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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Fernsprecher 951 und 952
Pierrstag, 6. September 1921
Fernsprecher 951 und 952
11» Jahrgang.
Versuche einer neuen BiockpoMk.
Neue BiockpoMk.
Scheidung nach rechts und link«?
Stuf dem jetzigen beuischirattoualen Parteitag fix Ltüirchen hat die Politik um bie Person Dte- gertoalds eine anz besondere Erörterung gesunden. In Münchener politischen Kreisen mißt inan diesem Vorgang eine weit über das Tages- interesse hinausgehende Bedeutung bei. Er sieht in enger Verbindung mit der Reoe des Professors Tr. Martin Spahn, des Sohnes des Zentrums führets Dr. Spahn. Professor Martin Spahn hat erklärt, daß der Tod Erz berge rs ihn innerlich zur Entscheidung gegenüber dem Zentrum, dem er nomillell noch zugehörte, gezwungen hat. Spahn schwebt der Gedanke der Bildung einer großen Rechten vor, und er glaubte, der Hoffnung Ausdruck geben zu können, daß auch Stegerwald mit seinen christlichen Gewerkschaften hier mttmache. Zwar konnte auch Dpalm nicht die Befürchtmig unterdrücken, daß der Plan mißlingen könnte, da man noch nicht wissen könne, wie Siegerwald letzten Endes sich stelle. Immerhin war es natürlich, daß diese Aoußerungen Spahns vom deutsch- nationalen Parteitag mit jubelndem Beifall ent- gogengenommen wurden, da man hinter ihnen — ob mit Recht oder mit Unrecht, kouunt hier nicht in Frage — viel mehr vermutete, als nur eine vage Annahme. Man konnte diese optimistischen Aeutzerungen Spahns audii um deswillen nicht allenthalben in den leitendem Kreisen der Deutschnationalen mit ungemischter Freude ent- gegennelsanen, weil der Vorsitzende der Deutschnationalen VoNslpartei, Hergt, selber in seinem gtdßen politischen Referat den Satz ausgesprochen hat, „den Glauben, daß das Zentrum zu einer Rechtspolitik zu haben sei, habe er aus-gegeben". Dieser „Cflaube" aber War ja gerade das Fundament, auf dem Spahn fein Zukunfts- gebände errichten zu können glaubte.
Die bayerische deutschnationale Presse verhalf sich bei aller Freude über das Auftreten Spahns und seine Pläne doch in der Beurteilung der Aussichten ihrer Verwirklichung recht zurückhaltend. Man Will dort das Echo in der Zentrumspresse und vo-r allem der Zentrumspartei selber abwarten. In den bayerischen Organen der Deutschen Volkspartei kommen die Bedenken noch mehr zum Ausdruck. Dort wird ausgesprochen, daß man bet Spahns Siebe das Empfinden hatte, „daß hier eine Art von Lie- bes werben vor sich ginge, das Rebevolle Ans- werfen eines Netzes nach einem, den man gern hinüber zöge ins Lager der Rechten, von deut man aber nicht sicher ist, ob er diesem Liebes- Werben sich nicht abgeneigt zeigen werde." So äußert sich beispielsweise die „Münchener Zei- tung", die hinzufiigt, daß es sehr zweifelhaft erscheine, ob die Christlichen Gewerkschaften eine solche scharfe Schwenkung mitmachen würden. .Und die große Rechte braucht Soldaten vor allem, nicht Foflcherren." We diese Entwicklung sich letzten Endes gestalten mag, steht für heute dahin. Es ist aber bemerkenswert, daß gerade auf Grund dieser Erörterungen auf dem dentsch- naticnalen Parteitag vom bayerischen deutfchna- tionalen Kreisen aus auf das stärkste Stimmung für eine Reichspräsidenten - Kandidatur Stegerwalds gemacht wird. Man bringt diese Erörterungen in Zusammenhang mit den gegenwärtigen politischen Vorgängen, namentlich den Maßnahmen des Reichspräsidenten, die sich in dem Verbot einiger rechtsstebcn- der Zeitungen auf Grund der letzten Aus-nahme- Verordnungen äußerten.
