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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

SS* Hessische Abendzeitung

Die Raffelet Neueste» Nachrichte» erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abend«. Der Ldonnemenrrnrels beträgt monatltd) 6.50 Mark bet freier Zuftellun- ins Haus. Au«, wärt« durch bte Poft bezogen 5.80 Marl monatlich einschließlich Zustellung. Bestellungen werden lederzeit von der Sefchäftsstelle ober den Boten entgegengenommen. Druckerei, Verlag und Siebaltton; Echlachthofftrabe 28/30. Für unverlangt eingefanbte Beiträge kann bte Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung de« Bezugsgeldes oder Ansprüche wegen etwaigerntchtordnungSmätziger Lieferung auSgefchlosten.

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Fernsprecher 951 und 952

11. Iahrgans.

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Fernsprecher 951 und 952 SvNNabeNd, 3. September 1921

Gegensätze rivischen Preußen und Sayern.

Die Wettemte.

Berichte über günstige Ausfichte«.

Angesichts der Gctreidevcrteurrung ist es von großer Bedeutung, daß die deutsche Ernte tm Durchschnitt günstig ausgefallen ist, so daß zuni Glück kein Mangel zu befürchten ist. Auch die Welternte hat gute Ergebnisse. Die Hoffnungen auf eii'in günstigen Ausfall der Weltgetrcide- ernte werden sich also in diesem Jahre erfüllen. Zwar taffen sich gegenwärtig die Endergebnisse der Ernten der einzelnen getreideerzeugenden Länder der Erde noch nicht oder doch nur zum Teil überblicken, aber darüber kann kaum mehr ein Zweifel bestehen, daß die Gesamternte der Welt das Prädikat .günstig" mit Fug und Recht erhalten wird. Denn die Länder, deren Produk­tion für die Weltversorgung entscheidend ins Ge­wicht fällt, haben fast ausnahmslos gute, zum Teil sogar sehr gute Ernten gehabt. Die süd­lichen Länder haben in diesem Jahre zwei gute Ernten zu verzeichnen, und zwar die austra­lische und die argentini sche. Den Auftakt der Weizenernten der nördlichen Halbkugel bil­dete der indische Schutt, der in diesem Jahre allerdings nur eine kaum mehr mittelmäßige Ernte ergab. Indien, das sonst als Weizen­exporteur eine Rolle auf dem Weltmärkte spielte, scheidet damit für die nächste>i zwölf Monate völlig aus und wird sogar noch erheblicher Ein­fuhren bedürfen, wenn die Versorgung seiner Be­völkerung sicher gestellt sein soll. Der Ausfall, der durch die schlechte indische Ernte einaetreten ist, wird aber reichlich wettgemacht durch 'ine gün­stigen Ernten der Vereinigten Staaten und vor allem durch die Weizenrekordernte Ka­nadas, das in seinen drei Prärieprovinzen Manitoba, Saskatschewan und Alberta die seit Jahren größte Ernte unter Dach bringen wird.

Von den europäischen Ländern sind die Verhältnisse nur in Rußland so unübersichtlich, daß es nicht möglich ist, ein wirklich klares Bild über den Ausfall der Ernte zu gewinnen. Ruß­land Hai im vergangenen Fahre bekanntlich eine Mißernte gehabt. Eine zweite wird in diesem Jahre felgen. Aber es wäre doch falsch, anzu­nehmen, daß Rußland in seiner Gesamtheit von einer vollständigen Mißernte heimgesucht Wirb. Große Länder st recken besonders im S ü - dcnRußlands werden auch in diesem Jahre wieder gute Ernten zu verzeichnen haben, die allerdings nicht im entferntesten einen Ausgleich für die Ausfälle in Gebltten, bereit Größe die Deutschlands vielemal Übersteigt, bilden können. Wie dem mich sei, Rußlands miserable Gesamt- Ernte wird zweifellos die stärkste Belastung der Wellreserven im kommenden Jahre darstellen. Rumänien, das schon in den letzten Jahren als Weizenexportl'-id völlig ausgeschieden ist, wird auch in diesem Jahre infolge des Rück­ganges der Anbaufläche für Weizen so gut wie keine Ueberschüffe Wer den eigenen Bedarf haben. Auch Ungarn wird nur wenig Getreide aus- führen ©tuten.

