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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Stummer 231.

Sonnabend, 8. Oktober 1921

Fernsprecher 951 und 952

11. Zatzr<?ana.

Fernsprecher 951 und 952

Deutschlands künftige Sachleistungen.

Handel und Gewerbe.

*0*

§iegelarbeiter und Maurer verwandeln Lehm feine und Häuser.

tn

an Qualitätskohlen und ein fast noch barer Mangel an Eisenbahnwagen

rangen an Frankreich abgeschlossen. Die Un- ierzeichnung der Nebenabkommen ersolgf voraus­sichtlich am heutigen Freitag. In dem Haupt­abkommen bekunden die beiden Regierungen ihren Willen, den Wiederaufbau der zer­störten Gebiete Frankreichs durch» Lieferun­gen bezw. Bestellungen von Einrichtungs- und Betriebs - Gegenständen, sowie Baustoffen in möglichst großem Umfange zu bewirken. Mini­ster Rat Henau äußerte sich gestern abend in Wiesbaden zu Pressevertretern außerordentlich optimistisch über die günstigen Folgen des Wommens für Deutschland und für die deutsche Valuta. — Minister Loucheur wird heute mittag Wiesbaden wieder verlassen, während die deut­schen Herren heute abend al^ureisen gedenken.

strie zu schaden. Es ermögliche im Gegenteil den wirksamen Kamps gegen die Woh­nungsnot und gegen die industrielle Krise.

fremden Devisen, da es fraglich schien, ob und bis zu welcher Höbe das Ausland Kredit '

Die Weite «SolSmilliarve.

Berlin, 7. Oktober. (Privattelsgramm.l Die SreditauSschüffe für Industrie, Handel und Landwirtschaft werden voraussichtlich am Diens­tag mit dem Reichskanzler erneut über die Bei­bringung der zweiten Goldmilliarde verhandeln. Vorgestern f-n-b im Reichsfinanz­ministerium eine Sitzung über die Frage deS Kreditabkommens tut Dabei zeigte es sich, daß die DurckMhrunA deS Angebotes be­reits feste Form anzunehmr« beginnt. Es wur-

duktion und den Verkehr behinderten. Anderer­seits haben die Löhne, über die in den meisten Fällen zwischen Arbeitgebern und Arbeitneh­mern ohne Kämpfe eine Verständigung erzielt wurde, und ore Warenpreise eine Richtung ein« geschlagen, die einen schweren Rückschlag für den Zeitpunkt nicht ausgeschlossen erscheinen bösst, an dem der Eindeckungsbedarf befriedigt ist. — Die Erwartung, daß nach der Bezahlung der ersten Goldmilliarde die Markvaluta eine Verbesserung erfahren würde, erfüllte sich nicht. Auch das Angebot des ReichSverbmrdes der Deutschen

Industrie und der Bankwelh

dem Reich unter Ausnutzung des PrivatkreditS Mr die nächsten Reparationszahlungen eine aus­ländische Golda "leihe zu beschaffen, brachte nur eine ganz vorübergehende Abschwächung der

DmtMgM und Frankrerch.

Das unterzeichnete Wiesbadener Abkomme« Vrivat-Telegramm.)

Berlin, 7. Dttober.

Halbamtlich wird mitgeteilt: Die Minister

Finanz und Wirtschaft.

Vorschläge des Reichsffyrzlers. tPrivat-Delegramm.)

Karlsruhe, 7. Oktober.

Der „Badische Staatsanzeiger" berittet über eine Unterredung mit dem Reichskanzler Dr. Wirth. Daraus wird unter anderem mitgeteilt, daß der Kanzler auf der für nächsten Dienstag anberaumten Konferenz zur Beratung über die demnächst fällig werdende ReParationSschuld Vorschläge machen werde und zwar gegenüber der Forderung der Industrie, daß ihre Kre- ditoperation mit dem Ausland als eine Vor­leistung auf die kommenden Steuern an­gerechnet werde. Auch gegenüber der fozialde- mokratischen Forderung einer Beteiligung des Reiches an der Industrie wird er mit einem Vorschlag hervortreten, der den Bedenken und Wünschen beider Seiten gerecht würde. Die Erledigung dieser weitreichenden finanz- und wirtschastspolitischen Fragen sei für ihn Vor­bedingung für die Erledigung der Frage der Koalitions • Erweiterung.

