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11. Jahrgang

Freitag, 21. Oktober 1921

Fernsprecher 951 unb 953

Nummer 242

Fernsprecher 951 mid 952

Ser Streik um das Kabinett Wirth

Ist der ein-

deS Londoner MtimattrmS! DaS

Ernstes der

Entente tn einer Verkennung des

Die tiebergabe der Rote.

Dermetdung einer Krise 1

Drohung mit ÄwonaSmaßaadmev.

Eisenach, 20. Oktober.

tim die Sanktionen.

Nchea .Lösung' stellen Witz. Ar Revisionltionen und die Firma nvt den Berb-iSeu hc

heute abend veröffentlicht werden. Sie umfas­sen die Beschlüsse, die die Botschafterlonferenz im Namen der Alliierten gefaßt hat, wodurch unter anderem die Teilung Oberschle- sie«8 zur endgültigen Tatsache wird. Diesem Beschluß ist ein Begleitbrief beigcfügt worden, worin die Botschafterkonferenz den beiden be-

zige Ausweg, der einen völligen Zusammen­bruch Deutschlands vermeiden kann. Glaubt die

daß dieser gerade Weg beschritten wird. Ob dieS möglich sein wird, hängt von den Entschlüssen

trum und Sozialdemokraten für Wirth, die Deut- che Volkspartci gegen Wirch. Es bliebe nur »oll, die Frage, ob sich die D e m o k r a t e u für Wirth oder für die D. BolkSpartei entschrideu werden.

Dte Raffelet Sleueften Nachrichten erscheinen wSchenMch sechsmal und eroat abend«. Der Adonnementrpref« txttdat monatlich <W0 Marl bei freier ffufiellun, in« Hau«. 8u«. märte durch die »oft bezogen «.50 Marl monatlich etnfchlteblich gufiellan». Bestellungen werden leBen.tt von der »efchüftrstelle oder den Boten entgegengenommen. Druckerei, «erlag und RedaMou. SchlachthviNrabe A/Sv, Aur unverlangt eingefandte Beitrüge kann die RedalNo» eine Verantwortung oder Dewübr tu tetnem Aaste übernehmen. Rückzahlung des BezugSgelde« oder Ansprüche wegen etwaigernichl ordnungsmäßiger Lieferung auSgefchloffen.

wenig Sinn, wenn nun eine um die Deutsche Linkspartei verbreiterte Regierungsbasis ge­schaffen würde. Auch diese Regierung würde in wenigen Wochen an 'demselben roten Punkte an- getotfit fein, an dem augenblicklich das Kabinett Wirch steht. Die gebieterische Forde­rung, die Deutschland angesichts der obcrschlc-

3nfertton8pretfe-. a) Stuhetmtfche Aufträge! Die einfpalttge Anzetgen-Zetle Ä. LSO, die etntpatttge Reklame,eile M. &50. b) Auswärtige Aufträge: Die etnfoalttge Anzeigenteile M. L«0, die einfpalttge Rellamezeile M. , alle« etnfchließllch DeuerungS,uschlag und Anzeigensteuer. gut Anzeigen mit besonders schwierigem Saß hundert Prozent Aufschlag Für die RichtigteU aller durch Fernsprecher ausgegebeneu Anzeigen, Sowie für Aufnahme- dalen und Plätze lann eine Sewähr nicht übernommen werde». Druckerei: Schlacht- Hofftrabe 28,30. SeschäftSstelle: Kölnische Straße 6. Telephon Nummer 951 and 963

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 20. Oktober.

Nach dem Eintreffen der Alliierten-Note über Obcrschlesicn wird sich das Kabinett Wirth über

für u>ls aber gilt jetzt nicht mehr, was Paris glaubt, sondern waS möglich ist.

Wenn die Entente schon jetzt erklären sollte, daß die Frage einer Revision des Londoner ^ttiinotuoirL Mr sie niemals diskutabel sei, so toiirbe man sich in Deutschland über die Frage der neuen ReMerung weiter kein Kopfzerbreche« mehr zu machen brauchen. Denn dann hätte es

Streik-Bewegung.

