Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
Nummer 251.
Fernsprecher 951 und 952
Dienstag, 1. November 1921
Fernsprecher 951 und 952
11. Jahrgang.
Kem Verhmdlungsergebms in London.
Die sinkende Mark.
Deutschland, Holland, Amerika.
Nur Wenige Pfennige noch ist die Mark im Dollarlande wert, und gleichen Schritt mit dieser fortschreitenden Geldentwertung geht im Reich die Teuerung, Hand in Hand mit dieser das Anziehen der Lohn- und Gehaltsschraube. und kein Ende dieses Mahlganges ist abzuseheuh zwischen dessen Steinen Deutschland dem Zermalmtsein nahe zu stehen scheint. Dabei arbeitet ein grober Teil unserer Industrie ebenfalls mit Volldampf, je tiefer die Mark sinkt, desto mehr steigt die Ausfuhr. Unsere Ausfuhr beruht gleichsam auf der Geldentwertung. In ihrer völligen Mitschaftsverblendung sorgen die Franzosen dafür, daß uns immer mehr Milliarden abgezwacht werden, um das Sinken der Mark zu beschleunigen. Was wir an die Feinde zahlen sollen, ist unerschwinglich Das Grund- übel sicht in der Krankheit der Mark. Das einzige Heilmittel dagegen erblickt Geh. Rat Klöckner in der Mehrarbeit. Die Regierung beschreitet einen wirtschaftlich ganz verkehrten Weg, wenn ste die großen Werke im Westen auffordett, sich bezüglich der Koksversorguug einzuschränken, anstatt dahin zu streben, daß mehr Kohlen gefördert werden, daß die Bergarbeiter, von denen ein namhafter Teil dazu bereit ist, Ueber« schichten Verfahren. Kohle ist und bleibt die Grundlage. Aus ihr kommt alles Leben, und Ls Gedeihen hängt von ihr ab. Erhält die v doustrie mehr Kohlen, so können die Betriebe vergrößert, das Heer der Arbeitslosen Vermin- bett, die Erzeugung vergrößert, und dadurch die Selbstkosten verbilligt, dadurch aber wiederum die Teuerung gemildert und letzten Endes die Kaufkraft der Mark gehoben werden.
In Holland verfolgt man nicht bloß wegen der schweren wirtschaftlichen Schädigungen, die für das holländische Geschäftsleben der katastrophale Sturz der Mark und die damit wachsende deutsche Einfuhr bedeutet, die weitere Cnt- wicklung der Dinge in Deutschland mit Besorgnis, sondern vor allem deshalb, weil man fürdjitet, daß Deutschland doch unter der Last der Reparationen eines Tages völlig zusammenbrechen könnte. Diese Auffassung hat jetzt neue Nahrung durch die ziemlich pessimistischen Ausführungen maßgebender Persönlichckekten in der holländischen Presse erhalten, die anläßlich des Raubes von Oberschle- ften erschienen find. In holländischen Handels-- und Jndustriekreisen ist man sich darüber völlig klar, daß Holland wie kaum ein anderes Land in einen finanziellen Zusammenbruch Deutschlands verstrickt würde. Denn Holland ist und bleibt auf Deutschland wirtschaftlich angewiesen, da es ein großes Land für die Lieferung von Kohlen, Eisen und Jndustrieerzeugniffen ist. wogegen Deutschland ihm die Produkte seiner Kolonien abnimmt. Holland ist aber auch heute an dem großen internationalen Petroleumkampf beteiligt, und es hrt das größte Interesse daran, stch in der gewaltigen deutschen Motvrenindu- strie ein Absatzgebiet für sein Petroleum zu sichern und die amerikanische Konkurrenz hier aus dem Felde zu schlagen. Diese ganzen Beziehungen zwischen den beiden Staaten würden den schwersten Erschütterungen ausgesetzt, wenn Deutschland durch die Gewaltpolitik der Entente in den Bankerott hineingetrieben würde. Aus dieser Erkenntnis heraus ist die Stimmung in Holland gegen die Entente, die auf die Lebensinteressen der kleinen Staaten noch niemals die geringsten Rücksichten genommen hat, in den letzten Tagen merklich umgeschlagen. Fast einmütig wird in allen Kreisen die Partei Deutschlands ergriffen. Die Meinung, daß die neutralen Länder, von der Entente als nebensächlich behandelt, sich mit Naturnotwendigkeit den besiegten Ländern zuwenden müssen, hat neue Nahrung erhalten. Man sollte die Gunst des Augenblick in Deutschland zu nutzen verstehen.
