt machen. ^ÄfT>2L^wt^r ltalrenische Minister-

^ttr erklärt, daß zur Erlangung eines ^Edüchen Europas gerade die Beseitigung der Reparationsronmnstton notwendig sei da.

Hw?!0 n< <tKer Verträge und vor a^em bte Festsetzung der deutschen Kriegsent- ft^chtchingen m einer zahlbaren Höhe. Ws solche erachtet er dte ungeheure ©intime von sechzig Shntarben franken, von denen zwanzig M^-arden durch die Gebietsabtretung als ab» geKolten betrachtet werden sollen, während wei- tere zwanzig Milliarden in SackMem und die Milliarden in dar, aber nach Mbletstung der Sachgüterschulden abgetragen lallten Dabet verlangt Nitti oder die voWSitdtge Zurückziehung der Desatzungs- truppen. v

Fünf Mtlltonen LeSensmLttel «stete Amerika. V*A Millionen gab die deutsche Reichsregieritng, 1% Millionen sind DerwaltnngK. und feetfrd» lungskoste«.

Der herzliche Dank der Jugend

ist «uS zahlreichen.Schreiben und Gedichtchen za ersehen. Keine Künstler verfertigen aus dem Packmaterial hübsche Spielsachen, fleißige Hönde nähten aus den Säcken sehr niedliche und zweck- mäßige SpielhöSchen und Kleidchen, mit buntes Wollblnmen und Hexenflich gefällig verziert. FriMiche Silber auz Kinderhorten und SchG- leiheimen schildern daS Loben der Kleinen und Schulpflichtigen, Dren Lern- und ^»ieleifer, der

Die ReparatiouS-Kommissio« der Entente hat gestern dem Reichskanzler einen Besuch abgestattct. Der Kanzler gab einen !^^n Ueberblick über die finanzielle und wirt­schaftliche Lage D«ttschranvs, wobei er betonte, es sei unrichtig, daß die deutsche Regierung den Zusammenbruch der Mark absichtlich fördere. Weiter wird berichtet, datz die Kommission ge­stern auch im Finanzministerium erschien und um Vorlage des Entwurfes deS neuen deutschen R-ichshguShaltes, sowie der neue« Beamteugehaltsuorlage ersuchte.

gegen Sicherstellung bewilligen. Man ist sich darüber im -Klaren, was die Worte Poin- carees bedeuten, entweder fahren die Franzosen fort, die Behauptung von der ZahlimgsunfShig- keit Deutschlands als Manöver zu betrachten und dann muß Deutschland bis zum Weißbliften zah­len »bci_ Frankreich bietet ihm ein Moratorium an, wofür daS Reich aber einschneidende finan­zielle Kontrolle, sowie die vollkommene finanzielle Versklavung in Kauf nehmen mutz. Neuerdinss läßt sich nun dasJourngst" aus Berlin melden, daß in englischen Finanzkreisen in Berlin, denen der englische Botfl.,-uster Lord LMbernou nahe- strhe, ein deutsches Zahlungsprosett Erwägung finde. Es würde sich darum handeln, Deutsch- lanv gegen gewisse Garantien ein MorE- torium auf mehrere Jahre zu gewähren, wäh­rend welcher Deutschland keine Reparatwnszai)- rungen zu leisten hätte.

Zu gleicher Zeit kam eine andere italienische Snmme, bte das speziell italienische Sn.

Überspannten Forderungen betont. In einem römischen Blatte zu die,em fünfte folgendes ausgeführt: ciKtt Kredithilfe an das Reich eine Heraus- als Angehöriger eines Ententelan- forderung der gesamte« werktätigen Bevöl- ?LaltiL^eu?Ld"w.^ 1mma- Die vereinigten gewerkschaftlichen Spit-

se n mitansehe zenverbände erwarte« von der Reicksregierung,

tral-afrikas behandle man ft^^DereftZ^eft/dft Dndustriellen in Serbin-

Deutschen in eine Masse bk Kulis vetw^ndelt £Un($ "lt^äl.rung d-r Kredfthilfe erho- Aber der endgültige Ruin, der Zerfall 6encn Forderungen unbedingt ablehnt.

