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Hessische Abendzeitung

Nummer 198

Fernsprecher 951 und 952

Mittwoch, 31. August 1921

11. JayrgKUc,

Fernsprecher 951 und 952

gnfertton»pretfe.> SinhefmUcht auftrage- Dt« etnfpalttge «njet gen. Bette M. L20, bte etnfpattige ReNamezefle Dl. 3.. b) Auswärtige Aufträge: Die einspaltige Anzeigen-eile M. L5ü, bte etnfpalttge Reklame,rite M. MO, alle» etnschlie»li» leuerunge.iufdtlag und An,eigenfteuer. Für Anzeigen mtt besonder» schwierigem Satz hnnderi Prozent Ausschlag Kür die Rtchttgkeu aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahme- baten und Platze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht-

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Geplante Kundgebungen in Berlin.

Mißhandlungen und Bedrohungen

Am Montag kam e< in der Gegend

"IC Ul ttuertUKyiiet Lj en lyre vneser- kunst zu erwarten hatte, aus dem Autömobtt ata rissen, und unter

Arbeiter-Forderungen.

Besprechungen beim Retchskanzler.

(Drivat^elogramm.)

Berlin, 30. August.

Gestern nachmittag fand eine Besprechung von Vertretern deS Allgemeinen Deutschen Gewerk- lchastSbundeS, des Demokratischen Gewerkschafls- ringes deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Be- amtenverbiinde und des Afa-BrmdeS mit dem Reichskanzler statt Die Vertreter der Gewerk- schasten wiesen auf den durch die jüngste Mordtat blitzartig beleuchteten Charakter der polittschen Situation hin und schilderten die in den Reihen der Arbeitnehmerschaft hervorgerufrnr Beunruhk- mm«. Es wurde von chnen mtt BedauetP fest gestellt, daß die am 20. März 1920 zur Sicherung der Republik vereinbarten acht Pmttte bi» heute unerMllt geblieben seien und daß seitdem die Reattion immer mehr gestärkt sei. Der Mord an Erzberger sei bezeichnend für die Polittsche Atm»- phäre. Die Vertreter der Gewerkschaften rich- teten an den Reichskanzler die dringende «ns- sordenmg, zur »efettigung dieser Anstände in schärfster Weise durchzugreistn.

Berliner Kundgebungen.

Die Propaganda der Linksparteien. (Privattelegramm)

Berlin, 30. August.

Obwohl die Beerdigung Erzbergers auf Frei­tag verschoben ist, haüdn die Anhänger der Mehr- heitssozialisten und der unabhängigen Sozial- dcmokraten an der für morgen angekündkgten Demonstration mtt dem ThemaGegen den po­litischen Meuchelmord",Für die Republik" fest. Die Gewerkschaftskommisston und die «fa erlas, sen einen Aufruf, wonach die Beamten, Angestell- ten und Arbeiter in Berlin Mittwoch nach­mittag ihre Arbeit verlassen und sich im Lust- garten einfinden sollen. I» den Krankenhäusern, Gas-, Wasser- und lNektrizitätswettken soll der Betrieb, soweit notwendig, aufrecht erhalten wer. den. Hoch- und Untergrundbahn, sowie Stadt- bahn werden fahren. Für Groß-Berlin find zehn Redner vorgesehen. Auch die Bundesleitunq des Friedensbundes der Kriegsteilnehmer hat an ihre sänttlichen Ortsgruppen das Ersuchen rur Teilnahme an der Demonstration gestellt.

IProteft von rechts.

Berlin, so. August. (Privattelegramm.) Der .Verband national gesinnter Sol. daten e. B« wendete sich an die RcichSregier- ung mit einem Protest gegen die systematisch« Hetze der Linksradikalen wider die vaterländisch gesinnten Kreise, die ihren HöhepunN in dem aufhetzenden Aufruf zur Massendemonstration am Mittwoch findet Die Folgen seien nicht ab. zusehen. Der Berband national gesinnter Sol- daten mit seinen vielen Tausend Mttgliedern in Nrotzberlin lehnt jede Verantwortung ür Blutvergießen und Bürgerkrieg ab und for­dert von der Reichsregierung im Interesse deS inneren Friedens mit allen zur Verfügung stehen­den Mitteln die Demonstration zu verhindern. Die innere Gesundung des Bottes würde durch eine derartige Verhetzung unmSgNch gemacht.

