Meier Neueste Nachrichten
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Nummer 219.
11. Jahrgang.
Fernsprecher Ml und 952 Sonnabend, 24. September 1921 Fernsprecher 951 und 952
Die Aushebung der Sanktionen.
Der Wiederaufbau.
Ergebnis der Wiesbadener Besprechungen.
Aus parlamentarischen Kreisen kommt die Nachricht, fraß sich das Reichskabinett im Laufe der Woche mit dem WftderauWsuvertrage, der bei der letzten Besprechung zwischen Rathc- nau und Lo ach cur in Wiesbaden die Haulptvolls spi:tte, beschäftige und datz über die Frage seiner Ratifizierung durch Deutfch- land beschlossen werden soll Die französische Presse hat während der Wiesbadener Besprechungen über den Inhalt des Vertrages zum Teil recht widersprechende Nachrichten verbreitet, und von deutscher Seite ist über die Einzelheiten des Vertrages Überhaupt noch nichts bekanntgegeben worden. Das Abkommen über die Wiedergntmachvmgs'leifftungen, das in den nächsten Tagen zwischen Deutschland und Frankreich abgeschlossen werden soll, baftert auf einem Memorandum, das die französische Regierung durch ihren Unterhändler Tanncry schon vor mehr als Monatsfrist dem. deutschen Wiederaufvauministerium hat überreichen lassen. In dieser Denkschrift hat die französische Negierung Deutschland Vorschläge über den Wiederaufbau unterbreitet, und diese ssnd nun mit einigen Abänderungen, die deutscherseits verlangt wurden, zur Grundlage des Wiederaufbauvertrages geworden, der sich, in seinen wesentlichen Punkten an das französische Memorandum anschließon wird.
Frankreich hatte für den Wiederaufbau ^der zerstörten Gebiete folgende Vorschläge gemacht: Es wird in Deutschland eine Privatgesellschaft gebildet, um die Lieferungen von Material und Baustoffen auszusuhrcn» die von den sranzöstschen Geschädigten bestellt werden, deren Zusammenfassung in Gruppen durch die französische Regierung erfolgen wird. Deutschland und Frankreich verpflichten sich, alle die Körperschaften, die zur Durchführung des Mb- kommens gebildet werden, für die von ihnen zu schließende» Geschäfte von Stempel-, Eintraa- ungs- und ähnlichen Steuern zu befreien. Die mit den Wiederaufbaulieferungen betraute deutsche Gesellschaft har cm die Gesamtheit der französischen Geschädigten auf Verlangen Ma- terral- und Baustofslieferungen M machen, soweit sie mit den Produktionsmögl ch- keiten Deutschlands vereinbar sind Die Lieferungen beginnen am 1. Oktober 1921. Ausgeschlossen sind jedoch bestimmte Erzeugnisse, w>e -Köchle, K echten n e b enproduften, Farbstoffe uns chemische Erzeugnisse. Der Gesamtwert der Leistungen, vir Deutschland an Frankruch machen wird, und der von der deutschen Gesellschaft an die französischen Geschädigten ge- machten Lieferungen darf tn der Zeit vom 1. Ottober 1921 bis 1. Mai 1925 neun Mil- liarden Goldmark nicht übersteigen. Nach der Ratifizierung de« Vertrages wird emr Kommission gebildet, die aus einem Fran- Kosen, einem Deutschen und einer dritten, von den beiden Regierungen gemeinschaftlich gewählten Person besteht. Kommt eine Einigung über diese dritte Person nicht zustande, so wird um deren Bezeichnung der Schweizer Bundes- Präsident gebeten Werden. Ausgabe der Kommission ist es. über jeden Streitfall hinsichtlich der Möglichkeit der Erfüllung der Bestellungen zu entscheiden, ferner über alle Meinungsver- sMedenheiten, die Hinsichtlich der Transport-, Liefevungs- und Abnahmebedingungen entstehen können.