Während Europa von Tag zu Tag immer «ehr verarmt, erstickt Amerika beinahe in der Gold flut, die sich täglich über das Land ergießt. Der Goldbestand hat nun vor wenigen Wochen die bisher noch nie dagewesene Riesen- fumme von 4438 Millionen Dollars erreicht, gegen einen Vorkriegsstand von 1887 Millionen. Aus allen Ländern der Welt strömt das Gold nach Amerika zusammen. Nicht ununterbrochen hat dieser Zuflüß feit 1914 angehalten. Im Mai 1917, alst) ßurz nach dem Eintritt der äkreiutstea Staaten ja den Krieg, hatte der
Goldbestand mit 8122 Millionen Dollar fein erstes Maximum erreicht. Dann war er bis Ende 1919 zurückgegangen infolge von Zahlungen, die Amerika in Argentinien und den Ländern des Fernen Ostens zu leisten hatte. Die Gvldaus-fuhr betrug damals bis zu dreißig Millionen Dollar monatlich Seit Frühjahr 1920 hat der Ankauf von Rohstoffen in Südamerika und Japan wesentlich nachgelassen. Da gleichzeitig erhebliche Goldsendumgen aus Europa eintrafen, und die Rückzahlung der engli-sch- sranzösischen Anleihe eingesetzt hatte, hat sich in Amerika der unermeßliche Goldschatz von heute ansammeln können. Das nennt die Welt nun »Gerechtigkeit-. Sa.
Am Deutschlands Not.
Haveusteins Verhandlungen mit England.
^chrivat-Telegramm.)
Berlin, 31. Oktober.
Reichsbankpräfident Haven st ein erstattete am Sonntag nachmittag dem Reichskabinett, lu Abwesenheit des Reichskanzlers Witth, Bericht über das Ergebnis seiner Londoner Verhandlungen. Wie in Berliner Börsenkreisen zuverlässig mitgeteilt wird, haben Havensteins Konferenzen in London über eine MMarden- Anleihe an Deutfchland ein abschließendes Ergebnis noch nicht gebracht, die Verhandlungen über daS Kreditabkommen aber wesentlich gefördert. — Für Freitag hat der Reichskanzler dir Parteiführer zu einer Besprechung beten. ES handelt stch dabei um die Verhandlungen der Regierungsvorlage im Reichstag.
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Die alliierte Gewaltpolitik.
Rom, 31. Oktober. (Eigene DrahtmÄdung.) Ritti weist in der amerikanischen „United Preß" nach, dass der deutsche Marksturz die unuus- bleiAiche Folge der sustematischen A u s b e «- tung Deutschlands fei. Tiefes könne keine neue Reparationszahlung mehr leisten, ohne färnttiche Auslandszahlungen einzustellen Deutschlands Sturz aber reiße ganz Europa mit Gerade die entschiedenen Gegner des deutschen Imperialismus müßten schrnerzersüllt eine rohe Gewaltpolitik derjenigen Länder mit ansehen, die für Gerechtigkeit. Kultur und Demokratie zu kämpfe« erklärtem
Weitere NaubgeMste.
Tschechische Gewalt mit alliierter Hilfe.
(Eigene Drahtmeldung.)
Breslau, 31. Oktober.