Berlin, 7. Oktober.

Leber die amerikanischen Kreditangebote in Deutschland wird heute früh gemeldet daß ge­stern im Reichsministerium eine Sitzung über die Frage des Kreditangebotes stattgefunden hat Schon am 20. September traf in Berlin das erste Angebot einer Anleihe von einer Gruppe amerikanischer Finanz- leutc ein. Vor etwa einer Woche fragten an­dere Bankgruppen Amerikas in Berlin an: ob ste zu Verhandlungen Vertreter nach Deutsch­land senden sollten. Wit diesen amerikanischen Finanzleuten finden bereits Befprechun- gen im Ausland statt Gestern langte in Ber- in die Mitteilung einer dritten amerilani- chen Finanzgruppe an, wonach heute zwei Fi­nanzleute aus Amerika kommen, um mit den Vertreter« der deutschen Industrie gleichfalls über eine amerikanische Anleihe zu beraten.

Kredit von Amerika?

Auleiheaugebote von drei Gruppen.

(Privattelegramm)

Die Gemeinschaftsschule.

Entschließung der Lehrer-Tagung.

In einer öffentlichen Versammlung im An» schluß an die Marburger Lehrer - Ta­gung wurde folgende Entschließung ange­nommen:

Die in Marburg von rund 1500 Personen be­suchte, vom Hessischen Volksschuklehrerverein ein- berniene öffentliche Volksversammlung ergebt nach einem Vortrag des Kreisschulrates Kim» Pel-Kasses schärfsten Einspruch gegen den ans Grund des Artikels 146, 2 bet Reichsverfas­sung vorgelegten Reichsschickgesetzentwurf und ordert dessen Zurückziehung. Sie ist überzeugt daß dieser die Zertinmnerung einer freien, ein* beitlichen, nationalen Schule und bamit das

Wer freilich lieber ein volkswirtschaftlicher Schmarotzer ist, der von der Arbeit sagt und vom Reichwerben, baß auch hier das Sprichwort gilt »Ehrlich währt am längsten", da durch pro- buftibe Arbeit niemand so schnell und so mas­senhaft Güter erwirbt, wie mit Schiebergeschäs- ten und Tafcheitspielerkunststückchen im Großen, — ein solcher Mann hat kein Verständnis für unsere Grundsätze. Es ist unbegreiflich. daß es in unserer Zeit nicht möglich gewesen ist. diese Binsenwahrheiten so in den Seelen der Völler zu „verändern" — um ein modernes Wort zu gebrauchen —, daß bei dieser Erkenntnis allein schon der Gedanke an die Entfesselung eines Weltkrieges wie der der Gegenwart eine 'Unmög­lichkeit gewesen wäre. Statt dessen aber ließen die Staatsmänner, wenn aud> mehr oder min­der freiwillig, von privatwirtschastlich - kapi­talistisch orientierten, herrschsüctigen Machtgrup­pen gedrängt und geschoben, nicht nur einen sol­chen Krieg entbrennen, sie waren sogar so kurz­sichtig, ihn auch noch weiter auszudehnen und nach dem fogenannten Früdensschluß gegen Deutschland forizusetzen. Gütererzeffguna uni Güteraustausch uwört wohlhabend, die Welt aber hat jahrelang nur Güter vernichtet, die Mülicir- denwerte darstellten, sie hat viele Millionen Menschen getötet und noch mehr ganz oder teil» weise arbeitsunfähig gemacht, und jetzt wollen die sogenannten Siegeristaaten in der Art der Wegelagerer reich werden auf Kosten anderer Länder und wundern sich nur, daß so kein all­gemeiner Wohlstand entsteht, datz vielmehr die Verhältnisse tn ihren Ländern statt besser jchlech- ter werden.