Der „Münchener Zeitung" wird „von parteipolitisch gut unterichteter Stelle" über den Plan einer Reichspräftdenten-Kandidatur Sieger. Walds folgendes mitgeteilt: „Wie wir nun er. fahren, ist Aussicht vorhanden, daß der gegen, wattige Mnisteräsident in Preußen Siegerwald, von den bürgerlichen Parteien gemeinsam als Kandidat ausgestellt wird. Gegen Stegerwa'd, als einen der angesehensten Führer in der christlichen Arbeiterbewegung, als einen süddeutschen Katholiken, der auch im protestantischen Norden das allgemeinste Vertrauen genießt, dürften sich kaum irgendwo in Deutschland ernste Widerstände regen. Für das Tempo, in dem sich diese Angelegenheit entwickeln wird, kann es sehr daraus ankommen, tote sich Stegerwald als preußischer Ministerpräsident in der gegenwärtigen Krisis der Uebergrrffe der Reichsregierung in die preußische Landeshoheit erwehrt. Tenn Preußen wird tn diesem Falle ja genau so vom Reich vergewaltigt wie Bayern."
Diese Auslassungen und die Vorgänge, ans die sie sich stützen, find fürs erste lediglich als Stimmungsbilder unserer heutigen politischen Lage zu bewerten. Einen größeren Wert als den einer Kombination haben sie Wöbs kaum. Soviel scheint über sicher, daß jetzt die große Scheidung der Geister Miscken rechts und links anhebt. Die Deutschnatioktalen haben tn diesem Ringen für sich die Führung proklamiert. MS Swßtrupp-Führ« in das
Herz des Zentrums fungiert Professor Martin Spahn! Die Werbung nach der deutsch- volksparteilichen Seite hin wird auch mit aller Kraft vorgenommen. Doch war es sehr bemerkenswert, daß, als auf dem deutschnationalen Parteitag der Vorsitzende in seinem politischen Referat auch die Deutsche Volkspartei für die große Rechte in Anspruch nahm, ans der Mitte der Versammlung heraus ihm starker Widerspruch wurde. DeS weiteren fühlen sich die deutsch-volksparteilichen Kreise verletzt durch die Aeußerung Helfferichs, daß die Teutschna- tionale Volkspurtei die deutsche Partei fei. Di« Entwickelung, di« auf dem deutschnationalen Parteitag in München angebahnt wurde, kann in der Tat überaus bedeutungsvoll für unier ganzes parteipolitisches Leben werden.
J. B-
VoNM der MMe.
Stresemauu befürwortet ei« Kompromiß. sPrivattelegramm)
Magdeburg, 5. September.
Im Rahmen des Wahlkreis-Parteitages Magdeburg-Anhalt der Deutschen Volkspartet sprach hier vorgestern abend Dr. Stresemann in einer öffentlichen Versammlung. Er führte unter anderem aus: Die Kugel, die Erzberger getroffen habe, habe beinahe ebenso verhängnisvoll gewirkt, wie der Kapp-Putsch. Wir find wieder um viele Monate in der Entwicklung zur Ruhe und Ordnung zurückgeworfe«, und «8 scheint für den Augenblick alles zerschlagen, was nach Wiederaufbau und Zusammenfassung der Kräfte aussah. Völlig verkehrt ist cS aber, die heutigen außergewöhnlichen Verhältnisse als Tauerverhültnisse anzusehen und, tote Professor Spahn, einen Block der Rechten zu proklamieren, dem eine Linksmehrheit im Reiche und in den meisten Ländern gegenübersteht, und so eine Spaltung unseres Volkes in zwei Teile zur Dauererscheinung machen würde. So wie die parlamentarischen Verhältnisse bei «ns gelagert find, ist nichts anderes als eine Kompromitzpoli- til möglich, und eS ist eine vollkommen ober- slächliche Betrachtung, die Politik der Mitte, die in Wirklichkeit starke Realpolitik bedeutet, alS eine schwache Politik anzusehen.
3m Völkerbunörat.
