Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Nummer 255
Sonnabend, 5. November 1921
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11. IahrZang
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Das Streben nach -er groben Koalition.
Anforderungen der Entente,
deruna der Kostenverteilung angenommen, daß die Gemeinde zehn Prozent und das Reich neunzig Prozent zu tragen haben. In Betracht kommen nur die Altrentner. Angenommen wurde »och ein Gesetzentwurf, wonach entsprechend der Geldentwertung der höchste Betrag der Geldstrafe durchschnittlich auf das Zehnfache erhöht wird. Die Vorlage gestattet weiterhin den Richtern, an Stelle kurzer Freiheitsstrafen entsprechende Geldstrafen bezw. an Stelle von Geldstrafen freie Arbeit treten zu lassen.
Radikale Forderungen.
Berlin, 4. November. (Privattelegramm.) Die FriStion der Unabhängigen So^ialdcmokra
ben demgegenüber daran feftgehalten, daß nach den jüngsten BorkommniLen im Reiche ihnen die große Koalition im Augenblick nicht möglich erscheine. Die Verhandlungen sollen heute fortgesetzt werden, jedoch ist vorläufig eine Einigung noch nicht abzuschen und mit der für morgen angesetzten Wahl des Ministerpräsidenten durch das Plenum des Landtags kaum zu rechne«.
RevolMjons-Zahreswg.
Feier durch die Sozialdemokraten.
lDrivat-Trlearamm.)
Berlin, 4. November.
Hinsichtlich der Arbeitsruhe am 9. November schweben Verhandlungen, die darauf bestehen, daß an diesem Tage wenigstens ein Dienst wie an Sonn- und Feiertagen geleistet wird, so daß nicht der gesamte Verkehr, wie Licht- und Wasfer-Btrsorgung, ins Stocken kommt. Die Berliner Arbeitgeber wollen für Fernbleiben von der Arbeit keinen Lohn zahlen. Dagegen hat die Berliner Stadtverwaltung beschloffen, auf Antrag Urlaub bei ungekürzter Gehaltszahlung zu geben. — Die Staatsregierung in Thüringen erläßt einen Aufruf, der zur Feier des 9. November ausfordert. — Die sozialdemokratische Partei Hessen fordert angesichts der Notlage der Arbeiter auf, von einer Arbeitsruhe der Arbeiter am 9. November abzufehen.
Die neuen Gesetze.
Beschlüsse des gestrigen Reichstags.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin, 4. November.
In der gestrigen Reichstagssttzung wurde das neue Beamtrnbesoldungsgesetz, dem Ausschuß überwiesen und wird bereits am Montag vom Plenum des Reichsrates erledigt werde». Die Gesetzentwürfe über die Notstandsmaßnahmen über Entlastung der Rcuteuemp- f ä n g e r aus der einmaligen Versicherung wurde
Was wird die Folge
dieses Kohlenmangels sein? Den btixn* striellen Betrieben können schon jetzt die zur uneingeschränkten Durchführung der Betriebe nn- bcdin-gt notwendigen Kohlcnmengen nicht mehr zua-efuhrt werden, es fehlen Anthrazit, Schmiede. kohlen, es fehlen sogar schon Kesselkohlen. Wegen des Waaenmangels kann auch nicht im erforderlichen Umfange mit den tatsächlich vorhandenen Braunkohlenbriketts und Robbraunkohlen aus- aeholfen werden. Betriebseinschränkungen werden daher kaum zu vermeiden sein, besonders nicht, solange der Wagemnangel andauert. Di« Gaswerke sind in diesem Sommer außerordentlich schlecht bevorratet worden, weil durch den Polenaufstand im Mai die oberschlefischen Förderungen wochenlang für Deutschland fast völlig ausfielen und die übrigen Steinkohlen,
die Wilnafrage durch ein besonderes Entgegenkommen Polens in einer Litauen befriedigenden Weise gelöst, so fallt damit das stärkste Hindernis der Aufnahme Polens in den Randstaatenbund weg. Mit dem Feind in Westen, mit Deutschland, durch eine blinde deutsche Politik einigermaßen verständigt, kann Polen seine ganze Kraft zur Rüstung gegen den Feind im Osten, gegen Rußland aufwenden, um ihn im geeigneten Moment zur entscheidenden Auseinandersetzung zu zwingen. Welche Aussichten Pvlen in dieser Auseinandersetzung hat, hängt davon ab, wieweit dann die Wicdergesundung und Wiederer- starkung RuWands gediehen ist.