D eutschlands Getreideernte wird man nach den bisherigen Ergebnissen in diesem Fahre als gute .Mittelernte- bezeichnen. England hat eine sehr gute Ernte in Witterweizen, da­gegen sind Gerste und Hafer in ihrem Stande in den letzten Wochen so schlecht gewesen, daß aas Ernteergebnis nur ein sehr mittelmäßiges sein kann. Die Ernte der drei skandinavi­schen Staaten hat durch die lange Trockenheit des Juli und August zum Teil stark gelitten, sedoch ist auch hier das Gesamtergebnis nicht un- zünstig. Verhältnismäßig gute Ernten haben auch Frankreich und Belgien, die sich, so­weit die Anbaufläche in Frage kommt, von den Folgen des Krieges rasch wieder erholt haben, lieber die voraus-sichtlichen Ernten der übrigen Staaten Europas liegen nähere" Nachrichten nicht vor, aber soviel steht fest, daß die beiden wich­tigsten. Italien unb Spanien, mit guten Durchfchnittsentten rechnen können. Rack allem kann man sagen, daß die Welt wieder für ein Jahr mit Getreide, wenn auch nicht im lieber- maße, aber iwch reichlich versorgt sein wird, wenn die Ernten beendet sind. Da die Weltschiffsraumnot so gut wie behoben ist. wird die Verteilung des Getreides an die Bedarss- länder keine cülzu großen Schwierigkeiten berei­ten. Bis zur nädjften Welternte braucht bte Menschheit keine Sorge ums täKiche Brüt ;n haben.

Diese Sage ist von größter Wichtigkeit für die Weiterentwicklung der europäischen Verhälmtsse. Volksernährung und Politik stehen in engem Zusammenhang. Herrscht in einem Lande Mangel an Rahrungsmitteln, dann ist die naiür- l'che Folge die Zunahme der Unzufriedenbeil, die zu Eesetzesüberschreitungen und Aufruhr führt, wie wir aus Deutschlands jüngster Ge­schichte ersehen haben. Die vernünftigen Ele­mente werden vom Hunger zermürbt, die un­ruhigen schreiten zu Gewalttaten. In Ländern dagegen, die keine Nahrungssorgen haben, herrscht innere Ausgeglichenheit unb Neigung v.tr Ordnung. Man betrachte die verschiedenen

der Erde, und man wird »u dem Ergeb­

nis iommen, daß überall dort, wo gute Lebens- verhältnisse bestehen, Ruhe, Zufriedenheit und Selbstbswutztsem wahrzunehmen sind. Wenn man in den letzten Wochen in Deutschland öfter davon gesprochen hat, daß Unruhen zu erwarten seien, so geschah es, weil man mit der Möglich­keit einer schlechten Ernte rechnete. Da sich in­zwischen ein gutes Ernteergebnis her- ausgestellt hat, ist auch die Gefahr gemindert, denn den politischen Unruhestiftern ist der wich­tigste Anlaß dazu nunmehr entzogen- «ss»

München gegen Berlin.

Verbotene Zeitungen erscheinen weiter.

(Privattelegramm)

München, 2. September.

Die vom Reichspräsidenten verbotenen Zei- tungenMiesbacher Anzeiger" und Völkischer Beobachtet erscheinen wei­ter. In München wird derMesbacher Anzei­ger" frei aus Straßen und Plätzen verkauft. Ge­stern veröffentlichte das Blatt an der Spitze sei­nes Blattes eine Mitteilung, wonach es das ihm aus Berlin zugegangene Telegramm, das fein Erscheinen unterdrücken sollte, dem Absender mit bestem Dank für die Reklame zurückgeschickt habe. Das Telegramm könne irgend ein Unberufener gesandt haben. Es erscheine solange weiter, bis die allein zuständige bayerische Staatsregie­rung sein Weitererscheinen untersage. Die baye­rische Staatsregierung hat den Erlast des Reichs. Präsidenten bis heute noch nicht veröffentlicht.

SeSanfeiern in Bayern.

München, 2. September. (Privat-Tele­gramm) Die bayerische Regierung erließ eine Verordnung, wonach den Beamten zur Teil­nahme an der heutigen Sebanfeier Urlaub gegeben ift In allen bayerischen Schulen und Lehranstalten finden auf Anordnung der bayerischen Staatsregierung Festakte aus Anlaß dieses Rationaltirges statt.

