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Kasseler Neueste Nachrichten

n Strawersahren vor dem schon seit Mitte Mai des GeIL> gekostet hat und am

eine Regerveflke.

Mlla Sabina?' Der Freiherr wiederholte

Sonnabend zu Ende Ang Aus de^Gana b« u Ein Werraschen-es Ergebnis hatte ein Mord-

eine Zurechtweisung erhielt. Tie Bedrohten er­griffen die Flucht, woraus der Neger mehrere Schüsse auf die Fliehenden abgab. Eine Kugel traf den Ehemann. Die Schüsse hatten mehrere Orpo-Leute alarmiert. Diese stellten den Schwar­zen und verlangten, daß er die Waffe abgebe. Indessen lud der Schwarze den Revolver zum zweiten Male und feuerte auf die Beamten. Die Grünen erwiderten das Feuer uitb verletzten den Neger. Trotz dieser Verwundung zog sich der chwavze Revolverheld an die Kaimauer zurück und sprang ins Wasser. Die Orpoleute versuch.

In der Nacht zum Dienstag wurde tot Ham­burger Hafen ein Ehepaar, daz sich mit einem Kinde auf dem Heimwege befand, von einem Neger belästigt. Der Schwarze stellte'an die Frau eine unsittliche Forderung und bedrohte das

Beilage.

Mittwoch, 19. Oktober 1921

' -Der passendste Rahmen Ur die schöne Frau die darin das Szepter führt," lachte der Landrat (Fortsetzung folgt.)

her englische Hochkommissär und Militärattachee rn Wien, unter Zurücklassung von Börsen- ichulden von ungefähr einer Milliarde Mark aus Oesterreich abgereist ist. Die Zeitun­gen behaupten, daß ungefähr dreißig verschie­dene große und mittlere Banken durch ihn ge- schädigt worden sind. In der Hauptsache wieder die Wiener Vertehrsvank, die auch durch den Holländer Du im so schwer hineingelegt wor­den war, der Mener Bankverein und die Oesterreichische Kreditanstalt.

Wege des Weltverkehrs.

Heimfahrt durch die Nacht.

( Vrm

Ludwig Bäte.

Ter Wagen steht angespannt; ich ffletoe da schwer liegt die Nacht über den Dächern d»z ^ttshosss, der langsam hinter mir verschwindet. Manchmal glimmt ein Stern auf; dann richt alles wieder in schweigender Finsternis. Nur der Wind wacht und irrt durch die Tmrneu in selttam traurigen Melodien. Am Rade knirsch« der Sand. Wir gewinnen die Landstraße, *

Der Wald hört auf und gibt einigen Acker­flächen Raum. Dann wieder Wald und mitten drin, an den steilen Wegrand geduckt, ein ein­sames Haus. Müde tastet sich «in Acht durch den kahlen Garten und läuft zögernd den Schlacchaum entlang. Weit öffnet sich nun das Land. Links und rechts dehnen sich Wieftm. In der Ferne schlägt ein Hund an; der Bach gluckst unter einer Steinbrücke Ein nasses MrkerMatt stuft schwer auf das Wagerflrder. Der Nebel braut

Aus aller Welt.

Sin überraschender Freispruch.

Sir. 240.

Elfter Jahrgang

: 2* vergeblich den Schwarzen zu retten. Die Lei. che konnte noch nicht geborgen werden.

* Die Lartoffelnot in Halle und Merseburg. Die Karwffelmst ist aufs höchste gestiegen. Auf dem Haller Wochmrnarkt gab es keine Kar­toffel. die Stände der Händler waren leer, fo daß Mr Hausfrauen ohne Kartoffeln nach Hause gehen mußten. Auch in den Geschäften gab es nur vereinzelt Kartoffeln zu kaufen. Auch die Merseburger Bevölkerung ist seit eini­gen Tagen schon ohne jede Kartoffel. Die Not der Hausfrauen ist dadurch soweit gestie­gen, d-ch sie fast nicht wissen, was sie kochen sollen. Das unverständliche ZurückhÄten der Kartoffeln durch die Landwirte wird nur die Uuzufriedenheit großztchen und aufs äußerste steigern.

