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Sonnabend, 8. Oktober 1921,

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Beispiel: Die Marke, die für die Zeit vom 3. bis 9. 10. 21 gckltm soll, ist mit dem9. 10. 21 zu entwerten. Arbeitgeber und Arbeit' nehmet tragen fe die Hälfte des Wertes der Bei­tragsmarke. Lehrlinge unterliegen der Versiche» rnngSvflicht ohne Rücksicht darauk, ob sie freien Unterhalt haben oder nicht, erst dann, wenn sie 10,00 jK wöchentlich oder mehr an Bargeld be­ziehen. Mr Personen, die Invalidenren­te, Witwenrente, Krankenrente oder WU. Wenkrankenrente beziehen, brauchen Beitrags­marken nicht geklebt zu werden. Alters, und Unfallrentenempfänger sind verftche- rungspflichtig imd müssen daher Beitragsmarken für dieselben entrichtet werden. Personen, die ein Pension, ein Wartegeld oder Ru­hegehalt aus einer öffentlichen Kaffe beziehen, sind zu versichern, wenn sie versichervngSpflich- ttge Lohnarbeit verrichten. Sie können sich jedo^ durch das Persicherungsamt ihres Wohnortes von der Versicherungspflicht befreien lasten, wenn sie Anwartfchast auf Hinterbliebenenfür­sorge besitzen. Zu beachten ist jedoch, daß bis zum Tage der Befreiung Beitragsmarken ver­wendet werden müffen.

Zum Schluß ist noch zu bemerken, daß die Ver­sicherungsgrenze von 2000 M pro Jahr für Be- triebSbeamte, Werkmeister. Handlungsgehilfen und Lehrlinge in Apotheken, Bühnen, und Or- chestermitgliedcr, sowie Ledrer und Erzieher nicht erhöht worden ist. Diese Personen unter­liegen also nicht der Bersicherungspflicht, wenn ihr regelmäßiger J-cchresarbeitsverdienst 2000 JK an Entgelt übersteigt.

Es wird dringend gebeten, die

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zn berücksichtigen.

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Am 1. Oktober dieses Jahres sind die erhöh­ten Beiträge für die Invalidenversicherung in Kraft getreten. Die bisherigen Beitragsmarken zu 1.80 M 2 M 2.20 M., 2.40 M. und 2.80 M. dürfen nach dem 1. Oktober 1921 nicht mehr verwendet weiden.

Nach der Höhe deS Jahresarbeitsverdienstes sind für die Versicherten folgende Lohn klassen gebildet:

Besinn des Winterhalbjahres 1921122

am 11. Oktober dieses Jahres. Prospekt unentgeltlich. BM S v Boeiins Privat-Hanäßlsscliiile

Hohenzollernstraße 26. Fernrnf 10 6.

Nachfrage an und in Hafer ist das Angebot knapp Die Pferdehalter sind in zunehmendem Maße gute Käufer. Weizenmehl blieb reuhltch angeboten wogegen. Roggcnmehl knapp ist. >zn Len übrigen Arttleln hat sich nichts geändert. - Amtliche Produkten . Nolt erun- gen: Weizen: märkischer 233-234. ruhig. Rog­gen: märkischer 185-187. befestigt. Gerät: Win­tergerste 215220, Sommergerste 255270. ru- hia. Hafer: märkischer 192-195, mecklenburger 192, fest- Mais: La Plata, Okh-Jan. 17417c>, ohne Provenienzangabe Okt.-Jan. 171172, ab­geschwächt. Weizenmehl 625675, behaup et. Roggenmehl 460520, fester. Weizcnsieie 125 bis 131 ruhig, Roggenflcie 125135, ruhig. RapS 390410, Rübsen 5 niedriger, ruhig. Lein- saat 350365, still. Vittoriaerbfen 310325, kl. Speiseerbsen 210240, Futtererbscn 190200, Pelusckcken 180185, blaue Lupinen 100115, gelbe Lupinen 110120. Rapskuchen 140150, Leinkuchen 220240. Trcckenschnitzel prompt 125 bis 196. Nichtamtliche Mufutter- Notierungen: Weizen- und R-'genftroh. drahtgepreßt, 2224. Haferstroh, drahtgepreß , 2528, Stroh, gebündelt. 16-20. Langstroh 21 bis 23, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vor- mähd. 6971, dto. Nachmohd 6568, Wiesenhetl. gesund und trocken, 5460, Kleeheu 86100.