Anter Vormundschaft.

Entente Einmiichmig in daS Handwerk.

«Segen Ausnavmezustonv.

Barlin, 30. August (Prtvattelegramm.) Die Gewerkschaftsvertreter, die gestern bei« Rmchskanzler waren, forderte« die Aufhebung deSAuSnahmezu standest« Bayern, Mit- ttldemschland und Wcstpreußen, sowie das »er­bot für Angehörig der R e i ch s w e h r, an antt- rrpublttanischen Kundgebungen tettzunehmen. Sre erwarten von der Regier««» daß sie unver- zuglich dir erforderliche« Maßnahmen trifft. Der Reichskanzler erklärte in der Erwiderung, daß er dir von den Vertretern der Gewerkschaften vorgrtragenen Besorgnisse teile. ES seien daher

Berordnnngen erlassen gegen die beregte« Wrtzstände. Weaen »uchebuu« des

------,. i Inhaltes und rote Fahne«

legangen vorcmMttagen. Es wurde daraufhin ein Ernä-b- wutfchen rungsauSschuß gebildet, bestehend aus Verfretera Urlaubs per Landwirtschaft und der Gewerkschaften, der

brs in die Abendstunden hinein sehr große Er. regung. Die Vorgänge hatten schwerwiegende Wirkungen am Montag früh auf B e r l i n. In den Fabriken wurde auf das lebhafteste Stirn- muna für einen Demonstrations°Itteik gemacht, der sofort beginnen sollte. Die besonnenen Ele- mente setzten sich aber durch Es kam nur zu lokalen Arbeitsniederlegungen. Ueberall wurden Flugblätter und Flugschriften verteilt, in denen zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Schüsse auf Erzberger Schüsse aus die Republik gewesen seien. Es werden wettere Kundgebungen vorbereitet.

Schnelle Erledigung f

Genf, so. August. (Eigene Drahtmeldung.) 3« bat Kreisen deS «SlkerbundSsekretariats Äaubtman an eine schnelle Ersediqnng der ober- fchlesischen Frage und au» der Eindruck, den die gestrige nicht öffentliche Sitzung deS States ge­macht hat, ist, mit man sagt, der gewesen, daß die oberstes,sche Frage, so wenig man natürlich heute berats über die Anschauungen der einz.-l- mm Mitglieder deS Rates wissen kann, wohl im Sinne der englischen Auffass««» entschieden werden dürste Daraus wird auch die auffüllige Schwenkung der franzSsischeu amtti- »en Depeschenaqentur Mkückgefühn. die hemo erue mehr objektive Berichterstattung gibt.

Es verbreitete sich plötzlich das Gerücht, daß die Polizei mtt Maschinengewehren anrücke. Die Menge stürmte vorwärts, und zwei Reichswehr» sodaten, die bis dahin an der Sperrkette betei­ligt Waren, flüchteten. Die Demonstranten glaubten nun, die Soldaten holten Verstärkungen und stellte« sie. Gin Wachtmeister, der tti ein Haus gedrängt wurde, griff zur Waffe ustd gab fünf Schüsse 06. Die zwei ersten Angreifer blieben blutüberströmt, davon der eine sofort tot, am Platze liegen. Der zweite Verwundete starb später int Krankenhause. Run kam es zu wilden Szenen, die Erbitterung wuchs fortge­setzt. Erst allmählich gelang es den Führern, die Menge zum Bahnhof und zur Abfahrt nach Berlin zu bewegen. Fn Potsdam herrschte noch

Das R e i ch s k a b i n e 11 trat gestern vormit­tag zu einer Sitzung zusammen, bei welcher der Reichspräsident Ebert selbst den Vorsitz führte. Der Reichskanzler Wirth war frühmorgens vom Katholikentag in Frankfutt zurückqekehrt und nahm an der Sitzung teil. Einige Reichsmini- ster. die auf Urlaub waren, sind ebenfalls in der Nacht nach Berkin zurückaekmmnen. Sämtliche Reichsämter fhtb unter einen besonderen politischen und militärischen Schutz ge­stellt. ES herrscht überall ein fieberhaftes Ge-

KEnettsrat befaßte sich fast aus- schließlich mit der durch die Ermordung Erz« Ärgers geschaffenen Lage. Die Reichsreaierung ist berettS mit einem beruhigenden Auftuf an das /VE h-rangetr-fien und bat auch bestimmte Maßnahmen auf dem Gebiete der Verwaltung lmd Gesetzgebung getroffen, von denen man glaubt daß sie geeignet sein können, die gegen- wärtige Erregung der Massen einzudämmen.