* Auf einer Autofahrt verunglückt. Wie aus Stettin gedrahtet wird, fuhr in Borckenfriede bei Anklam infolge starken Nebels ein Auw ge­gen einen Tetegraphenmast. Die drei In- fasse«, sämtlich aus Berlin, wurden aus dem Wagen geschleudert, der Besitzer mutzte mit Schenkelbruch und anderen Verletzungen in die Klinik noch Greifswald gebracht werden Die Begleiter erlitten leichtere Verletzungen

* Mord auf einem Gute. Seit Anfang dieses Monats war der Schnttter Blada von seiner Arbeitsstelle aus dem Gitte GoMn verschwunden Jetzt sand man seine Leiche vergraben hinter der ^chnitterhrserne. Es wurde süstgestellt, daß Blada erschossen worden ist We Unter - fuchunu ergab, daß der Mord in der Wohnung 1 des Borschnitters passiert war, der mit seiner Frau verhaftet wurde. _

* Ein Manu und zwei Frauen Das Land­gericht München hat einen Kaufmann von der '

------ Wegen Mordversuchs war der Werkzeugschlosser Otto Dohrmann angeklagtz Er hatte mit seiner Frau in unglücklicher Ehe gelebt, woran hauptsächlich die Schwiegermut­ter, bei der das Ehepaar wohnte, Schuld gehabt haben soll. D. beschloß durch Selbstmord sei­nen Qualen ein Ende zu machen. Nach einem erneuten Versöhnungsversuch gab et auf offe­ner Straße c-uf seine Frau mehrere Schüsse ah und versuchte dann, stchchrlöst zu erschießen. Die Waffe versagte jedoch und wurde ihm außerdem von Passanten aus der Hand geschlagen. Dor Gericht belasteten die Frau und die Schwieger­mutter den Angeklagten äußerst schwer und be­haupteten, daß es sich um einen wohlüberlegten Mordanschilag handele. Demgegenüber mochte der Verteidiger so viel Milderungsgründe für den Angeklagten geltend, daß die Geschworenen zu einer Verneinung der Schuldfragen kamen und der Angeklagte freigesprochen wurde.

hoch über den berühmten WasserKllen, an den : Hängen der Sabinerbcrye.'

.Ach, und darum Villa Sabine?' Es gina wre ein Aufatmen durch des Freiherrn Brust.

.Ich Weitz dies nickt genau,' sagte die Gräfin, .aber ich nehme es an. Wissen Sie übrigens, diese Billa erinnerte mch immer an irgend et« was, nie wußte ich an was, aber jetzt fällt es mir wieder ein, sie gleicht beinahe ganz dem Italienischen Haus.'

.Vielleicht ist eg nach ihrem Muster gebaut?' bemerkte einer der umstehenden Herren,men wgt ja, daß dem alten Herzog ein römisches Landhaus als Modell gedient bat. Es ist übri­gens mm doch noch verkauft, das Italienische Haus, und wirklich mit der ganzen Einrichtung, ttnssen Sie es schon?' Man war überrascht und horchte auf, fragte und wollte Näheres hören. Das Italienische Haus, das so lange unbewohnt aesianden und ansch.-inend keinen Liebhaber zn finden schien, doch noch verhaust, an wen? Man war sehr gespannt.

Es ist noch nickt recht heraus, wer der KSu- er lst,' sagte der Landrat. .die Verhandlungen gehen durch Justizrat Simon; übrigens ist man chon stark beim Ordnen drüben, das Haus soll Wohl bald bezogen werden. Du hast recht, Eilli4

feinet Gattin zu,es besteht eine Aehn- toMeft zwischen dem Italienischen Haus und van Eekens Billa in T-voS '

er sehr oft in dessen Haus und womöglich bei den Zaubcrfesten zugegen, die der Künstler einem Kreis Auserwählter zuweilen gibt; gesehen Sie, Baron.' Sie sah Richard Mnollcnd an.

