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Hessische Abendzeitung

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Nummer 193, Fernsprecher 951 und 952 Donnerstag, 25. August 1921 Fernsprecher 951 und 952 11. Jahrgang.

Merke Truppen;üge nach Oberschlesien.

Friede mit Amerika.

Abschluß in dieser Woche.

Endlich sind die beiden Regierungen soweit, daß zwischen Deutschland und Amerika der lange erwartete Friedensabschluß erfolgen kann. Es wirst keineswegs ein günstiges Licht auf die Re­gierung der Vereinigten Staaten, daß sie die Verhandlungen so lange Zeit vermieden hat, um erst einmal aLzuwarten, wie sich die Dinge in Deutschland entwickeln würden. Dabei hatte sie natürlich die Absicht, möglichst viel« Vorteile aus Deutschland herauszuziehen. In den letz­ten Wochen fanden nun Verhandlungen statt zwischen dem amerikanischen Geschäftsträ­ger Dresel in Berlin und dem deutschen Außen» Minister Dr. Rosen. Welches Ergebnis dabei er- zielr wurde, ist noch nicht bekannt, da die beider­seitigen amtlichen Stellen sich in Schweigen hül­len. um etwaige Störungen durch vorzeitige Er­örterungen zu vermeiden. Immerhin kennt man die Tendenz der Verhandlungen. Aus den zahlreichen Konferenzen, die im Auswärtigen Amt in Berlin stattgefunden haben, ist ein Vor­entwurf zu einem Präliminarfrieden entstanden, der auf der Resolution Knox-Porter (worüber wir Anfang Juli berichteten) aufge­baut ist. Wre erinnerlich. wird in dieser Reso­lution des amerikanischen Senats erklärt, daß die Vereinigten Staaten sich alle Recht« aus den Waffenstillstandsbedingungen und dem Versail­ler Friedensvertrag Vorbehalten, ebenso solle das ganze deutsche Eigentum einbehÄten wer­den. Obwohl die Angelegenheit des Eigentums gemildert worden ist, stehen die Abmachungen im allgemeinen doch dem Versailler Vertrag nahe, der uns die Verpflichtungen nicht auf Grund des Rechtes, sondern auf Grund der Ge­walt auferlegte.

Trotz der Nachteile ist es gegenüber dem bis­herigen vertragSlosen Zustand schon ein Ge­winn, wenn überhaupt Abmachungen geschaffen werden, die unS in die Lage versetzen, einen auf Gegenseitigkeit beruhenden Verkehr zu vollziehen. Durch Privatverträge ist ja schon im vorigen Jahre die erfreuliche Er» scheinung zurage getreten, daß Handel und Schiffahrt in ansehnlichem Umfang begonnen wurden. Besteht erst ein Friedensvertrag, dann wird man auch weitere Erleichterung erwarten können, zumal in Amerika einflußreiche Stim­men laut werden, die eine Revision des Versailler Vertrags anregen. Diese Anreger, die Republikaner, sollen geneigt sein, wie auS Washington berichtet wivd, eine gemeinsame internationale Aktion einzuleiten, um den Welt­frieden aufrecht zu erhalten. Aber dieser Zu- sammenarbeit müsse mau einen anderen Namen als Allianz geben. Eine Allianz fordere die Unterzeichnung von Vertrügen, und diese Ber- iräge müßten nach der amerikanischen Verfas­sung vom Senat sanftioniert werden. Eine weniger strenge Abmachung erleichtere den Ver­kehr. Man kann auS dieser amerikanischen Ein­sicht jedenfalls erkennen, daß sich die Stimme der Vernunft mehr und mehr Gehör schafft.

