Kasseler Abendzeitung
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Meier Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Nummer 204.
Fernsprecher 951 und 952
Mittwoch, 7. September 1921
Fernsprecher 951 und 952
11. Jahrgang.
Lagerns Verstimmung gegen das Reich.
tim Oberschlesien.
Die Besprechungen im Völkerbundrat.
Die Oberschlesische Frage ist weder eine öeittsai-pol irische Angelegenheit, noch eine Frage der Auslegung des Friedeusocrtrages, sonder» das Symbol einer weltwirtschaftliche» Auseinandersetzung von der höchste» politischen Tragweite, schreibt der Reichsminister a D. Dernburg. Gewöhnlich wird die Frage so gestellt: Soll Deutschland dauernd so geschwächt werden, daß es überhaupt keine Wiedergutmachung leisten, ja wirtschaftlich kaum existieren kann. d. h. soll der Zustand dauernden Kriegs nach dem Kriege bis zu unserer gänzlichen Zerstückelung aufrechterhalten werden. Also die Llemenoeausche These! Wer die Frage so stellt, betrachtet den gegenwärtigen Kampf als eine deutsch-französische Auseinandersetzung. Aber diese Fragestellung ist zu eng. Richtiggestellt lautet sie, soll durch die französische Vergewaltigung Deutschlands und die Stärkung der französischen Gesolgstaaten von Warschau und Prag die ftanzösische Alleinherrschaft aus dem Kontinent errichtet und verewigt werden und England auf seine Insel und fein Kolo- nialreich verwiesen werden, wobei sich Frankreich Vorbehalt, in den von ihm angenommenen kommenden Machtkampf zwischen den Seemächten sein Gewicht nach Grinst und Vorteil in die Wagschale zu warfen. Und wirtschaftlich gesprochen : soll Frankreich durch den Besitz der Saar- rmd Lothringer Gruben, durch die Kontrolle des Ruhrgebiets und durch die Aus- beutung Oberschlesiens zum mächtigsten Industriestaat unserer Hemisphäre werden und damit dem englischen Handel einen schweren Stoß versetzen. Do betrachtet, erkennt man, daß Oberschlesien und die Sanktionen ei» Zusammengehöriges sind und daß die Pariser Konferenz eine Etappe in der Entscheidung der künftigen Schicksale der Welt gewesen ist: ein Kampf, in dem es kein Kompromiß geben konnte, wenn man von einzelnen kleineren HöslichSeitskonzes- sionen etwa absicht. Die Frage schließt also den Frichen oder Unfrieden der Welt für absehbare Zeit in sich. Daraus ergibt sich daß eine Nichteinigung notwendig zu einem Bruch führen muß. der in ebenso absehbarer Zeit die Pforten des Janustempels erneut geöffnet hätte.
Hieraus ergab sich daß, wenn der Bölker- bundgedanke überhaupt ernsthaft genommen werden will, die Angelegenheit früher oder später den Völkechund beschäftigen mußte. „Wenn,- so sagt der Arttkel 16 des Dölkerbundvertrags, „zwischen Bundesmitglieder eine Streitfrage entsteht, die zu einem Bruch führen könnte, und diese nicht der SchiedsgerichtSbarkeit unterbreitet wird, so ist sie vor den Rat des Völkerbundes zu bringen." Ncsth dem Versailler Vertrag ist die Grenzziehung zwischen Deutschland und Polen Aufgabe des Obersten Rates der Alliierten, und es werden vermutlich schließlich als eine Sache des Prestiges die Alliierten diese Grenze auch ziehen. Da sie sich aber von vornherein dahin geeinigt haben, sie entsprechend den Gutachten des Völkerbundrats zu zie. hen, so ist die Entfcheidimg der interalliierten Premiers lediglich Form und Ausführung geworden: aus dem Gutachten des Dölkerbundrats wird Urteil und Entscheidung. Man scheint sich weiterhin dahin geeinigt zu haben, daß auch ein Mehrheitsvotmn des Dölkerbundrats angenommen werden soll; ein einhelliges Gutachten also nicht nötig ist. Das ist wohl in der Voraussicht geschehen, daß ein solches einhelliges Urteil nicht erzielbar fein wird, da Frankreich auch in diesem Gremium vermutlich nicht überzeugt werden kann. Das würde dann die Din- ge auf den alten Stand bringen, was jedenfalls vermieden werden foll. Die ernsteste Entscheidung, vor der die Welt zur Zeit steht, ist also von Paris nach Genf verlegt und muß zur Probe werden, wieweit der Dölkerbundgedanke die Weltpolitik beherrscht und wieweit sein ge- genwärtiaer Ausdruck, der Covenant, ein geeignetes Instrument darstellt.