Er lächelte ein ganz leises, feines Lächeln. -Ich kann nicht leugnen, Madigste Gräfin, ich war bei einigen zugegen. Mer Zauberfeste?'

.Doch, Zauberseste! Man war damals in Rom ganz erfiillt von dem letzten. Wir haben natürlich nur von fern gestanden und aus dem alten Mbyllentempel hinüber gesehen nach Billa Sabina.'

ber Eindruck gewinnen, daß der eine der Jago» *1 Gemeinschaft hcrausgMsfln werden sollte, und man tats mit einem Vorstoß ße8en bie Jagdehre, mit einer Beschuldigung, W bewahrheitete, zum Verlust des .Jagdscheins sichren mußte, neben der gesetz­lichen Strafe zu schwerer Blamage vor der gau- Forstbehörde wurde nxmUtdj von dem Vierten der Oberkaufunger ^"^E'ge erstattet, der Mißliebige habe sei- nen .^agdauffeher veranlaßt, einen Hirsch, den er 8»W<en hatte (mit einer Kugel zwei Hirsche auf

seiner encchischen Scheinehe wußte. Durch die Un- terhaltungs klagen und Nachstellungen der Eng- lmiiderin kam die Sache zur Kenntnis des deut- chen Gerichts, das den Angeklagten numuebr fteigesprochen hat.

* Erwischte Bahnposträuber. Zwischen Be r- lr n und Stettin waren in letzter Zeit mehr­fach die Postsackwagen bemüht. Die Diebe bohr­ten vom Bremskasten aus ein Lock in den Wa­gen und raubten dann die Postsäcke. Nunmehr ist es einem Beamten der Ueberwachungsstelke Stettin gelimqen, den MseNkchnweichenst.-ver Schröder-Berlin auf frischer Tat zu ertappen. Er war in Stettin in den Bremskasten eine» Post­wagens geklettert und hatte aus Bersin siine Mutier und seinen Bruder nach Chorinchen be­stellt, wo er mehrere PostsLckr abwcrrs. Alle dr.si wurden verhaftet.

* Gewitterschäden. Bei dem Gewitter, das am Mittwoch über die West Pfalz zog, schlug der Bsitz dreimal in dem Zweibrückervororte Einöd ein. Beschädigt wurden u. a. das Dach eines Hauses, ferner wurde der Kronleuchter einer Wirtschaft zertrümmert mch Beschädigun­gen an der Zuleitung der Ueberlandzentraile an­gerichtet, sodaß eine Zeitlang ein Teil von Zwei­brücken ohne elektrisches Sicht und ohne elefttt- sche Kraft war.

* Aus Rache erschossen. Auf dem Prager Wen­zelsplatz, mitten in der Stadt, erschoß ein Fa- brifiutt, der sich wegen falscher Zeugenaussage in genchmcher Untersuchung befand, und seinem Advokaten die Schuld daran zuschob, aus Rache den Sohn des Advokaten, dem er zufällig bögeg- nete. Der Ermordete ist der zweiundzwanzig- jähttge Student Karl Steiner, der Attentäter ber siedenundzwanzig Jahre affte Rudolf Weil aus Przibram

* Ein englischer «Wacher als Spekulant. Die Abendblätter melden, daß Oberst Cuningham,

aus dem Staatswald, to den er noch mtkommen und dort verende, war herauszuholen. In dieser Auschuldiauna ta, wÄW'f AaSjägerei, des Diebstahls von ftskallschem Eigentum und ... eine gegen der. Jögerei verstoßende Hand- uro& . Das Sttasversahren wurde gegen Len- kn^^l^c^-L°Sdaufseher^öffn7t, Ld 2^r<. , ^ogerwelt wurde viel Staub aus- mwirbelr. Nicht weniger als vierundzwanzia Z/ugenwurden auf die Beine gebrack>tzttneAn- 4*®ei Lokaltermine waren ni Zeugenvernehmung, besoi- berg ber übrigen Jagdpäclflcr, rollte Vorwürfe undGegenvorwürfe auf in Hülle und Fülle. Be- fonders dem einen Jäger wurden Vergeben zur Last gelegt. /. das >5vgeAa.etn ist eine Winzigkeit dagegen!