In diesen Tagen fand eine Vorbesprechung französischer, polnischer und tfdjcdjifdjer Militärs statt, bei der die Möglichkeit eines gewaltsamen Raubes deutschen Gebietes durch die Tschechen verhandelt werden sollte. Rach vieler Besprechung wurde in Tesch im Hotel „Zum goldenen Hirsch" eine weitere Sitzung von pol- itifdjen und tschechischen Vertretern anberanntt, an der auch französische und englische Offiziere, darunter ein Vertreter Le Ronds, teilgeitommtn haben sollen. In dieser Sitzung soll den Tschechen sogar englische und sra«zö> fische Hilfe zugesagt sein für die Aneignung des Grenzstreiftns Leobfchütz-Neustadt-Ziegenhall und Neiße. Bei den weiteren Verhandlungen entstand ein Streit zwischen Polen und Franzosen wegen Bewirtschaftung bcS an Polen abzugebenden vberschlefischen Gebietes. ES wurde eine Ausdehnung der polnischen Besatzung nach Abrücken der Interalliierten Kommission aus Beuthen und Glcimitz vorgesehen. Korfanty will noch 'weiter über diese Städte hinaus vorgehen. Ueber diesen Puntt soll ebenfalls eine Auseinandersetzung zwischen Polen und Franzosen stattgefunden Habern
Kein deutscher Protest.
Di« Antwort der Alliierte«.
(Privat-Telegramm.)
»erlitt, 31. Oktober.
Der deutsche Botfchaster in Paris hat auf die Note der deutschen Regieruna vom 27. Oktober die Antwortnote erhalten, worin zur ScttntniS genommen Wird, daß die deuffche Regierung, dem alliierten Verlangen entsprechend, die Delegier- ten für die Festsetzung der Grenze zwischen Deutschland und Polen in Oberschlesien ernennen will. Die alliierten Mächte wolle« aber nicht zugeben, daß die von ihnen getroffene Entscheidung irgendwie eine Verletzung des Friedensvertrages darstelle. Infolgedessen betrachten sie den Protest der dentschttl Regierung als nn-bearÜtt-
bet (?) nitll mtb nidjfig. (!) Die Alliierten verlangen bedingungslose mtb vorbehaltlose Erklärung der deuffchen Regierung, daß sie sich allen Anordnungen der Entscheidung vom 20. Oktober mit den sich daraus ergebenden Folgen fügen wird >!), wie sie der Vertrag von Versailles Deutschland aufcrlegt.
Der Berlmer Ausstand.
Noch keine Einigung im Gastwirtsgewerbe.
(Privat-Telegrarnm.)
- - .. Berlin, 31. Oktober.
Die Hoffnung, daß der Streik im Gastw itts- gewerbe in den vorgestern eingesetzten Einigungs. »erhaudlttttgen beendet Werden würde, hat sich nicht erfttöt Der Streik, der beretts seit vier Wochen dauert, Wird mit unveränderter Heftigkeit fottgefiihrt. Rach dem Scheitern der letzte« Eiuigungsvermittlung der DemobilmachnngI- kommission ist sein Ende noch garnicht abzusehen, da mit einem Generalstreik in Verli» zur Unterstützung des Streiks erustlich z« rechnen ist. Die Arbeitgeber lehnten den Vorschlag zu Weiteren Verhandlungen zur Herbeiführung eines Schiedsspruches vorläufig ab.
Badische Landiagswahlen.
Das vorläufige Ergebnis.
(Pttvat-Teleeramm.)
Karlsruhe, 31. Oktober.
Rach den bis Mitternacht vorliegenden Wahlergebnissen znm Badischen Landtag sind gewühlt: 23 Aentrumsabgeordttete, 21 Sozialdemokraten, 11 Demokraten und 6 Deutschnationale Es stehen noch viele Wahlresultate aus. I« Karlsruhe. Mmtnheim, Pforzheim und Offenburg haben gegenüber den letzten Reichstagswahlen dir Unabhängigen zufamme« 60 000 Stimmen ein gebüßt, während Zentrum und MehrheitSsozialdemokratte ihren Besitz behaupteten. Die Deuffchnattonalen haben 12000 Stimmen gewonnen, die Kommunisten mit einem Zugang von 11000 Sttrytnen abgeschnittem — Die beiden sozialdemokratifchen Parteien und die Gewerffchaflskommission erließen einen Aufruf zur Feier des 9. November. Um den I a h r e s- tag der Revolution zn begehen und eine machtvolle Demonstration zu veranstalten, sollen alle Betriebe um 2 Uhr schließen und geschlossen zu dem Versammlungsorte marschieren.