Um 5' ben England und Amerika _. *

rienausenthatt! <Ngene Lwidheftne der höhere« Knabenschule« und Wegscheide. Dax Paradies der Frankfurter SchulSnder, die kkinderftadt rat Sipesivrt, ein privates Unternehmen, das ohne städtischen Zuschuß sich erhalten muß. In diese« Sommer hafte die Weg scheide Wer zwei Millio­nen Ansgacken, demgeaenWer standen nur eine halbe Million Einnahmen aus den Verpfleg- ungSgeldern, anderthalb Millionen Mark Wür­ben aus privaten Mitteln aufaedracht. Und mit welcher Lust, mit wieviel Liebe haben die Schü­ler ihr Heim mrSgeschmückt, wieviele Bisder. Aufnähureu, Zeichnungen, Aguarellc r engen

Dke Kommission des Reickrsvcrüandes der deutschen Industrie hat gestern dem RcichSkanz- ler folgendes erklärt: Abgefel)xn von den unter Mitwirkung der parlamentarischen Instanzen zu lösenden Fragen der sparsamen Finanz- wirtschaft und der Befreiung des wirt­schaftlichen Lebens von den ihm angelegten Fes­seln kommen zunächst die Seiten der Gesetz- stebimg in Frage, die cs ermöglichen, mit den Reichseisenbahnen zu beginnen und sonst in ös- fentlichen Händen befindliche Betriebe in pri- ^5^-?^^"^liche Form zu bringen. Die Durchführung solcher Maßnahrnrn ist möglich auf Grund eines durch die Gesetzgebung zu schaf­fens» ErmächiigungSgesctzcs. das den Berttmf zunächst der Reichseisenbahnea an eine vrivatwirifchastliche juristische Person in die Wege leitet. Die Industrie wird Vorschläge auS- arbctten und sie zu gegebener Zeit den zustän- drgcn Stelle» vorlegen. ans denen er«chfu<, -n,

wirtschaftliche Lage Deuftchlands --,7*... kann, ttotz aller Anstrengungen, die die Arbeiter besonders des Bergbaues getätigt haben, ist es notwendig, um die vollständige Verelendung der Arbetterfchast zu verhindern, mit mehr Jnitia- h®c/m die Sozialisierung des Urprodnk- teS der Wirtschaft, an dke des Kohlenbergbaues heranzugehen. Der Reichsbctriebsrätekongretz wolle sich dafür einfetzen, daß die f i e b e n ft ü n- 6tflt Arbeitszeit gesetzlich festgesetzt wird und die DetrlebSrätr gutachtlich gehört werden, wie wert die technischen und wirtschaftlichen Borrich. tungen zur Einführung der Sechsftuuden- schicht gediehen fhtik

Die Anwesenheit der alliierten Wieder- ßutmachungskommission in Veriin er­innert uns daran, daß wir unter einer drücken, den vrnanzkonrrolle stehen. Und zwar nicht erst KlWeule' sondern schon seit einer geraumen Zett! Der Oeflentlichkeir gegenüiöer sind fteilich vlsmng bte inneren Zusammenhänge verborgen gMieben. Wir wollen an dieser Stelle nicht mt- termchen, oo für biefc Taktik bestimmte politische Grunde maßgebend gewesen sind. Heute aller­dings wird diese Finanzkontrolle zu einem offc- nen Eingeständnis. Diese Reise der Repa- ratlonskommifiwn von Paris nach Berlin führt uns den ganzen Ernst der Lage unmittelbar vor Augen. Die Kommission hat nämlich die Auf- ä^7r;JuJ,r^,T"enl cbJ)ie s^n längere Zeit in '2,?5ne**^>e Karantiekommissiou h» Maßnahmen getroffen hat, um

^.nächstfälligen Raten aus dem Londoner UlttmatUM , l ch e r z u st e l l e n. Schon die Ga- ^nttekowmWon hat im weitgehendsten Matze bisher eme Kontrolle des Reichshaushaltes in nllen feinen Letten vorgenommen. Sie unter­zog alle Ern- und AuSgäuge des Reichs-Budgets umgehendsten Nachprüfung. Tie Pariser Sommiision ist nim m Berlin selbst an Ort und

