Nummer 189
Sonnabend, 20. August 1921
Fernsprecher 951 und 952
11. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952
Verzögerung der Völkerbunds-Entscheidung?
wäre.
K. F. Dr.
Holen» Finpnzelend.
Warschau, 19
Amwst- (Eigene Druhtmel- er Warschawska^ bemerkt zur
Finanzkontrolle gestellt werden müsse.
günstigen Ergebnis entgegen zu führen, sei, zu
rr von der Konferenz in Washington.
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Gedeimvertrog mit Frankreich.
Paris, 19. August. (Eigene Drahtmeldung.) Die sozialistische Kammerftattio» hat eine Sam-
Brttannlens Organisation
Kolo»ien, Dominions und Seerüstung.
(Eigener Drcchtbericht.)
eine deutsche Angelegenheit, sondern eine europäische Frage, an der sich ein neuer großer Brand entzünden könne, wenn die Gewalt wieder über da» Recht triumphieren sollte. Das oberschlesische Problem sei nun mit dem Ansehen des Völker. Hundes verknüpft, dessen Grundsätze aus der Erhaltung des Friedens beruhen. Es ist allerdings unbegründeter Optimismus, wenn Dr. Wirch glaubt, daß der Völkerbund nun wirklich das Selbstöestimmungsrecht der Völker achten werde. Der Bölkerbundrat setzt sich ja fast aus den gleichen Männern wie der .Oberste Rat" zusammen. Frankreich wird seinen Standpunkt auch im Völkerbund nicht ändern, und somit immer das Hindernis bilden, an dem jede gerechte Lösung scheitern wird. Aus eine für uns günstige Entscheidung wäre nur zu hoffen, wenn nicht Einstimmigkeit, sonderri Stimmenmehrheit 111 der Tagung des Völkerbundrats ausschlaggebend
land Oberschlosien behält.
Demgegenüber sind die französischen Argumente recht klüglich. Briand ist nicht mehr im Rahmen der diplomatischen Aussprache geblieben, sondern er wandte sich an die Oeffent- lichkeit, als er französischen Pressevertretern das Herz cmsschüttete und seinem Groll gegen England Lust machte. Er sagte, Frankreich müsse auf der Forderung der Teilung Oberschlesiens bestehen, und zwar solle den westlichen Teil Deutschland, den östlichen Teil Polen erhalten. Hebet den Begriff „Industriegebiet", womit sich der Artikel 88 des Versailler Vertrags beschäftigt, äußerte sich Briand wie folgt: Frankreich fei der Ansicht, daß die Fabriken von den Bergwerken abhängig seien, und daß der Artikel 88 auf das ganze Gebiet Bezug haben müsse. In diesem Gebiet habe Polen die Mehrheit. Die englische Delegation wolle sich diesem Standpunkt nicht anschließen. Deshalb seien die Sachverständigen beauftragt worden, die Grenze eines beiderseitig beschräntten Industriegebiets festzu- setzen und zu prüfen, ob dieses Gebiet polnisch sei. England sage nein, Frankreich sage ja. Dieselbe Uneinigkeit stellte sich heraus, als es sich darum handelte, die Frage der Zinkbergwerke und Fabriken zu regeln Noch größer sei der Zwiespalt wegen der Eisenbahnen. Mit welcher Verdrehungslunst die Franzosen arbeiten, zeigt die kühne Behauptung Briands, Deutschland habe vor fünfzig Jahren mit einer Milliarde, die es Frankreich abgerungen habe, die Industrie in einem Gebiet hergestellt, das polnisch gewesen sei. Aber auch in diesem Punkte widersprechen die Engländer.