Gesamtansstand der Lokomotivführert lEigene Drahtmeldung.s

ein Verhalten schlüssig mackftm. Der sozialisti. che Standpunkt ist der, daß das Kabinett Wirth alsbald vor dem Reickfstag von seiner bisheri­gen Tätigkeit Rechenschaft ablegt und denllun« ihrer Vertreter in Paris übergeben wer- Reichstag über sein Gehen oder Verbleiben ent-1 den. Der Wortlaut dieser Dokumente wird cheidcn läßt. Leider ist aber keineswegs flcher,

Am Oberschlesien.

3» Erwartung der alliierten Mitteilung.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 20. Oktober.

Die Botschafterlonferenz l>at gestern nach­mittag eine Mette Sitzung im Ministerium des Aeußern unter dem Borfitz Calnbons abgehal- ten und sodann die Prüfung der »berschlefischen Frage beendet. Im Verlaufe der vorherigen Sitzung hatte die Konferenz die verschiedenen Dokumente abgefnßt, die heute nachmittag Deutschland und Polen durch Vermitt

Untere Forderung.

Revision des MtimatnmSl

DaS Kabinett Wirth kann sich heute von dem Fehler nicht reinwafchen, daß es durch den Mund des Reichskanzlers nicht schon beizeiten

Das Nnanz-Moblem.

Kein« Erleichterung für Deutschland.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 20. Oktober.

DaSEcho de Paris" berichtet, daß die Fi- nanzkommission der Aüierten am Sonnabend in Paris zusammentrat. Die Kommission wird stch auch mit der internationalen Ba- lutasrage beschäftigen. Das Blatt sögt hin­zu: Es besteht nM die Abficht bei den Alliierten, eine Sonderaktion zugunsten der finkenden den scheu Mark einznleitcn, da kür das Sinken eben innere deutsche Gründe und dir durch die sort- ®" te Beamtcnvermehrung notwendige deutsche ergeldvcrmchrung entscheidend seit«.

durch die ungerechte Entscheidung des Völker« bundrats geschaffenen Lage den Bogen über- spannen zu sollen, so mag sie es tun. Mit dem Völkerbund trifft sie dann die Schuld an der neuen Gefährdung des Weltfriedens. -co.«

Regkemng und Reichstag,

tim das Kabinett Wirth.

wirtschaftlichen Verhältnissen Oberschlesiens un­gefähr dieselbe Ahnung gehabt zu haben scheint, wie seinerzeit Wilson von den geographischen, hat einen Schiedsspruch gefattt, der eine Zer­reißung Oberschleflens bedeutet und den Besttm- mungen des Versailler Friedens glatt ins Ge­sicht schWgt. Die Illusion, daß vielleicht Eng­land noch eine Aenderung der getroffenen Gen­fer Entscheidung zugunsten Deutschlands her- beiführen würde, hat uns eine Enttäu­schung gebracht. Wertvolle Teile des ober- schlostschen Industriegebietes gehen uns für im­mer an Pole» verloren. Die Regierung Wirth, die durch den Genfer Beschluß völlig überrumpelt worden ist, hat, nachdem es zu spät war und auch jetzt noch nicht mit der nöligen Schärfe, erklärt, daß mit bent Schiedsspruch des Völkerbundsrats die materiellen Voraus, setzungen für eine Durchführung der Fi­nanzleistungen Deutschlands entfallen seien. Als Deutschland im Mai dieses Jahres das Londoner Ultimatum annahm, geschah dieS in der Eüvartung, daß Oberschlesien dem Reiche erhalten bleiben würde. Damals redete in London Llohd George mit Bezug auf Oberschle­sien von dem »fair platz-, mit dem die deutsche Regierung rechne» konnte. Wir wisse« aber, daß auch dies, tote so vieles, was der englische Staatsmann uns schon zugesichett hat, nichts weiter als eine Täuschung tvar, und daß wir wieder einmal die Hereingefallenen sind, weil wir uns aus den englischen Ministerpräsidenten

Unternehmer. An beiden Verhandlungen nahm der Reichsarbeitsminister teil. Es wurde ein Beschluß gefaßt, daß heute früh acht Uhr der Be­triebsrat und die Geschäftsvertretung sowie der Arbeitgebe rverband erneut verhandel» sollen.

Gtubentm-Not.

Trübe Bild« aus dem Berliner Lebe».