Diese Schilderungen zeigen, in welcher ge- spannten Epoche wir gegenwärtig leben. Es ist der Streit um die alte wer eine neue Zeit. Auch Herne wieder ist die Alternative dahin gestellt: Hre Monarchisten, hie Republikaner! Eine schwere PrüstrngSzeit ist über unS hereinge- brschen, die sich als eine urmrittetbare Wirkung des Schusses vom KniebiS darstellt. Der Ernst der Sage darf von niemandem verkannt werden, umso mehr, als sich Anzeichen dahin geltend machen, daß die jetzigen Vorgänge nicht ohne Ruckwirrung auf unsere ganze demnächstiae in­nenpolitische Entwicklung sein werden. Es ist damit zu rechnen, daß die unrubvolle Epoche von den Linksvorteien dazu benutzt wird, um von der Reichsrcgierung eine schärfere und entschie­dener? Einstellung ihrer gesantten innen- und nicht zuletzt Finanz- und Wirtschafts-Politik au, dre Wünsche und Fordermryen der linksgerichte­ten Parteien zu verlangen. Wenn die verblen­den Mörder Erpberaers diese Mrkung voraus-

gesehen hätten, dann würden sie ihre verwerf, liche Tat, di« nicht nur ein Verbrechen, sondern mehr noch eine Dummheit darstellt, wohl kaum unternommen hüben. Mer gerade der Mord an Erzberger, der in der Gedanken­welt wurzelt, man konnte mit dem Körper un­bequemer Persönlichkeiten auch eine unbequeme GeisteSrichtuna töten, zeigt ttn Grunde wieder einmal in erschreckender Weise die polittsche Un­bildung, die vielfach im Lande herrscht.

Der Deutsche HandwerdkS-*und Gewerdekmik» mertag ist j« den Hauptausschuß für dar Ober- schleuer-Hflsswerk eingetreten Zusolged.'ssen wendet sich der Kammertag in einem Aufruf an alle Handwerker und Gewerbetreibenden mit der Bitte um Spenden. 3tn Rheinland aber hat die LntentKommission dieses Liebeswrek verhindert, sie verbot di; öffentliche Verbrei­tung des Ausrufs an die Handwerker und <Se- werbetreiiÄenden. Dieses, dem Völkerbund und der Entente gefährliche Schriftstück ruft nur aegen die Rot unserer oberschlesischen Brüder und Schwestern aus und weiß daraus bin, daß für Handwerk >tnd Gewerbe Obersthlesien gerade so betbenswlchtta ist. Wie tot die anderen Berufs-

Ausnahmezustandes, die auch er für dringend ,

dem Wesergebiet

---- Unruhen im Kreise Holzminden.

9,ul6Lt?R6r6eM Spuren? äSäS?*»-

($iiKl?ck8ra^)tofCU>-

«. | e>ett Witte voriger Woche ist es in versMe-

2 , Berlin, Z0. August, denen Teilen des Kreises Holzminden zu Die Polizei glaubt nunmehr einen der Mör- Unruhen gekommen, die offenbar nach bestimm- der mit ziemlicher GcwiKhett ermttteü zu baden -en Systemen veranstaltet werden und eine Sie schließt auf den Fähnrich von Hirsch- «nnchmeu. Es han-

fel d her fetnerieit tnShnmik «. . . - - sich dabet angeblich um Demonsttattonen sein, der seinerzeit während des Helfserrch-Pro-gegen die LebenSmittelteuerung. Die Dorae- zefles den Anschlag auf Erzberger verübte. Er lachte und der tatsächliche Verlauf der Demon- wurde deshalb damals zu eineinhalb Fahren Ä1? ^igen jedoch, daß die VovMnge letzten ** M-aiffÄÄ L Tegel verbüßen mußte. Dor vier Monaten ist reits feit Wochen eine umfangreiche Agitation«, er aus vier Monate beurlaubt worden. Er sollte arbeit von radikaler Seite im Kreise Hotzminden sich am letzten Sonnabend zur Weiterverbüßung U 1?SI'u^tte die Kreisdirettion auf