briketts erstrecken. Monatlich muß nut einer Abgabe an die Entente von 1,5 bis 1,7 Millionen Tonnen gerechnet werden. Auch hier gibt der Vergleich mit der Kohlenzufuhr für einen industriell so ausgebauten Bezirk, wie der der Sto6* lenwirtfchastSsrelle Kassel, einen Maßstab für die Größe der uns auferlegten Opfer. Verschärft wird die Lage durch die Unklarheit darüber, tote die jetzt getroffene oberschleffsche Regelung auf die Koblenzufubren aus Oberschlesten wirken wird. Nach allen bisherigen Erfahrungen mit Polen ist nicht anzunehmen, daß die Polen der ihnen im Friedensvertrag auferlegten Lieferungspflicht Nachkommen werden; fraglich ist außerdem, wie die Preise der aus dem nunmehr polnischen Gebiet kommenden Kohlen ausfallen.
Wer wird Ministerprassdeot?
Berlin, 4. November. (Privattelegramm.) Das Berliner Tageblatt erklärt, ausgeschlossen erscheine es nicht, daß wieder Stegerwald mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt werden könnte. Für den Fall, daß die Mehrheitsozialdemokraten den Ministerpräsidenten stellen wurden, käme Seiner! oder Otto Braun in Betracht Der .Berliner Lokalanzeiger" schreibt: Bon den vier in Betracht kommenden Parteien haben die drei bürgerlichen Parteien in ihrer gestrigen Abendsitzung Stellung genommen, nur die Mehrheitssozialiften sind sich über ihr weiteres Verhalten noch nicht Üar. Von ihnen hängt es ab, ob nicht vielleicht schon heute in Preußen die breite Koalition geboren wird, oder ob ein mehr oder minder schwaches und leistungsfähiges Kabinett über das Schick- äl des Landes entscheiden wird.
Oberschlesien.
Deutschlands Verlust — Polens Gewinn.
Durch die zwangsweise Zerteilung Oberschlesiens wird dem Wirtschastskörper Polens eine ungeahnte Menge neuert, wertvollen Blutes zugefühtt. Fast Dreiviertel der gesamten deutschen Zinkindustrie und der gesamten Zinkerzförderung gehen neben einem Viertel der deutschen Bleierz förderung in den Besitz Polens über. Von den wichtigsten aller Rohstoffe, von den Kohlen, erhält Polen nahezu fünfzig Prozent der deutschen Vorräte. Polen tritt damit in die Reihe der Länder ein, die ihre Industrien aus Eigenem mit Kohlen versorgen vermögen. Der relativ starte Aufstieg, den die bisher katastrophal schlechte Valuta Polens an der Börse erfuhr, zeigt mehr als alles andere, in welchem Maße sich durch den Gestfer Spruch die Aussichten Polens gebessert haben, wenn damit auch noch! nicht die Gewißheit gegeben ist, daß der polnische ©tuet und die Wirtschaft Polens auf die Dauer lebensfähig sein wird. Im allgemeinen pflegt man seine Lebensfähigkeit überhaupt zu bezweifeln und gerade in Deutschland hört man allerorten die Meinung vertreten, daß das Bestehen Polens doch nur eine Episode fein wird. Spricht auch sehr viel für die Berechtigung dieser Meinung, so sollten wir Deutschen gerade sie nicht als ein fest- stehendes Evangelium ansehen, denn es liegt aus der Hand, daß eine Unterstlltzrtng der Lebenskraft dieses und fort und fort bedrohenden Staates für uns die nachteiligsten Folgen haben raun.
