11. Jahrgang
Freitag, 7. Oktober 1921
Fernsprecher 951 und 952
Nummer 230
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Fernsprecher toi nnb 952
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Vor der Entscheidung über öberschlesien.
gemäße nicht gefühlsmäßige Betrachtung und gegen links"' proklamiere. Das Blatt der U. Behandlung dieser Dinge letzten Endes doch da- S. P. betonte, ob diese Koalition geeignet für hin führen, daß sich die positiven, wirklich opfer- eine Arbeiterpartei sei, das mögen letzt die freudigen Kräfte zusammenfinden, weil sie sich Mehrheitssozialdemokraten entscheiden, zusammenfinden muffen, wenn nicht alles zugrunde gehen soll. Aber wir müssen uns bei alledem mit Geduld wappnen und in Ruhe die
weitere Entwickelung abwarteu.
Koalitionsbildung.
Die Schwierigkeiten der Einigung.
(Don einem parlamentarischen Mitarbeiter.)
Wenn auch die Verhandlungen um die Schaffung einer neuen Koalition im Reiche wie in Preußen durch das jüngste sozialdemokratisch- unabhängige Zwischenspiel wesentlich erschwert tvorden sind, wäre es doch voreilig, von einer Verschlechterung der Aussichten aus eine solche KoalltionSbildunL oder gar von einem Scheitern der Verhandlungen zu sprechen. Wenn man sich vor Augen führt, daß bei diesen Besprechungen, die gegenwärtig von den Parteiführern mit dem Reichskanzler und den Reichsministern geführt werden, alle Fragen- Komplexe innerer und äußerer Natur zur Erörterung stehen, daß es dabei gilt, die Richtlinien der Politik nach innen und außen Nr eine absehbare Zeit festzulegen, und daß es sich vor allem darum hagelt, ein hieb- und stichfestes Gebäude zu errichten, das auch heftigen politisck-pcrrlamentari scheu Stürmen Widerstand leisten kann, dann wird man ungefähr eine Vorstellung davon erhalten, wie schwer es ist, zu einem ersprießlichen Ende zu komme». Das Ideal wäre allerdings ein Block, der alle Reichstagsparteien von rechts bis Links umfaßte. Mit den Kommunisten, die sich außerhalb des Vaterlandes und seiner Notwendigkeiten stellen und die ihre Direktiven von Moskau beziehen, ist naturgemäß eine Gemeinschaftsarbeit von vornherein ausgeschlossen. Aber auch ein gewaltiger Großblock kann nach Lage der Dinge nicht erzielt werden. Dazu ist die Kluft, dre die Deutschnationalen von der äußersten Linken trennt, zu groß, durch die letzten Reichstagsdebatten ist sie nicht verengert, sondern noch erweitert worden.
Eine andere Möglichkeit, die von den Mittelparteien ernst genommen wird, ist diejenige eines Blockes von Stresemann bis Breitscheidt, also einer Koalition, in welcher die Deutsche DrÄspartei den äußeren rechten und die Unabhängigen den äußersten linken Flügel bildeten während der bisherige Regierungsblock das Kernstück darftellte. Um d i e s e Frage dreht sich das gesamte politische Interesse. Wer sich nicht von Stimnnmgen und Gefühlen leiten laßt, wird bestreiten können, daß es ein Ereignis von außerordentlicher politischer Bedeutung wäre, wenn es gelänge, die Unabhängigen und die hinter ihnen stehenden Massen fütr eine wahrhaft aufbauende vaterländische Arbeit gewinnen zu können. DaS politische Frage- und Antwort-Spiel wird also in nächster Zeit fortgesetzt. Der Frage der Sozialdemokraten an die Unabhängigen, ob sie an einer Regierung mit bürgerlichen Parteien sich zu beteiligen gewillt sind, folgte die unabhängig« Gegenfrage, ob denn die Sozialdemokratie sich des Einverständnisses der anderen Koalitionsparteien für ein Zn- sammeniwirken mit den Unabhängigen versichert hätte. Nun haben die Sozialdemokraten solche formulierten Fragen an Demokraten und Zentrum gerichtet. Diese Parteien haben ihre Auffassungen schriftlich festgelegt. Zugleich wird aber auch eine Frage an die Deutsche Volkspar- tei aerichtet. wie sie sich zu einer Zusammenarbeit mit den Unabhängigen stellen würde. Hinsichtlich einer Mftarbeit mit den Sozraldemokra- ten ist ja die Stellung der Deutschen Volkspartei schon seit einiger Zeit geklärt. Naturgemäß Wird auch die Deutsche Bolkspartet an die Unabhängigen die Rückfrage richten müssen, aus welcher Basis sie sich ein ersprießliches Zusammenarbeiten in einem derartig umschriebenen Mock denken. Und letzten Endes, aber nicht als Letztes, muß doch auch beachtet werden, wie die Bayerische BoWpartei zu diesen Dingen sich stellt.