Deutschland soll nach der rückständigen Logik der feindlichen Staatsmänner viele Milliarden bezahlen, dies aber kann ein Land immer nur mit Gütern, und selbst, wenn es statt dieser zu­nächst auch Schuldverschreibungen oder Papier­geld gibt, so sind dies eben auch nur Anweisun­gen auf spätere Güter und di? Sachlage bleibt dieselbe. Die deutsche Ware geht also umsonst ins Ausland, wie zum Beispiel Kohle nach Frankreich. Als Quittung für die Sieger- geste freilich, die sich die Herren Franzosen bei dem Empfange der Kohlen leisten durften, konn­ten die französischen Bergarbeiter einen ver­lorenen Streik in Empfang nehmen. Es entbrannte in weiterer Fc-lee der englische Bera- arbeiterausstand, da man nämlich die teuren eng­lischen Kohlen im Ausland nicht mehr brauchte, wollte man Kohlenarbeiter entlassen und die Dergarbeiferlöhne kürzen. Wogen der billigen deutschen Kohlen kann ferner Frankreich und Belgien die englische Eisenindustrie spielend aus dem Felde schlagen und so blasen zur Dämpfung der Siegesfreudenfeier die Briten einen Hoch­ofen nach dem andern aus und legen ein Weik nach dem andern still, der siegreiche EmMnder wer empfängt aSS Preis die Arbeitslofig- Jeit

Trotzdem haben die Alliierten noch nichts ge­lernt. Obschon man in England und Frankreick i über Deutschlands Konkurrenz klagt, nänrlick ' über die Ueberschwenmmng ihrer Länder durch 1 deutsche billige Ware, st e i g e r t man den ' Grund des Ü e b e l 8, indem man immer neue Güter aus Deutschland für die Entente fordert, i

Sin geheimer Zusatz?

Bern, 7. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Der „Bund" meldet aus Paris: Die Repa- rotiimskommrssion wird am 16. Oktober das Wiesbadener Abkommen ratifizieren. „TewPS" uno „Ninkin" stellen fest, daß bet S?orteil des Abkommens, das einen geheimen Ansatz habe, auf feiten Frankreichs liege, weshalb man mit einer erheblichen Mehrheit in d« Repa- rationskornmission für das Abkommen rechnet.

Naturgemäß können diefe Waren unglaublich billig aus den Marit gebracht werden und er­töten so jede dortige Konkurrenz. Nun tonr'.i zwar jemand meinen, bet Siegerstaat brauche bloß zur Behebung der Not im Lande kostenlos bisse Trilmtgüter unter seine Staatsangehörigen zu verteilen; da aber ist zu erwidern, daß man dies kaum erleben wird, weil es praktisch nickt durchführbar ist. Aber selbst roenn es möglich wäre, so tofirben die beschenkten Menschen eben gar nicht oder meist nur noch soviel arbeiten, als zum Leben nötig wäre und allmählich müßte jeder Unternehmungsgeist des eigenen Landes erlahmen. Der Verlust aber, der sich durch den Ausfall so vieler Arbeitskräfte ergibt, wäre bald größer, als der Zustrom der Tribute. Da aber ein Land vom anderen lobt und seine Einfuhr­güter nur durch Ausfuhrwaren bezahlen kann, müßten die Dinge immer äraer werden. Ob die Erkenntnis dieser Tatsachen fick bald bei den füh­renden Staatsmännern der Entente durchsetzen wird, läßt sich schwer beantworten, zumal die Furcht vor der vrteklsTosen Masse den Kurs so schnell nickt ändern Mtb. Gleichwohl darf man nickt übersehen, daß einsichtige Stimmten in Frankreich, tn Amerika und nickt zuletzt auch in England ihre warnende Stimme erheben, den Dogen nickst zu überspannen, da sonst allen be­teiligten Völkern das Chaos droht.

Gute Lage im September.

Infolge der Matkenlweetung unb au 6 Angst vor weiterer Preissteigerung würden, im vorigen Monat in allen Genhästozwei gen grolle Bestellungen gemacht, so daß überall das Qcfcbäft sehr lebhaft war. Man

» Hai« aber einen Rückschlag fite möglich, tot ans bem nachstehenden Bericht hervorgcht