seiner Strafe wieder melden, ist <riwe I ^titwoch^ den 17. dieses Monats, Vertreter der schienen. Sein «ufenthn» {# landtmrchchastlichen Organisattonn, des Levens-

m , &etn Aufenthalt ist nicht bekannt. D»e uuttelhandels, der Gewerkschaften, der Beamleu- Beschreibung des Hirschfeld paßt in allen Einzel-1fd^ft uslw. zu einer Besprechung über die beiten auf die Beschreibung von dem großen. Lebensmittelversorgung im Rathaus zusam- tffe der llntersuchung noch geheim gehalten wer-1 auf erschien ein großer Demonstrattonszug. Die den, die Eltern verdächtig machen, find diese ae- d^reter der Landwirtschaft wurden beschimpft stern vorläufig festaenomme« 8-> tätlich beleidigt. Mehrere Vertreter des Le-

UB leneenontme« worde» benÄnittelhandels wurden unter Mißhaud- »le»rtififnHAnnnen E? n ll auf bie Straße geschleppt und unter stän-

»Mt Jkacysvrfchungen. Idiger Bedrohung geswungen, dem Zuge Plakate

Berlin, 30 August. lPrivattekegramm.) beschimpfenden Inhaltes und rote Fahne« Ten Spuren Hirschfelds ist man naMegangeu vorcmizuttagen. Es wurde daraufhin ein Ernäb- mid hat festgestellt, daß et vielfach im deutschen nmWausschuß gebildet, bestehend aus Verkreter» Reiche während seines vlermonatigen Urlaubs der Landwirtschaft und der Gewerkschaften, der herumgerelst ist immer mit reichlichen Geldmit- in zwei Sitzungen sämtliche Forderungen de» kl,L0}l08eltattef- Äuletzt war er in Rheinsberg I Gowerkschastsverrreier erfüllte. Trotzdem nah. M Besuch der Verwandten, von wo et sich einige men die Demonstrationen ihren Fortgang, wobei Tage vor dem Motve wieder entfernte. es zu größeren Ausschreittmgen kam. Am Don.

-- nerstag, den 18. August, kam es zu Unruhen in tim Oberschlefiens Schicksal. A alle R»rt*rungü'

*** W'««*-®SS>

(Eigener Drahtbericht.) Izen und Scharholdendorf veranstattete«

Genf, 30. August. I Demonstranten auf dem Felde mehrere Kessel- Der Rat deS BStterbundes hat den Bericht I^E^n gegen die dort arbeitende« Landwirte. Fshys einstimmig gebilligt und beschlossen das .^^und m ^chnshausen wurde«

ihm von der Pariser Konseten» anaeiräacnc I Lanb^mrte Gewerbettechende i« größer Zahl Mandat anzunehmen. Um den Miiglftdern i^-1-Häuseni gerissen, wobei eS zu schwere« doch Zett zum Studium der Akten zu ttiffen, ^N^Eiwngen kam, und unter beständiger Miß», wurde eine Sitzung auf Donnerstag nachmittag unizugehen Der

anberaumt Fu Bezug auf die Heranziehung der Wirser aus Amelungsbor«

Regierungen Dentsä-lands «nd Polens zu den ^^^^^monittanttn vor den Angen sei- Berhandlnngen hat der Vorsitzende des Völker-Älernüchster 3eit, ihre Ried«- bundes in einer Mitteilung an die Vertreter der d"/«uf aufmerftam gemacht, daß der R«

n * i e 6 8 r t (61 e t zwischen Polen, ----------------------o

und Deutschtand «ufjwtrcten, sondern lediglich i «tzwungen, eine rote Fahne zu tragen.