Unmittelbaren Nachteil scheint diese deutsche Einstellung zur Zukunft Polens bereits bei der Festsetzung der Richtlinien mit sich zu bringen, die gegenwärtig für die deutsche Delegation, die zu den Wirtschaftsverhandlungen mit Polen entsandt wird, ausgoarbeitet werden. Diese Richtlinien, die politisch vom gegenwärtigen Reichskabinett bestimmt werden, gehen von der Voraussetzung aus, daß man Polen unbedenklich einige große Stucke entgegenkommen könne, weil auch das größte deutsche Entgegenkommen diesen Zusallsstaat nicht vor der endlichen Katastrophe retten würde. Offenbar gibt inan sich sogar der Hoffnung hin, auf diese Weise in Paris freundschaftlichere Gefühle zu erregen, eine sonderbare Hoffnung angesichts der furchtbaren Enttäuschungen der letzten Wochen. Es ist ein äußerst gefährlicher Weg, den man damit einschläqt. Die Meinung von der 2 e b e n g u n= fähigkeit des polnischen Staates hat nur solange Berechttgung, als die polnische Wirtschaft M in den Händen polnischer Persönlichkeiten befindet, denen jede Kenntnis wirtschastli- djer Zusammenhänge und jedes Organisationstalent abgeht.
also vor allem an Steinkohlen, durch die deutsche Erzeugung noch nicht gedeckt werden kann, weme nicht besondere einsetzen, und zwar sofort einsetzen, wenn wir nicht zu ganz unhaltbaren Zuständen in unserem Wirtschaftsleben kommen wollen. Die Förderung im Jahre 1920 und Ausgang des Jahres 1921 ist zwar dauernd gestiegen, — die Belegschaften sind außerordentlich vennehrt, di» be- trietlichen Verhältnisse haben sich gebessert und auch die Arbeitsleistung des Einzelnen ist ge- sttegen. Dor allem hob sich die Förderung durch das Verfahren von Ueberschichten an der Ruhr. Leider verweigerten die Belegschaften aber Mitte März 1921 die weitere Leistung von Ueberschichten. Was das bedeutet, hat sich die Oefsentlichkeit niemals genügend klar gemacht. Durch die Aufgabe der Ueberschichten ging die arbeitstägliche Förderung an der Ruhr nm vierzigtausend Tonnen zurück. Zum Vergleich sei darauif verwiesen, daß die gesamte Steinkohlenzufuhr sämtlicher meWepflichttger Betriebe der Kohlenwirtschaftsstelle Kassel, also von mehr als zweitausend industriellen Betrieben, Eisenbahnen, Gaswerken, Eleftrizitäts- werken ustv. mit einem Monatsverbrauch von je mehr als zehn Tonnen, in einem Gebiet, das sich über ganz Thüringen, ohne Altenburg, über den gesamten Regierungsbezirk Erftrrt und den nördlichen Teil des Regierungsbezirks Kassel bis einschließlich Hünfeld erstreckt, im Monat Auaust 1921, wo die Zufuhrverhaltnisse noch We- fentlüft günstiger lagen, 52 252 Tonnen betragen bat. Die gesamte monatliche Zufuhr an Steinkohlen für die gewerblichen Betriebe des ganzen Bezirks kann also dadurch gedeckt werden, daß an knapp eineinhalb Tagen im Monat Ueberschichten an der Ruhr Verfahren werden! Der geringen Förderung an Steinkohlen stehen nun gegenüber die großen
Ein Entgegenkommen Deutschlands aus wirtschaftlichem Gebiete, muß sich nicht nur dahin ausivirlen, daß die oberschlestsche Industrie, die an Polen gefallen ist, durch deutsche Arbeit und beutfefte Tatkraft aufrecht erhalten wird, sondern muß auch dazu führen, daß von Oberschlesien aus die gesamte Wirtschaft Polens mit neuer Lebensenergie erfüllt wird. Jeder Schritt, den Deutschland auf der Bahn der Verständigung ntit Polen tut, macht Po^en stärker und fähiger, die Deutschland geraubten Gebiete dem Beraubten gegenüber zu sichern. Polen selbst sieht die Folgen dieser Verständigung weitaus klarer, als man sie in den politischen Streifen 'Deutschlands zu sehen scheint, nnd erstrebt deshalb unter