Die Berichte, die die Preußischen Handels­kammern über den Geschäftsgang in Handel und Industrie im Monat September dem Handels­ministerium erstattet haben, zeigen starke Um­sätze wie im Börscnhandel so im Warengroß- handel unb im Einzelhandel und lassen erken­nen, daß die Industrie fast durchweg gut befchäftigt ist und zum Teil auf eine Reihe von Atonalen chre Erzeugnisse ausvcr- kaust hat. Gleichwohl spricht aus fast allen Be­richten die Besorgnis, daß der gegenwärtige lebhafte Geschäftsgang, hervorgerufen durch die Entwertung der Mark, keine wirtschaft­liche Gesundung bedeute, sondern im we­sentlichen auf die Angst aller gewerblichen und privaten Abnehmer vor weiteren Preis­steigerungen zurückzuführen sei. Die »Ein- deckungskonjunktur" hat zunächst die Beschästi- gung der Arbeiterschaft auf eine Reihe von Mo­naten gesichert und zahlreiche Verdienstmöglich- feiten eröffnet. Beides würde in noch größe­rem Umfange geschehen sein, wenn nicht Mangel

Kein Hatz unv Mißtrauen?

Paris, 7. Oktober. «Eigene Drahtmeldung.) Im „Oeuvre" findet sich folgender bemerkens­werter Pariser Kommentar: Dem Grundsätze nach scheint uns das Wiesbadener Abkommen tatsächlich eine Wohltat zu feilt, wie Rathenau erklärt hat, denn das Abkommen trägt dazu bei, zwischen den beiden früljer feindliche» Staaten das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte wieder herzustellen und das Wiesbade­ner Abkommen wird vielleicht nach unv nach den Hast und das Mißtrauen auslöfchen, die beide da» größte Hindernis für dir Wieder­herstellung des Gleichgewichts in Europa find.

Die GegmseMgM.

Gütererzeuguug und Güteraustausch.

Von

Reichstagsbibliothekar Dr. Paul Kirschner.

»Hat der Bauer Geld, hats die ganze Welt", sagt rin altes Sprichwort, das heißt der Wohl­stand der einzelnen Stände unb Klassen der Menschen bedingt sich) gegenseitig. Mancher freilich meint um den, einem anderen genom­menen Anteil reicher werden zu können, unb vergißt, daß die Menschen nur gegenseitig ihre Erzeugnisse austauschen. Es müßte eigentlich für einen leben eine Elementarweisheit fein, daß, je mehr jeder feine Arbeitskraft am Stoff richtig zu ‘betätigen imstande ist, umso mehr Güter für alle erzeugt werden. Das hier Gesagte gilt aber nicht nur für ein einzelnes Land, das gilt für alle Lander der Erde, denn alle Völker und Stationen Hilden schließlich eine Einheit, eine Volkswirtschaft, nicht eines einzelnen Staates, sondern der Welt. Es war ja gerade die Kurz­sichtigkeit und Torheit der Merkantilisten, näm­lich der Glaube, daß ein Volk um so viel reicher würde, um so viel das andere ärmer wird. Dies ist der p rivaiwirtschastliche Standpunkt der Diebe, Räuber, Betrüger, der unproduktiven Spekulanten und Börsenjobber, deren ganze Ar­beit darin besteht, Güter und Werte aus den Taschen anderer in die eigenen zu jonglieren. Nur ein Mensch, der seine Arbeitskraft am Fak­tor Natur mit schon gesammelten und für wei­tere Tätigkeit notwendigen Gütern (was der Ralionalökvnom Kapital nennt) so betätigt, daß daraus neue Werte entstehen, ist produktiv.

Um Englands Ballung.

Paris, 7. Oktoher. (Eigene Drahtmelduny/) 9m „Wafin" wird bestritten, daß innerhalb der Wiederherstellungskommission eine eng­lische Opposition gegen das Wiesbadener Abkommen fick gellend gemacht habe. Es fei höchstens möglich, daß fick die Wederherstel- lungskvmutission bei ihrer Anftirnmung zu dem Wiesbadener Abkommen die Rechte der anderen Staaten, ähnliche Abkommen mit Deutschland zu treffen, Vorbehalten habe. Das Wiesbadener W- tommen kann erst in Kraft treten, wenn die Re- parationSkommisfion ihre Zustimmung gibt

Frankreich ist zufrieden.

Günstige Beurteilung des Abkommens.