ml, der Entente erbetenes scheu ha-ben iwch wettere DemonstrMionen^^

^,Mben habe. Die Regierungen gefuEen. Am MvEag kam es in der Gegmd # Deutschland seien also keines-«von Vorwohle zu schweren Unruhen. Landwirte, LLll.d"teie, M in dem schwebenden die sich weigerten, mit roten Fahnen im Zuge Verfahtm. und der Rat werde erst fm Verlaufe ;u gehen, wurden niedergeschlagen. Ernteq Berhandlungen entscheiden, ob und in wagen wurden um gestürzt Die Unruhen welcher Form er die beiden Regierungen jn einer baden ihr Ende noch nicht erreicht Agitatoren, Aeußerung einladen weide. die den Kreis durcheilen, entwickeln Sffmü*

* t?* FeldzNgsplan. Die Plakate und Fahnen

Erörterung im Dvikervundrat. j werden s-ngfälttgst vorbereitet

Uekr nJie «tie^slfeura ««rr unmchen,fonfcern um eine wett"«mackete»*

;,e et 7l^unS des BötterbundrotS wer- ruhrbewegunq handelt weht schon oarau»

Wachdeul"t8r«» Einzelheiten bekannt: vor, daß die Forderungen der Arbeiterschaft bi».

Bericht» I sichtlich der Lehensmittelversorgung erfüllt sind nuTtan^fc öffentlicher Meinungs- ferner ckber daraus, daß wesen^ch bei Jr?.? ,ic Delegierten Dißmaim, I monsttattonen Reden rein politischen ae.

^Wfout und Bourgois nahmen zuerst das Wort,! hatten wurden. Wiederül^t baben

der Zügeöffentlich erttärt, doßdle mitge-AAw TwtsrJäf® tnK3 schr bewegten Erörterung! ten Landwirte und Gewerbetreibenden wsder sprach der ita- Wucherer, noch Schieber keim? und daß ?5^Ete wurde durch sie mir aus politischen Beweggründen Utttführe ?n°h^0»S ^*5 ~fleJ*erfen mit AuS- Die braunschweigische Landesrea,erunq aber ist

«ch ^L^"«^^uesischen bedienten dem Treiben noch Nicht energitomtSgm^rtat ülh der franzSsischeu Sprache. Morgen und über-' 8 eiuw^ci^ueren.

morgen wird der Rat versönliche Besvreckuna-n über die oberfchlefische Grenzfrage abbalten.

Der Bruderzwist.

Die erregte Reichshauptstadt.

**. (Von unferm Berliner Mitarbeiter.)

In die Einheit des deutschen Volkes ist von Aewm ein Ritz gekommen. Das erste Blut um Erzberger ist am Sonntag in Potsdam geflossen. Dort hatten die Deutschnationalen zu einer Tan­nenberg-Feier emgeladen, was von der sozialisti­schen Arbeiterschaft mit einem Ausruf zu einer Gegendemonstration beantwortet wurde. Die Forge war das Verbotbeider Veranstaltun­gen. Die Deutschnationalen hatten daraufhin die Lustschrsshalle, also einen gsschllossenen Raum, in Potsdam gemietet und hielten auch dott ihre Feier ab. T-e Mtglieder der sozialistischen Par­teien waren zu Tausenden schon mit den Früh­zügen von Berlin nach Potsdam gefahren. Zu­nächst verhielten sich die Massen in den Straßen ruhig Als aber an einzelnen Häusern schwarz- weiß-rote Fahnen herausgesteckt wurden, ver­langte die Menge das sosvrtige Einziehen dieser Fahnen und zeigte NeiMng, die betteffenden Häuser zu sMrmen. Die Erregung wuchs mehr und mehr, als Trupps junger Leute des Weges kamen, die schwarz-weiß-rote Mbzeichen am Arm oder im Knopfloch trugen. Die Menge zwang die Träger dieser Abzeichen zum Ableaen dersel­ben und griff auch Straßenbahn­wagen an, i« denen sich deranige Personen befanden Als ein von ei rem Reichswehroffi­zier in voller Uniform geführter Trupp junger Leute und Mädchen, die eine schwarz-weitz-rote Fahne bei sich trugen, an den Demonstranten vor­über wollte, kam es zu einem Wortwechsel, und man geriet in« Handgemenge. Von den Unabhängigen war inzwischen ans dem Dchtoßplatz eine Anzahl .erbeuteter" schwarz- weiß-roter Fahnen verbrannt worden.