UOT bte Ermittelungen ihrerseits

Berlin, 11. Rovencher. sPrkvattelegrmmn.i Heute vormittag wird die Reichsregierung eine Kabinettssitzung abhalten, in der sie sich mit der burrf) den Verlauf der Besprechungen mit den Industrie- und Bau Urei fen seitdem geschaffenen Lage beschäftigen will. Die Abord­nung des ReichsverbaudeS der deutsche« Jndu-

Aus parlamentarischen Kreisen wird erklärt, daß Gerüchte, die die Kreditverlpindlungen der Industrie mit einer Erweiterung der Regie- rungskoolitton «ach rechts in Zusammenhang bringen, aus der Lust gegriffen seien. Solche Verhandlungen können überhaupt erst dann stattsinde», wenn die gesamten Steuer-, Repa- rations- und Kreditsragen vollständig zu über, sehen sind und einen Verlauf genommen haben, der der Deutschen Volkspartei die Möglichkeit zum Eintritt in die Regierirng geben würde. Rach der Ansicht in nicht-parlamentarischen Kreisen deckt sich die Stellungnahme der De- mokraten und der Deutschen Bolks- bartet zu den Steuerfrage« ungefähr.

Entwicklungsgang des Kindes kann mau verfolgen; besondere Liebe ist beel Ahsc^ritt .Das Kleinkind* gewidmet. D« sicht man saubere, sreunbliche Kiuderstuben der verschiedcuen Säuglingsheime, da erzählen aber auch Tabellen, wie groß die StcÄLichjkeit unter den Kleinen tft Der Frankfurter Mutter­schutz Mit vie Krankenstube einer armen Wöchnerin tote sie sein soll uttb tote sie nicht sei« darf vor. Großstadtarrnut und Wohnungsnot zeigt der eine Raum, der Küche, Wohnstube und Schlafstube in eins ist, in greüem Licht, bringt manchen Besucher zum Nachdenken, macht Unju- friebene zufriedener mit ihrem Lose. Tabelle« und Lichtbilder reden eine deutliche Sprache, tote hart die Not der Zeit gerade auf nuferer Ju­gend lastet, von den Opfern, welche die Unter­ernährung fordert, um wieviel mehr bte Kin^ der von heute den glücklicheren Schwesterchen und Brüderchen vor dem Kriege im Wachstum itnb Gewicht nachstehen. Wieviel leichteres Spiel haben die Slrankseiten mit den wenig Wider­standsfähigen ! Man halte sich vor Augen, daß die Milchgufuhr nach Frankfurt von bm Millionen Ater auf eine Mllton gesunken ist, eine Tatsache, die unseren Kindem wohl am schlimmsten fühlbar wird. Segensreich wirft bte QuAerfpeisung, die allein (in Geldwert umgs- tcchnet) von Diai 1920 bis Oktober 1921 für Kia- derfpeisung an 10,7 MMonen verausgabte.

Su ben Erreichter,mgsmatzr.ahmen gxbört aber auch eme wesentliche Herabsetzung der Be» Ly e n ..?er Bericht, den die Pa­riser MilltSr-Kommnsio-n gerade in diesen Ta- oen erstattet hat stimmt außerordentlich trübe. Vwi dem Mrllrarden-Etat hat man für das Jahr S? etwa zweiundzwanzig Millionen rifoce« fefet, alio eme Summe, die gar nicht ins Gewftbt toll«» S HeroKsetzungSmöglichkeiten sollen noch .geprüft' werden. Ran will sich insbesondere über dke Ausgaben für die stiviH tommifnonen nixhinfermteren"! Die Entente aber eiryehen, daß für das, was sie auf einen Seite von Deutschland verlangt, so- LeistungsmSglichkeit wieder aufgeho- ^-ri> bte ungeheuerlichen Anforderun-- vemrsachm^ Nefe unproduktiven Ausgaben

. Die Reparationskornrnission wird sich durch eigenen Augen,chein und durch ihre unnutteS barf Pmfunz der Reichssinauzen davon über­zeugen lagen mögen, daß unsere Leistung aus Londoner Ultimatum nicht nur tocientlief- swrdern daß auch eine ßrundiatzirche Umge,taltuna her ' '