Die mit der Lieferung der Baustoffe bettaute deutsche Gesellschaft mutz erklären, die Vorschriften des der deutschen Regierung am 5. Mitt 1921 durch die ReparaÄonskormniffton mit- geteilten Zahlungsplanes zu kennen und erklirrt ihr Einverständnis, dir Zahlun« der von ihr gemachten Lieferungen nach Wahl der Ge- samthett der ftanzösischen Geschädigten bis zum Betrage von neun MWarden entweder in Dar- gald oder in Zinsscheinen der in Ausführung des Zahlungsplanes geschaffenen Obligationen oder Anweisungen auf Teile des Anteils akreichs an den von Deutschland zu berur- n Annitttäten anzunehmen. Die Zms- fcheine müssen im Laufe des Fohres der Uvber- aabs (1. Mai bis 30. April) fällig werden. Zinsscheine und Anweisungen werden zum Nennwerte angenommen. Die Urdergabe von Zins- scheinen und bie Ueberweisung eines Anteils an die deutsche Gesellschaft bewirken eine vollständige Entlastung des Geschädigten gegenüber der Gesellschaft für einen ihrem Werte glrich- kommenven Bettag.
Hebet dir Zahlungsweise hat die fvan- zjöstsche Denkschrift weiter felgende Grundsätze aufgestellt'. 1. Fünfunddrei ßig Prozent des Wertes der im Laufe eines Halbjahres gemachten Lieferungen werden am Ende des H«lbiah- res in der oben genannten Weise (Bargeld,, Zinsscheine) bezahlt. 2 Es darf jedoch der Ge- santtbettag der auf diese Weise bewirkten jährlichen Zahlungen und der jährlichen Gegenlei- siungen der ftanzösischen Regierung für die Lie
ferungen, die Frankreich auf Grund des Frie- densverttages erhält, eine Milliarde Goldmark nicht übersteigen. Wenn der Wert der Leistungen im Lauft eines Jahres zwischen dem 1. Oktober 1921 und 1. Mai 1925 eine Milliarde Goldmarr erreicht r-ber übersteigt, so ist während des betteffenden Jahres von den Geschädigten an die deutsche Gesellschaft keinerlet Zahlung für die Lieferungen der letzteren zu machen. 3. Die von den Geschädigten geschuldeten Summen tragen einfache Jahreszinsen von fünf Prozent von Beginn des Halbjahres, das aus das Halbjahr der Lieferung folgt. Das ist in den wesentlichen Pnnften der Inhalt des Wieder mf- bauvertrages, den die deutsche Regierung mit geringen Aenderungen in den nächsten Dagen ratifizieren wird. S.
Bericht Wer das Abkommen.
B e r l i n, 23 September. (Privattelegramm.) In der gestrigen Sitzung des Reichskabinetts erstattete der Reichsnttnifier fitr den Wiederaufbau, Rathcnau. Bericht über den Entwurf des Wiesbadener Abkommens mit dem ftanzösischen Wiederaufbanminister Loucheur. Die Besprechungen über diesen Gegenstand werden heute ihre Fortsetzung finden.
Aushebung der SanMonen.
Eine zusagende Antwort» (Eigene Drahtmeldung.)
Paris,. 23. September.
Der Temps meidet: Der deutsche Botschafter hat am Mittwoch Besprechungen mit Be-Iaud und Loucheur gehabt. Die demnächstige Aushebung der wirtschaftlichen Sanktionen wurde dabei dem Botschafter in Aussicht gestellt. — Die deutsche Note, in der die Ans- heftmg der Rheinlandsanktionen verlangt wurde, ist von den allierlen Kabinetten in zustimmendem Stinte beantwortet worden. Die Antwort gibt zu, daß die Gründe der vorübergehenden Verlängerung lediglich technischer Natur seien, über die der deutsche« Regierung eine weitere Mitteilung zngehen soll.