Inzwischen ist man auch auf deutscher Seite nicht untätig gewesen, um dem deutsch-amerika­nischen Friedensvertrag einige gute Seiten- zugewinnen. Reben dem Außenminister Dr. Rosen konnten tmutet Sachverständige, dar­unter der ehemalige Botschafter Graf Bernstorfs, sich zu den Verhandlungen äußern. Dadurch, daß der Vertrag nicht so sehr vom politischen, sondern mehr vom wirtschaftlichen Standpunkt auS betrachtet wurde, sind von vornherein große Schwierigkeiten aus dem We­ge geräumt worden. Solche Schwierigkeiten hal­len sich ergeben müssen, wenn die vor einigen Tagen gekommene Meldung gewisser amerilam- scher Blätter richtig gewesen wäre, wonach auch Amerika verlangt habe, datz Deutschland die Schuld am Kriege auf sich nehmen solle. Diese Nachricht traf glücklicherweise nicht zu. Ein Be­kenntnis der Schuld wäre ganz unmöglich gewe­sen, nachdem die große Mehrheit des deutschen Volke- das damalige Verlangen der Alliierten mit Entrüstung verurteilt hat.

Die deutsche ReichSregierung hat noch kürz­lich bei allen in Betracht kommenden Fragen sich des RatS der maßgebenden Wirtschafts» politiker, sowie der berufenen Vertreter auS Industrie, Handel »nd Geweche bedient. Die Besprechungen des Reichskanzlers Wir den Parieisühxexn in den letzten Ta­

gen befaßten sich nicht nur mit der oberschle^, scheu Frage, sondern in eingehender Weise -uch mit dem deutsch-amerikanischen Vertrag, W:e darüber mitgeteilt wird, haben die Parteien,

erst für einen spSteren Zeitpunkt vor. Wie es heißt, soll der letzte VorMag die Billigung des Kabinetts Mauro gesunden hoben.

Sie werden nicht alle

Gläubiger mit unbegrenztem Vertrauen.

mit Ausnahme der äußersten Linken, ihre Zu­stimmung gegeben. Die frühere Opposition der Rechtsparteien ist abgeschwächt, weil, wie ge­sagt, mehr die wirtschaftlich« Seite hervorgeho- ben ist. Man hat darauf hkngearbeitet, die jetzigen Bestimmungen so auszugestalten, daß aut dieser Grundlage der demnächst zu bearbei­tende Handelsvertrag ausgebaut werden kann. Damit sind wir jedenfalls wieder einen Schritt im internationalen Verkehr weiter ge­kommen. K. F. Dr.

tim Oberschlesien. Alliiert« Truppenzüge durch Deutschland.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 24. August.

Halbamtlich wird gemeldet: Zur Verstärkung der interalliierten Truppen in Oberschlesien wer- den zwei britische Bataillone und eine französische Brigade vom Rheinland noch Oberschlesien befördert werden. Die Trans­porte beginnen am 25. August und laufen über die Strecke Bischofsheim, Firanksurt-Süd, Ha­nau-Ost, Flieden, Blankenheim, Gerstungen, Weißenfels, Taucha, Dobriluck, Sagau, Arns­dorf, Liegnitz, Brockau, Oppeln. Täglich wer­den vier Züge fahren. Die Bevölkerung der von den Transporten berührten Gebiete wird zur Vermeidung von unliebfamen Zwischenfällen daraus hingewiesen, daß eS im allgemeinen In­teresse liegt, diesen Transporten feine Schwie­rigkeiten zu bereite«. Die Mornlngpost meldet aus Oppeln: Die Interalliierte Kommission Hai Korsantys Rückkehr nmh Ober­schlesien nicht genehmigt.

Meder polnische SewalNafen.

Breslau, 24. August. (Privattelegramm.) In MySlowitz, Pleß und Rybnik haben sich am Montag die polnischen Gewaltta­ten gegen die Deutschen wiederholt. In Pleß wurde ein Ueberfall polnischer Banditen durch die Wachsamkeit der Italiener verhindert. Die eingebrachten Gefangenen find zum größten Teil junge Burschen von jenseits der Grenze. Am Montag sind in Kattowitz wiederum Flüchtlinge aus den Grenzorten eingetrof- feit, um dem Terror polnischer Organisation zu entgehen. Sie wurden von der Flüchtlingsstelle ausgenommen. Die Flüchtlinge berichten über­einstimmend über Gewaltakte gegen Deutsche.