Zu der oberschlesischen Angelegenheit hat sich jetzt auch — anscheinend in bestimmter Absicht — der deutsche Reichskanzler Dr. Wi rtch geäußert, der zunächst feststellt, daß der Oberste ÄLiierten- rat die deutsche Regierung nur benachrichtigt habe, daß die Grenzstage vertagt sei. Tie Ueber- wersung an den Völkerbund ist in dieser Nachricht nicht erwähnt. Dieser Fortliassmrg ist zwar keine Bedeutung beizumessen, dagegen legt Dr. Wirth mehr Gewicht auf den Zusatz, daß der Aufschub möglichst kurz sein werde. Darin sei das stille Z u g e st ä n d n i s zu erblicken, daß man sich an Oberschlesien auf das schwerste bet» sündigt, wenn man es noch lange in dieser schwebenden Pein läßt, wenn man dem unglücklichen Lande noch nicht sein Recht gibt. Der Reichskanzler richtet nochmals die ernste Mah- ttuttfl an die Alliierten, Oberschlesien sei nicht nur
Paris, 19. August.
Lloyd George hat gestern im Unterhausr eine Rede über die kürzlich stattgehabte britische Konferenz gehalten. Nachdem er daran erinnert hatte, welche Hilfe die Dominions dem Mutterlande geleistet hätten, erklärte er, daß das britische Reich keine Vorstellung, sondern eine Wirklichkeit fei. Gleichzeitig habe sich aber die Konstitution des Reiches geändert. Bor dem Kriege wurden die Sffenttichen Geschäfte behan beit, ohne daß man die Kolonien z» Rate zog. Die Ereignisse haben dem britischen Reiche eine neue Verfassung gegeben. Die Unterstützung bei ersten Minister der brittschen Kolonien und Indiens gebe dem Reiche eine neue Kraft. Dies habe man schon auf der Sitzung des Obersten RateS gesehen, wo der erste Minister und der Außenminister nicht allein im Namen Großbritanniens, sondern des ganzen britischen Weltreiches gesprochen habe. „Hinsichtlich der See- rüsttmgen sind wir Lbereingekommen, daß das Weltreich eine Marine besitzen muß, die der eines jeden anderen Landes der Welt gleichkommt. (!) Alle Dominions und Indien werden selbst sagen, in welchem Verhältnis und in welcher Form sic hierzu beisteuern wollen."
Llm Oberschleslm.
Eine europäische Streitfrage.
Das obsrschlestsche Problem, dessen Lösung Man erhofft hatte, wird immer schwieriger. Es ist nicht nur eine Streitfrage zwischen Deutschland und Polen, sondern scheint sich zu einem Zankapfel für Europa zu entwickeln. Rach dem Ausgang der Beratungen im Obersten Alliiertenrat wußte man, daß der französische und englische Standpunkt weit auseinander gingen. Durch die letzten'Reden der beiden Ministerpräsidenten wird uns noch offenbar, daß ein ernster Zwiespalt besteht, der von großer Bedeutung ist. Wären die Gegensätze uur leichter Art, dann wären sie mit mehr Geschick verschleiert worden, wie es schon so oft der Fall war. Aber diesmal haben sich die sonst so schlauen Staatsmänner gar keine Müh« gegeben, die wahre Sachlage geheim zu halten. Sie sprachen mit unverblümter Deutlichkeit in voller Oeffenttichkeit ihre Meinung aiV, die sogar eine unverkennbare Schärfe gegeneinander enthielt. Lloyd George bezeichnete den Streit um Oberschlesien als be- d r 0 h l i ch für die Entente. Den Vorwurf richtete er gegen die Franzosen. Es gebe weite Kreise in der öffentlichen Meinung Frankreichs, die da glauben, daß die Wegnahme der Kohlen, und Eisenlager Deutschlands für die Sicherheit Frankreichs wesentlich fei. Er halte dies für einen Irrtum. Oberschlesien sei keine polnische Provinz. Vier Fünftel der Bevölkerung seien deutsch mit polnischer Beimischung nach der Grenze hin. Die Auseinan- dersetzung zwischen den Alliierten habe sich um das Jndusttie-Dreieck gedreht, in dem die Städte deutsch und die Dörfer polnisch seien. Betrachte man aber das Gebiet als Ganzes, so ydndle es sich m Wirklichkeit um eine deutsche Mehrheit. Die industrielle Entwicklung, das Kapital und die Bevölkerung seien deutsch so daß nach dem Grundsatz „ein Wann, eine Stimme" das Gebiet den Deutschen zustillen müsse. Diese Erkennt, nis ist endlich ein Beweis dafür, daß England sich nur einen Vorteil verspricht, wenn Deutsch-
Berliner Vrügelel.