Liefern und zahlen.
Mißtraue« gegen deutsche Zah!»«gSfShigkett.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 23. September.
Der Berliner Korrespondent der ^Information" berichtet über eine Unterredung, die er mit einem Mitglied des interalliierten G a r a n - tiekomittes gehabt hat. Dieses soll sich sehr skeptisch über die Zahlungsfähigkeit Deutschlands geäußert und seinen Zweifel darüber auS- gedrückt haben, ob es Deutschland möglich sein wird, die nächste« Zahlungstermine, deren erster der 15. Dezember ist, einzrchalten. Die von der Industrie der Regierung in Aussicht gestellte Finanzhilfe sei sehr problematisch. Frankreich macht sich bereits Sorge darüber, was werden solle, wenn Deutschland nicht zahlen könne.
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Die ausgelieserten Schiffe.
PariS, 23. September. (Eigene Drahtmeldung. Die Reparattonskommisston hat den Wert der von Deutschland ausgelieserten S ch i f f e auf 745 Millionen Goldmark festgesetzt. Bon dieser Zahl müffen gewisse Lieferungen «6- gezogen werde«, die «ach de« Waffenstillstands- beding mgen nicht in Bettacht kommen. Die fest- gesetzte Ziffer wird den Sredittn Derttschlands gutgeschrieben werden. Die Einschätzung bezieht sich nicht aus Schifft, die nach dem 1. Mat 1921 von Deutschland geliefert worden find.
Frankreich befürchtet wieder.
»ie deutsche Regierungsbildung.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 23. September.
Die Pariser Blätter befürchten, daß die Annäherung der großen sozialistischen Partei an die große« bürgerliche« Parteien, das heißt als» der Mehrheitssozialisten an die Deutsche BoNspartti, daS KabinettWirth ernsthaft bedrohen. Drefts hat niemals verheimlicht, daß es befürchte, den Wiederzusammeutritt des Reichstags nicht 4a »»«*Si. und feine Befürchtungen schei
nen gerechtfertigt z« fein. Deutschland verzeiht dem Kanzler nicht, daß er sich dem Ultimatum der Alliierten unterworfen hat und damit ver- tzchte, Deutschland in loyaler Weise zu zwingen, die Verpflichtungen dieses Ultimatums zu erfüllen. Schon eröffnet sich eine Perfpektive für eine Nachfolgeschaft. Dian kombiniert ein neues Kabinett, dessen hervorragendstes Mitglied, wenn nicht dessen Leiter überhaupt, Herr Sttesemaun zu sein scheint. In diesem Umstande liegt für die Entente und für Frankreich insbeson- dere ein Moment der Unruhe. (?)
Bayern und das Reich.
Das Programm des MinisterprSfidente«.
lPrivat-Telearaurm.)
München, 23. September.
Der neue bayerische Ministerpräsident Gras Lerchenfeld sagte gestern abend in seiner programmatische« Erllärung unter anderem, daß die Grundlinie« seiner Politik dieselben sein werden, wie die der früheren Regierung, Er widmet den großen Verdiensten des Ministerpräsidenten von Kahr Worte tiefsten Dankes. Als erste Aufgabe bezeichnete er die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung und bat alle Parteien und Bürger, ihn in diesem Bestreben z« unterstützen. Die Treue zum Reich stehe für ihn unverbrüchlich fest. Eftr^übertriebener ZenttaliZmus stehe im Widerstreit zu den natürliche« Interessen des Re, ches. Die Interessen von Reich und Land erfordern die Pflege des staatlichen Eigenlebens imd die Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte der Länder Die Verhandlungen mit der Reichsregierung Wege« Aufhebung des fogenannten Ausnahmezustandes Werbe er alsbald aus Grund des Landtagsbe- schluffes wieder aufnehmen.
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Der Leitstandyunff.