Hier tagt btt Reichsbetriebsrätekongreß der ergarbeiter Deutschlands. Eine um,ang- rrflhc TageSordnung liegt vor. Es soll über die wtrtschastltche Loge Deutschlands, über die Auf­gaben und Tätigkeiten der Betriebsräte tat B«g- baw, über bte Schltchftmgsordnuna und das Ta- rtfvcrtagögesetz «. a. beraten werden. Otto Hus prach«über da« BetriebSrätegesetz. Einstimmig gelangte folaendet Antrag zur Ännahmc:Da die prftattapitalistische Gesellfckast den Beweis Man erbracht hm und tagtäglich erbringt, daß sie die seben

die Finanzwkrtschast der übrigen Länder Rück- Wirkungen haben, die heute politisch und wirt- sehastlich noch gar nicht in ihrem Vollen Um­fange überschaut werden können. Das deutsche Ftnanzproblcm ist man mutz es immer wie­der sagen das europäische Finanzpro­blem, und es wäre notwendig, daß die Washi"-- roner Konferenz sich mit größtem Ernste diesen Dingen widmet, die ebenso bedeutsE sind wie die hochpolitischen Fragen, bte den eigentlichen Anlaß zur Bernfttng der Konferenz geben, »ss*

übergeht «nd daß gleichzeitig das Reich von allen persönlichen und fachlichrn Lasten aus die­sem Unternehmen befreit wird. Die Entlastung des Reiches von Arbeitskräften, die weder in ihrem Zweck noch in wirtschaftlicher Beziehung vollen Nutzen finden, kann nach Auffassung der Industrie nur in Verbindung mit großzügk. ger Ansiedlung erfolgen, die aber an'sich und nach ihrer örtlichen Lage b$e nutzbringende Beschäftigung dieser Persönlichkeiten 'fichcrstellt. Die Industrie ist fiä darüber klar, daß die Durchführung dieser Aktion, insoweit der Artikel 243 d-S FricdcnSvertrageS Rechte des Aus­lands begründet, auch entsprechende Verhand­lungen mit den BertragSgegnern erforderlich macht und gleichzeitig dazu führen müsse, im Zusammcnhan» mit der Lösung dieser Frage auch die Derpfi-chtnag aus dem Ultimatum einer anderweitigen Lösung "zuzuführen. Auf bietet Grundlage wird Ne Industrie in Ver­handlungen mit deutschen Banken ekntreten, um, sofern ci«e Rendernng deS Londoner Ultima­tums sich nicht schon ans den vorher angcdcute- ten Verhandlungen ergibt, diejenigen

Für die Kinder.

Eine Kindsrhilfs-Ansftellung i« Frankfurt. Was i«; te* »mseefütfoego go-chicht, wie der Eaugling zu pflegen ift u«6 die autwachsenoe« M<tdE«n «nd Ruaben beSanbeit werde» tnüfien, »eigt jetzt eine Dussteltuua in Stantfuit am Main. Man schreibt une darüber Folgen ree, Frankfurt a. M., Anfang November.

In den Römerhallen des Rathauses ist eine Kinverhilfs-Ausstellung, die von den städtischen Behörden und Vereinigungen für private Ju- gend-Wahlfahrtspflege unter Leitung der Seit« trale für private Fürsorge veranstaltet worden. Diese AuKstellung tst mehr als reine Schau, sie zeigt an stättsttschen Uobersichten, an Modellen, wie bitter notwendig bte Fürsorge für unsere Jugend ist. Schon vor der Geburt setzt sie ein, und sie begleitet den kleinen Menschen bis zur Schulentlassung und darüber hinaus, hilft dem ins Leben Tretenden die schwierige Frage der Berufstoaihl erleichtern, schafft Tages- und Äbendheime für Jugendliche, Berufstätige, Heime für gefährdete Jugendliche und ist immer da, too es gilt, zu raten und tu taten. Die Aus- stellung entrollt gleichzeitig ein 'Stück Großstadt- elend, das wohl weit krassere Formen annächme, griffe nicht helfend bte Mvsorge ein. Den voll­ständigen