Die finkenden parlamentarischen Sitte«.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 19. August.
Zu einer unerhörten Prügelei kam es gestern im Stadtparlament der Reichshauptstadt anläßlich der Besprechungen über die Hilfe für Sowjet- rußland. In der Aussprache bezeichnete der deutschnationale Stadtverordnete Kimbel es alö unerhört, in einem deutsche» Rathaus für die kommunistische Wirtschaft in Rußland einzutreten. Rach diesen Worten sprangen die Kommunisten von ihren Sitzen auf und drangen zur Rednertribüne vor. Der kommunistische Abgeordnete Goldbach faßte den Redner bei der Krawatte und schlugthninsGesicht. Der stellvertretende Vorsteher stellte sich schützend vor den Redner. Bor dem Vorfiandstisch kam es ,u weiteren Tättichkeiten zwischen den wbenden Kommunisten und den Mitgliedern der Rechten. Während dieses Auftrittes verließ der gesamte Magistrat bis auf ein kommunistisches Mitglied den Saal. Tie Sitzung wurde auf zehn Minuten unterbrochen. Bei ihrer Wiedereröffnung wie- derholten sich die Lärm- und Prügelszenen, an denen sich diesuml auch dfe Tribüne beteiligte.
düng.) Der „Kurier „ ....._______ _________ , .
katastrophalen Lage der polnischen Wirtschaft, daß, wenn nicht vald eine Besserung eintritt, Polen wohl unter eine internationale
sen. Diese Arbeiterkreise haben eine besondere Liste vor Ta nun das Wahlgesetz vorschreibt, daß drei Pfarrer an her Spitze jeder Liste stehen müssen, wenn sie nicht ungilttg fein soll, müssen ich schon Pfarrer finden, die aus Entgegenkommen und im Gesamtinteresse der Kirche sich einer sozialistischen Liste zur Verfügung stellen. Uebrigens soll in Rothenditmold eine Aufforde. ruug zur Eintragung in die Wählerlisten in den Fabriken ausgehängt werden. Das ist für alle
Die Oberschlesienfrage.
Entscheidung nicht vor Oktober?
(Eigene Drahtmeldung.)
Genf, 19. August.
Der Pariser „Mattn" berichtet: Die Entscheidung über Oberschlesien fällt erst im Oktober. Baron Jshiy als Vorsitzender des Dölkerbund- rats hat zwar eine Sondersitzung auf den 29. August nach Genf einberufen. Die Erledigung der oberschlestfchen Frage wird aber fünf Wochen in Anspruch nehmen. Rach dem „Temps" ist es wahrscheinlich, daß man am 29. August sich nur über die Tatsache und über die Ernennung deS Berichterstatters unterhalten und sich daun wieder vertagen wird. Der Berichterstatter würde dann die vorhandenen Beweisstücke und" etwaige Zeugnisse, die er für nötig hält, genau durcharbei- ten, während der Bölkerbundrat seine weiteren Beratungen in Genf abhälc. Gegen Ende September, so rechnet man, würde die Sache so weit fein, daß man sie wieder vor den Rat bringen könne, der diesmal in die Verhandlung des Gegenstandes eintreten würde. Man könne also für die erste Halste des Oktober einen endgültigen Beschluß nur dann erwarten, wen« her Bölkerbundrat sich entschließen würde, selbst ein Urteil abzuqeben, nicht aber die Angelegenheit einem Schiedsrichter überweist.
polnische Umtriebe.
Aufrührer in den Landgemeinden.
(Privattelegramm)
Oppeln. 19. August.