9^1 M in Widersprüche

Wahrend dem Hauptangellagten vorgeworsen wurde, er fei kern waidgerechter Jäger, wuroe ber Hauptbelastungszeugen einem der Jagdpachter zur Last gelegt, er habe seinem d^agt, er möge allem auf den Kopf schießen, was chm vor'g Rohr komme, ferner, er der im Staatswald veraast war. Al» ^agerlatem in Reinkultur eines der Zeugen diene dieses Intermezzo: Einer d/r Zeuge» hatte behauptet, er sei seit sünfund- ^wa7,w ^&3ÄJtn^aibe bereits vierund- Kvanzlg Hirsche erlegt. Da er dreiundvierzi« A^auf ntu6te n 018 Handwerkslehrling

8 von ihm, und siehtAch. van Eekens Billa, Herr Baron.' D-r interessiere. Sicher war kSartea ist schön wie ein Traum.'

MwMMMt

28) Roman von Dorothea Goebler.

.Wird wohl wenig Gelegenheit dazu sein,' der Landrat lehnte sich behauch in den Stuhl zu- rnck. .Deutschland soll der Herr ja merkwürvi- gerweise meiden; nach Italien kommen wir so bald nuht wieder und nach Schweden sicher auch richt.'

^"bert van Eeken denn auch in Schweden?4 fragt: Paul, der den Borttaa über die neue Fütterung sehr schnell beendet hatte und seinen alten Platz wieder einnahm: .Wohnt die­ser Herr van Eeken auch in Sch.-veden? Aber »äs .-st ja riesig interessant. Richard, da' bist du da oben im Storden öfter in seiner stobe? Er sah den Vetter erwartungsvoll an, aber noch eh Richard antworten konnte, rief Giä- nn Bredoreck: -Also kennen Sie ihn doch genau, Herr Baron? Nein, es ist wirftich nicht nett von Ihnen daß Sie so schweigsam sind! Sie können sich nicht denken, wie dieser Maler mich interes- gert, wandte sie sich an die anderen Herrschaften nn Steife. .Er ist der bedeutendste, den wir jetzt Wn, und seine Geschichte ist so eigenartig. Eben noch ganz unbekannt, war er plötzlich eine Große. Alle Welt riß sich um ihn. Ein einziges Bild hat seinen Ruhm gemacht, ein Frauenbild, J>ie Nixe', es hing im Salon in Paris. Er durste danach gleich Vanderbilp malen und die Schönheiten der amerikanischen Kolonie; jetzt hat er den Papst gemalt, sein neuestes Werk hat ebrigens die Nationaffgalerie gekauft.'

.Die Feenkönigin, ja.' Richard nickte.

.So, das toissen Sie auch schon? Wir reden von Hubert van Eeken,' rief die Gräfin Breder- eck dem Freiherrn entgegen, der, angelockt durch das lebhafte Gespräch, mit einigen andren Her. Ten wieder im Zimmer erschienen war.Von Ihrem Malet sprechen wir, .unsere' hat er ja nicht werden wollen! Es ist mir übrigens ein Trost, daß das Bild, in das ich mich verliebt hat. . te. auch kein anderer bekommen hat. es wat un­verkäuflich, es war der berühmte Knabe mit dem i HunvL.'

Die Hudsohn-Bay-B-chrr.