Würde sich irgendein betroffener Staat, sagen wir Polen, der Ausführung der Entscheidung des Völkerbundrats widersetzen und Deutschland an der Durchführung des Entscheids durch Wiederbesetzuna des ihm zugefprochenen Oberscklesiens zu hmdern suchen, so könnte selbstverständlich der Umweg über eine erneute offizielle Anrufung des Völkerbunds vielleicht nicht vermieden werden. Aber die Eutschei- duna stlände van vornherein fest und ihre Durchführung würde nach Artikel 16 vom gesamten Völkerbund vorgenommen werden müssen Freilich kann der Dölkerbundrat seine Verantwortung auf die Völkerbundverfammlung abschieben; wie die Kräfte aber bisher austnar- schiert sind, würde materiell hier sicher nichts ge- ändert werden, wird doch das englische Stimm- «swicht in der Versammlung bedeutend verstärkt, da daS englische Imperium im Rat Mar nur eine, in der Versammlung aber fünf Sttmmen
hat. Daß der Völkerbund kein vollkommenes Instrument ist, wissen wir alle, und besonders die Institution des Völkerbundrats, die, wie Lansing sagt, weiter nichts ist ocks ein Instrument, um dauernd die Mtolmüchte nkderzuhal- ten, haben wir ja von vornherein bekämpft. Auch in diesem Fall werden die Mängel dieser Ein- richtung dadurch besonders klar, daß die Hälfte der Mitglieder des Rates wider denselben Par- teien angehören, die sich in Paris erfolglos gestritten haben, und auch im weiteren Verlauf in Genf werden sich noch manch« Viüngel in den Beratungen Herausstellen.
München gegen Berlin.
Noch kein Ergebnis der Verhandlung«».
lPrivat-T-legramm.)
München, 6. September.
Das Ergebnis der gestrigen bayerischen Ministerratssitzung ist die V e r t a g u n g der T t e l- lungnahme des bayerischen Kabinetts bis zum Abschluß der inMischen eingeleiteten Ber- hantstungen mit der Reichsregierung in Berlin. Die Kabinettssitzung dauerte drei Stunden. Staatssekretär Schweyer ist gestern abend nach Berlin zurückgereist und am heuttgen Dienstag sollen die Besprechungen mit der Reichsregierung wieder aufgenommen werden. Die heutigen Münchener Morgenzeitungen stellen fest, daß durch die letzte Drohrede des Reichskanzlers die Lage äußerst verschärft war. den ist. Die Drohrede des Reichskanzlers ist noch unterstützt worden durch die Stellungnahme der Sozialdemokraten. Auf einer Konferenz der sozialistischen Führer Bayerns wurde zum A«S- druck gebracht, daß die gesamte Arbeiterschaft hinter der Reichsregierung stehe.
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Die Faynenfarbeit.
München, 6 September. (Privattelemcamm.) Die „Passauer Donauzeitung" meldet: Gegen das Tragen roter Fahnen im Reichsgebiet richtet sich eine Interpellation der bayerischen Vollspartei im Reichstage. Nachdem die Polizeibehörde das Tragen schwarz.weiß- roter Fahnen allgemein verbietet, wird die- selbe Maßnahme auch für die r o 1 e Flagge der Internationalen als gerechter Ausgleich gefordert.
Völkerbunds-Tagung.
Die Eröffnung der zweiten Sitzung.
(Eigener Drahtbericht.)
Genf, 6. September.