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Ersatz wahrend des Verbots.

Stuttgart, 2- September. (Eigene Draht- meldung.) TieSüddeutsche Zeitung", die un­ter den verbotenen Blättern sich befindet, hat gleichfalls Einspruch gegen das Verbot erho­ben Da sie aber mit der Erfolglosigkeit ihres Einspruchs rechnet, so hat sie mit der politisch ihr nahestehendenMünchen-AugSburger Abendzei­tung" vereinbart, daß diese Zeitung während der Dauer des Verbots den Losem derSüd­deutschen Zeitung" zugcstcllt wird.

Haltung der Parteien.

Die Besprechungen beim Reichskanzler.

lPnvat-Telegkamm.)

Berlin, S. September.

Wie verlautet, werden die Besprechungen beim Reichskanzler heute fortgesetzt und zwar wird mit einigen Parteiführern über eine frühere Ein­berufung des Reichstages beraten. Rechts­stehende Blätetr schreiben, mit der Deutschnati>>- nalen Bolkspattei werde auch die Deutsche Bolts vartei eine Jnterpellarion über die Ber- ordnung des Reichspräsidenten vom 29. August einbringen. Demgegenüber erklärt die Deutsche Allgemeine Zeitung, die Deutsche BolkSpartel werde sich an der Interpellation n ich t beteillgrn. Es wird weiter berichtet, dost die Deutsche Richtervereinigung einen Protest an den Reichskanzler und den Reichsjustizminisier gesandt haben, in dem sie sich gegen die Versuche wendet, die Straftechtspflege alS parteiisch An- zustellen. Recht u- Gesetz werden streng gewahrt.

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Versammlungen unter freien Himmel.

Berlin, 2 September. (Pttvattelegramm. > Nachdem die Polizei die Versammlung der Re­publikaner tratet freiem Himmel genehmigt hat, ist für Sonntag in ach» Tagen eine gleiche öffentlich« Versammlung eh em al. Front­kämpfer nach vettiin einbentfen, für die be­reits jetzt Einladungen an die Lrtsverbände Deutschlands ergangen sind.

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Weitere Äeitungtzverbote.

Berlin, 2. September. (Prjvattelegmmm.) Der ..Berliner Lokalanzeiger" und derDag" find aus fünf Tage verboten worden ans Grund bet Verwguna des Reichspräsidenten, weil sie

einen Artikel desMiesbacher Anzeigers" abge­druckt haben, der die Reichsregierung verhöhnt.

Um Oberschlesiens Zukunft

Die Prüfung der Grenzfrage.

(Eigener Drahrbericht.)

Genf, 2. September.

Bor der Abstimmung über die im Dölker- bundsrat eingesetzte Prüsungs-Kommisston gab Lord Balfour eine Erklärung ab, in der die vor- geschlagene neue Untersuchung der ober= Mcsischen Frage als das letzte Mittel hingestellt wurde, in der öffentlichen Meinung aller Länder jeden Verdacht der Patteilicksteit zu befestigen. Niemand werde den Wanden beibehalten kön­nen, daß der Rat des Bölkerbundes den Inter­essen des einen Landes diejenigen eines anderen Landes voranstrllcn könne. Der Belgier Huy- mans nahm zugleich int Namen der Vertreter Brasiliens, Spaniens u. Chinas die ihm übertragene Aufgabe an, die oberschlestsche Frage nachzuprüfen. Der Beschluß des Böl- kerbundrates hat eine doppelte Tendenz. Der Rat hat die Berantwottung auf sich genommen unb gleichzeitig anerkannt, daß die bisherige Be­handlung der oberschlesischen Frage durch den Obersten Rat der Entente nicht mit der nötigen Sachlichkeit geführt wurde, d. h., daß diese Re­gelung nach dem Ergebnis der Volksabstim­mung nicht unparteiisch eingesetzt habe.