«

DeuisH-polnischs Verhandlungen?

Paris, 24. August. (Eigener Drabtbericht.) Der Jntranfigeant meldet, daß zwischen der deutschen und der polnischen Regierung Verhandlungen schwebe«. Pole hätte die Ab­sicht, sich nicht mehr mit der Freundschaft zu be­gnügen, die ihm die französische Regierung ent gegenbringt, sondern würde versuchen, bezüglich der oberschlestschen Frage direkteVerhand- l u n g e « mit Deutschland auszunehmen. In Ber­lin hätte« bereits Besprechungen stattgesunden.

Der Feldzug in Marokko.

Die Spanier find «och nicht bereit.

(Eigener Drahtbericht.)

Genf, 24. August.

Aus Madrid wird gemeldet: Die bei Melilla wgcrndrn fpantschen Truppen, die setzt vier­zig- btS fünszigtausend Mann stark find, könne» den Vormarsch gegen die Marokkaner noch nicht «ufuehmen, weil fle an starkem Pferdeman- gel leiden. Die Offiziere der Remonteversor- gung machen die größten Anstrengungen, um Pferde und Maultiere i« genügender Anzahl zu kaufen; sie haben deshalb auch in Franzöflsch- Marokko den Versuch gemacht, Tragtiere zu et- stehen. Wie eS heißt, gedentt General Berengurr in allerkürzester Zeit die Operationen gu begin­nen. Er hat der Regierung zwei Vorschläge ge- macht. Rach dem einen ist eine große lieber, flügelungsaktion vorgesehen, die das ganze auf­ständische Gebiet wieder in die Hand der Spa­nier bringen soll. Der andere Vorschlag be­schränk sich auf die Vornahme einer schnellen und scharfen Züchtigung der Rebellen und sieht die Wfedereroherung des verlorenen Gchietcs

Vor bem Völkerbund. Kein neutrale« Berichterstatter.

(Eigener Drohtbericht.)

Berlin, 24. August.

Der Spanier QuinoneS de L e o n bat das Anerbieten, das Amt des Berichterstatters über die obcrfchlestsche Frage zu übernehmen, abgr- lehnt. Es verlautet, daß dieses Amt nun einem Belgier übertragen werde« soll. Aus den deutschen Preffesttmmcn ist hervorzuheben, datz dasDeutsche Tageblatt" diese Aenderung als Schiebung bezeichnet. Auch derVor­wärts« erklärt, datz die Bettauung eines belgi­schen PokttiferS mit dem vielleicht ausschlagge­benden Berichterstatteramt in Deutschland alS eine Schiebung empfunden werden »würde. DieDeutsche Allgemeine Zettung« findet de LeonS Entschluß verständig und bezeichnet es als eine staatsmännische Klugheit, während der Lokalanzeiger« und derTag« die Ablehnung bedauern und den Bericht des belgischen Dcle- gicrtrn, der sich während des Krieges nicht durch übertriebene Reuttalität auszeichnete, nicht mit allzuviel Vertrauen entgegenfieht. DaS ..Berliner Tageblatt" meint, datz man in Paris die Ablehnung gewiß mit großem Bedauern «er- nehmen wird, während dieBvlkSzettung" nach dem wirklichen Grunde forscht mit der Frage, fühlt de Leon sich nicht kompetent oder glaubt Spanien, weder Llotzd George «och Briand nickt vor den Kopf stoße« zu dürfen?

«

DvrausfichMche Varirlnahme.

B a s e 1, 24. August. (Eigene Drahtmeldung.) DerAnzeiger" berichtet auS London: Lloyd George reist nickst zur Tagung des Völkerbund- ratö. Dagegen wird Lord Curzon die eng­lische Delegation führen, der als ein hartnäckiger Verfechter der Zu gehör iglet« des Jndu- striegebietS an Deutschland gilt. Der Daily Telegraph« schreibt, man könne für die Beratungen des Völkerbundes annehmen, M England, Japan und Italien auf der einen Seite stehen, die Franzosen (aber ohne Uittcrstütrung Spaniens und Chinas) auf der anderen Seite.