Es gibt Wohl keinen Politiker, der nicht wünschte, daß die Schaffung einer Parlamentarischen Basis gelinge, die daS breiteste Ausmaß hätte. Me bürgerlichen Parteien der gegenwärtigen Koalifton sind sich aber darüber vollkommen rtnig. daß eine Erweiterung der Regierung nur nach links auf keinen Fall in Betracht kommen kann. Einer Erweiterung nach rechts und nach links stände, wenn di?'erforderlichen Vorbedingungen erfüllt werden, nichts im Wege. Das haben in ihren offiziellen Parteier- klärimgen Zentrum sowohl wie Demokraten zum Ausdruck gebracht. Wer eine Koalition, die nicht «ine Erweiterung nach rechts brächte, wäre, abgeschen davon.'daß sich die jetzigen Regierungsparteien dazu gar nicht bereit finden würden, von voncherein zum Scheitern verurteilt. Denn bann würde der Kampf um die neuen Steuern Formen annehmen, die unser Vaterland allerdings in das schwerste Unglück stürzen würden. Eine starke Äesitzbe- steueruug, ohne die Inhaber der Vermögens- Quellen um die Träger der produftiven Kräfte zu einer verantwortlichen Mitarbeit heranzu- zlchen, ist gar nicht möglich. So wird Vernunft-.
Um Oberschlesien.
Die Gefahr der Teilung des Industriegebiets.
iEigener Drahtbericht.)
Genf, 6. Oktober.
Der Völkerbundsrat soll die Teilung des Iu- duftriegebiets Vorschlägen wollen. Zu diesem gefährlichen Plan schreiben die Baseler Nachrichten, daß überhaupt nicht geteilt werden sollte, daß in Europa schon allzuviel mit lebendigen Wirt- schaftskörpern jongliert worden ist. Deutsch- land brauche an Kohlen große Mengen und danach wäre es auch leicht. Deutschland so lange zur Lieferung von oberschlefischen Roh- und Jn- dustrieprodukten an Polen zu zwingen, bis die riesigen Kohlenlager in Polen erschlossen find, und das Land dadurch in den Stand gesetzt ist, allen feinen Bedürfnissen, insbefoudere in den ehemaligen deutschen Provinz«« Posen und Westpreußen mehr als zu genügen. Der Bölker- bund Muht sich de« ewigen Dank Frankreichs zu erwerben. Die Ewigkeit wird aber nur so lange dauern. Vis Dank der Saarwirtschast der französischen Industrie der Atem ausgeht und Dank der oberschlefischen Katastrophe Deutschland die letzte Möglichkeit verliert, Reparations- zakfiungen zu leisten. Nachher hört der Dank aber ganz von selbst auf.
Dor der Entscheidung.