Gewahr der Oteutralitfit.

flfenf *> September. (Eigene DrMmeldüng.) Der Völkerbundsrat hält die Nachprüfung des von dem Hohen Rat vorgelegten Akienmateria s für nötig und verlangt, daß diese Nachprüfung von Männern durchgeführt werde, die eine Ge­währ für ihre Neutralität bieten. Deshalb sollen auch als technische Beiräte nur Beamte des Völkerbundes, des internationalen Arbeits­amtes zugezogen werden, die den neutralen Ländern angehören, das heißt, der Schweiz, Holland und Skandinavien oder Nordamerika. Vor allem ist Polen von jeder Mitarbeit 6c< den Untersuchungen der Grenz- und Wirts^rstsfragen ausgeschlossen.

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Drei Wochen zur Einarbeitung.

Genf, 2. September (Eigener Drahtbericht.) DasJournal" meldet: Bei Schluß der Don- nerstagSsitzun-: deS VölkekbundSratS teilte Prä fldcnt Jfhy mit, daß der eingesetzte Ausschuß zur Prüfung der oberschlesisc^n Frage eine Frist von drei Wochen znr Vorbereitung der Materie erhalte. Die nächste Sitzung des DölkerbundSrats über Oberschlesien werde den Mitgliedern noch bekannt gegeben.

Geheimardett des polnischen Gesandten.

Zürich, 2. September. (Eigener Drahtbericht.- Die .Neue Züttcher Zeitung" meldet aus Genf: Der Völkerbimdsrat bleibt nach den Mitteilun- gen seines Präsidenten bis Ende September zu­sammen. lieber die oberschlestsche Frage wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Hier fällt die Anwesenheit des polnischen Ge­sandten in Gens auf. der täglich Mit den De- legietten des Rats konferiert. Der deutsche An­trag. einen deutschen Vertreter vor der Entscheidung über Oberschlesien zu hören soll nicht das Plenum des VMkerbundsrats beschäf- tigen, sondern demnächst direkt von dem Präsi­denten beantwortet werden.

Frankreich« Bagerapolllik.

Line Schwächung Preußens?

(Eiaener Drohtbettcht.)

Paris, z. September.

ImEckfe de PariS" verrät bet bekannte Hetzer Bonnefen in einem Leitaufsatz die gehei­men Absichten der französische« Politik i« Bayern. Er schreibt: Die monarchistische Partei in Bayern, deren Titnlarchef Herr von Lahr ist, wird in Wirklichkest von dem Abgeord­neten Heim geleitet, der ein hervorragender Staatsmann ist. Ich glaube mich nicht z« täu­schen, wenn ich vermute, daß Herr Heim gleich- zeittg an die Wiedererrichtung der Monarchie, so­wie an die Erhaltung deS Deutschen Reiches denkt, und oh eine gewisse Vorherrschaft im In­nern diese» Reiche». Er würde keineswegs ver­bittert sein, wenn sich Westfalen, Rheinland und Hannover von Preußen loslösien unter der Be­dingung, daß diese Loslösung nicht unter dem Einfluß einer fremden Macht vor sich gehe, und daß diese drei Provinzen ebenso deutsch bleiben wie in der Vergangcnhett. Ans diese Richtung «utz Frankreich feine Politik einstellen.

Die Leipziger Messt.

Weiterhin guter Besuch und gutes Geschäft» «16 ein günstige« Zeichen für da« deutsch« Wirtschas-Sleben darf man den Stand bei SRefle ansehen, wie au« »em nachstehen. bea weiteren Bericht aus Leipzig hervorgeht Eine besondere Begrüßung wurde den m- mid ausländischen Regierungsvertretern zuteil. Daran schloß sich eine Führung durch eine Anzahl Mctzchänser. Die Besucherzahl auf der Messe hat Anfing der Woche eine weitere bedeu­tende Zunahme erfahren. Es waren bereits über hunderttausend Meßabzeichen u. Ausweise abgegeben. Das Geschäft auf der allgemeinen Mustermesse entwickelte sich mehr und mehr und wird in fast allen Branchen als befriedigend, in mehreren als gut bezeichnet, so zum Beispiel nach den heutigen Berichten in der Möbel-Industrie, der Haus, nnv Kiichengcräie-Jndustrie und der Papiermeffe. Nach dem enormen Ansturm aus fast alle Hallen der Technischen Messe ift das Geschäft ruhiger, jedoch auch sachlicher ge­worden In der Armatttten-Branche, ferner in der Autogen-Jckdustrie sind wesentliche Abschlüsse geMigt worden, desgleichen in der Elektro-Jn- dustrie. Ruhig liegt das Geschäft auf der Hy- giene-AuSstellung, was wohl darauf zurückM- führen ist, daß die betreffenden Käufer zunächst ihre Einkäufe auf der allgemeinen Mustermesse erledigen, ehe sie zur Hygienemesse kommen. Die rostfreien, zu Bestecken verarbeiteten Kruppschen Stähle finden großen Zuspruch Ebenso lieg« bedeutende Anfragen für die säurebeständigen Legierungen vor.