RuNanös Amkchr?
Eine Zusammenarbeit mit de« Großmächten $ /(Eigener Drcchtbericht.)
Riga, 31. Oktober.
Die Sowjetregierung teilt in einer besonderen Note bett Regierungen Englands, Frankreichs, Italiens, Japans und Amerikas mit, daß sie angesichts der sterbenden Volksmassen unter geiviffea Bedingungen bereit sei, b je alten Schulden anzuerkennem (?) Die Sowie ttegterung schließt sich der An fickst der Staatsmänner Europas und Amerikas an, die eine Zunahme der wirtschaftlichen Zerrüttung allerorts feststelle«. Um alle Hindernisse für ein Zusammenarbeiten mit den Mächten zu beseitigen, sei die Sowjetregierung auch zum Rachgeben in der wichtigsten Frage der Schuldentmerkennung bereit und erklärt, daß sie die Verpflichtung bett ausländischen Machten und deren Staatsangehörigen gegenüber übernehme, die von der Za- tenregicrung vor 1914 abgeschlossenen Anleihen zttrüSzuerfiatten, falls die Abtragung zu günstige« BediuMngeu erfolgen könne.
Die russischen Bedingungen.
Paris, 31. Oktober. (Eigene Doahtmeldang.) Hebet das russische Anerbieten, mit bett Großmächten zusammen zu arbeiten wird noch mitge- teilt: Tie Sowjetregierung will angeblich die Verpflichtung zur Bezahlung alter Schulde« nur übernehmen, falls die Großmächte mit Rußland einen endgültigen allgemeinen Frieden schlietzen und die gegenwärtige Regierung mtertr ««cm Zn diesem Zwecke schlägt die Sowjetrcgit. ,.z die schnellste Einberufung einet internationalen Konferenz vor, die die negenfeitige« Forderungen prüft und den endgültigen Frirdensvertrag und dellen Durchführung ausarbeite« soll.
Russische Schrecken.
Die Hungersnot im Boljchewisteulanb.
«ommuntstische Zeitungen ötugtanbS verössrnt 116)«« neuerdings SWUdernngen der grauen erregenden Znftitnde tn den Sn-rgerdt»ritten
Auf der Reife in das Wolgagebiet passierte ich, so heißt cs in einem der Artikel, die Station Kirfonowo. Menschen liefen hin und her, Glocken läuteten, Ausrufe der Händler vermischten sich mit de« Pfiffen der Lokomotive. Mitten in diesem Wirrwarr, bis an der Schwelle einer Bedürfnisanstalt, lag ein graues, Leines, fich merkltch bewegendes Etwas. Ein vorübergehender Reisender stolpert über das Häufchen, bleibt stehen. Er betrachtet aufmerksam das sich bewegende Paket, stutzt verwundert, zagend, als ob er das Fürchterliche nicht glauben kann und fragt: »Genosse — Junge, was liegst du hier, was soll das — warum?" Das Bündel Lumpen fängt an, sich zu bewegen. Ein kleines Kin- dergestcht kommt zum Vorschein, hager, mit scharfen Zügen und brennenden Wangen. Trübe Augen richten fich auf den Fragenden, und wieder duckt sich der Kopf zur Erde. Ein Hausen Neugieriger hat sich angesammelt. Sie wollen fragen, verstehen.... Auch ohne Worte war alles klar. Das kleine, magere Körperchen glühte und schlug um sich. Ist es nur ein schmerzliches Fieber oder ist es der Todeskampf? Elende Lumpen eines alten Sackes bedeckten den kleinen Körper, aber nur unzulänglich Ueberall sahen magere, abgezehrte, schmutzige und elende Kör- pettetle hervor, die mit einer ganzen Schicht Ungeziefer bedeckt waren. Die zitternden Händchen des bewußtlosen Kleinen machten instinktive kratzende Bewegungen. »Junge, wo