** Preiserhöhung fCt Türschlösser Der Ei­sen- und Stahlwaren-Juduflriebund in Elber­feld teilt mit. daß der Türsdfloßverband Gruppe Einsteckschlösser den Verkaussaufschlag für das Inland für Buntbartschlöffer auf 560 v. H. und für Schubfchlöffer auf 500 v. H. erhöht hat. Das Ausland mit schwacher Valuta wird wie das Inland beliefert. Mr das übrige Ausland gel­ten für Buntbartschlöffer 600 v. H., für Schub- schlöffer 550 v- H. Auffchlag. Der Türschloßver- band Gruppe Kasten Schlöffer, ha: den Verkaufs - Aufschlag für feine Fa­brikate auf 1200 v H. erhöht. Die Preise sind nicht mehr freibleibend und gelten wieder als feste Preise.

** Amerika und Rußland. Aus Ncwyori melden die russischen Zeitungen, daß die Regie­rung der Bereinigten Staaten eine Bekanntma­chung veröffentlichte, wonach eile Geschäfte, die in Amerika von dem aus den Vereinigten Staa­ten ausgcwiesenen Vertreter der Sowjetregir­rung. Martens, mit den amerikanischen Fir­men gemacht wurden, für ungültig erklärt werden. Der Vorsitzende des Bundes für den Handel mit Rußland. Emerson Janning, der gegenwärtig in Rußland weilt, telegraphier" te der amerikanischen Regierung, daß Martens das Vertrauen der Amerikaner mißbraucht habe, und daß die Aufnahme der Handelsbe- Ziehungen mit Sowjetrußland nicht er­folgen könne, solange die Verwalwng Ruß­lands sich in den Händen der Sowjet-Regierung befinde, da diese keinen Vertrag halten wolle.

Hanbelsnachnchten.

Sümerei-Wodsenbericht.

Die erneute scharfe Steigerung der Preise für ausläachische Zahlungsmittel hatte ihre Rückwirkung auch auf den Markt mit Säme­reien. Denn die Preise für auslängische Saa­ten, deren Höhe infolge der teuren Devisen uns heute zum Teil phantastisch anmutet, verhin­dern, daß der Handel die Vorräte, die zur Dek- kung des inländischen Bedarfes erforderlich sind, in gewohntem Umfange beschaffen kann und bringen von vornherein ein Moment der Knappheit in die inländische Versorgung, vor allem mit den wichtigsten Gräsern; nament­lich sind es die Rispengräser, die eine bisher nicht gekannte Preishöbe erreichten. Anderer­seits verstärkte die Verbilligung der Mark die Nachfrage des Auslandes nach den gesamten so­genannten Naturalgräsern, besonders Schaf- schwingel, kriechendem Schwingel, Hainrispen­gras usw., sodaß diese Gräser weiterhin im greife stark anzogen.

Rotklee neuer Ernte wurde lebhafter be­achtet. doch waren die Umsätze noch nicht sehr umfangreich, da das allerdings verhältnismäßig kleine Angebot meist Forderungen stellte, die der Handöl nicht bewilligen will. Neuer Weiß­klee wurde in schöner heller Saat angeboten; besonders Posten ohne Beimengung von Schwedenklce wurden gerne gekauft. Oelsaa- te n waren infolge größerer Käufe der Oölmüh- len fester rm Preis. Auch Hülsenfrüchte zogen etwas im Preise an. Lupinen und Se- radella neuer Ernte kamen in vereinzelten Po­sten auf den Markt. Es notieren unverbind­lich je nach Qualität: Rotklee vorjährig 1300 bis 1950, Rotklee neuer Ernte 22002600, Weißklee vorjährig 15502100, Schwedenklce 15502000, GÄbklce 440520, Esparsette 290 biS 350. Luzerne 15001950, Wundklee 1050 bis 1250, italien, RaigraS 520680, engt. Rai- gras 550790, Timothee 650-900, Wiesen­schwingel 17502100, Kammgras 32003700, Fioringras 24002900, franzöf, Raigras 3100 bis 3500, Serädella 160200, gelbe Lupinen 108122, blaue Lupinen 100110, Peluschken 240230, Sandwicken 700775, Kümmel 600 bis 700, Senf '320380, Winterraps, anerkannte Ab­saat 440, Winierrüben anerkannte Absaat 439. Alles in Mark, für 50 Kilo netto, ohne Sack, ab BerUn.