Nachdem gestern vormittag die zwette Tagung der Völkerbundsversammlung von dem chinesischen Delegierten Wellington Ku eröffnet worden ist, erfolgte am Nachmittag die Wahl des Präsidenten. Auf Vorschlag des englischen Außenministers Balfour wurde der holländische Außenminister vanKarnebeek gewählt. Dieser übernahm mit einigen Worten des Dankes das Präsidium und versicherte, er sei auf die ihm zugefallene Ehre gar nicht vorbereitet gewesen, werde sich aber bemühen, als ein treuer Diener am Werke des Völkerbundes fein Amt zu erfüllen. In den lebhaften Beifall, der den Worten des Präsidenten folgte, stimmten die f r a n - zö fisch en und andere als ftanzosenfremrdlich geltende Delegationen n i ch t ein, was allgemein aufsiel. Präsident van Karnebeel legte Wert daraus, sich sofort nach der Versammlung de» Pressevertretern vorzustellen, und er erinnerte in einer kurzen freundlichen Ansprache darau, daß in Holland das Interesse für die redliche Organisierung der Welt stets besonders stark war.
Der neue Vorsitzende.
Genf, 6. September. (Eigene Drahtmekdung.) Der neue Präsident der VölkerbundStaMng, van Karnebeek, faßte in einer Unterredung mit den Pressevertretern, er werde auch der Presse ein freuet Diener sein. Auf eine Anftage teilte er mit, daß die Verhandlungen voraussichtlich nicht so lange wie die vorherigen Verhandlungen dauern würden. Etwas Genaueres könne er aber noch mcht sagen, da er selbst in die Arbeiten der Versammlung noch zu wenig eingearbeitet sei. In den Kreisen der schweizerischen Delegation soll eine ziemliche Verstimmung übet die Präsidentenwahl herrschen, Man ist der Ansicht, daß es der Schweiz gebMti hätte, ht -er zweiten Völkepbundsverscnnmlung den Präsidenten zu stellen, nachdem man in der ersten Versammlung des Völkerbundes bereits zu Gunsten Belgiens Verzicht geleistet habe.
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Sieg der englischen voNM.
Paris, 6. September. (Eigene Drahtmeldung.) Die Wahl des holländische« Vor-
fitzenden für die Hauptversammlung des Völkerbundes wird in hiesigen Kreisen als ein Sieg der eugltscheu Politik ausgelegt.
Deutschlands Zahlungen.
Die Verteilung unter den Alliierten.
(Eigen» Drohtmelduna.)
London, 6. September.
Die „Westminster Gazette" behandett die Frage der Reparation und sagt, daß Frankreich nunmehr endgültig darauf verzichtet habe, das Pariser Abkommen zu rattsizieren, durch das die Goldmilliarde, die von Deuffch- land am 30. August zu zahlen war, an England und Belgien verteilt werden soll, während sein eigener Anteil in den Saargruben bestehe. Das Blatt fühtt aus: Do wie wir es gesagt haben vor einigen Tagen, wäre eS ein Fehler unserer- seits, uns in dieser Frage als habgierig zu zeigen. Andererseits hat die französische Regierung ein Abkommen mit Deutschland stetroffen, wonach ein Teil der Bezahlung in Materialien geliefert werden soll, das für die Wiederherstellung der zerstörten Gebiete bestimmt ist. Wit stimmen diesem Abkomme« zu. da wir es sa selbst vorgeschlagen haben, aber es ist klar, daß alle diese verschiedenen Zahlungen auf ein gemeinsames Konto gntgeschrieben werden müssen, oder eS wird schließlich eine Verwirrung herauskommen, die überhaupt kein Ende mehr hat.
Die alte Ungewißheit.
London, 6. September. (Eigene Draht- meffintng.) Die französische Regierung hat der maischen Regierung nun auch offiziell mitge- tertt, daß f?e d'e Ratifizierung deS Abkommens, das aus der letzten Finanzministerkonferenz unterzeichnet wurde, verweigere. Man glaubt in vielen hieflgen Kreisen nicht, daß die Note der französische» Regierung eine neue Spannung in den Beziehungen beider Länder herbeiführen wird. Man beschränkt sich t» amtlichen Kreisen darauf, zu bedauern, daß die ganze Frage auf diese Weise wieder in daS alte Stadium von Ungewißheit zurückgeworfeu wird, in dem sich dieselbe beretts vor dem Zusammentritt der Konferenz befand.