Gens, 6 Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Ein englischer Korrespondent berichtet, daß die Hauptgrundsätze zur Lösung deroberschle- sischen Frage fe stgelegt seien und daß Balfour und Bourgois, «je man hört, diese angenommen hätten. Der Korrespondent glaubt zu wissen, daß dem Plane des Völkerbundsrates gemäß Deutschland und Polen dieselben Garantien gegeben werde« solle« und ihre Verwirklichuna durch einen unparteiischen Schiedsrichter sichergestellt werde« soll. — Die Entscheidung über Oberschlesien steht unmittelbar bevor. Ein Zirkulartelegramm des Präfidenten des DSlkerbundSrates an die zurzeit in Zürich sich aushaltendcn Delegierten beruft tnef« unverzüglich nach Genf.
Die fremde Besatzung.
Gegen die militärischen Sanktionen.
tPrivat-Trlegramm.)
Berlin, 6. Oktober.
Die Meldung, daß der deutsch« Bot- schafter Dr. Mayer in Paris gestern bei Briand im Auftrage der Reichsregierung di« Aushe- bung der militärifchen Sanktionen im Rheinland (stanzöflsche Besetzung pon Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort) gefordert habe, wird von den Pariser Zeitungen mit ganz qe ringen Ausnahmen systematisch totgeschwiegen. Die Forderung der deutschen Regierung bbrfte im Zusammenhang stehen mit dem Beginn der neuen Wiesbadener Derhandlungen und eine logische Folge der Ratifikation der letzten Wiesbadener Abmachungen sein. — Der Baseler Anzeiger meldet ans Paris: Im Heeresausschnß der Kammer hat die französische Regierung am Montag eine Erklärung abgegeben, daß sie auf Grund eines Berichtes des Marschall Fach jetzt nicht in der Lage sei. einer Herabsetzung des Bestandes der Besatzungs. arme« in Deutschland nahe zu treten.
Siel der Linksparteien.
Die Bemühung«« um de« Zusammenschluß.
(Prwat-Telecramm.)
Berlin, 6. Oktober.
Im Leitartikel des »Vorwärts* wird zum Beschluß über die Koalition mit der Deutschen VoKspartei erklärt: »Unser Ziel muß fein: Proletarier einigt Euch! Diögen die Mitglieder der Unabhängigen dafür sorgen, daß praktische positive Arbeit von allen Führern geleistet werden muß. Geschieht dieses, dann wird der Entscheid -k«s Görsitzer PParteitages eine Blamage sein." — In der .Freiheit^ wird auSaoführt, daß der rocht« Flügel i>er Deutschen, BoWpartei .Kampf
Deutschland und Frankreich.
Ludendorff über die Beziehungen.
, (Eigener Drcchtbericht.)
Paris, 6. Oktober.
Ludendorff hat einem Mitarbeiter des „Ouevre" eine Unterredung gewährt, in der er folgende Erklärung abgab: L Ich glaube an die Möglichkeit eines ständigen Einver nehmens zwischen Deutschland und Frankreich. nur müssen beide Nationen sich dahin ver- ständigen, daß auch die deutschen und nicht nur die französischen Interessen gewahrt bleiben. Das ist, solange der Versailler Vertrag zu Recht besteht, aber unmöglich und ich erblicke in dem Fortbestand dieses Versailler Vertrages das größte Hindernis für ein gedeihliches Einvernehmen zwischen den beiden Ländern. Ich vermute, daß die öffentliche Meinung in Frankreich für irgenbweldje Abänderung des Wortlautes des Versailler Vertrages nicht zu haben ist und das einzige Mttel wäre, daß man den
Vertrag durch einen anderen ersetzt, der für Deutschland günstiger ist und gleichzeitig Frankreich tatsächliche Vorteile bietet. 2. Ich glaub« nicht, daß die Interessen Deutschlands und Frankreichs miteinander im Gegensatz stehen. Ich glaube im Gegenteil, daß die beiden Nachbarstaaten vollständig von einander abhängig find, gerade auf industriellem Gebiete. Die deutschen und französischen Interessen in gewissen wirtschaftlichen Frage« laufen sogar parallel. ES besteht also kein Grund, daß zwischen Frankreich und Deutschland Feindseligkeit herrscht. Rach dem Kriege hat die französt. fche Politik im deutschen Volke mehr und mehr die Neberzeugung bestättgt, daß Frankreich Deutschland
vollständig vernichten wolle und damit erklärt sich auch die antifranzösische Tendenz eines großen Teiles der deutschen Presse. Diese Abneigung würde sofort verschwinden, wenn die ftanzöstsche Regierung sich dazu entschließen könnte, ihre Politik zu ändern. Der Grund zu dieser neuen Politik müßte sowohl die französischen wie die deutschen Interessen beftiedigen und eine solche Politik wäre durchaus möglich, ohne daß Frankreich sich von seinen gegemvärtigen Verbündeten zu trennen braucht, geschweige denn, daß Frankreich etwa mit ihnen in Konflikt treten sollte.