Ja Klein-Altkammer, FerdinandShof, Salisch, Krappitz und Guttentag sind polnische Insurgenten eiitqctüdt Aus Kattowitz sind englische, aus Beuthen französische Truppen in die bedrohten Landgemeinden abgegangen. — Ans BreSlau wird berichtet: Der Aufruf mit der Ermahnung zur Ruhe, den die deutschen Parteien und Gewerkschaften auf Grund der in gemeinsamer Sitzung der deutschen und der polnischen Vertreter getroffenen Abmachungen erlassen haben, ist im Wortlaut in der gesamten deutschen Presse OberfchlesienS vetöffen stickst worden. Da. gegen ist der Aufruf, den die polnischen Parteien und Gewerkschaften am Bleichen Tage in den polnifdjen Blättern zu veröffentlichen sich verpflichtet hatten, bisher nicht erschienen.
Kein Schadellersatz an Deutsche.
Oppeln, 19. August. iPrivattelegramm.) Die interalliierte Kommission in Oppeln hat die am 17. Juni von den der Zement- und Äalk-Jndn- trie Oberschlesiens angehörenden Firmen ciiige- reichte Schodenersatzforderung für durch den oberschlesischen Ausstand zerstörten oder stillgelegten Jndutzriewerke ablehnend beantwortet. Die interalliierte Kommission weist die Verantwortung für den Ausstand zurück und wird die ihr angekündigte Aufstellung der Sachschäden der obersiAcflschen Industrie nicht aunehmcn.
Die Kiechenwahl.
Unglaubliche Teilung von Kassel.
Eine ÜBetau* ßail Besuchte Versammlung «van» aelischer Mitbürgerinnen und MltBilrger Bc> schä, tigte sich gestern abend im Laake des Lese- Museums mit der Bevorstehenden Kirchenwahl, wobei Pfarrer Stein die Losung ausgab: Das Schicksal der evangelischen Landeskirche ent- scheidet sich Bis zum Montag abeuö sieben Uhr. Dem evangelischen Kirchenvolk ist die Eit- scheidung über seine Kirche selbst in die Hand gegeben! Damit kennzeichnete Studienrat Sandrock,gestern abend als Leiter d er Lesemuseums - Versammlung die Bedeutung der Wahlen für die verfassunggebende Kirchenversammlung. Im Gegensatz zu den altpreußi- schen Provinzen, wo die Wahl durch die Sir- chenvorsteher vorgenommen wird, erfolgt in Hessen unmittelbare Wahl durch die Glieder der evangelischen Kirche selbst. Diesmal s» führte dann der Redner des Abends, Pfarrer Stein aws. wählen die Frauen mit Ob es auch späterhin der Fall sein wird, das hängt mit ab von dem Ausfall dieser Wahlen, deren Bedeutung er darlegte. Eine Aufklärung, sagte er, ist bitter nötig, denn es ist kaum zu sagen, wie unaufgeklärt und ununterrichtet die Menge der Evangelischen der Wahl gegenWersttht Vielfach hört man den Wunsch, daß eine Einheitsliste zustande kommen möge, die eine Wahl unnötig macht, aber diese Hoffnung trügt: -Schon jetzt liegen zwei Listen vor, eine von- kirchlich ganz rechter, eine von ganz linker Seite. Es muß also zur Wahl geschritten werden, die bekanntlich in den Tagen vom 23. bis 25. Otto» her stattfindet. Nock niemals wurde dem evan
gelischen Kirchenvvlke eine solche Entscheidung. in die Hände gelegt wie in diesen Tagen. Die verfassunggebende Kirchenversammlung, die zu wählen ist, hat zu entscheiden über die ganz« Gestaltung der Zukunft der evangelischen Kirche. Sie soll entscheiden, wer an der Spitze steht, wer die Spitze crffilrt und schafft, sie hat den Weg zu weifen für die Regierung der Kirche und vor allem, darum geht es, ob