München, 23 September. (Privattelegramm.) Der bayerische Ministerpräsident widmete im Landtag warm- Worte den pfälzischen Brüdern nnd gedachte dabei auch de8 furchtbaren Unglücks in Ludwigshafen. In feiner Stellungnahme zm LarrdeSpolttik erflärte er sich für positive christliche Weltanschauung, dankte für daS ihm durch die Wahl zugesprochene Ber- trauen und ersuchte alle Mitglieder der politischen Vertretungen ohne Unterschied der Partei, mit ihm in persönlicher Fühlunomchme zusammen zu arbeiten. Der Leitstandpunkt soll sein: Die Lieber« B a y e r n. die Liebe zum großen deutschen Baterland. Seme Rede wurde von der Mehrheit der Parteien mit großem Beifall ausgenommen.
Regierungs-Llmbildung.
3« Preußen und im Reich.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 23. September
Die Besprechungen über die preußische Kabinettsbildung find ziemlich weit gediehen, während über die Umbildung deS Reichs!a- binettS bisher eine Fühlungnahme zwischen den maßgebenden Führern der Parteien noch nicht erfolgt ist. Für P r e « ß e n dürfte es wohl ziemlich fest stehen, daß daS Zentrum «eben dem Ministerpräsidenten noch das LandwirtfchastS- ministerium erhält. Das Kultusministerium kommt wegen der bevorstehenden AuSeinander- setzung zwifchen Preußen und dem Vatikan nicht in Bettacht. Die Demokrat?« werden daS Handelsministerium behalten. Die deuffche Volks- Partei erhält das Finanzministerium und das Kultusministerium, die Sozialdemottaten Inneres (Settering) .Justiz (Abgeordneter Prof. Dr. Radbruch) und Wohlfahrt (früherer Ministerpräsident Otto Brann). Fraglich ist es noch, ob Sttgerwald das Ministerium wird behalten wolle«. Wie wir hören, beabsichttgt der Reichspräsident die gleichzeitige Umbildung der ReichS- Regierung aazuregen und für Sonntag bezw. Dienstag die Führer der neuen Koalition zur Besprechung einzulade».
Rach der Explosion.
Ei« Wüstes Feld der Zerstörung. Einige hundert Lerche» geborgen. Die Hilfstätigkeit hat begonnen.
Ludwigshafen, 22. September.
Von dem ExplosivnsungMck in Oppau sind noch ganz Ludwigshafen und Mannheim erschüttert. Das Trümmerfeld bietet einen entsetzlichen Anblick. Hinter ben Bildern dis Grauens und der Zerstiövung hebt sich, ein wenig erhöht, der Schattenriß der vernichteten Werke. Immer noch liegen dünne Wolken übet der eigentliches Explosionsstätte und ziehen graue Schleier Wer den Wirrwarr von Etten- teilen, zerbrochenen Türmen und verschütteten Hallen. Man mutz viele Absperrungen durch- schreiten, ehe man zum Werk kommt. Der Men- schenknauel wird dichter. Die Häuser find jetzt abgedeckt. Wir befinden uns am Eingang zur Flucht der Trümmerstättm. Ein Garren ist da, dessen Bäume van Schutt vergraben sind. Sie nagen nicht ein Blatt mehr. Auf dem Weck sind die einzelnen Fabrikanlagen nicht mehr zu unterfcheide«. Die Eisenträger si-w wie dünnes Rohr umgelegt. Hier und da glimmen noch Seine Feuer Es riecht stack nach Ammoniak. Schutthsigel über Schutt Hügel. Der Fuß zögert noch mehr, als man sich dem Krater des ErplosionAherdes nähert. Die Erde birgt wohl noch Opfer in ihrer Tieft. — Arbeiter haben Gesichter, von denen das Grauen noch nicht fortgewischt ist. Sie erzählen wenig. Hier ist kein Raum für Erzählungen. Manche wurden fürs bis zehn Meter vom Lu st druck dir Explosion gesch leudert, Eie sich ter geschun den, und das Wunder ihres Lebens ist ihnen selbst unheimlich. Im sogenanutsn neuen Segltt o-r Nordwestecks der Werke hielt der Tod seine größte Ernte. Wie man erzählt, hätten