Schutz der Uniform.
Gegen die Angriffe auf Soldat«u. (Telegraphisch« Meldung.)
Berlin, 6. Sqttembet.
Da infolge der polittschen Erregung mehrfach Reichswehrsoldaten auf der Straße be. leibigt oder mißhandelt worden find, hat der Reichspräsident eine Schutzkundgebung erlassen, in der eS heißt: Die Reichsregierung ist ent» schlossen, diesem Zustand ein Ende zu machen. Durch Verordnung des Reichspräsidenten auf Grund des Artikels 48 der Verfassung und auf besondere Befehle des ReichSwehrministets iss für die Zukunft jeder Mißbrauch der Uniform verhindert. Die Regierung muß daher von alle« Kreisen des Volkes und allen Parteien verlangen, sie in ihrem Bestreben, der Wehrmacht des Reiches die gebotene Achtung und Geltung zu sichern, zu unterstützen. Der Soldat ist der Bürger im Waffenrock, der Vertreter der verfassungsmäßigen Wehrmacht deS Reiches. Ihn als solchen zu achten, ist ein ltzebot der Selbstachtung des Volkes. Die Autorität des Staates macht es der Reichsregierung zur Pflicht, Ausschreitungen gegen die Wehrmacht dcS Reiches und Angriffe gegen ihre Angehörigen mit den ihr zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln zu begegnen.
Sieg der Griechen?
MUttSeischer Vormarsch gegen die Türke«.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 6. September.
Ein höherer englischer Offizier, der vom Völkerbund nach Adrianopel gesandt worden war, hatte eine Unterredung mit König Konstantin. Der König erklärte, daß die militärische Situation an der A n g o r a - F r o u t so gut sei, wi« mau nur igrend wünschen könne. Er glaubt, daß die türkische kemalistischc Armee nicht mehr als fünszigtausend Mann zählt. Sobald die Griechen in Anama eingedrungen sein würden, würden sie die Lebensrnittel, Munttion und anderen Vorräte vernichten und sich alles dessen be- müchtigen, was sie mitnehmen könnten. Daun würden sie sich in sichere Positionen zurückziehen und zwar nach einem Aufenthalt von drei Tagen in der kemalistischen Hauptstadt. Was die Besetzung Konstantinopels angeht, hat der König erklärt, daß die Griechen keinerlei Absichten auf diese Stadt hätten. Im übrige» wüßte er, daß eS Mächte gibt, die keinerlei griechische Intervention an den Meerengen wünschen. Die griechische Linie soll im Westen Angoras noch hundert Kilometer von der Stadt entfernt sein.
Frankfurter Messestadt Die Vermehrung der Bauten.
Di« Zunahme der Beschickung und de« Besuche« der deutschen Meßen hatte sich auch tn Frankfurt a. M. sehr bemerkbar gemach«. Oe ist erfordert«« geworden, die Anlagen zu ermritern. Darüber wird un« geschrieben, Mcht von der Atesse-Stadt Fvankfurt a. M. soll die Rede sein, sondern von der »Frankfurter Messe-Stadt". Was darimter zu verstehen ift? Nun, die Frankfurter Messe-Stadt ist der stei g wachsende, schon bald die Größe eines besonderen Stadtviertels einnehmende Komplet von Hallen und Häusern, in denen die Frankfurter Internattonalen Messen untergebracht sind. Ms in diesen das älteste deuffche Groß-Messe--Unter- nch-men — die alten Frankfurter Reichsmessen — vor zwei Fahren wieder erstand, rechnete nut. damit, daß der Riesenbau der Festhalte ausreichen würde, die neue Messe in ihrer Gesamtheit zu beherbergen. Bald genug indessen zeigte sich, daß das Interesse für die Frankfurter Internationalen Messen bei Jndusttie und Handel viel lebhafter sich geltend machte, als man annehmrn zu können geglaubt hotte. Schon für die Herbst, messe 1919 mußten mehrere poovtsorijche Hallen errichtet und außerdem einige Schulen in unmittelbarer Räche des Messeterrains in die Messe einbezogen werden. Rach dieser ersten, außerordentlich erfolgreich verlaufenen Messe beschloß das Meßamt, da auch für die zweite Messe Mw Meldungen in großer Zahl einliefen, den Ausbau der Messe-Anlagen auf der Grundlage einer Gesa-mtprojeklion durchtzusühren. Namhafte Architekten machte» sich an die Aufgabe, für daS ausgedehnte