Paris, 7. Oktober. (Eigene DrahtmeTdung.) Die pariser Morgrnblätler oesprechen die Unter­zeichnung des Abkommens in Wiesbaden durch­weg günstig. Allgemein wird darauf hingewie­sen, daß Rathenau im Augenblick der Unterzeich­nung erklärt habe, er glaube und hoffe, daß mit der Unterzeichmmg eine Wohltat für beide Länder getan worden sei. Das „Journal" glaubt, daß mit diesen Worten die öffencknhe Meinung zum Ausdruck gekommen fei. Das „Pe­tit Journal" glaubt, daß die Unterzeichnung mm Wiesbaden zweifellos in der Geschickte fett dem Waffenstillstand ebenso große Bedeutung haben werde, wie die Unterzeichnung von Berfailles. Der „Matin" sagt das Wiesbadener Abkommen sei well davon entfernt, der französischen Judu-

Wirtschaftliches Lusammenarkeiken.

Paris, 7. Oktober. (Eigene Drchtmeldung) Im »Petit Parisien" heißt es: Der Abschluß die­ses Abkommens ist trotz der gegenwärtigen unb künftigen Schwierigkeiten von glücklicher Dor» tebeutung. Das Wiesbadener Abkommen be­deutet ba3 Ergebnis der Arbeit, die seit ber Brüsseler Konferenz letzten September unaufbör, ilich darauf hi «gearbeitet hat, das Wiederherslel- sungs-Problem dirrch das Mittel eines wirt- schastllchen Zusammenarbeitens zu losen.

Auch mit England Bereit

Karlsruhe, 7. Oktober. (Privattelegramm.) Das Abkommen zwischen Rathenau und Lou- Äcur wird vom Reichskanzler Dr. Wirth, der sich hier gestern darüber äußerte, b e grü tz t. Davon, daß England die Wiesbadener Abma­chungen nicht gern sähe, könne keine Rede fein. Im übrigen werde Deutschland jederzeit zu einem ähnlichen Abkommen mit Eng­land bereit fein. Der Reichskanzler sei willens, nach allen Seiten eine Entspannung in den politischen Beziehungen hcrbeizusühreu, versöhnend zu wirken und Deutschland in der Welt jenes Vertrauen zurückzuerobern, das al­lein eine wirkliche Gesundung ermögliche.

So erzeugt der Sckweinezucktrr ans zehn

Schweinen vierzig andere, unb der-Bauer macht Rathenau und L o^'cheuv haben gestern in aus zehn Zentnern Getreide sechzig. Und der j Wiesbaden in Vollmacht ihrer Regierungen das *" <~~r“ r‘-t— -- Abtourm.n über die deutschen Sachliefe-

toerbe, unb da die deutsche Industrie und Bank- Well ihre Kreditfähigkeit nur soweit werden zur Verfügung stellen können, daß sie noch die ttn laufenden Geschäftsverkehr benötigten Kredite erlangen. Der Niedergang der Mark« Valuta war wieder auf dem Effektenmark von einer starken Haussebewegung begleitet

Auch der Warengroßhandel , war sehr belebt. Im TextilgroßhandÄ war eilt Mangel an greifbarer Ware wie im Frühjahr 1930 fühlbar. Die Einkaufspreise lagen 40 bis 100 v. H. über den niedrigsten Notierungen deS Jahres. Der Eisengroßhandel klagte Über Roh- matericrkmangel infolge starker Exporte und in­folge Wagenmangels sowie darüber, daß ein. zelne Industriezweige wieder dazu Übergehen, Aufträge für Frühjahrsbedarf nur zu gleiten­den Preisen (Tagespreis) hereinzunehmen.

Im Einzelhandel

hat das Geschäft in fast allen Artikeln Arten stürmischen Aufschwung genommen. Es wird aber angenommen, daß die Einkäufe des Pnbk- kums der Erwerbung von Vorräten bienen unb baß deshalb in absehbarer Zeit ein Rück­schlag zu erwarten ist. Der Einzelhandel be­richtet einerseits von lebhaftem Absatz, anderer­seits von mangelnder Belieferung stttens der Fabrikanten unb Grossisten. Bisweilen wird behauptet, daß diese die Ware in Erwartung höherer Preise zurückhielten, «m so die bei dem letzten Konjunkftrrumsckwuna erlittenen Ver­luste wettzumachen. Am stärksten wirkte sich die Preissteigerung bei fast allen Waren bei Textil, und Lebensmittel-Einzelhandels aus.