Langsame Beratung der Sberschlefieafrage.
(Eigener Drohtbericht.)
Genf, 5. September.
Die Besprechungen über das oberschlesische Problem scheinen noch nicht sehr vorgerückt zu sein. Der Generalsekretär des Böl- ketbnndes beschäftigt sich mit dieser Frage sehr eingelzend. Man erklärt, daß die Beratungen zwischen den Vertretern Belgiens, Brasiliens, Spaniens und Chinas unter dem Vorsitz beS Präsidenten Hymans besonnen haben, doch weiß man darüber nichts genaues, denn die MitAieder des Völkerbundes scheinen in dieser Hinsicht Stillschweigen beobachten zu wollen. Es verlautet, ein Grund für die Verzögerung der Beratungen sei darin zu erblicken, daß kein genaues Kartenmaterial von Oberschle- fien vorhanden sei, aus welchem die Grenzen richtig zu erkennen feien. Man bemüht sich jetzt erst um neue Landkarten. (!)
tim die 3faIan6-Snfeln.
Genf, 5. September. (Eigene Drahtuiekdung.) Der Generalsekretär deS Völkerbundes teilt mit, daß nunmehr alle eingeladenen Staaten, d. h. auch» Deutschland, ihre Teilnahme an der neuen Aalandskonferenz zugesagt haben.
Der kiemasiatischeKrieg.
lleberlegeuheit der Grieche«.
(Eigene Drahttueldung.)
Paris, 5. September.
Don der Orientsront eingetroffene Nachrichten lassen erkennen, daß die Lage dort tatfächlich zu einem Siege der Grieche« ausgewachsen zu haben scheint. Die Türke« find immer weiter zurückgewichen. Angara selbst scheint bedroht z« fein. Die Korrespondenten bei englischen und amerikanischen Blätter, die stch im Gefolge der griechischen Armee befinden, geben die Erklärmw des griechische« Sieges. Die-
fer liege darin, daß die Flugzeuge, Transportmittel, Automobilausrüstungen, Bewaffnung, Verfolgung mit Munition, den Griechen ein bedeutendes Uebergetoicht gegeben haben. Alles dieses Material kam aus England. Die Türken sollen sich mit größter Verzweiflung und Tapferkeit geschlagen haben, ohne aber den Unter- schied in Materialkräften ausgleichen zu können
Sine Kampfansage.
Angriffe des Reichskanzlers gegen rechts. lPrivat-Telegramm.)
Berlin, 5. Septeulber.
Der Wahlkreisverband der Groß-Berliner ZentrumSorganisation veranstaltete nm Sonntag in der Stadthalle eine große Kundgebung, in bet bet Reichskanzler Dr. Wirth sprach. In seiner Rede erörterte er bie durch bie Ermordung Erzbergers geschaffene politische Lage. Dr. Wirth sagte unter anderem: „Aufgabe bet heutigen Regierung «mß es sein, bie Quellen bet Reaktion zu verstopfen. Mr wollen, daß bas demokratische Selbfibestimmungsrechl Einfluß ge- toinnt Wir erheben uns in Deutschland gegen bie Reaktion und bekennen uns zum Banner der demokratischen Republik. Wir brauchen ein G e - setz, und ich will mich dafür einsetzen, baß es schnell kommt, welches bie Ehre unserer Mitbürger, die im politischen Kampf stehen, schützt. Kommt ei« derartiges Gesetz nicht, so toird sich kein Mensch mehr in Deutschland finden, der e8 unternimmt, bei den jetzigen Verhältnissen in die politische Arena $tt steigen.
e tim vas Kapital.
Berlin, 5. September. (Privattelegramm.) In der Stadthalkn-VersaimMmg der Zentrmnspar- tej tarn der Reichskanzler auf das Erzbergersche Steuerprogramm zu sprechen, wobei er dem Großkapital Vorwürfe machte. Dieses habe die Zahlung der GökdunMarde sehr erschwert. Es habe nicht patriotisch, sondern aus Egoismus und Gewinnsucht gehandelt, weil es die Ablieferung der Devifeu immer wieder verzögeite in der Hoffnung daß der Dollar weiter steigen werde. In den weiteren Ausführungen verteidigte dann der Redner fern Programm gegen die Angriffe von rechts. Er werde keinen Augenblick von seiner Politik abgchen und sei bereit, gegen die Rc- afiion alle staatkchen Machtmittel einzusetzen.