Steuaba ist das neue »Land der urt&egien* ten Möglichkeiten', nachdem dieses Schlagwott auf die Bereinigten Staaten, die jetzt iu ven meisten Dingen schon recht begrenzt sind, nicht anwendbar ist. Dieser .Sckflutzflein dZ britischen Weltteiches', von dessen Verbleiben beim Dtutterlande nach der Ansicht vieler Eng- ländet das Fortbestehen ber britischen Macht ab­hängt, hat iu letzter Zeit bedenkliche Selbstän- d'gkettsgelüste gezeigt und durch seine Leift-m- gen im Kriege erst seine gange Bedeutung er­wiesen. Dlcher wird dies Land, das die Union an Ausdehnung übertrifft und Wer ungeheure NaiurfchLtze verfügt, in der Weltpolttik immer mehr in den Vordergrund treten, und deshalb isst die Kenntnis Kanados für uns vom größter Bedeutung. Die deuffche Einwanderung ist nur eine Frage der Zeit Das Land, das fünf Jahre lang ganz ohne Einwandettrng war, ^braucht neue Menschen dringend notwendig, und den deuffchen Ansiedler sah imon früher be­sonders gern und suchte ihn herübepzuziehen. Der Einwandererstrom aber wird sich auf einem neuen Veckehrswege nach Kanada ergießen, das wohl das kühnste und wichttgste Unternehmen auf dem ganzen nordamerikanischen Konttnent ist auf der Hudson-Bah-Bahn

Dieser Schienenweg, der Hunderte von Met» len durch völlig unbewohnte, ja noch nicht ein­mal erforsckAe Gegenden führt, rückt uns die Prärien näher und erschkießt der Welt ein ganz neues Riesengebiet der Ansiedlung. Die Gründe für den Bau dieser Bahn, die ungeheure Sum­men verschlingen wird, sind strategiWer und wirtschaftlicher Natur. Kanada bedarf einer Noule, die im Fall eines Zkrieges mit der Union mn Weg nach Englands Kornkammern offen hält und ein Abschneiden verhindert. Auch Trup­pen können im Sommer und Frühherbst vom Mutterlands auf diesem Wege berübergeschafft werden. Wirtschaftlich will sich dadurch die stän­dig zunehmende w-ssttichr Bevökkevung Kanadas von den hohen Waren- und Tnanspvrtpreffen des Ostens frei machen. Man hat ausgerechnet, daß durch icke neue Bahn zwei SchiWna pw Quarter (282 Pfund) für den Weizen an Fracht gispart werden und daß durch die verkürzte Eifenbahnsahrt jedes Stück Fettvieh um hundert Pfund fchwerer in England ankommi, da ja Br. kanntlich Vieh durch Eifeubohntvansporte fehr an Gewicht vertt-rt. Tie kanadische Kornkam- mer wird dadurch dem 'Mütterlande außerordent­lich viel näher gerückt, denn man erzielt gegen­über den bisherige« Routen eine dMchschkntt- liche WegverAirznnq von tairfenb Meilen (eine Meile etwa 1700 Meter).

J8^ läuft durch die verschiedenartigstca Gelände. Westlich vo-m Wiunepeg.See M zum Saskatchewen-Fluß siegen große noIMi^ davon fünfzig Meilen Kakk- MntHXbm; daran schließt sich das sogenannte Clay-Eountrp biS zum Relson-Flutz Dann folgen hundert Mellen gutes Ackerland dann eine sandige steinige Strecke, die in einem n«h der Küste abfallmden Sumpfland endet Zur Hülste zieht die Bahn durch dichitbeiwaldete GegeMen, Mi anderen Hälfte durch baumloses G^iet. Erst beim Ban der Bahn wird sich feit, tenen lassen, welche dieser ungeheuren Strecken ich für Ackerbau eignen und welche nttneral- rerch sind. Der bebaubare Boden wird auz zwan- «g Dnszia Millionen Acker geschätzt. Süd- ostlich der Bahn ist der Boden für Ackerbau un­tauglich, doch befinden sich dort MineraUchäHe

hatte tm Jähre 1911 in England auf angebliche Tenunziation und unter falschem Namen eine ihn bedrängende Kellnerin geheiratet, die ihn beim Kriegsausbruch durch Anschuldigung ins