«Ine der traurigsten «rfttjcfnnnaen nufere» neuen Seit ist ee, traft viele Studierende nick,« «ehr toifien, wie fte eie stets ,»nehm­ende Teuerung überwinden foUen, da ihre Mittel nicht »ehr «um notwendigsten Be­darf genügen. Man schreibt una au« Berlin darüber folgende erschütternde SchUdernng r

Man verbindet noch jetzt mit dem Begriff des Studenten eine Reche altübernommener Vorstellungen. Aber schon die erste NachkriegS- Äison hat in der Akademie einen neuen Typhus zeschaUen: Die Universitütsbohsme. teilte, die vom Verkauf des vorletzten Hemdes leben, die auf den Versatzämtern, in den Leih- bäusern bald Personne ingrate waren und schließ- (ich in den Kaffees des Westens endeten, in wel- chen mehr oder weniger maskiertes Schnorrer« tum, getragen von der Solidarität der Hungern- den. ein Leben fristet, dessen letztes Problem das Nachtquartier, die Schrippe als Souper war. Der Kasfeehausjüngling ist and) aus den Reihen derer, die sich letzt zur akademische» Arbeit mal« >en, so ziemlich verschwunden. Man ist auf gro. her Linie gnm .soliden Nebenerwerb" überste- gangen, der inzwisthen längst zum Haupterwerb geworden ist. Die Nachfrage nach Hauslehrern, nach Hofmeistern ist gesunken, das Angebot phan­tastisch gestiegen: Die Foltze war Abwanderung in die Banken, in Hanblungshäuser und Büros aller Art. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Inskribierenden steht

Arbeit und Wirtschaft.

Bericht über die Lage im September. ...

Die Belebung der Beschäftigung hat im tember für diejenigen Industrien, für welche trat der einsetzenden Teuerungswelle eine Stei­gerung des Auftragseinganges enn getreten war, angehalten und sich auch noch auf weitere Industrien ausgedehnt. Veldbung o«s Beschäftigungsgrades hieß ftiiher Gedeihen der Volkswirtschaft. Das ist heute bei der Wirkung der Währungsschwonkmigen nicht mehr der Fall. Die Sachwerte, die das deutsche Volk jetzt schafft, erfochten durch das Sinken der Mark im Aus- lande eine steigend« Enttvertung, da es nicht möalich ist, den Verlust durch ValutazuschlÄge auStthglcichen. Die Folge davon ist, daß die deutsche Volkswirtschaft in immer steigender Menge Sachwerte ansfkhren muß, um acnügend Anslandgutbaben zu beschaffen mk kerahluna der ihr sirr die Arbeit imentbehrli- Len ausländischen Rohstoffe. (ÄcichMttg wird fr- durch die Entschädigung«, auf Grund des FriednsvertrageS ein weiterer großer Teil der erarbeitete» Werte ewtLvsen. c.Lrotz

Berlin, 20. Oktober. (Privattelegranmr.) Die .Parlamentarisch-Politischen Nachrichten'' fchrei- ben zur Regierungsbildung: Von den Gegnern des Kanzlers Wirth ist die K a n d i d a t u r des Botschafters Dr. Mayer neuerdings in den Vordergrund gezogen worden. Dr. Mayer soll zuaesaat haben und morgen in Berlin eintteb- sen. (?) In parlamentarischen Kreisen Ver­faulet, daß einige Parteien in der morgigen Sit­zung des AeltestenausschnsseS beantragen werden, die nächste Plenar-Sitzung des Reichstags erst Ende der Woche abzuhalten, da die Rote über dar Schicksal Oberschleflens »och nicht vorlieg«.

mit aller Deutlichkeit hat erklären lassen, daß im Falle einer Teilung Oberschlesiens die Erfül­lung des Ultimatums unmöglich würde. Bis kur, vor der Genfer Enffcheidung ist die Regierung tote die Katze um den heißen Brei um die vielleicht der EMente unangenehme, aber doch schließlich nicht vermeidliche ErkiL- rung herumgegangen, von der schärfer sehende Politiker schon Wochen vorher ankündigten, daß sie komme» müßte. Nun sind wir soweit. Ter Völkerbundsrat, der von den politischen und