Die irische Krisis.
England bezeichnet die Lage al« ernst.
«Eigene Drahtmeldung.)
London, 5. September.
Lloyd George äußerte sich einem Zeitungs- Vertreter gegenüber, daß dir Antwort der Sinn- feiner in englische« SiegienntgSTretfen als endgültige Abveisuug des englischen Vorschlages angesehen wird. Et fügt hinzu, daß bie Situation als autzerotbentlich ernst anzufehen ist. Anderer- feitg hat Michael Collin, der Kommandant bet republikanischen irischen Armee, in ber Stadt Armagh vor mehr als viertausend Personen eine Rede gehalten, in ber er die Hofstmag zmn Ausbruck brachte, baß bie freiheitliche Regierung nahe fei. Ich glaube nicht, fegte er, daß toll irgenb einen Akt begangen haben, ber bie Lage erschweren könnte. Wir finb e8 nicht, bie bie Situation als schwierig bezeichnen, bas sind vielmehr bie Engländer, bie daran schuld sind mv» bie baS Gewicht ber Verantwortung jetzt fühlen.
Der Anspruch auf Selbfiündigfeu.
London, 5. September. (Eigene Dvahtmel- dimg.) Nach einem Reuterbericht haben bie Sinn, feinet bie Friedensvorschläge Lloyd Georges ob- gelehnt. Das Volk Irlands erkennt keine freiwillige Union mit England an und nimmt das Fundarnentalrccht für sich in Anspruch, frei für sich selbst zu wählen, nm seine nationalen Ideale baldigst $tt verwirklichen.
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Keine Hoffnung auf Siuigung.
Loudon, 5. September. (Eigene DruHtmel- bimg.) Aus Irland wirb berichtet: DaS irifche Volk ist keinesfalls durch bie Antwort de Valeros überrascht worden, denn man hat hier niemals den bisherigen Optimismus der englifchen Regierungskreise geteilt. Man legt fich darüver Reütenschast ab, daß jetzt keine Hoffnung mebr auf eine Reaeluna besteht.
Deutscher Wandertag-
Tagung der Gebirgs- und Wanderbereiue-
(Vou uniform Mitarbeiter.)
Kassel, 5. September.
Am Sonnabend hat, nachd-em Ausfchußbeca» tungen ixuangegangen toaicn, der 31 Deutsche Wandertag in Kassel seinen Anfang genommen. Es handelt sich um die alljährliche Mn- gliederversammlung des Verbau Des Deutscher Gebirgs- und Wander-Vcr- cine, dessen Schriftführer Justizrat Wen- nrng - Kassel ist, der verdienstvolle Vorsitzende des Hessischen Gebirgsvereins. Der eigentliche» Tagung vorauf ging eine Sitzung in der Ju- -geirpherberge im Wilh elmshöher Marstall, in der alle Fragen des Jugend- wanderns durchgefiprochen wurden. Vor allem trat man für die Bildung von Jugendgruppen ein, wie das beim Hessischen Gebirgs-Verein bereits der Fall ist. Der Nachmittag brachte muh die eigentlichen Verhandlungen. Den Vorsitz führte Direktor Kissinger-Darmstadt, der Vorsitzende des Verbandes. In seiner kernigen Art begrüßte er die aus allen Gauen des Vater, landes, auch aus dem besetzten Gebiet zahlreich erschienenen Vertreter der Wander- und Gebirgs-. vereine, sowie der örtlichen Beliörden. Qberforst- möister Dörr entbot die Grüße des Oberpräsi- dentea fowöU, wie des Regierungspräsidenten, sprach dabei über die Beziehungen zwischen den Organisationen des Wanderwesens und der Forstbehörde, und bekundete mit warmen Worten ein anerkennenswertes Verständnis für die Bestrebungen der das Wandern hegenden und pflegenden Vereine. Der Vertreter der Stadr Kassel, Verkehrsdirettor