.Was ist mit diesem Knaben?' Der Frecherr hatte einen selffam leeren Wick. .Es war ein sehr schönes Md,' erwiderte der Londrat. .Ein reizender Knabe in blauem Samtkittel, der den Arm um den Hals eines prachtvollen, weißen Barsois schlingt! Es hing in Rom in einer Son- derausstellung; nachher kam es auch nach Brüssel und nach München. Sag-n Sie, wandte er fick an Richard,woher stammt dieser van Eeken ei­gentlich, Aus Holland direkt oder aus Flan­dern?'

.Aus keinem von beiden, Graf."

»Aber der Name,'

.Ist ein Pseudonym! Sie werden staunen, aber es verbirgt sich dahinter ein Deutscher.'

Ach? Das hatte ich in der Tat nicht er«

die Hochwlldjagd

gegangen sein. So datterte aber der Jagdschein

55^ ton 1908! Am Sonnabend srüh gings an uno woruyie

Sachverständige,' Ehepaar mit einem geladenen Revolver, als er und Angeklagte. Mit dem Hauptange-''" "--------- - - --

Tfagtert wurde ,ogar eine Schießübung vor- genornmen und er schoß eine Zwölf! Mittags Gng es m das Oberkaufunger Mntsgerichtt HE i)ia8i.e sich in dem engen Ver- handlungszrmmer. Hier wurde einer der Jago- * ton entern bereits geleisteten Eid mt- Ub eseme interessante Um- to® a^en Sprichworts:Wer andern eine Grube grabt ...' Die Hauptbelastunas- zeugen sagten aus, sie wären von vornherein überzeugt gewesen, daß der berühmte Hirsch im

Als ich am Nachmittag die Straße schritt, schimmerte ein später Herbsttag in stillem Licht. Eichenbraun floß er in warmen Goldtöne.i in die kaltgrimen Tannenwälle. Ueber den kchlen Buchen hing hell mid heiter wie Frühlingsah­nen der blaue Himmel. Ueber roten Hagwut. tcnhecken YLmmerte ein Specht.

Der Nebel steigt. Schaurige Nacht. Dichter ivird der Nebel. Ohne Ziel'starren die Wegwei« er. Eine Kapelle taucht seltsam bleich in das Licht der Laterne. Da ein Schrei. Klagende Antwort: Kraniche rudern durch Vie Nacht. Tote Stimmen klagen im Winde, langverlorene Bil­der tauchen auf. Der Sensenfchwinger f(breitet übers Feld und stößt seine toten Hände in die letzten Herbstkränze der Wälder, die morgen noch einmal leuchten werden, zuckende Opfer. Ich drücke «ttch tief in die Polster. Da steigen fried­lich bee Gagen meiner Stadt ätf- ELheLte Fea-

<Sfn Derg kn Gefahr.

Der höchste Gipfel des OdenwaldeS der sagenumfponnene, auf hessisch-badischem Grenz­gebiet unweit Eb-nback am Neckar gelegene Kat- zenbuckel, ist in Gefahr, der Gkeinindusttte zum Opfer zu fallen. Die Gemeinde Waldkatzen­bach am Katzenbuckel, die über die Besitzrechte des Gipfels verfügt, hat dem Porphyrwerk in Dossenheim an der Bergstraße das Abbaurecht an dem afften Gemeindesteinbruch übertragen, zwar mit der Klausel, daß die Schönheft des Bergesnach Möglichkeit' erhalten bleiben soll. Wer aber die Porphyrbrüche am Westabhang dez Odenwaldes kennt, kann sich ein Bild von der Zukunft des Katzenbuckels machen. Im Odenwaldklub herrscht über den Vorgang außer­ordentliche Erregung, besonders da für die Ge­winnung des Doleriis, ber am Katzenbuckel ge­brochen werben soll, auch andere Gegenden des Gebirges in Frage kommen könnten.