in festen Berufen, man inifkrWert zum Teil aus verbliebenem Ehr­geiz, großenteils aber auch nm die verschiedent- iMten Vergünstigungen weiter genießen zu können, die dem Studenten teils pratttsch in den Hilfsaktionen teils allgemein gezollt wer­den. Nicht alle Hungrigen fanden in den Kon­toren und Kanzleien Unterkunft: Schon war vielen die Phantasie mit den wilden Träumen des Hungers verseucht. Abenteuerliche Verdienst- Möglichkeiten wurden gewählt. Da ist der Alt- philologe, der einen recht einträgliche Str-rßen- buchhandel betreibt, er erzählt es den Kölle»-« nicht, ober dieser und jener, der in Westend wobnt, mog ihn erkennen. Wntcrsorgen ob Schneefall und Sturm ihm nicht den Bekrieb erschweren haben Falten in feine Stirn ge­zogen. wie sie MÄbe und Furcht vor dem Era« men nicht zu schaffen vermögen. Einer wird erkannt, Kneipenab.-nteurern ist et gelanistg, der! ein .Pjierdchenspiel* betreibt, seine Kleider sind solid, aber seine Selbstsicherheit, mit der er sonst .Machen Sie dos Spiel!" oder »Sieben zieht...." M rufen pflegt, ist hier in beschämte Rervoftät wukgelöst. Und ein letzter sieht einem amten Fnngen peinlich ähnlich, der wochenlang die La- fchemmen der kleinen Bürger ailflief, um eine im­provisierte Vorstellung als Equilibrist aupMeten oder Zettel mit garantierten Weissagungen daS Stück." (Die Bürgerin wendet sich, dummstolz, verlegen ab unv der Wirt, der schon ausbegehren wollte, starrt ärgerlich in die Ecke, währsnd sich ein gekrümmter Rücken durch die Türe schiebt.) Die Abenteuerlichen, die .Reisenden", die Mr tausend Mark monatlich durch die Straßen tra­ben und eine Tafel »Hunde dürfen tn den Laden nicht mitgenommen werden!" offerieren, die Heimarbeiter endlich, die wochentags für drÄßig Mark zweitmtsend Adressen schreibenus-ch Sonn- tags fasten, sind vielleicht die Glücklichsten. --At rechnen mit dem gnoßen Glück, und sie toeroc» es finden. Die Beamten, die längst vevziMet : haben, denen bereit« eine neue Lebensbahn vor« gezoichnet ist, werden den Erfolgreichen, die bi» : grr Promotion oder StaatZYriffung durchhicl« . ten, nicht viel Konkurrenz machen, wenn die . Keine Elite der Durchqekommenen auf deu 6M- ; demischen Arbeitsmarkt geworfen Wird...

verlassen haben. .

Die Lage Deutschlands gleicht einer Kata­strophe. Der Regierung ist zuzubilligen, daß sie, wenn auch nicht ganz ohne eigene Schuld, augenblicklich durch die Genfer Entscheidung in eine äußerst schwierige Situation gedrängt wor­den ist. Aber wenn schon in der Vergangenheit genug Fehler gemacht worden sind, so müssen sie jetzt wenigstens nach Kräften vermieden wer­den. Es gilt, den Tatsachen kühl ins Ange zu sehen, und eine klare Politik zu treiben, die in Deutschland tote im Auslände keinen Zweifel darüber läßt, was die jetzige oder eine kom­mende deutsche Regierung kann und was sie nicht kann. Man soll und muß in London und Paris Lipp und klar wissen, daß es nach der Zerreißung Oberschleflens keine deutsche Re- gierung gibt, die die weitere Erfüllung des Ulti- matums auf ihre Schultern nehmen würde. Und man soll und mutz an der Themse und der Seine wissen, daß jede deutsche Regierung, wenn sie ehrlich sein will, nichts anderes tun kann, als bte Revision des Ultimatums mit aller Kraft duvchzusetzen. Denn von Leistungen tn dem bisherigen Umfange kann nach dem Ver­luste großer Teile von Oberschlesien nicht mehr die Rede sein. Man mag in Paris sich heute aus den Standpunkt stellen, daß Deutschland auch ohne Oberschlesien feinen Verpflichtungen aus dem Londomr Ultimatum Nachkommen Mine;

hinter dieser Attio«. Der Streik werde in g a n z

Deutschland auf alle« Strecke» gleichzeMg Rr" _:r,e"r; _

ausbrechen. Es sollen wederLedensmit- Berttn, i LMobm. ArwattelegraE) Der telzüge noch sonstige Züge gefahren werden.j ^(in 8Mr56gcre6rte amerikanischen Lankkom- Missionen äußern sich pessimistisch über die

Der BerNner BuchbruScr-TluSstanv. Aussichten einer A n l e i h e Deutschlands.