Zurückstellung feiner nationalen Antipathien diese Verständigung mit allen Mitteln. Polen scheint überhaupt, was seine Außenpolitik anbelcmgt, ein wenig aus dem bischerigen Zustand der Gährung herausgekommen zu fein. Beweis dafür ist der Abschluß eines wittschast- lichen und politischen Abkommens mit der Tsche- choflowakei, zu dessen Unterzeichnung der vol- nische Außenminister Skirmunt zurzeit in Prag weilt. Die Konfliktstoffe, die bischer eine Annäherung zwischen Polen und der Tschechoslo- wakei verhinderten, sind nickt gering; trotzdem ist dieses Abkommen, das gegenseitig wohlwollende Neutralität fesisetzt imd ganz bestimmte militärische Abmachungen trifft, zustande gekommen. Es darf kaum daran gezweifelt werden, daß Polen bei diesen Verhandlungen der Tschechoslowakei großes Entgegenkommen gezeigt hat, um den Vertrag unter Dach und Fach zu bringe».
Die Bedeutung des Vertrages ist unabsehbar. Bisber Haben sich die Staaten der sogenannten kleinen Entente konsequent allen Bünduiswimschen Polens verschlossen. Run. nachdem die DscheckoflowÄci einen derartigen Vettrag abgeschlossen hat, werden die anderen Mitglieder der kleinen Entente nicht mehr ganz die freie Handlungsweise haben, um einen E i n- tritt Polens in biefen Bund zu verhindern, zumal Frankreich seinen ganzen Einfluß auf den Balkan zugunsten Polens aufwenden wird. Die südöstliche Flanke Polens dürfte damit in absehbarer Zeit auf längere Sich: hin geschützt sein. Znm Schutz der nordöstlichen iftanke erstrebt Warschau schon seit langem den Anschluß an den baltischen Bund. Wird
Kohlenmangel.
Ans dem Bezirk Kassel uni> Thüringen, fieber die Kohlennot, ihrs firsartzen und erforderlichen Maßnahmen zur Begeruug schreibt uns Rrgiernngsbanmeikter Lubters, Vorstand der Preutzilch-LdUrMgischen Kohlenwirtschaft«, stelle Kassel, dcachtenswertr Mitteilung?» r Der delitsche Kohlenmartt befindet sich zurzeit in einer schweren Krise, vielleicht wird sie sich auswaMen zu der schwersten seit Beendiauuq des Krieges. Wohl ist die Rohbraunkohlen-- erzeugung außerordentlich gestiegen, wohl hat die Produktion an Briketts bisher den Bedarf noch voll gedeckt, wohl war auch die Kokserzeu-' gung dem Bedarf entsprechend noch ausreichend; aber die Mengen konnten in den letzten Wochen in den erforderlichen und bei den Gruben vor- handen-n Mengen nicht mehr an die Verbraucher herangebracht werden, wegen des schweren Wagenmangels. Der Bedarf an Wagen für Erntetransporte. Kartoffeln, Rüben ufto., vor allem aber der Wassermangel der Flüsse, der die Schiffahrt unterbindet und mit den sonst mit Kähnen durchgeführten Transporten eben» falls die Eisenbahn belüftet, hat neben anderen Gründen dazu geführt» daß überall Wagen fehlen. Der Wagenmangel ist eine hoffentlich bald, wenn die Sttöme wieder schiffbar werden, sicher zurückgehende Hemmung der Versorgung; dauernd aber ist der Zustand, daß der
Bedarf an hochwertigen Brennstoffen,
tie des preussischen Landtags hat in einer Entschließung unter anderem folgende Mindcstsor bcningen an das neu zu bildende preußische Ka binett gestellt: Demokratisierung der inneren Verwaltung, Kommunalisierung des gesamten Polizeiwesens. Auflösung aller privaten Vereine militärischen- Charatters, Einstellung aller Zah lungen an religiöse Gemeinden aus Landesmitteln, entschädigungslose Aneignung der Vermögen der Hohenzollern zugunsten der Allgemeinheit. Selbstverwaltung der Domänen und deren Ausgeftaltuna ru Mustergütern, wirksamer Ausbau der gesamten Wohlfahrtspflege untz Sicherstellung der (Sxifien* der Arbeiter, Angestellten und Beamten im gesamten Deutschlanv.