Löhne und Gehälter.

Torifveehaudlunge» uud Ausstaud.

(Privattelegramm)

Hamburg, 24. August.

Die im Hamburger Gewerkschaftshaus ta­gende Konferenz der Arbeitervertreter der ver- schiedenen Wer ft orte beschäftigte stch ein- gehend mit Lohnfragen. Eine Entschließung wurde angenommen, in der die Konferenz die Kündigung des Lohnabkommens beschloß und die Zentrakwerstkommisfion mit der Einleitung von Verhandln«^ betraut. Aus Kiel wird ge­meldet: Die Verhandlungen zwischen den Arüei- terausschüffcn des Allgemeinen Deutsche» Ge werksch-stSbundeS und dem Bunde der Arbeit- gebet über die Gewährm^ von Teuerungs­zulagen für die in den Kleinbetrieben beschäftig­ten Arbeiter find gescheitert. Alle Berufs­kreise haben daraufhin noch am Montag in Ver­sammlungen Stellung zur Lage genommen und beschlossen, heute in den Streik einzutreten, da die Entscheidung der Arbeitgeber unannehmbar sei. Der Streit ist daraufhin aus gebrochen.

*

Die Beamten-Verbünde.

Berlin, 24. August. (Privattelegramm.) Die am Montag begonnenen Besprechungen zwi­schen dem ReichSwirtschaftsminiftcrium, den Be- amtenverbäirden und freien Gewerkschaften haben bisher zu feiner Annäherung der beiderseitigen Ttandpuntte grftihrt. Tie Reichsregierung scheint auf ihre früher vorgeschlagenen fünszehn Prozent keine weiteren Zugeständ­nisse machen zu wollen. «M SpStabend 6e6 Dienstags fanden Sonderkonferenzen der in das Reichsfinanzministerium geladenen Organisatio­nen statt. Man geht mit der Absicht um, die Be­amten und Arbeiter über die Vorschläge der Re- Aitrang abftimmen zu taffen und dann von dem Ergebnis dieser Abstimmung die wei­teren Schritte abhängig zu machen.

KSK

Sturm der Tausende auf die Ge. schickftSräumrr der verkrachten Wett-Unternehmun- gen haben sich die wildesten Szenen ereignet. Frauen mmmerten, daß sie ihr ganzes Geld ver. >oren hatten, sie bekamen Schreikrämpfe, die Pe. uze: mußte einschreiten, es gab blutige Köpfe und dergleichen mehr. Aber die Sunnuten wer­den doch nicht alle Was heutzutage möglich ist, zetgre ,rch ni Gkäubiger-Versammlungen, die die einzelnen Konzerne an« Sonntag in Berlin ab- Das geschah in den größten Sälen, dis Berlin überhaupt aufzuweisen hat. So tagte d«!rKlante-Konzern" im Zirkus Busch, der von Tausenden von Anteilseignern, die sich alle durch Dividendenscheine ausweisen mußten, bis unters Dach voWgxpfropft war. Diese Per- immnlung war durch die Agenten dieses Kon- zerns, unter denen man sehr viel Wenig svm- pakhische Rennbahntypen sah. ausgezeichnet ar­rangiert. Es fehlte sogar nicht an großen Lor­beer k r a n z e n mit gewärtigen seidenen Schlei- fen, auf denen sich Sprüche befanden die in ,Dankbarkelt' gegen den .VolksbogWcker' Klaute uber,^vsien. Klaute erklärte seinen Konzern als cme »Wohlfayrtseinrichtung für das Volk" ur.b die Betrogenen jubelten ihm zu! Klaute er» zahlte: »Ms ich am 23. vom Postscheckamte zu» nickkehrte, wo ich gerade eine Million flüssig wachen ivollte, fand ich drei Kriminalbeamte mit einem Finanzrat vor. Sie wollten mich der» hasten. Ich sagte:

Klante lacht dazu!"