Berlin, 20. Oktober. (Privattelegramm.; bezweifeln die Kreditfähigkeit der ^dcuffchea DiS in die Nacht hinein stunden gestern beim Der- Mark. Trotz atot «neriennmta dcr ArbcitAet- l-m Masse Verhandlungen statt. Es taglrn «ungen <n Deu^nlanb fceimf «>l>u<)e nut in

Kasseler Neueste Mrichtm

Kasseler Abendzeitung Hesflsche Abendzeitung

Weisung an den Bölkerbundrat. Der Begleit- Brief betont zum Schluffe die Einigkeit der Alliierte« darin, daß ihre Beschlüsse ausgeMrt werden solle«.

ParkS, 20. Oktober. (Eigene Drcchtmekdtmg s Die Mitteilung des Botschafterrats über Ober- schlcsien soll nicht in Berlin und Warschau über- reicht werden, sondern dem deutschen Botschaf­ter und dem polnischen Vertreter in Paris. Dte interalliierte Kommission in Opvel« ist be- m 11 reitS gestern abend von dem Wortlaut des Ent-

SS.

ber Demokr" ^sie flch w»n .» OpycIrt ^et Abfkcktmg der neuen Grenze LLNem"'dN"knWnLss^ 'N» dem Bemerke« sofort zu beginnen,

den jetzigen Umständen das innerpolitische LhaoS bedeute. Zusammensassend kann mau sagen, daß - ,

Me Gefahr einer unl^flvollen Regierungskrise Paris, 20 Oktober. (Eigene TrahtmeldUng.) heute etwas geringer erscheint, als in den letzte« I .Petit Paristen" zieht aus der Mitteilung de« Tagen. Wie dieDeutsche Zeitung« von zuver- Botschafterrates über die Austeilung von Over- lässiger Seite erfahrt, hat die Zentrumskrattion schlefien den Schluß, daß, wenn der eine ober ich in ihren gestrigen Besprechungen dahin ge-I dcr andere Teil, also Deutschland oder Polen, einigt, Wirth unter allen Umständen zu halten, den Abfluß der wirtschaftlichen Konventionen verweigere, die Ententemächte sich Vorbehalten

Ein Kanzler-Kandidat? können, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen.

Wie zuverlässig verlautet, stehe« die Loko _

m°tivsührer der putsche« «Eff-ndah.

ne« mtt etwa fünfundfiebzigtaufcnd Man« «n-1 ^^^tags Die Debatte über die allgemein mMelbar vor einem Streik und zwar toegen hyoIüy ^£t Regierung wurde kottgesetzt. Bar. Nichterfüllung der vom Reichsverkchrsminister rere kritisierte de« Ministerpräsidenten gemachte» Bersprechungen bezüglich der »esol.!sehr ^heftig (wegenA«fh^bung düng". Der deutschen Regierung werde tttttl roit)erun^ einer Anfrage des Vorredners erklär- kurze Frist vo« acht Stunden gestellt werden.Ite ^tiattb, daß gegenwärtig keine Rede davon Tas gesamte Lokvmotivpersonal siehe geschlossen | sei, die milttärischeu Sanktionen anszuhebe«.

der Fraktionen ab. Gestern haben die Firattionen des Zentrum und der Deutschen Vollspartei getagt. Ihre Beratungen waren vertraulich. An Journalistenkreisen wurde in­des behauptet, daß die Verhandlung deS Zen­trums für das Verbleiben des Kabinetts treffenden Regierungen den Standpunst der Wirth durchaus günstig verlaufen sei. Die,Entente erklärt, ebenso die Gründe der Ueber- Deutsche BolkSpartes aber habe ihren von den Demokraten gewünschten Eintritt in ein umgebildetes Kabinett Wirch gegen fünf Stim­men abgelehnt. Trifft diese Nachricht zu, was man dahingestellt sein lassen mutz, dann wäre die innere Lage bis aus einen Puntt gettärt: Zen-