Stadtrat Weber, ver- wics auf Kassels Bedeutung als Fremden- und VerkOhrsstadt und ging noch im einzelnen ein auf bie Wechselbeziehungen zwischen Mandern und Verkehr, betonend, h.aß die deutschen Wander- itulb Gebirgsvereine die eigentlichen Wegebereiter für die Verkehrsförderung gewesen sind und noch werter sein müssen. Die Behörden, besonders die Gemeindeverwaltungen, haben alle Veranlassung, das Wandern zu unlerMtzen, das eine neue Quelle erschließt für dr? Erstarkung der deutschen Bolkskraft, die infolge des Krieges so herbe darniederliogt. Ferner verbreitete er sich »och über die im letzten Jahre geschaffene behördliche Fremdenverkehrs-Förderung, wie sie namentlich in der Reichszentrale fiir
deutsche Verkehrswerbung
ihren Unterbau gefunden hat. Pfarrer Löscher, ber allbekannte Vorkämpfer ber Mee der Jugendherbergen, erstattete den Bericht Über die Verbandsarbeit auf diesem wichtigen Gebiete und konnte mit Genugtuung feststellen, daß dieser gesunde Gedanke immer weitere Verbreitung findet. Ueber .Wald und Wandern" verbreit tete sich eingehend Forstmeister Guntrum-, Heppenheim. Aus fernen gehaltvollen Darlegungen ging hervor, daß auch unter einem Grünrock ein warmempfindendes Herz schlagt für das Wandern int Walde. Dir Wirrte, die er gab, waren von großer Bedeutung. Er streifte auch gewisse Auswüchse und brach eine Lanze für die Wandervögel. Im Verlaufe einer AuS- fprache über diefen Vortrag kam mehrmals zum Ausdruck, daß die WandervogelbeiweMng durch solche Elemente diskreditiert werde, bie im organisierten Wandervogel nicht zusammengeschlos- fen sind. Ein jugendlicher Vertreter der Wandervögel aus Dortmund unterftrich dies und bekundete: Wir wollen Wandervögel sein und keine Wanderflegel! Oberforstmeister Dörr beleuchtete die Verfehlungen, die vielfach den Wanderern zugeschoben werden. Bei der Nachprüfung habe sich dann meist herausgestellt, daß beispiels- weise bei WaldbräNden andere Ursachen aus- Maßgebend waren als die Wanderer. Nach Lage ber Dinge wurde dann der angekimdigte Antrag, ein Verbot des Abkochens im Freien zu erwirken, von dem Antragsteller zurückgezogen. Ueber den Anschluß des Verbandes der Wander- und Gebirgsvereine an den Datschen ReichsauSschutz tiir .Leibesübungen kam es zu einer bemerkenswerten Aussprache, wobei der Vertreter des Kasseler Stadtverbandes für Leöbesübuncie«, Rechts« anwalt Dr. Müller, einen solchen Anschluß dringend empfahl. Schließlich wurde der Vorstand mit der Weiterbehandlung der Anschlußfrage betraut. Di« interessanteste Aussprache entrollte ein Antrag des Werratal-Vereins über di«
Ausgabe von Sountagsfahrkarteu.
Es ergab sich, daß innerhalb der einzelnen Eisen» bahndirektionen verschieden gehandelt toird. Wir hier im Bezirk der Erfenbaündirektion Kassel, so erläuterte Stadtrat Weber, haben bie Mochenendkarte erhalten, nicht zuletzt bank der Initiative und des Vorgehens des Bundes deutlicher Verkehrsvereine. Die Bestimmung, daß diese Karten mit Rücksicht auf den in den frühen Mittagsstunden entsetzenden starken Arbeiter» ptgSvcrkehr erst von 4 Uhr ab GÄtung habe» (ollen, kommt den Bedürfnissen des Erholung suchenden Städters nicht ganz entgegen. Es wäre dringend zu wünschen, daß diese Wockenendkar«