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Die Haftung Frankreichs.
Genf. 6. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Der Baseler Anzeiger meldet aus Paris: Wie uns von französischer Seite versichert wird, ist die Rede Roblemaires im Völkerbund im Einverständnis mit der französischen R e- gierung festgelegt worden. Di« Rede stellt sich damit als eine Kundgebung der französischen Regierung dar, weshalb die Rationalisten die Regierung in der Kammer interpellieren wollen.
Dße Kabinettsfragen.
Wettere Verhandlungen in Preußen.
(Privattelegramm)
Berlin, 6. Oktober.
Heute findet im Landtag die neue Konferenz der Fraktionsführer von der Sozialdemokratischen Partei und per Deutschen BoWpartei mit dem Ministerpräsidenten Stegerwald statt. Mit einem großen Fortschritt der Verhandlungen ist schwerlich zu rechnen. An die Volkspartei ist man noch nicht mit der Frage herangetreten, wie fie sich zu einer etwaigen Zusammenarbeit mit den Unabhängigen stelle, eine Frage, die von der Bolkspartei weiter ablehnend beantwmtet werden wird. Die von der sozialdemokratischen Landtoksfrattion aufgestellte Forderung wird folgendermaßen formuliert: L Anerkennung und Verteidigung der Republik, 2. Sicherung des demokratischen Selbstbestimmungsrechtes des Volkes in Staat und Gemeinde, 3. Demokratisierung der Verwaltung und Republikanisierung der Polizei, 4. Sicherung und Ausbau der sozialdemokratischen Gesetzgebung, 5. Forderung einer grundlegenden Justizreform, 6. Schaffung eineS zeitgemäßen Dis- ziplinargesetzes. 7. scharfe Heranziehung deS Besitzes zum Ausgleich des Staatshaushaltes.
Das neue Finnland.
Besserung der Lage.