Gelände um die Festhalle, daß in wenigen Minuten vom Hauptbahnhof erreichbar, weitestgehende Erweirerungsmöglich- feiten gestartet, einen großzügigen und Mgleich künstlerisch reizvollen Bebauungsplan zu schaffen. Eine Reihe vou großangelegten Vorschlägen wurde im Druck veröffentlicht. Die Messe- und AuSstellungSgesellschast beschloß, das Projekt des Frankfurter Architekten Franz Röckle zur Basis der weiteren Bebauung des Meßgo- ländes zu machen. Der erste große Bau, der neben der Festhalle enfftaud, das Haus »Offenbach", gab nicht nur bte Möglichkeit, wichtigen Gruppen ber Beschicker helle, schön? AuS- stellungsräume zuzuweisen, er hat in feinem Frontteil auch das Meßamt und dessen große Verkehrshalle aufgenommen Geschickt entwor- Jene Verbindungen schufen Anschlüsse vom Haus .Offenbachs nach der Südhalle und den Osthallen A und B. Der Uebergana zur Osthalle S wurde durch einen Heiner, halbkreisförmigen Hof erreicht. Während der letzten Monate wuchs an der Hohenzollernallee der sehr markante Bau des H auses .Werkbund* auf, der in feine? architektonischen Gestalt wie in deren farbigen dekorativen Behandlung eine sehr beachtenswerte Note in daS Bild der Frankfurter Messe-Stadt bringt. Er wird wahrend der Herbstmesse vorn 25. September bis 1. Oktober 1921 die erst« Frankfurter
Kunstgewerbe- Qualitätsfchoir und die erste ber wiedererstandenen Buchmeffn aufnehmen. Der Besucher der Frankfurter Herbst, mess« findet auf dem gegen den Hauptbah.chof gelegenen Gelände der rüstig sich airSdehnendrn Frankfurter Messe-Stadt nunmehr einen geschloffenen Zu.z von Bauten. Er beginnt mti Haus „Offenbach" und führt über Hof Offenbach Osthalle D, Haus „SBertbunb- ufw. zur Osthalle A und damit zur Festhalle selbst. Hier ist i» knapp zwei Fahren eine wahrhaft imponierende Bauleistung vollbracht worden. Aber auch auf den Nord- und Westgeläude hat regsamer Bauwille sich bereits kräftig betätigt. Die Nordhalle ist entstanden, die Westhallen sind sehr beträchtlich erweitert worden, besonders vor allem die Pesthalle C, die um über zweitausend Quadratmeter auSqebaut wurde Und schon ist Wer. ter westlich das Terrain aufgeschüttet, auf dem die stattlichen Maschinen- und Industrie, hallen demnächst aufgeführt wetden sollen. ES handelt sich also um eine wirkliche Messe-Stadt, die da um die Frankfurter FesilhaMe aI8 Zentralfern entstanden und in schnellem Ausbau begriffen ist. Wie in der Beschickung der Hallen und Häuser selbst dokumentiert sich auch in dem er. staunlich flotten und architektonisch interessanten Wachstum dieser Messe-üDtadt das tragsähige Vertrauen von Jndusttie und Handel zu de» Fronffurter Intern ationasen Messen.
Hilfe für deutsche Kinder.
Vom Komitee japanischer Freunde.
Emer Reihe deuffcher tn schwerster Not befindlicher Kinderheime, besonders auch der ReichSanstalt zur Bekämpfung ber Säugling»« und Klemkinderfterblichkeit, dem Kcnserin-Augu- sta-Viktoria-Haus, find in letzter Zeit auS Ja« pan erhebliche Mittel zngefloflen. An vieler großzügigen Avion haben sich sowohl in