die Toten in dichten Masse« gelegen. Wie in einer Schlacht. Die Bauten 110 und 111, in denen einige hundert Manu ge» 1 liefen sein sollen, sind vom Erdboden verschwunden. Wirres Gestänge, Eisenteile, Erdmassen, und bann der Trichter, der haustres in die Erde hinabzeht. In der Tiefe gurgelt Grundwasser. Er ist wohl über hundert Meter breit. Schlachtfeld der Arbeit! Nur zwei mäch, ttge Fabrikschornitei ne überragen die Schutthalden. Ingenieure, die die Stätten obgehen, um Festz'tellungen zu machen, für die Aufraumungs- arbeiten. Es tft unmöglich, hier zu stören. Mm steht am Rande des Inferno!... Wieder Zurück durch die schweigende Menge in Oppau. Die einzigen, die lachen, sind die Franzose«, die an der Ratbaustreppe Wache chatten. Dar sM keine Hetze sein. Dazu ist die Stunde zu ernst. Eine Feststellung. -Sie denken nicht viel dabei. Aber sie lachen vergnügt. — Die Kirchen sind Trümmerstätten wie die anbe« Ten Häuser auch. Zerbrochenes Ehorgestühl, gestürzte Seifige. Nur das Bild einer Nbaria steht int blauen Glanze unbeschädigt über drm Wtrrsal des Altars, der vom Schutt der Deck: überzogen ist. Sch>u sieht man Dachdecker an der Arbeit, die Häuser, die nur das Dach einge- büsir haben, neu zu decken. Schon fahren Wagen mit Ziegeln heran Dazwischen Männer mit Möbeln und Decken, Frauen, die in der Schürze die Reste ihrer Heinen Habseligkeiten nagen. Durch das DachgesWhl steht man in vielen Häusern den Tabak, der hier zum Trocknen aufgehärngt Ist, als grüne Last Wer den Mö- belreftcn. .Er war gut, dieses Jahr", sagt der Hausbesitzer, als er meinen Blick bemerkt. .Wenn schon mal was gut ist, geht's xum Teu- feL* Der Schmerz geht eigene Wege ton Kaps der Menschen. Das Haus ist hi«, der Gartm verwüstet, der Mann denkt au den Tabak, an den er soviel Sorge verwandt hat. Es ist so menschlich und so herzzerreißend menschlich, Reser Keine Schwerz das Tabakdauers. Noch ent- nml ein Rückblick. Man We.pt kaum zu atmen. Tie Größe dieses Unglücks siebt wie ein Regenbogen vor den Menschen. Deutschland muß hier helft«, daß sie nicht im Schmerz versinken.
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Bergung der Qpser.
Ludwigshafen. 23. September. (Privat- telegrmnm) B's Donnerstag abend waren 254 Tote amtlich festgestellt. Die auf der Trüm- merstelle geborgenen Leiche« find von der Staatsanwaltschaft fteigegebe« worden. Die Stadt Ludwigshafen hat die Beerdigung der Opftr auf städtische Kosten übernommen. Die ge. mcinsame Beisetzung soll Samstag erfolgen. Die nächsten Tage werden eine weitere Erhöhung der Zahl der Toten bringen, da von de« in den Krankenhäuftrn Ludwigshafen und Mannheim untergebrachten Schwerverletzten wohl über vierzig kaum mit dem Leben davonkommen dürften. — In ter vorletzten Rächt find im RordttankenhauS in Mannheim von den ein. gelieferten Verwundeten noch sieben gestorben. Im Allgemeinen Srankenhanft find im Lauft des gestrigen Tages etwa smrszehn Schwerver-
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