(Vielstimmiges Bravo!) Es könne sich doch nur um Geld handeln, und das wäre da. Der Fi­nanzrat erwiderte: »Sie haben so viele Millro- nen als Dividende ausgezahlt, wo bleibt die Kapitalertragssteuer?" Von den vierzig MMo» ne» auSgezahlter Dividende kämen nicht nur vier Millionen in Frage, sondern mich die Strafe dazu; zusammen zwöls Millionen Mark. (Zuruf: Unerhört! Frechheit!) Ich sagte schließlich: .Gut! die paar Mark können Sie sich vom Postscheckamt holen!« Der Finanzrat war erstaunt, daß mein Konzern so viel Geld allein auf dem Postscheck- amt liegen habe." Dieser Klante hatte dann noch die Unverfrorenheit, folgendes zu tagen: »3^ werbe mir überlegen, das deutsche Reich aus Schadenersatz vo» zwanzig bis vierzig Mil­lionen zu verklagen. Ich werde beweisen, daß ich mit der beschlagnahmten Summe fünfund- Uwuzig biS dreißig Millionen gewonnen hätte. Die Presse ist außer Fassung geraten, aber mau werx j«, warum! Früher hieß es: Neid der Besitzlosen, heute: Neid der Besitzenden." 3mr nicht genug damit, daß die Behörden ver­höhnt und verspottet wurden, Klante hält seine eigenen Leute zum Besten und wird von ihnen dafür bejubelt und bekränzt. Klante sagte über seine demnachstiyen Pläne: »Ich werde eine eigene Bank gründen, meine Firma heißt von beute ab .Mar Klante und Co., G. m. b. H.'r Gehste mit, biste hin!« (Stürmische Heiterkeit.) stsch werde eine LWrfoHrik übernehmen. Da wird sich zeigen, wer organisieren kann.

Das Geschäft bringt Millionen.

Dir werden Kaffee- und Likörstuben eröffnest gegen die Repplokale. Bei mir wivd es Wen zu unerhört billigen Preisen geben. Der Ge. winn ist nicht für mich, sondern für die Allge. meinbeit. DaS ist die erste Sozialisierung. In Berlin habe ich bereits eine Druckerei und Werde eigene Heilungen gründen. Ich weise zurück day ich Schiebungen mit Trainorn gemacht habe, Tcr Union-Klub hat gern meine Vorwetten an­genommen Run zur Konzessionierung der Buch, macknr. Sie kommt bestimmt. Ich habe gesaut: Gebt dem Klante-Konzern das Monopol für Deutschland, dann zahle ich im voraus zwanzig Millionen. Wer dann noch unkongessioniert wei­let. muß ins Gefängnis. Bekommen wir daL Monohwl, dann können wir weiter gute Divi­denden zahlen. Ich werd: am 1. und 15. noch­mals die hungert Prozent Dividende zahlen sofern ich Glück habe; und ich glaube, ich liege jetzt in einer Glücks--R inne. Ich denke über, auch Wenn ich Weniger zahle, wcvden Sie mir treu bleiben, dem, ich will, daß daS DoK (die Mit- gliedert ständig Geld bekommen. (Stürmische Zustimmung.) Als in der Aussprache, bei der ein begeisterter Jüngling Klante den größten »Tribunal» nannte, die Sache brenzlig wuroe es kamen beispielsweise Anfragen, ob er auf den Spieleinwand verzichten wolle, Wer sein lehr vornehmes Auto bezahlt habe und dergfei- chen, da fanden sich immer Klante-Aqmten, die den Fragen geschickt auSzuweichen wußten, die die gläubigen

Gläubiger an der Rase herumführten.

Die Sache endete mit tincr vom Klanie-Konzer« cirigebrocbtcn Entschließung, in der es unter an­derem heißt:Die Mitglieder erklären sich mit