kommst du her? Wer bist du? Wozu liegst du hier? Wo ist deine Mutter?" Die umstehenden Neugierigen bestürmten das Kind mit Fragen. Das Kind schlief. Es verstand oder hörte fcheinbar alle die Fragen nicht. Nur bei dem Wort „Mutter" öffnen sich die trüben Aeuglein, der Knirps versucht mit Mühe, sich aufzurichten. »Mutter nicht bo ..." sagte er mit heiserer Stimme und duckte sich wieder zu Boden. — »ES wird wohl ein polnischer Flüchtling sein," äußerte sich einer der Urnstchenven. In diesem Augenblick gellt das Nbsafirtsficmal der Lokomotive. Der ganze Haufen Neugieriger stürzte an die Waggons itnb eine Minute später fetzt der Zug feinen Weg weiter fort. Aus der leergewordenen Plattform, an der Stelle der Bedürfnisanstalt lag ernsam ein staubiges chcntes Etwas. ES rührte sich kaum ....
Eine von Sonnenstrahlen bell beschienene Straße in Saratow. Auf dem Bürgersteig sitzt eine Frau. Quer über ihrem Knie liegt ein kleines, längliches Körperchen. Die schmutzigen Aermchen und Beinchen des Kindes hängen kraftlos herunter. Schweratmend, mit brennend roten Wangen auf dem wachsbleichen Gesicht, liegt der Kleine, das Köpfchen mit den geschlossenen Augen nach hinten gestreckt. Die Mutter spricht nicht, sie umfaßt bloß das teure, elende Kleinod und steht mit stummem Flehen auf die Vorübergehenden. Es ist, als ob sie eine Opfertat vollbringt angesichts der brennenden Sonne, des brausenden Straßenlebens der vorbei iluten- den Menschcranenge.. Lautlos, vor allen Augen geschieht die' schrecklichste Tragödie. Passanten beschleunigen ihre Schiritte und sehen verlegen zur Seite. — Fühlen sie stch schuldig? Am äußersten Stadtrand bilden winzige kleine Häuschen staubige Straßen und Gäßchen. Rosig schimmern von weitem die weißen Wände der Mesen- häuser der Stadt, kaum hörbar zwitschern die Vögel in den Gärten. An einem Bretterzaun liege« sie. eng aneinandergeschmiegt, drei zn- sammengekauerte Gestalten. Zwei Mädchen vressen sich an ihre Mutter und versuchen, mit ihrem Atem den erstarrenden Körper der Sterbenden zu erwärmen. Die Mutter hält di« Töchter umarmt, preßt sie eng an sich in ihrer letzten Umarmung und flüstert, flüstert. Betet sie oder will sie etwas erklären? ... Und dies alles geschieht im Rahmen des philisterhaften Friedens der Provinzstadt. Der Stille des ros «gefärbten Abendhimmels folgt die allgemeine Raft nach der Arbeit. Keiner, der sich um das abspielende Drama bekümmert Rur die Abendsterne schimmern schwach, als ob ste sich schämten, auf diese mit bitterer Not und Qual gesättigte Erd« zu schauen. Eine neue Straße — ein neues Bild. Zwei Jungen und ein Mädchen gehen die Stra. ße entlang, mit einem neuen Sargdeckel, stellen ihn tote ein Trog auf die Straße, setzen sich an den Rand mtb betteln bte Passanten an. — .Schenkt was in Christi Namen zum Begräbnis der Mutter." — Es regnet Keine Geldscheine — Schwctasam und geduldig sitzen die bittenden Kinder. Not und Hilflosigkeit zeigen hier eht Bild, das geradezu erschütternd auf daS menschliche Bewußtsein toirtt
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Aus Samara und Buzulk wird Dr. Nam fett mügeteitt: Durch das Fehlen der LoLomo-