die dreigliedrige Kirche wieder ausgebaut wird, oder ob man daran geht, aus den verschiedensten Bausteinen mit den verschiedensten Arten einen einheitlichen Bau der ganzen evangelischen Kirche auszuführen. Es soll das Fundament für diesen Bau gelegt werden. Diese Euttz scheidung aber fällt nacht erst im Ottober, sondern schon in diesen drei Tagen: Freitag, Sonn- abenb und Montag. Am Montag abend 7 Uhr ist Schluß der Eintragung in die Wählerlisten und wer sich bis dahin nicht eingetragen hat, kann unter keinen Umständen wählen und damit wirken im Interesse der Zukunft unserer Lana deskirche. In der Stadt läuft ein Gerücht uny- ber, diese Eintragung diene steuerlichen Zwecken. Das fit Unsinn. Wer... diese Wahl entscheidet auch über die künftige Gestalttma der Kirchensteuern. Kurz: In die Hände des Kirchenvolkes ist es gelegt, ob die evangelische Kirche eine Volkskirche wird oder eine ärmliche kleine . Sekte — alles dies hängt alb zunächst von der Eintragung — in die Wählerlisten. Die Aussprache rollte dann aus, daß viele Kasseler Wähler in einem Irrtum waren und schon jetzt von der Wahl ausgeschlossen sind. Dis zum 22. August haben sick die Wähler der Diözese Kassel einzu- lragen. Das ist genau bekannt gegeben worden. Tie wenigsten aber wissen, daß die eingemeinde- ten Vororte Bettenhausen, Kirchditmold itn» Wahlershausen mit Ausnahme von Rothenditmold 5ur Diözese Witzenhausen (!) gehören und in dieser Diözese sind die Wählerlisten bereits am 15. August geschlossen worden! Auch das, erklärte Pfarrer Stein, ist Sache bet Str» chenversammlung. daß sie mit solchen Zöpfen aufriinmti. Es geht nickt an, eine Stadt auf diese Art künstlich auseinanderzureißen. Von den verschiedensten Rednerinnen und Rednern wurde Beschwerde erhoben über die
mangelhafte Aufklärung der Wähler
in diesem Sinne Die Gefahr bestecht darin, daß viele Kirchengliedcr verärgert werden, Sondergruppen bilden oder gar aus der Landeskirche austreten. Sehr bemerkenswerte Ausführungen machte Pfarrer M a r t i n--Rothenditmold. Danach stricht sich in der Arbeiterschaft rett« giöses Interesse Dahn. Eine so günstige Erscheinung hat sick die Kirche nicht träumen las«
merinterpellation eingebracht, die von der französischen Regierung die Vorlegung des noch nicht ratifizierten sranzöstsch-polnischen Geheim- verttqges verlangt.
nächst ein Uebereinkommen über die pazifische empfehlen. (sUnner toteber kam die
, ..._. . ,. . „ „ , ,_y 3 1 ™ Versammlung auf die Benachteiligung der Dr-
0'tagr zu finden. Ein solches Ergebnis erwarte wohnet der Vororte zurück und dabei wurde
" T'r. -- 21:von einer VersammluuL in WilLelmsüSÜ« h-e-
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
England, Amerika, Japan.
Ein neues Bündnis-Problem.
(Eigener Drahtberlcht.)
London, 19. August.
In seiner UntechausredDfagte Lloyd George über daS englisch-japanische Bündnis, cs habe sich tut letzten Stiege bewährt, und man dürfe jetzt nicht Japan beiseite setzen. Das heiße aber nidfi, daß das Bündnis gegen den Wunsch eines anderen Landes aufteiA erhalten müsse. Em grundlegender Puntt in der britischen Poli- tik ist es, sagte er mit Betonung, daß wir in voller Uebereinstimmung mit Amerika handeln. Trotzdem können wir uns unserer Verpflichtungen gegenüber Japan erinnern und ihm unsere Freundschaft wahren; außerdem wünsche« wir gegenüber den Bereinigten Staaten den brüderlichen Geist zu erhalten. Wenn die Allianz mtt Japan zu einer großen Girtente zwischen Japan, den Vereinigten Staaten und England in dem pazifischen Pro- b l e m führen könne, so sei das ein Ereignis, das eine Garantie des Weltstiedens werden würde. Das beste Mittel, die Abrüstungskonferenz einem