Staatswald gesunden worden sei tatib nicht auf der Ww.se davor, wie die Angeklagten behaupten. Da erstatte bei Verteidiger. Jüstizrat Heust, ner: Die Znigen haben seinerzeit ihren Antell an dem Hirsch genommen ist der Hirsch im Staatswald veraast, dann haben sich die Zeugen der Hehlerei schuldig gemadrt ...! Und das Ende des fast anderihalbjähr^en kostspieligen <zagerlieds von Obertausungen? Das Gericht konnte den Angeklagten nicht nachweösen, datz sie in diesem Falle nicht korrekt oder nicht waid- gerecht gehandelt hätten und sprach sie frei. Die Kosten aber darf die Staatskasse tragen. In­zwischen sind alle Jagdpächter die Jagd l-os- goworden, nur der durch dieses Urteil rehabfli- tierte Jager knallt lustig weiter ... als Beaus- tragter der Oberkaufunger Jagdgenossenschaft. Wie heißt es doch im alten Lied? Das gamr das macht Freud ...! <

WawmännischLagen

Di- Säger vo« Oberkaufungen.

ist der Jäger» Shrenfchlld et deschützi unb heg: Las Wild Waidnwmiisch jagt, wie stch's gehcrt, D-rr Vchöpler im Äefchopfe e^rt.

Das Hirscheschreieu im Walde neigt sick dem fnde zu Andächtig Hai mancher Jitaer in ^n ÄiJÄ Ä Anstandes to taj ber Hirzche g«-lauscht. Drch ... nicht immer wird die vzagd ausgeubt, wie es sein soll, wie es der Krf^h.en«^fieLter ^en Kops dieser kleinen Erzählung aus dem ^«gerieben wie es nicht fein towgt. In und bei Kassel auf toi Wiese am Velger-

UN Kasseler und im brichtssajl. Die Gemeinde Oberkair- <?n^r6^^J^rL3.C0tl am Belgerkopf an drei 's^er to^achtet. Als nun noch ein tmfrhp1 /Ü^,^^^tomeinschast ausgenommen "rbe' GNg das Einvernehmen aus dem Leime Ju b'NAn Strawersahren vor dem ^^bncht. das nun schon feit Mitte Mai des Vorjahrs spielt, viel

wartet!'

»sind dabei soll er dock Deuffckland meiden,' ries Gräfin Br^>ereck.Unb auch nur ungern oder gar nicht Deutsche empfangen Warum das? Warum hat er fein Vaterland?'

.Sind Sie sicher, daß er es haßt, Gräfin? Könnte es nicht feto, daß er es doppelt liebt und nur di- Ennneiung daran meidet, weil eS M- vief Erinnerungen weckt?'

Er bückte sich, um das Taschentuch auszimeh. men, daS ihm entfalten war. Als er sich wieder aufrichtete, begegnete er dem Blick feiner Mutter, sie sah ihm starr ins Gesicht: .Richard!' ft» wette sie und noch einmal: .Richard!?' Dabei glomm etwas in ihren Augen aus, etwas eigen­tümlich Ahnungsvolles, als stände sie vor einer Entdeckung, die sie selbst noch nicht recht zu glau­ben wagte. Er aber fuhr ruhig und cflelchmütig kort, als wäre ihm nicht das geringste ausge-sal- len: .Die Eckens find, soviel ich hörte, ein altes, norddeutsches Geschlecht. Es war eine Hukdi- gung an die niederländischen Meister, die meinen Freund veranlaßte, seinem Namen das Hollän­dischebau' voranzusetzen.'

Der seltsame Glanz Frau Mariannes Augen erlosch; Gräfin Bredereck aber rief:£), nun ha­ben Sie ihn fogar fchon ihren Fieunld genannt! Nern,' sie fah von neuem z« dem Fiecherru cmpor, .nein, ist Ihr Herr Sohn nicht wirk­lich grausam? Van Ecken ist sein Freund, und