» Frankfurter Börse. Gestern war die Börse wieder infolge der Ueberfülle von Aufträgen ge­schlossen Auf dem Notenmarkt notierten: Po­lennoten, Newhorr 032, Wien, Prag 76)4, Paris 1154, London, Kopenhagen 4,45, Stock­holm 3,70. Chri-stiania 7, Holland 2,56, Schweiz 4,67)4, Mailand 20,45

** Berliner Produktrnmackt. Die Abwicklung der Produktengeschüste leidet fortgesetzt sehr emp­findlich unter der täglich zunehmenden Knapp­heit der Eisenbahnwagen. Mais war wegen niedrigerer Rewhorker Notierungen und der am Deviseuunrrkt eingetretenen Ermattung merklich billiger zu kaufen. Der Preis für die übrigen Getreidesorten hat sich nicht wcsentKch geändert. Weizen war bei knappem Angebot in greifbarer Ware behauptet. Für bahnftchendr Ware wurde etwas mehr gezahlt. In Roggen stellt sich das Angebot nach wie vor knapp. In Gerste hielr die

Tagesverdienst.

Wrd der Lohn täglich gezahlt, so erhält man den Wochenbetrqg, wenn man den Tagesver­dienst "mit 300 multipliziert und die Summe in die entsprechende LohnÄasse einreiht.

Dienstboten.

MS 26 M. Lohn pro Monat neben freier Station Stufe B A50 M.,

fron 25,01 M. bis 191.66 M. Lohn pro Mo­nat neben freier Station Stufe C 5.50 M.,

von 191.67 M. bis 358.33 M. Lohn pro Mo­nat neben freier Station Stufe D 6.50 M.,

von mehr aW 358.33 M Lohn pro Monat neben freier Station Stufet 7-50 M.

AufwSrteriirnen, Reinnmchfrauen, Waschfrauen.

Erhalten diese Personen neben dem Darlohne zum Teil Kost, so wird diese mit folgendem Werte, der gemäß Paragraph 160, Absatz 2, der ReichsversicherungSordnung vom VersicherungA- amt festgesetzt ist, in Anrechnung gebracht und für die Berechnung der Beitragsmarke dem Bar­lohne hinzugerechnet. Morgenkaffee mit 0.50 M.,

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Erhdhte Beitragsmarken für die Invalidenversicherung.

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Beträge über 50 Pfg. sind als volle Mark­beträge anzurcchnen. Es sind demnach folgende Beitragsmarken zu kleben:

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Für die Zugehörigkeit zu den einzelnen Lohn- klaffen ist nicht, wie bisher, die Zugehörigkeit zur Krankenkasse, sondern der tatsächliche Ar­beitsverdienst maßgebend. (Geivinnanteile,

Frühstück mit 1.25 M., Mittagessen mit 3.00 M . Nachmittagskaffee mit 0J50 M., Abendessen mit 175 Mack.

Arbeiter und sonstige Personen (HauSdiener usw.), die neben dem Backolm Kost. Wohnung und eventuell Dienstkleidung crhÄten.

Di- Kost wird mit 7.10 M. pro Tag, die Woh- nung für verheiratete Personen mit 1.25 M. pro Tag und für unverheiratete Personen mit 0.55 Mack pro Tag in Anrechnung gebracht und fiir die Berechnung der Beitragsmarke dem Bar­lohne hinzugcrechnet. Wird Dienstkleidung ge- wähck, so ist diese für Arbeiter und sonstige An­gestellte (Wagenführer, Schaffner. Wächter, Haus­diener usw. mit jährlich 800 M. und für jugend­liche Arbeiter (Laufjungen, Portieri ungen, Lists usw.) mit jährlich 600 M. ebenfalls dem Bar- lohne hinzuzurechnen.

Unständig Beschäftigte.

Zu dieser Kategone gehören solche Personen, die zum Beispiel als Gslaaenheitsarbciter, Markthelfer, Aufwäckcrinnen, Reinnrachfranen, Waschfrauen, Raverinnen ufw. nicht die ganze Woche hindurch beschäftigt sind. Für diese Per­sonen gilt alS Jabresarbeitsverdicnft das Drei- hundertfache des Ortslohns.

Besondere-.

Die Versicherungspflicht beginnt mit der Vollendung des 16. Lebensiahres. D'e B«- traqsmacken sind bei der Lohnzahlung in bte tQüittungskacke des Versicherten einzukleben und mft demSonntagsdatum» zu entwerten.