Die Abrüstungskonferenz.
Amerika ist zurückhaltend.
cEigene Drahtmeldung.)
Rotterdam, 4. November.
Aus London wird berichtet; Der amerikanische Botschafter in London, Harvey, hat als Antwort auf die Exkounmikatiou durch die sogenannte amerikanische Legion in Kansas gestern in Liverpol eine lange Rede gehalten, in der er seinen Rus als Enfant terrible bestätigt. Lord Derby hatte kürzlich dir Hoffnung ausgedrückt, Amerika möchte sich mit England und Frankreich zu einem Bündnis zufmmnenfchliesseu. Harvey hat nun jetzt in Loudon erklärt, er müsse offen herausfagen, und zwar ob zu recht oder zu unrecht, daß dicfe Hoffnung ausfichls-
Varteieu und Regierung.
Die Haltung znm preußische« Kabinett.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 4. November.
Gestern nachmittag setzten die preussischen Landtagsfraktionen ihre Besprechungen ort Der Beschluss, zu dem das Zentrum gelangte, hat folgende« Worüaut: Die ZentrumS- ftaftion des Landtages hält fowohl die Einbeziehung der sozialdemokratischen Fraktion, wie der Fraktion der Deuffche» Bolkspartei in die Regierung für eine staats Politische Notwendigkeit der Stunde. Die Deutsche Bolkspar-
ÄM das BreußenkaNnett.
Eine große Koalition wird angestredt.
tDrivat-Teft aranun.)
Berlin, 4. November.
Landtagspräsident Leinert empfing gestern nachmittag, wie die „Germania mitteilt, die Frattionsvorsitzenden der Reihe nach, um sich mit ihnen über die polttische Lage auszufprechen. Dabei erklärten die Vertreter aller bürgerlichen Parteien mit Entschiedenheit, daß ihrer Auffassung nach die sozialdemokratische Partei taktische Rücksichten zurückftelleu müsse, weil die große Koalition eine Notwendigkeit sei. Mit besonderem Nachdruck betonte diesen Standpuntt das Zentrum, aber auch die Demokraten machten
fei hat in ihrer Sitzung in Anwesenheit des Reichstagsabqeordneten Dr. Stresemmm beschlossen, die große Koaliton zu fördern. Die Landtagsftaktion der Deutschnati analen Volkspartei beschloß im Hitchlick auf die kommenden inneren Schwierigkeiten mtt den anderen bürgerlichen Fraktionen des preußischen Landtages Fühlung in der Frage der ReKe- rungsbildung in Preußen zu nehmen. Die Land- tagsfraftion will alles Geeignete tim, um zu verhindern, daß zur Leitung der preußisch-:» Staatsgeschöste ein Sozialdemokrat berufen wird. Landtagspräsident Leinert und andere sozial- demokratische Führer streben die Bildung eines Kabinetts der breiten Koalition von de» Sozialdemokraten bis zur Bolkspartei an.
l o s sei. Ich glaube fest, daß die Washingtoner Konferenz im günstigsten Falle dazu führen wird, patz die politischen Beziehungen nur zwischen England nud Amerika sich enger gestalten werden und daß daraus gegenseitige engere Handelsbeziehungen folgen. „Wenn diese Annahme, von der ich ausgehe, richtig ist, so wird die Washingtoner Konferenz nicht nur eine Gewähr für den Frieden, sondern auch eine Gewähr für die Wichlsahrt bedeuten.-