Das selbständig regierte Finnland, da« sich von den rassischen Einflüssen frei gemacht bot, erfreut sich jetzt einer zunehmende» Gesundung, wie aus dem un» ans chetstna fort zugehendeu Gericht klar ersichtlich Ifr Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Finnland stehen im Zeichen einer zunehmenden Gesundung, als bereit Ausdruck die neue Steigerung der finnischen Mark anzusehen ist. Di« Lage am internationalen Holzmarft hat sich tn den letzten Monaten gebessert, so daß Finnland, das auf Grund seiner noch stark unterfertigen Valuta in der Lage ist, den schwedischen Holz- handel stark zu unterbieten, wieder großer« Holzexporte ausfiihren kann. Auch die Politischen Verhältnisse sind als durchaus gesund« an- zusehen, da die früheren starken Gegensätze zwischen Bauernschaft und Stadtbevöllerung aI8 überwunden gelten können. Die Antipathie der Feomanen gegen Schweden hat sich durch die Alandssrage noch verstärkt, der Gegensatz zwischen Feomanen und Sweomanen bildet heute noch die einzige Must des in politischer und sozialer Hinsicht sonst sehr einigen Volkes Der deutsche Kaufmann ist in Finnland sehr gern gesehen, unb
deutsche Waren sind beliebt, sowohl in den Städten als auch auf dem Lands, zumal sie weit billiger erhältlich sind als schwedische Fabrikate. Die Finnen sind der Ret- tungsaktton der Baltikumtruppen gegen btt roten Garden auch heute noch eingedenk, was sich in einer großen Verehrung gegenüber ben damaligen Baltikum-Generälen ausdrückt. Zur Bester "Ng der finnischen Valuta wird nid/“ nur seitens der Regierung, sondern auch vom Volke selbst das Erdenklichste gekittet. So sind beispielsweise in ganz Finnland all« Kabarett- und Varieteevorstellungen verboten, um nicht durch div° Hand ausländischer Künstler Geld ins Ausland gehen zu lasse«. Die Grenz« gegen Sowjet-Rußland ist hermetisch abgefperrt, und besonders die Grenzprv- vinzen starren Von Militär, das außerordentlich gut diszipliniert ist und gerade auf den deutschen Reisenden einen ausgesprochenen alt-pren- ßi schien Eindruck macht. Hin und wieder kommen Flüchtlinge aus Rußland über den Ladogasee, di« in Mborg und Helsmgfors ihr« Schätze, in erster Reihe
Juwelen und Pelze verkaufen, um dann die Weiterreise nach Schwede«, Deutschland oder Frankreich anzutreten. Infolgedessen besteht gerade in diesen Artikel« ein außerordentlich drängendes Angebot in den »rößeren Städten, so daß beispielsweise in In- tvelen die durchschnittlichen Preise weniger als ein Drittel derjenigen betragen, die etwa tn Stockholm der Marktlage entsprechen. Dies« Tatsache wird besonders durch belgische und holländische Diamantenhändler ausgenutzt, die sich in größerer Anzahl in der Nähe der russischen Grenze aushalten und die dort billig erworbenen Juwelen mit außerordentlich hohen Zwischengewinnen in Schweden verkaufen. Auch diese Tatsache regt die Nachfrage nach der finnischen Mark stark an, zumal in der letzten Zeit auch zahlreiche deutsche Händler nach Helsurgfors und Wiborg gehen, um dort sinzukansen. Dieser Handel, der offiziell von der finnischen Regierung geduldet wnd, übt somit einen durchaus vorteilhaften Einfluß auf die Doilnta aus. Die Antipathie gegen Sowjet- Rußland und den radikalen Sozialismus ist im ganzen Volke außerordentlich stark, da dle Schreckensherrschaft der roten Garden noch in allgemeiner Erinnerung steht.
Gorki über Bolschewismus.
Kein Glaube an die Zukunft.
Der russische Dichter Marim Gorki, der ht Sowjet-Rußland svb seine angesehene Stellung zu wahren wußte und dafür auch schweren An- muffen seitens der ins Ausland geflüchteten ruf. fischen Schrisistellerwelt ausgesetzt war, konnte nunmehr Rußland verlassen, um zunächst für die Hills-Mion, die für das bungerrtbe RuKand sich vorbereitet, tätig zu sein, und dann einen deut, schen Badeort aufzusuchen, um feine geschwächte Gesundheit wiederherzustellen. Ma- von Gorki hat sich, von einem englischen Journalisten über die Znkimft Rußlands befragt, ziemlich offen ausgesprochen. Er glaubt nicht an die Zukunft des Bolschewismus. Wenn auch augenblicklich die bolschewistisch« Regierung für Rrißland notwendig fei weil eine ander. Regie' rung zurzeit nicht denkbar Wäre, so müsse doch der Kommunismus in Rußland fchon an dem Widerstand der russische« Bauern unbedingt idieitern. Der Kommunismus werde wahrscheinlich einer sozialistischen oder vielleicht sogar demokratischen Republik Platz machen und eine Staats sonn annehmen, etwa von der Art der