Dar befttedigende Meßacfchäst, daß In allen Uusstellungshäusern der Allgemeinen Muster« messe festgestellt werden konnte, hielt noch in an­nähernd gleichem Umfang an Die Besucherzahl ist weiter gewachsen, insbesondere trafen auch noch

zahlreiche Ausländer

rin, so aus Schweden, Holland, Belgien, England und Nordamerika Am Dienstag vormittag wur­den rm Metzamt die zum Studium per Messe ein= getroffenen Vertreter deutscher Hate belskammern vom Leipziger Oberbürger­meister im Namen der Stadt Leipzig und des Meßamtes begrüßt, worauf Herr Dr. Köhler zu ihnen über die Entwicklung der Leipziger Messe sprach. Im Laufe des Tages besichtigten di« Herren unter sachkundiger Führung die Allge­meine Mustermesse und Die Technische Mess«. Auf der Technischen Messe hat der Massenbesuch et­was nachgelassen, dafür sind eine große Anzahl wirklicher Interessenten in den verschiedneen Ab. teilungcn zur Anknüpfung neuer Verbindungen und zur Aufgabe von Bestellungen zu ver­zeichnen gewesen, z. Z. in HalbfeSttkaten der Metällbranche in Walz- und Zichptvdukten. Mes- sing, Kupfer und Aluminium sind schr gute 9Km schlösse getätigt worden. Die Hagener Jndusttt« hat ebenfalls befriedigende Resultate crytett, Witz auch auf den Ständen für

Technische Bedarfsartikel

das Geschäft eine merkliche Belebung gezeigt hat. Wenig besucht waren die Stände, welch; Oele, Riemen und ähnliches zeigten. Das Ge­schäft in Armaturen geigt weiterhin guten Ver­laus. Die Elektroindustrie findet lebhaften Zu­spruch, desgleichen hebt sich auch der Besuch der Hhgieneausstellung Eine Menge Anfragen lie­gen de: fast allen Firmen vor, die Neuerungen au zeigen haben. Das Fehlen der Werkzeugma- schinenindusttie machte sich sehr unangenehm be- mertoat, da eine Anzahl ausländischer Interes­senten imd Käufer enttäuscht sind, daß dir von den früheren Messen bekannte AusstMung der WerkzeugMaschincufäHrikanten nicht vorhanden ist. Auch die Textilindustrie, die mit toeragen rühmlichen Ausnahmen stift ganz fehlt, verliert durch ihre Abwesenheit eine große Anzahl von ausgezeichneten Geschäften. In der Technischen Auslunfts- und Beratungsstelle vom Bunde Deutscher 3lti;lingcnieure sind eine große An-< zahl von Anfragen nach Textil- und Werkzeug« Maschinen aufgegcbcn worden, deren Fabrikat ttonssorte vcn den ausländischen Fabrikanten berührt werden. Die Ausfttller der Allgemeine« Mustermesse benutzen die Gelegenheit, sich alS Einkäufer auf der Technischen Liesse zu fcetätigeg, C. Dr.

Ungarische Nationalisten.

(Ein Entente-Offizier gefalle«.

(Eigene Drahtmeldung.)

Wien. 2. September.

Stic im Parlamente verlautet, ist bei den AM sammenstößen in Wesiungarn und bei« Eitt marsch einer österreichischen Kolonne ein bte österreichische Gendarmerie begleitender Entente- offlzirr gefallen. In St. Margarethen, das von österreichischer Gendarmerie besetzt ist, brach nbftthe eis Trupp von fünfzig Ungarn ein. Es kam zu einem Feuergefecht; die Ungarn "-den vertrieben .schleppten aber einen ©en*